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Postby Bratfisch » 01 May 2008 20:41
Hallo.

Sch**** Feiertage! Obwohl sie unproduktiv sind hat man dennoch kaum Zeit an ihnen. Für das was wirklich wichtig ist. Das Rumprobieren! :- )

Hatte heute mittag zwei Gläser hingestellt. o,5 l. Beide mit Wasser gefüllt und dann etwas KH2PO4 drin gelöst und ProFito und Ferro zugegeben. Glas NO.1 wurde dann so stehen gelassen, in Glas NO.2 wurde ein CO2-Schlauch ertränkt. Nur auf ~ 1 Blase pro Minute gestellt. Als ich vorhin wieder in´s Haus kam war das Wasser in Glas No.2 deutlich trüber als in Glas No.1.

Glas No.1 war allerdings ebenfalls nicht klar sondern auch in ihm hing ein unschöner Schleier herum. Aber eben viel weniger als in Glas No.2.

to be continued ...




Ingo
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Postby Gerd K » 02 May 2008 00:08
Hallo Ingo!

Da Du gern experimentierst, hätte ich auch einen Vorschlag für ein Experiment: ein Eimer mit 10 l Leitungs-Wasser, eingestellt auf pH 7 , Fetrilon zugesetzt bis 1mg Fe/l erreicht ist, dann Brilliantfilter einsetzen, über Nacht laufen lassen, bis das Wasser glasklar ist, Eisen-Konzentration im Wasser messen, dann Eisen mit 10 l 0,01 mol/l Salzsäure vom Brilliantfilter lösen.messen. Ich fand zu meiner Verwunderung jeweils 0,5 mg Fe/l, gemessen mit Dupla-Test Fe. Hast Du dafür eine Erklärung?

Grüße

Gerd
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Postby Tobias Coring » 02 May 2008 07:08
Hallo Ingo,

bevor du super viele Versuche machst :D, wollte ich dich mal auf dieses Thema hinweisen:Eisen + NPK Dünger gleichzeitig ins Becken

Dort haben Christian (swizzle101) und ich schon einige Testreihen durchgeführt mit eigentlich sehr ähnlichem "Versuchsdesign".
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

Bitte sendet mir keine geschäftlichen Anfragen als private Nachricht.
Gerne helfen wir dir telefonisch unter +49 531 2086358 (Mo.–Fr. 9–17 Uhr) oder per E-Mail unter huhu@aquasabi.de weiter.

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Postby Bratfisch » 02 May 2008 22:43
Hallo Gerd.

Gerd K wrote:Da Du gern experimentierst, hätte ich auch einen Vorschlag für ein Experiment: ein Eimer mit 10 l Leitungs-Wasser, eingestellt auf pH 7 , Fetrilon zugesetzt bis 1mg Fe/l erreicht ist, dann Brilliantfilter einsetzen, über Nacht laufen lassen, bis das Wasser glasklar ist, Eisen-Konzentration im Wasser messen, dann Eisen mit 10 l 0,01 mol/l Salzsäure vom Brilliantfilter lösen.messen. Ich fand zu meiner Verwunderung jeweils 0,5 mg Fe/l, gemessen mit Dupla-Test Fe. Hast Du dafür eine Erklärung?



Hallo Gerd.

Verwunderung bedarf einer Erwartungshaltung. Ich als chemischer Laie hätte da nur eine diffuse gehabt. :- ) Ich weiß nicht wie es weiter gegangen wäre hättest Du den Brilliantfilter / Luftheber weiterlaufen lassen. Trotz des Klarwassers. Ob sich dann das Verhältnis des ausgefallenen Eisens zu dem chleatgelösten noch weiter zum Gefällten verändert hätte. Oder ob nun mit 5o/5o sowas wie ein Gleichgewicht zwischen Fällung und Rücklösung bestanden hätte. Aber das ausgefallene Eisen ist doch prinzipiell Rost oder? Von dem löst sich doch nichts mehr zurück? Es sei denn der PH ginge unter 7 und es ist kein Phosphat im Wasser? Das du erwähnt hast, Du ließt den Filter laufen bis das Wasser klar war, läßt mich annehmen daß eine frische "Fetrilon"-Lösung trübe ist? Also irgendwie übersättigt? "Fetrilon" ist ja eigentlich kein Aquariendünger, sondern dazu da um emersen Pflanzen auf´s Haupt gegossen zu werden, also ist die Frage ob die Compo-Leute sich darum scheren ob nach Auflösen einer Einheit "Fetrilon" gemäß Vorschrift eine aquarientauglich klare Lösung dabei rauskommt? Wohl nicht, oder? Aber zurück zu der Erwartungshaltung. Ich weiß nichts darüber wie stark EDTA Eisen festhält und welche Randbedingungen dafür außerdem noch gelten müssen. Ich weiß aber das man mit Einblasen von Luft Stoffe aus dem Wasser zum Ausfallen bringen kann. Was ein solches Einblasen von Luft mit chehaltierten Stoffen macht / machen kann, da habe ich aber eben keinen Maßstab. Aber zumindest eine Erwartung was den Sinn von Chelatierungen angeht. Das sie eben mehr zu halten imstande sind! Deshalb würde mich interessieren was geschehen wäre, hätte man die nun klare Lösung weiter belüftet? Und das Filter ausgewaschen. Wäre diese "Rest-Chealtierung" von o,5 mg/l Fe dann stabil geblieben?

Was war Dein Grund verwundet zu sein? Schub´s mich vom Schlauch ... :- )

(Mit was mach der Dupla-Fe-Test eigentlich die Chelatetierungen kaputt? Aber das ist wohl Betriebsgeheimnis?)

---

Die in dem vorangegangenen Beitrag erwähnte CO2-"belüftete" trübe Lösung habe ich heute über den Tag mit Membranpumpe und Sprudelstein beatmet. Da tut sich nix. Die bleibt trübe.




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Postby Bratfisch » 02 May 2008 22:44
Hallo Tobi.

Tobi wrote:bevor du super viele Versuche machst :D, wollte ich dich mal auf dieses Thema hinweisen:Eisen + NPK Dünger gleichzeitig ins Becken

Dort haben Christian (swizzle101) und ich schon einige Testreihen durchgeführt mit eigentlich sehr ähnlichem "Versuchsdesign".



Hallo Tobi.

An den thread habe ich mich gar nicht mehr erinnert. Schande. Dabei habe ich selbst auch da ´drin herumgeraten. Es ist schade das solche Klamotten so im Forum verstreut herumfliegen. Könnte man die nicht in einer eigenen Rubrik zusammenfassen oder reinkopieren?




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Postby Gerd K » 03 May 2008 05:30
Bratfisch wrote:Hallo Gerd.

Gerd K wrote:Da Du gern experimentierst, hätte ich auch einen Vorschlag für ein Experiment: ein Eimer mit 10 l Leitungs-Wasser, eingestellt auf pH 7 , Fetrilon zugesetzt bis 1mg Fe/l erreicht ist, dann Brilliantfilter einsetzen, über Nacht laufen lassen, bis das Wasser glasklar ist, Eisen-Konzentration im Wasser messen, dann Eisen mit 10 l 0,01 mol/l Salzsäure vom Brilliantfilter lösen.messen. Ich fand zu meiner Verwunderung jeweils 0,5 mg Fe/l, gemessen mit Dupla-Test Fe. Hast Du dafür eine Erklärung?



Hallo Gerd.

Verwunderung bedarf einer Erwartungshaltung. Ich als chemischer Laie hätte da nur eine diffuse gehabt. :- ) Ich weiß nicht wie es weiter gegangen wäre hättest Du den Brilliantfilter / Luftheber weiterlaufen lassen. Trotz des Klarwassers. Ob sich dann das Verhältnis des ausgefallenen Eisens zu dem chleatgelösten noch weiter zum Gefällten verändert hätte. Oder ob nun mit 5o/5o sowas wie ein Gleichgewicht zwischen Fällung und Rücklösung bestanden hätte. Aber das ausgefallene Eisen ist doch prinzipiell Rost oder? Von dem löst sich doch nichts mehr zurück? Es sei denn der PH ginge unter 7 und es ist kein Phosphat im Wasser? Das du erwähnt hast, Du ließt den Filter laufen bis das Wasser klar war, läßt mich annehmen daß eine frische "Fetrilon"-Lösung trübe ist? Also irgendwie übersättigt? "Fetrilon" ist ja eigentlich kein Aquariendünger, sondern dazu da um emersen Pflanzen auf´s Haupt gegossen zu werden, also ist die Frage ob die Compo-Leute sich darum scheren ob nach Auflösen einer Einheit "Fetrilon" gemäß Vorschrift eine aquarientauglich klare Lösung dabei rauskommt? Wohl nicht, oder? Aber zurück zu der Erwartungshaltung. Ich weiß nichts darüber wie stark EDTA Eisen festhält und welche Randbedingungen dafür außerdem noch gelten müssen. Ich weiß aber das man mit Einblasen von Luft Stoffe aus dem Wasser zum Ausfallen bringen kann. Was ein solches Einblasen von Luft mit chehaltierten Stoffen macht / machen kann, da habe ich aber eben keinen Maßstab. Aber zumindest eine Erwartung was den Sinn von Chelatierungen angeht. Das sie eben mehr zu halten imstande sind! Deshalb würde mich interessieren was geschehen wäre, hätte man die nun klare Lösung weiter belüftet? Und das Filter ausgewaschen. Wäre diese "Rest-Chealtierung" von o,5 mg/l Fe dann stabil geblieben?

Was war Dein Grund verwundet zu sein? Schub´s mich vom Schlauch ... :- )

(Mit was mach der Dupla-Fe-Test eigentlich die Chelatetierungen kaputt? Aber das ist wohl Betriebsgeheimnis?)

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Die in dem vorangegangenen Beitrag erwähnte CO2-"belüftete" trübe Lösung habe ich heute über den Tag mit Membranpumpe und Sprudelstein beatmet. Da tut sich nix. Die bleibt trübe.




Ingo



Hallo Ingo!

Die Vorgeschichte war mir unbekannt. So kannst Du nicht mehr auf die Lösung kommen.
Ich ertete eine geringfügige Hydrolyse, damit die Fetrilonlösung durch einen kleinenÜberschuß an freiem EDTA stabilisiert wird. Ich wollte wissen, wieviel % des Fetrilons dafür verbraucht werden. Zu meiner großen Verwunderung bildet es einen zweizählichen Komplex mit der Formel FeXX(EDTA)2.

[align=center]2 FeXEDTA = Fe(OH)3 + FeXX(EDTA)2[/align]

Was ich bislang nicht wußte, war, daß aus Fetrilon beim Verdünnen ein bei pH 7 stabiler Komplex entsteht. Das erklärt auch, daß bei der Rezeptur stets ein Chelatorr_Überschuß zugesetzt wird. Mein Flüssigdünger hatte nur einen geringfügigen.
Nun arbeite ich mit Pulvern und habe das Problem nicht mehr.
Nur steht in der Literatur über Chelatoren darüber nichts, oder es ist mir entgangen. Nun habe ich Laborant gelernt, als man zum Titrieren der GH noch Seifenlösung benutzte.
Seitdem habe ich Spaß am Experimentieren.

Meine Rezepturen suchen seit einiger Zeit einen neuen Lizenzgeber. Ich will sie nicht mit ins Grab nehmen. Dann gebe ich sie lieber preis.

Grüße

Gerd
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