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Postby spezzeguti » 07 Apr 2018 18:29
Wuestenrose wrote:Morgen…

Ich hätte Citronensäure genommen. An Konservierung hast Du gedacht? Sonst wird das Gebräu nicht lange halten.


Grüße
Robert


Hallo Robert,

nö, habe erstmal nichts weiter zugesetzt. Ich mische nur 500ml an und dünge davon täglich 10ml. Das ist schon etwas mühsam solche Winzmengen mit meiner Feinwaage (0.01 Gramm Schritte) abzuwiegen, aber mehr wäre Verschwendung da ich die Rezeptur bestimmt noch oft ändern werde.
Falls es mal notwendig wird, könnte ich zur Konservierung nicht einfach etwas EC nehmen?
Und würde die Zitronensäure eigentlich die unchelatierten Spurenelemente leicht chelatieren?
Grüße von der Müritz
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Postby Wuestenrose » 08 Apr 2018 09:03
Morgen…

Gut, 50 Tage sollte die Mixtur dunkel und kühl (am besten im Kühlschrank) schon durchhalten. Ich selber konserviere mit einer Mischung aus 1,8 ‰ Methyl- und 0,2 ‰ Propylparaben. Das gibt's auch fertig als Paraben K zu kaufen. Bei Dephyte gab's auch mal 'ne fertige Konservierungsmischung zu kaufen, ich finde sie jetzt aber nicht mehr. Glutaraladehyd, der Wirkstoff im EC, besitzt zwar desinfizierende Wirkung, ist aber im EC zu gering konzentriert. Ansonsten müsste das EC ja entsprechend als Desinfektionsmittel deklariert sein.

Chelatierung ist nicht per se schlecht. Die Pflanze besitzt eigene Chelatoren zur Aufnahme und zum Transport von Spurenelementen, Citronensäure ist einer davon. Ich hätte daher Citronensäure genommen, sie hilft der Pflanze bei der Aufnahme.


Grüße
Robert
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Postby spezzeguti » 10 Apr 2018 17:23
Hallo Robert,

ich werde mal eine Mischung mit Zitronensäure statt Essig ansetzen.
Wieviel Gramm würdest Du auf 500ml verwenden?
Beim nächsten Mix wird dann auch das Fe EDTA durch DTPA ersetzt.
Grüße von der Müritz
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Postby Wuestenrose » 11 Apr 2018 19:08
'N Abend...

spezzeguti wrote:Wieviel Gramm würdest Du auf 500ml verwenden?

Hängt von der Rezeptur ab. Würdest Du sie offenlegen?


Grüße
Robert
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Postby Sepp0207 » 11 Apr 2018 19:50
Hallo,

wird durch Zugabe von Essig oder Zitronensäure nicht der pH soweit gesenkt, dass es Pilze und Bakterien eh schon schwer haben?

Gruß
Sebastian
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Postby Pelle » 11 Apr 2018 21:43
Hallo Sebastian,

ja zum pH-Wert, Bor hemmt auch, EC kann nicht schaden, aber Salicylsäure/Algexit ist mit Nitraten unverträglich. Tiefe pH-Werte verringern die Löslichkeit vom EDTA.

Grenzwerte um ("trainierte" Abwasser )- Bakterien zu hemmen: ohne Wirkung bis ca. 5ppm, ab 25ppm ist die Hälfte tot, geh leicht drüber : [url=msdssearch.dow.com/PublishedLiteratureDOWCOM/dh_0035/0901b803800350f6.pdf?filepath=biocides/pdfs/noreg/253-01622.pdf&fromPage=GetDoc]DOW[/url] Seite 7 (link-Editor will nicht so wie ich es will...)

Bei angenommen 4%iger Lösung GA im EC -> 1-2 mL auf 1 Lit Dünger reicht

Es ist nur dann ein Desinfektionsmittel, wenn es als solches ausgelobt ist. EC ist so nicht ausgelobt und damit kein Desinfektionsmittel. Glutaraldehyd kann ein biozider Wirkstoff sein, Dosierung im Aquarium gemäß Anwendung <4ppm und damit unterhalb der für Bakterien schädlichen Grenze.

70vol%iger Ethanol ist auch ein wunderbares Desinfektionsmittel, und wir hauen uns den hinter die Binde. Wie war das mit Paracelsus? :? :bier:
Liebe Grüße
Uli
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Postby Wuestenrose » 12 Apr 2018 06:50
Morgen…

Pelle wrote:Bei angenommen 4%iger Lösung GA im EC -> 1-2 mL auf 1 Lit Dünger reicht

Woher willst du wissen, daß es nicht 0,4 % sind? Oder 0,04? Dann lieber doch auf die bewährten Parabene zurückgreifen.

Es ist nur dann ein Desinfektionsmittel, wenn es als solches ausgelobt ist. EC ist so nicht ausgelobt und damit kein Desinfektionsmittel.

Das erwähnte ich bereits :D .


I.d.S.
Robert
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Postby Pelle » 12 Apr 2018 08:54
Hallo Robert,

vor 4 Jahren iodometrische Redoxtitration mit Vergleichsstandard; analog zu Formaldehyd durchführbar nur mit anderer Molmasse. Ebenso passt die Dichte... Vor ein paar Jahren hat hier im Forum jemand eine HPLC-Analyse veröffentlicht, ich habe mit meinen Möglichkeiten grob den Wert bestätigen können. Ich kann gerne nochmal eine Probe durch unser HPLC schicken, wenn jemand im Raum Hannover aktuelles EC hat. Das wird jetzt aber offtopic... :tnx:
Liebe Grüße
Uli
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Postby spezzeguti » 12 Apr 2018 08:58
Wuestenrose wrote:'N Abend...

spezzeguti wrote:Wieviel Gramm würdest Du auf 500ml verwenden?

Hängt von der Rezeptur ab. Würdest Du sie offenlegen?


Grüße
Robert



Moin,

der nächste Mix soll etwas konzentrierter werden:

500ml Lösung

Fe DTPA (7%) - 30.86 g
MnSO4. H2O - 3.32 g
Na2B4O7.10H2O - 4.44 g
Na2MoO4.2H2O - 0.09 g
ZnSO4.H2O - 2.61 g
CuSO4.5H2O - 0.28 g
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Postby Wuestenrose » 12 Apr 2018 09:17
Mahlzeit…

spezzeguti wrote:500ml Lösung

Das macht zusammen 0,035 Mol Schwermetall (ohne Eisen, Bor und Molybdän). Chelatierst Du im Verhältnis 1,5:1 über, bräuchtest Du 5,5 Gramm Citronensäure-Monohydrat für 500 ml Düngelösung.

Was mir auffällt ist ein krasses Mißverhältnis Kupfer zu Zink. Das liegt bei aquaristischen Spurenelementedüngern üblicherweise grob bei 1:1, bei Deiner Lösung ist es 0,075:1. Warum?


Grüße
Robert
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Postby spezzeguti » 12 Apr 2018 09:34
Hey,

ja beim Kupfer hab ich mich etwas zurück gehalten.
Ich würde aber durchaus noch auf das Niveau von Zink anheben, wenn das Sinn machen würde.

Dann wären es bei CuSO4.5H2O - 3.68g
Grüße von der Müritz
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Postby Kejoro » 12 Apr 2018 10:03
Hi Robert,

Wuestenrose wrote:Das macht zusammen 0,035 Mol Schwermetall (ohne Eisen, Bor und Molybdän). Chelatierst Du im Verhältnis 1,5:1 über, bräuchtest Du 5,5 Gramm Citronensäure-Monohydrat für 500 ml Düngelösung.
Will man 35mmol Metalle mit Citronensäure chelatieren, braucht man doch 70mmol Citronensäure (2:1 Chelat). Ich käme dann mit der 1,5-fachen Überchelatierung auf 11,025 Gramm.

Der Vollständigkeit halber interessiert es mich, wieso du Molybdän bei der Chelatietung nicht miteinbeziehst.

Danke und schöne Grüße
Kevin
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Postby Wuestenrose » 12 Apr 2018 10:16
Hallo Kevin,

Kejoro wrote:Will man 35mmol Metalle mit Citronensäure chelatieren, braucht man doch 70mmol Citronensäure (2:1 Chelat).

Ich habe nicht nachgeguckt, wieviele Moleküle Citronensäure man braucht, um ein Metallkation in die Zange zu nehmen. Ich bin wie beim EDTA von 1:1 ausgegangen, bei 2:1 braucht man natürlich die doppelte Menge Citronensäure, da hast Du recht.

Der Vollständigkeit halber interessiert es mich, wieso du Molybdän bei der Chelatietung nicht miteinbeziehst.

Weil das Molybdän nicht wie die anderen Metalle in der Lösung als Metallkation, sondern als Molybdatanion vorliegt.

Viele Grüße
Robert
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Postby Sepp0207 » 12 Apr 2018 10:46
Hallo,

ich vermute jetzt mal, dass die Idee Fe-DTPA mit unchelatierten Mikros aus dem Barr Forum kommt. Da sind einige, die solche Mischungen mit großem Erfolg betreiben. Ich teste auch schon eine Weile in diese Richtung. Dabei wird Zink z.B. täglich in einer Größenordnung von 0,06 mg/l verabreicht. Wenn Cu in der selben Menge verabreicht wird, könnte ich mir Vorstellen, dass das zu Problemen führen kann.

Gruß
Sebastian
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Postby Wuestenrose » 12 Apr 2018 10:59
Mahlzeit…

Sepp0207 wrote:ich vermute jetzt mal, dass die Idee Fe-DTPA mit unchelatierten Mikros aus dem Barr Forum kommt.

Und welche Überlegungen stehen hinter der Idee? Chelatierung ist doch nicht per se schlecht. Im Gegenteil hält sie die Spurenelemente verfügbar und macht sie - je nach dem - sogar für die Pflanze leichter aufnehmbar.

Grüße
Robert
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