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Postby Thumper » 24 May 2019 09:43
Moin,

MarkusBu wrote:Die Formel Leitwert/35 (oder 33, je nach Quelle)=Gesamthärte trifft bei mir relativ genau zu, ich hab aber schon von Fällen gehört, in denen das gar nicht stimmt. Da gab es Differenzen von über 10 Härtegraden zwischen der Formel und einem Tropftest.

Durchaus, denn ein großteil der Stoffe in unseren Becken sind dünger, die die GH und KH nicht beeinflussen. Aber gerade das kann man sich sehr zu nutzen machen. Ein schneller Check, ob sich Stoffe anreichern und ein WW fällig ist? Leitfähigkeit steigt.

MarkusBu wrote:ich muss jetzt nochmal nachhaken. Was soll mir die Leitfähigkeit in der Situation aussagen?

Wenn sich bei dir die Leitfähigkeit in die eine oder andere Richtung verändert, dann weißt du, dass im Becken Defizite oder Überschüsse auftreten können.
Grüße,
Bene


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Postby MarkusBu » 24 May 2019 10:33
Moin,
Thumper wrote:Durchaus, denn ein großteil der Stoffe in unseren Becken sind dünger, die die GH und KH nicht beeinflussen.

Die Differenz wurde in Leitungswasser gemessen.

Thumper wrote:Wenn sich bei dir die Leitfähigkeit in die eine oder andere Richtung verändert, dann weißt du, dass im Becken Defizite oder Überschüsse auftreten können.

Richtig, aber ich weiß nicht, von was. Man kann es vielleicht aufgrund von Erfahrung für ein bestimmtes Aquarium erahnen, aber eine pauschale Aussage kann man nicht treffen.

Die Leitfähigkeit ist nichts anderes als die Fähigkeit von Wasser, Strom zu leiten. Welche Stoffe dafür verantwortlich sind kann man daraus nicht ablesen.

Gruß
Markus
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Postby Thumper » 24 May 2019 10:49
Moin,

ich stimme dir voll zu.

Aber dennoch: Wenn du weißt, dass dein Leitungswasser gewisse Mengen an Nährstoffen enthält und die Leitfähigkeit deines Aquariumwassers anders ist, weißt du, dass auch die Nährstoffe anders sind. Verhältnisse können zwar gleich sein, aber absolute Werte sind anders.
Es erwartet keiner, dass man anhand der Leitfähigkeit sieht, welcher Stoff fehlt. Dafür gibt es andere Testprozeduren.
Allerdings kann es einem helfen.
Ich hae beispielsweise ein Zuchtbecken, wo nur Reinstwasser und Huminstoffe drin sind. GH <1°dH, KH n.n.
Sobald da der Leitwert zu sinken anfängt ist es Zeit für mich, Huminstoffe zuzufügen.

Ähnlich geht das auch bei einem Scape. Sinkt die Leitfähigkeit kann man - mit Erfahrung und in Anlehnung auf den Düngeplan - erahnen, welcher Stoff wohl weniger wird bzw. ob sich Stoffe ansammeln.
Grüße,
Bene


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Postby MarkusBu » 24 May 2019 11:06
Hi Bene,
stimmt schon, es kann in bestimmten Situationen, wo man idealerweise die genauen Rahmenbedingungen kennt, ein Hilfsmittel sein. Aber zB auf Basis der Leitfähigkeit Schlüsse zu ziehen, ob man einen Wasserwechsel machen sollte oder ob Dünger fehlt, kann in die Hose gehen.

Ich kann es zB nutzen, um das Wasser für meine Mollys außerhalb vom Aquarium aufzuhärten. Ich fülle das Leitungswasser in einen Behälter, ermittle die Leitfähigkeit, füge das Aufhärtesalz zu bis ich die gewünschte Härte habe und messe erneut. Die Differenz kann ich als Orientierung nehmen um eine Aufhärtung zu überprüfen, ohne ständig Tropftests benutzen zu müssen. Unter dem Strich ist das aber nicht nötig. Ich muss einfach nur die Menge Aufhärtesalz bestimmen und abwiegen. War jetzt nur als Beispiel gedacht

Mahlzeit
Markus
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Postby nik » 24 May 2019 11:31
Moin Markus,
MarkusBu wrote:Ich zitiere mal eine Signatur aus diesem Forum
So wenig [füge hier eine beliebige beinflussende Maßnahme ein] wie nötig


Wenn es nötig ist mache ich beliebig viele Wasserwechsel, ansonsten bleibe ich bei meinem 3-4 Wochen Rhythmus

Nee, mich oder meine Äußerungen kannst du für so was nicht heranziehen! Das ergibt sich schon aus dem "wie nötig". Du weißt was nötig ist?

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby Wuestenrose » 24 May 2019 11:39
'N Abend...

MarkusBu wrote:Der Vollständigkeit halber hier trotzdem mal die Werte:
Leitungswasser: 290μS/cm
Aquarium akutell: 400μS/cm

Das heißt, Dein Aquariumwasser ist 1,4× so dick wie das Leitungswasser :shock: . Du kippst zuviel rein oder machst zuwenig Wasserwechsel oder beides zusammen.


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Postby MarkusBu » 24 May 2019 11:51
Hi Nik,
die Aussage trifft aber auch auf den Wasserwechsel zu. Ein Wasserwechsel ist eine beeinflussende Maßnahme. Wenn nötig mache ich natürlich häufiger Wasserwechsel, das ist klar. Ich weiß, dass manche Stoffe im Aquarium schlecht oder gar nicht abgebaut werden können. Ich gehöre nicht zu denen, die ihre Fische ein halbes Jahr oder länger im selben Wasser schwimmen lassen, obwohl das bei vielen auch funktioniert.

Ich bin einfach nur der Ansicht, wenn man in einem Aquarium einmal pro Woche 50% Wasser wechseln MUSS, damit es problemlos läuft, dann läuft was falsch (von seltenen Ausnahmen abgesehen).

Aber ich glaube, die Wasserwechsel-Diskussion wurde schon zig tausend mal geführt und noch nie beantwortet. Das werden wir hier nicht ändern und beantwortet die Frage im Topic nicht.

Sanfte Grüße
Markus
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Postby MarkusBu » 24 May 2019 12:07
Servus,
Wuestenrose wrote:'N Abend...

MarkusBu wrote:Der Vollständigkeit halber hier trotzdem mal die Werte:
Leitungswasser: 290μS/cm
Aquarium akutell: 400μS/cm

Das heißt, Dein Aquariumwasser ist 1,4× so dick wie das Leitungswasser :shock: . Du kippst zuviel rein oder machst zuwenig Wasserwechsel oder beides zusammen.


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Bei anderen kommt Wasser mit einer KH >20 und einer GH >30 aus dem Wasserhahn und die haben eine Leitfähigkeit, die mehr als doppelt so hoch ist wie meine und die Fische schwimmen trotzdem munter durch das Wasser. Und jetzt?

Wasserwechsel hab ich gestern gemacht. 70% in etwa und dabei wie gesagt auf KH 7 oder sogar 8 aufgehärtet. GH ist jetzt mit etwa 11 in dem Bereich, der für Mollys immer empfohlen wird. Auch wenn es Züchtungen sind heißt das nicht, dass ihnen etwas härteres Wasser und ein neutraler bis leicht alkalischer pH-Wert nicht trotzdem besser gefällt.

Und nachdem ich das Hornkraut entfernt habe scheint die KH auch stabil zu bleiben. Zumindest ist sie seit dem nicht messbar gefallen.

Gruß
Markus
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Postby Wuestenrose » 24 May 2019 12:11
'N Abend...

MarkusBu wrote:Bei anderen kommt Wasser mit einer KH >20 und einer GH >30 aus dem Wasserhahn und die haben eine Leitfähigkeit, die mehr als doppelt so hoch ist wie meine und die Fische schwimmen trotzdem munter durch das Wasser.

Du hast nicht verstanden. Es geht mir nicht um den absoluten Wert, sondern um den Faktor. Dein Aquarienwasser ist deutlich dicker als dein Leitungswasser. Also kippst du entweder zuviel rein oder machst zuwenig Wasserwechsel oder beides zusammen.


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Postby MarkusBu » 24 May 2019 12:34
Hi Robert,
ich verstehe leider deine Argumentation nicht. Wo ist denn der Unterschied zwischen meinem aufgehärteten Wasser und Wasser, das mit den gleichen Werten aus dem Wasserhahn kommt? Ist das dann "dünner"?

Gruß
Markus
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Postby Wuestenrose » 24 May 2019 12:50
Hallo Markus,

ok, da bin ich selber etwas zu kurz gesprungen. Wie verhält sich die Leitfähigkeit zwischen den Wasserwechseln? Wo ist der Wert gleich nach und wo kurz vor einem Wasserwechsel.


Grüße
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Postby Nightmonkey » 24 May 2019 13:07
Hi Markus,

MarkusBu wrote:Ich bin einfach nur der Ansicht, wenn man in einem Aquarium einmal pro Woche 50% Wasser wechseln MUSS, damit es problemlos läuft, dann läuft was falsch (von seltenen Ausnahmen abgesehen).



das sehe ich komplett anders.
Die meisten die 50 % Wasser die Woche wechseln machen das bestimmt nicht weil sie Probleme haben sondern um möglichen Problemen vorzubeugen.
Ich glaube das ist die wohl am meisten verbreitete Betriebsweise eines AQ, Altwasserbecken findet man wahrscheinlich sehr viel seltener.
Aber beides funktioniert, es geht nur darum wie man sein Becken betreiben will.

Gruß Marco
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Postby MarkusBu » 24 May 2019 13:10
Hallo Robert,
dass müsste ich erst beobachten. Ich habe in meinen Aquarien noch nicht Buch darüber geführt, wie sich die Leitfähigkeit entwickelt, da ich die Leitfähigkeit nicht als wirklich aussagekräftig erachte. Bestenfalls als interessante Randerscheinung.

Aber ich habe schonmal überlegt, bei dem einen oder anderen Aquarium die Werte über einen längeren Zeitraum zu erfassen und zu protokollieren. Nicht weil es nötig ist sondern weil es mich interessiert.

Ich könnte einmal wöchentlich pH, GH, KH, Leitfähigkeit, Nitrat, Kalium, Phospat und vielleicht noch Silikat messen. Die Tests dafür habe ich hier. Bevor sie ungenutzt verfallen kann ich sie auch aufbrauchen.

Gruß
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Postby MarkusBu » 24 May 2019 13:33
Hi Marco,
Nightmonkey wrote:es geht nur darum wie man sein Becken betreiben will.

Entscheidend ist das Wohl der Fische. Ich weiß nicht, ob das in jedem Aquarium, in dem jede Woche 50% frisches Wasser rein kommen, wirklich gewährleistet ist, Stichwort Huminstoffe. Ich glaube nicht, dass vor allem die Anfänger, die sich aus lauter Unsicherheit an das Wasserwechsel Mantra halten, auch nach jedem WW zB 2-3 Erlenzapfen ins Wasser tun. Ob frisches, klares Wasser ohne Huminstoffe besser ist als Altwasser mit vielen Huminstoffen? Ich weiß es nicht.

In einem neuen Aquarium mache ich wöchentliche WW. Wenn das Aquarium sich stabilisiert verlängere ich die Intervalle, aber nie länger als 3-4 Wochen. Ich denke, dass ist ein vertretbarer Zeitraum, sofern Besatzgröße, Beckengröße und Futtermenge zueinander passen. Sogar die Futterart spielt eine Rolle, habe ich festgestellt. Meine KuFis füttere ich nur mit Frostfutter oder Lebendfutter. Da muss ich öfter Wasser wechseln als bei meinen Mollys, die überwiegend pflanzliches Futter (Flocken oder frisch) bekommen, obwohl der Besatz in Relation zur Beckengröße etwas größer ist. Auch die Art des Frostfutter macht was aus. Rote Mückenlarven "hauen mehr rein" als zB Artemia.

Gruß
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Postby Nightmonkey » 24 May 2019 19:44
Hi,

MarkusBu wrote:Entscheidend ist das Wohl der Fische. Ich weiß nicht, ob das in jedem Aquarium, in dem jede Woche 50% frisches Wasser rein kommen, wirklich gewährleistet ist, Stichwort Huminstoffe. Ich glaube nicht, dass vor allem die Anfänger, die sich aus lauter Unsicherheit an das Wasserwechsel Mantra halten, auch nach jedem WW zB 2-3 Erlenzapfen ins Wasser tun. Ob frisches, klares Wasser ohne Huminstoffe besser ist als Altwasser mit vielen Huminstoffen? Ich weiß es nicht.


Das wohl der Fische steht für mich im Zweifel auch an erster Stelle, aber ich sehe persönlich keinen Widerspruch zwischen wöchentlichen 50% WW und artgerechten Lebensbedingungen für Fische und Co.
Unter Umständen ist es vielleicht sogar notwendig um Wasserwerte für bestimmte Fische zu erhalten.

Huminstoffe kann man ganz einfach wieder zugeben, wenn man will, das ist ist kein pro oder contra Argument.

Gruß Marco
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