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Postby Mayjoe » 28 Oct 2017 21:18
Hallo,
kann mir jemand sagen, ob ich Steine bewachsen mit Rhytidiadelphus ins Aquarium setzen kann, oder ob es dort eingeht?
Lg
Mayjoe
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Postby Matz » 29 Oct 2017 09:02
Hallo :smile:
(ein Name zum Anreden wäre nett und ist hier so Usus :wink: ).
Meine Erfahrungen mit dem sparrigen Runzelbruder und auch mit dem großen Kranzmoos waren in der Hinsicht nicht von Erfolg gekrönt.
Beides wurde schon nach etwa 2 Wochen submers schwarz und löste sich mehr oder weniger schnell auf.
Dies wurde schon von vielen versucht und m.Wissens nach geht das grundsätzlich submers nicht.
Gibt ja aber wohl verschiedene Vertreter dieser Gattung. Welches genau meinst du denn?
Einen schönen Tag wünsch' ich noch,
bis bald,
:bier:
PS: es gibt hier im Forum auch den ein oder anderen Fred zu solchen Versuchen. Habe aber keine Zeit, jetzt danach zu suchen. Evtl. meldet sich ja Heiko noch dazu (oder jemand anderes).
Grüssle :-), Matthias
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Postby uruguayensis » 29 Oct 2017 09:30
Hallo, das einzige was submers gehalten hat war bei mir das Schönschnabelmoos, Kindbergia praelonga über Monate. Nachdem ich das Wasser aufgehärtet habe im dem die Endlers waren wo das Moos drin war ist es auf einmal unschön geworden, da es Kalkscheu ist. Von der Temperatur her kommt es auch in den Tropen vor Südamerika, Indien, Südostasien. Von der Farbe her ist es ein schönes Moos gewesen im Wasser, hellgrün wie Mayaca fluivatilis und nicht dunkelgrün wie alle Aquarienmoose. Auf die Idee kam ich, da es auch in Feuchtzonen Mooren vorkommt. MfG Emrah
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Postby Sumpfheini » 31 Oct 2017 19:06
Hallo,
vor Ewigkeiten gab es mal einen Thread, den ich auch nicht mehr wiederfinde, das war vielleicht in dem nicht mehr bestehenden Forum Aquaristik im Detail, ich glaube, von Ingo (Username hier: Bratfisch). Spießmoos (Calliergonella cuspidata) und Rhytidiadelphus squarrosus, die er zusammen im Gartenrasen gefunden hatte, "techniklos" in einem Glas am Fenster. Das erstere wucherte los, das andere wuchs auch ein bisschen, aber die älteren Teile starben nach und nach ab, bis praktisch nur die Triebspitzen grün waren. Also praktisch keine Zunahme an lebender Biomasse.
Und wenn es auch bei Matthias bei sicherlich viel besserem CO2- und Nährstoffangebot nichts geworden ist, kann man den Sparrigen Runzelbruder wohl getrost unter aquarien-ungeeignet verbuchen. (Auch solche Negativ-Erfahrungsberichte sind wichtig.) Hier kann man gut den Zusammenhang zum Vorkommen sehen: beide Moosarten kommen zwar oft zusammen an mäßig feuchten Standorten vor und sind so richtige "Unkrautmoose", aber in wirklich nassen, zeitweise überschwemmten Bereichen ist Rh. squarrosus nicht mehr zu finden, umso mehr Calliergonella cuspidata.

@Emrah, wenn Kindbergia praelonga in weichem Wasser wirklich Zuwachs hatte, vermehrbar war und auch dekorativ aussah, lohnt sich weiteres Testen, um zu beurteilen, inwieweit es aquarientauglich ist.

Gruß
Heiko
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Postby uruguayensis » 01 Nov 2017 11:01
Hallo Heiko, Kindbergia praelonga hatte sehr guten Zuwachs. In ca. 3- 4 Wochen hatte es die doppelte Biomasse entwickelt. In der Land-form dagegen wächst die Art sehr langsam, das man denken würde es hat in seinen wahren Element gefunden im Wasser. Monate lang hatte ich das Moos unter Wasser min. über 6 Monate und mehr. Ich sammle noch eine Probe und kultiviere die in ein Weichwasser Aquarium ob die Art mehr als 6 Monate über Jahre Unterwasser lebt. Von der Farbe her ist das Moos interessant, es ist hellgrün wie in der Land-form auch. Könnte auch nährstoffbedingt sein die helle Farbe glaube ich aber nicht. Müsste die natürliche Farbe sein.
Jetzt ist gerade die richtige Zeit um was zu sammeln im Herbst da wuchern die Moose draußen.
Das tropische vorkommen von dem ich erzählt habe ist genauer genommen: Sri Lanka, Neu Seeland, Taiwan, Peru, Bolivien, Kolumbien, Venezuela.. MfG Emrah
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Postby Matz » 01 Nov 2017 11:09
Moin ihr 2,
also ich kann die Erfahrung von Emrah nicht bestätigen: auch dieses Moos habe ich ausprobiert (wächst ja bei uns echt fast überall im Wald/Sandboden, kein Kalk hier) und bei mir ist auch das nicht gewachsen. Es hat zwar etwas länger "gehalten", jedoch keinen Zuwachs bekommen und ist nach etwa 3-4 Monaten unansehnlich braun geworden . Hab's dann rausgenommen.
Bis bald,
:bier:
Grüssle :-), Matthias
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Postby uruguayensis » 01 Nov 2017 11:48
Hallo Mathias, bei mir hatte es sehr viel länger gehalten :? bei einer KH von 4 . Kein Zuwachs kann ich mir wirklich nicht vorstellen bei meinen Tests war genau das Gegenteil, es ist sogar recht zügig gewachsen. Da gibt es auch viele andere Faktoren die zum absterben von Moosen führen können, Eisenphosphat durch Mulm. Zu viel Eisen durch Mikrodünger oder auch Soil und Leitungswasser mit einer hohen KH bzw. Wasserwerte Schwankungen nach dem WW. mal sehen ich Sammle noch eine Probe :-/ . MfG Emrah
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Postby Sumpfheini » 15 Nov 2017 10:24
Hi,

ihr seid euch auch sicher, dass euer Testmoos jeweils korrekt als Kindbergia praelonga bestimmt war? Gerade von kriechend wachsenden heimischen Moosen gibt es viele verschiedene, schwer zu unterscheidende Arten u. Gattungen.

Gruß
Heiko
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Postby Matz » 15 Nov 2017 10:59
Moin Heiko,
ich habe das mit meinem laienhaften Wissen und Auge anhand von Bildern für mich so bestimmt :pfeifen: :roll: .
Ob das nun wirklich das war :? ; dafür kann ich natürlich keine Garantie abgeben.
Wie du ja immer wieder selbst sagst: Moos-Bestimmung ist ein schwieriges Geschäft :wink: .
Einen schönen Tag dir noch,
bis bald,
:bier:
Grüssle :-), Matthias
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Postby uruguayensis » 15 Nov 2017 12:28
Hallo Heiko und Matthias, Moose zu bestimmen ist recht schwer. Das ist einer der wenigen Moose, die ich so leicht unterscheiden kann von anderen. Wirklich nach längerer Beobachtung, ob es sich verändert durch Wachstum und Klimaeinfluss ( Sommer u. Herbst) konnte ich mich auch selber überzeugen lassen.

Ich hatte eine Probe genommen im Herbst in einer Kunststoffdose der bis zum Rand mit Wassergefüllt war und verschlossen. Über dem Winter bis zum Frühling war der grün. Das war auch der Grund wieso ich dann wieder gesammelt habe. Mit Malachitgrün habe ich es desinfiziert und im Aquarium kultiviert, es wuchs und wuchs über 4- 5 Monate wieder wie erwartet. Dann ist es auf einmal nach der Härtung des Wassers von grün nach gelb übergegangen. So das ich gedacht habe das es wegen der Härtung ist. Es könnte eventuell sein, dass sich der submerse leben unter Wasser verlängert hat, wegen dem Zuwachs als bei Matthias. Ich glaube auch das Er das Moos meint, da es länger unter Wasser lebt als andere Moose. Erst nach einen Dauertest kann ich wirklich sagen ob es geht oder nicht im weichen Wasser. Ein Jahr Minimum, 3- 4 Monate wie bei Matthias, 5 - 6 Monate wie bei mir sind zu kurz. Wie Ihr auch wisst, es gab mal z. B. SU Pflanzen von Dennerle, wo z. B. das Einblatt aufgeführt ist und andere Pflanzen die über sechs Monate unter Wasser aushielten. So könnte es auch mit dem Moos sein, daher der Dauertest. Kann man ja nie wissen, da es ein Produkt der Natur ist :smile: . Mal schauen, Moos ist da auch heikel sogar Aquarienmoose können auch aus anderen gründen eingehen.

MfG Emrah
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Postby uruguayensis » 03 Jun 2020 18:28
Sumpfheini wrote:
@Emrah, wenn Kindbergia praelonga in weichem Wasser wirklich Zuwachs hatte, vermehrbar war und auch dekorativ aussah, lohnt sich weiteres Testen, um zu beurteilen, inwieweit es aquarientauglich ist.

Gruß
Heiko


Hallo nach Jahren habe ich es nicht geschafft die dauerhaft submers zu halten in weichen Wasser. Das Moos kann Monate submers und wächst dabei. Aber nicht auf Dauer. Das Moos hat sich bestimmt an das "Uferleben" angepasst denke ich wo es zeitlich überflutet wird aber nicht dauerhaft an das submerse leben. Ich habe das Moos dann in einen mini Terrarium verewigt und giese mit Osmosewasser einmal wöchentlich. Das Terrarium war eine Deko für Ostern was ich zweckentfremdet habe. MfG Emrah

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