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Postby black-avenger » 08 Sep 2011 13:32
Aloahe,

bin derzeit am überlegen hinter welchem Moos ich meinen Filterkasten verstecke und bin dabei auf das Gewächs Fissidens Fontanus gestoßen.

Bzgl Wuchslänge der einzelnen Blätter/Triebe oder wie das bei Moosen auch immer genannt werden mag gibts im Internet leider keine einheitliche Meinung. Auf einigen Bildern wirken die Blätter sehr lang und ebenmäßig und erscheinen mir damit als Versteck und Unterschlupf für Junggarnelen und Jungfische sehr geeignet. Auf anderen wiederum sind die Blätter wirklich kurz und die Pflanze wirkt etwas kahl & zerklüftet und keineswegs junggarnelentauglich.

Von daher - hat jemand Erfahrungen mit dem Moos und hat vielleicht Ahnung womit man das Längenwachstum und die Ebenmäßigkeit bzw Wuchsdichte beinflussen kann, sowie ob dieses Moos überhaupt ähnlich dem Javamoos als Unterschlupf für Junggarnelen/Jungfische geeignet ist?

Über Antworten bzw. Hilfe würde ich mich sehr freuen :D

Grüße
Thomas
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Postby MarcelD » 08 Sep 2011 15:28
Hallo Thomas,

auch wenn's dein erster Beitrag ist: ich möchte dich an dieser Stelle auf die Suchfunktion verweisen. Darüber lassen sich ganz sicher dutzende Bilder von sehr gesund gewachsenem Fissidens finden.

[...] hat jemand Erfahrungen mit dem Moos und hat vielleicht Ahnung womit man das Längenwachstum und die Ebenmäßigkeit bzw Wuchsdichte beinflussen kann, sowie ob dieses Moos überhaupt ähnlich dem Javamoos als Unterschlupf für Junggarnelen/Jungfische geeignet ist?

Hier gilt das Gleiche wir für andere Pflanzen ebenfalls: genug Licht, CO2 und angepasste Düngung.

Noch mehr Infos gibt's in unserer Wasserpflanzen-DB.


Schöne Grüße,
Marcel.

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Gerne helfen wir dir telefonisch unter +49 531 2086358 (Mo.–Fr. 9–17 Uhr) oder per E-Mail unter huhu@aquasabi.de weiter.

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Postby black-avenger » 08 Sep 2011 16:18
MarcelD wrote:Hallo Thomas,

auch wenn's dein erster Beitrag ist: ich möchte dich an dieser Stelle auf die Suchfunktion verweisen. Darüber lassen sich ganz sicher dutzende Bilder von sehr gesund gewachsenem Fissidens finden.


Aloahe,

ich hab mich bereits gestern Nacht durch ca. die Hälfte der Suchergebnisse für Fissidens Fontanus durchgeboxt. Der überwiegende Teil der Treffer führt mich leider auf Gesuche oder Offerten der Pflanze, weite Teile der restlichen Ergebnisse führen mich zu Beckenvorstellungen o.Ä.
Bilder gibts auch in google genug, wenn ich nur selbige suchen würde, wäre eine Anmeldung hier doch überhaupt nicht nötig gewesen :?

Noch mehr Infos gibt's in unserer Wasserpflanzen-DB.


Den Datenbankeintrag habe ich auch schon vollständig gelesen ;)

[...] hat jemand Erfahrungen mit dem Moos und hat vielleicht Ahnung womit man das Längenwachstum und die Ebenmäßigkeit bzw Wuchsdichte beinflussen kann, sowie ob dieses Moos überhaupt ähnlich dem Javamoos als Unterschlupf für Junggarnelen/Jungfische geeignet ist?

Hier gilt das Gleiche wir für andere Pflanzen ebenfalls: genug Licht, CO2 und angepasste Düngung.


Und hier kommen wir doch schon zum eigentlichen Problem. Genug Licht scheint mir ein subjektiver Begriff. Zur allgemeinen Info schnell einige Eckdaten zum Becken.

Juwel Lido 100 (100L)
2x 15W T8 + Dennerle Reflektoren
Gh 18,3
KH 13,5
pH 7,2 - 7,3
Temperatur 24-27°C
Bio-CO2 Anlage
Wöchentlich nach Wasserwechsel 7ml Tropica Pflanzennahrung Dünger

Wenn ich mich hier so umsehe erscheinen mir meine 30W bei einer Beckentiefe von 40cm mehr als nur funzelig und es dürfte bei mir kaum etwas wachsen, was viel Licht benötigt. Trotzdem wachsen bei mir relativ lichthungrige Cabomba caroliniana im Becken und fangen erst kurz vor Erreichen der Wasseroberfläche an im unteren Bereich etwas gelb an den Blättern zu werden.

Zudem stellt sich mir nach deiner Antwort nun letztlich die Frage, welcher Faktor (CO2, Licht, Nährstoffe) bei diesem Moos nun für was verantwortlich ist. Bedeutet viel Licht ein kurz bleiben des Blattwerkes weil bereits über kleine Blattflächen ausreichend Licht zur Energieversorgung eingefangen werden kann, oder wachsen die Blätter bei viel Licht doch eher länger und gleichmäßiger? Was wäre denn 'viel Licht'? Gemessen an der Tatsache, dass Cabombas bei mir wachsen, welche lt. Datenbank einen mittleren bis hohen Lichtbedarf haben wäre meine Beleuchtung wohl mindestens mittelmäßig. Bei 0,3 W/L über T8 Röhren mit KVG erscheint mir diese Annahme aber irgendwie gewagt.

Inwieweit hat das Kohlenstoffdioxid auf die Wuchslänge und Wuchsdichte bei langsam wachsenden Moosen Einfluss?

Sind letztlich die Fragen aus dem Eingangsbeitrag nur etwas ausführlicher gestellt. Über die Forensuche habe ich bislang, zumindest nach Durchforsten der Hälfte der über 600 Ergebnisse keine befriedigenden Antworten hierauf gefunden.
Wenn ich in Beckenvorstellungen sehe, dass das Moos bei Becken mit > 0,5 W/L dicht wächst hilft mir das insoweit auch nicht wirklich weiter, da ich mir keinen Reim daraus machen kann, inwieweit die dort erzielten Wuchsergebnisse auf ein Becken mit schlechterer Beleuchtung projezierbar ist und ich auch ansonsten keinerlei Erfahrung mit der Pflanze habe und mir somit gut zureden könnnte - das wird auch bei meinem Becken.

Grüße
Thomas
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Postby MarcelD » 08 Sep 2011 17:25
Hallo Thomas,

mein vorheriger Beitrag sollte auch keineswegs vorwurfsvoll rüber kommen. Falls das falsch ankam: Sorry! :wink:
Ich denke aber, das vor allem Bilder in den Aquarienvorstellungen meist recht aussagekräftig sein dürften, weil dort in der Regel auch noch Aussagen zur technischen Ausstattung des Beckens und evtl. auch die Dünge-Gewohnheiten etc. angegeben werden.
Auch lässt sich die Suchfunktion auf bestimmte Forenbereiche eingrenzen, das als Tip nebenbei.

Generell wachsen Pflanzen bei mehr Licht kompakter bzw. buschiger (eine entsprechende Nährstoffzufuhr vorrausgesetzt). Natürlich ist aber irgendwann auch mal eine Grenze erreicht, über der sich keine Verwänderung mehr feststellen lässt. Es mag durchaus sein, das beispielsweise Cabomba bei dir wächst, das sagt aber noch nichts über das Wuchsbild aus. Bei weniger Licht versuchen die Pflanzen in aller Regel, recht schnell die Oberfläche zu erreichen, indem sie einfach in die Länge wachsen (=> längere Internodien).

Mit der dir zur Verfügung stehenden Beleuchtung wird Fissidens sicher in einem gewissen Rahmen wachsen, aber wohl eher nicht so, wie du dir das erwünschst. Es sei denn, du platzierst es recht nahe an der Oberfläche, wo die Lichintensität deutlich stärker ist, als z.B. in Bodennähe.


Schöne Grüße,
Marcel.

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Postby black-avenger » 08 Sep 2011 17:42
Geplant ist wie gesagt die Bepflanzung des Filterkastens bzw irgend eines Trägers der dann vor dem Filterkasten angebracht wird. Sofern das Moos diesen Träger vollflächig bewächst wirds obenhin wohl gut Licht haben. Im Anhang ist ein Bild des Aquariums vom 30.7. also dem Tag der Bepflanzung zu sehen. Die Vallis waren schon etwas länger drin, aber mitten in der Kränkelphase. Das nur als Erklärung.

moose-amp-farne/welches-moos-wurzelt-richtig-ordentlich-auf-steinen-fest-t16128.html#p140603
In diesem Thread hier wurde ich überhaupt erst auf dieses schöne Moos aufmerksam. Wenn ich den Ausführungen dort richtig folge hat das Moos eine recht anständige Flächenausbreitung. Sprich wenn ich das Gitter mit 10cm Breite und 35cm Höhe nur an den unteren 15 cm mit Moos bestücke ist zu erwarten, dass es die restlichen 15cm von alleine nach oben klettert?
Gerade die Wuchsform im verlinkten Thread wäre wünschenswert. Wenn ich dich richtig verstanden habe bräuchte es also gerade für diese Form viel Licht?

Mal sehen, vielleicht kann ich mich doch noch irgendwann dazu aufraffen den Balken auf 2x24W T5 aufzurüsten. Da das dann allerdings die 438mm Sonderbaulänge von Juwel wäre weiß ich noch nicht wirklich ob ich mir das tatsächlich antun soll...

Grüße
Thomas

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Postby Tim Smdhf » 08 Sep 2011 17:53
Hey Thomas,

erstmal herzlich Willkommen!

Ist das ein Goldfisch in dem Becken?

Was ist das für ein brauner Haufen? Erinnert mich an Hundekot, aber mit Fissidens bepflanzt sieht das bestimmt ganz gut aus! Ist nur die Frage, ob das nicht vom Goldfisch?! zugemulmt wird...
Viele Grüße!
Tim :strand:
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Postby black-avenger » 08 Sep 2011 18:02
Der Kleine ist in der Tat ein Goldfisch und inzwischen in einen Teich umgezogen ;)
Das Braune in der Mitte erinnert in dieser Form vielleicht tatsächlich etwas an Ausscheidungen von Hunden, ist aber ein Stein mit einer guten Schicht Kieselalgen. Die letzten 13 Jahre ward dieses Becken pflanzenlos und hat auch so gut funktioniert, es hat mich nur solangsam der Drang nach neuem, nach grün gepackt. Dermzufolge stehen die Pflanzen einer Übermacht an Kieselalgen gegenüber gegen die sie sich bislang allerdings sehr wacker schlagen.

Den Stein mit dem Moos zu bepflanzen war auch ein Gedanke, allerings dient dieser mittlerweile als Anker für eine anständige Portion Hornkraut müsste mal schauen wo da noch ausreichend Licht für weitere Bepflanzung wäre.

Grüße
Thomas
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