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Postby Silver86 » 28 Feb 2015 09:20
Hallo Freunde,

ich plane ja an einem Becken mit 300 Litermit den Maßen 100x60x50cm.

Jetzt habe ich mir kurz Gedanken gemacht wegen der Traglastigkeit des Bodens.....
Das Thema läst mich einfach nicht mehr Los...

Kurz mal ein paar Eckdaten zum Boden......

Der Boden/Decke befindet Sich im 3.Stock
Ist eine Hohlwanddecke (Kaiserdecke) mit etwas Beton und dann der schwimmenden Esstrich.
Darauf liegt dann Laminat mit Drittschaldämmung....

Bei einem Becken mit 300Liter + Technik Becken und und und denke ich das man schnell bei 500Kilo ist oder?

Dazu muss man sagen das es an keiner Tragende Wand steht..... Es ist ja eine ausgebaute Dachwohnung... Hinter der Leicht verkleideten Wand(wo das Becken steht) befinden sich Holzbalken für das Dach. Wobei diese Balken zwischen Hauswand(außen) und den Hauptbalken vom Dachgiebel
stehen, denke mal das es nur zwischen stützen sind...

Würdet Ihr euch einen Kopf machen?

Momentan habe ich dort ein 250L Aquascape Becken stehen.... Aber Meerwasser mit Technikbecken wird ja wohl geringfügig schwerer....

Ps. Habe schon viel im Internet gesucht..... Meistens lese ich nur von Becken ab 500 Liter was oder Wasserbette mit aber Großer Flächenlast...
Auch der Vergleich mit vielen Leute oder Dicken Personen in einer Badewanne.....
Fakt ist ja aber auch das wenn ich das Becken habe, Besuch oder andere Leute nicht absagen werde weil es Zuviel für die Decke ist . Bzgl. einem Statiker... den aufriss werde ich nicht starten dann muss ich wohl Leider kleiner greifen.
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Postby pog_65 » 03 Mar 2015 13:40
mmmh, die antwort die du gerne hören würdest, nämlich alles kein problem, wäre fahrlässig... :wink:

weill du schreibst - es steht an keiner tragenden wand, kennst du den grundriss im darunterliegenden geschoss? der kann ja durchaus vom dachausbau abweichen?
mit sehr grosser wahrscheinlichkeit wird es nicht so sein, dass die decke einbricht und dein dachbodenausbau zusammenbricht, was aber eher und viel wahrscheinlicher passieren kann ist, dass es zu verformungen (durchbiegungen) kommt, die das zulässige mass überschreiten, womit rissbildungen an der deckenuntersicht und an den anschließenden bauteilen wie innenwänden auftreten. ebenso ist das risiko da, dass der estrich bricht, hängt vor allem von dicke und bewehrung, sowie der eigenschaften (druckfestigkeit) des eingebauten trittschallschutzes ab.

lange rede, kurzer sinn - für eine seriöse einschätzung würde ich dir schon den weg zum statiker nahe legen. sofern du über verlässlich-korrekte planunterlagen verfügst, kommst du mit <300,- für eine stellungnahme/empfehlung durch. eine riss-sanierung oder ein gebrochener estrich kommt dich jedenfalls teurer...

p.s. als edit - nachdem ich selber dick bin und auch gerne in der badewanne liege, eine "augenzwinkernde" anmerkung, ich verdränge da viel wasser... :lol:
und wanne + wenig wasser + mich schätze ich dann auf 250kg, die stehen allerdings auf rd. 1,4m2 ergibt 180kg/m2 (unkritisch). dein meerwasserbecken mit 500kg steht auf 0,6m2, dass ergibt 830kg/m2 (unzulässig).
(die lastverteilende wirkung des fussbodenaufbaus vernachlässigt!)
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Postby omega » 03 Mar 2015 17:30
Hi,

pog_65 wrote:dein meerwasserbecken mit 500kg steht auf 0,6m2, dass ergibt 830kg/m2 (unzulässig).
(die lastverteilende wirkung des fussbodenaufbaus vernachlässigt!)

hmm, sitze ich - 70kg - auf einem Stuhl mit 4 Beinen á 3x3cm², kommen 19444kg/m² raus. Ist das auch unzulässig?

Grüße, Markus
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Postby Wasserfloh » 03 Mar 2015 19:06
Hallo

Wohnraum: mit ausreichender Querverteilung der Lasten 1,5 kN/m²
ohne ausreichende Querverteilung der Lasten 2.0 kN/m²

Zuschlag für leichte Trennwände bei Wänden bis 100 kg/m² Wandfläche
(z.B. Rigipswände) = 0,75 kN/m²

Zuschlag für leichte Trennwände bei Wänden bis 150 Kg/m² Wandfläche
= 1,25 kN/m²

Du kannst also davon ausgehen das Du jede Decke welche als Wohnraum
geplant wurde mit min. 1,5 kN/m² (150 kg/m²) belasten kannst.
Wenn bei der Statischen Berechnung mit Zuschlägen für leichte Trennwände
gerechnet wurde, erhöht sich die Tragkraft entsprechend dem gewählten Zuschlag. In der Regel wird mit Zuschlag gerechnet da nie ausgeschlossen werden kann dass irgendwann mal leichte Trennwände eingezogen werden.
Wenn diese Trennwände bereits eingebaut sind ist der Zuschlag für diese dann natürlich wieder aufgebraucht so dass die Nutzlast wieder beim alten ist.

Büroraum: mind. 2,0 kN/m² + 3,0 kN/m² Zuschlag für Aktenschränke, Tresore etc. in Summe also 5,0 kN/m² ( 500 Kg/m²)

Genormt ist dass ganze natürlich auch in der DIN 1055


mfg. Heiko
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Postby Silver86 » 03 Mar 2015 22:40
Habe jetzt auch gesehen das im Stock untendrunter angrenzend an das Becken eine gemauerte Flur Wand steht weiß jetzt nich ob die als eine Tragende Mauer dient....
Aber dadurch der Zuschlag bestimmt höher ist und es damit eigentliche passen sollte....
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Postby pog_65 » 03 Mar 2015 23:24
omega wrote:hmm, sitze ich - 70kg - auf einem Stuhl mit 4 Beinen á 3x3cm², kommen 19444kg/m² raus. Ist das auch unzulässig?

sofern das haus jetzt noch steht? - da wäre ich großzügig und würde aufgrund der lastverteilenden wirkung der filzgleiter die aussenkontur des stuhls betrachten, also 0,45 x 0,45, dann ergeben sich rd. 350kg/m2, was aufgrund des umstands, dass du vermutlich nicht stuhl an stuhl gereiht hast, unkritisch ist... :lol:

spass beiseite - du hast vielleicht das - "augenzwinkernde" anmerkung - in meinem post überlesen, das beispiel sollte nur verdeutlichen, dass es nicht auf die leichte (sprichwörtlich) schulter zu nehmen ist.

im übrigen bedeutet der von heiko erwähnte zuschlag für leichte trennwände, dass auf der gegenständlichen decke leichte trennwände errichtet werden dürfen.
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Postby knotter » 06 Mar 2015 12:55
Lieber Heiko,

du scheinst ja nicht ganz unbedarft zu sein, also müsstest du ja auch die Auswirkungen kennen von mal schnell getroffenen Aussagen,......

:D , nur mal so nebenbei =>

Wasserfloh wrote:Hallo

Wohnraum: mit ausreichender Querverteilung der Lasten 1,5 kN/m² OK
ohne ausreichende Querverteilung der Lasten 2.0 kN/m² OK

Zuschlag für leichte Trennwände bei Wänden bis 100 kg/m² Wandfläche
(z.B. Rigipswände) = 0,75 kN/m² 0,8kN/m² bei <=3kN/m

Zuschlag für leichte Trennwände bei Wänden bis 150 Kg/m² Wandfläche
= 1,25 kN/m² 1,2kN/m² bei >=3kN/m bis <5kN/m²

Du kannst also davon ausgehen das Du jede Decke welche als Wohnraum
geplant wurde mit min. 1,5 kN/m² (150 kg/m²) belasten kannst. Nein
Wenn bei der Statischen Berechnung mit Zuschlägen für leichte Trennwände
gerechnet wurde, erhöht sich die Tragkraft entsprechend dem gewählten Zuschlag. In der Regel wird mit Zuschlag gerechnet da nie ausgeschlossen werden kann dass irgendwann mal leichte Trennwände eingezogen werden.
Wenn diese Trennwände bereits eingebaut sind ist der Zuschlag für diese dann natürlich wieder aufgebraucht so dass die Nutzlast wieder beim alten ist.

Büroraum: mind. 2,0 kN/m² + 3,0 kN/m² Zuschlag für Aktenschränke, Tresore etc. in Summe also 5,0 kN/m² ( 500 Kg/m²)

Genormt ist dass ganze natürlich auch in der DIN 1055 Nein, seit gut ein paar Jahren gilt hier der EC 1


mfg. Heiko
Gruß Christoph


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