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Postby Danio nigrum » 30 Jun 2020 13:52
Moin moin flowgrower,

hab da mal ne Frage bezüglich Wurzelholz.
In Dresden ist der Markt limitiert. Falls man Namen der Fachmärkte nicht nennen darf, sorry.
Hornbach hat das beste Angebot. Ist dennoch auf 3-4 Sorten beschränkt.
Dehner + Zoo&Co haben kein Holz.
Fressnapf fahr ich die kommenden Wochenenden noch an. Hoffnung hab ich wenig.

Gibt es in Mitteldeutschland Läden die ein üppiges Angebot im Bereich Wurzel/Holz haben?
Sind euch Läden bekannt?
Führt ihr selber so nen Laden? :thumbs:

Nach Remscheid oder Hamburg ist mir zu weit, ggfs. bei ner Messe wär so ne Strecke akzeptabel.

AQUaddicted!, also Gotha(???) und Arnstadt(Zoo&Co) könnten ein größeres Angebot haben.
Zumindest hab ich in Videos ne größere Menge an Holz gesehen.

Messen wären sicherlich ne Option.

Falls ihr Anlaufadressen habt, immer her damit. :bier:

Woher bezieht ihr euer Holz?
Gibt's noch andere Wege wie man an Holz kommen kann?

Projekte:
Handelt sich um 60x30x35 und um 100x50x30'er Becken.
Südamerika - Biotop oder Biotopähnlich.
Wurzelholz soll dominieren oder den Lebensraum nachbilden.
Nicht gewünscht: Ast, Wurzel mit vielen Verzweigungen.


Viele Grüße
Florian
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Last edited by Danio nigrum on 30 Jun 2020 15:51, edited 3 times in total.
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Postby slowgrow » 30 Jun 2020 14:49
Hi Florian!

Hast du schonmal drüber nachgedacht in den Wald zu gehen und was zu sammeln?

Ich hab super Erfahrungen mit Wurzeln von umgefallenen Bäumen gemacht. Das tolle an diesen Wurzeln ist dass sie sehr viel filigraner sind als alles was du im Fachhandel bekommen kannst. Gerade in kleinen Becken kannst du damit tolle Scapes mit schöner Tiefenwirkung bauen.

Wassertechnisch verhält sich das Holz genauso wie das aus dem Fachhandel. Es gibt anfangs noch Huminstoffe ab und färbt dein Wasser etwas und natürlich hast auch den obligatorischen Bakterienrasen in der Einfahrphase. Wichtig ist nur dass das Holz wirklich tot ist (also nichts grünes oder saftiges) und ich würde auch die Finger von Nadelbäumen lassen. Habe ich aber noch nie ausprobiert, hab jedoch Angst vor dem Harzzeug ;)

Beste Grüße
Max
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Postby Lixa » 30 Jun 2020 14:56
Hallo Florian,
Suchst du eine bestimmte Form oder Farbe?

Zum im Wald Sammeln braucht man ein wenig Grundwissen zu den hier heimischen Bäumen und Gehölzen und mindestens die App Flora incognita um eine Ahnung zu haben was man da hat.

Schlimmstenfalls sammelt man Robinie oder Essigbaum die sich sehr ungünstig auf das Wasser auswirken...

Sehr gut geeignet sind echtes Moorkienholz das als Abfallprodukt bei der Torfgewinnung übrig bleibt, jedoch beschränken sich die Quellen dafür auf wenige Regionen Deutschlands und das Holz ist meist sehr wuchtig und massiv in der Optik.

Viele Grüße

Alicia
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Postby Danio nigrum » 30 Jun 2020 15:38
Moin ihr beiden,

danke für die schnellen Antworten, damit hab ich gar nicht gerechnet.
Zwecks der beiden Fragen, hab den oberen Beitrag mal noch editiert:
Projekte:
Handelt sich um 60x30x35 und um 100x50x30'er Becken.
Südamerika - Biotop oder Biotopähnlich.
Wurzelholz soll dominieren oder den Lebensraum nachbilden.
Nicht gewünscht: Ast, Wurzel mit vielen Verzweigungen.

Moin Max,

darüber nachgedacht, ja.
Frage wäre, ist doch in Deutschland sicherlich nicht erlaubt einfach so Totholz(mal so nen Wurzelstück von 20x40x30cm ggfs auch größer) ausm Wald mitzunehmen oder?
Wegen Gesetzen, Forstwirtschaft und Renaturierung etc. Dazu kommen Schutzgebiete und dergleichen.
Damit kenn ich mich nämlich gar nicht aus.

Moin Alicia,

wonach ich genau suche?
Nach Vielfalt, eigentlich um mir persönlich vor Ort einen Überblick zu verschaffen was alles so angeboten oder da ist.
Form spielt durchaus eine Rolle, von stärkerem Ast bis hin zu kleineren Zweigen über Baumstumpfwurzelding.
Wonach ich nicht Suche, feine Verästelungen oder "Fingerwurzeln".

Es spielen 2 Szenarien eine Rolle.
In dem einen Projekt soll es in Richtung Mangrovenholz gehen. Dieses halb zerfledderte Aussehen eines Baumstumpfes oder dickeren Astes. Muss aber nicht.
Bei dem anderen eher mit stärkerem Geäst, ca Armdick mit wenig Vergabelung oder aber Oberschenkeldick. bzw. beides. Aber nicht so langweilig gerade; außer ein Detail weckt mein Interesse.
Beide Projekte können sich auch überschneiden.
Es kann auch ein gewundenes Stück sein was einfach durch die Form überzeugt oder mit nem anderen Stück harmoniert.
Also wirklich viel kannst du dir darunter nun auch nicht vorstellen denke ich mal. :pfeifen:

Nen Essigbaum erkenn ich. Ob ich nun ne falsche Akazie von ner Akazie unterscheiden könnt? :?


Viele Grüße
Florian

Tante Edit sagt:
Eher brachial, durch Volumen und stämmiges Aussehen überzeugend als filigran.
Das beschreibt es wohl am ehesten?
So'n Stück massives Holz in allen erdenklichen Formen und Varianten.
Wie so'n umgefallener Baum wo die Äste teilweise abgebrochen sind und die feineren Äste der Baumkrone nicht vorhanden sind, oder bereits im Unterlaub zerbrochen/zersetz sind.
Schwierig zu beschreiben.
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Postby Lixa » 30 Jun 2020 16:36
Hallo Florian,

Ich habe in Freiberg ein Geschäft namens Tropicus für dich gefunden. Das scheint sympatisch und wenn du da anrufst, frag nach Morkienholz, bzw. Moorwurzel. Die scheinen auch ein Wurzel-Wässerungsbecken zu haben - zumindest sieht man in der Galerie so etwas.
In der Galerie heißt es auch "Hier gibt es Morkien".

Morkienholz gibt es sowohl fein, als auch ganze Baumstümpfe, also fast alles vom Baum. Ich bevorzuge es wegen der guten Eigenschaften und weil dafür keine Mangrovenwälder gerodet werden. :smile:

Viele Grüße

Alicia
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Postby Joachim Mundt » 30 Jun 2020 17:21
hallo alicia,

für mangrovenwurzeln muss nicht eine einzige mangrove sterben, denn das hat tatsächlich aber auch rein garnichts mit mangroven zu tun. mangroven sehen so aus:

lg Joachim
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Postby slowgrow » 30 Jun 2020 18:11
Hi,

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst kannst du mit dem Förster sprechen ob es okay ist wenn du ein paar Wurzeln von umgefallenen Bäumen mitnimmst. Ansonsten kannst du auch bei der Gemeinde (der gehören die meisten öffentlichen Wälder) eine Sammelgenehmigung beantragen. Das kostet dann so zwischen 5 und 10 Euro im Jahr und du kannst meist soviel aufsammeln wie du möchtest...
Ich habe allerdings noch nie Probleme bekommen und hab keine Sammelgenehmigung. Ich denke solange das für dich privat ist und du keinen Profit durch zB Verkauf der Wurzeln machen möchtest hat damit keiner ein Problem.

@Alicia
Klar gibt es einige Arten die man nicht sammeln sollte, mir würde aber keine heimische Holzart einfallen welche problematisch für das Wasser werden könnte. Ich denke an nen ganz normalen Laubmischwald in welchem wohl hauptsächlich Birken, Buchen, Eichen und vielleicht mal die ein oder andere Erle vorkommen.

Beste Grüße
Max
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Postby Lixa » 01 Jul 2020 09:31
slowgrow wrote:@Alicia
Klar gibt es einige Arten die man nicht sammeln sollte, mir würde aber keine heimische Holzart einfallen welche problematisch für das Wasser werden könnte. Ich denke an nen ganz normalen Laubmischwald in welchem wohl hauptsächlich Birken, Buchen, Eichen und vielleicht mal die ein oder andere Erle vorkommen.

Hallo Max,

Gute Laubmischwälder sind in einigen Regionen selten geworden - zumindest dort wo sie kein Naturschutzgebiet sind. Daher auch die App-Empfehlung die ich als einzigen Weg kenne wie ein Laie gut Bäume erkennen kann. Bei uns wachsen inzwischen auch eine große Zahl nicht-einheimischer Bäume, vor allem in Siedungsnähe, aber auch einen Holunder halten manche schnell für einen Baum.

Es ist nicht ganz so einfach wie manche Youtuber es haben wollen. Ein Forummitglied hat es schon geschafft die falschen Zweige zu nehmen - mit stinkendem Resultat.

Viele Grüße

Alicia
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Postby slowgrow » 01 Jul 2020 20:09
Sorry, dann hast du wohl wahrscheinlich recht. Vielleicht sollte ich nicht zuviel Grundwissen über Laubbäume annehmen. Ich dachte so ein paar übliche heimische Bäume würden die meisten erkennen. Aber klar, besser ein paar mal zuviel gewarnt bevor sich jemand ein ganzes Becken kaputt macht...

Vielleicht könnte Florian ja ein paar Bilder von Wurzeln und den dazugehörigen Borken bzw. Blättern machen wenn er Holz aus dem Wald in Erwägung zieht. Wir könnten dann zusammen versuchen ihn zu beraten. Oder natürlich die App benutzen :) Kenn ich garnicht, seh ich mir auch mal an!
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Postby Lixa » 02 Jul 2020 06:22
slowgrow wrote:Oder natürlich die App benutzen :) Kenn ich garnicht, seh ich mir auch mal an!

Hallo Max,
Die App ist sehr gut (komplett kostenlos) und hat mir schon oft beim Sammeln von Laub geholfen - gerade bei den nicht einheimischen Arten kann man sich nicht auskennen. Gleichzeitig hilft man mit der App bei der Forschung, weil jeder Fund in einer Datenbank zur Verbreitung der Pflanzen landet. So kann man auch gut Wildkräuter für Schneckenfutter finden :smile:

Mit der App wird der nächste Spaziergang spannender ;)

Viele Grüße

Alicia
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