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Beitragvon Joschan » 22 Mai 2010 16:55
Hallo zusammen!
Gerade bin ich mein erstes 20L-Becken am einfahren. Es soll die Heimat für einige Garnelen und Schnecken werden. Vermutlich werden es Crystal Red oder Blue Tiger.
Es handelt sich um das 20L-Nano-Cube von Dennerle.
Dabei war auch ein Wasseraufbereiter beigefügt.

Nun meine Frage:
Wie sinnvoll ist so ein Wasseraufbereiter?
Mich würde auch (als Chemiker) interessieren, wie er Cu und Cl bindet. Vielleicht weiss das zufällig einer von Euch.

Da meine Frage nur mit den Wasserwerten einen Sinn ergibt, hier meine Daten (das Becken fährt seit genau einer Woche ein):
pH: 7,7
KH: 9
GH 14-21
NH4: 0,5mg/L
NO2: 0,5mg/L
NO3: 15 mg/L
PO4: 0,1mg/L
Cu: 0,1mg/L (die Werte aus der Wasserleitung gehen bis 0,3mg/L - wir haben Cu-Leitungen)

geplanter Besatz:
Pflanzen:
Vallisnerie Torta
Mooskugel
Didiplis Diandra
Lilaeopsis mauritana
Versicularia Dubyana

Tiere:
15 Garnelen (Red Crystal oder Blue Tiger oder ähnliches - da habe ich mich noch nicht festgelegt)
4 Schnecken (Geweihschnecke und noch eine - noch nicht festgelegt)
Fische wohl keine

Vielen Dank für die Antworten - ich kann einfach noch nicht entscheiden, was sinnvoll ist und was Panikmache ist.
Ohne weitere Chemie und Wasseraufbereiter wäre es mir natürlich lieber, wenn allerdings unser hartes Wasser so ein Mittel nahelegen, wäre es schon praktisch, dass es so etwas gibt.

Viele Grüsse
Joschan
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Beitragvon blacktetra » 23 Mai 2010 10:52
Hallo Joschan,

mein 20l-Cube läuft auch seit 4 Tagen ein.

Da ich auch durch Modernisierung 'in den Genuß' nigelnagelneuer Kupferleitungen kam (vor über einem Jahr),
schlage ich mich auch mit aber teilweise bis über 0,5 mg/l an Kupferwerten herum.

Interessant ist dabei, welche Werte du seitens deines Wasserversorgers gelieferst bekommst.
Da i.d.R. davon ausgegangen werden darf, daß sich nach einer Zeit die schützende Patina in den
Kupferrohren bilden und somit dann eben kein Kupfer mehr gelöst werden soll.

Jetzt verhält es sich aber so, daß sich der Wert der gesamt gelösten Salze (TOC) in einem bestimmten Verhältnis
zu dem vorhandenem PH-Wert befinden muss, damit überhaupt eine Patina entstehen kann.
Behörde für Wissenschaft und Gesundheit - Hamburg
Die Verwendung von Kupfer ist gemäß der DIN 50930-6 „Korrossion metallischer
Werkstoffe im Innern von Rohrleitungen ... durch Wässer“ dann möglich, wenn der pH-Wert
über 7,4 oder wenn der pH-Wert zwischen 7,0 und 7,4 und der TOC1 unter 1,5 mg/l liegt.


Bei mir z.B. bekomme ich einen PH-Wert von 7,6 mit einem TOC von 1,7 geliefert.
Auf eine Patina 'warte' ich heute noch…

Für Teilwasserwechsel in meinen Becken (112l, 54l, 12l, 20l) verwende ich bsw. FFM (Flüssiges FilterMedium) von easylife. Meines Erachtens wir dieses mit synthetisch hergestelltem Zeolithpulver hergestellt.

Durch die Verwendung von ausschließlich kalten Leitungswasser, da warmes Wasser wesentlich mehr Kupfer löst aus den Leitungen, bringe ich via Wasserkocher das Wechselwasser auf Temperatur und gebe danach FFM dazu und lasse das so behandelte Wasser für mind. gute 2 Std. abstehen.

Den Wasseraufbereiter von Dennerle habe ich auch, 'traue' diesem aber noch nicht, weil noch nicht ausprobiert bzw. CU-Werte-Messungen durchgeführt.
Es gibt sicherlich einige Arten das Cu zu binden, binden zu lassen, Zeolith brachte mir zumindest die bisher verläßlichste Lösung.

Durch die Eigenschaften des Zeoliths Kupfer 'unwiderbringlich' binden zu können (u.a. durch dessen Mikrostruktur), würde ich es schon CU-Leitungs-Leidensgenossen empfehlen. Daher würde ich sagen, daß es schon sinnvoll ist, in solcher Situation einen Aufbereiter zu nutzen.
Meinen Garnelen (RedFire, Hummeln) geht es hervorragend und sie vermehren sich besser als gedacht.

Deinen bis zu 0,3 CU mg/l würde ich Garnelen auch nicht unbedingt 'antun' wollen, da diese sehr empfindlich darauf reagieren.
Du könntest natürlich auch testen, ob es bei dir ausreicht, das kalte Leitungswasser der Leitungslänge entsprechend, ablaufen zu lassen und danach erst das Wasser zu verwenden (CU-Test).
Gruß Sven
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Beitragvon blacktetra » 23 Mai 2010 12:05
Hi,
argh, da waren die Finger wieder schneller als das Hirn…
blacktetra hat geschrieben:Jetzt verhält es sich aber so, daß sich der Wert der gesamt gelösten Salze (TOC) in einem bestimmten Verhältnis
zu dem vorhandenem PH-Wert befinden muss, damit überhaupt eine Patina entstehen kann.


Sollte natürlich heißen:
gesamte organische Kohlenstoff = TOC
ergo:
Jetzt verhält es sich aber so, daß sich der Wert der gesamt organischen Kohlenstoffe (TOC) in einem bestimmten Verhältnis zu dem vorhandenem PH-Wert befinden muss, damit überhaupt eine Patina entstehen kann.
Gruß Sven
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Beitragvon Joschan » 23 Mai 2010 17:34
Hallo!
Danke! Im Labor haben wir Molekularsiebe - das sind Zeolithe. Dann werde ich mal ein paar Versuche durchführen. Das Zeug liegt seit Jahren bei uns rum und niemand verwendet es.

Diese Wasseraufbereiter werden die Schwermetalle schon sehr gut binden - wahrscheinlich komplexieren, aber ich wollte eigentlich nicht noch mehr künstliche Chemie als nötig ins Becken werfen.

Viele Grüsse
Joschan
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