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Postby wally » 06 Aug 2008 12:17
Hallo,

wie Ihr sicherlich die letzten Tage alle mitbekommen habt, hat die Organisation foodwatch durch Untersuchungen und deutschlandweite Stichproben des Trinkwassers feststellen können, dass der Grenzwert des Schwermetalles Uran in einigen Bundesländern massiv überschritten worden ist. Meiner Ansicht ist das ein starkes Stück Unverschämtheit der Wasserbetreiber und natürlich auch der Kontrollinstanzen, dass nicht schon längst darauf reagiert und Filter eingebaut worden sind, die dieses Schwermetall aus dem Wasserkreislauf filtern. Der Satz: "Das Leitungswasser ist das meist kontrollierte Lebensmittel und daher unbedenklich beim Verzehr" erscheint nun in einem ganz neuen Licht der Ironie.
Abgesehen von der gesundheitlichen Belastung der Konsumenten frage ich mich nun, welche Auswirkungen das nun auf Fische und evtl. Pflanzen haben könnte. Was denkt Ihr?

Gruß
Walter
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Postby Oliver L. » 06 Aug 2008 14:01
Hallo Walter,
Ich kann dir zwar keine Auskunft darüber geben, wie sich das Uran auf Pflanzen/Fische auswirkt, aber ich kann dir sagen, dass ich der ganzen Überwachung des Leitungswassers auch nicht traue und desswegen das Uo Wasser was ich produziere, nicht nur für mein Aquarium sondern auch für mich nutze.
Das Uo Wasser icht sicherlich besser/Billiger als jedes Wasser aus dem Supermarkt und ich muss vor allem keine Kisten mehr schleppen :D

Gruß Oliver
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Postby flo » 06 Aug 2008 14:26
Hi,

ich habe eine Lösung. Man muss dem Uran nur gesetzlich verbieten im Leitungswasser zu sein^^.

Dagegen kann man ja jetzt eh nichts machen. Also deswegen auf destiliertes Wasser umzusteigen halte ich für Unsinn.

Gruß, Flo
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Postby MasterChief » 06 Aug 2008 14:57
Hallo,

wally wrote:....welche Auswirkungen das nun auf Fische und evtl. Pflanzen haben könnte. Was denkt Ihr?...


.... keine ?!
Die Tiere sind im natürlichen Habitat häufig viel stärkeren und wechselnden Belastungen ausgesetzt und haben es dennoch -oder gerade deswegen- geschafft, seit einigen Jahrzehnten zu überleben :D

(auch wenn manches im Wasser sicher nicht schön ist)


vG

René
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Postby Boby » 06 Aug 2008 15:02
Hallo,

vielleicht lumineszieren sie dann in der nacht? evtl in grün? Ich fände es schick :-)
Im ernst, ich glaube nicht dass das in irgendweinerweise all zu toxisch ist - nicht bei der konzentration und bei der menge chelatoren in den meisten aquarien. Übrigens ist uran rel. schwach radioaktiv, wenn es darauf kommen sollte - uranylacetat ist standardreagenz im labor. Als schwermetall ist es dennoch giftig.
Übrigens, arsen hat den gleichen grenzwert in trinkwasser (10 ppb) wie uran, und für mineralwasser sind doch 50 ppb erlaubt - und arsen ist sicher nicht weniger toxisch als uran.

Gruß
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Postby Oliver L. » 07 Aug 2008 17:07
@flo
Unsinnig ist es sicherlich nich Uo Wasser zu trinken, da es sich dabei ja nicht um Aqua dest. handelt sondern um extrem reines Wasser, wenn man so möchte, was in Anbetracht der im Leitungswasser vorhandenen Stoffe sicherlich nicht verkehrt ist.
Die Mineralien die auf Trinkwasser so hoch angepriesen werden halte ich persönlich für Unsinn, da diese auch über die Nahrung aufgenommen werden und somit völlig überflüssig sind.
Man trinkt ja schließlich nicht um dem Körper Mineralstoffe oder Nährstoffe zuzuführen sondern um H2O aufzunehmen.

nur mal so 1-2 Gedanken meinerseits,

MfG Oliver
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Postby Tim Smdhf » 07 Aug 2008 17:23
Hallo Oliver,
das Thema wurde her: http://www.aquariumforum.de/showthread.php?t=15039
schon mal diskutiert.

Oder hier mehr oder weniger offiziell: http://www.aquariumforum.de/showthread.php?t=15039

Es gibt anscheinend verschiedene Meinungen von: "Ist schlecht!" bis "Super Sache, sollte man immer trinken!"

In diesem Sinne...
Viele Grüße!
Tim :strand:
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Postby Oliver L. » 07 Aug 2008 19:41
@japan Blue
Ich sag dazu nur soviel .... wir haben uns zuhause vor 8 Jahren eine UO Anlage einbauen lassen und wenns mal ein warmer Tag ist trink ich gern mal 2-3 Liter davon.
Um somit das Thema mal zu beenden ob es schädlich ist oder nicht.
Bin nämlich kern gesund und meine Knochen sind auch nosch schön kräfig.

Gruß Oliver
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Postby flo » 07 Aug 2008 21:43
Hi,

OliverL. wrote:was in Anbetracht der im Leitungswasser vorhandenen Stoffe sicherlich nicht verkehrt ist.


Hört sich ja hochgiftig an, so wie du über das Leitungswasser redest ;). Aber bis auf eventuell vorhandenes Uran sind die im LW enthaltenen Mineralien nicht schädlich.

Mit Unsinn meinte ich eigentlich vor allem die Kosten, ob die Mineralien jetzt nötig sind oder nicht sei mal dahingestellt. Schaden tun sie aber wohl sicher nicht, auch wenn das manche glauben.

Firmen die solche UO-Anlagen verkaufen erzählen natürlich das Gegenteil.
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Postby Henning » 08 Aug 2008 07:14
Hey,
ich habe da auch schon von gehört aber es bringt nichts das Wasser abzukochen das Uran geht davon nicht weg ....
Liebe Grüße, Henning :)
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Postby diditsch » 08 Aug 2008 08:57
flo wrote:Aber bis auf eventuell vorhandenes Uran sind die im LW enthaltenen Mineralien nicht schädlich.

Mit Unsinn meinte ich eigentlich vor allem die Kosten, ob die Mineralien jetzt nötig sind oder nicht sei mal dahingestellt. Schaden tun sie aber wohl sicher nicht, auch wenn das manche glauben.

Hallo Flo,
wie kannst du dir da so sicher sein? Unabhängig vom Uran gibts noch ein paar andere interessanten Themen rund ums Trinkwasser: Verringerung der Spermienzahl bei Männern und "verweiblichung der Tierwelt" durch Östrogene der Antibabypille und Antibiotika im Trinkwasser durch Massentierhaltung. Weiterhin gibt es auch noch einige alte Häuser mit Bleirohren...
Ich trinke seit Jahren Osmosewasser.

Gruß

Dieter
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Postby wally » 08 Aug 2008 10:05
dass ich der ganzen Überwachung des Leitungswassers auch nicht traue und desswegen das Uo Wasser was ich produziere, nicht nur für mein Aquarium sondern auch für mich nutze.
Das Uo Wasser icht sicherlich besser/Billiger als jedes Wasser aus dem Supermarkt und ich muss vor allem keine Kisten mehr schleppen :D

Gruß Oliver


Hallo Oliver,

vertraut habe ich schon ein wenig, aber nun erhält man ja schon wieder die Bestätigung, dass man Vater Staat nicht trauen sollte und jede Aussage, egal wie optimistisch und toll sie klingen mag, immer kritisch entgegentreten sollte. Bezüglich UO-Anlage wäre ich mir nicht so sicher, ob sie dieses Schwermetall aus dem Wasser filtern kann. Wenn Wasseraufbereiter spezielle Uranfilter benötigen, die man zusätzlich mit einbauen muss, dann kann ich mir das nicht vorstellen, dass eine UO-Anlage zur vollständigen Dezimierung von Uran im Wasser führt. Das wäre ja auch ein super Verkaufsargument.
Das du kerngesund bist, freut mich sehr, jedoch solltest du das langfristig sehen. Der menschliche Körper ist ein toller Speicher, der sich nach Jahren jedoch entladen kann und dann ... :cry: Solche Schwermetalle unterstützen nicht gerade die Gesundheit und wenn man dann mit Ende 50 Anfang 60 Krebs oder andere gesundh. Schwierigkeiten bekommt, dann ist es wohl definitiv zu spät.

wie kannst du dir da so sicher sein? Unabhängig vom Uran gibts noch ein paar andere interessanten Themen rund ums Trinkwasser: Verringerung der Spermienzahl bei Männern und "verweiblichung der Tierwelt" durch Östrogene der Antibabypille und Antibiotika im Trinkwasser durch Massentierhaltung.


Sowas kommt noch erschwerend hinzu. Das sollte man sich wirklich durch den Kopf gehen lassen. Das einige Stellen sowas gerne verschweigen wollen ist natürlich auch logisch, aber die die es wissen, lassen sicherlich die Hände vom Trinkwasser.

Gruß
Walter
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Postby Oliver L. » 08 Aug 2008 12:19
Moin Walter,

Ich gehe um ehrlich zu sein davon aus, dass Uran genau wie die meisten im Wasser gelösten Stoffe, bei dem Vorgang der Osmose, von der Semipermealen Memebran zurückgehaten werden.

Zitat: Wenn Wasseraufbereiter spezielle Uranfilter benötigen, die man zusätzlich mit einbauen muss, dann kann ich mir das nicht vorstellen, dass eine UO-Anlage zur vollständigen Dezimierung von Uran im Wasser führt.

Korregiert mich bitte wenn ich falsch liege aber ich denke Osmose ist wenn man es mal auf die Leitung betrachtet doch ein sehr aufwendiges Prozedere was sicherlich seinen Weg nicht so schnell in die Massenhafte Wasseraufbereitung finden wird (hier bei uns).

Gruß Oliver
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Postby flo » 08 Aug 2008 23:40
diditsch wrote:Hallo Flo,
wie kannst du dir da so sicher sein? Unabhängig vom Uran gibts noch ein paar andere interessanten Themen rund ums Trinkwasser: Verringerung der Spermienzahl bei Männern und "verweiblichung der Tierwelt" durch Östrogene der Antibabypille und Antibiotika im Trinkwasser durch Massentierhaltung. Weiterhin gibt es auch noch einige alte Häuser mit Bleirohren


Klar sollte man das mal genaustens untersuchen.
Andererseits kannst du dich genauso gut fragen, ob der Feinstaub aus Abgase/Industrieanlagen in der Luft nicht dein Lungenkrebsrisiko enorm erhöht und Pflanzenschutzmittel oder Schwermetalle im Fisch dich nicht langsam vergiften.

Das sind halt alles Dinge, deren Effekt immer so gering sein wird, dass du nie sagen kannst, obs nun darauf oder irgendwas anderes zurückzuführen ist. Bei Fischpopulationen hat man die Auswirkung der Östrogene im Abwasser scheinbar schon klar nachgewiesen, soweit ich weiss beim Menschen aber nicht. Verweiblichung kann z.B. auch durch zunehmendes Übergewicht der männlichen Bevölkerung hervorgerufen werden. Bei der Masttierzucht dürfen Antibiotika meines Wissens als Mastmittel gar nicht mehr eingesetzt werden dürfen, oder hab ich das falsch in Erinnerung ?

Eine Garantie kann ich dir aber natürlich nicht geben.

(Warum wird eigentlich nicht die Pille verboten ? Dann gibts auch kein Problem mehr mit der zu alten Gesellschaft :D ).

Gruß, Flo
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Postby nik » 09 Aug 2008 00:40
Hi Flo,

flo wrote:Klar sollte man das mal genaustens untersuchen.

darum geht es doch gerade! Die Untersuchungen funktionieren so "gut", dass eben Uran, Hormone und weiß der Teufel was im Trinkwasser möglich sind.

Andererseits kannst du dich genauso gut fragen, ob der Feinstaub aus Abgase/Industrieanlagen in der Luft nicht dein Lungenkrebsrisiko enorm erhöht und Pflanzenschutzmittel oder Schwermetalle im Fisch dich nicht langsam vergiften.

Moment einmal. Jetzt kommst du von Arschbacke auf Kuche backe. Es ging um die allgemein beliebte Frage, ist der Genuss demineralisierten Wassers schädlich? Sehe ich auch ziemlich gelassen. Nachdem ich mich damit beschäftigt hatte, verwende ich auch das Wasser aus der VEA - und das hat eine Leitfähigkeit von <1µS/cm. Es gibt jetzt also durchaus mögliche Gründe das zu nutzen.

Das sind halt alles Dinge, deren Effekt immer so gering sein wird, dass du nie sagen kannst, obs nun darauf oder irgendwas anderes zurückzuführen ist. Bei Fischpopulationen hat man die Auswirkung der Östrogene im Abwasser scheinbar schon klar nachgewiesen, soweit ich weiss beim Menschen aber nicht. Verweiblichung kann z.B. auch durch zunehmendes Übergewicht der männlichen Bevölkerung hervorgerufen werden. Bei der Masttierzucht dürfen Antibiotika meines Wissens als Mastmittel gar nicht mehr eingesetzt werden dürfen, oder hab ich das falsch in Erinnerung ?

Eine Garantie kann ich dir aber natürlich nicht geben.

(Warum wird eigentlich nicht die Pille verboten ? Dann gibts auch kein Problem mehr mit der zu alten Gesellschaft :D ).

Gell, du nimmst es mir nicht übel, wenn mir das als öberflächliche Sichtweise erscheint.
Es ist schon klar, dass alleiniger Genuss von demineralisiertem Wasser Mineralien ausspülen muss. Als sogar mal recht intensiver Sportler weiß ich ein mineralienreiches Wasser sehr wohl zu schätzen, aber so im Alltag reicht die Versorgung über die Ernährung leicht aus. Um damit meinen Kaffee oder das Essen zu zubereiten, ist im Sinne einer Demineralisierung des Körpers vernachlässigbar Das setzt natürlich schon eine Ernährung jenseits von Schwamm plus Cola voraus. :wink: Das kann aber zum Glück jeder für sich selbst entscheiden.

Gruß, Niik
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