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Beitragvon Edda13 » 12 Apr 2017 14:01
Hallo zusammen,

es ist mal wieder soweit - ein neues Aquarium wird eingerichtet. Da ich diesem Forum sei Dank in den letzten Jahren ganz schöne Pflanzenbecken gestaltet habe (Geringfilterung, Sand, stärker beleuchtet), führt nun mein Weg der Neugierde halber zum Soil. Habe diesbezüglich ein interessantes Gespräch mit Roland Numrich gehabt, der mir erzählte, dass die deutschen Scaper ja alle viel Licht haben wollen. Das wollte ich diesmal eigentlich nicht - Turbobecken sind nicht meins...
Also hab ich gelesen - das nächste Setup wird nun also ganz anders versucht: keine Geringfilterung, moderates Licht, Soil und ordentliche Strömung. Zum Einfahren erstmalig Kohle (wie im ADA-Guide). Danach werde ich mit Bims oder Substrat pro (liegt noch im Keller) filtern, mal schauen. Bepflanzung: Farne, Cryptocorynen, Bucen, Anubien, Moose, etwas Montecarlo und andere unkomplizierte Pflänzchen. Ich weiß, dafür braucht es wirklich kein Soil. Aber ich möchte jetzt wirklich mal schauen, wie es sich genau umgekehrt verhält. Also mit satter Masse an Boden- und Filtersubstraten.
Warum ich das Konzept ändern möchte? Neugierde. Was mich antreibt: Niks Ausführungen zur Mikrobiologie fand ich extrem aufschlussreich. Und sein Konzept funktioniert. Nun frage ich mich jedoch, wie sich ein Aquarium unter den genau entgegen gesetzten Umständen verhält. Deswegen würde ich mich freuen, wenn ihr diesbezüglich eure Erfahrungen hier niederschreibt. Dass ich das Rad jetzt nicht neu erfinde, ist klar, es ist ja kein neues Konzept. Aber man liest eben nicht so häufig von den Erfahrungen mit starker biologischer Filterung, gemäßigtem Licht, angepasster Düngung und Soil. Würde mich freuen, wenn sich hier die Leute melden würde, die erfolgreich diesen Weg betreiben und vielleicht noch Tipps hätten - z.B. ob EI hier ein brauchbares Düngekonzept ist oder nicht. :smile:

Liebe Grüße

Sarah
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Beitragvon nik » 12 Apr 2017 15:28
Hallo Sarah,

ich mach mir da ja auch Gedanken, ich komme halt nicht so weit, dass mir Soil interessant genug wäre. Anfangs hast du die Nährstoffunterstützung durch das Soil. Das lässt dann nach und du hast noch eine Pufferwirkung entsprechend der Wasserdüngung(, an der man eh nicht vorbei kommt). Dann ist das Soil gröber als Sand, was ich nicht will und schlussendlich ist mir Sand schlicht attraktiver. Amano war Sand auch attraktiver. ^^ Mit einer baulichen Maßnahme bekommt man übrigens auch eine gute Bodendüngung im Sand hin. Sand verschleißt auch nicht. Positiv für's Soil ist der Punkt Steigungen basteln.

Das muss jeder für sich entscheiden, ist auch weiters kein Thema. An der Betrachtung der Mikroflora oder auch der Filterung ändert das nichts. Man kann auch stark filtern, aber in einem moderat besetzten Pflanzenbecken ist das schlicht sinnfrei, allenfalls problemträchtig. Licht gibt es auch keinen Zwang, mach das wie du das brauchst.

Viel Licht bedeutet übrigens nicht automatisch Turbobecken, wenn man das in Makros und speziell CO2 kurz hält, dann wächst das deutlich langsamer. Für manche Pflanzen ausgesprochen empfehlenswert, z.B. Marsilea-Arten, R. innundatus, H. verticillata entwickeln dann einen kompakten Wuchs, der mit viel CO2 nicht zu erreichen ist. Außerdem habe ich sowieso einen Fokus auf langsam wachsende Pflanzen. Ich mag auf Licht nicht verzichten, aber ein 40 lm/l Becken ist schon toleranter. Wie auch immer, ich wünsche dir viel Spaß!

Gruß, Nik
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Beitragvon Edda13 » 12 Apr 2017 17:06
Hallo Nik ,
ne, Soil ist nun schon gesetzt - ich habe Soil von Tropica günstig erwerben können - nach guten fünf Jahren Grübelei, ob Soil nun wirklich Sinn macht - das muss jetzt einfach mal ins neue Becken.
CO2 halte ich auch stets weniger hoch, auf 30 habe ich es nie, ich fand es bisher schlichtweg nie notwendig. Allerdings pflege ich auch keine Pflanzen, die einen so hohen Bedarf daran hätten. Aber dass bestimmte Pflanzen (Ranunculus soll bspw. auch mit rein) einen kompakteren Wuchs bei geringeren CO2-Werten zeigen, wusste ich nicht, finde ich sehr interessant. :smile:
Beim Rest werde ich mal schauen, wie es wird. Mehr Licht wäre kein Problem - will ich jetzt aber mal nicht. 30-35 Lumen sind es, das ist nicht wenig - aber eben auch weit weg von Starklicht. Könnte mir auch noch gut vorstellen, das Licht etwas mehr zu dimmen, mal schauen...

Liebe Grüße

Sarah
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Beitragvon Erwin » 12 Apr 2017 18:29
Hallo Nik,

habe Soil mal ausprobiert und für mich hat Soil gegenüber Sand nur folgende Vorteile.
1. Zur emersen Haltung/Vermehrung in Rocherboxen auf der Fensterbank, um diese dann zu gegebener Zeit unkompliziert im Aquarium zu plazieren. Ebenso kann man diese dann auch schnell umplazieren oder ggf. austauschen.
2. Soil verkratzt im Zusammenhang mit Magnetscheibenreinigern keine Scheiben. :wink: Bei Sand muss man da immer höllisch aufpassen.

MfG
Erwin
Die eigentliche Ursache bei Problemen mit Pflanzenwachstum und Algen ist meistens außerhalb des Glaskastens zu finden.
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Beitragvon Wasserfloh » 12 Apr 2017 20:59
Hallo ,
Also einen Magneten oder Klingen zum Scheibenputzen habe ich noch nie gebraucht. Die Scheiben sind komplett klar . Allerdings halten Gummisauger sehr schlecht innen auf dem Bakterienfilm , schwere Innenfilter wie der Aquaball rutschen einfach die Scheibe runter samt Halterung. Werd mal auf Magnethalterung umsteigen
Mfg. Heiko
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Beitragvon chrisu » 12 Apr 2017 21:35
Hallo Sarah,

ich habe so ziemlich alles durch. Soil, verschiedene Nährböden, Düngekapseln, Sand, Kies, fett gedüngt, mager gedüngt usw.
Hängen geblieben bin ich bei starker Beleuchtung, ohne Filterung, ungedüngtem Sand und umfangreicher, angepasster Flüssigdüngung. Dieses System läuft bei mir mit Abstand am besten.

Soil wird für dich sicher eine spannende Erfahrung, war bei mir auch so!
Mfg Christian
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