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Postby sityboy » 06 Feb 2012 11:03
Moin liebe Gemeinde,

ich bin nun schon einer ganze Weile auf der Suche nach einer Spendenorganisation, die sich explizit dem Schutz
von (Süßwasser-)zierfischen und deren Habitaten angenommen hat. Leider bisher erfolglos.

Mir ist bekannt, dass der z.B. WWF ein allg. Amazonasschutzprogramm am laufen hat.
Dies ist mit Sicherheit höchst lobenswert, ich möchte meine Taler aber lieber ganz direkt in den Erhalt von Unterwasser-(!!!)pflanzen und Lebewesen investiert wissen.

Vielleicht wisst ihr ob es eine seriöse (!!!) Spendenorganisation gibt die sich genau dieser Nische verschrieben hat.
(Idealer Weise mit Möglichkeit einer Mitgliedschaft/Patenschaft [aber nicht zwingend erfoderlich])

Vielen Dank für eure Antworten

Frederic
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Postby sityboy » 10 Feb 2012 07:54
Moin,

ich bin immer noch auf der Suche :(

VG
Frederic
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Postby Acciola » 10 Feb 2012 08:15
Moin Frederic,

Ich will ja nich pessimistisch klingen aber ich glaub da gibts nix! Der Naturschutz hört in der Regel an der Wasseroberfläche auf. Wir schaffen es ja nichtmal in Deutschland die vom Aussterben bedrohte Äsche oder Aal und Bachforelle davor zu schützen vom Kormoran gefressen zu werden oder in "Öko"-Wasserkraftwerken gehächselt zuwerden :(
Vom "tot-fischen" vieler Meeresfische ganz zu schweigen :(

Ich würde mich aber sehr freuen eines besseren belehrt zu werden, vielleicht kennt ja doch jemand eine Organisation die auch was bewirkt.

Gruß, Olaf
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Postby jgottwald » 10 Feb 2012 09:39
Hallo Olaf
ich stelle mir wirkich die Frage wie der Aal und die Äsche solange überlebt haben, denn Komorane und Wasserkraftwerke gibt es schon sehr lange.
mfg
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Postby M.Kaiser » 10 Feb 2012 09:56
Hi Jörg,

setz dich heute mal an den Rhein und vor 15 Jahren. Früher hat vielleicht 1 Kormoran auf dem Baum gesessen heute sind es 50. Die haben schon extrem zugenommen. Ich glaube die dürfen mittlerweile auch geschossen werden? Das mit dem Aal ist denke ich eher auf den Glasaalfang zurück zu führen.
Es ist aber doch nunmal so das immer mehr verbaut wird, Zuflüsse etc. austrocknen. Alles nicht gerade förderlich für die Unterwasserwelt. Ist schon alles nicht schön, dennoch sollte man überlegen ob es nicht ,,noch" wichtigere Dinge gibt für die man spenden kann.

Grüße
Marco
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Postby jgottwald » 10 Feb 2012 10:05
Hallo Marco
es mag sein, aber der Komoran war früher noch viel mehr verbreitet. Eigentlich trocknen die Nebenflüsse nicht aus, aber durch unser Wunschdenken nach geraden einbetonierten Bächen fliesst überall relativ viel und schnell das Wasser ab. Das Ergebniss
sehen wir allerdings überall, bei jedem etwas grösseren Regenschauer fliesst das Wasser "oben" sehr schnell in die Hauptflüsse ab und irgendwo sind die Überschwemmungen. Mit dieser Bachart verschwinden natürlich auch Fische wie die Äsche und die Regenbogenforelle.
mfg
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Postby Heiko-68 » 10 Feb 2012 10:39
Hallo,

der Threadsteller wollte bestimmt nicht über Aale oder Komorane diskutieren.

Ich bin aber auch der Meinung, das es schwierig wird mit einer Spende. So ein ähnliches Thema hatten wir schon mal. Das Problem wird sein, dass nie der volle Betrag da ankommt wo er gebraucht wird. Die Bürokratie verschlingt ein haufen Geld. Spendenorganisationen freuen sich , wenn sie 70% der Spendengelder weiterleiten können.

Direkt was ins Ausland senden macht auch keinen Sinn. Erst wollen die Banken eine Überweisungsgebühr und dann was man nicht wie das Geld vor Ort ausgegeben wird. Ein einheimischer indischer Reiseleiter sagte mir mal vor Jahre, "Gebt den Bettler bloß kein Geld hier in Indien, sonst verlassen sie sich immer auf die reichen ausländischen Touristen und wollen gar nicht mehr arbeiten." Wer glaubt, dass Spendengelder Fischer abhält, weiter die Flüsse total abzufischen oder rare Pflanzenbestände in einzelnen Gebieten auszulöschen, hat die Rechnung ohne die Händler gemacht, die reichlich Profi machen.

Ein Ansatz wäre sicherlich, dass keine Naturentnahemen gemacht werden und nur noch auf Nachzuchten zurückgegriffen werden. Stellt sich dann aber das Problem, was ist mit Neuentdeckungen, was ist mit Fischen, welche noch nicht nachzuzüchten gehen. Was ist billiger? 10.000 Neons in Brasilien zu fangen, wobei 3.000 den Transport nach Europa nicht überleben oder 1.000 Neons in einer deutschen Zuchtanlage bei aufwendiger Wasseraufbereitung und hohen Stromkosten zu züchten.

In Sachsen Pflanzen, würde ich mich an einen botanischen Garten wenden. Da gibt es auch Förderkreise, die auch gerne Spendengelder annehmen. In Berlin stehen endlich Gelder bereit, um das Victoriahaus zu sanieren. Das große Tropenhaus ist ja nun schon fertig. Vielleicht gibt es dann auch wieder Aquarien im Berlinder botanischen Garten zu bewundern.

Dies ist meine Meinung.

Gruß
Heiko
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Postby Acciola » 10 Feb 2012 12:30
Hallo Heiko,

danke für die Richtigstellung des threads. Ich wollt ja auch keine Kormoran-diskusion vom Zaun brechen, sondern eher aufzeigen, das der Schutz über Wasser deutlich besser gestellt ist als unter Wasser.

Da ist der Tip mit dem Bot. Gärten genau das richtige.

Gruß, Olaf
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Postby sityboy » 10 Feb 2012 13:28
Moin,

ja botanischer Garten ist nicht die schlechteste Idee denke ich. Haben wir hier nicht sogar jemanden im Forum der in einer solchen Einrichtung arbeitet? Bin der Meinung da kürzlich was gelesen zu haben?

VG
Frederic
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Postby Matz » 10 Feb 2012 16:09
Hallo Frederic :-),
wahrscheinlich meinst du Tillmann (Männlein).
Der arbeitet meines Wissens nach im bot. Garten Freiburg. Das wäre jemand, den du mal ansprechen kannst!
Desweiteren weiß mit Sicherheit auch Heiko (Sumpfheini) mit seinen Verbindungen zu bot. Gärten einige Ansprechpartner.
Ich find's nobel, etwas spenden zu wollen und dann auch noch eine Suche dazu zu betreiben!
Einen schönen Tag wünsch' ich dir noch,
bis bald,
:bier:
Grüssle :-), Matthias
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Postby sityboy » 12 Feb 2012 19:01
Hi,

danke für die Info - werde mal versuchen in Kontakt zu treten, vll. fällt ja noch wem was zum Topic ein, dann gerne hier posten.

Viele Grüße
Frederic
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