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Beitragvon markfromc » 18 Apr 2017 11:46
Hallo Leute,
hat das schon mal jemand versucht oder bin ich der einzige, dem sowas eingefallen ist?

Mein im Zimmer überwinternder Peperoni-Strauch ist permanent von grünen Läusen befallen. Vor ein paar Monaten hab ich die Pflanze kurzerhand über einem großen, weißen Karton ausgeschüttelt und dann den Karton draußen in den Wind gehalten, sodass die Pflanzenreste weg geflogen sind (die Läuse halten sich dabei unkluger Weise an der rauen Kartonoberfläche fest). Den Bogen hab ich dann schräg über das Aq. gehalten und mit einem weichen, großen Pinsel Richtung Wasseroberfläche gestrichen. Schön purzeln die Läuse dabei ins Wasser und werden gierig gefressen! Natürlich haben meine Vietnamesischen Kardinäle beim ersten Mal ziemlich verdutzt geguckt, sich dann aber schnell an diese einzigartige Nahrungsquelle gewöhnt. Sollte in der Natur ja auch nicht allzu selten vorkommen, dass ungeschickte Läuse ins Wasser fallen.

Die Fischchen erfreuen sich auch nach Monaten solcherart Futters bester Gesundheit. Natürlich bekommt die
Peperoni-Pflanze nur Wasser und etwas Flüssigdünger übers Gießwasser, so dass sich die Vietnamesen völlig giftfrei
ernähren können (sind wahrscheinlich die Einzigen... :stumm: )

Meinungen/Erfahrungen dazu?

LG, Detlef
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Beitragvon Plantamaniac » 18 Apr 2017 14:37
Hallo, nicht alle Fische mögen Blattläuse und im offenen 240er hab ich immer mal welche.
Deswegen hab ich Ringelhechtlinge angeschafft. Ich brause die pflanzen ab und dann ist Party bei den Ringlern. Zur Zeit hab ich keine blattläuse in dem Becken und ich werd ganz bestimmt keine reintun.
Die kommen von alleine, da reicht ein verlauster Kopfsalat und schon gehts wieder los.
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Beitragvon markfromc » 18 Apr 2017 14:54
Läuse sind wie Cyanos --> einfach überall... :D

Dann habe ich Glück mit den Vietnamesen gehabt, fressen einfach alles :hechel:

Danke für die Rückmeldung,
Detlef
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Beitragvon Plantamaniac » 18 Apr 2017 15:03
Hei, vietnamesen hab ich auch, aber zur zeit auch dort keine Blattläuse.
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Beitragvon Zeltinger70 » 18 Apr 2017 20:38
Moin,

im Sommer "ernte" ich regelmäßig Brennnesseln die mit schwarzen oder grünen Blattläusen besetzt sind.

Die Stängel fixiere ich mit einer Wäscheklammer am AQ-Rand sodaß die blattlausbesetzen Pflanzenteile unter Wasser bleiben, ein Fest für die Salmler und Bärblinge.
Für die Labyrinther streute ich früher (als ich noch welche pflegte) häufig einige auf die WOF.
Ein Fest für alle Fische. :thumbs:

Mache ich eigentlich schon seit Jahrezehnten. :wink:

Gruß Wolfgang

Edit: bei Schwimmpflanzen im AQ ist etwas vorsicht geboten, sie werden gerne besiedelt von den Läusen,
Aber auch hier hilft untertauchen. :wink:
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Beitragvon markfromc » 19 Apr 2017 22:34
Hallo Wolfgang,

danke für den Tipp mit den Brennnesseln. Ich muss aber vermutlich gar nicht so lange nach den Tierchen suchen, falls meine bevorzugte Peperoni Quelle mal versiegen sollte. Im Sommer regelmäßig befallenes Efeu direkt vor meiner Haustüre sorgt nämlich für reichlich Nachschub. Dann auch in leckerer dunkler Farbe, schmeckt wahrscheinlich noch besser :D

Also, es scheinen doch manche Leute hier diese so ergiebige und dazu noch völlig kostenlose Bio-Nahrungsquelle für die Fischchen zu nutzen. Wundere mich warum man darüber so wenig bis gar nichts liest. Ich vermute mal es ist wie so oft in solchen Fällen, weil niemand damit Geld machen kann...schließlich will ja auch niemand auf die chemiegefärbten, mit Konservierungsstoffen getränkten Knoblauch-Hefeflocken von Sera, Tetra, Dennerle und Co. verzichten. Sind ja auch so natürlich und so gesund!

LG, Detlef
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Beitragvon Öhrchen » 20 Apr 2017 08:22
Hallo Detlef,

den Efeu würde ich dann aber nicht mit ins Aquarium geben, nur die Läuse. Efeu ist zumindest für Säugetiere giftig.

Ansonsten ist die Idee nicht schlecht, Brennessel+Läuse als Fischfutter. Aber ich fürchte um meine Schwimmpflanzen :roll: Meinen Froschbiss-Bestand hat es mal fast ausgerottet, weil Läuse dran waren. Den Froschbiss kann man nicht so lange untertauchen, daß die Biester ertrinken (die leben bis zu einer woche submers...), mit Muschelblume geht das eher.
Viele Grüße
Stefanie

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Beitragvon markfromc » 20 Apr 2017 11:28
Hi Stefanie,

ja klar, die Läuse würde ich vorher vom Efeu abschütteln, dabei auffangen und dann direkt ins Aq. geben.

Und nochmal ja, Brennnesseln scheinen ebenfalls ein tolles Fischfutter zu sein, allerdings nur klein zerstückelt und dann überbrüht (wie Tee) den Tieren geben (auch den Garnelen). Oder klein zerschnitten/zerrieben als Trockenfutter.

Schwimmpflanzen hab ich keine, es besteht daher keine Gefahr, dass ich dort Läuse züchte oder Pflanzen wg. den Krabblern leiden oder gar absterben. Offenbar muss man sich entscheiden zwischen Läuse verfüttern oder Schwimmpflanzen halten zu können.

Grüß mir alle Fuldaer, bin ja selber einer!
Detlef
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Beitragvon Zeltinger70 » 20 Apr 2017 19:44
Hi Detlef,

weiss nicht wie tief Du in der "Lebendfutter-Materie-Selbstfang" steckst.
Aber evtl. lohnt es sich für Dich nach "Wiesenplankton" zu googeln.

Gruß Wolfgang

EDIT: irgendwie kam mir das Thema bekannt vor,
zwecks Schwimmpflanzen und Blattläuse wieder losbekommen, lies doch mal meinen letzen Beitrag

alter Fred
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Beitragvon markfromc » 20 Apr 2017 20:19
Nett gemeint Wolfgang!

Aber:

Ich habe ohne Wiesengetier auch so in der Wohnung schon Kellerasseln, Spinnen, Tausenfüßler, besagte Läuse, Ameisen, Käfer, Silberfischchen, Florfliegen, Fruchtfliegen, Zecken, Mücken, Schnaken, Milben usw.

Reicht mit eigentlich schon, auch wenn die nicht alle gleichzeitig mit mir das Zimmer teilen wollen :keule:
Also ich stecke eigentlich eher in der "Lebendfutter-Materie-Plattmach".

Gruß, Detlef
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