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Beitragvon aetb » 24 Okt 2015 12:38
Hi Nik,
Den Akadama kann man auch gesiebt auf 1mm kaufen. Z.B. Hier https://www.yamadori-shop.com/erden--zuschlagstoffe/akadama/. Macht das Leben evtl etwas einfacher. Für meine Becken mit BoFi kaufe ich gesiebt auf 2mm (den gibts über ebay). Kleiner Aufpreis aber so viel einfacher und weniger Ausschuss.
Gruß A.


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Beitragvon bocap » 24 Okt 2015 22:29
Hi Nik,

nik hat geschrieben:Sascha, wie ist das mit deinem Akadama, wird das, wenn das eine Weile im Aquarium liegt, fester, hat das "Kleb" oder bleibt das rieselfähig?
Also ich hatte den längstens mal rund ein Jahr im Becken 1-5 mm Körnung. Da pappte nix zusammen und er war auch noch gut formtabil. So einfach wird da nix zerfallen oder zusammenpappen, da da ja nicht wirklich Druck drauf kommt unter Wasser.

Lieben Gruß
Sascha
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Beitragvon Plantamaniac » 25 Okt 2015 06:54
Hallo, also für feinen Akadama muß man echt nicht mehr Geld ausgeben oder 2 Säcke bestellen.
Ich hab einfach ein Plastikküchensieb mit etwa 2mm Löchern genommen und es durchgesiebt.
Geht recht flott und man hat etwa 20% feines Material.
Hab es für mein SCR Becken gemacht, damit das Futter nicht so durchrutscht.
Das ist das am schlechtesten laufende Akadamabecken das ich je hatte :irre:
Ob es daran liegt kann ich nicht sagen, aber es ist leider so :? ...
Wenn man keine Hochzuchtgarnelen drin halten will ist es aber wohl egal. Die Pflanzen sind genauso wie im gleichzeitig, genauso aufgesetzten Becken, nur den Garnelen geht es im gesiebten Becken nicht so gut. Weis der Geier warum :irre:
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Beitragvon nik » 25 Okt 2015 10:31
Hallo zusammen,

Danke für die Rückmeldungen. Moni, sind die mit Bodenfilter?
Warum mich das so mit der Steigungsfähigkeit interessiert, hat seinen Grund darin, weil ich mit Soil, ich denke es war eins von ADA, Steigungen gesehen habe, bei denen ich mir nicht mehr denken kann, dass man die mit einem nicht mehr irgendwie haftenden Soil hin bekommen kann.

Das von Sascha verlinkte Akadama scheint das nicht zu sein. Da Substrate mit weiterer Sieblinie über die Zeit zur Entmischung neigen, größere Körner sammeln sich oben, wird es wohl das 1-2mm Akadama werden.

Weiß jemand etwas zu den Eigenschaften frischen Akadamas auf Wasser? Enthärtung? Anderes?

Gruß, Nik
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Beitragvon Neuling » 25 Okt 2015 11:02
Morgen zusammen,

nik hat geschrieben:Warum mich das so mit der Steigungsfähigkeit interessiert, hat seinen Grund darin, weil ich mit Soil, ich denke es war eins von ADA, Steigungen gesehen habe, bei denen ich mir nicht mehr denken kann, dass man die mit einem nicht mehr irgendwie haftenden Soil hin bekommen kann.


Hallo Nik,

ich habe jetzt schon bei einigen Scapern und in Videos gesehen, das sie Hohlkammerplatten nutzen.
Um ein abrutschen zu verhindern. Wie in diesem Video ab Minute 20.
Gruß Daniel
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Beitragvon Plantamaniac » 25 Okt 2015 12:47
Hallo Nik, meine 2 Säcke sehen genauso aus wie der von Sascha. Das ist wohl das gleiche.
Auf Bodenfilter wie bei mir, sieht man gewöhnlich zu, das es überall gleich dick liegt. Wasser sucht sich ja immer den Weg des geringsten wiederstandes und bei anstiegen geht man das Risiko ein, das Stellen schlecht durchflutet werden und faulen. Was an dem Becken noch anders ist, ist das TDS dabei waren. Vielleicht verhindern die auch die Schichtung, die wichtig für Filterung über Bodenfilter ist :? Auf jedenfall wird das jetzt eingestampft, sobald das neue läuft und dann bin ich gespannt, wie es untendrin aussieht.

Akadama zieht den Ph-wert runter, in Bereiche wo jeder Fischaquarianer mit den Augen rollt. Das muß so sein.
Außerdem ist er ein Tonmineral und damit Ionenaustauscher. Er schluckt alles was er erwischen kann, auch Spurenelemente und bildet ein Depot. Pflanzen wachsen zuerst sehr schlecht, wenn der Focus auf Garnele und nicht auf Pflanze steht. Es ist ja gerade diese Eigenschaft, die gewollt ist und dann macht man sich das nicht mit Dünger kaputt. Akadama kann sofort nach aufklaren besetzt werden und taugt zur Rettung von Bee´s, Taiwandern und Pintos, die vom Aussterben bedroht sind, sowie zur Dauerhaften Haltung, mind. 1 Jahr. Dann muß man sehen wie es läuft. Wenn kaum noch Vermehrung stattfindet oder mittelalte und junge Tiere sterben, setzt man sofort neu auf. Weil der Akadama dann verbraucht ist.
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Beitragvon Arami Gurami » 25 Okt 2015 14:45
Hallo zusammen,
@ Sabri:
was bringen die Nährstoffe im Boden, wenn der diese "ein Aquarium lebenlang" behält ? Also wenn niemand ran kommt dann bringt's ja nix und wenn jemand ran kommt, dann kanns ja nicht für immer zur Verfügung stehen. Oder verstehe ich das grade falsch ?

Dann verstehst du was falsch. Natürlich können sich die Pflanzen Nährstoffe aktiv über die Wurzeln abholen. Die Nährstoffe reichen halt für den angesprochenen Zeitraum.
@ Nik:
der Reihe nach:
Dein Schindler-Gestein klingt ja interessant! Sind denn da auch Markos drin wie Kalium, Magnesium und auch Eisen?

Thema Fähigkeit zum Substratanstieg:
Grundsätzlich ist das mit jedem Substrat hinzukriegen. Wichtig sind hier Barrieren durch Deko und Pflanzenwurzeln aufzubauen. Natürlich tut sich da Sand schwerer als größere Körnungen (Flourite black gibt es ja auch als Kiesvariante). Aber einen Vorteil durch Soil, der angeblich "pappt", sehe ich nicht. Beim Einrichten werden Bodengründe vor allem durch den Feuchtigkeitsgehalt (einsprühen) pappig gemacht, dann halten Anstiege besser als in trockenem Zustand. Aber Soil klebt nicht, vor allem nicht bei längerer Standzeit unter Wasser. Jedes Soil wird mit der Zeit eingeebnet, bleibt locker an der Oberfläche und verdichtet mit der Zeit und je nach Setup (Gewicht) in den untersten Schichten. Deswegen sollte man unten besser mit Bims/Lavabruch arbeiten (siehe auch in den entsprechenden Soil Systemen von Elos, Ada, JBL, etc.).
Noch was anderes: Wenn Du Einpflanzen in Sand gewöhnt bist, dann wirst Du bei Soil bzw. Ton-Böden fluchen. Die Kugeln sind einfach deutlich leichter und man muss beim Einpflanzen vorsichtiger sein. Am schlimmsten fande ich in der Hinsicht den JBL Manado.
Liebe Grüße,
Aram
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Beitragvon nik » 25 Okt 2015 15:42
Hallo zusammen,

Danke Moni, Daniel.

Arami Gurami hat geschrieben:Dein Schindler-Gestein klingt ja interessant! Sind denn da auch Markos drin wie Kalium, Magnesium und auch Eisen?

Hi Aram, ja, auch P. Es sind aquaristisch unübliche Angaben und ich habe keine Lust umzurechnen. Mit dem Stichwort Schindele's Mineralien sollte sich die HP finden lassen, da steht auch die Zusammensetzung.

Thema Fähigkeit zum Substratanstieg: ...

Die Vermutung, dass das pappen könnte, resultiert nur daraus, weil ich einen Anstieg gesehen hatte, den ich mir nicht mehr anders zu erklären wusste. -Ohne Barrieren. Okay, deine Ausführung war insgesamt klar und deutlich. Danke.

Noch was anderes: Wenn Du Einpflanzen in Sand gewöhnt bist, dann wirst Du bei Soil bzw. Ton-Böden fluchen. Die Kugeln sind einfach deutlich leichter und man muss beim Einpflanzen vorsichtiger sein. Am schlimmsten fande ich in der Hinsicht den JBL Manado.

Da bin ich hart gegen mich selbst ^^ , aber wenn das Akadama locker bleibt, dann ist das schon in Ordnung.

Gruß, Nik
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Beitragvon Plantamaniac » 25 Okt 2015 15:59
Hallo, auf Bodenfilter bleibt der Akadama nicht locker.
Er backt leicht zusammen, die Körnung und die Lücken zwischen den Körnern bleiben bestehen und wenn man mit einem Stäbchen drin rumrührt, wird er auch wieder locker. Dabei "staubt" es kräftig und am besten hält man gleich einen Schlauch daneben. Mit dem Finger kommt man nach einiger Zeit nichtmehr rein in den Boden, ohne die Körner zu zerdrücken. Also immer erst mit Stäbchen lockern, dann mit dem Finger rein. Wühlende Fische sind Tabu, aber das ist ja auch bei Soil so. Ich möchte behaupten wenn keine TDS drin sind oder Tiere die da "arbeiten" liegen die Körner nach einem Jahr noch genauso wie Du sie hingelegt hast. Egal ob mit oder ohne Anstieg.
Zum Pflanzen einsetzen am besten mit dem Schlauch eine Kuhle saugen, Pflanze rein und das Zeug wieder draufschippen. Oder ein Steinchen drauflegen bis es gewurzelt hat und dann wieder wegnehmen.

Mit der Konsistenz der Krümel könnte man sie mit Tafelkreide vergleichen...Fest aber nicht unkaputtbar.
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Beitragvon Edda13 » 21 Okt 2016 19:21
Hallo zusammen,

vorab erst einmal ein riesiges Dankeschön an Nik, dass er seine Erfahrungen und Gedanken so umfassend dokumentiert hat. Auch ein Dankeschön an Moni, Frank, Chrisu und viele andere, die den Ansatz der Geringfilterung und die Wichtigkeit und Komplexität des Biofilms so bereichert haben. Ich habe jetzt viele Namen vergessen, aber es war in den letzten Wochen viel neuer und nicht immer leicht verständlicher Input für mich. :smile:
Ich habe jetzt hoffentlich alle Seiten gelesen, manche Dinge, die mich in Grübelei versetzten ( warum liefen meine alten Aquarien, wo ich kaum etwas gemacht habe so algenfrei? bzw. warum gab es in meinen Aquarien, wo viele Huminsäuren drin waren zwar Pflanzenwuchs, aber keine Algen? Warum konnte ich nie Algen im Malawiebecken züchten?) Diese Fragen kann ich mir jetzt selbst beantworten. Richtig genial finde ich auch den Versuch deines pflanzenleeren, gedüngtem Aquarium - obwohl ich seit langer Zeit das Hobby betreibe, habe ich die Theorie der Algenvermeidung durch schnellwüchsige Pflanzen nie in Frage gestellt. Aber ich denke, du liegst ganz richtig. Habe teilweise Beobachtungen in meinen Aquarien gemacht, die sich erst mit deiner Theorie schlüssig erklären lassen.
Aber ich habe eine ganz große Bitte: Da ich sehr neugierig bin, möchte ich auch nur allzu gerne mal ein Aquarium mit Akadama einrichten. Bisher hatte ich immer nur Sand- und Kiesbecken, aber die Neugierde treibt mich.
In einem Extra-Thread werde ich demnächst mal aufschreiben, wie ich das Aquarium mit dem Akadama aufsetzen möchte, richtig schlüssig über die Zusätze bin ich mir noch nicht.
Meine große Bitte: Ich habe diesbezüglich noch keine Erfahrungen von dir - Nik- gelesen, auch nicht mit Zuhilfenahme der Suchfunktion. Hast du ein Aquarium mit Akadama gestartet?

Liebe Grüße

Sarah
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Beitragvon nik » 22 Okt 2016 10:58
Hallo Sarah,

das hast du aber schön geschrieben. Danke. Mit Pflanzen und Wasser habe ich einfach einen an der Klatsche und in der Folge hat mich eben ein sinnvoller Betrieb eines Pflanzenaquariums interessiert. Das heißt nicht, das es nicht auch anders geht. Das Einfahren eines fast pflanzenlosen Beckens habe ich noch ein weiteres Mal gemacht. Hat sich einfach ergeben , weil ein Becken stehen geblieben ist. Wenn die nicht stabil sind, dann habe ich öfters mit "grünem Wasser" zu tun. Es ist nicht zwangsläufig, aber normal und auf dem Weg zum stabilen Becken definitiv hilfreich. Und wenn die dann stabil sind, ich rühre die Becken ja nur, bin ich immer wieder fasziniert wie glasklar die werden. Wasser, Sand, keine Angst vor Düngung, die dafür wichtige Geringfilterung, derzeit habe ich nicht an einem Becken irgendwelches Filtersubstrat, viel Licht funktionieren dann geradezu problemlos, wenn man die Mikrobiologie an's Laufen bekommt. Das ist sicher ein komplexes Thema, aber wenn man sich mal von der Werbung und den Multiplikatoren, die darauf herein gefallen sind, frei macht, dann sind sind nicht wenige aquaristische "Weisheiten" als Kindermärchen zu erkennen. Die immer wieder propagierte "Algenkonkurrenz der Pflanzen" ist solch ein unausrottbarer Unsinn. Pflanzen haben wohl indirekte Wirkung als mögliche Träger von Biofilm, ob der taugt ist eine weitere Frage, aber den Nährstoffverbrauch der Pflanzen als Argument anzuführen ist offensichtlicher Blödsinn. Das sollte man vergessen und sich darauf konzentrieren was Algen wirklich beeinflusst, nämlich den Biofilm als maßgebliche Algenkonkurrenz und desweiteren die algensuppresive Wirkung einer vollständigen Nährstoffversorgung.

Natürlich interessieren mich auch Bodensubstrate. Von Kiesen bin ich weg, die sind zu grob und ich will den Mulm, dann Schlamm, den meine ich als Endstufe der Mineralisation, nicht im Boden, nicht mal im Aquarium haben. Schlamm und dessen Eigenschaften habe ich mir lange im Hamburger Mattenfilter ansehen können. Der Pufferfunktion für Nährstoffe, niemand weiß genau was da vorgeht, konnte ich praktisch nichts abgewinnen. Und gegenüber hatte ich mein gering gefiltertes, sonst vergleichbares Aquarium stehen Das war unproblematischer in der Düngung und es wird ja oft von Depotwirkung, positiv und negativ, gesprochen, aber mein Fazit ist, langfristig ist die Pufferwirkung ohne jeden Benefit. Selbst die Nährstofffreisetzung bei Nichtdüngung(Vernachlässigung) taugt nicht, denn z.B. Stickstoff, als Ammonium fällt es nicht ausreichend an um gespeichert werden zu können und Nitrat speichert es nicht. Ein solcherart gepuffertes Becken läuft mind. in Stickstoff und unbekannt weiteren Nährstoffen sofort in den Mangel. Das gilt genauso für Akadama und länger verwendete vorgedüngte Soils. Deren Beladung - so sie denn für jeden Nährstoff statt fände, tut es aber nicht - ist mit der Zeit bezüglich der gespeicherten Nährstoffe nur noch ein Abbild, eine Entsprechung der Wasserdüngung. Bleibt dann nur übrig, dass ich mit der Wasserdüngung auch noch die zeitverzögerte Sättigung/Rücklösung der Puffer beachten muss. Das kann ich drehen und wenden wie ich will, das ist nur ein Nachteil und kostet mich die direkte Wirkung meiner Düngung. Und erst über die unbeeinflusste Düngung, da spielt die Filterung eine maßgebliche Rolle, habe ich Düngung erkennen, verstehen können.

Langer Text, aber jetzt ist klar warum Akadama für mich völlig uninteressant ist. Ein gutes vorgedüngtes Soil kann wegen seiner Beladung sinnvoll sein, irgendwann ist das von den Eigenschaften aber weitgehend mit Akadama gleichzusetzen. Ich gehe einen anderen Weg. Ein erhöhtes Nährstoffangebot im Bodensubstrat hat definitiv Vorteile, wenn eine Pflanze runter geschnitten wird und aufgrund geringer bis fehlender Blattmasse vor allem über die Wurzel ernährt werden kann. Da hat Sand, Akadama auch, eine Schwäche. Ich mache das jetzt in einem ersten Becken über eine Bodenkammer unter dem Sand, in die nur über Diffusion, nicht Strömung, beliebige Nährstofflösungen zugegeben werden. Das diffundiert langsam durch den Sand ins freie Wasser. Das Wasser ist dann immer noch gedüngt, aber im Sand habe ich eine erhöhte Nährstoffkonzentration, in der Zusammensetzung wie ich will und - dauerhaft! Bei einem größeren Becken ist mir das sogar eine sinnvolle Anwendung für eine automatisierte Düngung. Das kleine Becken hat insofern noch Versuchsstatus, aber die nächste Anwendung werden zwei größere Pflanzenhälterungsbecken sein, die zusammen eine Grundfläche von immerhin 0,5 m² haben. Ich habe ja derzeit nur 5 Nanos von 4 bis 30L mit insgesamt schlappen 80l Wasser. Es ist ein weiteres Märchen, dass kleine Becken nicht so stabil sind. Bei meiner Betriebsweise macht es keinen Unterschied.

Gruß, Nik
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Beitragvon Plantamaniac » 22 Okt 2016 11:58
Hallo, frischer akadama ist ein desaster für wasserpflanzen.
Wenn er mal ein jahr läuft, wird er zunehmend besser, für hochzuchtgarnelen aber zunehmend wieder schlechter.
Man kann ihn auch laden. Ich glaub sascha hat das gemacht. Und von ganz früher gibt es auch threads darüber. Einfach mal die suche nehmen.
Akadama hat aber auch nachteile. Er verbackt zu einem klumpen und wenn du pflanzen setzen willst gibt es den nebel des grauens. Bodenfische sorgen dafür das es immer trüb bleibt.
Für hochzuchtgarnelen mit bodenfilter perfekt, ansonsten für meinen geschmack zu störrisch in jeder beziehung. Dann lieber deponit oder den von jbl, wenn es denn lehmbsein soll.
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Beitragvon Edda13 » 22 Okt 2016 14:38
Hallo,
vielen lieben Dank für eure schnelle Rückmeldung. :smile: @ Moni: Genau das, was du schreibst, hatte ich auch befürchtet - gesättigt hätte ich das Akadama, aber das Zusammenpappen ist ein Nachteil. Und jedes Mal den starken Nebel beim Umpflanzen zu haben, ist übel, wahrscheinlich setzt sich dann ja auch alles auf die Pflanzen.
@ Nik: Eine Bodenkammer klingt interessant - aber wie muss man sich es vorstellen, dass die Nährstoffe hindurch diffundieren? Trennst du Sand und Wasserkammer dann mit einer bestimmten Membran oder einem stabilen feinmaschigem Sieb? Wie funktioniert es, dass ein osmotischen Austausch in eine Sandschicht bewerkstelligt werden kann? Uff, ich muss das mal nachlesen und die Biologen im Freundeskreis nerven. :D
Der Wechsel zu Akadama hätte mich insofern gereizt, als dass ich in meinem neuen Aquarium primär wurzelzehrende Echinodoren gepflanzt werden. Ich versuche mich gerade an einem biotopnahen Aquarium mit Pflanzen aus dem subtropischen Südamerika aus stehenden Gewässern. Insofern tat sich recht schnell die Idee mit Lehm auf, da ich den aber aus früherer Zeit noch als sehr nervig in Erinnerung habe, kam mir Akadama in den Sinn. Die Auswahl an Pflanzen ist auch schwieriger als ich anfänglich dachte, aber dazu werde ich noch an anderer Stelle schreiben, hier werde ich Kompromisse eingehen.

Weiterhin habe ich in Sandbecken häufiger das Problem mit Cyanos im Bodengrund gehabt, ich hoffe, dass Niks Ansatz hier jedoch gute Abhilfe dagegen schaffen sollte.
Ansonsten habe ich ebenso die Erfahrung gemacht, dass Aquarien mit Sand (0,4-0,8) eine lange Standzeit haben, mein längstes stand 12 Jahre.
Interessanterweise habe ich aktuell ein Aquarium mit Sand bzw. Kies in der Körnung 1-2 mm, wo keine Cyanos wachsen, sondern an kleinen Stellen unter der Eleocharis Minima saftig hellgrüne Algen, die ich laienhaft als Grünalgen bezeichnen würde. Sorgen bereiten sie mir nicht, ich sehe mittlerweile auch, wenn ich mal wieder zu wenig Nitrat oder Phosphat im Aquarium habe, also ich mal wieder das Nachdüngen vergessen habe. Aber ich werde die Algen natürlich weiter beobachten, vielleicht sind sie ja schon Anlass zur Sorge.
Von der Beleuchtung her wird das neue Aquarium ca. 37-40 Lumen pro Liter haben (realistische Lumen, theoretische wären es über 50) die Beleuchtung bastle ich gerade. Somit wäre wohl für mein geplantes neues Aquarium Sand von Vorteil und die Wurzelzehrer partiell mit Düngetabletten zu versorgen der bessere Weg. Als Filter habe ich hier ein Filterbecken, welches ich dann möglichst sparsam mit Matten bestücken werde, Sand als Filtermedium könnte vielleicht auch eine Möglichkeit sein. Falls die Durchströmung zu ungleichmäßig sein sollte, werde ich noch eine Strömungspumpe installieren. Ganz ohne Filtermaterial traue ich mich noch nicht - auch wenn mein Besatz überschaubar sein wird : Eine Gruppe Borelli Opal aus Paraguay, 10-20 Otocinclus piribebuy und eine Gruppe A. Nigripinnis auf 450l. Ansonsten werde ich mit Mulm aus dem Teich animpfen, bewusst einmal auf Schnellwüchsiges verzichten und mit 6 Stunden Licht einfahren. ML SB und NO II werde ich auch verwenden, zumindest in einem anderen Aquarium ohne CO2-Zugabe habe ich schnellere Assimilation nach der Zugabe beobachten können. Und zögerlich mit der Düngung werde ich auch nicht sein - wahrscheinlich wird es mich Überwindung kosten, voll aufzudüngen, aber da muss ich jetzt durch.
Vielen lieben Dank für eure guten Tipps, ich hoffe, dass ich alles einigermaßen richtig verstanden habe.

Liebe Grüße

Sarah
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Beitragvon Frank2 » 22 Okt 2016 16:00
Hallo Sarah

Kies in der Körnung 1-2 mm


das ist meine favorisierte Körnung. Unenendliche Standzeiten möglich. Schütthöhe 5-8 cm. Da muss niemals was ausgetauscht werden, zumindest bei mir nicht. Übrigens auch mit viel Fisch nicht. :thumbs:
Wobei ich auch wieder mal eins mit feinem Sand machen werde unter 1 mm, aber das wird dann mit weniger Fisch sein als bei mir sonst üblich.

Grüße
Frank
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Beitragvon nik » 22 Okt 2016 16:14
Haallo Sarah,

Edda13 hat geschrieben:@ Nik: Eine Bodenkammer klingt interessant - aber wie muss man sich es vorstellen, dass die Nährstoffe hindurch diffundieren? Trennst du Sand und Wasserkammer dann mit einer bestimmten Membran oder einem stabilen feinmaschigem Sieb?

Ja, das ist eine Lochplatte auf die ich feines Unkrautvlies gespannt habe. In die Bodenkammer führt ein transparentes Rohr in das ich oben den Dünger reintropfe. Bei frischem Sand diffundiert das erstaunlich schnell durch den Bodengrund. Mal sehen wie das auf Dauer aussieht.
Für das "Making of ..." der Hardware des "Remain a Mo!", so heißt das Becken, will ich noch einen eigenen Thread erstellen. Da wird es genau beschrieben, nur, ich habe keine rechte Lust ... :D

Der Wechsel zu Akadama hätte mich insofern gereizt, als dass ich in meinem neuen Aquarium primär wurzelzehrende Echinodoren gepflanzt werden. Ich versuche mich gerade an einem biotopnahen Aquarium mit Pflanzen aus dem subtropischen Südamerika aus stehenden Gewässern. Insofern tat sich recht schnell die Idee mit Lehm auf, da ich den aber aus früherer Zeit noch als sehr nervig in Erinnerung habe, kam mir Akadama in den Sinn.

Mir sind selbst in größeren Becken die E. im ungedüngten Sand viel zu groß geworden. Die lassen sich bestens nur über das Wasser versorgen.

Weiterhin habe ich in Sandbecken häufiger das Problem mit Cyanos im Bodengrund gehabt, ich hoffe, dass Niks Ansatz hier jedoch gute Abhilfe dagegen schaffen sollte.

Das ist kein spezielles Problem vom Sand oder eines anderen Substrates, das kann immer passieren. Die kombinierte Kur ML SB & NO II hilft. Wenn die dann mal weg sind, dann sind sie weg. Dunkelkur plus NO II wäre auch eine Möglichkeit. Darum kümmere ich mich am Anfang und habe dann Ruhe.

Als Filter habe ich hier ein Filterbecken, welches ich dann möglichst sparsam mit Matten bestücken werde, Sand als Filtermedium könnte vielleicht auch eine Möglichkeit sein. Falls die Durchströmung zu ungleichmäßig sein sollte, werde ich noch eine Strömungspumpe installieren. Ganz ohne Filtermaterial traue ich mich noch nicht - auch wenn mein Besatz überschaubar sein wird : Eine Gruppe Borelli Opal aus Paraguay, 10-20 Otocinclus piribebuy und eine Gruppe A. Nigripinnis auf 450l. Ansonsten werde ich mit Mulm aus dem Teich animpfen, bewusst einmal auf Schnellwüchsiges verzichten und mit 6 Stunden Licht einfahren. ML SB und NO II werde ich auch verwenden, zumindest in einem anderen Aquarium ohne CO2-Zugabe habe ich schnellere Assimilation nach der Zugabe beobachten können. Und zögerlich mit der Düngung werde ich auch nicht sein - wahrscheinlich wird es mich Überwindung kosten, voll aufzudüngen, aber da muss ich jetzt durch.

Im Pflanzenbecken wäre das ein zu vernachlässigender Besatz. Die Killis sind ja auch Zwerge. No need for filtering. Sonst liest es sich gut. ^^

Gruß, Nik
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