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Postby Thilo » 23 Feb 2012 09:48
Hallo,

entschuldige Robert, aber ich empfinde das von Dir einfach nur als ein DAGEGEN. Wenn Du Dir die Informationen von Frank (vielen Dank dafür an Frank) durchgelesen hättest bräuchtest Du diese Frage nicht stellen. :nosmile:

Aber für Dich eine Zusammenfassung wieder wertungsfrei von mir.
Es gibt Menschen die wünschen sich eine Überarbeitung des Tierschutzgesetzes und sie schreiben auch auf welche Punkte ihrer Meinung nach angepasst werden sollten. Sie fordern den Gesetzgeber auf das Tierschutzgesetz zu ändern.
Es gibt weiterhin Menschen denen diese Überarbeitungswünsche zu weit gehen und sie fordern den Gesetzgeber auf bestimmte Punkte nicht in ein überarbeitetes Tierschutzgesetz zu übernehmen (Das ist die hier zuerst verlinkte Petition).
Es gibt daher noch kein wirkliches Gesetz.

Man möge mich korrigieren...

Ich persöhnlich halte es immer für sinnvoll sich mit den Dingen zu beschäftigen bevor sie Gesetz sind.

Gruß
Thilo
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Postby Thilo » 23 Feb 2012 10:00
Hallo,

nik wrote:Interessanterweise funktioniert die private Erhaltung gerade bei exotischen, aber nicht massenkompatiblen Spezies heute schon. Das hat heute schon soviel wert, dass das nur schwer in Frage zu stellen ist. Dann aber regulierend in die Naturentnahme eingreifen zu wollen ist angesichts üblicher nichtnachhaltiger Praxis einfach nur notwendig. Das zu erreichen, zu gestalten, natürlich auch zu diskutieren ist sinnvoll.


hier stimme ich Dir voll zu und in diesem Sinne geht die Forderung der Tierschützer für mich hier auch zu weit. Schöner wär ein erweitertes System zur Registrierung der Tiere. Tierpark und Zoo können sich nicht um alle Tierarten kümmer und dafür auch Zuchtprogramme erstellen. Die Artenvielfalt nimmt jedoch immr mehr ab, auch weil der Mensch seine Umwelt zu sehr verändert. Ich sehe die private Haltung und Vermehrung auch als Chance.

Gruß
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Postby Wuestenrose » 23 Feb 2012 10:09
Hallo,

Thilo wrote:entschuldige Robert, aber ich empfinde das von Dir einfach nur als ein DAGEGEN.
So wie diese merkwürdige Petition: Es gibt noch nichtmal einen Gesetzesentwurf, geschweige denn ein Gesetz, aber wir sind schon mal dagegen. Und damit möglichst viele dagegen sind, gehen wir mit plumper Demagogie (Tiere und Kinder) auf Leutefang, damit auch jeder mit einem IQ auf Höhe der Raumtemperatur mitmacht.

Das ist auch der Hauptgrund, warum ich da nicht mitmache: Ich hab was gegen die Art Leutefang, wie sie hier betrieben wird.

Viele Grüße
Robert
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Postby Thilo » 23 Feb 2012 10:18
Hallo,

kein weiterer Kommentar zu diesem Thema zu Dir von mir.

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Postby Silvio » 23 Feb 2012 10:28
HaManFu wrote:"...ein paar Pitbulls haben wir noch. Aber wenn die weg sind, ist erst mal Schluß damit".

Auf Nachfrage bekam ich zu hören, dass dem Importeur in DEU von den ausführenden Ländern den Hahn zugedreht bekommt.
Den Anfang gibts es jetzt wohl bei den Pitbulls-Welsen, da Brasilien ein Ausfuhrverbot für die (wie auch wohl schon für andere Welsarten in der Vergangenheit) verhängt haben soll.
Und weitere Fische und Länder sollen angeblich dem Beispiel demnächst folgen. Dann gäbe es folglich eh nix mehr zum verbieten käuflich zu erwerben!



das war doch schon vor Jahren klar, dass das über kurz oder lang passieren würde.
Wer züchtet denn noch gezielt Fische um Arten im Hobby zu erhalten? Eine Handvoll Spezialisten in den diversen IG's. Ansonsten sind Zierfische doch zur reinen Verbrauchsware verkommen. Dazu dann noch die schwindenden Biotope in den Herkunftsländern und der massive Export von Wildfängen (sollen ja auch nichts kosten, die Viecher). Da habe ich vollstes Verständnis wenn die nun sagen: Feierabend - wir schützen ab jetzt erstmal unsere Restbestände
Gruß, Silvio
Last edited by Silvio on 23 Feb 2012 10:36, edited 1 time in total.
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Postby Silvio » 23 Feb 2012 10:35
nik wrote:die uneingeschränkte Verfügbarkeit von auf besonders gut beißen könnend gezüchteter Hunde schwinden zu sehen, fällt mir, als mit zwei Deutschen Doggen (nacheinander ;) ) aufgewachsener sehr leicht.


Ich glaube da waren eher diese Pitbulls gemeint :wink:
Gruß, Silvio
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Postby nik » 23 Feb 2012 10:45
Ups, wervechselt. :bonk:
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Postby jgottwald » 23 Feb 2012 10:50
Hallo Silvio
klar das heute keiner mehr Tiere züchtet um die Arten zu erhalten, das ist ja auch viel zu teuer. Viel günstiger ist es doch Tiere zu importieren . Ich weise hier mal auf den Diskus hin und WF , wieviel WF NZ gibt es noch in Deutschland? Früher war das etwas anders, da züchtet fast jeder mit WF NZ und das ging. Wenn es aber keinen billigen Nachschub gibt, dann müssen sich die Importeure etc. was anderes überlegen.
mfg
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Postby Bataleon » 23 Feb 2012 11:49
Hallo Zusammen,

ich hab da ein Video wo das Thema angesprochen wird gefunden.

http://www.youtube.com/watch?v=Ma6x4Ws1 ... _embedded#!

Selber hab ich mich mit dem Thema aber noch nicht beschäftigt.

Meine Meinung ist nur: Lasst die Wildfänge und Farmzuchten (ist für mich dasselbe) dort wo sie sind und auch hingehören, in die Natur. Ihr tut Euch und den Tieren keinen Gefallen! Außerdem wird die Natur immer leerer und leerer..., und das sollte eigentlich nicht der Sinn unseres Hobbys sein.
Liebe Grüße

Ben Gerstlauer

Mein aktuelles Thema:
aquariengestaltung/72l-lang-versprochen-endlich-fertig-t27300.html
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Postby Silvio » 23 Feb 2012 17:51
Bataleon wrote:Außerdem wird die Natur immer leerer und leerer..., und das sollte eigentlich nicht der Sinn unseres Hobbys sein.


Ganz so simpel ist es leider auch nicht. Verschärfend kommt hinzu dass die Lebensräume der Tiere in immer rasanterem Tempo vernichtet werden. Unter anderem damit wir Europäer schön unser ökologisches Bewusstsein vor uns hertragen und Biosprit verbrennen können.
Es gibt jetzt schon Zierfische die es nur noch in Aquarien von Liebhabern gibt weil deren Biotope nicht mehr existieren - ist ein Fakt.
Einer der nächsten wird der allbekannte "Rote von Rio" sein. Da existiert nur noch ein Biotop in der Nähe von Rio de Janeiro und auch dieses ist akut bedroht.
Deshalb geht mir auch das meist substanzlose Gesülze von Pro- und Antitierschützern tierisch auf den Keks. In der Regel geht es denen nur um möglichst medienwirksames dreinschlagen auf's schwächste Glied der Kette. Echte Lösungen werden keine geboten und in der Regel auch gar nicht erst gesucht.
Wenn also jemand Angst hat dass er sein Lieblingsfischlein vielleicht demnächst nicht mehr zum Schleuderpreis nachgeworfen bekommt, sollte er sich vielleicht mal wirklich mit den Tieren befassen und sie nachzüchten - ist meist gar nicht mal all zu schwer.
Gruß, Silvio
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Postby scottish lion » 23 Feb 2012 20:28
Hallo allerseits, hallo Ben!

Natürlich geht die Diskussion jetzt in Richtungen, die mit der "Petition" nicht so wirklich was zu tun haben. Nun denn.

Ben, in welcher Natur sollen denn die Tiere wandeln, wenn da immense Veränderungen stattfinden. Holzeinschlag, Sojaanbau, Biosprit,... Dadurch schwinden Arten, nicht durch Hobby-Tierhalter.

Im Gegenteil: wenn durch Zierfische, Öko-Tourismus etc. Interesse an einer intakten Natur besteht, dann wird sie - hoffentlich - geschützt.

Liebe Grüße, Bernd
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Der einzig wesentliche Moment ist JETZT
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Postby HaManFu » 23 Feb 2012 21:06
Servusla nochmal,

ah, ok. Das war dann wohl der Spatenstich ins Wespennest. :pfeifen:

Ich seh die Exportstops prinzipiell auch positv zu werten, wenn denn dahinter auch eine nachhaltige Schützung stehen würde.
Silvio schrieb:Einer der nächsten wird der allbekannte "Rote von Rio" sein. Da existiert nur noch ein Biotop in der Nähe von Rio de Janeiro und auch dieses ist akut bedroht.

bedroht von der eigenen Regierung meines Wissens. Einerseits hauen die die Bremse voll rein um Jahre später das schnell geschaffene Naturschutzgebiet mit Staudämmen oder Rodungen dann doch wieder platt zu machen. Und "schwupps" ist wieder eine seltene Art vom Planeten verschwunden. Da regt sich keiner darüber auf... oder macht eine Petition :D

Nik hats da glaub ich auf den Nagel getroffen, auch wenn er als erstes die Hunde meinte. Nichts für ungut :bier: Das Problem ist aber auch inzwischen ein besonderes mit den vielen "Schwarzzüchtern".
In der Aquaristik muß das Thema "Nachhaltigkeit" noch stärker angepackt oder forciert werden.
Ein Exotenhaltungsverbot halt ich kategorisch für falsch (aus Chance zu Arterhaltung s. o.) - eine Überarbeitung des Tierschutzgesetzes ja.

Und als erstes laßt uns den verpflichtenden "Hundeführerschein" einführen :D Damit meine Nachbarn endlich mal wissen, was da noch alles dazugehört :keule:
LG aus Schwabach
Rich

Merke, man braucht für alles einen "guten Vorwand" im Leben. Nicht nur fürs Kinder-in-die-Welt-setzen.
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Postby nik » 23 Feb 2012 21:54
Hallo zusammen,

nur kurz:
Silvio wrote:Es gibt jetzt schon Zierfische die es nur noch in Aquarien von Liebhabern gibt weil deren Biotope nicht mehr existieren - ist ein Fakt.

das hatte ich auch schon auf der Pfanne und nicht abgeschickt. Aber was ist so ein Fisch ohne Biotop noch wert? Das kommt nicht wieder und zeigt überdeutlich, dass das Biotop das zu schützende ist. Die Fischentnahme ist noch eines der geringen Probleme. Es ist ein sich durch viele Bereiche ziehendes Problem mit "billig" und "billig" und nachhaltig geht einfach nicht zusammen. Nachhaltig und preiswert sehr wohl. Meine neue Zentralheizung war ein gedanklich aufwendiges Projekt, die daraus resultierende schlicht scheinende Pelletheizung ein ziemlicher Erfolg, denn für aktuell nur noch 40% der Brennstoffkosten kann die dann gerne etwas mehr kosten. Bei in den letzten 10 Jahren Ölpreisteigerungen von jährlich 13% gegenüber 3% bei Pellets rechnet sich das erheblich früher als ich annahm. In der nächsten Ausbaustufe bekomme ich das Heizsystem auf unter 30% Brennstoffkosten des entsprechenden Heizöläquivalents. Die zu erwartenden positiven Preisentwicklungen unberücksichtigt. Ohne Solarthermie, solch eine Anlage wäre sogar weit davon weg gewesen sich je amortisieren zu können. Unglaublich unwirtschaftlich!
Das ist nur erheblich besser als die alte Ölheizung, Ressourcenverbrauch, Umweltbelastung ist das immer noch.

Ein Tierschutzgesetz, eine gesetzliche Regelung zur Entnahme irgendwelcher Spezies ist zwar nett, aber mit Biotopschutz hat das nur am Rande, allermeist ungenügend zu tun. Biotopschutz zöge für jeden Einschnitte nach sich, aber solange fossile Energieträger als Motor der industriellen Entwicklung der letzten 100 Jahre, der Gegenwart und sicher auch der näheren Zukunft nicht vollständig verbrannt sind, solange ist eine grundsätzliche Lösung jenseits blumiger Fantasien nicht möglich. Und weil Öl nicht mehr ganz billig ist, fangen sie an direkt und indirekt billige Lebensmittel als Biosprit zu verbrennen. Nur zwei Facetten eines erschreckenden Selbstläufers.
Irgendwie kann mich so eine Petition oder ein Tierschutzgesetz nicht in Wallung bringen.

Gruß, Nik
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