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21 Beiträge • Seite 2 von 2
Beitragvon Tobias Coring » 26 Jan 2009 07:23
Hi,

also ich werde die Löffelchen wohl erstmal nicht ins Sortiment aufnehmen.... bei mir müsste man dann ja auch 5,95€ Versandkosten für die Dinger bezahlen und meine Löffelchen wären wohl auch teurer als 5,95$.

Ich habe die gezeigten Löffel von dem Ami Shop bereits seit 2 Jahren und bin sehr zufrieden damit. Damit kann ich ohne Wiegen meine Nährstoffe zudosieren bzw. muss ab und an für neue Nährstoffe einen Mittelwert erstellen und weiß dann in Zukunft, wie viel ich pro Löffelchen zugebe. (z.B. für Urea)

@André
Eine solche Löffelwaage finde ich sehr unpraktisch...würde mir da eher eine normale Waage mit 0,01 Grammschritten zulegen. Die Löffelchen sind ja aber so schön, da man nicht mehr wiegen muss :).

@Jürgen
Was für andere Nitratquellen streben dir denn vor? Falls du den Artikel sorgfältig gelesen hast, wäre es wahrscheinlich nur noch Calciumnitrat, dass in Frage kommen würde. Jegliche Stickstoffquellen mit Ammonium oder Urea fallen gemäß EI aus, da man ja Ammonium vermeiden möchte....
Eine Ammoniumdüngung mit so hohen Stickstoffwerten macht auch wenig Sinn, da das Ammonium nicht mehr bevorzugt aufgenommen wird.

@Nik
Die Notwendigkeit von hohen CO2-Gehalten stelle ich ja in Frage, sehe ich auch für den EI keine Notwendigkeit.


CO2 bleibt jedoch der einzige Nährstoff, der wohl nichtunlimitiert zur Verfügung steht. Aus diesem Grund ist die CO2 Zufuhr schon ein wichtiger Aspekt, bei der sonst unlimitierten Nährstoffversorgung.
Die Wasserströmung bzw. CO2 Verteilung im Becken ist aber wohl insgesamt wichtiger als ein hoher CO2 Wert an sich.... die Pflanzen müssen eben genug CO2 abbekommen.

Falls jedoch Probleme mit Krüppelwuchs usw. auftreten, dann sollte man zunächst den CO2 Wert bzw. die CO2 Einrbingung betrachten. Tom Barr weist immer wieder auf diesen Umstand hin... ich selber kann dies bis zu einem gewissen Punkt bestätigen, jedoch auch nicht als Allheilmittel darstellen ;).
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Beitragvon Boby » 26 Jan 2009 08:46
Hi!
Der artikel ist toll, ich habe aber ein problem mit den messeinheiten, vielleicht liegt es daran dass ich immer abwiege :-). Ich meine, auch wenn man genau definiert hat wieviel ml 3/16 (!!!) löffel sind macht es einen unterschied ob die substanz grob- oder feinkristallin ist. Ich habe z.b. KH2PO4 von Carl Roth (fein kristallin) und von "muss ich nachschauen" das sehr grobe kristalle hat. 3/16 löffel vom zweiten ist bzw. wiegt bestimmt mehr als vom ersten. Und eine feinwaage kostet 10-15 USD.. - ich würde evtl. neben den "3/16" usw volumenangaben auch die gewichtsangaben geben; v.a. wenn der artikel auch als düngeanleitung gedacht wurde.
Dies war auch der grund dass ich am anfang mit EI gar nichts anfangen konnte - die löffel-angaben.

p.s. Apropos, "geschätzter index" hört sich echt komisch an, aber witzigerweise wüsste ich auch nicht wie "EI" sinnvoller übersetzt werden kann, vlt. eher mit "geschätzter verbrauchsindex"? Die studenten hier benutzen oft das erfundene wort "schätzimativ" - das tät gut passen :D
LG
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Beitragvon Tobias Coring » 26 Jan 2009 08:51
Boby hat geschrieben:Hi!
Der artikel ist toll, ich habe aber ein problem mit den messeinheiten, vielleicht liegt es daran dass ich immer abwiege :-). Ich meine, auch wenn man genau definiert hat wieviel ml 3/16 (!!!) löffel sind macht es einen unterschied ob die substanz grob- oder feinkristallin ist. Ich habe z.b. KH2PO4 von Carl Roth (fein kristallin) und von "muss ich nachschauen" das sehr grobe kristalle hat. 3/16 löffel vom zweiten ist bzw. wiegt bestimmt mehr als vom ersten. Und eine feinwaage kostet 10-15 USD.. - ich würde evtl. neben den "3/16" usw volumenangaben auch die gewichtsangaben geben; v.a. wenn der artikel auch als düngeanleitung gedacht wurde.
Dies war auch der grund dass ich am anfang mit EI gar nichts anfangen konnte - die löffel-angaben.

p.s. Apropos, "geschätzter index" hört sich echt komisch an, aber witzigerweise wüsste ich auch nicht wie "EI" sinnvoller übersetzt werden kann, vlt. eher mit "geschätzter verbrauchsindex"? Die studenten hier benutzen oft das erfundene wort "schätzimativ" - das tät gut passen :D


Hi,

das mit dem Volumen usw. ist eben nicht ganz so wichtig. Auch wenn das eine feinkristallin ist und das andere recht grob.... alles in allem wird ja eh nur grob "überschlagen", was man reingibt.
So lange genug vorhanden ist, sollte es passen. Ich habe hier auch KH2PO4 in fein und grob kristalliner Form.... macht defintiv etwas bzgl. des Gewichts aus.
Wenn man sich etwas unsicher ist, muss man eben eine kleine Messreihe mit einem Löffelchen machen, so dass man die Werte bzgl. seines Löffelchens genauer weiß.


Geschätzter Index hört sich wirklich nicht so dolle an ;). Mir fiel da aber nichts besseres ein.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Beitragvon Boby » 26 Jan 2009 09:24
Ja, sicher macht es kaum was aus ob die 1 oder 1.2 gramm, war nur eine bemerkung bzw. ergänzungsvorschlag - keine kritik.
LG
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Beitragvon Tobias Coring » 26 Jan 2009 09:29
Boby hat geschrieben:Ja, sicher macht es kaum was aus ob die 1 oder 1.2 gramm, war nur eine bemerkung bzw. ergänzungsvorschlag - keine kritik.


Hi Boby,

nein als Kritik habe ich das auch bei weitem nicht aufgefasst :). Ich habe den Artikel ja eh nur übersetzt....

Aber gemäß Autor ist das wohl absolut kein Problem. Ich hab einen kleinen Absatz über die Messlöffel ausgelassen, in dem er nochmal ausführlich darstellt wie egal das mit der Genauigkeit wäre. Ich gehe primär aber davon aus, dass kaum wer diese Messlöffelchen hat. Mit einem normalen Teelöffel wäre mir das alles auch zu ungenau... der Autor benutzt aber wohl genau so einen normalen Teelöffel ;).

Ich habe aber sicherheitshalber überall die Grammzahlen eingefügt, so kann jeder schauen was er möchte.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Beitragvon nik » 26 Jan 2009 11:54
Hi,

sowohl für estimate als auch für Index gibt es eine Latte an Bedeutungen. Zugunsten des "schönen Klangs" trifft Estimative Index nicht so sehr genau den Kern der Bedeutung dieser Düngung. Der Bedeutung näher und aussagefähiger im Rahmen möglicher Übersetzung wäre "veranschlagter Richtwert". Gigantisch ist das nicht, aber mit Index kann man halt garnichts anfangen und auch wenn "veranschlagen" am Rande der Möglichkeiten von to estimate ist, trifft das auch besser als die Schätzung. Die Mengenbestimmung ist ja durchaus ein konkreter Bereich.

Zum CO2. Nur weil ich es nicht erlebt habe, will ich nicht ausschließen, dass höhere CO2-Gehalte irgendwie hilfreich sein können. Mein aquaristischer curriculum vitae führte zu meiner Sicht. Das ist schon lange her, dass ich interessehalber CO2 soweit wie möglich heruntergefahren habe. Es ist von Strömung abhängig, aber selbst gering gerührt kam ich in meinem stark bewachsenen Paludarium mit 6-10mg/l geregelt(! d.h. mit dieser Hysterese) aus. Das lief über 6 Jahre so! Anfänglich hatte ich die Untergrenze ausgetestet und bei diesem Setup, das nur durch seine extrem niedrige KH (<0,5°) auffiel, konnte ich reproduzierbar bei ca. 5mg/l CO2 ein deutliches Nachlassen der Sauerstoffproduktion der Pflanzen beobachten.
Als Pflanzenaquarianer neige ich zu einer "genügenden" Versorgung und ich neige da auch zum es-gut-meinen. Was mein Sohn mit seinem Becken in Sachen fehlender CO2-Versorgung anstellte, hätte ich vorher nicht angenommen, dass es das unbeschadet übersteht. Drei Wochen ohne CO2 im ordentlich bepflanzten und beleuchteten Aquarium zeigte sich in einem dunkelblauen CO2-Dauertest, geringer, aber immer noch vorhandener Sauerstoffproduktion, bei im Tagesverlauf immer noch erreichter, mich ziemlich erstaunender O2-Sättigung und langsamem Pflanzenwachstum. Ansonsten gab es nicht den Anflug eines Problems.

Beim AquaCube40 mit 2x18W Dulux wollte ich im besatzfreien Becken über eine vielfache Düngerdosierung die latente Bakterienblüte - für "Eumel6" zur Untersuchung - richtig zum Ergrünen bringen, das misslang aber. Nach 8 Wochen ohne Pflege, aber weiterer Düngung ließ das soweit nach, dass ich den Versuch dann aufgab, Mulm aus dem Becken meines Sohnes einbrachte - und fertig. Seit dem ist das Becken mit brilliant gut beschrieben! Wie endlich das mit der CO2-Versorgung über den Zeitraum von 10 Wochen mit einer 0,75L Bio-CO2-Flasche aussieht, kann man sich leicht denken. Auch da zog eine fehlende CO2-Versorgung, keinerlei Futter über einen etwa 8-wöchigen Zeitraum keine Probleme bezüglich des Pflanzenwuchses, geschweige denn Algen nach sich. Seitdem sehe ich das mit dem CO2 als Problemlöser/-verursacher recht gelassen.

Auch in Verbindung mit meiner ein Jahr währenden Spielerei mit der bakteriellen Trübung hat das meine Sicht verändert. Bis dahin hatte ich es für möglich gehalten ein Becken über die Einstellung seiner Parameter "zwingend" zum Funktionieren bringen zu können. Trotz überwiegend erfolgreicher Setups funktioniert das trotzdem nicht immer! Da ich mir schon ziemlich sicher bin was ich tue, blieb mir nur mehr übrig Unterschiede in der Mikroflora anzunehmen. Speziell die bakterielle Trübung hat mir gezeigt, dass die über die Nährstoffsituation oder auch über die anderen "technischen" Parameter nicht wirklich zu beeinflussen war. Umgekehrt war es aber möglich die Mikroflora in einem unbefriedigend laufenden Becken durch ausgedrückte Filterschwämme aus einem funtionierenden Becken im gewünschten Sinne neu aufzugleisen. Auch wenn das ein indirekter Weg zu "meinem Ergebnis" ist, macht das die ganze Choose mir in einem Umfang plausibel, dass ich die unterschiedliche Entwicklung der Mikroflora für mich sogar als das Finden des missing link betrachte. Wenn ich an das - aus einer langen, mich an den Rand der Hobbyaufgabe bringenden Algenphase - entstandene Interesse an den Ursachen für Algenentwicklungen denke, dann hätte ich nicht gedacht, das mal für mich als weitgehend gelöst betrachten zu können. Ich frage mich z.B. noch, was an bestimmten Mengen (unbestimmter) (Spuren-) Elemente einen ganz offensichtlich suppressiven Einfluss auf viele Algen hat. Die Geschichte von der Nährstoffkonkurrenz höherer Pflanzen funktioniert manchmal, manchmal aber auch nicht. Das ist nicht zwingend und lässt sich durch ein pflanzenfreies - nichts desto trotz algenfreies - Becken in seiner zwingenden und grundsätzlichen Bedeutung widerlegen. Interessant ist die scheinbare Abhängigkeit mancher Algen zur Mikroflora. Fadenalgen z.B. und die grünen Filme auf den Scheiben würde ich inzwischen so einordnen - ausreichende Düngung immer vorausgesetzt!
Es ist also ein zu akzeptierendes, dass ein "ordentlich parametrisiert" aufgesetztes Becken nicht unbedingt ordentlich, besser in den gewünschten Bahnen laufen muss. Es kann dann lange dauern bis die Mikroflora wie gewünscht läuft.
Ein Becken mit entsprechender Mikroflora anzuimpfen ist ein relativ leichter Weg. Ein solches Becken erklärt auch die tatsächlich vorhandene Bandbreite gut funktionierender, mitunter widersprüchlich erscheinender Setups. Ich denke, das lässt sich günstiger gestalten oder nicht so günstig. Da ist viel grauer Bereich. In jedem Fall betrachte ich die "Parametrisierung" erheblich lockerer und um auf den Punkt zu kommen, die CO2-Versorgung auch. Die sollte dazu genutzt werden den pH-Wert in einen wünschenswerten Bereich von idR. knapp unter 7 zu bringen. Der EI ist aufgrund reichlicher Nährstoffzugabe per se eine gute Option zur Algenprophylaxe, wegen des von mir angenommenen Einflusses der Mikroflora aber keine Garantie.
Derzeit werden all Becken nach EI gedüngt. Das orientiert sich nicht an den angegeben Bereichen, sondern vor allem an der schlichten Idee einer reichlichen, in jedem Fall genügenden Düngung. Bringt halt größere Wasserwechsel mit sich, ist aber einfach und bequem.

Gruß, Nik
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