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Beitragvon moeff » 15 Feb 2009 15:29
Hi,

alle Grundierungen aus der Dose die ich gefunden habe sind aber hauptsächlich für Metalle gedacht. Vielleicht hast du ja einen Link.

Mit den Belton Hitcolors warst du zufrieden?

Grüße marco
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Beitragvon V2. » 15 Feb 2009 16:07
moeff hat geschrieben:Hi Bender,

du sprichst MDF Grundierung aus der Sprühdose an?! Finde leider absolut keine MDF Grundierung aus der Dose! Hoffe du kannst mir weiterhelfen!

Grüße Marco


Hi Marco,

ich denke nicht, dass es eine Grundierung für MDF aus der Sprühdose gibt. Mir ist das bekannt als "Füller" was bewirken soll, dass es die Holzporen gegen Feuchtigkeit verschließt und wie der Name schon sagt, kleine Unebenheiten auffüllen soll. Das Material ist etwas dicker als Sprühdosenlack, deshalb denke ich, dass es soetwas in Dosen nicht gibt.
Ich habe hier noch 2-3 kleinere Gebinde Füller auf Wasserbasis, also nahezu geruchlos. Das kannst du gut aufrollern und noch wichtiger gut schleifen !. Wenn du interesse an einem Tausch hast, dann PN an mich !

Viele Grüße,
Manfred
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Beitragvon Bender » 15 Feb 2009 21:59
Hi Marco,

ich hab ja in dem Artikel geschrieben, ich war im örtlichen Grafittishop.
Die Leute da arbeiten schon lange mit Sprühdosen, die haben natürlich auch schon alle möglichen Untergründe besprüht :D, die können dir sagen was sich bewährt hat.
Er hat mir damals so eine Dose gezeigt, waren große Dosen mit einfach gehaltenem Etikett, das wird dir aber nicht weiter helfen. Wie das genau hießt weiss ich nicht mehr, das ist ja schon 10 Monate her.
Ich kann mich nur noch erinnern, dass er meinte, dass es eine standart Grundierung ist und für MDF gut funktioniert, sorry mehr Infos habe ich nicht, hatte ja schon die streichbare ausm MB gekauft.

Der Lack ist bis heute 1a, war auch einfach zu verarbeiten, da hab ich mich auch auf die Empfehlung des Experten verlassen.
Wichtig sind halt gute Caps, ich habe sicherheitshalber nach jedem Gebrauch ein frisches benutzt um Nasen zu vermeiden.

Gruss Bender
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Beitragvon moeff » 23 Apr 2009 21:49
Hi,

ich kram den Thread nochmal raus, ist folgendes korrekt um MDF "richtig" zu verarbeiten/lackieren:

Handschliff (180)
Grundierung (Tiefengrund aus der Dose)
Spachtel (2 Komponentenspachtel)
(2-3mal wiederholen - Trockenzeiten einhalten)

Schleifen
Lackieren (Farbe)
Zwischenschliff (400-800)
(2-3mal wiederholen - Trockenzeiten einhalten)

Klarlack
Zwischenschliff (800) - erhöht Glanz
(1mal wiederholen - Trockenzeiten einhalten)

Dann würde mich noch interessieren wieviel Spachtel, Farblack und Klarlack du für dein Projekt benötigt hast.

Grüße Marco
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Beitragvon Roger » 23 Apr 2009 23:50
Hallo Marco,

ich bereite des öfteren MDF Bauteile als Urmodelle für die Kunststoffverarbeitung auf. Diese Teile werden oft mit hochglänzenden Oberflächen benötigt. Diese erreiche ich relativ schnell auf folgende Art.

Nach dem das MDF Bauteil fertig geschliffen wurden, was ich immer mit 80er Schleifpapier mache, wird alles mit 2-Komponenten-Polyesterharz gestrichen, bzw. mit einer Lammfellrolle aufgebracht. Dadurch wird die Oberflächenschicht der Faserplatte versiegelt damit keine Farbe mehr eindringen kann. Ausserdem wird sie recht hart und wenn man beim späteren schleifen doch mal wieder aufs Holz kommt macht das nichts aus da die Faser verfestigt ist.

Wenn Du ein Polyesterharz nimmst welches klebrig aushärtet kannst Du ohne weiteres schleifen am nächsten Tag einen Polyester-Spritzfüller auftragen. Am besten natürlich mit Lackierpistole, aber ich denke eine Farbwalze würde auch gehen. Hier würde ich als Richtwert etwa 0,8-1kg Füller pro Quadratmeter auftragen. Nach dem der Füller trocken ist, sieht man schon sehr genau wo noch gespachtelt werden muß. Diese Arbeit sollte man jetzt so genau wie möglich durchführen und die Spachtelstellen verschleifen. Am besten anschließend an den betreffenden Stellen noch einmal Füller mit dem Pinsel auftragen um die letzten Poren zu verschließen.

So, jetzt muß das Teil nur einmal kpl. geschliffen werden. Damit auch wirklich jedes Loch im Untergrund dabei zu sehen ist, nimmst Du eine beliebige Nitro-Farbe (am besten in rot) und verdünnst diese sehr stark mit Aceton. Diese wird als Tuschierfarbe mit einem Lappen ganz dünn aufgetragen.
Nun würde ich mit 80er Papier vorschleifen um die gröbsten Unebenheiten zu glätten. Solltest Du noch Stellen finden die Spachtelwürdig erscheinen, solltest Du diese jetzt noch bearbeiten.
Dann noch einmal Tuschierfarbe auftragen und das ganze Nass, mit wasserfestem Schleifpapier ( Körnung mind. 240) fertig schleifen.

Nun kann ein beliebiger Lack mit Lackierpistole oder Sprühdose :roll: aufgebracht werden. Du wirst sehen, das Du so sehr schnell zu einem Super Ergebniss kommst und wenn Du sorgfältig arbeitest auch nicht daran verzweifeln mußt. :wink:

Das benötigte Polyesterharz und den Füller könnte ich Dir liefern wenn Du keine andere Quelle hast. :wink:
Gruß
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Beitragvon moeff » 24 Apr 2009 18:08
Hi,

danke für deine PN @Roger, komme sicher auf dein Angebot zurück! Hab hier noch eine Seite gefunden, die sicher einige interessieren könnte zwecks Bearbeitung von MDF Platten: http://www.europanels.eu/mdf/GER/using/ ... ishes.html . Man findet hier auch noch mehr nützliche Details zu MDF Ver/Bearbeitung etc.

Werde mein Schrank wohl geleimt & gedübelt aufbauen. Bisher habe ich immer auf Schrauben gesetzt, da es mir aber diesmal auf eine "optimale" Oberfläche ankommt, will ich diese mal darauf verzichten.

Hoffe ebenfalls das ich beim Lackieren im Keller es schaffe möglichst staubfrei zu lackieren.

Grüße Marco
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Beitragvon Roger » 24 Apr 2009 19:33
Hallo Marco,

wenn Du die Arbeit nicht scheust, kannst Du als Endlack einen Klavierlack aufbringen. Dieser ist auch auf Polyesterbasis und wird in der kommerziellen Möbelindustrie für die Herstellung von Hochglanzoberflächen verwendet.
Allerdings ist der Lack nach dem Auftrag per Spritzpistole weder glatt, noch glänzend. :roll:
Er muß nach dem aushärten mit Wasserschleifpapier bis mind. Körnung 1000 geschliffen und anschließend poliert werden.
Das Ergebniss ist allerdings um Längen besser als jede herkömmliche Lackierung - eben Spiegelglänzend. :wink:
Gruß
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Beitragvon moeff » 24 Apr 2009 20:04
Hi Roger,

Arbeit scheue ich eigentlich nicht, Problem ist das ich ein absoluter Neuling im Lackieren bin. Außerdem habe ich auch keine optimalen Voraussetzungen:

- keine Schleifmaschine
- keinen Kompressor mit Sprühflasche
- kein großen staubfreien Raum
- alles restliche ist so ziemlich improvisiert

Bei dem Klavierlack schleif ich mich sicher dumm und dämlich mit der Hand, obwohl man den Zeitaufwand und Kosten mit mehrfach Farb/Klarlack-Lackierung abwägen sollte.

Ist die Polyesterharzlackierung den kompatibel zu allen Lacken auf Acrylbasis?

Grüße Marco
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Beitragvon Roger » 24 Apr 2009 20:46
Hi Marco,

ein Schwingschleifer oder besser ein Excenterschleifer würde die Arbeiten deutlich beschleunigen und vereinfachen. Vielleicht hat der Onkel...Nachbar....Arbeitskollege...... so etwas zu verleihen.

Frag mal im Baumarkt nach einer Wagner Spritzpistole! Manche verleihen so ein Ding und das ist immer noch besser als nix! Habe zwar selbst damit noch nicht gearbeitet, stelle mir aber vor das es damit gehen müßte. Im Notfall kann man den Klavierlack auch mit einem feinen Lackrolle auftragen.

Beim Klavierlack würde etwas Staub im Arbeitsbereich kaum eine Rolle spielen, da er sowieso geschliffen werden muß. Mit der Hand schleifen geht wenn es sein muß und man etwas ausdauer mitbringt. Bei den glatten Flächen wäre aber oben erwähnter Excenterschleifer eine hilfreiche Angelegenheit.

Auf die 2-Komponenten Polyesterlacke kannst Du jeden beliebigen Lack auftragen, da sie nach Aushärtung absolut stabil und nicht wiederauflösbar sind.
Gruß
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Beitragvon addy » 25 Apr 2009 10:05
Wenn jemand Interresse an einem kompl. Lackiersystem mit Kompressor und Pistole braucht - hier ich habe sowas bei mir in der Garage stehen. Habe damals mein Auto kompl. neu lackiert :D War viel zu viel arbeit ....

Tips und Tricks könnte ich auch noch mit auf den Weg geben fals jemand sowas plant - sei es Auto oder Schrank.
mfG André :hippy:

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Beitragvon moeff » 25 Apr 2009 12:13
Hi,

eh ich mich von Anfang an verplane, reicht 19mm MDF überhaupt aus um ein 100x50x50 Becken langfristig zu tragen (hatte eigentlich mit 24mm - gibt es aber hier nicht, außerdem wohl zu kostenintensiv), in folgender Bauweise (was mir immer Angst macht bei allen AQ-Schränken ist das seitliche Wegkippen):

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Alle Auflage, Seiten, Mitte und Rückwand sind 19mm MDF, Blenden und Türen 16mm MDF. Die Mittelstrebe geht zum Boden durch.

Kann man den Abtrag/Auftrag durch Schleifen und Lackieren vernachlässigen oder sollte ein 0.2mm mehr kalkuliert werden?
Wieviele 8mm Dübel, in welcher Länge und wo würdet ihr setzen? ( dachte an Seite/Mitte - je 3 oben | Rückwand 4 oben | 4 an den unteren Einlagen - je Seite 2 | Blenden mit je 5 (4 außen einen Mittelstrebe) - sicher egal da nicht tragend)
Gibt es speziellen MDF Leim oder tut es auch handelsüblicher Holzleim?
Wo bekomme ich günstig Schleifpapierbögen in verschiedenen Körnungen her (Baumarktpreise sind echt happig)?
Vielleicht wäre es angebracht den Schrank aus Stabilitätsgründen eine Bodenplatte zu gönnen?

@Roger versiegel ich das MDF mit dem Polyesterharz auch gegen Wasser?
@addy allein der Kompressor wiegt sicher eine Menge, wenn wäre ich nur an einer Leihaktion interessiert :D

Grüße Marco
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Beitragvon Bino-Man » 25 Apr 2009 14:43
Hi Marco!

Mit Dübeln meinst du Holzdübel? So habe ich meinen Unterschrank auch gebaut, dann aber dennoch zur Sicherheit verschraubt (außerdem ziehen die Schrauben so dann auch die letzten Spalte weg). Beim MDF wirst du doch eh spachteln müssen? Dann versenk die Schrauben doch einfach und spachtel die weg?!
19mm sollten dicke reichen - schau dir mal die fertigen AQ-Schränke an...die sind in der Regel dünner und MDF ist das auch eher selten.
Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass 8mm Dübel (Durchmesser?) etwas du dick sind. Wenn man bedenkt, dass man nicht immer 100%ig mittig bohrt, hast du da sehr schnell sehr dünne Wandstärken. Wie du die Dübel genau verteilen willst habe ich nicht ganz verstanden. Ich habe soweit ich weiß 3 an jeder Kante gesetzt.
Dem seitlichen Wegkippen kannst du mit der Rückwand gut entgegenwirken.

Ciao
Markus
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Beitragvon moeff » 25 Apr 2009 15:40
Hi,

ich wollte eigentlich auch auf der Ober/Unterseite keine sichtbaren Verschraubungen vornehmen. Genauso wie ich gern auf jede Kante/Verbindungsstelle auf der Blickseite verzichten würde. Aus unterschiedlichen Foren laß ich, das die Kanten nach einiger Zeit wieder zum Vorschein kommen können. Da MDF wie jedes andere Holzmaterial arbeitet. Es wäre möglich diese innenliegenden Schrauben mit Spannern zu nutzen, wird ja auch häufig in der industriellen Möbelbranche benutzt. Komme nicht auf den Fachbegriff für die Teile! Am Ende hast du aber Recht, die Verschraubungen sind ja nicht sichtbar (oben AQ, unten Boden, hinten Rückwand)

Ja ich meine stinknormale Holzdübel, geriffelt! Diese werden natürlich verleimt wie auch alle anderen Kontaktkanten. Das mit dem "passgenauen" Bohren ist auch etwas meine Sorge, da jeder halbe Millimeter entscheidend für die plane Kantenen ist.

@Markus hast du Bilder vom Bau deines Schrankes?

Grüße Marco
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Beitragvon V2. » 25 Apr 2009 16:05
Hallo Marco,

um es beim Bauen etwas leichter zu haben, würde ich die Konstruktion etwas abändern.
Korpus und Sockel würde ich trennen. Die Problemstelle in deiner Zeichnung sehe ich in der durchgehenden Mittelseite und der Verbindung zu den Böden.
Ich habe dir mal eine einfache Schnitt-Zeichnung gemacht wie ich das lösen würde. Achte auch darauf wie die Rückwand eingebaut ist, die würde ich erst einbauen wenn der Korpus verleimt ist, so kannst du sie gut einpassen. Rechts und links geleimt oben und unten so wie an der Mittelseite geschraubt und geleimt. Den fertigen Korpus stellst du dann auf den Sockel und verschraubst alles. Dann die Platte oben drauf, Blenden und Türen montieren fertig.

Wenn Fragen auftauchen frag einfach, ich muß jetzt weg zum Grillen :D

Gruß Manfred

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Beitragvon Bino-Man » 25 Apr 2009 18:23
Bilder vom Bau habe ich leider nicht...nur vom fertigen Schrank.
Es gibt für die Dübelei kleine Hilfswerkzeuge im Baumarkt (keine Ahnung wie die heißen) - damit kommst du der Sache ein wenig näher - aber wie man an meinem Schrank sieht bleibt immer eine kleine Abweichung. Bei meinem Modell weniger auffällig - bei Pianolack mehr :nana:

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