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Postby andi.1987 » 17 Mar 2016 12:47
Hallo zusammen,

ich hab mal eine ganz blöde Frage, auf die ich in keinem Buch und auch nicht im Internet eine zufriendstellende Antwort finde. Ich habe zum ersten mal Fische ( 6 Blutsalmler) und bin mir sehr unsicher mit der Futtermenge. In Büchern und auf dem Flockenfutter steht, man solle den Fischen am besten soviel geben, wie sie innerhalb 1 Minute futtern und das am besten 3x am Tag.

Nun ist das ganze so, dass ich das Flockenfutter auf die Wasseroberfläche streue und es dann langsam (innerhalb von 10 - 15 min) absinkt. Sobald das Futter sich in Richtung Boden bewegt, wird es dann von den Fischen verzehrt. Von alleine kommen die Fische nicht an die Wasseroberfläche.

Folglich kann ich mit der "1-Min-Regel" herzlich wenig anfangen. Gibt es denn keine Fausregel, wie z.B. pro 10 cm Fisch, eine Messerspitze Flockenfutter.

Klingt jetzt sicherlich alles ziemlich banal, hat aber einen ernsten Hintergrund, dass ich mir die Wasserqualität nicht kaputt machen will ... Ich hab nämlich einen leichten Anflug von Bartalgen :(

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!

Vielen Dank!!

Grüße,
Andi
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Postby Plantamaniac » 17 Mar 2016 15:08
Hei..geb denen einfach soviel wie sie in einer Stunde fressen wenn sie mäkelig drangehen.
Ich hab auch so Kandidaten, die den ganzen Morgen für paar Flocken brauchen..dann sind sie aber weg.
Ich muß bei denen auch den Raum verlassen, sonst fressen die nicht. Scheues Pack...
Is klar..bei verfressenen Fischen kann man nicht soviel reinschmeißen das sie den ganzen morgen zu tun haben..die platzen ja :irre: ...
Du wirst schon die Menge rausfinden die sie brauchen.

Bartalgen haben mit paar Futterflocken nix zutun.
Das sind ehr etwas zu üppige Mikrodüngergaben.
Chiao Moni
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Postby andi.1987 » 17 Mar 2016 16:22
Hallo Moni,

vielen Dank für deine Antwort. Aber treibe ich mit zuviel Futter nicht den NH4 Wert nach oben?
Ein zu hoher NH4 Wert und/oder zu wenig CO2 sind doch laut Algenratber die Ursachen für Bartalgen?

Grüße,
Andi
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Postby Plantamaniac » 17 Mar 2016 19:44
Ach Quatsch.
Du ich hab etliche zeitweise ziemlich überbesetzte, temporäre Aufzuchtbecken, was glaubst Du, was da an Futter reinfliegt :shock:
Deswegen hab ich trotzdem keine Algenpest..im Gegenteil..alles blitzsauber und die Algen in die Ecke gedrängt. Sie sind in manchen Becken da, aber brechen nicht aus :? .
Ein Problem is höchstens, wenn die Bakterien und Begleitfauna sich noch nicht ausreichend vermehrt haben.
Das muß mit dem Besatz langsam wachsen.
Zb. versorgen Schnecken, Scheibenwürmer, Cyclops usw. übriges Futter. Trübungen (viele Flockenfutter enthalten Stärke, die wiederum Bakterienblüte verursachen können) werden von Einzellern, Muschelkrebsen und Glockentierchen beseitigt, aber die müssen sich halt auch erst alle bedarfsgerecht ansiedeln.
Wenn Flockenfutter in einem zu neuen Becken liegenbleibt, kann es Unheil in Form von übermäßigen Bakterien verursachen. Also schon nur soviel füttern wie in einem halben Tag gefressen wird. Mehr nicht. Das reicht denen vollkommen und wenn sie das nicht fressen, haben sie keinen Hunger.
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Postby Biotoecus » 17 Mar 2016 20:03
Moin,
vergiss mal diese "In 2 Minuten muss alles gefressen sein Regel"

Ein Fisch benötigt Futter.
Ausgewachsene Fische benötigen täglich etwa 2-5% ihres Gewichtes an Futter.
Jungfische und noch wachsende Tiere brauchen mehr um Körpermasse aufzubauen.

Du hast 6 Hyphessobrycon mit je etwa 2 Gramm Eigengewicht.
12 Gramm x 5% = 0,6 Gramm Futter.
Und damit ist die trockene Flocke gemeint.
Zur Orientierung:
http://www.aquaristik-normal.de/assets/images/Flockenfutter-2300mg.jpg
Das sind 2,3 Gramm Flockenfutter. Das musst Du nun geistig durch 40 teilen. :cool: :D
Du siehst also das sehr wenig Futter ausreichen kann.

Vergiss diese ganzen Szenarien und verlass Dich auf Dein Gefühl und beobachte die Fische dabei.
Das bringt Dich weiter. Sonst nix. :smile:

Gruß Martin
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Postby submers » 17 Mar 2016 21:34
Hallo Andi,

man kann das Futter auch gleich unter Wasser einbringen, statt es auf die Oberfläche zu schmeißen. :essen:
Ich schließe mich Martin an, beobachten und ein Gefühl dafür entwickeln.

Wenn es nicht gerade Jungfische/wachsende Tiere sind, halte ich das Futter auch etwas knapper, wohingegen heranwachsende Tiere üppige Mahlzeiten serviert bekommen

Und lass dich nicht von dem "betteln" der Tiere weichkochen, wenn es danach geht würden meine Skalare wohl 500g auf die Waage bringen :ugly:

Gruß Marc
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Postby Frank2 » 18 Mar 2016 16:18
Hallo

bei Blutsalmler würde ich sogar sagen maximal 1 Minute. Was dann nicht weg ist war zuviel.
Bei scheuen, schüchternen Fischen kann man diese Regeln vergessen. Bei Blutsalmlern und etlichen anderen Fischen sind die 1-2 Minuten absolut richtig.

Grüße
Frank
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Postby Biotoecus » 18 Mar 2016 16:48
Hi,
Frank2 wrote:Hallo

bei Blutsalmler würde ich sogar sagen maximal 1 Minute. Was dann nicht weg ist war zuviel.
Bei scheuen, schüchternen Fischen kann man diese Regeln vergessen. Bei Blutsalmlern und etlichen anderen Fischen sind die 1-2 Minuten absolut richtig.

Grüße
Frank

Erklär mal bitte wie max 1 Minute mit 1 bis 2 Minuten in einem Beitrag konform gehen?
Mal eben die Zeit verdoppelt.
Und in dieser Zeit kann dann natürlich auch die doppelte Menge Futter aufgenommern werden oder auch nicht weil der Fisch gerade keinen Appetit hat oder das Futter nicht schmeckt oder oder oder.....
Gruß Martin
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Postby Plantamaniac » 18 Mar 2016 16:53
Hei, Strömung erhöhen oder einfach mal bisschen Lebendfutter kann auch helfen wenn sie mäkelig sind.
Zappelnde Flocken werden ehr als Beute betrachtet und Lebendfutter is eh der Brüller für alle Schneeker.
Und...Zur Seite treten und schräg aufs Becken schauen, oder eben Raum verlassen.
Denen vergeht sicher der Apetitt, wenn sie Dich sehen :lol:
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Postby Frank2 » 18 Mar 2016 17:31
Moni Blutsalmler sind nicht mäkelig.... wenn ja, dann krank.
.....

Bei mir ist das Futter nach ner Minute weg in allen Becken übrigens keine Blutsalmler. Funktioniert sehr gut. :bier: Habe aber auch keine Schisser hier oder Mäkler.
---

Code Erklär mal bitte wie max 1 Minute mit 1 bis 2 Minuten in einem Beitrag konform gehen?
Mal eben die Zeit verdoppelt.


Drama. :hechel: :hechel: Mach von mir aus 3 Minuten draus, dann ist es sogar verdreifacht.... :hechel: :hechel: . kannst Dich jetzt den ganzen Abend mit beschäftigen wenn´d mogschd.
Grüßele
Frank
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Postby submers » 18 Mar 2016 18:41
Ahoi,
nach "Minuten" kann man doch so oder so nicht gehen, es hängt einfach vom Besatz und dessen Fressverhalten ab.
Pflege ein recht breites Spektrum an Fischen (vom klassischen Neon/ Killifische über Skalare und juvenile Heros bis hin zu adulten Leopard-Buschfischen.)
Da variiert die Art und Menge des Futters derart stark, dass ich eindeutig sagen kann das es keine wirkliche "Faustregel" geben kann.
Wenn ich jetzt mal von gefrosteten Artemia/Mülas oder auch standart Flocken ausgehe: während die Neons nach gefühlt 30sekunden schon kurz vom platzen sind, laufen die Skalare / Heros erst richtig warm :flirt:

Die Buschfische lasse ich jetzt mal komplett aussen vor :lol:

Selbst innerartlich gibt es extreme Unterschiede in der Art und Menge der Futteraufnahme, die Fundulopanchax gardneri nehmen das Futter gierig auch vom Boden auf, während die Aplocheilus lineatus nur Futter im Oberflächenbereich annehmen.

Ich denke es ist die Verantwortung eines jeden Aquarianers ein Gefühl dafür zu entwickeln welche Futtermenge nötig ist um die Fische in einem gesunden Zustand zu halten, leider sieht man viel zu oft Tiere mit eindeutig "Übergewicht".

Eine Feinwaage halte ich persönlich dann aber wirklich für zuviel des Guten :D :D :D

Gruß Marc
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Postby andi.1987 » 21 Mar 2016 12:31
Hallo zusammen,

irgendwie ist meine letzte Antwort vom Freitag verschütt gegangen :(

Erstmal herzlichen Dank für die vielen Antworten, die helfen auf jeden Fall mal weiter. Was ich auf jeden Fall bestätigen kann ist, dass Blutsalmler eher zu den guten "Essern" gehören. Allerdings trauen sie sich nicht an die Wasseroberfläche sondern sie "fischen" das Futter aus dem Wasser, wenn es absinkt in Richtung Boden.

Die Rechnung von Martin zeigt auf jeden Fall, dass die Menge sehr gering ist und dass man tendenziell eher zum überfüttern neigt. Auch wenn ich jetzt nicht mit der Feinwaage das Futter wiege, bekommt man trotzdem ein Gefühl für die Menge. Meine Blutsalmler bekommen momentan ein sehr feines Granulat Futter (von Dr. Bassler), welches gut angenommen wird, von der Menge her bin ich bei einer kleinen Messerspitze. Ab und zu gibt es dann noch ein paar Flocken dazu.

Ich habe außerdem noch getrocknete Wasserflöhe und ich werde mal in den nächsten Tagen schauen, wie die so angenommen werden.

Viele Grüße,
Andi
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Postby Erwin » 21 Mar 2016 15:00
Hallo Andi,

von JBL gibt es Granulatfutterdosen mit Dosierer.
Dosengrößen 250ml und 100ml.
Anhaltspunkt 1 Klick = Futtermenge für 5 Fische.
Die Fischgröße ist bei Novo GranoMix 250ml Dose mit 6-15cm angegeben und bei Novo Granocolor mini 100ml Dose mit 5-10cm.
Das kommt m.M.n. ganz gut hin.
Die Dosierer sind auch praktikabel, da man die Dose nicht jedesmal öffnen muss und einem dabei nicht der Futtergeruch in die Nase schwirrt.
Ich nutze diese Dosen seit vielen Jahren und befülle sie auch mit Granulat anderer Marken.

andi.1987 wrote:Die Rechnung von Martin zeigt auf jeden Fall, dass

.... darin ein geistiger Fehler enthalten ist. :cool: :D
biotoecus wrote:12 Gramm x 5% = 0,6 Gramm Futter.
Und damit ist die trockene Flocke gemeint.
Zur Orientierung:
http://www.aquaristik-normal.de/assets/images/Flockenfutter-2300mg.jpg
Das sind 2,3 Gramm Flockenfutter. Das musst Du nun geistig durch 40 teilen. :cool: :D

@Martin,
vielleicht kannst du das mal erklären. :wink:

LG
Erwin
Schwergängiger Magnetscheibenreiniger?
Silikonspray auf den Aussenscheiben mit einem weichen Tuch trocken wischen und es flutscht wieder.
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Postby Biotoecus » 21 Mar 2016 17:00
Ich kürze ne 0. :D
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Postby Frank2 » 21 Mar 2016 17:56
..aber sich über 1 bzw 2 Minuten echauffieren. :shock:
Wie in einem Kindergarten!

Herzliche Grüße
Frank
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