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Postby Sabine68 » 17 Jun 2010 20:44
Hi Marco,

das kann ich dir leider gar nicht so genau sagen, aber das war schon eine Weile
Ich habe die Skalare letztendlich meinem Bruder gegeben, da ich durch sie doch sehr eingeschränkt war, was das Layout betrifft.
(Sichtschutz/Revierbegrenzung)
War halt auch nicht unbedingt der zu empfehlende Besatz für ein 350er :wink:

Mein Bruder hat eben auch das größere Becken

Ich denke aber schon, daß man wöchentlich große Wasserwechsel machen sollte, wenn man so sein Becken fährt.
Viele Grüße
Sabine


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Postby Sabine68 » 17 Jun 2010 21:33
Hi Marco,

hier habe ich noch ein Foto gefunden.
Öhm- etwas zugekrautet :oops:

gallery/image.php?album_id=399&image_id=3931
Viele Grüße
Sabine


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Postby nik » 17 Jun 2010 23:05
Hallo zusammen,

bei der Geringfilterung geht es darum die biologischen Prozesse soweit wie möglich vom Filtersubstrat in das Becken zu verlagern. Das setzt zum einen eine im Sinne des Aquarianers funktionierende Mikroflora voraus - das tut nicht automatisch den Schlag und alles ist schön - und ausreichendes Siedlungssubstrat im Becken. Dafür dienen die Oberflächen der Pflanzen. Es ist also schon eine Geschichte die sich auf Pflanzenbecken bezieht und auf diese abzielt. Es findet lediglich eine Substitution des Filtersubstrats durch Pflanzenmasse statt. Abhängig von der hat es also eine entsprechende biologische Wirksamkeit. Dass das im Normalfall funktioniert, daran habe ich keinen Zweifel, Diskus sind schon ein Spezialfall und grenzwertig im Sinne von sinnvoll, denn das Aquarium müsste dann entsprechend mit Filtersubstrat gefahren werden. Es macht insofern weniger Sinn, als dass es bei dem Prinzip der Geringfilterung immer darum geht die biologischen Prozesse - wegen der Ausfällungen - so weit wie möglich in das Becken zu verlagern. In diesem Sinne sollte man das "Filterpotenzial", abhängig von der Pflanzenmasse eines Beckens möglichst nicht überfordern. Das Potenzial braucht mann aber auch nicht gering zu schätzen.

Der Sand spielt eine Rolle um eine evtl. anaerobe Mineralisation zu vermeiden. Die Denitrifikation im Pflanzenbecken ist einfach ein unerwünschter Prozess, weil sie nur die Nährstoffgehalte verschiebt und die Reduzierung lediglich von Nitrat bei sonst hohem Nährstoffniveau in keiner Weise ein Gewinn ist. Von der Desulfurikation, mit dem für Pflanzen und Fische toxischen Metaboliten H2S, ganz zu schweigen.

Die Komponente Strömung hat ihre Bedeutung in der Verbesserung der Transportfunktion an Pflanze und Biofilm.

Das hat im Betrieb einige wenige Einschränkungen, denn wenn man z.B. die Pflanzenmasse verändert, greift man direkter in die Mikroflora, den Biofilm ein. Das muss man einfach berücksichtigen, Benefit ist die in der Tendenz bessere Nährstoffversorgung.

Ich sage ja nicht, dass andere Sachen nicht funktionieren, tun sie, ich will einfach nur die Verluste an Nährstoffen so weit wie möglich verringern.

Das habe ich mit dem 240 L Becken soweit getrieben, dass ich mit dem auf Wasserwechsel weitgehend verzichten konnte. Die Dündung war ausgesprochen gering, CO2-Gehalte um 10 mg/l. Das war ein sehr dicht bewachsenes Becken mit relativ hohem Besatz und 2x 70 w Keramikbrennern. Durch die Nitrifikation und die in dessen Zuge entstehende Salpetersäure sank die KH auf irgend etwas unter 0,5°. Die Sauerstoffgehalte bewegten sich immer - sogar deutlich - jenseits der Sättigungsgrenze (>8 mg/L) Die Pflanzen in dem Becken perlten wenige Minuten nach dem Lichteinschalten und es lief so etwa 10 Jahre und war bis auf eine Episode völlig algenfrei.

Ich habe jetzt nicht alles dazu erzählt, es zielt auch nur darauf ab zu zeigen was möglich ist - und das war so, wie ich es selbst nie erwartet hätte! Ein wichtiger Bestandteil war das Prinzip der Geringfilterung. Das parallel laufende 300l HMF Becken war immer heikler und hatte einen eklatant höheren Düngerverbrauch. Besser, der des anderen Beckens war erstaunlich niedrig. Das lief sehr weitgehend in sich selbst. Mit diesem Aquarium ließen sich verschiedene hartnäckige Mythen wie, Angst vor hohen Sauerstoffgehalten, Notwendigkeit von hohen CO2-Gehalten oder der zwingenden Nährstoffversorgung der Pflanzen über den Bodengrund eindeutig widerlegen. In dem Becken waren einige Amanogarnelen von anfang an bis zum Beckenabbau. Der Quarzsand war ungedüngt, gewaschen und die prächtigen Cryptocorynen wurden nur übers Wasser versorgt.

Viel Licht muss nicht sein, hat aber den Charme Fehler im Setup gnadenlos aufzuzeigen. Mit wenig Licht ist es viel leichter die in ihrem Stoffwechsel reduzierten Pflanzen mit ausreichenden Nährstoffen zu versorgen, dann spielt die Filterung einfach eine geringere Rolle.

Gruß, Nik
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