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Postby Frank2 » 28 Nov 2014 13:56
und jeder rennt (wie ich auch) doch nur in den Hornbach, weil es eben praktisch ist


Hallo.

Ich habe dort noch niemals einen Fisch, Schnecke oder Garnele gekauft und werde das auch niemals tun. Vorher würde ich das Hobby einstellen.

Viele Grüße
Frank
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Postby Biotoecus » 28 Nov 2014 14:08
Als treuer OBI Kunde kaufe ich auch nicht bei Hornbach!
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Postby Sterbai » 28 Nov 2014 23:08
Hallo Philipp,

Hallo Norbert,
Deine Berechnung würde ich mal als ziemlich aus der Luft gegriffen beschreiben.....

Meine "Berechnung", wie du einen simplen Preisvergleich nennst, ist ganz einfach die Realität. Niemand bezahlt für etwas mehr als er muss - weder ein Händler noch ein Kunde.

Dass man .... versucht eine dem Tier angemessene Behandlung zu versagen...

Die versendeten Fische sind sowohl bei mir als auch beim Empfänger immer putzmunter angekommen.
Ich denke mal, dass Deine Ausführungen eher dem Zorn eines Händerls, der um seinen Umsatz bangt, entspringen, als dem eines um das Tierwohl besorgten Aquarianers.

Hallo Frank,

Ich habe dort noch niemals einen Fisch, Schnecke oder Garnele gekauft und werde das auch niemals tun. Vorher würde ich das Hobby einstellen.

Warum?

Gruß

Norbert
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Postby Frank2 » 29 Nov 2014 07:30
..... weil mich bei unserem Hornbach die Becken regelrecht anekeln. De Fische gefallen mir zudem nicht. Wenn ich etwas brauche gehe ich zu einem Fachhandel wo die Becken artgerecht aufgesetzt sind (jeweils richtige Beleuchtung und Bepflanzung, Hälterung untereinander verträglicher Arten). Die Fische zeigen dort auch das korrekte Verhalten und sind in einer Top-Kondition.
Ich bin ein guter Kunde von Hornbach, er ist mein Lieblingsbaumarkt. Aber für die Aquaristik ist er für mich keine Wahl.

Viele Grüße
Frank
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Postby Öhrchen » 29 Nov 2014 09:28
Hi,

das variiert, hängt vermutlich auch vom Geschäftsführer und von der Leitung der Aquarienabteilung ab. Hier vor Ort hat zB Obi die besser gepflegteren Becken als Zoo&Co, der sich auf der Website mit einer tollen Aquarienabteilung brüstet. In meinem vorigen Wohnort war es Hornbach, wo es zumindest akzeptable Becken gab.

Um auf die Ausgangsfrage einzugehen - ich hatte auch überlegt, meinen Perlhuhn-Nachwuchs zu verkaufen, so ganz weg bin ich von der Idee auch noch nicht. Mein "Eigenbedarf" ist jetzt gedeckt, aber irgendwie ist mir die Aufzucht der Winzlinge zur lieben Gewohnheit geworden.
aufgrund der geschilderten Schwierigkeiten habe ich bisher keine Nachzuchten verkauft, mal sehen, was ich weiterhin mache. Ich kann mir schon vorstellen, daß man sie über Portale wie ebay Kleinanzeigen verkaufen kann, aber lohnt sich der Aufwand mit Telefonaten und Terminfindung, sowie in vielen Fällen wahrscheinlich Beratung derer, die die Fische kaufen *grübel*?
Viele Grüße
Stefanie

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Postby Michaludwig » 29 Nov 2014 14:32
Hi Frank,

Das mit der Baumarktaquaristik. Ist natürlich so eine Sache. Ich denke aber das eben der Großteil der Leute sowas nutzt. Den man tendiert ja doch immer zur praktischsten Lösung, auch wenn es natürlich zu lasten der Tiere und des Services geht. Wobei wie bereits gesagt da gibts auch große Unterschiede. Wir haben einen Hela bei uns und dort sehen die Aquarien echt erbärmlich aus.

Ich wollte trotzdem gern nochmal auf diese Züchtervereine zurückkommen. Kann mir da vielleicht jemand mal einen Tipp geben wie das da abläuft ?


Gruß Micha
Liebe Grüße
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Postby Biotoecus » 29 Nov 2014 14:56
Hi,
nun, die Warenwirtschaftssysteme moderner Franchiseunternehmen lassen äusserst fragwürdige Einkäufe gar nicht zu!
Hat nen Fischbeutel keinen Strichcode ist er nicht "buchbar".
Es muss ja auch alles sauber und steuerlich transparent sein!

Auf der anderen Seite sind dann die komischen Händler, die "Inhabergeführte" Läden haben.
Die kaufen Nachzuchten sogar an ohne Beleg.
Stehen damit aber direkt im Knast wegen Steuerdelikten.

Gut ist der Weg jeden Tag irgendwelche kostenfreien Anzeigen im Internet zu schalten.
So kommen alle paar Tage ein paar Leute vorbei und wollen so 3 oder 4 Fischis mitnehmen, direkt vom Züchter eben.
So bekommt man auch noch gute und kostenlose Ratschläge was man alles besser machen könnte und wie schlecht der Handel denn so ist.
Gruß Martin
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Postby moskal » 29 Nov 2014 15:17
Hallo,

ich bekomme meine nicht im Bekantenkreiß oder Vereinen abgegebenen Fische bei http://www.meine-fischboerse.de/ veräußert. Das hat bei mir allerdings keine finanziellen Hintergründe, ich verlange da eher eine Schutzgebühr und bin froh, nicht für Flösselaale und Schlangenkopf gezüchtet zu haben. Kaufmännisch betrachtet wird es einem Hobbyaquarianer auch kaum möglich sein, per Nachzuchten die kosten des Hobbys zu neutralisieren und womöglich noch Gewinne einzufahren. Da beißen sich sogar die paar professionellen Züchter in Deutschland die Zähne dran aus und schaffen es nicht immer.

Gruß, helmut
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Postby Plantamaniac » 29 Nov 2014 17:04
Hallo, wenn ich Fische im Baumarkt mit sehr gepflegter Anlage und engagiertem Personal abgebe, bekomme ich nicht viel für die Fische, aber ich weiß sie erstmal in liebevollen, kompetenten Händen. Die Fütterung dort ist wieder ein anderes Thema, ist ja bekannt das Perlhuhnbärblinge sehr schnell abmagern, wenn sie in aufgeräumten Verkaufsbecken leben, wo nicht ab und zu ein Snack im Moos gefunden wird :eek: Ich habe woanders schon erlebt, das meine Fische innerhalb von 2 Wochen Hungerhaken waren :irre: Dort geb ich keine mehr ab :shocked:
Ich frage mich immerwieder, wie das gehen kann :irre: .
Zurück zum Baumarkt. Es wird ein Blatt ausgefüllt, auf dem alles genau aufgeführt ist. Wieviele und was, Preis den ich erhalten habe, den Verkaufspreis im Laden, meine Adresse und Unterschrift dazu. Ich bekomme den Durchschlag für meine Unterlagen.
Die werden auch kontrolliert und wenn sie keinen Ärger haben wollen, müssen sie das so machen.
Wird auch alles von der Zentrale kontrolliert. Bei Differenzen :keule:
Chiao Moni
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Postby Michaludwig » 29 Nov 2014 17:12
Hi Moni,

Geht das in jedem Markt ? Oder hast du es jetzt in einem speziellen gemacht ? Und nochmal kurz bis zu welchem Betrag kann ich das machen bevor das Finanzamt klopft ?


Gruß Micha
Liebe Grüße
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Postby moskal » 29 Nov 2014 18:10
Wenn du keinen Gewinn machst, musst du auch nichts zahlen. Und wenn du Raum-Strom-Futter-Hardwarekosten deinen Einkünften aus Fischzucht gegenüberstellst, wirst du feststellen, daß du keinen Gewinn machst. Umsatzsteuer sind ab 17 500€ Umsatz im Jahr fällig, ab wann Einkommensteuer (und Sozialversicherungen) verlangt wird und du auch einen Gewerbeschein brauchst, kannst du auf dem Finanzamt unter den Stichworten Tierzucht/Liebhaberei/Freibetrag erfragen. Ich habe da so was wie 8400€ Einkommen (also Umsatz abzüglich deiner laufenden Produktionskosten) pro Jahr im Kopf.

Gruß, helmut
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Postby Sterbai » 29 Nov 2014 18:59
Hallo,

wir haben hier zwei Bau- / Gartenmärkte mit angegliederter Zooabteilung. Die Becken dort sind in sehr sauberen Zustand und die Fische meist von guter Qualität. Zudem sind sie z. T. um bis zu 50% günstiger (je nach Art) als im hiesigen "Zoo & Co." - Fachmarkt, dessen Becken ständig voller Blau- und Pinselalgen sind.
Das Personal braucht hier und dort den Sachkundenachweis nach §11 TierSchG und somit überall (gleich !?!) sachkundig. Wenn ich spezielle Fische - die sich kein Händler in den Laden holt, da sie zu wenig verkauft werden - suche, bestell´ ich die ohnehin beim Onlinehändler meines Vertrauens.

Hallo Martin

.....kostenfreien Anzeigen im Internet zu schalten. So kommen alle paar Tage ein paar Leute vorbei und wollen so 3 oder 4 Fischis mitnehmen, direkt vom Züchter eben. So bekommt man auch noch gute und kostenlose Ratschläge.....

Volltreffer - genau so erlebt.

Hallo Helmut,

man braucht einen Gewerbeschein, den man für diese Gewerbe wiederum nur bekommt, wenn man den Sachkundenachweis nach §11 TierSchG vorweisen kann (hierzu beim zuständigen Amtsveterinär erkundigen)

Gruß

Norbert
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Postby Plantamaniac » 29 Nov 2014 20:47
Ab etwas mehr als 2000€ Jahresumsatz ist man kein Hobbyzüchter mehr und braucht §11
Ab 600€ im Jahr muß man Steuer bezahlen soweit ich mich erinnern kann. Weil einem dann Gewinnabsicht unterstellt wird. Hab ich mal wo aufgeschnappt.
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Postby shrimpfarmffm » 29 Nov 2014 22:55
Hallo,
Also hier geistert ja richtig viel Halbwissen rum...

Als Gewerbetreibender (andere Branche) sorge ich mal für Aufklärung:
Ob man ein Gewerbe und nicht nur ein Hobby betreibt hängt einiger anderer Faktoren auch von der Gewinnabsicht ab, aber nicht ausschließlich.
Diese Gewinnabsicht wird nicht anhand irgendwelcher Beträge fest gemacht, sondern daran ob man im Zweifel glaubhaft machen kann, dass man nur die tatsächlich kosten decken möchte. Sie kann nicht vom FFinanzamt einfach festgestellt werden. Es entscheidet der Einzelfall.
Steuern zahlt man auch nicht ab 600Euro im Jahr, sondern wenn man Gewinne erwirtschaftet und diese auf sein sonstiges Einkommen anrechnet. Dann wird sich die Steuerlast natürlich insgesamt erhöhen.

Umsatzstuerpflicht besteht ab 17.500Euro, darunter ist es freiwillig möglich am Umsatzsteuersystem teilzunehmen, was gewisse Vorteile haben kann.
Ob Gewerbe oder nicht regelt sich aber wieder nach der Gewinnabsicht. Macht also jemand 500.000 € Umsatz und möchte damit nur seine Hobbykosten von 600.000 € verringern, ist keine gewerbliche Tätigkeit einschlägig. Diesbezüglich gibt es einen interessanten Fall einer Pferdewirtin, die hohe Umsätze hatte, aber niemals einen Gewinn erwirtschaftete, so dass ihr das Finanzamt die Gewinnabsicht absprach und Steuererstattungen in Millionenhöhe für mehrere Jahre zurückforderte.

Zu Zoohändlern die wegen fehlender Belege angeblich wegen Steuerdelikten halb im Knast sitzen... naja zu solch aberwitzigen Ausführungen fällt einem nichts seriöses ein.
Grüße

Philipp
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Postby moskal » 29 Nov 2014 23:47
Steuern zahlt man auch nicht ab 600Euro im Jahr, sondern wenn man Gewinne erwirtschaftet und diese auf sein sonstiges Einkommen anrechnet. Dann wird sich die Steuerlast natürlich insgesamt erhöhen.

und genau dazu gibt es eine Liebhaberregelung, die eigentlich mehr eine Toleranz ist, für nicht gewerbliche Züchter, Hobbygärtner usw., die zwar tatsächlich einen bescheidenen Gewinn erwirtschaften können aber das Finanzamt trotzdem nicht aktiv wird, weil der Hobbycharakter überwiegt. Bei ein paar Barben braucht man sich absolut keine Gedanken machen, als Züchter von Rassehunden aber durchaus.

Gruß, helmut
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