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Beitragvon nik » 04 Aug 2013 21:44
Hallo Sascha,

bocap hat geschrieben:Wie verhällt sich das denn mit im Wasser gelöstem Nitrat?? :? Das sickert doch sicherlich auch in tiefere Sandschichten, oder? Dort müsste es in Abwesenheit von Sauerstoff doch dann zu Denitrifikation kommen, oder?

die entsprechenden Bakterien brauchen aber was zu beißen! Das ist nicht das NO3, das veratmen sie nur von NO2 plus O bis hin zum N2(gasförmig) und weiteren 4 aus der Bindung gerissenen Sauerstoffatomen. Die brauchen eine Kohlenstoffquelle und die haben sie nicht!

Bei gröberen Substraten wie Soil oder Kies denke ich, dass das der Bodengrund besser durchspült wird und die Chance anaerober Stellen geringer ist, obwohl natürlich eher organisches Material in tiefere Schichten gelangt.

Na ja, organische Stoffe sind die fehlende Kohlenstoffquelle. ;) Und wenn mineralisiert wird, dann passiert das immer erst mal unter Sauerstoffverbrauch, wird also deshalb anaerob. Die fakultativen Anaerobier greifen sich dann erst das energieaufwändigere O aus dem NO3.

Bitte nicht denken ich starte hier einen Feldzug gegen Sand! Mitnichten, denn ich sehe ja, dass es in meinem Becken sehr gut läuft! :bier: Zum scapen eignet sich Sand aber natürlich nur bedingt.

Du wärst nicht der erste Sandmann, der auf Soil umsteigt. Damit habe ich mal null Probleme. Bei mir dauert das halt länger, bis ich wenigstens mal ein Versuchsbecken hinkriege. Meine letzten 3-4 Posts zeigen aber auch, warum. Es ist ein bisschen hinderlich, wenn ich Sand als so endgeiles Substrat betrachte. :D


Ich fahre in meinem Becken ja auch ein eher mageres Nährstoffniveau. Nitrat bewegt sich um 5 mg/l und Phosphat zwischen n.n. und 0,5 mg/l.

Mein unmaßgeblicher Tipp wäre, mach mal langsamer mit dem Phosphat. Schau dir erst mal einen P-Mangel an, du wirst es gelesen haben, bevor du dein Becken unnötig mit PO4 voll pumpst.

Gruß, Nik
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Beitragvon kurt » 06 Aug 2013 07:31
Hallo zusammen,

bocap hat geschrieben:
kurt hat geschrieben:Die Höhe von PO4 – NO3 spielen auch eine Rolle.

Inwiefern? Ich fahre in meinem Becken ja auch ein eher mageres Nährstoffniveau. Nitrat bewegt sich um 5 mg/l und Phosphat zwischen n.n. und 0,5 mg/l. Wie macht sich die Höhe und das Verhältnis beider Stoffe zueinander bei dir bemerkbar?

@ Sascha,
Wenn PO4 Überschuss, profitieren/reagieren am schnellsten Algen und Mikroorganismen,
sie wollen ja auch knabbern.
Bei mir kann ich so den Algenwuchs steuern (durch PO4/Höhe).
Die Unterschiede kann man mit bloßem Auge sehen (Erfahrungssache).
Man sollte aber nicht so lange warten, es vermeiden.
Ich nehme deshalb öfters ein Mikroskop zur Hand.
Wenn Algen einmal ein ihnen zusagendes Milieu vorfinden vermehren sie sich schlagartig.
Ps.
Je mehr bzw. schneller der Pflanzenwuchs umso klarer das Wasser bzw. stabiler das Aquarienmilieu.

nik hat geschrieben:Mein unmaßgeblicher Tipp wäre, mach mal langsamer mit dem Phosphat.

@ Nik,
da sind wir beieinander… :bier:
Gruß Kurt
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Beitragvon bocap » 06 Aug 2013 08:00
Morgen,

kurt hat geschrieben:nik hat geschrieben:
Mein unmaßgeblicher Tipp wäre, mach mal langsamer mit dem Phosphat.

@ Nik,
da sind wir beieinander…

Sind da meine 0,5 mg/l ein mal die Woche auf Stoß denn eurer Meinung nach schon zu viel?
Ist nach zwei Tagen ja schon nicht mehr nachweisbar.

Gruß
Sascha
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Beitragvon kurt » 06 Aug 2013 08:26
Hallo zusammen,

bocap hat geschrieben:Sind da meine 0,5 mg/l ein mal die Woche auf Stoß denn eurer Meinung nach schon zu viel?

@ Sascha,
nicht unbedingt,
Die guten Erfahrungen mit Stoßdüngung wurden doch schon beschrieben!

Ich persönlich bevorzuge tägliche Düngung auf gerade nachweißbar.
Sehe das aber im allgemeinen Gesamtpaket, Bezug Kontinuität von allen Wasserwerten.
Gruß Kurt
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Beitragvon Frank-20011 » 06 Aug 2013 11:14
Hi,

danke für die klärenden wurde....ich hatte auch ein kleines Sandbecken...das gibt es aber nicht mehr.

Das mit der wesentlich stärkeren Beleuchtung neue/andere Probleme auftauchen bzw. Vorraussetzungen herschen ist klar-ich vergess das manchmal. :wink:

Grüße!
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Beitragvon cvecko » 13 Sep 2013 23:26
Hallo alle zusammen,
ich benutze diesen Thread mal weiter, da mein Becken ziemlich ähnlich dem Becken auf den Bildern im Anfangspost aussieht.
Bin mir über die Maßnahmen im Grunde auch schon einigermaßen im Klaren (mein Fehler war gar keine Düngung...), werde die Dünger von Aquarebell mal einsetzen (Mikro Basic - Eisenvolldünger + Makro Basic - NPK).
Nun habe ich schon recht viel hier im Forum gelesen und bin eher verwirrt und uneins über folgende Frage:
Sollte ich die bestehenden Algen so da lassen, wie sie sind und erst mal mit dem Düngen beginnen oder zuvor die Algenmenge minimieren (Easy Carbo?)? Wenn cih alles so lasse, kümmern sich dann die Algenfresser ums langfristeige Aufräumen wenn der Rest stimmt (und damit hoffentlich keine Algen mehr nachkommen) oder ist das eher aussichtslos?

Hier noch ein paar Infos zu meinem Becken (nur das Grobe, der Rest ist glaub ich erst mal nicht so wichtig für obige Frage...):
200l
2x 39W (+ Reflektor)
CO2 mit pH-Regler (CO2 damit auf ca. 15mg/l)
Besatz: Neons, Panzerwelse, 5 Amanos (werde ich auch noch mal sehr aufstocken), otocinclus

So sah es direkt nach dem Einrichten aus:
21471

Pflanzen sind zunächst recht stark gewachsen, jetzt stagniert's und Algen freuen sich wie gesagt...

Danke für eure Antwort schon mal!

Stefan
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Beitragvon Sheepy » 14 Sep 2013 00:40
Hallo,

@Stefan

Ich würde die Algen so gut es geht entfernen inkl. 75 % WW , und dann mit EC und Düngung starten.
Algenfresser tun das was sie können aber Wunder sind eher selten. Wenn die Bedingungen passen regelt sich alles von alleine, wenn nicht dann helfen dir die Amanos auch nicht mehr.
Grüße
Matthias
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Beitragvon cvecko » 15 Sep 2013 15:25
Hallo Matthias,
so werde ich es dann wohl mal machen. Die Amanos hatte ich auch eher als Ergänzung für später gesehen, nicht dass die alles wegfressen sollen...

Muss ich mir um die Bakterienwelt gedanken machen (also im Filter, Bodengrund etc.), wenn ich EC einsetze? Nicht dass dann die nächste Überraschung kommt und das Wasser kippt oder so...

Viele Grüße!
cvecko
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Beitragvon Sheepy » 15 Sep 2013 15:54
Hallo,

ich finde EC genial. Ich nehme immer die angegebene Dosis. Hier im Forum gibt es einen Beitrag, da hat jemand erklärt wie es abgebaut wird und das es sich dann zu nem leichten Algizit umwandelt. Also Kohlenstoff und Algenmittel in einem. Ich finde es super und nehme es seit Monaten, ich kann nix negatives sagen. Nur nicht überdosieren ! (Ich weiss leider nicht was dann passiert, aber ich will es eigentlich gar nicht wissen :D ) Meinen Fischen geht es gut und außer ein paar Kieselalgen, die sich langsam verabschieden läuft mein 30l Becken 1a.

Dateianhänge

Grüße
Matthias
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Beitragvon Wuestenrose » 18 Okt 2013 15:31
Servus…

nik hat geschrieben:Ach Robert, vom Kalium Luxuskonsum habe ich schon geschrieben, da bist du es nicht müde geworden bei jeder Gelegenheit anzubringen, wie furchtbar energieaufwändig die K-Aufnahme für die Pflanze ist.

Kannst Du mir mal auf die Sprünge helfen: Wo habe ich das "bei jeder Gelegenheit" geschrieben? Ich finde diese Gelegenheiten jetzt auf die Schnelle nicht.

Abgesehen davon: Ja, ich bin lernfähig :smile:.

Viele Grüße
Robert
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Beitragvon nik » 19 Okt 2013 00:16
Hallo Robert,
Wuestenrose hat geschrieben:Kannst Du mir mal auf die Sprünge helfen: Wo habe ich das "bei jeder Gelegenheit" geschrieben? Ich finde diese Gelegenheiten jetzt auf die Schnelle nicht.

erwischt. Bei "jeder Gelegenheit" ist ohne Zweifel einem latenten Ärger zuzuordnen. Das nehme ich zurück. Objektiv ist besser, gelingt mir aber nicht immer. Trotzdem bin ich sicher, dass du das erwähnt hattest. Finde es aber auch nicht. Es kommt nur das AiD in Frage. Gib mir mal einen Tipp unter welchen Nicks du da unterwegs warst.

edit: im Grunde ist es mir eine uninteressante alte Kamelle in einem ständigen Prozess der Bildung eines aktuellen Kenntnisstands. Bei Recherchen finde ich von mir Dinge, die ich heute nicht mehr so schriebe. Das ist unvermeidlich. Du setzt zu deinen Aussagen eine Quelle hinzu. So schön das ist, ich bin vergleichsweise völlig unorganisiert, so habe ich in anspruchsvoller Literatur eben auch unterschiedliches, auch schon gegensätzliches gelesen. Eine Quelle ist sicher ein argumentatives Pfund, das ich berücksichtige, aber mir ist das in seiner Absolutheit begrenzt. Beispiel Phosphat, da sind wir unterschiedlicher Ansicht. Da helfen mir Quellen kaum weiter, denn ich habe schon eine lange Praxis dazu. Das beinhaltet sicher offene Bereiche. Trotzdem lässt es mir bei meiner schon recht übersichtlichen Aquaristik nur geringen Interpretationsspielraum zu, was grundsätzlich nicht ausschließt, dass ich mich irre, aber so oder so weiter bringt.
Derzeitiger Stand, ich vermute grundsätzliche Übereinstimmung in der Bewertung von Kalium. Was mich allenfalls wundert, du vermeidest Mg als K-Antagonisten zu erwähnen. Bei Ca und Mg ist die Konkurrenz in der Aufnahme eindeutig. Die Pflanze macht keinen Unterschied, da spielen die Verhältnisse eine größere Rolle als die absoluten Gehalte. Und für die suppressive Wirkung von viel Kalium - es geht um (>)30mg/l - auf Magnesium gibt es hier im FG ein eindrucksvolles Beispiel. Es bietet sich an den gegenseitigen Antagonismus von Kalium und der Summe von Ca und Mg zu betrachten.

Gruß, Nik
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Beitragvon Matz » 19 Okt 2013 09:05
Moin, moin, Hallo Miri :-),
nach all der interessanten Theorie wollte ich mal nachfragen, was dein reales Becken denn nun so macht?
Neu eingerichtet? Wächst es? Gibt's mal ein Bild?
Ich drück' jedenfalls weiterhin die Daumen.
Ein schönes WE wünsch' ich dir.
Bis bald,
:bier:
Grüssle :-), Matthias
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Beitragvon DAU » 19 Okt 2013 21:40
Hallo Nik

Ich fersuche es mal für mich einfacher zu beschreiben und hoffe das ich es richtig verstanen habe.
Ist dann die grund annahme das ab einem K gehalt von 30 die aufnahme von Mg und Ca gehemt ist ?
M.F.G. Holger
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Beitragvon nik » 20 Okt 2013 14:13
Hallo Holger,

nein, da die hemmende Wirkung einer Menge Kalium von der Menge Ca und Mg abhängt und auch noch weitere Dinge eine Rolle spielen, kann man nicht einen fixen Wert angeben. Ich würde nur soweit gehen und sagen es braucht schon üppig Kalium um mit Ca oder Mg Probleme zubekommen. Zurzeit geht der allgemeine Trend in Richtung geringerer K-Gehalte und das halte ich für günstig.

Gruß, Nik
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Beitragvon DAU » 20 Okt 2013 16:55
Hallo Nik

Meine Beobachtungen in die Richtung ist das der Optimum am Wachstum ist wenn ich K und Mg ungefähr gleich halte, natürlich habe ich da noch keine Langezeit Erfahrung drüber. Wie würdest du das Verhältnis einschätzen ?
Natürlich weis ich das das nur eine Arbeitstheorie ist die zu beweisen gilt.
M.F.G. Holger
Zuletzt geändert von DAU am 20 Okt 2013 17:10, insgesamt 1-mal geändert.
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