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Postby Maggie » 03 Jan 2014 21:29

Probleme:

Wie lässt sich das Problem generell beschreiben? [z.B. Algen, schlechter Pflanzenwuchs, etc.]*

An einer einzigen Stelle im Aquarium bleicht die Staurogyne repens aus und verliert die Blätter. Dieses begann mit einer Pflanze und scheint sich nun auf die umliegenden auszubreiten.

Wurden in letzter Zeit großartige Veränderungen am Aquarium durchgeführt? [z.B. Änderung der Düngung, des Lichts, der Technik, etc.]*

Das Becken befindet sich noch in der Einlaufphase und unterliegt ständigen Veränderungen.

Allgemeine Angaben zum Becken:

Standzeit des Aquariums:* 14 Tage

Größe des Aquariums [Maße (LxBxH in cm) & Bruttoliter]:* 100 x 40 x 50 - 200 Liter

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* Poolfiltersand 0,4-0,8 mm

Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* Moorwurzeln, schwarze Steine

Beleuchtung:

Beleuchtungsdauer:* 12 Stunden

Welche Lampen sind im Einsatz? [Angaben bitte mit Anzahl, Art (z.B. T5, LED, HQI, etc.), Reflektoren, Wattzahl, Farbtemperatur. Zum Beispiel 2x T5 24 Watt 865]*

Derzeit noch 3 T8-Röhren (je 30 Watt), davon eine mit Reflektor und eine Energiesparlampe 13 Watt. Für nährere Angaben müsste ich jetzt die gesamte Beleuchtung auseinander nehmen, ich denke aber nicht, dass die Beleuchtung hier mein Problem ist.

Filterung:

Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

Hamburger Mattenfilter


Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* Filtermatte, angeimpft an Tag 4 mit Mulm

Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* 400 Liter/Stunde

CO2 Anlage (falls vorhanden):

Art der CO2 Anlage [Bio CO2 oder Druckgas]:* Druckgas-CO2 Anlage

Nachtabschaltung vorhanden?* Ja

pH Steuerung vorhanden?* Nein

Welche Farbe hat der Dauertest? dunkelgrün

Welche Indikatorflüssigkeit wird für den Dauertest genutzt? [Hersteller, ggf. KH-Wert der Flüssigkeit] Aquarebell, 20mg/l

Wasserwerte im Aquarium:

gemessen am:* 3.1.2013

Temperatur in °C:* 26,5

Düngung:

Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

Aqua Rebell Mikro Basic Eisenvolldünger täglich 2 ml
Aqua Rebell Makro Basic Nitrat täglich 3 ml
18 Gramm Bittersalz (Heptahydrat) auf dem gesamten Becken


Wasserwechsel:

Wie oft wird wie viel Wasser gewechselt:* bisher erst einmal 50% nach 7 Tagen

Wird reines Leitungswasser benutzt:*Ja

Wird das Wasser aufbereitet? Wenn ja bitte das Aufhärtesalz oder andere wasseraufbereitende Mittel angeben: 0,112 mg / l Bittersalz (Heptahydrat)

Pflanzenliste:

Micranthemum sp. "Montecarlo-3"
Staurogyne repens
Hygrophila pinnatifida
Hydrocotyle cf. tripartita
Cryptocoryne wendtii ''braun''
Anubias barteri var. nana
Vallisneria nana "Tiger"
Blyxa japonica var. japonica
Riccardia spp.
Taxiphyllum sp. "Flame Moss"
Taxiphyllum sp. "Spiky Moss"
Taxiphyllum sp. "Peacock Moss"
Vesicularia montagnei "Christmas Moss"
Ceratophyllum demersum


Zu wie viel Prozent (geschätzt) ist der Boden mit Pflanzen bedeckt?* 70

Besatz:

15 x Red Fire Sakura Garnelen (Neocaridina heteropoda "Sakura")
20 x Kardinalfisch (Tanichthys albonubes)
13 x Turmdeckelschnecke (Melanoides tuberculata)
5 x Amanogarnele (Caridina japonica)
1 x Zebra-Rennschnecke (Neritina turrita)

2 x Zebra-Rennschnecke (Vittina coromandeliana


Wasserwerte des Trinkwasserversorgers:

Leitungswasser KH-Wert:* 7,3

Leitungswasser GH-Wert:* 12,2

Leitungswasser Ca-Wert (Calcium):* 79

Leitungswasser Mg-Wert (Magnesium):* 6,3

Leitungswasser K-Wert (Kalium):* 3,2

Leitungswasser NO3-Wert (Nitrat):* 2,5

Leitungswasser PO4-Wert (Phosphat): 0,3-1

Weitere Informationen und Bilder:


Hi,

seit ein paar Tagen beobachte ich ein Phänomen, bei dem ich nicht recht weiß, wie ich es Deuten soll und wie ich darauf reagieren soll.

An nur einem einzigen Punkt im Aquarium geht es meiner Staurogyne repens nicht gut. Das Problem scheint sich punktuell auszubreiten und bereitet mir etwas Sorgen. Vor ein paar Tagen betraf es nur eine Pflanze, die im blauen Kreis. Wie man sieht sind ihre Blätter schon alle weg gegammelt. Inzwischen hat es drei weitere Pflanzen getroffen, die um diese Pflanze herum stehen (siehe rote Kreise). Es scheint sich also an den Kontaktstellen auszubreiten. Alle anderen Staurogyne-Pflanzen im Becken haben diese Anzeichen nicht!





Was genau passiert hier? Ich habe selber nur zwei Theorien:
- Ein Virus, das sich nicht über die Wassersäule ausbreiten kann, sondern nur von Blatt zu Blatt weitergegeben werden kann
--> Bekämpfung: befallene Pflanzen entsorgen und am besten die direkt benachbarten ebenso.
- Einer der beiden Steine gibt einen Hemm- oder Schadstoff ab.
--> Bekämpfung: Die beiden verdächtigen Steine austauschen oder gründlich abwaschen. Die Steine wurde ungewaschen ins Aquarium gegeben, möglicherweise ist hier etwas auf einem der beiden Steine drauf?

Zunächst hatte ich auch den Verdacht, etwas könnte sich in den Sandboden eingeschlichen haben. Das kann man aber ausschließen, da die Fäule an den Blattspitzen beginnt und nicht die ganze Pflanze gleichmäßig befällt, sondern die Blätter, die zu der blau eingekreisten Pflanze hinzeigen zuerst betroffen sind.

Die Frage ist nur, kennt von euch jemand dieses "Krankheitsbild" vielleicht schon und kann den Kreis der Verdächtigen einschränken? Oder ist vielleicht etwas ganz anderes verantwortlich?
LG Maggie

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Postby Acciola » 03 Jan 2014 22:05
Hallo Maggie,

misst du die Wasserwerte des Aquariumwassers und wenn ja, mit welchen Tests?

Gruß,
Olaf
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Postby Maggie » 03 Jan 2014 22:24
Leider habe ich noch keine Tests, warte noch auf das Paket. Hat sich durch die Feiertage alles verzögert :-/
Ich kann die Wasserwerte momentan nur anhand von den öffentlichen Leitungswasserwerten und dem, was ich zudünge, rechnerisch ermitteln.

Ich wurde eben im Chat darauf hingewiesen, dass es sich um einen Nährstoffmangel handeln könnte, der strömungsabhängig auch punktuell auftreten kann. Eisenmangel? Mir wurde geraten Eisen auf Stroß zu düngen und zwei Tage zu warten, da der Rest der Staurogyne auch nicht so grün aussieht wie sie sollte. Habe leider keine Übung darin kranke von gesunden Pflanzen zu unterscheiden.
LG Maggie

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Postby Acciola » 03 Jan 2014 22:45
Das ist dann der Anfang des Problems, die Lösung wirst du ohne (hochwertige) Tests nicht finden.
Für K & NO3 bedeutet das M&N, für PO4 soll auch der JBL (sensitiv) funktionieren.
Tests für Ca oder Mg schaden auch nicht, das jeweils andere kann man ja berechnen :wink:
Trinkwasseranalysen können schwanken...
Die ganze Nährstoffgeschichte ist aber sehr komplex und ich selbst habe da noch mehr zu lernen, als ich bis jetzt verstanden habe.
Wenn ich spekulieren sollte, würde ich eher auf P-Mangel tippen...
K-Anreicherung kann genauso zu Problemen führen...
Diese Threads kennst du?:
Arams Düngesysteme
die Düngeberechnung dazu
K-armer N-Dünger
Der letzte wurde für mich scheinbar zum Problemlöser, die Optimierung des Verhältnisses von Ca:Mg:K bring mich erstmals wirklich vorran!
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Postby Biotoecus » 03 Jan 2014 23:27
Hi,

absterbende emerse Blätter können das aber nicht sein? Oder?

Beste Grüße
Martin
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Postby Maggie » 04 Jan 2014 00:12
Hi,

@ Martin: nein die Pflanzen waren alle bereits submers.

@ Acciola

Vielen lieben Dank für die Links!
Den ersten Link kannte ich und den hatte ich auch als Basis genommen um mein Düngekonzept festzulegen. Da im Leitungswasser von Hannover im Mittel 0,3 mg/l Phosphat vorhanden sind, Maximalwerte sogar bis 1 mg/l, habe ich mich erstmal für eine phosphatreduzierte Düngung entschieden. Allerdings (!) muss ich betonen, dass in manchen Stadtteilen das Phosphat auch unter der Nachweisgrenze liegt und ich nicht weiß, ob mein Stadtteil dazu gehört!! Ohne Tests ist das jetzt leider sone Sache :? Wenn ichs schaffe nehm ich morgen mal ne Wasserprobe mit in Zooladen und frage ob die testen, wenn Phosphat fehlt nehm ich gleich nen Phosphatdünger mit. Oder besser gleich einen NPK? Ist das ok wenn man verschiedene Hersteller mischt? Soll ich das Aquariumwasser testen lassen oder das Leitungswasser? Oder beides?

Nach dem Lesen von dem zweiten Link sowie dem Studieren der Links zu den Mangelerscheinungen und den Algen und Nachrechnen bin ich darauf gestoßen, dass ich wohl zu wenig Nitrat dünge.

An Algen habe ich Kieselalgen, Fadenalgen, Fusselalgen und leider seit heute scheinbar auch Cladophora. Alle zeigen Nitrat- und CO2-Mangel an. Das passt auch zu der generell hellen Farbe der Staurogyne und dem Montecarlo-3. Eisenmangel zeigen die Pflanzen meiner Meinung nach nicht an, da eher die alten Blätter betroffen sind als die neuen. Zwar färben sich die Triebspitzen des Hornkrauts dunkel, aber das liegt eher an den Kieselalgen, die sich da angeheftet haben. Die Vallisneria und die Hydrocotyle sehen beide völlig gesund aus in meinen Augen, was Eisenmangel ebenfalls ausschließt.

Ich werde gleich mal eine Stoßdüngung NK-Dünger vornehmen und dann die tägliche Düngung um 50% anheben (auf 1,5 mg/l Nitrat ). Eisenvolldünger habe immer genau richtig gegeben mit 2 ml pro Tag auf 160 Liter. Das werde ich beibehalten. Das Kalium wird durch die beiden Dünger auch auf 1,8 mg/l pro Tag angehoben.
Außerdem versuche ich morgen mal das CO2 noch etwas anzuheben, da der Test noch nie hellgrün war.

Die ganzen Überlegungen sind nur meine Gedanken, bitte korrigiert mich, wenn ich irgendwo etwas falsch interpretiert habe!!
LG Maggie

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Postby Acciola » 04 Jan 2014 10:07
Moin Maggie,

habe ich mich erstmal für eine phosphatreduzierte Düngung entschieden.

Auch wenn dein LW (möglicher weise) etwas P mitbringt, ist das eher phosphatfreie Düngung, was du da betreibst :wink:
Alle zeigen Nitrat- und CO2-Mangel an. Das passt auch zu der generell hellen Farbe der Staurogyne und dem Montecarlo-3.

NO3-Mangel & PO4-Mangel können recht ähnlich aussehen. Da du ja NO3 zuführst, PO4 aber nicht und keine unmengen schnell wachsender Pflanzen im Becken hast, ist N-Mangel eher auszuschließen.
die tägliche Düngung um 50% anheben (auf 1,5 mg/l Nitrat )...Kalium wird durch die beiden Dünger auch auf 1,8 mg/l pro Tag angehoben.

Du führst mehr K als N zu.
Soweit ich das verstanden habe wird K nicht so schnell verbraucht wie N, reichert sich also an :wink:
Das Problem bleibt aber bei (fast) allen fertigen Düngern, K muss also durch große Wasserwechsel wieder ausgetragen werden. Ansonsten ist es kein Problem, Dünger unterschiedlicher Hersteller zu mischen, man sollte aber die Zusammensetzung kennen.
Da der Nährtsoffverbrauch auch in gut laufenden Becken durchaus schwanken kann, zB. nach Rückschnitt, kommt man idR. um verlässliche Tests nicht herum. Nur so weis man, was die Pflanzen verbrauchen & kann die Düngung anpassen.
Soll ich das Aquariumwasser testen lassen oder das Leitungswasser? Oder beides?

Ruhig beides, auf NO3, PO4, K, Ca und/oder Mg & GH!
An Algen habe ich Kieselalgen, Fadenalgen, Fusselalgen und leider seit heute scheinbar auch Cladophora. Alle zeigen Nitrat- und CO2-Mangel an.

Auf Algen als Indikator würde ich in der Einlaufphase nicht so viel geben :wink:
Mehr Co2 schadet aber sicher nicht, pass nur auf den Besatz auf.

ps. übrigens hatte ich dieses Schadblid an Staurogyne auch mal. Hab damals aber auch nicht gemessen, würde rückblickend auch da auf PO4-Mangel (evtl. in Kombi mit hohen K-Werten) tippen :?

pps. der Name vom Acciola steht in der Signatur :( :D :lol:

Grüße,
Olaf
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Postby java97 » 04 Jan 2014 12:06
Hallo Maggie,
Du düngst tgl. nur ca. 0,75 mg/l NO3. Das ist schon extrem wenig.
Die NO3-Düngung kräftig anzuheben (mindestens verdoppeln), ist sicherlich ein guter Schritt.
allerdings solltest Du mittelfristig für die tgl. Düngung auf den Spezial N umsteigen und den Basic N nur zum Aufdüngen des Wechselwassers auf 10-20 mg/l nutzen. PO4 würde ich ebenso düngen, vorerst (bis Du einen Test hast) ca. 1mg/l wöchentlich.
Ansonsten kann ich Olaf, was die Tests betrifft, nur beipflichten.
schöne Grüße
Volker
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Postby Maggie » 04 Jan 2014 12:19
Hi Olaf,

sorry iwi hatte ich deinen Namen übersehen, weil die Schrift grün ist und ich sie für einen Link hielt :roll:

Okay ich werde mir wohl Nitrat, Kalium und Phosphat als Einzeldünger zulegen. Das nervt ja total mit diesen Mischungen. Dass ich Kalium mehr dünge als Nitat ist mir noch gar nicht aufgefallen, gut gesehen, vielen Dank für den Hinweis :irre:

Habe heute Nachricht über ein Paket bekommen. Da sind meine Tröpfchentests drin. Leider rückt die Post das Paket vor Montag 9:00 Uhr nicht raus, d.h. ich kann erst Montag Abend nach der Arbeit testen. In dem Paket enthalten sind Tests für NO2, NO3, pH, GH, KH, Eisen und PO4.
Die M&G Tests sind mir momentan in der Anschaffung zu teuer, da das Aquarium mit allem drum und dran schon mehr verschlungen hat als ich eingeplant hatte und zu Jahresbeginn auch wieder die üblichen Rechnungen anfallen (z.B. über 250 Euro Stromnachzahlung).
Das Verhältnis von Magnesium und Calcium habe ich mir deswegen erstmal anhand der Leitungswasserwerte eingestellt. Calcium geht von 72 bis 89 mg/l, im Schnitt 79. Magnesium von 4,2 bis 12, im Schnitt 6,3.
Ich gehe im Becken von einem Nettovolumen von 140 Liter aus und gebe 18 Gramm Bittersalz (Heptahydrat) hinzu und komme damit rein rechnerisch auf auf ein Verhältnis von 3,6 bis 4,2 zu 1 (Ca:Mg).
Soll ich noch ein bischen mehr Bittersalz zugeben? Das Verhältnis ist glaube ich schon unterste Grenze und man weiß ja auch nicht genau, wieviel Magnesium verbraucht wird. Das Problem ist nur, dass ich so schon eine rechnerische GH von 15,2 habe (12,2 aus LW). Wenn ich das Verhältnis auf 2:1 einstellen würde müsste ich 46 Gramm Bittersalz zugeben und käme auf eine GH von fast 20.
Vielleicht sollte ich mir Magnesiumnitrat zulegen, da schlage ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe...

In welchen Verhältnis sollten eigentlich Mg:Ca:K sein? Irgendwie hab ich das noch nicht so richtig rauslesen können.

Soll ich denn die Anhebung der Nitrat-Düngung um 50% erstmal sein lassen, bis ich meine Phosphatwerte kenne und mit Phosphat gegendüngen kann? Wäre ja doof wenn es am Phosphat liegt und ich das Ungleichgewicht noch mehr auf Seite des Nitrats verschiebe?


*edit*

Danke Volker für deinen Beitrag. Bist du vom Bruttovolumen ausgegangen? Ich berechne alles mit einem Nettovolumen von 140 Liter und komme auf 1 mg/l Nitrat täglich. Wollte jetzt um 50% angeben auf 1,5 mg/l.

Ich hab mir gerade mal den Makro-Spezial N von AR angesehen. Da ist wieder Calcium und Magnesium drin (von Calcium hab ich mehr als genug) und auch wieder Kalium, wenn auch nur 1/3 von dem Basic N. Aber auch damit käme ich zusammen mit dem Eisenvolldünger noch auf eine tägliche Düngung von 1,2 mg/l Kalium. Ich glaube das Problem ist der Eisenvolldünger, der enthält irre viel Kalium...

Würdest du Phosphat wirklich erstmal düngen, ohne die Werte zu kenne? Ich dachte Phosphat ist einer der Hauptauslöser für Algenblüten. Oder unterliege ich da einem uralten Aberglauben?
LG Maggie

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Postby Maggie » 04 Jan 2014 14:10
So ich hab mir jetzt eine KH2PO4-Lösung besorgt und werde damit heute auf Stoß 1 mg/l düngen. Mal gucken was passiert.

:tnx:

Wie lange dauert das bis man erste Ergebnisse, auch als Ungeübter sieht? Werden die ausgeblichenen Blätter wieder dunkler oder sieht man Erfolge nur an den neu nachwachsenden Blättern dann?
LG Maggie

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Postby Tigger99 » 04 Jan 2014 15:46
Maggie,
Da bin ich doch mal gespannt, was dabei raus kommt :pfeifen:
Schönen Gruß
Dirk
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Postby Schattengewächs » 04 Jan 2014 15:51
Hallo Maggie,

um Ca und Mg zu bestimmen gibt es von Sera einen Ca/Mg Test. Der ist zwar für Meerwasser, weil man da halt dauernd die Gehalte einstellen und nachliefern muss, aber prinzipiell ist es wurscht, ob Du den mit Süßwasser, Meerwasser oder Leitungswasser machst.

Der Testsatz besteht aus zwei einzelnen Schritten.
Im Ersten wird Ca plus Mg gemessen, weil das Reagenz zwischen beidem nicht unterscheiden kann. Anschließend macht man den Test auf Mg, der NUR Mg erfasst und zieht den zweiten Wert (Mg) vom ersten (Ca+Mg) ab, ergibt dann aus Test 2 den Mg-Gehalt und aus der rechnerischen Differenz zu Test 1 den Ca-Gehalt in den Proben.

damit kannst Du dein AQ-wasser, dein Leitungswasser und den Gehalt an Ca und Mg im laufenden Betrieb im Becken unter der Woche bestimmen. Dann würdest Du sehen, was Du drin hast, zudüngst und was wieviel verbraucht wird...

Von Cryptocorynen kenne ich aus eigener Erfahrung das Problem, dass diese Pflanzen, selbst aus submerser Kultur, oft Umstellungsschwierigkeiten haben, wenn man sie ins eigene Becken pflanzt. Blätter lösen sich auf nachdem sie glasig werden, dann zerfleddert aussehen, bis sie sich samt Stängel von der Basis lösen. Entweder betrifft das nur einzelne Blätter oder das geht nach und nach durch die ganze Pflanze, bis alle alten Blätter weg sind. Liegt nur eine Anpassungsschwierigkeit vor und keine Cryptocorynenfäule, so werden einfach wieder neue und diesmal angepasste Blätter gebildet. (Selbst von der Fäule kann sich die Pflanzen wieder erholen, so lange nicht die Wurzel abstirbt)

Ich hoffe Du findest bald eine Lösung für dein Problem. damit es bald wider heißt :grow:
Viele Grüße
Regina

Wer schon ein Glas aufstellt, muss auch Wasser hinein geben. Halbe Sachen macht man nicht!
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Postby Acciola » 04 Jan 2014 18:04
Hi Maggie,

Wie lange dauert das bis man erste Ergebnisse, auch als Ungeübter sieht?

Wenn deine Pflanzen auch sonst sichtbar "assimilieren" sollte das Perlen noch am selben Tag zunehmen wenn man morgens aufdüngt.

Würdest du Phosphat wirklich erstmal düngen, ohne die Werte zu kenne? Ich dachte Phosphat ist einer der Hauptauslöser für Algenblüten. Oder unterliege ich da einem uralten Aberglauben?

Ja, als Versuch auf jeden fall, das mit der Algenblüte bezieht sich auf Naturgewässer ohne viele Wasserpflanzen, nicht auf Pflanzenaquarien. Steht irgendwo im Forum...

Soll ich denn die Anhebung der Nitrat-Düngung um 50% erstmal sein lassen,...Wäre ja doof wenn es am Phosphat liegt und ich das Ungleichgewicht noch mehr auf Seite des Nitrats verschiebe?

Hohe NO3-Werte sind idR. unproblematisch, bei zu hohen K-Werten sieht das scheinbar oft anders aus.

Soll ich noch ein bischen mehr Bittersalz zugeben?...müsste ich 46 Gramm Bittersalz zugeben und käme auf eine GH von fast 20.

Hohe GH ist wohl auch unproblematisch, anders als hohe KH. Andreas S hat dazu was geschrieben, glaube ich, finde es aber grad nicht mehr...
Das Ca:Mg-Verhältnis ist aber nicht so eng zu sehen, kannst du anheben o. erstmal so lassen, wie du willst.

In welchen Verhältnis sollten eigentlich Mg:Ca:K sein?

Ich selbst probiere grade Ca:Mg:K 45-50:16-20:8-10mg/L. Das hat wie immer aber keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.
Lass dich davon aber nicht verrückt machen, jedes Becken läuft etwas anders und es braucht teilweise Wochen, bis man wirklich Resultate sieht.

Die M&G Tests sind mir momentan in der Anschaffung zu teuer, da das Aquarium mit allem drum und dran schon mehr verschlungen hat als ich eingeplant hatte....

Jup, kann ich gut nachvollziehen.
Aquaristik ist leider erstmal mit hohen Folgekosten verbunden...
Das Problem ist , das die M&N-Tests bei K & NO3 leider alternativlos sind, Volker ist da ja auch leidgeprüft :wink:
Für K bräuchte man sonst ein Fotometer (sehr teuer) o. einen DIY-Test, die Chemikalien dafür sind wohl auch nicht billig. Der JBL Test für NO3 misst Mist, wie man so schön sagt! Bei manchen viel zu viel, bei anderen viel zu wenig, je nach Charge!

Ich würde den Spezial N besorgen und Arams "Lösungsvorschlag 1 / Basiskonzept + Stickstoff" versuchen & K mit wöchentlichen WW's im Zaum halten (mehr als 50%)
Vielleicht klappt es dann auch ohne K-Test, PO4 solltest du aber oft messen und nie ganz auf 0 sinken lassen oder zumindest nicht lange.
Einen separaten K-Dünger brauchst du mMn. nicht, der ist nur für bestimmte Soils, die K anfangs stark binden.
Falls doch, schick mir ne PN, ich hab hier noch nen halben Liter ungenutzt rumstehen :D
Magnesiumnitrat ist auch nicht schlecht, gewinnt vor allem dann an Bedeutung wenn man in Richtung Altwasser will, genauso wie Urea....das wird jetzt aber zu umfangreich würde ich sagen, mach dir nicht zu viele Baustellen auf :wink:

Als Lesestoff kann ich (neben den schon genannten Links) sehr die Beiträge von Nik, Kurt, Werner (channaobscura), Andreas S. & Sascha (bocap) empfehlen, da kann man einiges lernen. Wie gesagt, das Thema Nährstoffe ist sehr umfangreich.

Grüße,
Olaf
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Postby Biotoecus » 05 Jan 2014 15:09
Hallo Maggie,

Ich habe gerade mal hier in Hannover Döhren das Leitungswasser auf Ca und K gemessen.
Ca 80 mg/l
K 3,5 mg/l

Was Enercity auch so angibt.
Also mit den Werten kannst Du schon rechnen.

Beste Grüße
Martin
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Postby Maggie » 05 Jan 2014 16:00
Hallo ihr drei,

danke für eure Tipps :)

Vielen Dank Martin, fürs Nachmessen! Komme zwar aus einem anderen Stadtteil, aber die Schwankungen halten sich ja in Schwankungen. Du liegt recht gut nahe des Mittelwerts.

Meine Pflanzen assimilieren immernoch nicht sichtbar! Es steigen zwar kleine Gasblasen auf, aber ich glaube die kommen aus dem Sand, der immernoch Luft gespeichert hat vom Einrichten. Ich sehe an den Blättern keine Gasblasen hängen. Ich habe aber auch gehört, dass Pflanzen gut wachsen, ohne dass das Becken sich in einen Whirlpool verwandelt.

Wie erwähnt habe ich jetzt erstmal NK auf Stoß gedüngt und Phosphat (KH2PO4) auf 1 mg/l auch auf Stoß gedüngt (gestern). NK dünge ich jetzt täglich doppelt so viel wie vorher. Auch CO2 drehe ich nach und nach weiter auf und versuche den Dauertest hellgrün zu bekommen. Außerdem habe ich die Filterströmung erhöht sowie den Auslass des Filters anders positioniert, sodass die Strömung sich (hoffentlich) besser verteilt.

Jetzt brauche ich nur noch einen guten N-Dünger, der am besten weder K noch Ca mitschleppt. Tipps? Bin auch bereit und in der Lage mir ggf. was selbst zu mischen.

Hohe GH wäre nicht so toll für meinen Garnelen... deswegen würde ich gern vermeiden, noch mehr Bittersalz rein zu schütten.

Morgen bekomme ich meine Tröpfchentests, dann kann ich euch die Werte der 7 genannten Parameter übermitteln. Schade dass du gleich schon sagst, der NO3-Tröpfchentest nichts taugt... hmm... er ist zwar nicht von JBL, sondern ein No-Name-Produkt, aber ich denke die Tests nehmen sich da nicht viel.

Zu einem Photometer hätte ich Zugang. Ließen sich denn K und Ca damit messen? Wer bietet sowas an?
LG Maggie

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