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Beitragvon nik » 10 Jan 2019 09:42
Hallo Kevin,

kiwey1993 hat geschrieben:
unbekannt1984 hat geschrieben:...
Bei den 500l würde ich (von meinem Osmocote) 100g jedes halbe Jahr in den Bodengrund bringen, damit hält der 1500g Beutel 7,5 Jahre (bei überschaubaren Kosten von ca. 10€). Damit wäre PO4 so ziemlich gedeckt, Eisenvolldünger, Stickstoff und Kalium müssten weiterhin gedüngt werden.


Das hört sich echt brauchbar an und scheint es um einiges zu vereinfachen. Auch der Kostenfaktor scheint um einiges besser zu sein :sceptic:

Als Bodengrund nutze ich Poolfiltersand mit 0,4-0,8mm Körnung. Ich werde mir das mit der Berechnung noch genauer ansehen.
Das Bedeutet dieses System u.A. hat den Vorteil, dass die Nährstoffe nicht nur im Wasser sind, sondern auch im Bodengrund? Mal abgesehen von der langen "Haltbarkeit" im Wasser und dem super Preis.

Und ob die Nährstoffe durch den Sand ins Wasser gelangen ist mir noch etwas fraglich, da der Sand ja doch relativ fein ist.

zum letzten Punkt kann ich helfen. Der Sand ist viel durchlässiger als du annimmst. Der ist so durchlässig, dass ich das nutze um über eine Bodenkammer unter dem Sand eine Düngelösung zuzuführen um durch den Sand das Freiwasser aufzudüngen. Sinn der Übung ist im sonst ungedüngten Sand eine höhere Nährstoffkonzentration zu erreichen. Die Passage durch den Sand mittels Diffusion ist so schnell, dass ich die Bodenkammer täglich aufdüngen muss.

Die bessere Vorstellung ist, der Sand trennt gar nicht ab, verzögert nur geringfügig. Ich habe mir mal einen kleinen Teich versaut, weil ich Düngestäbchen in den Sand gesteckt hatte. Was Torsten macht hat Versuchsstatus und dass der Sand das "absperrte" ist ein vergeblicher, frommer Wunsch. Warum ich bei meiner Betriebsweise Phosphat minimiere liegt an der ausgesprochenen Bindungsfreudigkeit, kannst du mehr in meiner Sig zu lesen.

Nicht desto trotz würde es mich brennend interessieren, wie die hohe Ausfällung im Bodengrund zustande kommt.
Da bin ich noch genau nicht dahinter gekommen.

Ziemlich wahrscheinlich eine bakterielle Erscheinung. Da ist Licht, geschützt, nährstoffreich, Cyanobakterien mögen das. Ein Bild hülfe. ^^ Biofilm/Mikroflora spielen eine herausragende Rolle für den erfolgreichen Betrieb eines Aquariums. Was ich in meiner Sig weiters beschreibe, geht im Grunde nur darum eine sinnvolle Entwicklung der Mikroflora zu begünstigen. Erreicht man das, wird es erstaunlich schwer so ein Becken noch aus der Bahn zu werfen.

Wenn ich das richtig deute ist es so, dass falls ich Osmocote nutzen würde das Phosphat nicht mehr mit dem Eisen Ausfällt?

Natürlich macht es das, denn das Osmocote setzt ja ständig Phosphat frei. Meine Sanddiffusionsdüngung ist auch nur ein Spässje, ein Versuch, nicht weil es notwendig wäre, hat einfach den Charme den Bodengrund definiert aufdüngen zu können. Normalerweise verwende ich in meiner Betriebsweise ungedüngten Sand, dünge nur übers Wasser und halte Phosphat möglichst kurz und mache mir immer noch Gedanken darüber wie ich möglichst sinnvoll Pflanzenwachtum begrenze.

Gruß Nik
So wenig [füge hier eine beliebige beinflussende Maßnahme ein] wie nötig.

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- funktioniert bestens mit ungedüngtem Sand
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nik
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Beitragvon kiwey1993 » 10 Jan 2019 12:03
Hallo Nik,

danke für deine Antwort :smile:

Hallo Kevin,

nik hat geschrieben:
kiwey1993 hat geschrieben:Und ob die Nährstoffe durch den Sand ins Wasser gelangen ist mir noch etwas fraglich, da der Sand ja doch relativ fein ist.

zum letzten Punkt kann ich helfen. Der Sand ist viel durchlässiger als du annimmst. Der ist so durchlässig, dass ich das nutze um über eine Bodenkammer unter dem Sand eine Düngelösung zuzuführen um durch den Sand das Freiwasser aufzudüngen. Sinn der Übung ist im sonst ungedüngten Sand eine höhere Nährstoffkonzentration zu erreichen. Die Passage durch den Sand mittels Diffusion ist so schnell, dass ich die Bodenkammer täglich aufdüngen muss.

Die bessere Vorstellung ist, der Sand trennt gar nicht ab, verzögert nur geringfügig. Ich habe mir mal einen kleinen Teich versaut, weil ich Düngestäbchen in den Sand gesteckt hatte. Was Torsten macht hat Versuchsstatus und dass der Sand das "absperrte" ist ein vergeblicher, frommer Wunsch. Warum ich bei meiner Betriebsweise Phosphat minimiere liegt an der ausgesprochenen Bindungsfreudigkeit, kannst du mehr in meiner Sig zu lesen.

Das ist doch mal eine Aussage. Das mit Osmocote hört sich schön an aber ich genieße das auch mit vorsicht, weshalb ich mich erst einmal auf die Wassersäulendüngung konzentriere. Damit ich die mal richtig und optimiert "in den Griff" bekomme.

nik hat geschrieben:
kiwey1993 hat geschrieben:Nicht desto trotz würde es mich brennend interessieren, wie die hohe Ausfällung im Bodengrund zustande kommt.
Da bin ich noch genau nicht dahinter gekommen.

Ziemlich wahrscheinlich eine bakterielle Erscheinung. Da ist Licht, geschützt, nährstoffreich, Cyanobakterien mögen das. Ein Bild hülfe. ^^ Biofilm/Mikroflora spielen eine herausragende Rolle für den erfolgreichen Betrieb eines Aquariums. Was ich in meiner Sig weiters beschreibe, geht im Grunde nur darum eine sinnvolle Entwicklung der Mikroflora zu begünstigen. Erreicht man das, wird es erstaunlich schwer so ein Becken noch aus der Bahn zu werfen.

Okay. ich liefer heute Nachmittag/Abend einige Bilder dazu.
Bzgl. des Microfilms bin ich mir bewusst. Also gehört es auch dazu, wöchentlich die Scheiben von grünen Algen zu befreien? Ich schau mal, ob sich seit Samstag schon was gebildet hat und ob ich es fotografiert bekomme.

nik hat geschrieben:
kiwey1993 hat geschrieben:Wenn ich das richtig deute ist es so, dass falls ich Osmocote nutzen würde das Phosphat nicht mehr mit dem Eisen Ausfällt?

Natürlich macht es das, denn das Osmocote setzt ja ständig Phosphat frei. Meine Sanddiffusionsdüngung ist auch nur ein Spässje, ein Versuch, nicht weil es notwendig wäre, hat einfach den Charme den Bodengrund definiert aufdüngen zu können. Normalerweise verwende ich in meiner Betriebsweise ungedüngten Sand, dünge nur übers Wasser und halte Phosphat möglichst kurz und mache mir immer noch Gedanken darüber wie ich möglichst sinnvoll Pflanzenwachtum begrenze.

Ja, ich denke das wird irgend wann auch ein Thema werden mit der limitierung :thumbs: *Hoffentlich*


Weiterhin einen schönen Tag.

Liebe Grüße,

Kevin
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Beitragvon Plantamaniac » 10 Jan 2019 13:08
Hei, im Filter und im Boden sammelt sich Schlamm aus Bakterien, EisenIIIPhosphat und Calcium an.
Diverse Spurenelemente werden sicher auch gebunden.
Die Bakterien fressen auch Dünger und produzieren Co2 im Gegenzug zehren sie Sauerstoff
Langsam geht das alles zu und wird immer sauerstoffärmer. Da kann es dann auch zur Nitratveratmung im Boden kommen (hab ich in 3 Becken mit viel Kies und Bodenfluter) und es entweicht als Stickstoff aus dem Becken...
Manche Tiere mögen diese Vorgänge nicht, vor allem Schnecken und Garnelen (irgendwie generiert dann auchnoch Schwefelwasserstoff dazu).
Insgesamt stört der Schlamm, wenn es zuviel wird, die erwünschten Vorgänge und unsere Düngung.
Also raus damit, aber nicht alles, weil es auchgleichende Wirkungen hat und positive Depotfunktion.
Es kann aber auch zu diversen Wechselwirkungen kommen. zb. Kalium und Magnesium, wenn das zviel wird.
Ich kann das nicht so gut erklären, weil ich in Chemie eine absolute Null bin :ops: .
Aber meine Erfahrung sagt mir...Filter und Boden regelmäßig (nicht zu gründlich) reinigen, großer WW und dann Düngen...
Dann haben die Pflanzen alles was sie brauchen und Störenfriede (zb. Phosphat) werden gebremst.
Dadurch das man möglichst viel übriges, ausgefallenes, angesammeltes, antagonistisches entfernt, kann die Komplette Düngung, die vollständige Düngesysteme mitbringen, wieder gut wirken.
Die Pflanzen zehren das auf, bunkern Nährstoffe und können davon einen ganze Weile gesund leben.
Irgendwann verschieben sich die Nährstoffe wieder in ungünstige Verhältnisse.
Dann geht das Spielchen wieder von vorne los. Filter, WW, Düngen.
Das ist auch das Prinzip des Estimative Index. Unlimitiert Nährstoffe zugeben, Pflanzen davon zehren lassen. Reste mit WW raus und neu aufdüngen, damit das Verhältnis wieder stimmt.
Nicht alle Pflanzen nehmen immer die gleichen Nährstoffe auf...Manche mögen das lieber, andere das...
Das ist einfacher, billiger und mind. genauso effektiv, wie messen (auch wegen Messfehlern :sceptic: ) und mit Einzelkomponenten nachdüngen ohne WW oder kleine WW. Weil damit erwischst Du die unerwünschten Depots nicht und es reichtert sich immer mehr an, bis nixmehr geht, dann steht Neueinrichten an.

Das einzige...Cladophora mag keine negativen Depots :keule: In unregelmäßig saubergemachten HMF Becken, wird sie immer dünner und verschwindet nahezu...Macht man den Filter sauber, WW und düngt...explodiert sie wieder...genauso wie Pflanzen die vorher nichtmehr wollten...

Wegen der gemeinen Wirkung von Phosphat, würde ich kein Osmocote im Aquarium haben wollen.
Bei mir ist auch ohne, genug Phosphat drin und wenn ich doch mal mehr haben will, dann nehm ich Ei, oder NPK mit irgendwelchem Nitrat um das Verhältnis zurechtzurücken. Das kann ich mal geben und wenns reicht aufhören damit...
Osmocote is drin und macht weiter, auch wenn Du nichtmehr willst...
VG Monika
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Beitragvon Kejoro » 10 Jan 2019 18:41
Hi Kevin,
Das ist doch mal eine Aussage. Das mit Osmocote hört sich schön an aber ich genieße das auch mit vorsicht, weshalb ich mich erst einmal auf die Wassersäulendüngung konzentriere. Damit ich die mal richtig und optimiert "in den Griff" bekomme.
Das ist richtig so. Mit dem von Nik beschriebenen Konzept können auch Exoten wie L. pantanal oder T. fluviatilis. Man merkt bei der Pantanal, dass sie noch mehr kann, im Sinne von schönerem Wuchsbild, aber die wächst gut und krüppelt nicht^^
Lerne anhand seinem Konzept den Einstieg, der kann gut ein paar Jahre dauern. Danach kann man seinen eigenen Weg finden.
Bzgl. des Microfilms bin ich mir bewusst. Also gehört es auch dazu, wöchentlich die Scheiben von grünen Algen zu befreien? Ich schau mal, ob sich seit Samstag schon was gebildet hat und ob ich es fotografiert bekomme.
Biofilm! :lol: Den anderen verwendet man zum Fotosmachen.
Pflege der Mikroflora :pfeifen: Scheibenputzen gehört nicht dazu. Wenn die Kiste läuft, brauchr es das auch gar nicht mehr. Ich bin da mittlerweile schmerzfrei, wenn ich kaum noch was durchsehen kann. Das beobachte ich immer, wie es sich entwickelt. Mittlerweile bekomme ich das auch zuverlässig weg, ohne kratzen oder radieren.
Fotos sind gut. Man kann das auch von der Seitenscheibe durchfotografieren, Beläge sieht man da recht zuverlässig.
Sauber, lichtabhängige Beläge, und das ist kein Spiegel mehr, wie beim sauberen.
Wenn man verstärkt auf sowas achtet, dann lernt man das irgendwann lesen.

Hey Moni,
Calcium verschwindet nicht so schnell mit dem Phosphat. Du sprichst ja immer die Gehäuseschäden bei Schnecken an. Alle Schnecken, die ich in meinem Aquarium habe, haben ein sognenanntes Periostracum, das den Kalk des Hauses schützt.
Das ist sogar sichtbar, wenn man ein leeres Haus in Salzsäure einlegt. Diese Schicht ist absolut säureresistent! Eine Mangelernährung, kann diese beschädigen und die Kalkschicht freisetzen. Dazu müsste sich mal Quellen suchen, viel finde ich auf Anhieb leider nicht dazu :(

Schöne Grüße
Kevin
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Beitragvon Plantamaniac » 10 Jan 2019 18:59
Hei, das weiß ich, mit der Hornschicht.
Aber warum sind die Schnecken in Becken, die älter als ein Jahr sind anfällig für Gehäuseschäden und in frischen, sogar Soilbecken mit Ph unter 6 bildhübsch?
Geht doch...PHS nach Reinigungsaktion

Gleiches Spiel mit maroden Schnecken, die in ein frisches Akadamabecken kamen...
Das ist so krass, wie die Gehäuse wieder gesund weiter wachsen.
Find nur leider das Bild gerade nicht.
Warum wachsen die Schnecken nach größeren Reinigungsaktionen wieder einwandfrei?
Warum ist der Schlamm bei überfälligen Becken gräulich/weißlich? Auch wenn man keine Tonminerale zufügt?
Ich glaube, das, wie in vielen Zusammenhängen beschrieben, das Phosphat Calcium bunkert.

Ich rede von Becken mit Innenfiltern/HMF, oder selten gereinigten, weil großen Außenfiltern.
Da sammelt sich schon einiges an.
Gerade Filter mit Einsaugschutz, nehmen nur feinste Partikel auf. Der Rest bleibt im Becken, bis es durch den Schutz passt oder eben gemulmt wird.
Ich hab jetzt auchmal überlegt, ob ich mir mal eine Flasche Microbelift Gravelcleaner kaufen soll, oder doch lieber mal eine Kompostaufschlämmung mache, um diese Berge zwischendurch mal abzubauen. Oder mal den Nitratwert beobachten, weil Nitrat ja zum Abbau gebraucht wird?
Gerade Becken die grad leer, also ohne Tier laufen, haben Mulmberge drin, die echt nicht von schlechten Eltern sind.
Aber das ist heller, flockiger Mulm. Nicht der dunkle, feine tief aus dem Boden oder Filter.
Egal, ich rede von älteren Becken. Da ist das auch nochmal anders als in Neuen.
VG Monika

Achja..hab mal wieder wegen den Schnecken diese Alten Beiträge gelesen.
Irgendwie findet man da auch immer gerne eine Begründung für das eine oder andere Problemchen.
http://www.deters-ing.de/Gastbeitraege/schlamm.htm
Unter anderm das Calcium festgehalten wird.
Heute habe ich mein Kardinalsgarnelenbecken sauber gemacht. Auch dort diese gräuliche Brühe.
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Beitragvon kiwey1993 » 10 Jan 2019 20:05
Hallo zusammen,

danke sehr für die vielen Antworten :)

Zuerst einmal die versprochenen Bilder.
Ich werde nach dem Abendessen auf eure Antworten reagieren. :thumbs:
Danke.

LG Kevin

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Beitragvon Plantamaniac » 10 Jan 2019 20:51
Hei, ja das an der Scheibe unterm Kies sind Cyanos.
Kenn ich auch.
Krass ist, wenn Wurzeln in diese Schicht reinwachsen, gehen die Cyanos weg und etwa 5mm um die Wurzeln ist der Kies sauber. Das kann daran liegen, das die Wurzeln Sauerstoff abgeben und mit Säure auch Spurenelmente wieder zurücklösen können.
In dem Folienartigen Belag kann auch "biogene Entkalkung" sein. Weil die Cyanos auch viel Co2 verbrauchen.
Gegen Cyanos hilft auch wenn sie im Becken sind, den Sauerstoff anzuheben.
Ich hatte im Sommer auch immer Probleme im Becken, da hat dann pimpen der Bakterien und Sauerstoffzufuhr, vor allem Nacht per Oxydator helfen.
Chiao Moni
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Beitragvon kiwey1993 » 11 Jan 2019 08:34
Guten Morgen Moni :smile:


Plantamaniac hat geschrieben:Hei, im Filter und im Boden sammelt sich Schlamm aus Bakterien, EisenIIIPhosphat und Calcium an.
Diverse Spurenelemente werden sicher auch gebunden.
Die Bakterien fressen auch Dünger und produzieren Co2 im Gegenzug zehren sie Sauerstoff
Langsam geht das alles zu und wird immer sauerstoffärmer. Da kann es dann auch zur Nitratveratmung im Boden kommen (hab ich in 3 Becken mit viel Kies und Bodenfluter) und es entweicht als Stickstoff aus dem Becken...
Manche Tiere mögen diese Vorgänge nicht, vor allem Schnecken und Garnelen (irgendwie generiert dann auchnoch Schwefelwasserstoff dazu).
Insgesamt stört der Schlamm, wenn es zuviel wird, die erwünschten Vorgänge und unsere Düngung.

Das war mir so noch nicht bewusst. Ich habe auch schon öfter gelesen, dass ein Filter mit viel Ansiedelungsfläche ein "Düngerkiller" sein kann. Aber was heißt das für mich? Den Filter öfter reinigen?
Aktuell reinige ich ihn, wenns hoch kommt, alle 4 Monate. Klar, dass der Filter nicht klinisch rein sein sollte.
Also raus damit, aber nicht alles, weil es auchgleichende Wirkungen hat und positive Depotfunktion.
Es kann aber auch zu diversen Wechselwirkungen kommen. zb. Kalium und Magnesium, wenn das zuviel wird.
Ich kann das nicht so gut erklären, weil ich in Chemie eine absolute Null bin :ops: .
Aber meine Erfahrung sagt mir...Filter und Boden regelmäßig (nicht zu gründlich) reinigen, großer WW und dann Düngen...

Das werde ich dann mal so ausprobieren. Aber was ist mit regelmäßig ca gemeint? Monatlich?
Dann haben die Pflanzen alles was sie brauchen und Störenfriede (zb. Phosphat) werden gebremst.
Dadurch das man möglichst viel übriges, ausgefallenes, angesammeltes, antagonistisches entfernt, kann die Komplette Düngung, die vollständige Düngesysteme mitbringen, wieder gut wirken.
Die Pflanzen zehren das auf, bunkern Nährstoffe und können davon einen ganze Weile gesund leben.
Irgendwann verschieben sich die Nährstoffe wieder in ungünstige Verhältnisse.

Wieso nennst du Phosphat einen Störenfried? :roll: :lol: Du meinst den Schlamm, den wir entfernen?
Dann geht das Spielchen wieder von vorne los. Filter, WW, Düngen.
Das ist auch das Prinzip des Estimative Index. Unlimitiert Nährstoffe zugeben, Pflanzen davon zehren lassen. Reste mit WW raus und neu aufdüngen, damit das Verhältnis wieder stimmt.
Nicht alle Pflanzen nehmen immer die gleichen Nährstoffe auf...Manche mögen das lieber, andere das...
Das ist einfacher, billiger und mind. genauso effektiv, wie messen (auch wegen Messfehlern :sceptic: ) und mit Einzelkomponenten nachdüngen ohne WW oder kleine WW. Weil damit erwischst Du die unerwünschten Depots nicht und es reichtert sich immer mehr an, bis nixmehr geht, dann steht Neueinrichten an.

Das einzige...Cladophora mag keine negativen Depots :keule: In unregelmäßig saubergemachten HMF Becken, wird sie immer dünner und verschwindet nahezu...Macht man den Filter sauber, WW und düngt...explodiert sie wieder...genauso wie Pflanzen die vorher nichtmehr wollten...

Klingt nach etwas, an dem man verzweifeln könnte, wenn man es nicht weiß :lol:
Wegen der gemeinen Wirkung von Phosphat, würde ich kein Osmocote im Aquarium haben wollen.
Bei mir ist auch ohne, genug Phosphat drin und wenn ich doch mal mehr haben will, dann nehm ich Ei, oder NPK mit irgendwelchem Nitrat um das Verhältnis zurechtzurücken. Das kann ich mal geben und wenns reicht aufhören damit...
Osmocote is drin und macht weiter, auch wenn Du nicht mehr willst...

Ja das mit dem Osmocote werde ich erst einmal sein lassen.
VG Monika

Auch an dich liebe Grüße von mir.

Kevin.
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Beitragvon Plantamaniac » 11 Jan 2019 08:59
Hallo, Problem ist...alles was mit "zu" anfängt ist nix.
Zuviel Phosphat is nix und zuwenig Phosphat ist auch nix.
In den meisten Gesellschaftsbecken, mit genug Tier und Pflanzenabfällen, wird sich nach einiger Zeit immer zuviel Phosphat aufhalten. Da es Depots bildet, siehe Gastbeitrag Deters oben...bekommt man das auch nicht mit normalen Wasserwechseln raus. Es messbar zu halten ist auch quatsch, weil die Depots immer größer werden. Da sie im Test nicht erscheinen. Wenn Düngen, dann auf Stoß und ausrechnen, wieviel das ist. Es ist in Becken über einem halben Jahr immer da, auch wenn man es nicht "sieht". Und es fesselt Dir dazu noch das Eisen und das Calcium.
Also, je nach Besatzmenge immermal raus damit.
Probier einfach mal, Filter putzen und großer Wasserwechsel, ohne Düngen.
(Ähm, seit wann steht nochmal Dein Becken? In frischen, unter einem halben Jahr/Jahr, sind die Depots meistens noch nicht so ausgeprägt.)
Das reicht bei mir oft schon, das die Pflanzen innerhalb von 1-2 Tagen losschießen :grow:
Nur um mal zu sehen, was passiert. Dann darfst Du wieder düngen, oder einfach mal bis zum Nächsten WW warten und dann erst wieder düngern.
Chiao Moni
Zuletzt geändert von Plantamaniac am 11 Jan 2019 09:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon kiwey1993 » 11 Jan 2019 09:01
Hallo nochmal :thumbs:
Plantamaniac hat geschrieben:Hei, ja das an der Scheibe unterm Kies sind Cyanos.
Kenn ich auch.

Das hatte ich Schon vermutet. Also tagsüber habe ich ja schon ziemlich viel Sauerstoff durch die Pflanzen.
Nachts, wie du sagst, könnte ich einen Oxydator nutzen.
Ein nettes Prinzip. Wie oft muss man diesen denn uuungefähr mit H2O2 auffüllen? Hängt natürlich von der Beckengröße ab. Ich würde einfach mal den Söchting bis 400 Liter bestellen.

Krass ist, wenn Wurzeln in diese Schicht reinwachsen, gehen die Cyanos weg und etwa 5mm um die Wurzeln ist der Kies sauber. Das kann daran liegen, das die Wurzeln Sauerstoff abgeben und mit Säure auch Spurenelmente wieder zurücklösen können.

Wäre mal interessant zu beobachten :D Ich habe leider nur das HCC direkt an der Scheibe, dessen Wurzeln sind nicht so lang. Vielleicht setzte ich mal eine andere Pflanze nach vorn.

In dem Folienartigen Belag kann auch "biogene Entkalkung" sein. Weil die Cyanos auch viel Co2 verbrauchen.
Gegen Cyanos hilft auch wenn sie im Becken sind, den Sauerstoff anzuheben.
Ich hatte im Sommer auch immer Probleme im Becken, da hat dann pimpen der Bakterien und Sauerstoffzufuhr, vor allem Nacht per Oxydator helfen.

Was meinst du mit "Pimpen" der Bakterien? :lol:
Sollte ich die Cyanos entfernen oder macht es mehr sinn, die Zeit abzuwarten, bis sie von selbst absterben?

:tnx: :tnx:

Liebe Grüße,

Kevin
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Beitragvon kiwey1993 » 11 Jan 2019 13:08
Hi Moni,
Plantamaniac hat geschrieben:(Ähm, seit wann steht nochmal Dein Becken? In frischen, unter einem halben Jahr/Jahr, sind die Depots meistens noch nicht so ausgeprägt.)

Das Becken steht seit August 2018!

Ich habe mir nun mal einen Düngeplan ausgedacht bzw. ausgerechnet.
Phosphat dünge ich lieber 2x die Woche als 1x auf Stoß. Auch werde ich Po4 lieber abends düngen (oder umgekehrt? Po4 morgens, FE Abends?)

Dabei ist mir noch ein Punkt etwas unklar.
Ich dünge 68ml Eisen in der Woche. Lt. der Empfehlung. Das entsprechen dann in der Woche ca 0,135mg/l
Was meinst du dazu?

Einen schönen Tag wünsche ich dir und bedanke mich wie immer :D :thumbs:

Liebe Grüße,

Kevin

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Beitragvon Plantamaniac » 11 Jan 2019 14:44
Pfff, Zahlen sind Schall und Rauch.
Ich mach halbe Dosierung verschiedener Fabrikate, das passt für mich.
Wieviel mg Eisen da drin ist, ist mir relativ schnuppe :roll: .

Naja, August...das ist unter einem halben Jahr und vergleichsweise frisch. Da sollte das aber noch wachsen.
Wenn das Wachstum aber so derart stagniert, kannst Du trotzdem mal einen kleinen Reset versuchen.
Kann eigentlich nicht viel passieren, außer das Du anschließend wieder aufdüngen kannst.

Mach bei gelegenheit mal den Filter sauber und 70% WW, ohne Düngen und guck was passiert.
Wenn das Becken keine großen WW gewöhnt ist, dann dauerts etwas länger...
30% / 30% / 70% im Abstand von 4-5 Tagen, nicht das die Viecher aus den Latschen kippen...
Aquarienwasser verändert sich ja mit der Zeit und dann kann zuviel Frischwasser zu krass sein, wenn sie es nicht gewöhnt sind.

Hast Du ein Leitwertmessgerät?
Da könntest Du mal das Ausgangswasser und das Wasser im Becken vergleichen.
Da sieht man sehr schön, wieviel gelöste Salze da drin sind.
VG Monika
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Beitragvon unbekannt1984 » 11 Jan 2019 16:54
Hallo Kevin,

also mit dem Bittersalz könntest du dich etwas vertan haben. Der reine Magnesiumanteil (Masseanteil) sind ziemlich genau 10%, von daher brauchst du auf 250l Wechselwasser 25g Bittersalz um den Magnesiumgehalt um ca. 10mg/l zu erhöhen.

kiwey1993 hat geschrieben:Phosphat dünge ich lieber 2x die Woche als 1x auf Stoß. Auch werde ich Po4 lieber abends düngen (oder umgekehrt? Po4 morgens, FE Abends?)

Bei den mehrfach stabilisierten Mikro-Düngern brauchst du nicht viel Rücksicht auf Phosphat nehmen. Wenn du trotzdem Phosphat und Eisen getrennt düngen möchtest, dann ist auch relativ egal wann du Was düngst.
Lediglich bei dem Flowgrow (wegen schwacher Stabilisierung) würde ich eine Düngung vormittags empfehlen.

Ich dünge 68ml Eisen in der Woche. Lt. der Empfehlung. Das entsprechen dann in der Woche ca 0,135mg/l
Was meinst du dazu?

Schau dir deine Pflanzen an: Werden die Blätter gelb (aber kein Streifenmuster), dann bleibt Eisen- oder Nitratmangel als mögliche und wahrscheinliche Ursache.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

"Which mindset is right? Mine, of course. People who disagree with me are by definition crazy. (Until I change my mind, when they can suddenly become upstanding citizens. I'm flexible, and not black-and-white.)" (Linus Torvalds)
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Beitragvon Gerald74 » 12 Jan 2019 10:52
Hallo Kevin,
Hast du Deinen Filter schon sauber gemacht und das Becken abgemulmt?
Warum gibst du den Spezial N bei der täglichen Düngung auf?

Nach meinen Berechnungen benötigst du 75ml des Basic Eisen / Woche.
Beim Wasserwechsel gibst du 25ml auf 250L Wechselwasser des Micro Basic Eisen zu.
Danach 1/7 der Wochendünung:
50ml/7=7,1ml Täglich

naehrstoffe/die-dungung-zur-geringfilterung-t27222-105.html

Auf die Pflanzen achten – das wird schon!!

Ein(e) erfahrener Aqarianer / Aqua­ri­a­ne­rin sieht in ein Becken und weiß, was fehlt. Ich bin da noch etwas weiter entfernt. Von daher messe ich auch ganz gerne. Am meisten übrigens Nitart!
Wichtig, dass es den Tieren gut geht und dir das Becken gefällt.

p.s. Ich habe auch die Cyanos an der Frontscheibe, welche ich jedes halbe Jahr mit einer Plastikkarte entferne… Trotz wöchentlicher Zugabe von SB oder Microbe-Lift Nite-OutII oder microbe lift Mulmglocke. (20ml)

Beste Grüße
Gerald
Gerald74
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Beitragvon Haeck » 12 Jan 2019 15:26
Moin

Gerald74 hat geschrieben:Warum gibst du den Spezial N bei der täglichen Düngung auf?


... DÜNGUNG:
Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

Es wird die Frage aufkommen, wieso ich 2 verschiedene Stickstoffdünger nutze.
Als ich nur den Makro Basic Nitrat nutzte, hat sich Kalium angereichert.
Würde ich den Makro Spezial N, diesen mit weniger Kalium, alleine nutzen, wäre zu wenig Kalium im Wasser.


Der Spezial N besteht unter anderem aus Urea Carbamid. Es ist grundsätzlich nicht verkehrt den Pflanzen, aufgrund der unterschiedlichen Stickstoffpräferenzen, mehrere Stickstoffvarianten zugleich anzubieten, sofern es das Becken denn verträgt.

Gruss
André
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