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Postby Aqua-Man » 03 May 2012 11:24
Guten Morgen @all,

bei mir gehts aufwärst, die Blätter sehen viel frischer aus und der Belag hat sichtbar nachgelassen.
Ich hatte am Dienstag nochmal einen grossen WW gemacht und werde wohl heute oder morgen dann einen Wassertest machen.

Aufgrund des tollen 1 Mai Feiertags kommt der AR Spezial N erst heute an.

Die letzten Tage habe ich wie gefolgt gedüngt:

5ml AR NPK
jeden 2. Tag 1ml Eisebvolldünger

und Beleuchtung nur 6 Stunden plus Druckgas CO2.

Gruss und noch ne schöne Restwoche, Mathias
Geduld ist eine Tugend.
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Postby mario-b » 04 May 2012 12:17
java97 wrote:
mario-b wrote:habe jetzt mal Ca:Mg Verhältnis auf ca. 1:2 eingestellt.
Ca 17mg/l
Mg 25mg/l


Hi,

1:1,5 :wink:


danke für's ausrechnen :D

Aqua-Man wrote:Guten Morgen @all,

bei mir gehts aufwärst, die Blätter sehen viel frischer aus und der Belag hat sichtbar nachgelassen.
Ich hatte am Dienstag nochmal einen grossen WW gemacht und werde wohl heute oder morgen dann einen Wassertest machen.

Aufgrund des tollen 1 Mai Feiertags kommt der AR Spezial N erst heute an.

Die letzten Tage habe ich wie gefolgt gedüngt:

5ml AR NPK
jeden 2. Tag 1ml Eisebvolldünger

und Beleuchtung nur 6 Stunden plus Druckgas CO2.

Gruss und noch ne schöne Restwoche, Mathias


Sehr gut!
Bei mir hat sich noch nicht viel geändert. Hab auch auf 6 Stunden Beleuchtungszeit reduziert.
AR Mirko Basic 1ml am Tag, KNO3 0,5mg/l am Tag bei ca. 0,4 Watt/L, werde ich noch erhöhen.
Bei 5ml AR NPK auf 120L würde ich den Kaliumwert im Auge behalten.
Immerhin düngst du 1,5mg/l Kalium täglich bei 0,4W/L und dann bei nur 6 Stunden Belechtung.
Kann natürlich sein, dass das Aquarium so Kalium hungrig ist, würde aber wie gesagt den Kaliumwert im Auge behalten.
Aber du hast ja bald den Spezial N von AR, der enthält nur wenig Kalium. Ich hoffe du hast dich voher hier im Forum ein bisschen über Urea erkundigt.
Gruß

Mario
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Postby Aqua-Man » 04 May 2012 17:16
Guten Abend @all,

gestern kam der erwartete AR Spezial N.

Ich habe somit gestern und heute wie gefolgt gedüngt:

-5ml NPK
-8ml Spezial N
-1ml Eisenvolldünger

Warum auch immer zeigt mir mein JBL Wassertest heute einen Nitritanstieg an.
Kann es einen 2. Nitritpeak geben, der erste war ja nun schon vor Wochen und gefüttert wird nun mehr als sperrlich? :?

Das Ergebnis sieht nun so aus:

Temperatur: 25°

pH-Wert: 7
KH-Wert: 12
Fe-Wert (Eisen): 0,075
NO2-Wert (Nitrit): 0,1 !
NO3-Wert (Nitrat): 10
PO4-Wert (Phosphat): 0,5

Ich würde das ersteinmal so weitermachen und natürlich den Nitritwert im Auge behalten.
Morgen werde ich nach Feierabend nochmals einen größeren WW durchführen.

Beleuchtungszeit und CO2 Düngung wollte ich noch die nächste Woche so weiterlaufen lassen, es sei denn ihr meint,
ich sollte ruhig schon etwas länger Beleuchten.

@mario-b
Von Urea habe ich in den letzten Minuten zum ersten mal gelesen.

Ansonsten siehe das aktuelle Bild, nach einer Woche mit den bekannten Massnahmen.

Liebe Grüsse Mathias

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Postby mario-b » 05 May 2012 00:16
Hallo Mathias,
Warum auch immer zeigt mir mein JBL Wassertest heute einen Nitritanstieg an.


Hier ein Zitat von "Nik" aus diesem Forum,
Urea ist eine Vorstufe zum Ammonium, die Mineralisation zum NO3 geht also mit höherem O2-Verbrauch als beim Ammonium einher. Sowohl bei der Zugabe von Urea als auch Ammonium würde ich das nur bei einem funktionierenden Aquarium praktizieren. Es muss unbedingt eine ausreichende Nitrifikation gewährleistet sein um ein Ansteigen des Nitrits zu vermeiden. Ein funktionierendes Pflanzenbecken - gut gerührt, auch gering gefiltert ;) - ist diesbezüglich schon sehr leistungsfähig. Urea (als auch Ammonium) eignet sich deshalb nur für eine kontinuierliche, d.h. tägliche Zugabe. Im Nährstoffrechner ist es unter Ammonium aufgeführt. Die resultierende Mengenzugabe Urea (CH4N2O) müsste dann dem Äquivalent NH4 entsprechen. Das habe ich nicht überprüft. Im Grunde ist es wurscht, denn die Zugabe beider Salze orientiert sich am resultierenden Nitratwert - der sollte im Rahmen üblicher Düngung (5-10mg/l NO3) stabil bleiben.


Genau aus dem Grund hatte ich gehofft, dass du dich mit der Materie schon ein bisschen beschäftigt hast. :P
An deiner Stelle würde ich die Dosis vom Spezial N stark reduzieren und nur sehr langsam wieder erhöhen und dabei im besten Fall den NH4, NO3 und NO2 Wert messen. Wobei der NO2 und NH4 Wert hierbei wichtiger ist.

Vorsichtig! Halbwissen! :D
Der Spezial N, sowie ich glaube, wird verwendet um eine Stickstoffdünung mit nur wenig Kalium zu erhalten.
Im eigentliche Sinne ist Urea (Harnstoff) eine günstige Methode der Düngung, da es, so glaube ich, eigentlich ein recyceltes Abfallprodukt ist.
Über Urea und Ammonium gibt es viele Diskussionen.
Manche bevorzugen diese Düngemethode, es gibt aber auch einen Artikel im Internet, in der die Düngung mittels Ammonium und Urea stark kritisiert wird.
Quelle: http://www.aquarichtig.de/Ammonium-im-Aquarium

Ich selber habe keine Langzeiterfahrungen und auch nicht das nötige Wissen um meine eigene Meinung zu Urea- und Ammoniumdüngung abzugeben.
Gruß

Mario
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Postby Aqua-Man » 05 May 2012 07:18
Guten Morgen Mario,

dank dir für diese kurze und knackige Zusammenfassung/Info zum Thema.
Ich hatte schon ein wenig darüber gelesen, aber nicht wirklich damit gerechnet das es sich so stark abzeichnet.

Nach meiner Frühschicht werde ich heute wieder einen großen WW durchführen, wie bereits am DI und SA letzte Woche.
Ich fand das hat der gesamten "Algen und schlechten Wuchs Situation" sehr gut getan. Ausserdem wird bei einem erhöhten Nitritgehalt eh zu einem größeren WW geraten.
Danach werde ich dann ab morgen nur 5ml AR Spezial N düngen, an die von Aram empfohlenen 8ml der täglichen Düngung werde ich mich dann nach und nach herran tasten.

Nur als kleine Info nebenbei, den Fischen geht es ausgezeichnet, keine schnellere Atmung oder andere Auffälligkeiten.

Vielen Dank euch allen für die bisher ausgezeichnete Hilfe, schönes Wochenende und Gruss Mathias
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Postby DrZoidberg » 05 May 2012 07:52
Hallo Mathias,
der pötzliche Anstieg des Nitrits spricht dafür, dass sich dein Becken (und der Filter) noch nicht richtig eingelaufen haben. Ursachen sind wohl die von dir beschriebenen Umbaumaßnahmen bei den Pflanzen und der Austausch von Filtermaterialien.
Normalerweise müsste ein Becken nach der Zeit so ein bißchen Urea locker wegstecken. :wink: Deine geschwächten Pflanzen scheint die Aufnahme nicht zu gelingen und dein Filter baut es auch nicht ab.

Zum Einfahren (dauert halt in deinem Fall etwas länger) würde ich einige frische Pflanzen, Stickstoffdüngung nur über KNO3 und ein konstantes Düngekonzept empfehlen.

Was deinen Pflanzen sicher auch sehr gut bekommen würde ist eine Absenkung der KH. :grow: Dann flutscht auch der pH-Wert in den sauren Bereich unter 7 und die Gefahr von schädlichem Ammoniak ist gebannt.
Gruß Christian :fish: :taucher: :fish:
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Postby DrZoidberg » 05 May 2012 08:06
Nachtrag:

Im eigentliche Sinne ist Urea (Harnstoff) eine günstige Methode der Düngung, da es, so glaube ich, eigentlich ein recyceltes Abfallprodukt ist.


Jein, in einer Müllverbrennungsanlage findet man auch einen Harnstoffabscheider. :wink: Ob das jetzt günstiger ist als Mineralsalze abzubauen kann ich nicht beurteilen...

Der Grund Urea und oder Ammonium zu düngen ist aber nicht die Kostenersparnis (die dann eher beim Hersteller läge), sondern die leichtere (effizientere) Aufnahme des Stickstoffs durch die Pflanzen. Von dem guten NO3 muss sich das Unterwassergemüse erst "mühsam" die drei Sauerstoffatome runterpuhlen. :D Das geht ohne jetzt chemisch ins Detail zu gehen bei NH4 einfacher.

Beim Urea ist es etwas komplizierter, läuft letzten Endes aber auch auf NH4 hinaus. Quasi umgekehrt wie bei uns Säugetieren, die NH4 in Urea umwandeln um es über die Nieren ausscheiden zu können -> Pipi machen. :bier:
Gruß Christian :fish: :taucher: :fish:
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Postby Aqua-Man » 05 May 2012 08:10
Guten Morgen Christian,

das habe ich mir auch so gedacht, das der Filter bzw. die Filerbakterien sind noch nicht in der Lage diesen Anstieg zu bewältigen und sich das nun als Nitriterhöhung abzeichnet.

Ich hätte jetzt ersteinmal so weitergemacht und nur die Düngung etwas runter geschraubt. Das die Pflanzen die Nährstoffe noch nicht wie gewollt aufnehmen und das dadurch die Werte nach oben schiessen ist mir bewusst. Denkst du wirklich das es nochmal etwas helfwn würde den Pflanzenbestand mit frischen Pflanzen auzustocken?

Mir wäre es aus kostengründen lieber das ganze langsam von sich aus in Fahrt kommen zu lassen.
Anderseits könnte ich heute noch Pflanzen bestellen, diese wäre dann aber auch erst am DI/MI.
Leider bekomme ich hier bei meinen Händler nicht das was ich gerne hätte und/oder ich schon im Becken habe, sonst würde ich natürlich direkt nach der Arbeit einige Pflanzen kaufen gehen.

Gruss Mathias
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Postby DrZoidberg » 05 May 2012 08:20
Moin Mathias,
deine Pflanzenauswahl ist eher von der langsamen Sorte. Gerade zum Einfahren sind schnellwüchsige Pflanzen sehr empfehlenswert. Cabomba und Heteranthera zosterifolia sind da meine bevorzugten "Einfahrpflanzen", die nach ein paar Wochen wieder rausfliegen.

Bei meinem letzten Beckenneustart hatte ich auch Neuseelandgras drin. Das wollte auch nicht so richtig in die Pötte kommen, während Eleocharis im gleichen Zeitraum regelrecht explodiert ist. Mit Eleocharis wirst du sicher schneller zu einem schicken Rasen kommen und die zierlicheren Halme sind meines Erachtens auch eine optische Aufwertung.

Schau doch mal ob du hier in der Tauschbörse etwas günstig abgreifen kannst. :wink:

edit: http://www.flowgrow.de/biete-wasserpflanzen/frische-pflanzla-nachzogn-dauerfred-t18295.html#p187427
Gruß Christian :fish: :taucher: :fish:
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Postby mario-b » 05 May 2012 11:34
DrZoidberg wrote:Der Grund Urea und oder Ammonium zu düngen ist aber nicht die Kostenersparnis (die dann eher beim Hersteller läge), sondern die leichtere (effizientere) Aufnahme des Stickstoffs durch die Pflanzen. Von dem guten NO3 muss sich das Unterwassergemüse erst "mühsam" die drei Sauerstoffatome runterpuhlen. :D Das geht ohne jetzt chemisch ins Detail zu gehen bei NH4 einfacher.

Das habe ich bisher auch immer so gelesen. Das Ammonium von Pflanzen bevorzugt wird.
Allerdings habe ich auch folgendes gelesen:

Quelle=http://www.aquarichtig.de/Ammonium-im-Aquarium wrote:Ammonium verhindert die Bildung von Kohlehydraten welche die Pflanze unbedingt zur Entgiftung bei Ammoniumaufnahme benötigt.
Bei einem Überangebot von Ammonium wird der Co-Transport von Kationen verhindert:
Magnesiumaufnahme wird durch Ammonium verhindert.
Kalium, neben Nitrat und Phosphat das wichtigste Nährelement für Pflanzen wird bei Ammoniumaufnahme aus der Pflanze verdrängt.
Im günstigsten Fall, falls es die Pflanze schafft das natürlich entstehende Ammonium zu verarbeiten steht die Pflanze dabei unter schädlichem Dauerstress und ist Ammonium im Wasser nachweisbar sind auch entsprechende Schädigungen/Mangelerscheinungen/Degenerierungen zu erwarten.
Auf keinen Fall verkraftet die Pflanze unbeschadet Zudüngung von Ammonium.
Geben Sie bei Google "schmale Blätter Ammonium" ein und Sie werden sich über die Informationen, auch aus Foren, wundern.

-

Eine ausgewogene Ammonium/Nitraternährung kann für das Pflanzenwachstum förderlich sein.
Eine ausschließliche Ammoniumaufnahme dagegen übergeht bestimmte Signalwirkungen in der Pflanze und kann zu Toxität von Ammonium und darüber hinaus zu einem Mangel an Kohlenhydraten und einer Überproduktion von Ethylen, einem Stressfaktor für Pflanzen, oft mit Verlust der Blätter führen.
Reine Ammoniumernährung erfüllt nicht die physiologischen Verrausetzungen für ein gesundes Wachstum der Pflanze.
Über Ethylen als Stressfaktor für Pflanzen: http://www.pressetext4joomla.com/cms/hi ... tress.html
-

Ammonium gehört aber zu dem biologischen Kreislauf dieser Erde und erfüllt seinen Sinn, zumal es ohne Ammonium auch kein Nitrat geben würde.
Pflanzen nehmen Ammonium (wegen schnellerer Verfügbarkeit) auf um Wachstum zu erreichen, aber es würde nur bis zu einem bestimmten Level funktionieren und dann in Stagnation übergehen.

Ich hoffe ich hab die einzelnen Passagen nicht aus Ihrem Zusammenhang gerissen.
Gruß

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Postby mario-b » 05 May 2012 15:38
Hallo nochmal,
erstmal entschuldige ich mich für meine vergessene Begrüßung im letzten Beitrag. :ops:

Um jetzt nochmal auf das eigentliche Thema zurück zu kommen.
Ein paar schnellwüchsige Pflanzen zum einfahren, wären schon besser.
Vielleicht auch erstmal Spezial N absetzen und mit KNO3 weiter düngen, so wie es Christian schon gesagt hat.
Falls du nichts bestellen willst, in Berlin gibt es genügend Aquariumhändler die günstige robuste Stengelpflanzen im Bund für 1-2€ anbieten. Z.B. Aquarium Meyer. Für KNO3 kannste Easy life Nitro nehmen, dieses gibt es z.B. in allen Futerhäusern.
Gruß

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Postby Dennis Furmanek » 06 May 2012 04:29
Hallo,

werden die Aussagen im Text von AquaRichtig denn in mit belastbaren Quellen belegt?
Nein, ich meine keinen populären Zeitungsartikel oder eine Semesterarbeit sondern Fachliteratur, die sich auch auf Wasserpflanze und/oder Algen bezieht. Beispielsweise Veröffentlichungen aus wissenschaftlichen Journalen, welche den Peer Review Prozess durchlaufen haben.

Ethylen ist kein Stressfaktor für Pflanzen, sondern stellt als Phytohormon eine Stressreaktion dar. Genau wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol keine Stressfaktoren sind, sondern Stresshormone, die als Reaktion auf einen äußeren Stressauslöser hin ausgeschüttet werden.

http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d31/31g.htm

Das Hauptargument von AquaRichtig gegen Ammonium als Stickstoffquelle oder gar als Dünger für Aquarienpflanzen scheint zu sein, dass es in hohen Konzentrationen toxisch wirkt. Das ist jedoch eine Binsenweisheit, gilt für jeglichen Pflanzennährstoff und ist damit kein herausragendes Merkmal von Ammonium.

Als weiteres Argument gegen Ammonium wird das praktisch unvermeidbare auftretende unkontrollierte Algenwachstum genannt. Wie viele hier nutzen Ammonium-Salze oder Harnstoff als Stickstoffdünger in ihrem Aquarium und konnten die postulierten unvermeidbaren Folgen von immensem Algenwachstum NICHT beobachten?

Es gibt unzählige wissenschaftliche Veröffentlichungen, in denen Experimentell belegt ist, dass verschiedenste Wasserpflanzen Ammonium auch dann als Stickstoffquelle schneller als Nitrat aufnehmen, wenn Nitrat in signifikant höherer Konzentration im Nährmedium verfügbar ist.

Stickstoff kommt im Wasserkörper nahezu ausschließlich als Nitrat vor, weil hier oxidative Bedingungen herrschen.
Ammonium und Ammoniuak werden also mikrobiologisch oxidiert. Unter den anaeroben und reduzierenden Bedingungen im Bodengrund entsteht Ammonium als Produkt der Fäulnis von z.B. Aminosäuren durch heteroorganotrophe Mokroorganismen.

Im Gegensatz zu den gelösten und suspendierten Nährstoffen im Wasserkörper stehen die höheren Wasserpflanzen (Gefäßpflanzen) um die im Boden vorhandenen Nährstoffe nicht in Konkurrenz mit Algen und Phytoplankton.

Gerade im Zusammenhang mit der Mystifizierung und dem marktschreierischen Angebot von Klinoptilolith-Zeolith durch AquaRichtig ergibt die "Verteufelung" von Ammonium als Stickstoffquelle für Pflanzen ein konsistentes Bild, denn Klinoptilolith ist ein hochselektiver Kationentauscher für Ammonium. In Kombination stellt die "Verteufelung" von Ammonium eine verkaufsfördernde Maßnahme dar, auch wenn eine objektive Betrachtung die Situation weitaus harmloser aussehen lässt.
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Postby Aqua-Man » 06 May 2012 06:46
Guten Morgen @all,

danke für euren kritischen aber konstruktiven Beiträge.

Aquarien Meyer kenn ich, klar. Nur haben die meist keine schönen Pflanzen vor Ort.
Zu meinem Erstauen konnte ich gestern wirklich schöne Pfanzen im Hellweg Baumarkt am Ostbahnhof sehen, diese dort sind alle von Denerle und sind richtig gut gewachsen.
Ich haeb mir ersteinmal ein grosses Bund Rotala mitgenommen, heute werde ich noch hier im Forum nach weiteren anderen Rotala Arten z.B. Rotala macrandra und Rotala rotundifolia ausschauen halten. Und evtl. kann ich noch ein paar Triebe von Staurogyne repens ergaunern um die vorhandenen noch aufzustocken.

Gestern wurde nach dem Einsetzen der Rotala (ist eine Wallichii Art) noch ein großer WW gemacht, 60%.
Gedüngt wurde heute morgen, wie bereits empfohlen, weniger.

Wünsche euch ersteinmal allen einen schöen Sonntag, Gruss Mathias
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Postby mario-b » 06 May 2012 13:43
Hallo Dennis,
erstmal sehr interessant was du schreibst.

Als weiteres Argument gegen Ammonium wird das praktisch unvermeidbare auftretende unkontrollierte Algenwachstum genannt. Wie viele hier nutzen Ammonium-Salze oder Harnstoff als Stickstoffdünger in ihrem Aquarium und konnten die postulierten unvermeidbaren Folgen von immensem Algenwachstum NICHT beobachten?

Ich denke das kommt immer auf das Aquarium an. Sind eh schon diverse Faktoren für fördernes Algenwachstum vorhanden und kommt dann noch eine Dosis Ammonium dazu, die das Aquarium so schnell gar nicht Verarbeiten kann, dann wird es sicherlich zu Algenwachstum kommen.
Die Frage ist natürlich, was passiert bei einem gut laufendem Becken und einer starken Überdosierung von Urea oder Ammonium im bezug auf Algen. Übertreibung veranschaulicht! :smile:

-



Hallo Mathias,
die schönsten sind es bei Meyer nicht immer. :lol:
Aber zum einfahren sollten sie erstmal reichen.
Allerdings hast du ja nun eine schöne gefunden.
Rotala wallichii gehört zu den eher schwer zu haltenen Pflanzen.
Ich schnibbel bald wieder ein bisschen in meinem Aquarium rum. Dann werde ich wohl wieder eine Menge Hygrophila Polysperma und Limnophila sessiliflora wegwerfen. Falls du interesse hast kannste du dich ja melden. Sind beide sehr sehr leicht zu halten.
Gruß

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Postby mario-b » 15 May 2012 15:44
Hallo Mathias,
wie hat es sich bei dir entwickelt?
Bei mir sind nun alle Algen sich dabei zu verabschieden. :gdance:
Seit zwei Wochen Eisendünger auf 1/3 gesenkt, Ca/Mg auf 1:1,5 geändert und Beleuchtung auf 6 Stunden reduziert.
Seit dem auch kein Wasserwechsel mehr durchgeführt.

Bilder gibt es hier ein paar zu sehen.
Gruß

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