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Postby Julian-Bauer » 27 Feb 2018 08:22
Morgen zusammen :kaffee1:

nachricht360734.html#p360734

hier habe ich mal eine interessante Milchmädchenrechnung gemacht. Aber was ich daraus erkenne ist, dass Bor im Dünger im Verhältnis zum Gehalt im Leitungswasser einfach sehr niedrig dosiert ist, sodass ich ein Vielfaches der empfohlenen Dünger-Dosierung in das Wechselwasser kippen müsste, um änliche Bor-Werte zu erhalten.

PO4 habe ich diese Woche auch stark reduzier auf unter 0,5mg/L, mal schauen, wird wohl jedoch einige Wochen dauern bis sich hier eine Veränderung einstellt
Gruß Julian

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Postby nik » 27 Feb 2018 13:12
Hallo Stefan,
Stefan*90 wrote:So WW hab ich hinter mir und nur noch 1/3 der üblichen Po4 Stoßdünung durchgeführt.
Stoßdüngung Po4 auf 0,5mg/l

ich habe noch mal den Eingangspost gelesen, wenn du da über einen Zeitraum PO4 auf 1 -1,5 mg/l gehalten hast, dann wird es selbst bei ausgesetzter PO4-Düngung wochenlang dauern, bis es zu einem von den Pflanzen angezeigten PO4-Mangel kommt. Ich würde das machen um das Aquarium frei von Phosphatfällungen zu bekommen.

ich dünge nach dem WW 6ml Mikro Basic Eisenvolldünger auf meine 70l (netto) und täglich 5ml vom Spezial Flowgrow (wie mir geraten wurde).

Nicht schlecht! Das hat mich genötigt den Spezial Flowgrow nachzusehen, d.h. wie der dosiert wird. Du gibst mit dieser Düngung über die Woche 1,84 mg/l Eisen hinzu. Just as reminder, die Normaldosierung sieht meist 0,1 mg/l Fe vor, bei den schwach chelatierten 0,4 mg/l. ^^

Wenn ich das dünge, dann wird das Wechselwasser mit Normaldosis aufgedüngt, d.h. bei 45 l sind das 4,5 ml AR Basic und über die Woche gibt es eine "Erhaltungsdüngung" dieses Ausgangswerts. Geht in dem Fall nicht, weil du auf Stoß 0,1 mg/l Fe stark chelatiert zugibst und das mit dem schwach chelatierten Spezial Flowgrow über die Woche erhalten willst. Der ist anders chelatiert und sieht 0,4 mg/l Fe vor. Der sieht bei der Normaldosierung 10 ml/100l/Woche vor. bei deinen 70 l Wasser sind das 7 ml, die du auf die täglichen Dosen aufteilen müsstest.

4,5 ml AR Basic und 7 x 1 ml Spezial FG wären mein Ergebnis. ^^

Hab jetzt Stunden Erfahrungsberichte durchgeforstet und viel über Eisen und Spurenelemente durchgelesen ... viele Ansichten zu dem Thema. Denkst du die Kombi ist so in den Mengen OK? Vor der Spezial - Flowgrow - Düngung hatte ich wie gesagt mittleren bis starken FE-Mange, dosierte ich den Basic Volldünger höher traten Rotalgen auf. Seit der Kombidüngung ist der FE-Mangel verschwunden ohne das Algen aufgetreten sind. Vielleicht hast ja noch nen Tipp sonst dreh ich noch durch und kauf womöglich den Kramer Drak auch noch :irre: .

Lass den Kramer Drak mal sein, der löst dein Problem ziemlich sicher nicht besser als der AR Mikro Basic.

Verwundert bin ich! Beim Basic bekommst du Pinselalgen, beim Spezial mit viel(!) mehr Fe nicht! Finde ich ja grundsätzlich interessant, bin da aber in der Beurteilung erst mal ziemlich fantasielos.

Ich würde erst mal der Übersichtlichkeit halber die Düngung und auch Phosphat gerade ziehen, d.h. Volldünger anpassen und Phosphat in den Mangel laufen lassen.

Ich denke, da spielt noch etwas eine Rolle. Beschreibe bitte noch mal dein Licht(/-dauer).

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Julian-Bauer » 27 Feb 2018 13:22
nik wrote:Ich denke, da spielt noch etwas eine Rolle. Beschreibe bitte noch mal dein Licht(/-dauer).


Hallo Nik,

Stefan und ich schreiben auch über PN. Das Licht haben wir auch schon in unserm Verdacht, da wir theoretisch >100lm/L haben! Wie viel davon im Aquarium ankommt ist jedoch die Frage. Ich dimme zusätzlich über den Arduino und habe somit nicht immer konstant die gleiche Helligkeit, verringere diese aber jetzt einmal.

Grundsätzlich habe ich 1,5h Sonnenaufgan, 1,5h Sonnenuntergang, dazwischen 100%. Wie viel nun diese 100% entspricht kann ich einstellen über das PWM-Signal, bzw über den Strom der KSQ. 1000mA sind 100%. Ich werde nun auf 70% runter gehen und führ eine "Mittagszeit" im Programmcode ein, in welcher das Licht nochmal für 2h auf die kompletten 100% hoch fährt.
Meine Beleuchtungsdauer ist 10h vobei davon 3h für den Sonnenauf und -untergang noch mit einberechnet werden sollte.
Gruß Julian

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Postby Stefan*90 » 27 Feb 2018 20:47
Hallo Nik und Julian,

Ok find ich jetzt echt interessant. So hab ich das mit dem Basic Volldünger auch immer gehandhabt bzw. dosiert. Es ist auch wirklich komisch das da bei höherer Dosierung Algen auftreten und beim Flowgrow nicht. Beim Flowgrow hatte ich jetzt immer das *Gefühl* da kann man reinhauen wie man will und es treten keine Algen ein ... komisch.
Danke Nik für die ausführliche Antwort und für die Zeit die du dir gemacht hast :thumbs: .

Fands aber auch vorher schon komisch. Sprich der Eisenmangel bei ca. 6ml Basic Volldünger Wöchentlich. Klar leichte Mängel hätte man erwarten können aber in so nem Ausmaß :? . Dosierte ich dann höher hatte ich sofort wieder Rotalgen .. und beim Flowgrow trotz der Überdosierung die ja erheblich ist .. nichts.

Hab den Flowgrow jetzt gesenkt wenn auch noch nicht so stark. 4ml täglich bis zum WW am Samstag. Bin halt einerseits baff weil manche Rotalaköpfe echt wahnsinnig toll aussehen das kommt bei meinen Bildern gar nicht so rüber aber farblich und auch vom Wuchs her sind ca. 60 - 65% des Bestandes super und ohne einen Mangel. Alle anderen Pflanzenarten sind durchwegs im Top Zustand. Nur die 35 -40 % des Rotalabestandes haben diese verknitterten Neuaustriebe.

Am Samstag beim WW hab ich dann gleich mal ca. 75% des Wasser gewechsel und was evtl auch noch wichtig ist ich saug mit meiner Mulmglocke immer im strömungsarmen Gebiet (außschließlich bei der Nadelsimse) etwas Mulm ab. Vielleicht hilft das ja etwas die Phosphate bzw. Phosphatverbindungen zu entfernen. Mach lieber jede Woche ein bisschen als zeitweise gar nicht und dann alles auf einmal.

Beleuchten tu ich wie Julian schon geschrieben hat theorethisch sehr hoch sprich. 3 x 80cm LED Leisten und 1 x 50cm LED Leiste die netto eine Leistung von 100lm/l haben. Da aber Bacopa Australis einen sehr kriechenden Wuchs an den Tag legte und ich mir auch nicht noch zusätzlich alles schwerer machen wollte als nötig hab ich die Hängeleuchte 30cm über dem Becken positioniert . Das ist aber schon Wochen her seit ich das unternommen habe. Seit dem hab ich den kriechenden Wuchs nicht mehr. Dauer der Beleuchtung liegt aktuell bei 8 Stunden (von 14:00 bis 22:00).

Gruß Stefan
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Postby nik » 28 Feb 2018 12:52
Hallo zusammen,

Stefan*90 wrote: Es ist auch wirklich komisch das da bei [dem Basic Volldünger in] höherer Dosierung Algen auftreten und beim Flowgrow nicht. Beim Flowgrow hatte ich jetzt immer das *Gefühl* da kann man reinhauen wie man will und es treten keine Algen ein ... komisch.

Werde ich zukümftig darauf achten - wobei ich derzeit nur stark chelatiert dünge und damit keine Algenprobleme habe. Bei den schwach chelatierten ist mir der Eisenanteil zweifelhaft hoch, ohne dass der Mangananteil angepasst wäre. FE und Mn sind ebenfalls antagonistisch und werden üblicherweise in einem Verhältnis von etwa 2:1 (Fe/Mn) angeboten. Davon sind die organisch chelatierten Eisenvolldünger sehr weit weg! Kurzfristig mag das noch gehen, aber von dem reichlichen Fe fällt ein Großteil aus. Diese Ausfällungen reichern sich an und lösen sich immer in einem fixen, wenn auch sehr kleinem Verhältnis rück. So wird die Spanne von verfügbarem Fe und Mn immer größer. Das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

Das ist in zweifacher Hinsicht interessant. Pinselalgen werden ja gerne mit hohen Fe-Gehalten zusammen gebracht - was ich sowieso für Unsinn halte - das stimmte dann nicht und dann wäre die Ursache für die unterschiedliche Wirkung nur mehr in der unterschiedlichen Chelatierung zu verorten. ^^

Fands aber auch vorher schon komisch. Sprich der Eisenmangel bei ca. 6ml Basic Volldünger Wöchentlich. Klar leichte Mängel hätte man erwarten können aber in so nem Ausmaß :? . Dosierte ich dann höher hatte ich sofort wieder Rotalgen .. und beim Flowgrow trotz der Überdosierung die ja erheblich ist .. nichts.

Deshalb fragte ich nach dem Licht. Viel Licht zeigt Nährstoffungleichgewichte viel stärker auf. Oft lassen sich Probleme mit schlicht weniger Licht (Intensität und/oder Dauer) in den Griff bekommen. Mehr Licht kann für einen schöneren Habitus der Pflanzen sorgen, geht aber immer mit einer kritischeren Nährstoffversorgung einher. Die Düngelösungen sind mehr oder weniger empirisch entstanden und decken den durchschnittlichen Nährstoffbedarf unterschiedlicher Pflanzen nur mehr oder weniger gut ab. Da wird es mit Sicherheit noch Verbesserungen in den Rezepturen geben. Bei den verkrüppelten Triebspitzen wurde Calcium, vermutlich zu recht, als mögliche Ursache diskutiert, nun Bor, vermutlich auch zu recht - und Calcium wirkt suppressiv auf die Boraufnahme ...

Am Samstag beim WW hab ich dann gleich mal ca. 75% des Wasser gewechsel und was evtl auch noch wichtig ist ich saug mit meiner Mulmglocke immer im strömungsarmen Gebiet (außschließlich bei der Nadelsimse) etwas Mulm ab. Vielleicht hilft das ja etwas die Phosphate bzw. Phosphatverbindungen zu entfernen. Mach lieber jede Woche ein bisschen als zeitweise gar nicht und dann alles auf einmal.

Vielleicht. ^^ Eher nicht. Die Ausfällungen werden zu Schlamm.

Beleuchten tu ich wie Julian schon geschrieben hat theorethisch sehr hoch sprich. 3 x 80cm LED Leisten und 1 x 50cm LED Leiste die netto eine Leistung von 100lm/l haben. Da aber Bacopa Australis einen sehr kriechenden Wuchs an den Tag legte und ich mir auch nicht noch zusätzlich alles schwerer machen wollte als nötig hab ich die Hängeleuchte 30cm über dem Becken positioniert . Das ist aber schon Wochen her seit ich das unternommen habe. Seit dem hab ich den kriechenden Wuchs nicht mehr. Dauer der Beleuchtung liegt aktuell bei 8 Stunden (von 14:00 bis 22:00).

Wenn die Bacopa australis das Kriechen anfängt, Pflanzen allgemein, dann ist das ein Ausdruck eines mind. partiellen Nährstoffmangels. So etwas zeigt sich besonders bei viel Licht.

Meine Aquarien beleuchte ich mit max. 80 lm/l bis runter auf 50 lm/l. Letztere sind problemarm.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Stefan*90 » 28 Feb 2018 13:27
Hallo Nik,

Ok das ist jetzt echt interessant. Puh an 2:1 Verhältnis von Fe zu Mn kann ich da ja nur träumen da komm ich nie ran mit dem schwach chelatierten. Da währe dann echt als Kombi noch ein reiner Suprenelementedünger interessant. Hab jetzt mal die Düngung auf Grundlage deiner Tipps angepasst und bin mit dem Basic runter auf 5ml nach dem WW und mit dem Flowgrow muss ich jetzt mal kucken. Werde da wohl auch weiter senken auf 3ml täglich. Wenn das mit dem Po4 beseitigung wirklich so lange dauert dann kann ich mir locker den ganzen März Zeit lassen und erst danach Rückschlüsse ziehen in wie weit die Senkung des Po4 Wertes mich der Lösung des Problemes näher bringt.

Hab die letzten zwei Tage den großen Thread durchgearbeitet und die Diskussionen über Calcium, Bor .. Urea verfolgt die alle ja als mögliche Ursachen für den Krüppelwuchs in Frage kommen. Puh stimmt mich persönlich eher depri hinsichtlich einer Lösung. Wenn Langjährige Profis da noch am tüfteln sind wie soll man da als fast Neueinsteiger auf eine Lösung kommen. Das die Düngelösungen nur mehr oder weniger den Bedarf decken ist irgendwo schon verständlich für mich da man ja hinsichtlich der Mirkos ja nicht nen großen Spielraum hat die einzelnen Spurenelemente zu kombinieren. Was eben drin ist, ist drin in den Flaschen und das lässt sich nicht ändern. Bei den Makros hat man da zumindest mehr Spielraum durch Einzelkomponenten. Mal sehen was die Zukunft bringt sprich. reine Spurenelementedünger ohne FE wobei da dann eine Sorte ja auch nicht ausreichen wird um den Spielraum der Kombinationen zu ermöglichen.

Ok da hab ich wieder was dazu gelernt :thumbs: mit dem Beispiel der Bacopa. Dan war es zumindest kein Fehler Licht zu dezimieren um es mir nicht extra schwer zu machen. Wie viel ich jetzt allerdings an Licht drüher hab ist echt schwer zu schätzen.

Naja dann werd ich jetzt wohl einen Monat abwarten müssen. Weiterhin nach dem WW 0,5mg/l Po4 auf Stoß, No3 auf 20mg/l, K auf 8 mg/l + 5ml vom Basic Volldünger. Täglich dann 3 ml Spezial N und vom Flowgrow und dann auf das beste hoffen. Nach dem Monat kuck ich dann mal ob hoffentlich Verbesserungen eingetreten sind. Nochmals Danke Nik :thumbs: wie immer sehr aufschlussreich und ich bin auch froh das ich mittlerweile so alles verstehe :lol: .

Gruß Stefan
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Postby nik » 28 Feb 2018 14:25
Hallo Stefan,

Stefan*90 wrote: Puh an 2:1 Verhältnis von Fe zu Mn kann ich da ja nur träumen da komm ich nie ran mit dem schwach chelatierten.

Das ist die Theorie. Schaue dir deine Praxis an, hast du manganchlorotische Pflanzen? Sähe ähnlich Fe-Mangel aus. Wohl nicht und mit dem Problem der verkrüppelten Triebspitzen haben weder Fe noch Mn zu tun.


Wenn das mit dem Po4 beseitigung wirklich so lange dauert dann kann ich mir locker den ganzen März Zeit lassen und erst danach Rückschlüsse ziehen in wie weit die Senkung des Po4 Wertes mich der Lösung des Problemes näher bringt.

Die hast du erst, wenn sich an einer Stängelpflanze der Phosphatmangel in Form einer deutlichen Verringerung des Durchmessers der Triebspitze und mit Dunkelfärbung und Starrtracht zeigt. Gibt man dann Phosphat zu, wächst sich das sofort aus, das kann man schon nach zwei, drei Tagen erkennen.

Hab die letzten zwei Tage den großen Thread durchgearbeitet und die Diskussionen über Calcium, Bor .. Urea verfolgt die alle ja als mögliche Ursachen für den Krüppelwuchs in Frage kommen.

Urea kommt als Ursache nicht in Frage. Allenfalls indirekt, wie jeder andere Nährstoff auch, wenn er das Wachstum beschleunigt und so den Bormangel - so es denn einer ist - verstärkt.

Das könnte auch für die Limitierung von Phosphat gelten, das Wachstum wird (eventuell) langsamer und der Bormangel kommt weniger zum Tragen. Limitieren könnte man auch über CO2. Das finde ich sowieso nicht schlecht, weil Pflanzen unter wenig CO2 üblicherweise ein ganzes Stück besser aussehen, kompakter sind, als die unter CO2-reichen Bedingungen. Das wäre für euch auch einen Versuch wert!

Puh stimmt mich persönlich eher depri hinsichtlich einer Lösung. Wenn Langjährige Profis da noch am tüfteln sind wie soll man da als fast Neueinsteiger auf eine Lösung kommen.

Och, da gibt es schon Möglichkeiten, siehe oben. Ich kann da halt nichts machen, weil mir das Problem fehlt. Ich hatte das nur in einer bestimmten Phase mit PO4-reichem Wasser und das kann eben auch ein indirekter Effekt sein. Man kann zwar über PO4 was bewegen, aber die Ursache ist eine andere.

Wenn die Verkrüppelung sich z.B.durch Wachstumshemmung durch wenig CO2 lösen ließe, käme ja auch niemand auf die Idee zu behaupten: Zu viel CO2 macht verkrüppelte Triebspitzen. ^^

Ok da hab ich wieder was dazu gelernt :thumbs: mit dem Beispiel der Bacopa. Dan war es zumindest kein Fehler Licht zu dezimieren um es mir nicht extra schwer zu machen. Wie viel ich jetzt allerdings an Licht drüher hab ist echt schwer zu schätzen.

Musst du ja auch nicht abschätzen. Lichtverringerung in Dauer und/oder Intensität ist ebenfalls eine Stellschraube mit der du/ihr die Nährstoffsituation verbessern, das Problem lösen könnt. Die Ursache bliebe halt unklar.

Naja dann werd ich jetzt wohl einen Monat abwarten müssen. Weiterhin nach dem WW 0,5mg/l Po4 auf Stoß, No3 auf 20mg/l, K auf 8 mg/l + 5ml vom Basic Volldünger. Täglich dann 3 ml Spezial N und vom Flowgrow und dann auf das beste hoffen. Nach dem Monat kuck ich dann mal ob hoffentlich Verbesserungen eingetreten sind. Nochmals Danke Nik :thumbs: wie immer sehr aufschlussreich und ich bin auch froh das ich mittlerweile so alles verstehe :lol: .

Wenn du weiter PO4 zugibst, dann dauert das ewig und drei Tage bis sich P-Mängel zeigen, wenn überhaupt. Du wirst sehen, auch ohne PO4-Zugabe wächst das völlig unauffällig weiter. Die P-Mängel an den Pflanzen treten zeitnah zum P-Defizit auf und lassen sich noch schneller beheben.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Julian-Bauer » 28 Feb 2018 15:12
nik wrote:Das ist die Theorie. Schaue dir deine Praxis an, hast du manganchlorotische Pflanzen? Sähe ähnlich Fe-Mangel aus. Wohl nicht und mit dem Problem der verkrüppelten Triebspitzen haben weder Fe noch Mn zu tun.


da hast du recht, wir düngen hier die ganze Zeit Spurenelemente und Mikros im Überfluss obwohl das Symptom kein solcher Mangel ist. Vermutlich hängt es einfach zusammen: Zu viel PO4 über eine gewisse Zeit gedüngt, zusätzlich sehr viel Licht, dass die Mikros bzw ein bestimmter Mikronährstoff, sei es nun Bor, knapp wird und wenn wir nun den Mikrodünger quasi direkt ins Becken kippen schaffen wir es, diesen Mangel hinauszuzögern, der PO4 Überschuss jedoch bleibt noch immer... Ich werde wohl mal alle zwei Wochen PO4 düngen, ja Nik wird jetzt vermutlich einen Einwand haben, dass das PO4 dennoch im Boden da ist und sich rücklösen kann. Nik du musst verstehen, die Änderung muss nicht gleich zu extrem sein :D

Bene schreibt nämlich im anderen Thread:
Thumper wrote:Moin,

Thumper wrote:[...]
Rotala white bildet sich zurück, Rotala sp. Enie verzweigt und krüppelt, HCC wächst ohne Probleme, Lagarosiphon cf. Cordofanus wächst ohne Probleme und verzweigt bei Rückschnitt. Diodia cf. Kuntzei wächst garnicht.

[...]

Ich schätze hier liegt, wie auch Chris mehrfach erwähnt hat, zu viel Po4 vor, sodass die Pflanzen gehemmt werden. Oder habt ihr schon andere neue Erkenntnisse?


Letztes Wochenende gabs einen 90% Wasserwechsel, daraufhin dann wie beschrieben aufgedüngt. Seitdem wächst alles wieder wie es soll.
Ich habe nochmal in mein Protokoll geschaut, tatsächlich habe ich mich beim Phosphatwert verrechnet. Hier hatte ich 3x die Woche ~1,85mg/L hinzugefügt. Das erklärt einiges. Mit der Dosis am Wochenende (0,9mg/L + Rest aus Becken), gehts wieder.


er hatte erst knapp 2mg/L dosiert aus vesehen, dies dann wieder reduziert auf "nur" 1,0 mg/L und schon läuft wieder alles ohne Probleme??? ich habe trotz starklicht sicherlich nie über 1,0mg/L pro Woche dosiert, seit das Becken nun steht (ca 4 monate) , sehr komisch? :sceptic:

nächste Maßnahme ist Licht verringern! Programmcode ist schon überarbeitet und läuft nun sein 24h:
12-13h sonennaufgang
13-16h 45% (50lm/L)
16-18h 100% (110lm/L)
18-21h 45%
21-22h sonnenuntergang

sind 8h an, sonnenauf- und untergang wird sehr spät hell und sehr schnell dunkel, ist quasi noch ein bisschen "nachtlicht", also zählt eher zu "dunkel"
Gruß Julian

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Postby Thumper » 28 Feb 2018 15:20
Moin,
Julian-Bauer wrote:ich habe trotz starklicht sicherlich nie über 1,0mg/L pro Woche dosiert, seit das Becken nun steht (ca 4 monate) , sehr komisch? :sceptic:

Nicht komisch. Wöchentlich 1mg/L rein, Verbrauch von 0,6mg/L und 50% Wasserwechsel (Kein Po4 im Wechselwasser).
Das macht einen wöchentlichen Rest von 0,2mg/L * 16 Wochen = 3,2mg/L Po4 im Wasser ;)

Und selbst wenn man davon ausgeht, dass du einen Verbrauch von 0,8mg/L pro Woche hast, bei 50% Wasserwechsel macht das immernoch ein Endergebnis von 1,6mg/L Po4 im Wasser.
Grüße,
Bene


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Postby Stefan*90 » 28 Feb 2018 15:21
Hey Nik,

Ne diese Mangelsympthome hab ich gott sei dank nicht :pfeifen: .

Ok jetzt verstehe ich. Dann lass ich das mit dem Po4 und provoziere lieber einen Mangel.
Klar direkt ist das wirklich schwer Rückschlüsse zu ziehen was denn der Grund für das auftreten der Verkrüppelungen genau ist. Es ist auch immer sehr schwer einem Nährstoff die Schuld zu geben da ja alles mehr oder weniger ineinander greift. Puh da hab ich ja was vor mir.

Weitere Schritte nach dem provoziertem PO4 Mangel währen dann wohl zu aller erst Licht / Co2 dann weiß ich wenigsten wie ich weiter verfahren sollte.

Wüsste schon gar nichts mehr mit meiner Zeit anzufangen wenn das Aquarium mal rund laufen würde :lol: :D .

Gruß Stefan
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Postby Wuestenrose » 28 Feb 2018 16:05
Mahlzeit…

Thumper wrote:Wöchentlich 1mg/L rein, Verbrauch von 0,6mg/L und 50% Wasserwechsel (Kein Po4 im Wechselwasser).
Das macht einen wöchentlichen Rest von 0,2mg/L * 16 Wochen = 3,2mg/L Po4 im Wasser ;)

Nö, Denkfehler :D

Du kippst 1 mg/l rein, 0,6 mg/l lutschen die Pflanzen wieder raus, 50 % Wasserwechsel, bleiben 0,2 mg/l.
Auf diese 0,2 mg/l kippst Du 1 mg/l drauf, 0,6 mg/l lutschen die Pflanzen wieder raus, 50 % Wasserwechsel, bleiben 0,3 mg/l.
Auf diese 0,3 mg/l kippst Du 1 mg/l drauf, 0,6 mg/l lutschen die Pflanzen wieder raus, 50 % Wasserwechsel, bleiben 0,35 mg/l.

Nach 16 Wochen liegt der Wert nach'm Wasserwechsel bei 0,4 mg/l und steigt auch bei unendlicher Zeit nicht über 0,4 an.

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Postby Julian-Bauer » 28 Feb 2018 17:15
PO4 war jedoch immer bereits nach Tagen nicht mehr nachweisbar. 0,4mg/L hätte ich definitiv nicht am Tag des wasserwechsel (in der Wassersäule)

und wie kommt ihr auf 0,6mg/L das ist ein fiktiver Wert der hier in der Rechnung beispielhaft gewählt wurde, oder? genauso gut hätte die Rechnung doch auch lauten können:
1mg/L aufgedüngt, innerhalb von 3 tagen wird 1,0mg/L verbraucht, bleibt kein rest.
7 tage später wird wieder 1,0mg/L aufgedüngt, wieder innerhalb von 3 tagen 1,0mg/L verbraucht...

ich habe mit dem JBL PO4 test nachgemessen und spätestens mittwoch war kein PO4 mehr nachweisbar. das bedeutet, vier tage nach dem wasserwechsel der am samstag vormittag stattfindet. Klar das PO4 kann ausfällen, wenn das gemeint war, dass dann von den 1,0mg/L nur 0,4mg/L von den Pflanzen aufgenommen werden konnte, 0,6mg/L jedoch in den Mulm gewandert ist dann verstehe ich die Rechnung und stimme zu, dass das sicher möglich ist.
Gruß Julian

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Postby Julian-Bauer » 28 Feb 2018 19:18
Anbei mal ein Bild wie es heute aussieht. Die Rotala Colorata im Hintergrund wurde am letzten Wochenende geschnitten. Es sind schon wieder kleine Triebspitzen zu sehen, ich hätte aber dennoch erwartet dass es schneller geht, auch sind die neuen Triebspitzen nicht wirklich wunderschön. Dennoch sind einige der Stängel deutlich schöner und größer als die anderen. Im Zweiten Bild sieht an das gut

36808

hier ist unten rechts unter der Moorkienwurzel hindurch ein Trieb der Colorata der um einiges größere Blätter hat und eigentlich perfekt aussieht. Möglich, dass er einfach durch die Abschattung unter der Wurzel weniger licht abbekommen hat und dadurch größer und aufrechter wuchs...

36810

im dritten Bild ist Rotala mexicana "Goiás" zu sehen. Ich finde die Rotala wächst sehr sehr schön. Da sie im Vordergrund ist darf sie gerne etwas kriechend wachsen. Die Blätter sind grün mit einem touch orange was einen tollen Kontrast zum Lilaeopsis brasiliensis schafft. Was mich aber stutzig macht ist, dass die Pflanze unter starkem Licht doch oftmals sogar komplett dunkelrötlich werden kann, wie auf den Bildern hier:
db/wasserpflanzen/rotala-mexicana-goias

das ist zwar absolut nicht mein Ziel, jedoch würde ich es gerne verstehen, denn wenn ich momentan davon ausgehe, einfach viel zu viel Licht zu haben und es nun reduziere, die Rotala mexicana jedoch jetzt schon zu wenig Licht abkriegt, dann frage ich mich, was ich tun soll?

36807

Und zuletzt ein Bild von der Seite. Hier sieht man Rotala indica bonsai, die sich nicht traut über 10cm zu wachsen :lol: ist zwar ganz in ordnung, die neigt aber auch sehr dazu, schräg zu wachsen und dann treiben an diesem schrägen Trieb neue die dann nach oben wachsen. Das ganze Gebilde ist mitlerweile so dicht kreuz und quer gewachsen, dass das ausdünnen schon mühsählich ist.
Dann wäre da noch die Rotala sp. 'Vietnam' die ganz links zu sehen ist. Die ist unten wirklich hässlich, auch der Trieb ganz links im Eck ist sehr verkümmert. Schaut euch mal die Blätter an. Der Teil der bis zur Wasseroberfläche gewachsen ist ist toll. Die Pflanze ist aber auch erst seit gut 3 Wochen im Becken, daher kann es gut möglich sein, dass sie sich erst noch an das Wasser gewöhnen muss und die alte Pflanze auch unten etwas abgestorben ist. Einen Lichtmangel im Eck schließe ich dennoch nicht aus...

36809
Gruß Julian

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Postby Thumper » 02 Mar 2018 12:24
Wuestenrose wrote:Nö, Denkfehler :D

Du kippst 1 mg/l rein, 0,6 mg/l lutschen die Pflanzen wieder raus, 50 % Wasserwechsel, bleiben 0,2 mg/l.
Auf diese 0,2 mg/l kippst Du 1 mg/l drauf, 0,6 mg/l lutschen die Pflanzen wieder raus, 50 % Wasserwechsel, bleiben 0,3 mg/l.
Auf diese 0,3 mg/l kippst Du 1 mg/l drauf, 0,6 mg/l lutschen die Pflanzen wieder raus, 50 % Wasserwechsel, bleiben 0,35 mg/l.

Nach 16 Wochen liegt der Wert nach'm Wasserwechsel bei 0,4 mg/l und steigt auch bei unendlicher Zeit nicht über 0,4 an.


Mensch war das peinlich für mich :pfeifen: Besten Dank für die Richtigstellung.
Grüße,
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Postby Oli86 » 03 Mar 2018 16:56
Hallo zusammen,

wollte mich mit meinem Problem bei der Rotala Rotundifolia anschließen :).

Eigentlich wächst sie relativ gut und schnell. Neue Triebe (aber auch nicht alle) sehen allerdings zuerst sehr glasig aus:


Zuerst las ich, dass diese Rotala nach dem Rückschnitt wohl einfach so aussieht und habe es akzeptiert. Nachdem ich diesen Thread aber mitverfolgt hatte, habe ich doch noch Hoffnung auf Besserung.
Eigentlich passt der Mangel ja am ehesten zu Nitratmangel oder? Ich dünge mit AR advanced gh boost und habe eigentlich immer zwischen 10 und 15mg/l im Becken. Alle anderen Pflanzen wachsen halt auch ohne jegliche Mangelerscheinungen. Dann dachte ich an Eisenmangel und habe die Dosierung von AR Mikro Basic Eisen erhöht, bisher ohne Wirkung. In diesem Thread schien der Special Flowgrow Eisendünger ja die Lösung zu sein und ich fragte mich, ob dies bei mir auch einen Versuch wert wäre? Oder liegt hier ein offensichtlicher anderer Mangel vor?

LG

Oli
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