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Postby kunzi » 03 Jan 2012 12:26
Hi Roger,

nach Packung wären Dosierung dann:

1 Tabl/100Liter alle 14Tage, wären bei mir dann also 3 Tabletten alle 14 Tage, wären wöchentlich 1,5 Tabl

Weiß nicht ob man da etwas weniger reduzieren sollte, dann vllt nach dem wöchentlichen WW 1 Tablette.

Oder wäre es sinnvoller alle 14 Tage zu verabreichen, dass die Pflanzen ihre Speicher voll machen können?

lg Sebastian
Grüße
Sebastian
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Postby kunzi » 03 Jan 2012 21:40
Hallo zusammen,

apropos, mir ist grad was aufgefallen, vlllt ist ein gewisser zusammen hang.

Vorne bei meinem Bodengrundaufbau sehe ich erst 1-2cm Kies, als nächste Schicht kommt dann so rotbraune Schlacke, das kann ich aber nur beim vorderen rechten Eck an der Frontscheibe sehen. Nährboden ist da kein er eingebracht.

Seitlich links rechts, ist davon gar nix zu sehen.

Was ist das? Eisenausfällungen? Wenn ja, warum dann nur an einer Stelle im Becken (Fläche: 40x8cm)

lg Sebastian
Grüße
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Postby kiko » 03 Jan 2012 22:01
Hallo,
0.05mg/L Eisen im Wasser kann keine 40cm lange "Ausfällungschicht" ergeben.
grüße Olaf-Peter
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Postby kunzi » 03 Jan 2012 22:19
Hallo Olaf-Peter,

mir ist das klar, diese Schicht war aber vor ziemlich genau 4 Wochen noch nicht da. Seitdem versuche ich aber das Becken auf Vordermann zu bringen. Also ich kann mich nicht erinnern dass das vorher da war. Und das Becken steht ja schon einige Monate.

lg Sebastian
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Postby kiko » 03 Jan 2012 22:31
hi,
Rotbraune Beläge/Schichten können z.b. auch durch Diatomeen /Kieselalgen usw. entstehen.
Ich dünge selbst ja nicht unbedingt knauserig und auch nach Jahren Standzeit einiger der Aqs konnte ich noch nie irgendeine Art von sichtbaren Ausfällungen jemals beobachten, weshalb ich auch denke das solche Schichten einen anderen Grund idr. haben wie z.b. oben erwähnte Diatomeen oder irgendso Sachen halt.
grüße Olaf-Peter
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Postby kunzi » 04 Jan 2012 22:26
Hallo zusammen,

so die neuen Pflanzen sind nun alle im Becken, erstmal willkürlich nach Sorten verteilt, und alle möglichst im vollen Licht.

Der wöchentliche WW wurde auch gemacht, wieder 2x50% so wie letzte Woche, das war super und heute auch wieder.

Gedüngt wurde Nitrat auf 12,5, Po4 nicht und die tgl. Profitodosis(wurde um 1ml erhöht)

Nitrat dünge ich jetzt erstmal gar nicht, werde tgl. Ammoniumlösung ins Becken geben, und Wochenmitte dann nochmals messen. Po4 werde ich erst zugeben, wenn Punktalgen an den Scheiben kommen sollten.

Hat jemand bezüglich der Düngung Änderungsvorschläge?

lg Sebastian
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Postby nik » 05 Jan 2012 10:17
Hallo Sebastian,

nach deiner PN habe ich mir deinen erste-Hilfe-Bogen angesehen. Da dann rein zu schreiben mittels Osmosewasser das Beckenwasser auf KH 3 einzustellen und das dann ohne Angaben zum Leitungswasser macht das sofort sinnlos.

Um auf halbwegs definierte Verhältnisse zu kommen gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du besorgst die Trinkwasseranalyse oder du verwendest definiert aufgesalzenes Osmosewasser.

Dann sehe ich da ein paar ausgesprochene Schwachheiten wie "natürliches" PO4, NO3 durch schnell zu kaufenden, fütternden Fischbesatz. ;) Zusätzlich düngst du Makros und hast dann auf der anderen Seite Bedenken bezüglich Algen durch eben reichlich Nitrat. Akzeptiere einfach mal dass der Estimative Index, in dem die Pflanzen bis zur Oberkante Unterkiefer in Nährstoffen schwappen, funktioniert. BTW, eine "Nitratblockade" an sich gibt es nicht. Es macht keinen Sinn den einzelnen Stoff suchen zu wollen, den man für "Nichtwachstum" verantwortlich machen will. Bei einer vollständigen Düngung ist der vorhanden! Die Frage, warum funktioniert das nicht, lässt sich nicht beantworten, denn das sind zu viele Wechselwirkungen, die das schlicht unmöglich machen.

Mit wenig Filterung hast du kein Problem und das ich den Fokus primär auf eine funktionierende Mikroflora lege ist dir auch klar.

Wieder gibt es zwei Möglichkeiten. Man kann dieses Setup versuchen zu optimieren und schauen was sich erreichen lässt. Mir unangenehm ist der Kies mit dem Bodengrunddünger. Kies ist ein offenes Substrat und das lässt sich in Verbindung mit der Bodengrunddüngung nicht einschätzen. Deshalb kann das trotzdem funktionieren. Insgesamt läuft das sowieso darauf hinaus das Setup erst einmal wieder möglichst einfach und übersichtlich zu gestalten. Das gilt vor allem für die inzwischen schon aufgedröselte Düngung. Offensichtlich funktioniert die nicht was mir primär ein Hinweis auf die "zu verändernde" Mikroflora ist.

Die andere Möglichkeit wäre die von dir in der PN angedachte Umstellung auf Sand. Mit dem Hintergrund ein langlaufendes Setup hinstellen zu wollen kann ich nur zuraten. Mit Geringfilterung, einer einfachen Düngung und angepasstem Licht wären erst einmal nur günstige Voraussetzungen geschaffen. Eine einfache Düngung ist nichts weiter als eine halbwegs normale Menge Volldünger, eine N/K-Versorgung über KNO3 und eine PO4-Stoßdüngung mittels KH2PO4. Das muss problemlos funktionieren! Nennenswerte, geschweige denn problematische K-Anreicherungen hatte ich damit (d.h. Sand, Geringfilterung) nie. Später lässt sich die Düngung nach Belieben schön machen. Die Urea-Düngung z.B. finde ich ausgesprochen überzeugend, bei einem aufzugleisenden Becken macht die aber nur in wenigen speziellen Fällen Sinn. Dann stellt sich das wichtigste Problem, geeignete Mikroflora einzubringen. Am besten geht das über submers gezogene Pflanzen oder Mulm aus funktionierenden Aquarien.

So oder so gibt es keine Garantie auf ein 100%iges Setup. Mikroflora ist eine weiche, dynamische Komponente, die sich in der gewünschten Ausprägung nicht erzwingen, lediglich begünstigen lässt. Das nichtsdestotrotz erreichbare Ziel ist völlige Algenfreiheit und die weitgehende Freiheit Düngen zu können wie man es braucht. Mikroflora ist der einzige Punkt bei dem evtl. Geduld angebracht ist, ansonsten rate ich von ihr ab. ;) Wenn man ein klares Setup hat, bekommt man auch zügiges und zuordenbares Feedback.

Gruß, Nik
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Postby kunzi » 05 Jan 2012 13:20
Hallo Nik,

super von dir zu lesen.

Also ich hab sozusagen die Qual der Wahl. Es ist wirklich nicht einfach sich zu entscheiden. Wäre mein Becken jetzt total zum Fenster rausschmeißen, würde ich zum nächsten Baumarkt fahren und schon mal den Sand holen.

Aber es geht ja eigentlich Woche für Woche aufwärts, und ich habe schon den Ehrgeiz das Becken wenigstens auf Vordermann zu bringen, es ist einfach mom noch kein Pflanzenwuchs wie ich ihn mir wünsche, bzw, wie er mal war. Es wächst aber alles inzwischen gesund und stetig, mit kaum Algen. Und die Alten Algen werden weniger, sprich es kommt nichts neues nach.

Die andere Seite ist die, dass ich schon gerne die Sandvariante machen würde. Aber ich habe halt nur dieses eine Becken.
Was macht man dann?
Erstnochmal versuchen das Becken hinzubekommen oder ein neues aufzusetzen?

Nik, was meinste?

lg Sebastian
Grüße
Sebastian
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Postby nik » 06 Jan 2012 09:01
Hallo Sebastian,

kunzi wrote:Also ich hab sozusagen die Qual der Wahl.

Wenn du die Notwendigkeit einer Entscheidung erkennst, dann ist es nur noch ein abzuwägendes und zu entscheidendes. Ohne Entscheidung kann das zur Qual werden. ;)

Wenn du dein Becken erst mal weiterverfolgen willst, dann macht das durchaus Sinn. Es läuft dir ja nichts weg.

Gruß, Nik
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Postby flipmode » 06 Jan 2012 11:39
Roger wrote:Mit den kunststoffummantelten Substraten habe ich schon zwei mal mehr als schlechte Erfahrungen machen müssen und kann diese Wahl gar nicht unterstützen.


Hallo Roger,

kannst Du das etwas genauer definieren, um welche Erfahrungen es sich hierbei handelt?
Grüße,

Jürgen
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Postby kunzi » 06 Jan 2012 21:28
Hallo Nik,

also ich werde es erstmal weiterverfolgen, es ist inzwischen schon mehr Pflanzemasse vorhanden, das stimmt mich ehrgeizig und soll noch perfekt gemacht werden.
Sand wird aber definitv nach diesem Beckenlayout probiert werden.

An alle anderen:

Pflanzen wachsen weiterhin langsam, aber stetig, wie gesagt, es ist schon etwas mehr Masse erkennbar, aber langsamwachsenden Pflanzen oder neugesteckten, sind Triebe vorhanden, es wird langsam dichter.

Allerdings sehe ich besonders an meiner stauro, dass das Becken wohl Mangelerscheinungen hat. Und zwar sind die Blattadern dunkelgrün und das Gewebe hell an den neuen Trieben.
Und insgesamt wirken viele Grüne Pflanzen relativ hell im Becken.

Was ist das für Mangel?
Was kann ich tun?

lg Sebastian
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Postby kunzi » 06 Jan 2012 23:08
hallo zusammen,

also ich hab weng gesucht und gelesen.

Hört sich alles sehr nach Eisen und oder Mangan an? Roger, da hattest wohl mal wieder recht.

Bei Aquarebell steht sogar, dass bei Mangel Wurzel und Triebbildung sehr verlangsamt wird, würde auch zu meinem langsamen Wuchs passen.

Also wohl doch den E15? Kann ich am schnellsten besorgen....

Was meint ihr?
Roger wo bist du?

lg Sebastian
Grüße
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Postby Roger » 06 Jan 2012 23:09
Hallo Jürgen,

ich hatte bei sowohl kunststoffummantelten/gefärbten Kies und Sand versucht.
Mit beiden Substraten gab es Probleme mit dem Pflanzenwuchs und der Bildung von Algen trotz vollständiger Düngung. Das ließ sich auch nicht optimieren und nur der vollständige Wechsel auf ein "vernünftiges" Substrat beseitigte alle Schwierigkeiten über Nacht.
Gruß
Roger
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Postby Roger » 06 Jan 2012 23:38
Hallo Sebastian!

Roger wo bist du?

Na.....HIER!!! :grow: Ich dachte lediglich alles nötige gesagt zu haben und hatte den Eindruck das Du Dir auch noch andere Meinungen wünschst. :roll:

Mit den E15 solltest Du es versuchen wenn die auf die schnelle zu besorgen sind. Seitens der Dosierbarkeit und der schnellen Nährstoffaufnahme wäre mir allerdings der Spezial-Eisen angenehmer.
Gruß
Roger
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Postby nik » 07 Jan 2012 10:38
Hallo Sebastian,

Chlorosen sind das am schwierigsten zu lösende Problem überhaupt. Einfach ist es noch, wenn man um die dem Problem zugrunde liegende Störung der Chlorophyllbildung weiß. Einfach sind auch noch die direkten Abhängigkeiten der Chlorophyllbildung von bestimmten Nährstoffen. Die Ursache für hellgrüne Pflanzen können ein Defizit an Fe, Mg oder auch Stickstoff sein. Schwierig wird es aber, weil eine Menge nicht verfolgbarer Prozesse passieren, die auch bei einer ausreichend zugegebenen Menge dieser Stoffe für einen indirekten Mangel sorgen können. Die Stoffe werden ausreichend zugegeben, kommen aber aus irgendwelchen Gründen nicht an.

Jetzt gibt es zwei Ansätze, man frickelt solange mit den Mengen der verschiedenen Nährstoffe herum bis es passt, bzw. versucht es so. Dann lässt sich aber gleich nach Estimative Index düngen und wird idR. feststellen, dass das aller Erfahrung nach trotzdem mit irgendwelchen diffusen Problemen einhergeht. Das liegt nicht an den zugegebenen Nährstoffmengen des EI, ich nutze den selbst gerne und weiß der funktioniert im Regelfall!

Oder es werden erst einmal die Mengen gedüngt, die üblicherweise ein ordentliches Wachstum gewährleisten und sucht den Grund warum das trotzdem nicht funktioniert. Und wenn man die Gründe dann wissen will, führt das zwangsweise zu einem möglichst übersichtlichen Setup. Wenn du diese Chlorose nicht über eine ausreichende Nährstoffzugabe lösen kannst, dann wäre das ein klarer Grund dir zur Umstellung auf Sand und möglichst reduzierter Substratfilterung zu raten.

Also ausreichend düngen und schauen. Wenn das schon der Fall ist, dann ist das schlecht für die Perspektive die dieses Setup dann noch hätte.

Gruß, Nik
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