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Postby Whisky Foxtrott » 09 Jul 2016 16:47

Probleme:

Wie lässt sich das Problem generell beschreiben? [z.B. Algen, schlechter Pflanzenwuchs, etc.]*

Ungewöhnlich langer Nitritpeak

Wurden in letzter Zeit großartige Veränderungen am Aquarium durchgeführt? [z.B. Änderung der Düngung, des Lichts, der Technik, etc.]*

Neueinrichtung

Allgemeine Angaben zum Becken:

Standzeit des Aquariums:* 2 Monate

Größe des Aquariums [Maße (LxBxH in cm) & Bruttoliter]:* 20 l Würfel

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* 2 mm Aqua-Kies

Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* Dicker Kiesel

Beleuchtung:

Beleuchtungsdauer:* 10

Welche Lampen sind im Einsatz? [Angaben bitte mit Anzahl, Art (z.B. T5, LED, HQI, etc.), Reflektoren, Wattzahl, Farbtemperatur. Zum Beispiel 2x T5 24 Watt 865]*

8 Watt Röhre "rosa".

Filterung:

Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

Kleiner Innenfilter


Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* Filterflies, Keramikgranulat

Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* 30/h

CO2 Anlage (falls vorhanden):

Art der CO2 Anlage [Bio CO2 oder Druckgas]:* Keine CO2 Anlage

Nachtabschaltung vorhanden?* Nein

pH Steuerung vorhanden?* Nein

Welche Farbe hat der Dauertest? Kein Dauertest vorhanden

Wasserwerte im Aquarium:

gemessen am:* täglich

Temperatur in °C:* 22 °C

pH-Wert: >7

KH-Wert: 2

GH-Wert: 4

NO2-Wert (Nitrit): >4 mg/l

NO3-Wert (Nitrat): <10 mg/l

Düngung:

Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

Drak


Wasserwechsel:

Wie oft wird wie viel Wasser gewechselt:* Tägl. 10 - 15 %

Wird reines Leitungswasser benutzt:*Ja

Wird das Wasser aufbereitet? Wenn ja bitte das Aufhärtesalz oder andere wasseraufbereitende Mittel angeben: Drak Fl

Pflanzenliste:

div. Wasserzehrer

Zu wie viel Prozent (geschätzt) ist der Boden mit Pflanzen bedeckt?* 50

Besatz:

15 Rili

Wasserwerte des Trinkwasserversorgers:

Leitungswasser KH-Wert:* 1

Leitungswasser GH-Wert:* 3

Leitungswasser Ca-Wert (Calcium):* ?

Leitungswasser Mg-Wert (Magnesium):* ?

Leitungswasser K-Wert (Kalium):* ?

Leitungswasser NO3-Wert (Nitrat):* <20

Leitungswasser PO4-Wert (Phosphat): ?

Weitere Informationen und Bilder:


Hallo miteinander,

hier bin ich neu, mache Aquaristik aber seit 1963.

Ich habe ein merkwürdiges Problem mit dem Einfahren eines neuen Beckens. Das Becken steht seit 7 Wochen. Eingerichtet 30 mm hoch mit 2 mm neuem Aquarienkies. Darunter gemischt eine Handvoll gut gespülter Schieferbruch (1 - 3 mm) frisch aus einer Trinkwasser-Talsperre + Bodengrund aus einem anderen Becken. Pflanzen aus einem anderen Becken. Erstbefüllung aus einem anderen Becken + Filterschmutz.

Nach einer Woche kam etwas Nitrit, das sich eine Woche mit unter 0,05 mg/l hielt. 15 Rili Garnelen eingesetzt. NO 2 blieb weiterhin kaum nachweisbar konstant.

Nach Woche 2 habe ich vor den Nano-Innenfilter einen Erweiterungsvorsatz geklemmt, der mit Keramikbruch (zerdrückte JBL Perlen) gefüllt wurde.

Tags darauf betrug NO2 0,02 mm, dann stiegt es täglich an auf 0,4, 0,5. Holz entfernt, kein Unterschied. Pflanzenwuchs in Ordnung, die kaum zusätzlich gefütterten Rilis ebenfalls.

Woche 3 - 7 NO2 zwischen 0,2 und 0,4 mg/l. Täglich 10 oder 15 % Wasserwechsel.

Da ich NO2 finde, funktionieren offenbar die Nitrosomonas. Da NO3 nur knapp nachweisbar ist, funktionieren nur die Nitrobacter nicht.

Was hemmt deren Population? Wer hat einen durchdachten Rat?

Meine anderen 4 Becken mit ähnlicher Versorgung Aufbau laufen absolut problemlos.

Dankeschön im Voraus!
Grüße vom schönen Nordeifelrand,
Werner
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Postby Julia » 10 Jul 2016 16:12
Hallo Werner,

kannst du die Garnelen ausquartieren?
Ich würde das AQ ohne WW weiter laufen lassen und den Nitritpeak aussitzen - Zwar wechselst du nicht allzuviel Wasser jeden Tag, aber vielleicht reicht diese "Störung" schon, dass sich keine Nitrobacter halten können/du ihnen das "Futter" durch den WW wegnimmst.

Ansonsten - waren diese Filterperlen neu oder schon benutzt? Hast du die vielleicht mit etwas verunreinigt was jetzt stört?
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Postby foxi » 10 Jul 2016 16:25
Hi,
ich würde die Nelen auch erstmal ausquatieren und dann Filtermulm/Wasser aus den Problemlos laufenden Becken nehmen und das neue damit animpfen.
LG. vom Volker
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Postby Whisky Foxtrott » 10 Jul 2016 21:11
... Filtermulm/Wasser aus den Problemlos laufenden Becken nehmen und das neue damit animpfen.
LG. vom Volker


Steht oben, habe ich doch gemacht.



... Zwar wechselst du nicht allzuviel Wasser jeden Tag, aber vielleicht reicht diese "Störung" schon, dass sich keine Nitrobacter halten können/du ihnen das "Futter" durch den WW wegnimmst.

Hallo Julia,

nein, die kleinen WW nehmen den Nitrobacter-Bakterien nicht das Futter, denn nach dem WW ist der NO2 Wert immer noch reichlich. Das zugefügte Wasser ist mehrere Tage abgestanden und bereits mit Aufbereiter injiziert.

. . . waren diese Filterperlen neu oder schon benutzt?
>>>Sind unbenutzt, zwar Jahre alt, aber nicht vergammelt.

All das ist mir ein Rätsel. Zwar bietet das Nano-Filterchen wenig Besiedelungsfläche, mit dem Vorsatz wir sie aber deutlich größer, letztendlich ist udem das gesamte Becken, vor allem dessen Bodengrund, der Nitrifizierer.

Irgendwie ist das Becken auch "steril". Kein Film auf den Scheiben, kein Algenentstehen.
Grüße vom schönen Nordeifelrand,
Werner
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Postby Öhrchen » 10 Jul 2016 21:39
Hallo Werner,

kannst du ausschließen, daß der Test nicht korrekt mißt?

Mich wundert, daß man den Garnelen scheinbar gar nichts anmerkt. Zwar reagieren sie nicht so heftig auf Nitrit, wie Fische, aber etwas "lahmer" und blasser werden auch Garnelen, wenn Nitrit vorliegt.

Ich habe, warum auch immer, mit "animpfen" von Aquarien mit Filtermulm eher schlechte Erfahrungen. Das gab jedes Mal extrem lang anhaltende Nitritpeaks.
Komischer Weise funktionierte es besser, wenn ich direkt Filtermedien ausgetauscht habe, da reicht ein Stück Filterschwamm aus einem laufenden Filter. So hatte ich manchmal gar keinen nennenswerten Nitritanstieg. Bei beiden Varianten wurden jeweils Pflanzen aus laufenden Becken übernommen, die ja auch Biofilm mitbringen.
Viele Grüße
Stefanie

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Postby Whisky Foxtrott » 10 Jul 2016 22:05

kannst du ausschließen, daß der Test nicht korrekt mißt?

Mich wundert, daß man den Garnelen scheinbar gar nichts anmerkt. Zwar reagieren sie nicht so heftig auf Nitrit, wie Fische, aber etwas "lahmer" und blasser werden auch Garnelen, wenn Nitrit vorliegt.

Ich habe, warum auch immer, mit "animpfen" von Aquarien mit Filtermulm eher schlechte Erfahrungen. Das gab jedes Mal extrem lang anhaltende Nitritpeaks.
Komischer Weise funktionierte es besser, wenn ich direkt Filtermedien ausgetauscht habe, da reicht ein Stück Filterschwamm aus einem laufenden Filter. So hatte ich manchmal gar keinen nennenswerten Nitritanstieg. Bei beiden Varianten wurden jeweils Pflanzen aus laufenden Becken übernommen, die ja auch Biofilm mitbringen.


N'Abend Stefanie,

der Test von Macherey & Nagel ist gut brauchbar, inwieweit die Quantität stimmt, kann ich nicht sagen, aber beim Leitungswasser und in den anderen Becken messe ich zeitgleich 'NN'.

Deine Erfahrung deckt sich mit der meinigen. Direkt übernommenes eingefahrenes Filtermaterial wirkt erheblich mehr als irgendwelches Animpfen, womit auch immer. Ersteres war technisch bedingt nicht möglich, daher hatte ich den frischen Schieferbruch aus der Talsperre unter den Bodengrund eingemischt.
Grüße vom schönen Nordeifelrand,
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Postby Julia » 10 Jul 2016 23:37
Whisky Foxtrott wrote: Das zugefügte Wasser ist mehrere Tage abgestanden und bereits mit Aufbereiter injiziert.

Irgendwie ist das Becken auch "steril". Kein Film auf den Scheiben, kein Algenentstehen.


Kannst du ausschließen, dass dir der Aufbereiter gekippt ist/verpilzt ist? Den würde ich mal weg lassen und einen großen WW von 80% machen um alles noch mal zu resetten. Ansonsten habe ich leider auch keinen Rat außer weiter abwarten. :glaskugel:
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Postby nik » 11 Jul 2016 06:52
Hallo Werner,

fand ich gleich interessant, aber mich sprang nichts an. Macht es immer noch nicht, ich sortiere also nur meine Gedanken dazu.
Whisky Foxtrott wrote:Das Becken steht seit 7 Wochen. Eingerichtet 30 mm hoch mit 2 mm neuem Aquarienkies. Darunter gemischt eine Handvoll gut gespülter Schieferbruch (1 - 3 mm) frisch aus einer Trinkwasser-Talsperre + Bodengrund aus einem anderen Becken. Pflanzen aus einem anderen Becken. Erstbefüllung aus einem anderen Becken + Filterschmutz.

Alles gut, nur der Schiefer wundert mich. Warum hast du den dazu gegeben und machst du das in anderen Becken auch?

Nach einer Woche kam etwas Nitrit, das sich eine Woche mit unter 0,05 mg/l hielt. 15 Rili Garnelen eingesetzt. NO 2 blieb weiterhin kaum nachweisbar konstant.

Nach Woche 2 habe ich vor den Nano-Innenfilter einen Erweiterungsvorsatz geklemmt, der mit Keramikbruch (zerdrückte JBL Perlen) gefüllt wurde.

So, wie du das aufgesetzt hast, hätte ich sowieso allenfalls einen geringen Nitritpeak erwartet. Du schreibst einmal von 0,5mg/l Nitrit, ansonsten von 0,2-0,4mg/l, das sind keine hohen Werte. Nach Hemmung sieht es trotzdem aus.
Der Filtererweiterung mit dem Keramikbruch folgte der Nitritanstieg. Passt zeitlich, ich erwähne es nur deshalb, es gibt mir sonst nichts her.

Irgendwie ist das Becken auch "steril". Kein Film auf den Scheiben, kein Algenentstehen.

Du hast - bis auf den Schiefer - nur von deinen Aquarien zum Aufsetzen verwendet. Wenn die ordentlich laufen, dann ist das schon möglich.

Außer dem Schiefer und dem zusätzlichen Keramikbruch gibt das nichts her und ist nur deshalb verdächtig. Du könntest käufliche Nitrifikantenkulturen zugeben und dir das ansehen. Ich verwende Microbe Lift NiteOut II. Das sollte Nitrit schnell gegen n.n. bringen - und dann mal schauen ob es wieder ansteigt. Mehr fällt mir nicht ein.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Whisky Foxtrott » 11 Jul 2016 18:23
Hallo Mitdenker.

Julia schrieb:
Kannst du ausschließen, dass dir der Aufbereiter gekippt ist/verpilzt ist.


Ja. Ist dieser mineralische "Austauscher" von Kremser. Ca. 3 Monate alt.


Nik schrieb:
Alles gut, nur der Schiefer wundert mich. Warum hast du den dazu gegeben und machst du das in anderen Becken auch?


Zum Animpfen. Dabei ging es mir nicht speziell um Schiefer, aber dies ist halt der Hauptbestandteil der hiesigen Stauseen-Gründe.

So, wie du das aufgesetzt hast, hätte ich sowieso allenfalls einen geringen Nitritpeak erwartet. Du schreibst einmal von 0,5mg/l Nitrit, ansonsten von 0,2-0,4mg/l, das sind keine hohen Werte. Nach Hemmung sieht es trotzdem aus.
Der Filtererweiterung mit dem Keramikbruch folgte der Nitritanstieg. Passt zeitlich, ich erwähne es nur deshalb, es gibt mir sonst nichts her.


Genau das lässt mich 'forschen'. So wie das Becken angesetzt wurde, wäre theoretisch eine zügig funktionierende Nitrifizierung zu erwarten gewesen. Ich habe ein paar Becken eingerichtet, da war vorher klar, daß (aufgrund des Bodengrundes) es lange dauert, bis Nitrit verschwinden würde. Ich bin nun auch nicht irgendwie verunsichert, Nitritfizierung ist eine Sache der Geduld, sondern mich plagt, daß auch mir kein Grund für den untypischen "Schwergang" auf- und einfällt.

Du hast - bis auf den Schiefer - nur von deinen Aquarien zum Aufsetzen verwendet. Wenn die ordentlich laufen, dann ist das schon möglich.


Glaubst Du, daß die Quelle der ursprünglichen Einrichtung richtungsweisend ist? Kann ich mir weniger vorstellen. Allerdings stimmen die anderen Becken allemale prima. (Mein Rezept hat als einen der Hauptfunktionsgründe eine geringe Umwälzzahl.)

Danke fürs Mitüberlegen an alle,
Werner
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Postby uruguayensis » 11 Jul 2016 22:46
Hallo, außerhalb von den Beiträgen der Usern nebenbei was mir noch auffällt , vielleicht waren Deine 15 Rilis zu viel für 20L. Nitrit entsteht durch die Garnelen ( Auscheidungen u. Futter) u. der Filter hat es nicht ganz gepackt den Nitrit in Nitrat umzuwandeln, oder das Wasser gut genug zu umwälzen. Ein kleiner Hang on Außenfilter für Nano Aquarien zu den innenfilter würde helfen den Nitrit schneller in Nitrat umzuwandeln. Das Wasser muss sich nur gut bewegen damit Wasser in Strömungsarmen Zonen nicht staut und der Nitrit in den Zonen nicht unnötig ansteigt. Bei mehr Besatz kann man ganz einfach durch mehr Filterung mit einen zusätzlichen Filter, u. dadurch mehr Filtermaterial Nitrit dauerhaft senken. MfG Emrah
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Postby nik » 12 Jul 2016 06:17
Hallo Emrah,
uruguayensis wrote:Hallo, außerhalb von den Beiträgen der Usern nebenbei was mir noch auffällt , vielleicht waren Deine 15 Rilis zu viel für 20L. Nitrit entsteht durch die Garnelen ( Auscheidungen u. Futter) u. der Filter hat es nicht ganz gepackt den Nitrit in Nitrat umzuwandeln, oder das Wasser gut genug zu umwälzen. Ein kleiner Hang on Außenfilter für Nano Aquarien zu den innenfilter würde helfen den Nitrit schneller in Nitrat umzuwandeln. Das Wasser muss sich nur gut bewegen damit Wasser in Strömungsarmen Zonen nicht staut und der Nitrit in den Zonen nicht unnötig ansteigt. Bei mehr Besatz kann man ganz einfach durch mehr Filterung mit einen zusätzlichen Filter, u. dadurch mehr Filtermaterial Nitrit dauerhaft senken. MfG Emrah

15 Rili sind nicht viel und wichtiger ist der Hinweis, dass die kaum zusätzlich gefüttert werden. Ob die Futter fressen oder nicht, das bisschen an abgestorbener organischer Masse, vielleicht Algen, ist das was in der Bilanz zählt. Mineralisiert wird die Menge an abgestorbenen organischen Stoffen, gefressen oder nicht, so oder so. Das lässt sich in der Betrachtung reduzieren auf das zugegebene Futter und so wie Werner das beschreibt, taugt eine quantitative Überforderung der Nitrobacter nicht als maßgeblicher Grund für die zähe Nitrifikation. Ich kann mich auf die Ferne irren, aber das sieht schon gehemmt aus.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby nik » 12 Jul 2016 07:17
Hallo Werner,

Whisky Foxtrott wrote:Glaubst Du, daß die Quelle der ursprünglichen Einrichtung richtungsweisend ist?

Ja, unbedingt!

Kann ich mir weniger vorstellen. Allerdings stimmen die anderen Becken allemale prima. (Mein Rezept hat als einen der Hauptfunktionsgründe eine geringe Umwälzzahl.)

Mein beschriebenes Konzept basiert auf der Erreichung eines (im Sinne des Aquarianers) funktionierenden Biofilms. Wird das erreicht, kann man so ziemlich treiben was man will, die Becken sind kaum mehr aus der Bahn zu werfen. Der Rest meiner Beschreibungen schildert lediglich "Begünstigungen" um diesen Zustand zu erreichen, wobei ich mit der "Geringfilterung" seinerzeit eine Zeit lang hoffte die Lösung gefunden zu haben. Das passte aber nicht immer, obwohl ich sie weiterhin für wichtig halte und dann blieb nur mehr die Mikrobiologie als maßgeblich für das Funktionieren eines Aquariums. Das scheint ein Widerspruch zu deiner Filterung mit geringem Durchsatz zu sein, ist es aber nicht, nur anders und dafür habe ich Gründe. Die Bedeutung der Mikrobiologie versuche ich variantenreich aufzuzeigen. Dazu gibt es einen umfangreichen Thread. Deswegen interessiert mich die "Hemmung" so.

Um die Kurve zu kriegen, ich setze öfters Becken auf um mir irgend einen Sachverhalt genauer anzusehen. Das ist meist problematisch und ich verwende zum Einfahren verschiedene Microbe Lift Bakterienkulturen, d.h. ich habe mit einem Nitritpeak dann allenfalls vernachlässigbar zu tun. Setze ich ein Becken nur aus meinem Bestand an funktionierenden Becken auf, dann funktioniert ein neues Becken sofort und - das war mir auffällig an deiner Beschreibung - du beschriebst deinen Cube als "steril". Ist er natürlich nicht, aber es ist ein auffälliges Zeichen reifer Mikroflora, dass die optisch wenig präsent ist. Die Mikroflora lässt sich als Biofilm auf den Pflanzen von einem Becken in ein anderes anderes ex-/importieren. Mehr als nicht mal viele solcher Pflanzen aus einem funktionierenden Becken brauche ich für ein ansonsten frisches Setup nicht. Funktioniert sicher. Da dein Setup keine "Schadwirkung" als Grund für einer Hemmung der Nitrobacter erkennen lässt, nehme ich solche Dinge mit um die Nitrifikation in einem solchen Becken - deins halte ich auch für so eines - genauer zu betrachten, wenn ich so ein Becken einfach nur mit der Absicht "gleich funktionierend" aufsetze. Leider habe ich so viele andere Flausen im Kopf, dass ich das idR. nicht zeitnah umsetzen kann, behalte sowas dann im Hinterkopf.

Gruß, Nik
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Postby uruguayensis » 12 Jul 2016 12:15
Hallo, um Gottes Willen ich will nicht sagen das 15 Garnelen zu viel für 20 Liter sind. Habe mich da nicht um die Literzahl u. Stückzahl gerichtet sondern nur an der Nitrit Belastung. 2 Monate sind zu viel, das da keine Biologie entsteht. Anfangs war ja alles ok gewesen dann stieg der Nitrit nach und nach immer weiter an, nachdem auch ein Aufsatz auf dem Filter adaptiert wurde. Ich vermute das was mit der Filterung nicht stimmt.
Anfangs filtert der Filter gut, dann nimmt der langsam immer weiter nach und nach ab und dann kommt da noch ein Aufsatz drauf und die Filterung nimmt noch mehr ab, dass Strömungsarme Zonen entstehen u. der Nitrit in den Zonen aufsteigt. Da Werner schon ziemlich weit gedrosselt hat u. tut, wegen biologischer langsam Filterung.
Schau mal nach Werner, ob die Filterung stark genug ist, das keine strömungsarmen Zonen vorhanden sind, das der Filter nicht nur in eine Ecke das Wasser filtert. Wenn nicht Drossel den Filter etwas weiter auf, auch wenn keine so Langsame Filterung statt findet im Filter, das Wasser durchlauft Pflanzen, Kies Deko Materialien, Scheiben mit Bakterien Populationen, wo dann wieder eine biologische langsam Filterung statt findet, wie in einen Bach, auch wenn der Filter etwas schneller läuft. Also Kurzgefasst will ich sagen Kontrolliere mal den Filter.

Das mit dem Zusatzfilter, wollt ich sagen das man sich allgemein eine höhere besatzdichte erlauben kann durch mehr Filtermaterial u. Filterung das der Nitrit Wert trotzdem niedrig bleibt. Wie eine Sicherung, das keine Nitrit Vergiftungen vorkommen. Deshalb habe ich das als erstes gesagt, damit die Garnelen nicht hops gehen.
Die Vorgeschlagenen Bakterienkulturen würde ich auch verwenden.
MfG Emrah
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Postby uruguayensis » 12 Jul 2016 13:44
Whisky Foxtrott wrote:
Ich habe, warum auch immer, mit "animpfen" von Aquarien mit Filtermulm eher schlechte Erfahrungen. Das gab jedes Mal extrem lang anhaltende Nitritpeaks.
Komischer Weise funktionierte es besser, wenn ich direkt Filtermedien ausgetauscht habe, da reicht ein Stück Filterschwamm aus einem laufenden Filter. So hatte ich manchmal gar keinen nennenswerten Nitritanstieg. Bei beiden Varianten wurden jeweils Pflanzen aus laufenden Becken übernommen, die ja auch Biofilm mitbringen.


Deine Erfahrung deckt sich mit der meinigen. Direkt übernommenes eingefahrenes Filtermaterial wirkt erheblich mehr als irgendwelches Animpfen, womit auch immer.


Hallo, mit animpfen bzw. auswaschen von Filtermaterial bringt man mehr Eisenphosphat ( Mulm wird zu Eisenphosphat) ein, mehr oder weniger Bakterien. Die Bakterien kleben weiter fest an dem Filtermaterial.
Das leichte auswaschen von Eisenphosphat aus dem Filtermaterial unter dem Wasserhahn und die Einbringung von dem Filtermaterial ist effektiver als die braune brühe aus Eisen(III) zu verwenden. Bei Moosen würde ich das auswaschen erst gar nicht machen, Moos kann dadurch schnell braun werden, in kleineren Aquarien. Zuviel davon ist schädlich für Moose. MfG Emrah
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Postby Whisky Foxtrott » 12 Jul 2016 20:21
... Anfangs war ja alles ok gewesen dann stieg der Nitrit nach und nach immer weiter an, nachdem auch ein Aufsatz auf dem Filter adaptiert wurde. Ich vermute das was mit der Filterung nicht stimmt.


N'Abend Emrah.
Nein, anfangs war nicht alles o. k.! Daß anfangs kaum Nitrit meßbar war, lag daran, daß die Nitrosomonas noch nicht in der Lage waren, nennenswert Ammoniak/-um umzuwandeln. Die Nitrosomonas funktionieren inzwischen, siehe NO2, nur die Nitrobacter kommen nicht recht in Schwung. Letztere haben zwar eine deutlich längere Populationszeit, dennoch liegt die Störung an einer vermuteten Hemmung. Interessant ist die Sache, weil der Abbau zum Nitrit im typischen Zeitrahmen liegt, dessen zwangsweise folgende weitere Umwandlung zu Nitrat eben bei weitem nicht!

Schau mal nach Werner, ob die Filterung stark genug ist, das keine strömungsarmen Zonen vorhanden sind, das der Filter nicht nur in eine Ecke das Wasser filtert. Wenn nicht Drossel den Filter etwas weiter auf, auch wenn keine so Langsame Filterung statt findet im Filter, das Wasser durchlauft Pflanzen, Kies Deko Materialien, Scheiben mit Bakterien Populationen, wo dann wieder eine biologische langsam Filterung statt findet, wie in einen Bach, auch wenn der Filter etwas schneller läuft.


Die geringe Zirkulation - 1 1/2 Beckeninhalt/h - passt schon. Dann kann der Filter ganz gut nitrifizieren. Das Volumen des Würfelchens wird auch gut genug umgewälzt, um Sauerstoff und Ernährungsdefizite auch in Ecken zu vermeiden. Der Austausch im Bodengrund findet meiner Meinung nach eh' im Wesentlichen durch thermisches Diffundieren statt.

Die Vorgeschlagenen Bakterienkulturen würde ich auch verwenden.


Diese Mittelchen sind mir noch so ganz klar, ob sinnvoll oder sinnlos. Ich bin der Meinung, daß ich mit einem Bißchen Bodengrund eines eingefahrenen Beckens oder etwas Ufergranulat eines sauberen Gewässers die typischen Nitrifizierer als Startansatz einbringe. Ob die vom Handel angebotenen Bakterienkulturen mengenmäßig mehr bringen, bezweifle ich. Auch bezweifle ich, daß dies die "richtigeren" (sic) Nitrifizierer sind. (Ich bezweifle auch den Sinn dieser "TwinStar" etc. Gerätchen.) Das gelegentlich zu lesende Argument, daß auch in Kläranlagen turnusmäßig neue Bakterienkulturen zugegeben werden, ist falsch dargestellt. Das habe ich ebendort andersgründig erklärt bekommen. Das muß (nur) dann gemacht werden, wenn die Klärbecken überlastet wurden oder Störungen durch Bakteriengifte o. ä. auftraten. Es handelt sich somit nicht um eine notwendige Ergänzung in einem autarken System, sondern sinngemäß um ein Wiederanfahren.
Grüße vom schönen Nordeifelrand,
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