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Postby MrBaenrae » 02 Jan 2016 17:48

Probleme:

Wie lässt sich das Problem generell beschreiben? [z.B. Algen, schlechter Pflanzenwuchs, etc.]*

je nach Alter treten an allen Pflanzen früher oder später Löcher in den Blättern auf-

Teilweise bin ich mit der Wuchsleistung einiger Pflanzen unzufrieden.


Wurden in letzter Zeit großartige Veränderungen am Aquarium durchgeführt? [z.B. Änderung der Düngung, des Lichts, der Technik, etc.]*

Aufgrund des Schwammbegriffes „in letzter Zeit“ Hier ein kurzer chronologischer Abriss der letzten Monate:
Vor Oktober:
Becken größtenteils ungepflegt, ungedüngt und es wurde nur Wasser aufgefüllt wenn das plätschern unerträglich wurde. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich auch mit dem Gedanken getragen das Hobbie aufzugeben.

Oktober 2015:
Beginn wöchentlicher Wasserwechsel 50% und Düngung gemäß Vorschrift mit JBL Ferropol. Entschluss sich endlich intensiv mit der Düngung zu beschäftigen und zu experimentieren.
Umstellung auf EL Profito, täglich 2-4 ml → innerhalb von zwei Wochen fiel der NO3 Wert von 15 mg/l auf unter 5.
Erkenntniss dass NO3 zugedüngt werden muss. NO3 Aufdüngung mit Dennerle NPK.

FLOWGROW Forum in Tapatalk entdeckt!

November 2015:
Erkenntniss, das ebenso PO4 benötigt wird. Die Entscheidung fiel auf EL Fosfo und später EL Nitro. Ab diesem Zeitpunkt wöchentliche Aufdüngung auf NO3 20mg/l und PO4 auf 1 mg/l.
Ausfall des Hauptfilters, Inbetriebnahme Ersatzfilter mit gebrauchtem Material.
Nachdem die Hygrophilia Corymbosa eindeutige Mangelerscheinungen zeigte, löchrige, braune Blätter. Ich konnte dieselben Symptome kurz danach auch an allen älteren Pflanzenteilen entdecken. Als Ursache vermutete ich zunächst fälschlich einen Kaliummangel den ich aber aufgrund des EL Profito und dem Kommentar eines Users im Forum wieder verworfen habe. Aus der Wasseranalyse habe ich dann auf einen Magnesiummangel geschlosssen.

Dezember 2015:
Ausfall des Reservefilters → Das Becken lief von da an Zwei Wochen mit einem erheblich unterdimensionierten Eheim Aquaball 60.
Zum Ausgleich hatte ich die Beleuchtungsdauer von 10 auf 6 Stunden täglich reduziert.
Mitte Dezember:
Inbetriebnahme Hauptfilter mit neuem Filtermaterial.
Das im folgenden beschriebene System ist seit 11.12.2015 so im Einsatz!


Allgemeine Angaben zum Becken:

Standzeit des Aquariums:* 24 Monate

Größe des Aquariums [Maße (LxBxH in cm) & Bruttoliter]:* 100x50x40 200L geschätztes Netto 170 L

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* JBL Manado (2-3mm), Dicke 7 cm

Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* Morkienwurzel, Terrakotta-Topf (Höhle), 1x Schieferplatte

Beleuchtung:

Beleuchtungsdauer:* derzeit 12 Stunden voll plus 2x 0,5 Stunden mit halber Leist

Welche Lampen sind im Einsatz? [Angaben bitte mit Anzahl, Art (z.B. T5, LED, HQI, etc.), Reflektoren, Wattzahl, Farbtemperatur. Zum Beispiel 2x T5 24 Watt 865]*

4x 39W T5 mit Reflektoren
Original Arcadia Röhren


Filterung:

Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

Außenfilter Eheim 2128 Thermofilter


Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* 1,5 L Biopur, Filtermatte, 3 L Siporax, Filterwatte

Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* max. 950 L/h - Filter ist maximal gedrosselt ca 400 L/h

CO2 Anlage (falls vorhanden):

Art der CO2 Anlage [Bio CO2 oder Druckgas]:* Druckgas-CO2 Anlage

Nachtabschaltung vorhanden?* Ja

pH Steuerung vorhanden?* Ja

Art der CO2 Einwaschung [z.B. Flipper, Paffrathschale, Diffusor, Außenreaktor): Diffusor

CO2 Blasen pro Minute [bitte den Blasenzähler angeben]: 100

Ist ein CO2 Dauertest im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell] nein

Welche Farbe hat der Dauertest? Kein Dauertest vorhanden

Welche Indikatorflüssigkeit wird für den Dauertest genutzt? [Hersteller, ggf. KH-Wert der Flüssigkeit] entf??llt

Sonstige Technik (falls vorhanden):

Sonstige Technik (falls vorhanden) [z.B. Heizer, Bodenfluter, UVC-Klärer, Strömungspumpen] Bodenheizung

Wasserwerte im Aquarium:

gemessen am:* 01.01.2016 Vor Wasserwechsel

Temperatur in °C:* 23

Welche Art Test wurde verwendet? [Angaben bitte mit Art (z.B. Teststreifen, Tröpfchentest, Fotometer), Hersteller]

JBL Tr??pfchentest, (F)= Fotometer von Wasserpantscher


pH-Wert: 7 (F)

KH-Wert: 4 (JBL)

GH-Wert: 10 (JBL)

Fe-Wert (Eisen): 0,004 (F)

NH4-Wert (Ammonium): <0,05 (JBL)

NO2-Wert (Nitrit): 0,05 (JBL)

NO3-Wert (Nitrat): 19,5 (F)

PO4-Wert (Phosphat): <0,09 (F)

K-Wert (Kalium): 23,5 (F)

Mg-Wert (Magnesium): 17,9 (F)

Düngung:

Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

Die CO2 Menge wird mittels einer Kontrollmessung an einer belüfteten Wasserprobe eingestellt und liegt bei 25-40 mg/l. und wird 1x monatlich kontrolliert!

wegen einer Kaliumanreicherung auf über 28 mg/l (gemessen am 20.12.2015) am 01.01.2016 Neustart mit angepassten Düngermengen.

Wöchentlich Beckenwasser nach Wasserwechsel einstellen auf:
EL Nitro auf 10 mg/l KALIUM! nach Wasserwechsel
EL Fosfo auf 2,0 mg/l nach Wasserwechsel
Zugabe Bittersalz bis 20 mg/l nach Wasserwechsel
Düngung Täglich (in Anlehnung an EI):
EL Profito 10 ml jeweils Sa., Mo. und Mi.
Dennerle NPK 20 ml jeweils So., Di. und Do. → NO3 +5 mg/l – PO4 + 0,2 mg/l – K + 1 mg/L


Wasserwechsel:

Wie oft wird wie viel Wasser gewechselt:* wöchentlich

Wird reines Leitungswasser benutzt:*Ja

Pflanzenliste:

Helantium tenellum (unzureichendes Wachstum, ältere Blätter braun und löchrig)
Cryptocoryone spec. Legroi (nach einpflanzen und Rückschnitt zunöchst keine Wachstum erkennbar, nachdem PO4 auf >1,5 mg/l erkennbar neue Blattbildung)
Staurogyne Repens (kaum Wachstum erkennbar)
Nymphae Lotus rot (Nachdem die Beleuchtung reduziert wurde erkennbares Wachstum)
Echinodorus „Rubin (sehr gutes Wachstum, ältere Blätter vom Rand her braun und löchrig)
Hydrocotyle verticillata (bisher kein Wachstum erkennbar)
Microsorum pteropus (ältere Blätter vom Rand her gelb-braun und löchrig)
Gymnocoronis spilanthoides (sehr gutes Wachstum)
Alternanthera reineckii „pink“ (total löchrige Blätter)
Hygrophilia Corymbosa „siamensis“ (kaum Wachstum, bis auf neue Blätter (1 Woche) alle gelb-braun und löchrig)
Hydrocotyle leucophala (Sehr gutes Wachstum)
Anubias barteri (ältere Blätter vom Rand her braun und löchrig)
Riccias fluitans (Reste als Schwimmpflanzen erkennbar)


Zu wie viel Prozent (geschätzt) ist der Boden mit Pflanzen bedeckt?* 80 % bepflanzte Rück-und Seitenwand mit Anubias

Besatz:

1x Liniendornwels
1x Antennenwels (Restbestand)
2x Ziebinden-Zwergschilderwelse
4x „Pinselalgenfresser“
1x gemalter Schwielenwels (Restbestand)
5x Skalare (1 ausgewachsenes und 4 Jungfische)
2x Guppys
10x Mollys
aufgrund der starken Besetzung auch die starke Filterung!


Wasserwerte des Trinkwasserversorgers:

Leitungswasser KH-Wert:* 3 - 5 (berechnet)

Leitungswasser GH-Wert:* 5 - 7

Leitungswasser Ca-Wert (Calcium):* 28,4 - 38,4

Leitungswasser Mg-Wert (Magnesium):* 2,2 - 4,4

Leitungswasser K-Wert (Kalium):* 3,7 – 4,2

Leitungswasser NO3-Wert (Nitrat):* 4 – 18

Leitungswasser PO4-Wert (Phosphat): <0,06

Weitere Informationen und Bilder:


zur den Wasserwerten des Trinkasserversorgers:
Die höheren Werte stammen aus einem Ausgleichsbehälter meines Wasserzweckverbandes und treffen an meinem Wohnort nicht ganz zu.
Die niedrigeren Werte stammen aus dem Ausgang des uns versorgenden Wasserwerkes/ Hochbehälters. Die Werte bilden die von mir in den letzten Jahren beobachteten Schwankungen gut ab.

zu meinem Düngesystem:
Mit Entdeckung des Flowgrow Forums und Aufnahme einer Düngung haben sich meine Bart- und Pinselalgen zurückentwickelt. Zusätzlich wurde eine zweiwöchige EC-Einnebelkur vor zwei Wochen abgeschlossen. Die Algen sind ganz klar auf dem Rückzug.
Ich habe in den letzten Wochen versucht meinen Verbrauch zu ermitteln und das K-Ca-Mg Verhälniss auf 0,5-2-1 einzustellen.
Seit 20.12.2015 messe ich folgende Werte mittels eines Fotometers: pH, NO3, K, Po4, Mg und E.
Da mir bis vor kurzem kein Kaliumtest zu Verfügung stand hatte es sich bis zur ersten Messung auf 28 mg/l angereichert. Der Kalium Wert wurde am 01.01.2015 auf 12 mg/l zurückgesetzt (66% Wasserwechsel).
Ich möchte gerne Wissen ob ich mit meinem Düngesystem auf dem richtigen Weg bin und die Löcher bzw. das schlechte Wachstum bei meinen Pflanzen bald (wie bald?) der Vergangenheit angehören.
Ich bin im Moment noch dabei meinen Verbrauch zu ermitteln. Hierbei stellen mich die starken Schwankungen des Wechselwassers bei Nitrat derzeit noch vor Probleme. Auch den Grund für die starke Anhäufung bei Kalium als folge einer NO3 basierten Düngung sind mir derzeit noch unklar!

zum nicht zufriedenstellenden Pflanzenwuchs und den Löchern:
Folgende Pflanzen haben starke Lochbildung: Anubias Barteri
Folgende Pflanzen wachsen nicht zufriedenstellend: Helanthium tenellum, Hydrocotyle verticillata, Nymphae Lotus rot
Folgende Pflanzen wachsen nicht und haben Löcher: Hygrophilia Corymbosa „siamensis“ , Alternanthera reineckii „pink“
sind die überhaupt noch zu retten?

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Mit freundlichen Grüssen

Mike
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Postby Frank2 » 02 Jan 2016 18:41
Hallo Mike

warum hast Du derart viel Licht über dem Becken? ich würde bei dieser Bepflanzung die Hälfte nehmen und das ohne Reflektor oder die Reflektoren zerschneiden und nur teilweise anbringen (zb Ausleuchtung der Ränder, Pflanzen, die etwas mehr gerne nehmen). Du machst Dir das Leben unnötig schwer, das Gros Deiner Pflanzen wächst im richtigen Wasser bereits ab 0,3 Watt/Liter (dann mit Reflektoren :smile: ) richtig toll, etwas mehr natürlich auch gut. :grow:
Du machst Dir damit das Leben mit diesen einfachen Pflanzen damit unnötig schwer.

Ansonsten:

K-Wert (Kalium): 23,5 (F)

Mg-Wert (Magnesium): 17,9 (F)


Das ist entscheident, insb. bei den von Dir tw genannten Pflanzen. Du hast es jetzt umgestellt und das ist richtig. Ob sich nun alle Pflanzen erholen ist nicht gesichert, sie sollten aber doch gesund durchtreiben. Die meisten sollten innert 2-3 Wochen sichtbar profitieren im Neuaustrieb.
Aber wie bereits gesagt - unter so einem Licht sind selbst einfachste Pflanzen, wie die Corymbosa zb wirklich schwer zufrieden zu stellen. Da wären vermeintlich schwere Pflanzen sogar einfacher zu handeln. Denn viel Licht bedeutet auch einen ganz anderen Umsatz an Nährstoffen und einen ganz erheblichen Düngeaufwand und eine gute Einstellung aller Werte (die dann auch gehalten werden müssen). In vielen Fällen hier sehe ich dasselbe Muster leider immer wieder. Man macht sich einfach strukturierte und bepflanzte Becken (nicht negativ gemeint, sondern durchauchs positiv) unnötig schwer, beleuchtet sie wie -lediglich auf Zeit - angelegte Scapes, die stark lichtbedürftige Pflanzen beinhalten (und allzu oft mittels diverser Eingriffe aus dem Chemiekasten gemanaged werden - wenn natürlich auch nicht immer). Für ein langfristig - über 5-10 Jahre oder länger angedachtes Aquarium nicht die geeignete Vorgehensweise! Und Überdosierungen von iwelchen Algenmitteln sollten da auch möglichst vermieden werden. Im Prinzip braucht man gar keine, auch nicht bei 5 oder 10 Jahre laufenden Becken wenn man "dran" bleibt. EC-Einnebelung bei Dir in Normaldosierung? Wenn überdosiert würde ich nun Bakterien reinkippen über mehrere Wochen! Ansonsten kein Problem.... .

Meine Meinung.

Grüße
Frank
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Postby java97 » 03 Jan 2016 00:14
Hallo Mike,
Ich bin ganz Franks Meinung, dass weniger Licht oft mehr ist.
2x 39W mit Reflektoren sollten hier völlig genügen und die ganze Sache "entschärfen".
Nur solltest Du dann den CO2-Gehalt im Auge behalten, denn davon wird dann weniger verbraucht werden.
Deinen Fischen zu Liebe solltest Du Dir unbedingt einen Co2-Dauertests zulegen.
schöne Grüße
Volker
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Postby MrBaenrae » 03 Jan 2016 11:23
Hallo und Danke für die Antworten Frank und Volker,

ich habe soviel Licht über dem Becken aus der Zeit bevor ich dieses Forum entdeckt habe. Die meisten meiner Pflanzen sind hier in der Datenbank mit Licht bis hoch ja auch angegeben. UND vor euren Antworten und Entdeckung des Forums dachte ich das mein Licht der limitierende Faktor wäre -> jetzt ist mir klar es war die Düngung.

Zur EC-Einnebelung -> ich hatte mit zweifacher Überdosierung (Maximalmenge gemäß Beipackzettel, Menge also noch unterhalb einer EC-Kur) gearbeitet. Trotzdem mit Bakterien arbeiten? Da ich bisher kein Verstärktes Algenwachstum festgestellt habe, hatte ich keine weiteren Maßnahmen geplant. Pinselalgen sind noch immer auf dem Rückzug und restliche Algen nur vereinzelt anzutreffen.

Ich werde versuchen den Kaliumwert noch etwas weiter zu senken so circa in den Bereich von 10-15 mg/L. Nach dem letzten Wasserwechsel hatte ich 13,9 mg/L.

Ich werde euren Ratschlag befolgen und das Licht reduzieren. Da meine Arcadia Leuchte die Reflektoren fest verbaut hat werde ich die beiden Stromkreise (je 2x39 W) im Wechsel a 7 Stunden mit einer einstündigen Überschneidung betreiben. So will ich sicherstellen, dass die Leuchtmittel gleichmäßig altern.
Denkt Ihr das wird ausreichen?
Ich hoffe, dass die Helanthium tenellus trotzdem einen Rasen bilden wird.
Auch das frei flutenden Riccia will ich demnächst noch in der mitte auf die Wurzel aufbinden.

Noch eine Frage an Volker:
Warum noch einen Dauertest installieren? Nur als Rückfallebene falls die Ph-Steuerung versagt? Ich war bisher der Meinung, dass Co2-Werte bis ca. 60 mg/L für die Fische unbedenklich seien, solange ausreichend O2 vorhanden ist.
Mit freundlichen Grüssen

Mike
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Postby java97 » 03 Jan 2016 12:04
Hallo Mike,
Dass Du eine PH-Steuerung hast, habe ich überlesen. Sorry!
schöne Grüße
Volker
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Postby Frank2 » 03 Jan 2016 15:58
Hallo Mike

wird es dann so sein, dass 7 h der vordere und 7 h der hintere Leuchtbalken brennt? Das fände ich nicht sonderlich gut. Oder ist es eine Aufsatzleuchte wo fix die 4 Röhren drin sind und es geht nicht anders? Ansonsten würde ich einen Balken einfach entfernen und den anderen in die Mitte positionieren, so das denn geht?

Bei der dann entstehenden Beleuchtung + Reflektoren wären für mich 10-11 h die Obergrenze.

Hel. tenellus wächst darunter erstklassig. Wenn er vone nur 7 h beschienen werden sollte wird er vermutlich höher /größer werden als gewünscht.
---

Zur EC-Einnebelung -> ich hatte mit zweifacher Überdosierung (Maximalmenge gemäß Beipackzettel, Menge also noch unterhalb einer EC-Kur) gearbeitet. Trotzdem mit Bakterien arbeiten?


Würde ich nicht machen.

UND vor euren Antworten und Entdeckung des Forums dachte ich das mein Licht der limitierende Faktor wäre -> jetzt ist mir klar es war die Düngung.


Teils vermutlich ja aber viel problematischer war das Verhältnis K/Ca insb. bei Corymbosa, die schaut dann schnell aus wie ein Sieb.

Bei Veränderung der Beleuchtung immer auch Düngung anpassen und Augen auf, da Algen-und Cyanogefahr vorübergehend deutlich erhöht (leider!). Ggf Veränderung mit einem großen, ausräumenden WW einleiten und dann - angepasst aufdüngen da weniger Verbrauch ansteht.


Grüße
Frank
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Postby kiko » 04 Jan 2016 09:07
Hallo,
die u.a. im ersten Bild zu sehenden ausgefranzten Blätter bzw. "Blattgerippe" sind Fraßschäden.
Inwieweit die Pflanzen im Vorfeld schon stark vorgeschwächt waren u./o. die EC Behandlung ihr weiteres dazu getan hat, ist bei sowas imo im nachhinein meist nur schwerlich feststellbar.

Das es div. Arten gibt die auf bestimmte Ratios anspringen ist bekannt und ein optimieren dbzgl. sicherlich auch nicht falsch. Man sollte dabei allerdings immer im Hinterkopf halten, das nicht alles zwangsläufig immer nur einzig an irgendwelchen Nährstoffratios liegt.
grüße Olaf-Peter
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Postby MrBaenrae » 04 Jan 2016 11:03
Hallo Frank,

es handelt sich um eine Arcadia Aufsetzleuchte die schematisch wie folgt ausgebaut ist:

Anschlagseite - Rückscheibe
Leuchtmittel Schaltkreis B (x)
Leuchtmittel Schaltkreis A
Mittelsteg
Leuchtmittel Schaltkreis B
Leuchtmittel Schaltkreis A (x)
Frontscheibe

Hinweis: je die vordere und hintere "Leuchtmittelbucht" ist mit einem gemeinsamen Reflektor versehen. Ich gehe daher davon aus, dass bei der von mir ursprünglich vorgeschlagenen Beleuchtung das Becken recht gleichmäßig ausgeleuchtet wird.

Ausbauen kann ich hierbei nur die Röhren! Wenn ich wie Du vorschlägst möglichst mittig beleuchten will habe ich nur die Möglichkeit die mit (x) gekennzeichneten Leuchtmittel zu entfernen und weiterhin beide Stromkreise (gleichzeitig) zu schalten:

Ich hoffe die Lampe ist hiermit ausreichend erklärt, ansonsten kann ich auch gerne eine Bilderserie posten.

Ich werde dann mal beim nächsten Wasserwechsel die Beleuchtung umstellen (auf 10 Stunden). Die Ergebnisse werd ich natürlich hier einstellen!

Hallo Olaf-Peter,

dass mein Ancistrus Blättern nicht abgeneigt ist ist mir bewusst. Daher verfolge ich auch mit einer unlimmitierten Düngung das Ziel die Pflanzen schneller wachsen zu lassen als der Sie fressen kann!
Ungeklärt ist halt die ob die Blätter erst geschädigt waren und dann gefressen wurden oder
ob die Blätter nur durch das fressen geschädigt wurden.
Ich bin bei diesem Becken durch den Antenenwels und den Liniendornwels in der Pflanzenwahl ohnehin eingeschränkt. Es handelt sich hierbei um Restbestände meines ERSTEN Aquariums (22 Jahre her) und es entspricht nicht meiner Vorstellung einer verantworungsvollen Pflege die Tiere zu entsorgen.
Mit freundlichen Grüssen

Mike
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Postby Frank2 » 04 Jan 2016 11:25
Hallo Mike

so wie Du die Leuchte beschreibst würde ich sagen dass man es so machen kann, wie Du es Dir vorgestellt hast mit den beiden Schaltkreisen. Ich habs selber noch nicht so gehandhabt aber ich kann mir vorstellen dass das so gut funktionieren kann.
Die Ausleuchtung des Beckens dieser Maße
100x50x40
ist mit 2 Röhren problemlos möglich, das ist der Standard und für die Bepflanzung allemahl ausreichend. Ich habe diese Beleuchtung in einem 180er - ohne Reflektoren - Hel. Tenellus wächst nun natürlich höher als zuvor mit Reflektoren aber das gefällt mir persönlich. Zuvor wesentlich flacher/niedriger, wichtig hier halt das 2 monatige Auslichten von "Mutterpflanzen" und verjüngen des Tenellusbestandes, dann kann man den auch flacher halten, wenn gewünscht. Dankbare Pflanze, die man viele Jahre schön pflegen kann .

Eine unlimitierte Düngung ist aber dann nicht mehr möglich, da das Licht limitiert ist und ergo auch die Düngung limitiert werden sollte (strittiger Punkt allerdings ).

Ansonsten stimme ich Olaf Peter zu.

Bei manchen Pflanzen sind schon starke Schäden da, dass uU der ein oder andere Ersatz eingebracht werden könnte, bspw. ein Topf Corymbosa. Fraßschäden sind allerdings auch zu sehen aber eben nicht nur.

Wichtig mE bei Reduktion wirklich ein großer WW und danach eben eine limitierte Aufdüngung und ein strenger Blick auf Algen-und Cyanoentwicklung, wie immer bei Lichtveränderungen, zumal wenn sie so gravierend sind mit einer Halbierung und noch Beleuchtungszeitveränderung. Ich hatte zb in dem Becken mit derselben Beleuchtung + Reflektoren nie mehr als K 5, teils weniger, ohne die typischen K-Mangel Symptome wie Löcher.

Grüße
Frank
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Postby MrBaenrae » 04 Jan 2016 11:55
Jetzt scheine ich was falsch verstanden zu haben.
Unlimitierte Düngung bedeutet doch das ALLE Nährstoffe konstant vorhanden sind. Also ständig nachweisbar. Licht ist in dieser Betrachtung aussen vor, da Nachts eh nicht vorhanden.
Habe ich das falsch verstanden?

Natürlich wird sich mein Verbrauch nach unten bewegen. Sollte aber dank der Wasserwechsel ca. 4 Wochen dauern bis er gegen den Grenzwert geht. Damit ausreichend Zeit das Düngesystem nachzusteuern.

Auf Algen bin ich gespannt. Bei der Beleuchtungsreduktion nach Filterausfall hatte ich zum Glück keine.
Mit freundlichen Grüssen

Mike
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Postby Frank2 » 04 Jan 2016 12:24
Hallo Mike

unlimitierte Düngung meint

= estimative Index
= siehe auch Düngung nach Tom Barr

hier im Forum, google etc. nachzulesen.

In limitierten Systemen (insb. Licht!) mE nicht praktikabel. Bislang war Dein Licht allerdings stark genug für eine unlimiierte Düngung. Du musst nun entscheiden ob Du das fortbehälst (durchaus eine Option - mit eben geänderten Paramtern- Ratios) oder eben einer verringerten Beleuchtung. Beides ist natürlich möglich! Deine Bepflanzung kann unter beiden Varianten gedeihen. Das ist hier nicht die Rede.

Grüße
Frank
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Postby kiko » 04 Jan 2016 12:57
Hallo Mike,
Das Papageienblatt etc. hatte ich früher auchmal im AQ und es wurde von meinen Amanos mit großer Regelmäßigkeit zumeist über Nacht "löchrig genagt". Ich hatte die betroffenen Arten damals einfach gegen rote Ludwigien sowie div. feinfiedrige Arten ersetzt, an die meine Amanos nicht gingen und Ruhe war mit den Löchern. :smile:
Denn letzlich ist es schon so, daß wenn der Besatz schneller die Sonnensegel frißt als etwas neu+gesund nachwachsen kann, da hilft auch keinerlei unlimitierte Düngung o.ä., sondern eigentlich nur ein Austausch der betroffenen Pflanzen gegen Arten die nicht so auf dem Speiseplan des jeweiligen Besatzes stehen.

Vermindert man das Licht, vermindert sich natürlich der Nährstoffumsatz.
EI ansich funktioniert in beide Richtungen, für Schwachlicht braucht lediglich die Dosis entsprechend nach unten hin angepaßt werden -> d.h. was sonst (bei Starklicht) üblicherweise als EI Tagesration gegeben wird, das wird für Schwachlicht einfach nur alle paar 2-4 Tage bis wöchentlich (Becken ohne Co2) gegeben.

Was mich persönlich mehr als das verwendete Düngesystem ansich stören würde,
das wäre der verwendete Manado als Bodengrund, denn der verändert (sofern ich es noch richtig in Errinnerung habe) auch div. Wasserwerte.
grüße Olaf-Peter
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Postby MrBaenrae » 05 Jan 2016 11:36
Hallo Frank,

ich werde meine Düngung weiter optimieren und die Beleuchtung vorerst beibehalten. Wie Barr schreibt hatte er die "maximale Beleuchtungsstärke" gewählt, damit durch den größeren Umsatz Mangelerscheinungen schneller auftreten. In diesem Sinne werde ich zur Optimierung der Ratios und Düngermengen erstmal weiter voll Beleuchten. Immerhin habe ich auch schon erste Erfolge erzielt
Seit ich NO3 zudünge sind die Bart und Pinselalgen auf dem Rückzug.
Seit ich PO4 konstant hoch halte wachsen der Lotus, und die Staurogyne. Die Anubias treibt neue Blätter wie verrückt.
Seit letzter Woche Kalium unter 15 mg/L liegt treiben die Hydrocotyle verticillata, das Papageienblatt und der Wasserfreund erste neue Blätter. Aus den Resten des Teichlebermoos hat sich innerhalb von 4 Tagen ein ansehnlicher Teppich gebildet.
Ich bin auf weitere Erkenntnisse gespannt und werde weiter berichten und am WE mein Becken mal zur Bewertung einstellen.

Hallo Olaf-Peter,

habe mal über den Manado hier im Forum etwas gegooglet. Alle Probleme während der Einfahrphase dürften bei mir inzwischen erledigt sein. Standzeit dieses Aquarium bei 2 Jahren und der Boden war davor schonmal 3! Jahre im Einsatz. Eine Veränderung der Wasserwerte kann ich derzeit keine feststellen. Ich werde hier aber nochmals weitersuchen und hier berichten.
Mit freundlichen Grüssen

Mike
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Postby Frank2 » 05 Jan 2016 14:25
Hallo Mike

das hört sich gut an. :thumbs:

Seit letzter Woche Kalium unter 15 mg/L liegt treiben die Hydrocotyle verticillata, das Papageienblatt und der Wasserfreund erste neue Blätter.


Ganz typisch für genau diese Pflanzen. Verhält sich ebenso bei vielen Ludwigien. Ich habe K sogar unter/bei 5 allerdings eben bei schwächerer Beleuchtung. Beides geht! :thumbs: Wenn Du derart stark beleuchtest sind ganz klar andere Werte zu fahren. Wie Barr es eben auch gut erklärt.
Finde ich toll dass Du nachliest und Dir selber umfangreich Infomationen sammelst und dann für einen Weg entscheidest! Das ist nicht Standard.... . :bier:

Grüße
Frank
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Postby MrBaenrae » 09 Jan 2016 13:22
Wie versprochen hier der wöchentliche Statusbericht.

Gegenüber meiner vorherigen Düngung mit EL Nitro (welches zu einer starken Kaliumanreicherung führte) hatte ich diese Woche anstelle einer Stoßdüngung auf 20mg/L NO3 und 2,0 mg/L an 3 Tagen mit Dennerle NPK zugedüngt. Mit dem Zweck die Kaliumzufuhr einzuschränken.

Die führte im Vergleich zu vorher einer geringeren Konzentration von PO4 nach der Stoßdüngung. Ich habe prompt Wachstum von Punktalgen feststellen können. Ich denke dies kommt davon, dass durch die vileen Phospaht afinen Anubien in meinem Becken damit der PO4 Gehalt zu schnell aufgezerht wurde.
Über die Woche lief PO4 gegen Null!
Bei NO3 und Kalium konnte ich erstmals keinen Verbrauch feststellen!

In der nächsten Woche werde ich die Gaben an PO4 verdoppeln. Die Zugabe liegt dann bei 3,6 mg/L, zusätzlich 1,0 mg/L zum einstellen eines NO3:PO4 von 10:1 nach dem Wasserwechsel. Bei einem maximalen Verbrauch nach Barr von 0,6 mg/L und Tag sollten am Ende der Woche noch mindestens 0,4 mg/L nachweisbar sein.

Leider ist inzwischen der Wasserfreund und das Papageienblatt derart geschädigt, dass ich diese ausgetauscht habe. Als Ersatz sind eingezogen Cabomba (Harrnixe), Alternanthera Reinecki mini (ja wieder ein Papageienblatt), und Bacopa monierie (kleine Fettblatt). In der Hoffnung den Harnischwels von diesen fernzuhalten werde ich diese Woche konstant Grünfutter (Zuchini und Gurke) für Ihne bereitstellen. Leider habe ich keine Ahnung wie sich die auf die Nährstoffbilanz auswirkt. :glaskugel:
Mit freundlichen Grüssen

Mike
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