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Postby FTP » 05 May 2013 15:22
Hi Ben, Hi Holger!

Mitlerweile habe ich ja 3 Lösungsansätze zusammen, welche sich aber nicht so leicht kombinieren lassen fürchte ich.Mitlerweile weiß ich leider gar nicht mehr, was richtig und was falsch ist.

@Ben:
Was ich nicht so recht verstehe, warum sich dieser Überschuss so dramatisch darstellt, puncto Magnesiummangel.Es wird ja immer von Ca:Mg=10:1 gesprochen, bei mir liegt das Verhältnis ja bei 45:3,2, was ja nicht so weit von 10:1 entfernt liegt.
Blockiert der Kaliumüberschuss also die Aufnahme des Magnesiums?

Puncto Düngung habe ich mitlerweile überlegt, ob es nicht tatsächlich am einfachsten (und am günstigsten) wäre, den Dünger selbst zu mischen und so auf das Leitungswasser abzustimmen, so wie es hier viele machen.Abgesehen davon habe ich da richtig Bock drauf :thumbs:

Wenn ich den Dünger wirklich vernünftig an das Leitungswasser anpasse, sodass ich in die hier vorgeschlagenen Werte komme, kann es doch eigentlich an ncihts mehr mangeln, oder?

Die Zeit ist das geringste Problem, seitdem ich das Aquarium habe kann ich mich schon wesentlich besser gedulden :D

@Holger:

Es ist definitiv 100x50x40, also ein 200er, ich rechne nur eben immer mit 150l Nettovolumen, wegen Sand, Filter, Deko und Füllstand (ist ja nicht knallvoll das Teil).


Was mich insgesamt einfach sutzig macht ist auch die Tatsache, dass ich bis auf die Cladophora und die Punktalgen auf Staurogyne und Scheibe keine Probleme mit Algen habe.
Grüße,
Marius
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Postby Ben G. » 05 May 2013 21:08
FTP wrote:Blockiert der Kaliumüberschuss also die Aufnahme des Magnesiums?

Das liegt an dem K-Mg-Ionenantagonismus.

Wenn jetzt (wie z.B. bei dir) eh schon eher wenig Magnesium vorhanden ist, noch eine deutliche Kalium-Überdüngung dazu kommt, geht das dann schon Richtung „blockiert“.

Und ohne Magnesium gibt es eben keine Chlorophyll-Bildung. Ohne den Porphyrinring, mit dem Magnesium-Ion als Zentralion, geht da nichts.

Nochmal zur Düngung:

Man muß da keine Raketen-Wissenschaft draus machen. Was dir noch fehlt ist folgendes:

1. Eine Bittersalz-Lösung, mit der du bei jedem WW den Mg-Wert des Wechsel-Wassers etwas anhebst.

2. Ein Kalium-reduzierter Stickstoff-Dünger für die tägliche Düngung:

Einen extra Kalium-Dünger brauchst du nicht. Dafür hast Du bereits eine KNO3-Lösung (den „EL Nitro“, was du künftig auch selber machen kannst). Mit der düngst Du beim (bzw. nach dem) WW dein Wechsel-Wasser mit Nitrat und Kalium auf. Bei z. B. 15mg/L Nitrat bringst Du damit gleichzeitig bereits 10 mg/L Kalium mit ein, was schon genug ist (bei ebenfalls rund 10 mg/L Mg).

Außerdem kannst du mit beiden auch bei der täglichen Düngung variieren, falls der Kalium-Anteil vom Kalium-reduzierten Stickstoff-Dünger dann doch etwas zu niedrig ist.

Um die Mengen anzupassen, kannst du ja mal etwas mit dem Nährstoff-Rechner spielen. Beim Verhältnis von Nitrat zu Kalium würde ich mal von 3-4 : 1 ausgehen. Bisher hast du aber sogar deutlich mehr Kalium als Nitrat gedüngt.

3. Eine Kaliumphosphat-Lösung als Phosphat-Dünger:

FTP wrote:Was mich insgesamt einfach sutzig macht ist auch die Tatsache, dass ich bis auf die Cladophora und die Punktalgen auf Staurogyne und Scheibe keine Probleme mit Algen habe.

Von praktisch algenfrei ist dein Becken weit entfernt.

Gruß

PS: Das ideale Verhältnis von Calcium zu Magnesium liegt nicht bei 10 : 1, sondern bei 3-4 : 1.
Dabei muß man aber auch noch die absoluten Werte berücksichtigen. Wenn Du das Wechselwasser rechnerisch auf rund 10 mg/L Mg aufhärtest, paßt das in deinem Fall schon. Mehr muß nicht unbedingt sein.
Ben G.
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Postby DAU » 05 May 2013 22:38
Hallo Marius

1 Wasser Wechsel 50%
2 Werte messen NO3 PO4 fe GH Ca
Dann Auf Düngen Siehe beispiel
3 Taglich Kalium armen NO3 Dünger zirka 3mg/l und PO4 0,1mg/l am besten alle 2 Tage messen ggf anpassen
im laufe der Woche den rest pro Fitto dazu geben (laut gersteller) auf mangel achten.

Achtung die meisten NO3 Dünger mit wenig Kalium Sind nicht Stoß Dünger Fähig (Also nicht nach dem Wasser Wechsel verwenden, zum auf Düngen nur bei ph unter 7,5 verwenden.

Ich habe mal ein bisschen mit dem närstoff Rechner gespielt,

Dosierberechnung - Flowgrow Datenbank.pdf
(98.99 KiB) Downloaded 55 times



p.s. Die meisten Dünger die ich dort eingetragen habe kann man auch selber mischen würde am Anfang aber alle Separat an mischen un genügend Flexibilität zu erhalten.

MFG Holger
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Postby Biotoecus » 05 May 2013 22:53
Hi Holger,

ja, das macht Sinn. Täglich Kaliumarme NO3 Dünger geben und dann täglich einen reinen Kaliumdünger verabreichen.

Muss man erst mal drauf kommen.

Beste Grüße
Martin
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Postby emzero » 05 May 2013 23:05
DAU wrote:bitte kannst du mal nach dem WW deinen Kalium wert auf 10 mg/l aufdüngen.

Ben G. wrote:wenn deine Angaben zur Düngung stimmen, hast du ganz sicher nicht zu wenig Kalium im Wasser, sondern, ganz im Gegenteil, viel zu viel davon.


Tja Marius ... so gehen die Meinungen auseinander ...

Tatsächlich ist das Verhältnis N:K in der Pflanzenmasse ganz grob Richtung 1:1
(siehe z.B. http://www.heimbiotop.de/pflanzenernaeh ... ffaufnahme)
Persönlich bin ich aber, wie gesagt, bei Kalium etwas zurückhaltender, und finde das Verhältnis im KNO3 von 1:0,63 daher schon ziemlich optimal, und habe für mein Becken nichts dagegen, wenn ein leichtes Kalium-Defizit den Wuchs ggf. ein wenig ausbremst.
Für einen optimalen Planzenwuchs ist aber 20:8 sicherlich etwas wenig Kalium.
Interessant ist hierzu vielleicht die Zusammensetzung des PPS-Düngesystems (aquaristik/0201nitratphosphatkalium.pdf) mit 0,75:1.

Hier musst Du wohl selbst entscheiden.
Ansonsten finde ich Deine Zahlen soweit prima.

Magnesium habe ich früher auch unterschätzt, und hatte bei Ca:Mg 4,5:1 deutliche Mangelerscheinungen. Wieviel das Magnesium zur Chlorphyll-Bildung ausmacht, weiss ich erst, seit ich Magnesium auf ca. 3:1 aufdünge :grow:
Greetz Hartmut

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Postby DAU » 05 May 2013 23:24
Hallo Martin

so meinte ich das nicht nach dem wasser Wechsel auf optimal werte düngen
da im Aquarium schon gut NO3 vorhanden ist und in wasser auch kann man den Kalium wet nur durch einen reinen kalium Dünger auf Düngen.
dann um den wert zu halten natürlich einen Kalium armen NO3 Dünger.

MFG Holger
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Postby emzero » 06 May 2013 12:45
Ben G. wrote:Beim Verhältnis von Nitrat zu Kalium würde ich mal von 3-4 : 1 ausgehen

Hallo Ben,

hier muss ich nochmal nachfragen.
Ich will nicht ausschliessen, dass es ein paar nitratliebende Pflanzen gibt, für die das passen könnte, aber als generelle Regel widerspricht diese These allem, was ich bis dato über Aquarienpflanzen weiss (zu wissen glaube).

Kannst Du uns diese Aussage irgendwie erklären bzw. (durch entspr. Links) belegen, oder ist das ggf. nur geraten?
Greetz Hartmut

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Postby FTP » 06 May 2013 14:15
Hallo Leute,

puh, ich muss gestehen die Verwirrung ist perfekt.Mir kommt der Thread vor wie ein Treffen der Giganten, einer wirft mehr Hirnschmalz in den Pool als der Andere.Fasst das bitte als Lob auf, nicht als Undankbarkeit!!

Nachdem ich mir nochmal alle Möglichkeiten für mich abgewogen habe, werde ich erstmal mit der einfachsten Möglichkeit beginnen.Ich denke auch, dass ich durch ein radikales Umstellen von Düngung und Licht nur noch mehr Probleme verursache.
Sollte ich innerhalb eines gewissen Zeitraums (sind 8 Wochen angemessen?) keine deutliche Veränderung puncto Wachstum und Mangelerscheinungen feststellen werde ich das Düngesystem komplett umstellen und nach den Wasserwechseln direkt alles mit einer entsprechenden Düngelösung einstellen.

Ich werde jetzt also erstmal nur Baustellen abarbeiten, sprich wie von Holger vorgeschlagen verschiedene Lösungen mischen und je nach Konzentration im Aquarium zudüngen.So kann ich dann auch vernünftig nachvollziehen, was das Aquarium an Nährstoffen verbruacht und muss nicht weiter auf gut Glück zudüngen.
Das soll dann so aussehen, dass ich für Kalium, Phosphat und Magnesium erstmal jeweils eigene, kleinere Flaschen mische um dann irgendwann einen eigenen NPK(+Mg)-Dünger zu mischen.

Das wäre doch erstmal ein Ansatz, um Grund und Stabilität reinzubringen.Mit 4 Flaschen ist das Ganze recht unkomfortabel, ist aber wohl erstmal ein guter Start um überhaupt erstmal zu sehen, wie das Becken so läuft.

Oder was denkt ihr?

Dankeschön,
Marius
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Postby Ben G. » 07 May 2013 13:37
emzero wrote:
Ben G. wrote:Beim Verhältnis von Nitrat zu Kalium würde ich mal von 3-4 : 1 ausgehen

Kannst Du uns diese Aussage irgendwie erklären bzw. (durch entspr. Links) belegen, oder ist das ggf. nur geraten?

Weil das in den meisten Fällen dem tatsächlichen Verbrauch entspricht, bzw. es so langfristig am ehesten funktioniert. Außerdem ist dabei auch noch die Stoßdüngung nach dem WW zu berücksichtigen.

Bei z. B. einer reinen KNO3-Düngung, mit der Nitrat und Kalium im Verhältnis 1,5 : 1 eingebracht wird, wird sich langsam aber sicher immer mehr Kalium anreichern. Hab ich selber auch mal einige Monate gemacht – und dann eben immer mal wieder einen richtigen großen WW (ca. 80%), bevor das Kalium ein echtes Problem wurde.

Der Themenstarter hatte aber sogar mehr Kalium als Nitrat gedüngt, was auf Dauer nicht funktionieren kann - jedenfalls nicht bei einem eher "pflanzenlastigen" Becken.

Gibt auch einige, die düngen zwischen den WW nur mit dem „Spezial N“ (oder vergleichbar). Da liegt das Verh. bei 5 : 1. Wenn das Wechsel-Wasser gut 10 mg/L Kalium mitbringt (bzw. rechnerisch so aufgedüngt wird), und wöchentlich 50% gewechselt wird, kann auch das längerfristig funktionieren. Bei meinen Becken ist das allerdings etwas zu wenig. Hier muß ich etwas Kalium dazu düngen, bzw. mit etwas KNO3 ausgleichen.

Oder anders gesagt: Je mehr und öfter Wasser gewechselt wird, umso unwichtiger ist es, was ich dazwischen dünge – sofern das Wechsel-Wasser rechnerisch vernünftig eingestellt wird.

Das wird umso wichtiger, je seltener und weniger gewechselt wird. Z. B. ich wechsle schon seit längerer Zeit nur noch einmal im Monat. Und dann meistens nur 25% (nur hin u. wieder mal 50%). Da sollte das (und auch alles andere) dann schon einigermaßen dem tatsächlichen Verbrauch angepaßt sein. Wer das (noch) nicht im Griff hat, dem würde ich das allerdings nicht empfehlen.

Gruß
Ben G.
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