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Postby Vonny0104 » 24 Sep 2017 20:20

Probleme:

Wie lässt sich das Problem generell beschreiben? [z.B. Algen, schlechter Pflanzenwuchs, etc.]*

Wachsendes Algenproblem sowie schlechter Pflanzenwuchs und Pflanzen, die Mangelerscheinungen aufweisen.
Den Fischen geht’s Gott sei Dank gut.


Wurden in letzter Zeit großartige Veränderungen am Aquarium durchgeführt? [z.B. Änderung der Düngung, des Lichts, der Technik, etc.]*

Nein

Allgemeine Angaben zum Becken:

Standzeit des Aquariums:* ca. 16 Monate

Größe des Aquariums [Maße (LxBxH in cm) & Bruttoliter]:* 125 l - Juwel Rio 125 mit Innenfilter

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* 60% Soil, 40% Aquariensand mit 0,8 mm Körnung

Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* Grosse Mangrovenwurzel und 3 kleinere, einige Steine

Beleuchtung:

Beleuchtungsdauer:* derzeit 10 Stunden

Welche Lampen sind im Einsatz? [Angaben bitte mit Anzahl, Art (z.B. T5, LED, HQI, etc.), Reflektoren, Wattzahl, Farbtemperatur. Zum Beispiel 2x T5 24 Watt 865]*

LED Helialux 800 mit 28 Watt
Juwel Day + Night Controller:
9-11 Uhr weiß 10% blau 70%
11-20 Uhr weiß 80% blau 80%
20-21 Uhr weiß 20% blau 60%
21-9 Uhr weiß 00% blau 05%


Filterung:

Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

Integrierter Filter von Juwel


Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* Nitrax, grober und feiner Filterschwamm, Cirax, Filterwatte

Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* k.a.

CO2 Anlage (falls vorhanden):

Art der CO2 Anlage [Bio CO2 oder Druckgas]:* Druckgas-CO2 Anlage

Nachtabschaltung vorhanden?* Ja

pH Steuerung vorhanden?* Nein

Art der CO2 Einwaschung [z.B. Flipper, Paffrathschale, Diffusor, Außenreaktor): Diffusor

CO2 Blasen pro Minute [bitte den Blasenzähler angeben]: 80

Ist ein CO2 Dauertest im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell] Dennerle Langzeittest Correct

Welche Farbe hat der Dauertest? hellgrün

Welche Indikatorflüssigkeit wird für den Dauertest genutzt? [Hersteller, ggf. KH-Wert der Flüssigkeit] Dennerle

Sonstige Technik (falls vorhanden):

Sonstige Technik (falls vorhanden) [z.B. Heizer, Bodenfluter, UVC-Klärer, Strömungspumpen] Heizstab

Wasserwerte im Aquarium:

gemessen am:* 24.09.2017

Temperatur in °C:* 25

Welche Art Test wurde verwendet? [Angaben bitte mit Art (z.B. Teststreifen, Tröpfchentest, Fotometer), Hersteller]

Thermometer noname


pH-Wert: 7,4

KH-Wert: 14

GH-Wert: 8

Fe-Wert (Eisen): 0,05

NH4-Wert (Ammonium): ?

NO3-Wert (Nitrat): 10

PO4-Wert (Phosphat): < 0,02

K-Wert (Kalium): ?

Mg-Wert (Magnesium): ?

Düngung:

Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

Dennerle PflanzenElixier Universaldünger
wöchentlich 10 ml auf 50 l Aquarienwasser


Wasserwechsel:

Wie oft wird wie viel Wasser gewechselt:* 1 x wöchentlich ca. 60-70%

Wird reines Leitungswasser benutzt:*Ja

Wird das Wasser aufbereitet? Wenn ja bitte das Aufhärtesalz oder andere wasseraufbereitende Mittel angeben: Wasserenth??rtungsanlage Judomat JCS-2P mit Salz

Pflanzenliste:

Pogostemon helferi
Anubias barteri
Echinodorus
cryptocoryne


Zu wie viel Prozent (geschätzt) ist der Boden mit Pflanzen bedeckt?* max. 20%, pogostemon und anubias auf wurzel

Besatz:

9 Bitterlingsbarben
9 Dornaugen
8 Amanogarnelen
4 gelbe Honigguramis
1 Antennenwels (ausgewachsen)
2 Cappuchino Schnecken
1 Tylo
3 Geweihschnecken
unzählige Turmdeckel- und Blasenschnecken


Wasserwerte des Trinkwasserversorgers:

Leitungswasser KH-Wert:* k.a.

Leitungswasser GH-Wert:* 14,7

Leitungswasser Ca-Wert (Calcium):* 76,8

Leitungswasser Mg-Wert (Magnesium):* 17,2

Leitungswasser K-Wert (Kalium):* 3,0

Leitungswasser NO3-Wert (Nitrat):* 7,7

Leitungswasser PO4-Wert (Phosphat): k.a.

Weitere Informationen und Bilder:


Alles nochmal in Textform in einem anderen Thread:
algen/ich-benotige-dringend-hilfe-bei-meinem-algenproblem-t46433.html

Bild vom ersten halben Jahr bei noch tollem Pflanzenwuchs ohne Probleme:

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Aktuelle Bilder des Trauerspiels :(

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Vonny0104
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Postby nik » 25 Sep 2017 09:46
Hallo Yvonne,

den Thread zum Neutralaustausch hast du ja nun gelesen. Dein aufbereitetes Wasser taugt schon deshalb nicht, weil die KH für ein Pflanzenbecken einfach zu hoch ist und du nicht auf einen wenigstens neutralen pH-Wert von 7 kommen kannst. Dann hast du wegen des Neutralaustauschs größere Mengen Natrium im Wasser, auch nicht gut. Wenn du da Ruhe haben willst, kommst du nicht um eine Umkehrosmoseanlage und anschließender Aufsalzung, ich empfehle Duradrakon, herum. Es gibt inzwischen auch bestechend gute "Bienensalze".

Wenn dich der Forschergeist plagt und du es trotzdem mit diesem Wasser versuchen willst, dann kannst du erst einmal versuchen was sowieso notwendig wäre.

- das Nitrax, Cirax ersatzlos aus dem Filter entfernen. Das hat in einem Pflanzenbecken nichts zu suchen.
- Vollständig aufdüngen mit einem Eisenvolldünger und NPK. Gibt es hier eine Menge Düngesysteme, ich finde das von mir in meiner Sig beschriebene ziemlich gut. ^^ Es beschreibt eine vollständige Düngung über das Wasser, ohne Überschuss in Kalium und einer Phosphatstoßdüngung. Ach ja, bei einem wöchentlichen Wasserwechsel von 50% reicht eine rechnerische Düngung völlig, d.h. es muss nichts gemessen werden.
- CO2 mit einem Dauertest mit KH4-Lösung auf 30 mg/l bringen, d,h, grüner Dauertest, nicht hellgrün und schon gar nicht gelb! Das gibt leicht sehr hohe, zu hohe Werte! Wenn du per UOA entsalzt, dann reicht die KH3-Lösung im Dauertest und entsprechend 20 mg/l CO2.
- erst einmal die Lichtdauer auf 6 Stunden reduzieren. Das dient der allgemeinen Entspannung der Nährstoffsituation.

Ich nehme ein Problem mit Calcium und Magnesium an. Dass das nicht ganz ein 4:1 - Verhältnis erreicht, halte ich für noch nicht bedenklich, wäre auch leicht zu korrigieren, aber das reichliche Natrium behindert die Pflanzen besonders in der Aufnahme von Calcium, aber auch von Magnesium. Das ist der Punkt wo ich meine größten Zweifel habe.

Du hast hier nicht erwähnt, dass du umgezogen bist und die massiven Probleme erst nach dem Umzug, mit Neutralaustausch, auftauchten. Mache ich der Vollständigkeit halber. ;)

Gruß, Nik
nik wrote:
Wasserpflanzenaquaristik mit allem Drum und Dran

- funktioniert bestens mit ungedüngtem Sand
- ausschließlicher, vollständiger Wasserdüngung
- Geringfilterung, d.h. so viel Filterung wie nötig
- und mit einer gut funktionierenden Mikroflora
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nik
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Postby Vonny0104 » 25 Sep 2017 17:04
Hallo Nik,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort und Erklärungen. Das hab sogar ich verstanden :-)
Ich bin jetzt hochmotiviert. Du hast mir Mut gemacht, dass ich das alles doch noch in den Griff bekommen kann. Dafür nehme ich auch gern so einiges auf mich, denn ich möchte nicht den Spaß an diesem tollen Hobby verlieren.
Du hast ja keine Ahnung, wie verzweifelt ich war und ich bin froh, dass ich endlich eine Antwort bekomme, mit der ich auch etwas anfangen kann. :-)
Ich werde Deinen Vorschlag mit der UOA auf jeden Fall umsetzen, da sich mein Forschergeist bereits in der Schulzeit verabschiedet hat und sich nur noch blicken lässt, wenn ich am wenigsten damit rechne ;-)
Ansonsten fange ich direkt an, Deine anderen Ratschläge umzusetzen:
nik wrote:- das Nitrax, Cirax ersatzlos aus dem Filter entfernen. Das hat in einem Pflanzenbecken nichts zu suchen.

Mach ich sofort. Ich gehe davon aus, dass Du meine Besatz berücksichtigt hast und das meinen Fischen nicht schadet. Nur der Vollständigkeit halber, weil Du von einem "Pflanzenbecken" sprichst.
Blöde Frage, momentan sind die Filtermedien in 2 Filterkörbe aufgeteilt. Reicht es dann einen zu verwenden und die Filterwatte einfach oben drauf zu legen?
nik wrote:- Vollständig aufdüngen mit einem Eisenvolldünger und NPK. Gibt es hier eine Menge Düngesysteme, ich finde das von mir in meiner Sig beschriebene ziemlich gut. ^^ Es beschreibt eine vollständige Düngung über das Wasser, ohne Überschuss in Kalium und einer Phosphatstoßdüngung. Ach ja, bei einem wöchentlichen Wasserwechsel von 50% reicht eine rechnerische Düngung völlig, d.h. es muss nichts gemessen werden.

Den Link Deiner Sig hab ich bereits überflogen, werde ihn aber noch genauer durchgehen, um das Prinzip zu verstehen. Eine rechnerische Düngung kommt mir auf jeden Fall sehr entgegen.
nik wrote:- CO2 mit einem Dauertest mit KH4-Lösung auf 30 mg/l bringen, d,h, grüner Dauertest, nicht hellgrün und schon gar nicht gelb! Das gibt leicht sehr hohe, zu hohe Werte! Wenn du per UOA entsalzt, dann reicht die KH3-Lösung im Dauertest und entsprechend 20 mg/l CO2.

Leider hab ich keine Ahnung, welche Lösung in dem Dauertest ist. Auf den Fläschchen die mit in der Packung waren, steht leider auch nichts drauf. Aber ich gehe mal davon aus, dass ich die relativ leicht besorgen kann. Dann kann ich auch das CO2 dezimieren.
nik wrote:- erst einmal die Lichtdauer auf 6 Stunden reduzieren. Das dient der allgemeinen Entspannung der Nährstoffsituation.

Done :-)

nik wrote:Du hast hier nicht erwähnt, dass du umgezogen bist und die massiven Probleme erst nach dem Umzug, mit Neutralaustausch, auftauchten. Mache ich der Vollständigkeit halber. ;)

Vielen Dank :-)

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Postby Vonny0104 » 25 Sep 2017 18:58
Ich bin jetzt grade am recherchieren.
Zunächst war ich bei einer einfachen Osmoseanlage von Dennerle für 55 Euro. Aber so nach und nach kam ich zu dem Entschluß, dass es auch für uns ne Option wäre, ne Osmoseanlage für unser Trinkwasser zu verwenden, da wir hauptsächlich aus dem Hahn "trinken".
Auch hier ist es ja erforderlich, dem Wasser nach Filterung wieder Mineralien zuzuführen, die unser Körper braucht. Calcium, Magnesium, Natrium, was weiss ich :roll:
Es gibt doch sicher eine Anlage, mit der man das alles automatisiert machen kann. Die Frage ist, ob die Fische die gleichen Mineralien benötigen wie wir und umgekehrt. Saudumme Frage ich weiss ;-) Es handelt sich dabei wahrscheinlich nur um Nuancen.

Vielleicht weiss hier ja jemand einen guten Tipp?

Vielen Dank nochmal :-)

*immer noch voll motiviert*

Lg Yvonne
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Postby Vonny0104 » 25 Sep 2017 19:14
Und noch ne Frage - sorry:

Bis die Entscheidung gefallen ist, kann es noch 4-8 Wochen dauern. Ist ja ne Investition. Da ich aber jetzt schon was verändern will, weil es m.E. kurz vor 12 ist, würde ich unser Leitungswasser beim WW mit destilliertem Wasser verschneiden (so nennt man das glaub ich :-)). Allerdings weiss ich nicht in welchem Verhältnis und was ich dann noch zufügen muss.
Gibt es dafür evtl. auch ein "Rezept"?

Ich denk für heute geb ich Ruhe. Sorry. Aber das Thema beschäftigt mich gerade wirklich sehr. :hechel:
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Postby fischbock » 26 Sep 2017 06:41
Hallo Yvonne,

Eine UOA, die gleichzeitig automatisch wieder aufhärtet, ist mir nicht bekannt. Insbesondere wenn Du es so auch "frisch" aus dem Hahn haben möchtest, stelle Ich mir das auch zumindest schwierig realisierbar vor, da sich das Aufhärtesalz ja auch lösen mus.

Normalerweise sammelt man das UO-Wasser für einen WW in einem entsprechend großen Behälter, und gibt dort auch das entsprechende Salz hinzu, das sich dann ggf. auch erst im AQ restlos auflöst.

Mit dest. Wasser oder UO-Wasser vom AQ-Händler kannst Du in der Zwischenzeit natürlich arbeiten, bräuchtest aber für einen spürbaren Effekt entsprechend große Mengen.

In deinem Fall wäre es sicherlich sinnvoll, das Becken zuerst einmal zu "resetten", sprich insbesondere den Natriumwert mit mehreren großen WWs (80-90%) zu normalisieren.
Um dann für die folgenden regelmäßigen WWs die Werte des Ausgangswassers alleine nur zu halbieren, bräuchtest Du dann auch 50% dest. Wasser. Bei deinen Angaben wären das jeweils ca. 30l. Wobei dann zumindest fraglich ist, ob der Aufwand da noch in einem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen steht.

Mir wäre das alleine schon zu viel Schlepperei bei zu geringem Effekt. Da würde ich doch lieber den Entscheidungsprozess für eine ordentliche UOA beschleunigen.
Gruß,

Dirk.
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Postby Vonny0104 » 26 Sep 2017 20:08
Hallo Dirk,

vielen Dank für Deine Antwort.

fischbock wrote:Eine UOA, die gleichzeitig automatisch wieder aufhärtet, ist mir nicht bekannt. Insbesondere wenn Du es so auch "frisch" aus dem Hahn haben möchtest, stelle Ich mir das auch zumindest schwierig realisierbar vor, da sich das Aufhärtesalz ja auch lösen mus.

Normalerweise sammelt man das UO-Wasser für einen WW in einem entsprechend großen Behälter, und gibt dort auch das entsprechende Salz hinzu, das sich dann ggf. auch erst im AQ restlos auflöst.

Aufhärten will ich das Wasser nicht, das wär ja Quatsch. Ich denke eher an Wasserveredelung und da gibt’s schon Möglichkeiten, wie ich jetzt gelesen habe. Es gibt sogenannte „Endkartuschen, die man an die Anlage anschließen kann. Dadurch werden dann direkt nach der Filterung Calcium, Magnesium, Natrium und sonst was hinzugefügt, also alle guten Mineralien, die durch das Filtern verloren gegangen sind. Es gibt auch besondere Aquariumkartuschen, extra angereichert fürs Aquarium.
Für mich stellt sich jetzt die Frage, ob eine Endkartusche, die ich fürs Trinkwasser verwenden würde, auch fürs Aquarium geeignet wäre oder ob ich das lieber separat machen sollte ...
Separat wird halt wieder schwierig, weil ich eigentlich eine Anlage ohne Tank sondern eine mit direktem Durchfluss haben möchte.
fischbock wrote:In deinem Fall wäre es sicherlich sinnvoll, das Becken zuerst einmal zu "resetten", sprich insbesondere den Natriumwert mit mehreren großen WWs (80-90%) zu normalisieren.

Wie ich Nik verstanden habe, kommt das Natrium ja aus meinem Leitungswasser, weil es durch die Entkalkungsanlage gelaufen ist. D.h. in meinem Fall bringen mehrere Wasserwechsel hintereinander nicht wirklich viel oder hab ich da was falsch verstanden? :irre:
fischbock wrote:Um dann für die folgenden regelmäßigen WWs die Werte des Ausgangswassers alleine nur zu halbieren, bräuchtest Du dann auch 50% dest. Wasser. Bei deinen Angaben wären das jeweils ca. 30l. Wobei dann zumindest fraglich ist, ob der Aufwand da noch in einem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen steht.

Mir wäre das alleine schon zu viel Schlepperei bei zu geringem Effekt. Da würde ich doch lieber den Entscheidungsprozess für eine ordentliche UOA beschleunigen.

Da hast Du auf jeden Fall recht! Ich denke auch, dass die Investition kurzfristig getätigt wird.

Lg Yvonne
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Postby fischbock » 26 Sep 2017 21:10
Diese Art von Kartuschen kenne ich nicht, von daher kann ich die Frage auch nicht entsprechend beantworten.
Im Zweifelsfall würde ich aber ehr das "AQ-Wasser" auch trinken, als das "Trinkwasser" auch fürs AQ zu nutzen.

Aber vllt. findet sich noch jemand, der diese Anlagen kennt. (Oder Du stellst die entsprechenden Links hier rein).

Ansonsten ist das Aufhärtet von Osmosewasse durchaus üblich. Die gängigen Produkte enthalten neben den (KH) Härtebildnern auch die entsprechenden Spurenelemente.

Nik hast Du richtig verstanden. Für den Reset bin ich von entsprechend aufbereitetem Wasser (Dest., UOM) ausgegangen.
Gruß,

Dirk.
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Postby Vonny0104 » 26 Sep 2017 21:52
Also das -> hier <- wäre die Anlage, die ich mir ausgesucht habe und dazu z.Bsp. Mineral Nachfilter. Ansonsten wüsste ich nicht, wie ich ein Aufhärtesalz hinzufügen kann, wenn ich das Wasser nicht erst auffangen will. Aber es wäre doch sicher auch möglich, das Salz erst in 1-2 l OW zu mischen und nach dem einlaufen des Osmosewassers dann einfach ins Becken zu geben oder?

Fragen über Fragen.

Vielen Dank für Deine/Eure Hilfe an dieser Stelle. :tnx:

Lg Yvonne
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Postby fischbock » 27 Sep 2017 07:27
Hallo Yvonne,

Der Aquaristikfilter filtert noch vorhandene Reste des UOW. Angereichert/"veredelt", wird da nichts.

Der Nachfilter fügt zwar Mineralien (Kalium, Magnesium, Calcium und NATRIUM) hinzu. Davon abgesehen, dass Du das Natrium mit der Anlage ja eigentlich los werden möchtest, steht da nicht, um welchen Betrag die Werte erhöht werden.
Sind es nur geringe Spuren, um den Geschmack zu beeinflussen, oder aquaristisch (GH) relevante Werte.
In welchem Verhältnis stehen die Werte zueinander? Ca:Mg>K sollte ungefähr 2-4:1 sein.
Wie konstant erfolgt die Mineralisierung, auch über die Standzeit des Filters, und wie stellt man fest, wenn er verbraucht ist?

Wenn ich es richtig verstehe, wird nur die GH erhöht. Was ist mit der KH, und kämst Du bzw. dein Besatz mit einer recht niedrigen KH zurecht?


Rein rechnerisch kannst Du natürlich zuerst das UOW ins Becken geben, und es dann erst aufhärten/"veredeln". In wiefern das deinen Besatz begeistert (Schwankung der Werte in kurzer Zeit), kann ich nicht beurteilen und wird auch von der Differenz zw. AQ und Wechselwasser und der Wechselwassermenge abhängen.

Wenn ich es richtig sehe, kann man bei der Anlage das Wasser hinter jeder Filterstufe abgreifen. Wenn Du für das Trinkwasser wirklich so einen Nachmineralisierer benötigst, wäre es evtl. die sauberste Lösung, das Wechselwasser für das AQ vorher abzugeifen.



Mein persönliches Fazit:

Solange die offenen Fragen nicht geklärt sind, oder zumindest hier jemand von positiven Erfahrungen in der Praxis berichten kann, wäre mir das alles viel zu indifferent, um es als belastbare Lösung in Betracht zu ziehen.
Gruß,

Dirk.
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Postby Vonny0104 » 27 Sep 2017 09:28
Hm ok ... also soweit ich das gesehen habe, wäre es möglich, schon vor dem Mineralienfilter ein T-Stück einzubauen, mit dem wir dann eine Abzweigung fürs Aquarium und eine fürs Trinkwasser nutzen könnten :?
Für das Einlassen des Aquariums würde ich mit dieser Anlage ca. 1 Stunde benötigen, vielleicht auch bissel mehr.

Verstehe ich richtig, dass Du vorschlägst, das Wasser von der Osmoseanlage erst in Eimern oder Kanistern aufzufangen, anzureichern und von dort dann ins Aquarium zu transportieren? :shock:
Oder gibt's dafür auch ne einfachere Möglichkeit?
Ginge es z.Bsp. nicht, dass ich das entsprechende Salz, wie vllt. Duradrakon in einen Sieb gebe und das Wasser über diesen Sieb ins Becken laufen lasse? Dann müsste sich das Salz doch nach und nach auflösen und dann auch nicht konzentriert ins Becken gelangen? Milchmädchenrechnung? :?
Wäre ja echt schade, wenn ich den direkten Einlauf nicht nutzen könnte, um nicht zu sagen echt belastend für mich :-(

Ich hoffe sehr, dass ich eine Lösung finde. Nur zu ungern würde ich dieses schöne Hobby aufgeben. :(
Eine andere Alternative wäre natürlich - umziehen! :shocked:
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Postby fischbock » 27 Sep 2017 19:11
Nein, ich kann Dir lediglich nicht verbindlich sagen, ob es direkt von der UOA ins Becken problemlos so funktioniert.

Es fängt ja schon mit der Wassertemperatur an. Mit wieviel Grad kommt es im Winter aus der Leitung?

Wenn wir mal 12° C annehmen und Du 24°C im Becken hast, kommst Du rein rechnerisch auf 18°C, bei einem 50%igen WW. Das könnte für manchen Fisch unbekömmlich sein, wenn der Temperaturabfall in kurzer Zeit geschieht.
Wenn Du allerdings eine Stunde für den WW veranschlagst, fällt die Temperatur im Becken in der Praxis evtl. gar nicht unter 20°C, und es ist kein Problem. Hat das Wechselwasser aber nur 8°Grad, könnte es doch wieder zu einem Problem führen, obwohl Du dir 1h Zeit lässt.

Und genau so ist es mit den anderen Werten (zB. pH und KH) auch. Je größer die Differenz zw. Wechselwasser und AQ-Wasser, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es sich für den Besatz negativ auswirkt. Und was negativ bedeutet, hängt dann von der jeweiligen Fischart ab.

Deine "Siebmethode" kann super funktionieren, genau so gut kann es aber auch sein, dass nur 50% während des WWS gelöst werden. Das kann dann wiederum je nach Werte und Besatz ein großes oder auch gar kein Problem darstellen. :glaskugel:
Gruß,

Dirk.
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Postby Vonny0104 » 28 Sep 2017 18:10
Ohje ohje ... das klingt alles gar nicht so gut für mich und extrem umständlich ... :(

Mal angenommen, ich würde mir jetzt ne 70 oder 80 l Tonne zulegen oder die 20l Kanister nutzen, die ich noch vom Umzug hab, wie würde das Aufsalzen dann von statten gehen? Ich hab gelesen, dass man das Wasser einen Tag stehen lassen soll ..., löst sich das Salz dann selbständig auf?
Gibt es sowas nicht auch in flüssiger Form, damit es etwas schneller geht?



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Postby TilmanBaumann » 28 Sep 2017 18:23
Das Salz löst sich ziemlich schnell auf.
20min und ab und zu rühren ist alles was ich mache. Meistens weniger.

Ja, gibt es auch flüssig. Aber wenn du ausser kH auch gH haben willst wird die Dosierung komplizierter.

Das einfachste ist ein billiger TDS meter. Salty Shrimp Salt gibt an auf welchen TDS Wert du Aufsalzen willst. Super einfach.

Das nervigste ist die Osmoseanlage abzustellen bevor der Behälter über läuft. Meine Lösung ist das ganze in eine Wanne zu stellen und einen batteriebetrieben Leckagealarm rein zu werfen.
Das zu verkacken ist übel.

Am besten macht man es in der Badewanne. Kann ich leider nicht.
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Postby fischbock » 29 Sep 2017 17:30
Vonny0104 wrote:Ohje ohje ... das klingt alles gar nicht so gut für mich und extrem umständlich ... :(




Also so dramatisch sehe ich es nicht.

Ein wöchentlicher WW von 50, 60 o. 70% ist nicht zwingend notwendig. Dein Becken erscheint mir auf den ersten Blick nicht überbesetzt, und ansonsten kommt die Empfehlung von 50+% pro Woche -zumindest auch- von der Idee, bei üppiger Düngung mittelfristig Anreicherungen von Nährstoffen zu vermeiden.

Z.B. 40l alle ein bis zwei Wochen kann genau so gut funktionieren. Dann sind es noch zwei große Eimer.
Die machst Du zur Not dann zb in Wanne oder Dusche voll, gibst die entsprechende Menge Salz dazu, lässt das AQ ab, und füllst es wieder mit dem aufbereiteten UOW wieder auf -sofern es eine brauchbare Temperatur hat.

Und das wäre wirklich der Worst Case.



Denn wie schon gesagt, deine ursprüngliche Idee wird erst problematisch, wenn der Unterschiede zw.deinem UOW und dem AQ (zu) groß werden.

Wenn Du dein Becken zukünftig mit KH3 fährst (und die KH bestimmst Du, dein Besatz, ja), und das Wasser mit KH1 direkt aus der UOA kommt, würde ich mir darüber gar keine Gedanken machen (solange Du nicht extrem empfindliche Fische oder Garnelen halten willst). Da würde ich auch das Salz erst im Becken auflösen, oder es mit dem Sieb machen, oder soweit möglich separat auflösen und dann mit dem UOW ins AQ geben. Oder, oder ...
Sofern der Temperaturunterschied nicht zu groß ist, sollte das so durchaus funktionieren.

Was ich nicht machen würde, wäre zb. die ersten großen WWs mit 80 o. 90% so durchzuführen. Da sollte das UOW schon vorher so aufgehärtet sein, dass die KH nach dem WW nicht um wesentlich mehr als 2 (?) Grad abgefallen ist.

Da musst Du dann halt 2-3 Mal durch, und danach ist gut.
Gruß,

Dirk.
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