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Beitragvon chrisu » 30 Okt 2018 16:52
Hallo Bene,

Thumper hat geschrieben:Chris, hast du in dem Becken zufällig auch länger kein PO4 gedüngt?

Hab alles probiert, wochenlang ohne PO4 und auch dauerhaft nachweisbares PO4.
Dauerhaften Erfolg brachten beide Varianten nicht. Liegt wohl an was anderem.
Am meisten betroffen ist Ludwigia super red. Rotala green hingegen ist fusselfrei.
Mfg Christian
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Beitragvon Thumper » 30 Okt 2018 17:01
Moin,

interessant. Meine Rotala sp. Green (vor 2 Wochen bekomen aus submerser Zucht) ist mittlerweile auch leicht(!) befallen. Wird sich wohl noch steigern.
Morgen kommen hoffentlich meine 60ppi Schwämme für meinen Vorfilter im Oase ThermoMaster an, dann schaue ich mal ob ich damit wenigstens die Schwebeteilchen gefangen bekomme.
Die Sporen der Oedogonium sp. werde ich vermutlich damit nicht einfangen können. Da überlege ich noch nach einer anderen Möglichkeit. Vlies? UV-Klärer?
Grüße,
Bene


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Beitragvon chrisu » 30 Okt 2018 17:27
Hallo,

bin echt ratlos. Pflanzenwuchs ist eigentlich super.
NO3: 8mg/l(momentan kein Urea)
K: 5mg/l
PO4: nicht nachweisbar
Mfg Christian
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Beitragvon kurt » 30 Okt 2018 20:05
Hallo zusammen,

Thumper hat geschrieben:Ich werde aber mal die KH auf 1°dH einstellen. Vielleicht liegt es ja am pH und der damit anders arbeitenden Mikroflora.

@ Bene,
Bei der KH beachten.
Die Nitrifikation ist verbunden mit KH Abbau, es entsteht ein niedrigerer KH Wert
und sollte in Verbindung mit PH- Wert ausgeglichen werden.
Beispiel, Auswirkungen.
KH >1 und <2 mit konstanten CO2 Gehalt von 20mg/l wäre also ein PH Wert von ca. 6,2 bis 6,5
Über 6,5 wäre das ein zu niedriger Kohlensäuregehalt, ist mit langsameren Pflanzenwachstum verbunden.
Das ist am Redoxwert abzulesen.
Bei einem Kohlensäuregehalt von 10 mg/l ist der Redoxwert z.B. niedriger als bei 20mg/l.
Dieser Unterschied in der Oxidationsstufe (Sauerstoffgehalt) wirkt sich auf das ganze
Aquarienmilieu (Mikroorganismen) aus.
Ein guter Anhaltspunkt für ein funktionierendes Aquarium ist ein stumpfer, Grauschleier Aquarienscheiben Belag.
Stumpf kann auch durch grüne Punktalgen entstehen, nicht damit verwechseln.
Mit Wasserwechsel (Resetten) wird es schwierig herauszubekommen was worauf reagiert,
Wechselintervall ist ein zu kurzer Zeitraum.
Ohne Wasserwechsel wird das ersichtlicher, (Messen).
Verdunstetes Wasser wird bei mir durch Vollentsalztes ergänzt,
Leitfähigkeit im Aquarium ist immer gleich (350 µS/cm).
Ein verbrauchsorientiertes Düngen ist wichtig um Schwankungen zu vermeiden,
fehlende Salze sind passend nachzudüngen.
Wichtig ist Kontinuität, bis sich alles dauerhaft stabilisiert hat vergehen mind. Monate/Jahr.
Ich selber dünge Stickstoff nur mit Ammoniumdihydrogenphospaht (NH4)H2PO4
Fehlende Nährstoffe die im Eisenvolldünger fehlen (Makro) müssen nur ab und zu ausgeglichen werden da der Verbrauch sehr gering ist.
Hauptsächlich CaCO3 Calciumcarbonat, weniger K2CO3 Kaliumcarbonat, so wird gleichzeitig die abgebaute KH ausgeglichen.
Ohne Wasserwechsel, Interessant für größere Aquarien….
Gruß Kurt
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Beitragvon Thumper » 31 Okt 2018 10:08
Hallo Kurt,

Danke für die Erklärung.
Ich habe die KH nun auf ~2°dKH eingestellt mittels NaHCO3.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann sollte die Nitrifikationskette damit wieder laufen, da KH abgebaut werden kann (wenn auch in geringen Mengen). Da ich wöchentliche Wasserwechsel durchführe kann ich das Wechselwasser immer auf ~2°dKH einstellen.
Hier der entsprechende Nährstoffrechner für das Wechselwasser.
Und hier für die Tagesdüngung, die an 5 von 7 Tagen geschieht (Mo-Fr).

Was ich aber noch nicht verstehe ist folgendes:
Das letzte mal als ich Fussel hatte (siehe hier und die vorherigen Beiträge) konnte ich diese mit einer fehlenden PO4 Zugabe vertreiben. Ich habe ebensodas letzte mal am 2.8.2018 PO4 gedüngt (auf 2mg/L). Am 12.8.2018 habe ich dann ein wenig Spezial N gedüngt (mit Urea) woraufhin die Fussel ausgebrochen sind. Bislang habe ich sie mit fehlendem PO4 nicht entfernt bekommen. Da muss doch noch was anderes damals der springende Punkt gewesen sein... Nur was?
Grüße,
Bene


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Beitragvon Thumper » 31 Okt 2018 14:34
Moin,

da Bilder oft mehr als Worte sagen, hier noch etliche Bilder, die ich gestern geschossen habe. Man beachte: Der Sand wird von den Apistogramma durch grundeln in die Pflanzen fallen gelassen. Normalerweise fällt er sogleich zu Boden - jetzt haftet er in den Fusseln.
Die Bilder sind absichtlich so bearbeitet, damit die einzelnen Fusseln besser ersichtlich sind.


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Grüße,
Bene


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Beitragvon kurt » 01 Nov 2018 13:46
Hallo zusammen,

Die Fussel sind Pelzalgen, im vorletzten Bild Fadenalgen.

Thumper hat geschrieben:Bislang habe ich sie mit fehlendem PO4 nicht entfernt bekommen. Da muss doch noch was anderes damals der springende Punkt gewesen sein... Nur was?

@ Bene,
PO4 alleine bringt auch nichts, man muss das Gesamtsystem sehen.

Im funktionierenden Pflanzenaquarium wird viel Po4 verarbeitet, von heute auf Morgen ist man da auf nn.
Verbrauchsorientierte tägliche Düngung schließt solche Lücken.
Nicht nachweisbar bedeutet Mangel, man sollte jetzt nicht warten bis die Pflanze Mangelsymptome anzeigt.
Algen bemerken solche Mängel (Bezug Abwehrkräfte) am schnellsten und nutzen sie.
Das gleiche gilt auch für Mikroorganismen, ist für sie eine geeignete Besiedlungsoberfläche.

Wenn man am Aquarium nichts ändert, Einzelkomponenten zugibt, wird vieles erkennbarer.
z.B. Auswirkungen,
Pelzalgen reagieren auf Phosphat, Punktalgen auf Kalium, usw. / auch relativ schnell.

z.B. Eisenvolldünger deklariert.
Ferrdrakon Pulver 3.000 mg/l Kalium Unterversorgung.
KramerDrak Pulver 20.980 mg/l Kalium Überversorgung.
Es ist also von Vorteil wenn Anbieter die Zusammensetzung der Produkte angeben.
Tatsächlichen Verbrauch kann man nur mit Nachmessen herausfinden.
Zu beachten sind auch Nährstoffverhältnisse.

Thumper hat geschrieben:Ich habe die KH nun auf ~2°dKH eingestellt mittels NaHCO3.

Die KH mit Natriumbikarbonat anheben sollte wegen des Natriumanteils aber die Ausnahme bleiben.
Natrium wird im Aquarium so gut wie nicht verbraucht.
Insgesamt gesehen muss man die Fütterung noch einbeziehen.
Zu Natrium gibt es wenig Angaben auch ein kostengünstiger Natrium Test ist mir nicht bekannt.

PS.
Bodengrund, lasse ich mal außen vor...
Gruß Kurt
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Beitragvon Thumper » 01 Nov 2018 18:40
Moin Kurt,

kurt hat geschrieben:@ Bene,
PO4 alleine bringt auch nichts, man muss das Gesamtsystem sehen.

Im funktionierenden Pflanzenaquarium wird viel Po4 verarbeitet, von heute auf Morgen ist man da auf nn.
Verbrauchsorientierte tägliche Düngung schließt solche Lücken.
Nicht nachweisbar bedeutet Mangel, man sollte jetzt nicht warten bis die Pflanze Mangelsymptome anzeigt.
Algen bemerken solche Mängel (Bezug Abwehrkräfte) am schnellsten und nutzen sie.
Das gleiche gilt auch für Mikroorganismen, ist für sie eine geeignete Besiedlungsoberfläche.

Ich habe mich längere Zeit nun an Niks Konzept versucht - Geringfilterung, Starklicht, Sand, Düngung P-Minimiert. Leider scheint es in dem Becken nicht zu funktionieren. Wenn ich in 2 Wochen keine Änderung aufgrund der nun vorhandenen KH von 2°dKH sehe, dann werde ich wieder (wie vor einem Jahr) auf wöchentliche PO4 Zugabe umsteigen. Interessant finde ich, dass es in einem meiner anderen Becken so funktioniert.

kurt hat geschrieben:Wenn man am Aquarium nichts ändert, Einzelkomponenten zugibt, wird vieles erkennbarer.
z.B. Auswirkungen,
Pelzalgen reagieren auf Phosphat, Punktalgen auf Kalium, usw. / auch relativ schnell.

Ja, mit Einzelkomponenten bin ich unterwegs, der Übersicht wegen.
Wenn du schreibst, dass Pelzalgen auf Phosphat reagieren, meinst du das im Bezug auf den Rückgang bei regelmäßiger Phosphat Zugabe?

kurt hat geschrieben:Tatsächlichen Verbrauch kann man nur mit Nachmessen herausfinden.
Zu beachten sind auch Nährstoffverhältnisse.

Ja, dessen bin ich mir bewusst, daher messe ich wöchentlich mit dem Wasserpanscher Fotometer meine Verbrauchsträger; NO3, PO4, K+, Fe.

kurt hat geschrieben:Die KH mit Natriumbikarbonat anheben sollte wegen des Natriumanteils aber die Ausnahme bleiben.
Natrium wird im Aquarium so gut wie nicht verbraucht.
Insgesamt gesehen muss man die Fütterung noch einbeziehen.
Zu Natrium gibt es wenig Angaben auch ein kostengünstiger Natrium Test ist mir nicht bekannt.

Bei einer Zugabe von NaHCO3 um die KH auf 2°dKH zu bekommen bringe ich 16,42mg/L Natrium ein. Da ich wöchentlich Wasserwechsel wird sich da nichts akkumulieren. Ich bringe ja immer mein Wechselwasser auf 2°dKH - in einer Woche sollte sich ja nun nicht alle KH verbrauchen.
Grüße,
Bene


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Beitragvon kurt » 01 Nov 2018 20:21
Hallo Bene,

Thumper hat geschrieben:Wenn du schreibst, dass Pelzalgen auf Phosphat reagieren, meinst du das im Bezug auf den Rückgang bei regelmäßiger Phosphat Zugabe?

ja…
Habe PO4 0,3mg/l, gehe ich niedriger Richtung nn entsteht Pelzalgenwuchs.

Thumper hat geschrieben:Da ich wöchentlich Wasserwechsel wird sich da nichts akkumulieren. Ich bringe ja immer mein Wechselwasser auf 2°dKH - in einer Woche sollte sich ja nun nicht alle KH verbrauchen.

Durch Wasserwechsel kommst du zu anderen Ergebnissen wie meine ohne Wasserwechsel.
Akkumulieren sollte sich da nichts, jedenfalls nicht bei regelmäßiger, passender und richtiger Menge.
Beim KH Abbau geht es um Zeitspannen von Wochen/Monate.

Thumper hat geschrieben:Ja, mit Einzelkomponenten bin ich unterwegs, der Übersicht wegen.

Prima, das wird dich weiterbringen, ist nur eine Frage der Zeit… :grow:
Gruß Kurt
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Beitragvon Thumper » 10 Nov 2018 19:19
Moin,

die Pelzalge (Fusseln an Pflanzen) ist immernoch da. Mittlerweile werden auch die Fäden etwas länger. Ich messe gleich nochmal die Wasserwerte und berichte dann.

Der Pflanzenwuchs, gerade die Eleocharis sp. Mini ist super, wird richtig deckend, trotz der Alge.
Die Stängelpflanzen (Rotala sp. Green, Ludwigia Arcuata, Pogostemon Stellatus) wachsen recht lansgam und nur 1-3cm pro Woche. Das kenne ich so eigentlich nicht, ganz im Gegenteil, 5-10cm waren da eher üblich. Allerdings erkenne ich auch keinen Phosphatmangel (kleine Triebspitzen), daher schätze ich, dass es an den Algen liegt und die etwas das Wachstum hemmen.

Seit dem 4.11.2018 mache ich ich im 120L Becken (Pelzalge/Faden) und im 40L Becken (Cyanos) eine Intensivkur mit ML SB/NO - Zusammensetzung hier. Diese Kur wird noch bis Ende nächster Woche laufen.

So gerne ich das Becken auch aktuell komplett neu machen würde, ich habe noch zuversicht. Die Apistogramma kommen nämlich aktuell bzw. seit einer Woche in ein neues Becken (Schwarzwasser, vielleicht stell ich es mal vor). Sobald ich den letzten raus gefangen habe, werde ich wieder einige Garnelen einsetzen. Ist zwar keine direkte Lösung, aber ... :keule:
Grüße,
Bene


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Beitragvon Thumper » 10 Nov 2018 21:20
Moin,

nun zu den Wasserwerten. (120L Becken)

Nitrat:
Di, 6.11.2018: 11mg/L -> auf 15mg/L aufgedüngt
Sa, 10.11.2018: 28mg/L
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag wurden täglich 2,5mg/L NO3 hinzugegeben, gefüttert wurde nur 2x, nichts fiel auf den Boden davon.
Wie kommt's, dass ich soviel mehr NO3 im Becken habe?
Referenzlösung mit 0mg/L Nitrat und 20mg/L Nitrat wurden sauber gemessen (5% Toleranz).

Phosphat:
30.10.2018: 0,3mg/L aufgedüngt
10.11.2018: 0,2mg/L

Eisen:
6.11.2018: 0,04mg/L -> 5xpro Woche 0,04mg/L
10.11.2018: 0,04mg/L

Eisen passt zu meinem gedüngten, Nitrat überhaupt nicht und Phosphat habe ich auch zuviel. Da ich allerdings nicht sonderlich viel füttere und mit 20 Axelrodia Riesei, 2 Apistogramma und 20 Amanos auch nicht viel Besatz habe, wundere ich mich echt über den PO4 und NO3 eintrag. Morgen der Wasserwechsel wird in beiden Becken (40&120L) ausfallen (ist ja der 11.11 :gdance: :bier: ), ich werde also erst nächstes Wochenende wieder Wasser wechseln. Im 120L Becken werde ich diese Woche kein Nitrat düngen, kein Phosphat, kein Kalium, nur Eisen mit dem Spezial Flowgrow. Ende der Woche ziehe ich dann meine Bilanz erneut.
Grüße,
Bene


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Beitragvon Thumper » 12 Nov 2018 16:18
Moin,

übers Wochenende sind die Fäden (längere) so viel mehr geworden, dass ich heute nochmal 10 L Abgesaugt habe mit einem 4/6mm Schlauch.

Ich verstehe es echt nicht... :kaffee1: Am liebsten würde ich das ganze Ding Abbauen und neu machen, aber das bringt langfristig auch keinen Lerneffekt.
Mitte der Woche werde ich nochmal die Wasserwerte messen um eine Idee zu bekommen, in welchem Rahmen sich NO3 befindet und ob sich noch PO4 freisetzt.
Grüße,
Bene


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Beitragvon chrisu » 12 Nov 2018 17:16
Hallo,

mein Becken ist jetzt fusselfrei. Hab die mit EC+H2O2 eliminiert und warte mal ab ob die jetzt wieder kommen. Hab jetzt versuchsweise Mikros etwas reduziert.
Mfg Christian
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Beitragvon Thumper » 12 Nov 2018 17:28
Moin Chris,

damit wollte ich eigentlich nicht arbeiten, da ich dann ja wenn eine Komplettkur machen müsste und ich da aktuell etwas Angst vor Cyanos habe.
Grüße,
Bene


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Beitragvon chrisu » 12 Nov 2018 17:32
Hallo,

ich hab auch eine 2tägige Komplettkur gemacht. Mit Cyanos hatte ich danach noch nie Probleme.
Mfg Christian
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