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Beitragvon Frank2 » 08 Apr 2016 13:51
Was mich an der Sache nur Stutzig macht ist, dass ich diese Dinger seit einigen Jahren einfach nicht loswerde bzw. immer wieder in neu eingerichteten Aquarien habe. Vielleicht hätte ich doch mal mit nur VE Wasser anfangen sollen


Hallo Thomas

Du machst denselben Gedankefehler, den auch andere machen. Glauben, das alles gut ist wenn man sich Alge x oder y nicht einfängt. In den meiste Fällen wird es immer einen Weg geben, wie sich Algen einen Weg in ein Becken bahnen. Nur ganz penible, nahezu sterile Verhältnisse, werden das verhindern. Wer meint nur so ein Becken fahren zu können soll dies tun.

Die Frage die Du Dir stellen musst ist einfach, warum es bei Dir und einigen anderen, zu einer derartigen Explosion kommt.
Ich habe mit dieser Alge kein Problem, wenn sie stark zunimmt ist es kein Fehler der Alge sondern einer von Dir. Auffällig ist bei dieser Alge eins - es sind immer dieselben Muster. Starkes Licht, sehr viel Düngung von Beginn weg. Keine Bereitschaft zu richtigem Reseten, und Fahren hoher Makrowerte insgesamt.
Ich sehe diese Alge nicht als Mikroproblem an, sie scheint ihren Vorteil aus der Makrodüngung zu ziehen. Und ich seher hier eigentlich weniger das oftmals gescholtene K als Problem an sofern es in normaler Konzentration vorhanden ist. N03 und auch Po4 scheinen hier Einfluss zu nehmen.

1. BestehtMakros Basic Kalium tatsächlich aus Kaliumoxid?
Wie sieht´s beim Easylife Kalium aus?
Ich war bisher immer davon ausgegangen, dass es sich, zumindest bei letzterem, um Kaliumcarbonat handelt.

2. Ich verstehe das immer noch nicht so ganz, warum KNO3 generell Probleme machen soll... Man soll KNO3 ja nicht allein düngen, sondern kombiniert es am besten mit anderen NO3-Quellen. Dann passt das doch... :?


Hallo Volker. Ja Kaliumoxid laut Flascherl.
Ich kann Dir nicht sagen, warum bei mir das KN03 das Auftreten dieser Alge begünstigt in der ersten Zeit. Ich kann Dir nur sagen dass es ohne Kn03 recht schnell einen Rückgang gab sofern natürlich die Pflanzen gut gedeihen aber Letzteres ist ja immer notwendig für ein stabiles Becken. Solange iwo die Pflanzen nicht gut und kräftig wachsen braucht man sich über Algenbekämpfung keine Gedanken zu machen.

Es gibt ja aber ganz unterschiediche Möglichkeiten N03 in ein Becken zu geben und es reagieren ja etliche Becken unterschiedlich darauf das haben wir hier ja schon oft besprochen. Ich habe keine Erklärung dafür im Falle des KNO3. . Der K-Spiegel war/ist hier immer derselbe. An dem kann es bei mir nicht liegen.
Man liest ja oft von K und grünen Scheiben bei K-Anreicherung. Mich würde mal interessieren ob das Gros dieser Anreicherungen aus KNO3 resultiert ist. Solle dem so sein bin ich mir generell nicht sicher über die Kausalität K hoch -> grüne Scheiben, stimmt.. K ist ja ein Element, welches natürlichweise ja in weitaus höheren Konzentrationen in Gewässern vorkomme kann. Die sind ja auch nicht alle grün zugewuchert.

später, wenn das Becken algenfrei funzt, kann ich seltsamerweise aber mit KnO3 die Grundaufdüngung für K vornehmen ohne dass die grüne Fusselalge ein Revival erfährt. Ist das dann ev. der Biofilm, der hier hinderlich ist? ich bin jetzt soweit dass ich bei allen 3 Becken keine Glasreinigung mehr zwingend vornehmen muss. Im Becken in der Küche reibe ich vosichtig mit einem Reinigungsschwamm alle 4 Wochen die Frontscheibe ab und der Schwamm ist nur marginal grün. Der rauhe Biofilm darunter wird nicht beschädigt, das ist mir wichtig. Bei agressiver Scheibenreinigung (auch mechanisch!) wird er ja abgetragen!
auch hier Biofilmvorteile? So nahezu ohne Reinigungsbedarf läut es erst seitden ich Nicks Rat befolgt habe Wasser aus einem algenfreien (nahezu - es hat wenige Punktalgen) Becken in das Küchenbecken zu tun. Zuvor Scheibenreinigung de Frontscheibe auch alle 4 Wochen aber da war def. mehr abzutragen als jetzt, wo es nahezu überflüssig ist. UND der Biofilm war auf der Frontscheibe nicht diese rauhe, sich trocken anfühlende Film wie jetzt!
Und das bei - versuchweise - deutlich erhöhter Mikrodüngung!

Grüße
Frank
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Beitragvon tomxl » 08 Apr 2016 14:35
Hallo Frank,

was wäre den jetzt Dein konkreter Vorschlag für meine weitere Vorgehensweise? :?
LG, Thomas
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Beitragvon kurt » 08 Apr 2016 17:37
Hallo zusammen,

Frank2 hat geschrieben: Und ich seher hier eigentlich weniger das oftmals gescholtene K als Problem an sofern es in normaler Konzentration vorhanden ist. N03 und auch Po4 scheinen hier Einfluss zu nehmen.

@ Frank,
das sehe ich auch so…
Grünalgen, meine Beobachtungen.
Kalium ist sekundär, bei Grünalgen spielt das NO3- PO4-Wert/Verhältnis die größere Rolle.
Man sollte den PO4-Wert mal beständig halten, Fenster NO3- PO4 Verhältnis ca. 20/30:1
NO3 Gehalt ca. 10mg/l… PO4 ca. 0,3 mg/l. (Spannungsfeld ausprobieren :D ).
Stoßdüngung ist kontraproduktiv.
Grünalgen reagieren auf Verschiebungen innerhalb von ein paar Tagen.
Bei Stoßdüngung würde man den Überblick verlieren (Bezug Wirkung).


@ Thomas,
deine Algenplage, gleich grüne Schwebealgen, welche? Gibt es bessere/deutlichere Bilder?
Abhilfe,
am besten funktionieren Wasserwechsel (80% mindestens) = in kurzen Zeitabständen, mehrmals hintereinander.
3x = wäre ca. alle paar Tage, = sind wieder Trübungsansätze zu sehen dann Wasser wechseln.

Grünes Wasser/Färbung.
Bei mir war es Ankistrodesmus angustus.
Ich konnte sie mit der beschriebenen Methode beseitigen. :gdance:
Gruß Kurt
Unterwassergarten

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Beitragvon tomxl » 09 Apr 2016 18:29
Hallo Kurt

Schön das Du dich mit deinem umfangreichen Wissen hier auch mit einbringst. :smile:

Bessere Bilder? Ja da muss ich mal sehen ob ich morgen dazu komme welche zu machen.
Allerdings habe ich keine Schwebealgen sondern grüne Algen an den Scheiben, das Wasser hingegen ist so gut wie klar.
Wie bereits einige Posts weiter vorn beschrieben habe ich an der Düngung nur die K Zufuhr minimiert/gestoppt, alles andere aber so gelassen. Diese Variante werde ich so auch erst mal beibehalten. Sollte sich der gewünschte Effekt nicht einstellen werde ich die nächsten Schritte in Angriff nehmen.
Das Glas vorne habe ich zur Hälfte gereinigt :putzen: (oben) um zusehen ob sich und in welcher Zeit wieder neue Beläge bilden. Kahmhaut bildet sich immer noch wieder neu. Bin aber 1 – 2 Mal täglich dabei sie mit Küchenpapier zu entfernen.
LG, Thomas
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Beitragvon Aquariophilo » 09 Apr 2016 21:05
Hallo Kurt,

kurt hat geschrieben:@ Frank,
das sehe ich auch so…
Grünalgen, meine Beobachtungen.
Kalium ist sekundär, bei Grünalgen spielt das NO3- PO4-Wert/Verhältnis die größere Rolle.
Man sollte den PO4-Wert mal beständig halten, Fenster NO3- PO4 Verhältnis ca. 20/30:1
NO3 Gehalt ca. 10mg/l… PO4 ca. 0,3 mg/l. (Spannungsfeld ausprobieren :D ).
Stoßdüngung ist kontraproduktiv.
Grünalgen reagieren auf Verschiebungen innerhalb von ein paar Tagen.
Bei Stoßdüngung würde man den Überblick verlieren (Bezug Wirkung).


da habe ich konträre Erfahrungen gemacht. Ich habe auch schon laaange grüne Algenbeläge an den Scheiben, mit permanent nachweisbarem PO4 sind die immer seeehr gut gewachsen. Als ich mal mehrere Wochen (8 Wochen+) eine PO4 Hungerkur gemacht habe, sind die stellenweise grau geworden.
Nach PO4 Stoßdüngung sind die Beläge auch wieder schnell gewachsen.
Das auch bei K-Werten um 5 mg/l, aber auch bei 20 mg/l.

Wenn ich von grünen Algenbelägen an den Scheiben spreche, dann meine ich einen rauen, sehr hartnäckig haftenden Belag, keine Staubalgen, die leicht wegwischbar sind. Bei mir muss ich mit einem Schmutzradierer schon ein paarmal kräftig schrubben, um die zu lösen.


Fazit bei mir:

PO4-->grünen Belägen an den Schreiben, je mehr PO4, desto stärkerer Zuwachs. Wenn gleichzeitig Urea/Ammonium gedüngt wird, dann ist der Zuwachs noch stärker. Wird allerdings extrem sparsam PO4 auf Stoß gedüngt, schaden Urea und Ammonium nicht mehr erkennenswert.

Einen Zusammmenhang zwischen Stickstoff und den Belägen konnte ich nicht feststellen. Ich hatte hier bereits NO3-Werte von 30 mg/l, aber auch von < 5 mg/l. Beläge gab es immer, wenn PO4 vorhanden war.

Evtl. gibt es bei mir auch einen Zusammenhang zwischen mehr Volldünger-->mehr grüne Beläge, das kann ich aber nicht sicher sagen.

Ich bin diese Beläge immernoch nicht los, aber: Sie vermehren sich mittlerweile extreeeem langsam, nach 4 Wochen ein kaum wahrnehmbarer Hauch an den Scheiben.

Wenn ich von grünen Algenbelägen an den Scheiben spreche, dann meine ich einen rauen, sehr hartnäckig haftenden Belag, keine Staubalgen, die leicht wegwischbar sind. Bei mir muss ich mit einem Schmutzradierer schon ein paarmal kräftig schrubben, um die zu lösen.

@Thomas: Wie geht es denn Deinen Pflanzen, wachsen die mangelfrei? Falls ja, würde ich mal ganz drastisch wochenlang PO4 weglassen, bis sich Mangelerscheinungen einstellen. Vor dieser Maßnahme die Scheiben komplett reinigen und einen großen WW durchführen. Das sollte den Zuwachs deutlich reduzieren.
Liebe Grüße
Stefan

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Beitragvon Frank2 » 10 Apr 2016 06:09
Hallo

also ich kann jetzt auch nicht sagen dass die Höhe des N03 Wertes ausschlaggebend gewesen wäre, wohl aber die Art der Zuführung. Ja und P04 sehe ich auch in dieser Phase als problematisch an bzw. auch als Stellschraube, Mit P04 ist es einfach so, dass es nicht in jedem Becken gleich benötigt und verwurstet wird. Ich dünge es auch auf Stoß und verbrauchend. Was klar ist - wenn man P04 immer üppig hat muss man aber auch Mikro immer üppig haben denn das schnellere und viel mächtigere Wachstum benötigt auch entsprechende Mikroversorgung.
Wochenlang kein P04 ist im laufenden, eingefahrenen Betrieb eines Beckens nach meinen Erfahrungen nicht so der Hit. Ich dünge daher schon wöchentlich iVerhältnis von ca 30/1, auf aber halt verbrauchend, also anders wie Kurt (Kurt es kommen auch da keine Grünalgen auf) .
In so einer Phase wie hier ganz zu Beginn eines Beckens und vor allen Dingen bei dieser wenig üppigen Bepflanzung würde ich aber auch P04 mal einige Zeit weg lassen, ich dünge in den ersten 2-3 Wochen so oder so gar kein P04 zu weil die Pflanzen noch genügend Proviant davon mitbringen.

Nach PO4 Stoßdüngung sind die Beläge auch wieder schnell gewachsen.
Das auch bei K-Werten um 5 mg/l, aber auch bei 20 mg/l.


Interessant mit K, sehe das genauso. Wie hoch waren die Stoßdüngungen und wie lange war es nachweisbar? Ich würde P04 im neuen Becken immer einschleichend düngen und v.a. Dingen so, dass es nach 2-3 Tagen weg ist. Zumindest in den ersten Monaten. P04 ist ein Mangelelement in intakten natürlichen Gewässern, die funktionieren.
Wenn es später mal eingefahren ist und funzt, die Beleuchtung voll ist, dann ist es auch keinerlei Problem wenn P04 immer vorhanden ist (kein Muss!) auch bei Dir.

Grüße
Frank
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Beitragvon java97 » 10 Apr 2016 08:42
Hallo,
Ich habe zwar so gut wie keine Algen auf den Pflanzen aber einen langsam wachsenden Grünalgenbelag auf den Scheiben, der ca. alle 1-2 Wochen entfernt werden muss. Ich dünge PO4 bisher unlimitiert weil sich bei meinem weit zurück liegenden Versuch der PO4-Stoßdüngung Punktalgen bildeten.
Eure Ausführungen motivieren mich jedoch, die Stoßdüngung noch mal auszuprobieren. Bin gespannt, was das bringt.
schöne Grüße
Volker
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Beitragvon Frank2 » 10 Apr 2016 08:54
Hallo Volker

es ist mE genau richtig bereits JETZT einzugrätschen und Veränderungen vorzunehmen. Interessanterweise reagieren viele Leute bei diesen Anzeichen nicht und machen den Stiefel weiter und gehen erst dann in die Änderung, wenn es massiv wird.
Die Punktalgen sind def. ein Zeichen dass zu wenig P04 vorhanden war bei ausreichendem Angebot von Mikros. Ich finde jetzt vereinzelte Punktalgen nicht der Rede wert, sie sind ein Zeichen für ein gutes Becken. :D Wenn sie allerdings stark zunehmen ist P04 immer zu überprüfen, insb. im Verhältnis zu den Mikros. Das ist meine Erfahrung. Ich habe die Punktalgen - vereinzelt (zb alte Anubia-oder Echiblätter) - in einem Becken, das Älteste, das eigentlich alle Fehler verzeiht. Wenn ich dann die alten Blätter abschneide sehe ich sie viele Wochen nicht mehr. Irgendwann suchen sie sich dann wieder ein altes Blatt aus.
Dieses Becken hat seit einigen Wochen nun permanent P04 drin, weil zuviel gefüttert wird.-> keine Punktalgen mehr sichtbar. Dafür verkrüppelt nun bei einer Pflanze die Triebspitzen. Ich vermute da Mikromangel.
Das Vergrünen der Scheiben ist, wenn es flott geht, kein gutes Zeichen. Es ist kein Beinbruch wenn man es in Schach halten kann mit etwas Reinigung alle paar Wochen, aber wenn es dann zur Scheipenpest ausartet ist es ein großes Problem. Wer will schon alle paar Tage ein großes Becken von dem Zeug befreien? Bei nem kleinen Cube alles wenig aufwändig aber bei 300 litern gute Nacht! Auf diesen Scheiben kann zudem nie ein gescheiter Biofilm wachsen. Bei diesen Becken muss meist auch permanent der Filterauslauf, der Flipper etc gereinigt werden mit Dan Chlorix und Co. Wenn es läuft ist eine regelmäßige Reingung obsolet, vielleicht 1-2 mal jährlich (wenn überhaupt!). Irgendwann vergrünt dann auch das komplette Hardscape inkl. Kies, es ist keine Balance (mehr) da. Daher finde ich es richtig und wichtig solche Erscheinunge eben nicht hinzunehmen sondern sich Gedanken darüber zu machen was die Ursache sein könnte und entsprechend zu reagieren. so hat man iwann jahrelang ein Becken, in welchem man so gut wie nix reinigen, putzen, muss. Ich muss leider auch noch alle paar Monate den Taifun in Dan Chlorix legen, aber wirklich nur den. Also perfekt ist es daher noch immer nicht. :down:

Grüße
Frank
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Beitragvon tomxl » 10 Apr 2016 09:02
Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure vielen Ideen. Wie aber bereits vorangegangen geschrieben werde ich meinen Kurs erst einmal so fortfahren, damit ich selbst ein Gefühl dafür bekomme welche Maßnahmen welche Reaktionen im Becken auslösen. Und wir alle wissen nur zu gut, dass das nicht von heute auf morgen von statten geht.

Heute habe ich mal Po4 und NO3 gemessen. Letzter WW war am Freitagmorgen.
NO3: zwischen 0 und 5 mg/l
PO4: bei 0,1 mg/l

Gestern habe ich keine Düngung vorgenommen aber, dass der NO3 so in den Keller rutscht hätte ich nicht für möglich gehalten. Hatte zwar schon so eine Ahnung, da die hemianthus förmlich explodiert ist und auch die p. helferi ein wenig in die Gänge kommt. Bei der p. helferi habe ich gestern erste Zeichen für Assimilation gesehen.

Heute nun NO3 um 10 mg/l mit MgNO3 angehoben, Po4 noch nicht nachgedüngt, da NIK mir die Stoßdüngung für Po4 empfohlen hat. Außerdem war Po4 auch noch nachweisbar. Wie schon geschrieben – immer schön eine Veränderung nach der Anderen. Jetzt darf ich nur nicht den Zeitpunkt verpassen wenn das K in den Mangel läuft. Da fällt mir gerade ein, ich weiß gar nicht wie sich K Mangel bei den Pflanzen äußert. Da werde ich doch gleich mal in den einschlägigen Threads nachlesen.

Zu den gereinigten Flächen an den Scheiben kann ich folgendes sagen. Es gibt keine neuen sichtbaren grünen Beläge und die Stellen fühlen sich auch nicht schmierig sondern eher stumpf an. Im Moment gebe ich da aber noch nicht allzu viel drauf. Solche Erscheinungen hatte ich in der Vergangenheit schon immer mal wieder und waren dann schneller wieder weg als man „grüne schmierige Scheibenpest“ sagen konnte.

Ich wünsche allen noch einen schönen und vor allem sonnigen Sonntag. :regenbogen:
LG, Thomas
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Beitragvon Frank2 » 10 Apr 2016 09:06
NO3: zwischen 0 und 5 mg/l


Ist aber für 1 oder 2 Tage auch kein Beinbruch. Aufdüngung auf 10-15 finde ich gut bei Deinem Licht. P04 auch gut jetzt, auch Stoßdüngung mE richtig. Und dabei nicht an Se´s mangeln lassen.

Bin gespannt wie es weitergeht. Aber diese Alge ist def. kein Problem AUF DAUER, auch wenn man sie eingeschleppt hat. Und das ist bei den meisten anderen auch so. Sie sind nahezu alle beherrschbar und zwar ganz ohne Chemie.

Ein guter Biofilm kann mE jetzt noch nicht da sein auf den Scheiben. Wenn sie leicht vergrünen einfach überall lassen und nur die Frontscheibe reinigen. In ein paar Monaten sind die 3 anderen Scheiben dann spiegelblank! Und dann muss man sich Gedanken über die Frontscheibe machen. Aber das gilt nur bei leichter Vergrünung!!!!!!

Grüße
Frank
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Beitragvon tomxl » 10 Apr 2016 09:16
Hallo Frank,

du hast völlig Recht, Chemie ist keine Lösung. Das musste ich in den letzten 4 Jahren aber erst noch lernen.

Ich bin auch schon mächtig gewaltig gespannt wie sich das Becken weiter entwickelt. :glaskugel:
LG, Thomas
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Beitragvon java97 » 10 Apr 2016 09:24
Hallo Frank,
Das aktuelle Becken läuf schon über 1 jahr. Außer der etwas zu schnell vergrünenden Scheiben (ist was völlig anderes als die hier beschriebene Scheibenpest) habe ich keine Probleme.
Schlauche und Filterauslauf sind sauber und müssen, wie beim vorherigen Aquarium, welches ca. 4 Jahre stand, nie gereinigt werden.
Aber ich habe es anscheinend leider nie zum algenverdrängenden Biofilm auf den Scheiben gebracht.
Sollte man evtl. auch Bakterien von Mikrobe LIft (SB+Night out) probieren??
Sorry, dass ich hier zwischenfrage aber vielleicht ist das ja auch für Thomas interessant? Ansonsten bin ich jetzt still....
schöne Grüße
Volker
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Beitragvon Frank2 » 10 Apr 2016 10:34
Hallo Volker

ich halte sehr viel davon Special Blend auf die Frontscheibe zu spritzen. Wichtig ist mE aber auch da dass die anderen 3 Scheiben von selber irgendwann klar werden und das tun sie wirklich. Vorher macht es keinen Sinn. Nach meiner Meinung.
Es kann auch mal länger als ein Jahr dauern vor allen Dingen dann, wenn man experimentiert insb. mit Licht aber auch mit großen Umstrukturierungen bei Bepflanzung ggf auch grundlegende Düngeeänderungen, die weitreichend sind. Aber irgendwann verschwinden sie innert 1 Woche komplett, der Bestand bricht zusammen und kommt dann eigentlich nie wieder. Und dann kann man sich an die Frontscheibe machen, die ja bei permanenter mechanischer Reingung keinen langfristigen Biofilm aufbauen kann. Also ich habs bei einem Becken so gemacht. Nach 7 oder 8 Monaten ist damals innert weniger Tage der gesamte Bestand der 3 anderen Scheiben zusammengebrochen. Aber es war eine leichte Veralgung, die immer Zu-und Abgenommen hat je nachdem, was ich verändert habe. Das was Thomas zeigt wird die Scheibenpest wenn jetzt nicht gleich gegengesteuert wird.

Grüße
Frank
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Beitragvon kurt » 10 Apr 2016 11:22
Hallo zusammen,

tomxl hat geschrieben:Allerdings habe ich keine Schwebealgen sondern grüne Algen an den Scheiben,

@ Thomas,
setze doch mal deinen Algen Belag in eine Küvette und schüttle sie durch.
Welche Farbe hat dann das Wasser, wie setzt sich die Trübung ab?
Bilder davon wären interessant.
Ich vermute Schwebealgen, Ordnung Volvocales, genaue Bestimmung nur Mikroskopisch.

Aquariophilo hat geschrieben:Wenn ich von grünen Algenbelägen an den Scheiben spreche, dann meine ich einen rauen, sehr hartnäckig haftenden Belag, keine Staubalgen, die leicht wegwischbar sind.

@ Stefan,
bei dir vermute ich Punktalgen (evtl. Pediastrum?)
Zeitweises einhängen von Objektträgern (Zeitspanne nicht zu kurz) wäre da nützlich.
Untersuchung/einordnen auch nur Mikroskopisch.

Frank2 hat geschrieben:Es kann auch mal länger als ein Jahr dauern vor allen Dingen dann, wenn man experimentiert

@ Frank,
Allgemein, ja…Geduld,
Algen sind bei den meisten unerwünscht, sie sind aber permanent vorhanden.
Solange Algen optisch nicht sichtbar sind ist für Aquarianer ja alles in Ordnung.
Algen warten aber nur auf eine für sie günstige Konstellation um sich auszubreiten,
können zur Plage werden.
Üblich ist jetzt Aktionismus, über die im Forum zu lesenden Maßnahmen kann man nur staunen.
Angaben werden falsch interpretiert, Zusammenhänge werden völlig außer Acht gelassen.
Es gibt einfach keine einheitliche Basis, der Hautsächliche Grund für entstehende Missverständnisse.
Wie soll man darauf bezugnehmend Auswirkungen einordnen?

In geschätzt über 90% der Aquarien wird Wasser gewechselt also resetet, dann oft eine nicht passende Kombidüngung, wie will man so feststellen worauf Algen reagieren?
Worauf reagieren Algen überhaupt?
Ich versuche es mit beständigen Werten im Altwasser herauszufinden (kein Wasserwechsel).
Verschiebe da mit Einzelmaßnahmen/ Makro Dünge Einzelkomponenten gezielt das Aquarienmilieu. Beobachtungszeiträume jeweils über Monate.
Verschaffe mir so langsam einen Überblick und Kreise die Reaktionen/Fehler ein.

Je nach Algen Art spielt auch Licht, Strömung, Besiedlungsoberfläche, Biofilm eine Rolle.
Es ist kein Zufall dass man an den glatten Scheiben so gut wie nie Pinselalgen vorfindet.
Gut das gesunde Pflanzen einen Vorteil gegenüber Hardscape haben, Abwehrkräfte. :gdance:
Gruß Kurt
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Beitragvon Frank2 » 10 Apr 2016 12:03
Hallo Kurt

wenn die Algen aber am Explodieren sind bin ich auch für ein Reset.

Anschließend dann neue und vollständige Aufdüngung mit einer Änderung: Die Substanz - die man für das Überhandnehmen der Algen verantwortlich macht wird neu eingestellt. Ggf noch Aufbereitung der Makrolage, bspw. Ca/Mg korrekt einstellen. Mehr nicht. Und dann heißt es wieder Geduld........ .

Ich finde die Altwassergschichte absolut interessant und auch ok. Aber sie geht nicht für jedes Becken.
Bei stark beleuchteten Scapes mit sehr hoher Düngung ist wegen Anreicherungsproblemen einzelner Elemente aus dem Volldünger mE ein Altwasserbecken schwer bis unmöglich. Ebenso bei Aquarianern wie mir, wo der Besatz oftmals an der Obergrenze ist. Hier muss gewechselt werden.

über die im Forum zu lesenden Maßnahmen kann man nur staunen.


Ich rede seit Jahren dagegen an. Das alles ist in einem kleinen Scape auf Zeit und ohne Fische sicher ok für ein Fotofinisch, danach wirds ja wieder abgerissen. Aber die Leute hier, die große Becken auf lange Sicht bepflanzt anlegen werden in die Irre geführt mit alledem. Sie wollen ihre tollen Fische bewundern vor grüner Kulisse und orientieren sich an Scapes auf Zeit bei Beleuchtung und Düngung. Das alles schafft Frust, sehr viel Aufwand, der nicht sein müsste. Vielmehr ist es doch gerade wenn der Fisch noch im Fokus steht wichtig, dass man das Becken auch in Ruhe lassen kann und nicht jede Woche herumfuhrwerken muss weil alles ständig zuveralgt. Die chemischen Keulen in Überdosierung - und das behaupte ich - schaden der Haut der Fische. Natürlich zebröselt da kein Bestand gleich aber in Folge solcher chemischer Einwirkungen auf die Haut haben es Bakterien und ggf Parasiten erheblich leichter sich auszubreiten.Kiemen, Augen, alles ist diesen Laugen ausgesetzt. Die Barriere wird angegriffen. Wers nicht glaubt soll sich doch mal ins Auge 5fach dosiertes EC träufeln über mehrere Tage, danach reden wir weiter! Ich finde das alles nur noch zum Kotzen was ich lese und der Aquarianer hat sich ild Jahre sehr verändert. Technikfreaks ohne Blick und Gespür für Biologie, ohne Geduld, Physiker, Ingenierure und Chemiker, die die Natur nicht mehr sehen sondern nur Aquariencomputer, Düngeautomaten, Maximallicht um irgendeinen Bodendecker am Substrat flach zu halten oder die hinterletzte Starklichtrotala, gebruzelt werden will . Und in solche Becken setzt man dann Fische für Urwaldbecken.
Warum dann nicht ein Scape oder reines Starklichtpflanzenbecken machen und die Folgen vom Nichtwissen und wahllosem Gieskannenprinzip davon all paar Wochen mit H202 bereinigen und bitte keine Tiere rein. Solche Becken sind was für Profis und nicht für Greti und Pleti. Dann ist es doch ok und jeder hat was er will. Sehr schade manchmal..

Grüße
Frank
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