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Postby scottish lion » 03 Feb 2012 11:57
Hallo Michael,

tut mir leid aber irgendwie versuchst du einen Mittelweg, der nicht wirklich helfen wird. Du willst total geschwächte Pflanzen retten in einem suboptimalen Aquarium - na dann viel Spaß!

Ich stimme Kora zu: entweder konsequent ein Schwachlichtbecken machen mit Pflanzenarten, die dazu passen oder konsequent aufrüsten. Da ist dann - gerade bei deiner Beckengröße - Bio CO2 pillepalle. In Bezug auf die L-Welse kann ich dir nicht raten, welche Variante besser ist. L134 kommt sehr lange mit 24 Grad zurecht, ich habe allerdings keine Zuchterfahrung. Aber: L134 ist L134. Ich hatte mal einen, der hat mehrere Wochen die Schwertpflanzen in Ruhe gelassen. Große Enttäuschung, als dann über Nacht ganz viel Schaden da war. Mußte L134 ausziehen... Sicher nicht 100% carnivor.

@ Kora: JBL empfiehlt selbst, die Color nicht einzeln zu verwenden...was natürlich nix heißen muss. An der Color beiße ich mich sicherlich nicht fest!

@ Hendrik: "Belastung" macht sich in N und P fest, und die sind hier in einem tolerablen Bereich (sofern die Meßflüssigkeiten nicht zu alt sind, wovon ich allerdings ausgehe). Hier ist irgendetwas Anderes im Argen. Ist aber fast nebensächlich. Deine und meine Empfehlung bleibt: WW!!!

LG, Bernd
Liebe Grüße, Bernd

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Postby ii111g » 03 Feb 2012 12:24
Hallöchen,

@Hendrik: 5er Gruppe L201, 8er Gruppe L134, 5 Gruppe Ancistrus

Ihr rückt gerade die Welse zu sehr in den Vordergrund. Das einzige Problem, das die aus meiner Sicht bereiten, ist die Wassertemperatur! Ich habe nicht das Problem, dass die meine Pflanzen vertilgen! Ich habe keine Fraßspuren auf den Stengelpflanzen (überhaupt wird nur die Echinodorus angeknabbert und davon gibts nur eine kleine (und selbst diese Pflanze hat mehr Algen als Fraßspuren)...). Die Belastung durch die Welse und den anderen Besatz hält sich (jetzt schon) an der Toleranzgrenze (was NO3 und PO4 angeht). Wenn die Pflanzen jetzt auch noch wachsen würden, wäre PO4 unter 0,5!

Aber der Weg ist ja relativ klar. Und ich habe ja jetzt schon einige Änderungen durchgeführt. Vielleicht beschleunigen diese Faktoren das Pflanzenwachstum (Temperatur 2°C runter, UVC aus (dadurch mehr Eisen), (den) einen Reflektor weg und Easycarbo und Drak N weglassen).

Wenn ihr meint, diese Änderungen werden gar keinen positiven Effekt haben, dann kann ich auch die Temperatur wieder hochschrauben :irre:

Viele Grüße
Michael
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Postby ii111g » 03 Feb 2012 12:45
Aber noch eine Nachfrage, da habe ich vielleicht etwas noch nicht verstanden...

scottish lion wrote:Du willst total geschwächte Pflanzen retten in einem suboptimalen Aquarium - na dann viel Spaß!


Warum sind meine Pfnzen total geschwächt? Das hatte ich noch nicht so wahrgenommen. Schlechtes Wachstum = geschwächt? Oder schwächen die Algen die Pflanzen?

Wenn die Pflanzen wirklich hinüber sind, dann habt ihr natürlich Recht und ich brauche neue....woran machst Du das fest?

Viele Grüße und Dank
Michael
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Postby Kora » 03 Feb 2012 13:22
Michael,

weißt du, man kann nicht sagen "dass es nichts bringt". Jede Änderung ... kann was ändern, kann was bringen. Das ist ein biologisches System, da steckt man nicht drin. Aber Easy Carbo etc, ist nur Kleinzeug am Rande. Der wichige Punkt war von mir, und Bernd: Licht runter, Wasserwechsel erhöhen. Die Düngung...sie ist nicht "falsch". Nur schrauben an der falschen Schraube. Redfield! Bitte! Aber wo kommt Redfield oder Liebig bei 5 mg/l NO3 und 0,8 mg/l PO4 ins Spiel? 1:5 ist völlig okay. Oder 1:20. Es darf nur nie etwas fehlen. Deswegen solltest du auch nicht NO3 auf 0 laufen lassen! Dann machen deine Pflanzen ganz schlapp. Andersherum, warum dieser Fokus auf N und P aber dabei vollkommenes Ignorieren des Stoffes, den die Pflanzen in viel höheren Dosen brauchen: C ? Da schlägt dein Redfield zu.

Und da wie wir von Hendrik hören, dass es sich beißt wenn man diese L-Welse halten will. Das diese die Wärme brauchen und sauerstoffreiches, frisches Wasser, Gebirgsbachbewohner-- dann ist zusätzliches CO2 so und so perdu. Bleiben Pflanzen, die die Temperaturen abkönnen und das Licht, damit die Pflanzen mit den 8 mg/l oder sogar weniger CO2 im Wasser auskommen. Einen Reflektor abzunehmen, das ist Homöopathie. Mit weniger Licht hat man immer weniger Probleme mit allem - frag mal die Starklichtaquarianer (besser gesagt, die, die vor fünf Jahre noch welche waren, die meisten sind da wieder von ab weil das viele Licht gar nicht nötig ist).

@ Bernd
Na, von allein benutzen hat ja auch niemand gesprochen, eine Röhre von vier! Allerdings wäre ich mir nicht so sicher, ob man die nicht auch allein benutzen kann, das fehlende grüngelbe Spektrum interessiert Pflanzen ja nicht übermäßig. Allerdings sähe das Aq für unsere Menschenaugen sehr dunkel aus - und sehr psychodelisch. By the way, die Amis lieben das! ;)
Ich habe bei Robert Miele noch mal geschaut: Aquarelle (violette Pflanzen/Colorleuchte): Photosytheseausbeute nach DIN: 207, Osram 865(Tageslicht, Dreibande): 196. Noch Fragen, Kienzle?
Gruß, Kora
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Postby scottish lion » 03 Feb 2012 13:32
Hallo,

Nicht geschwächte Pflanzen wachsen... Spaß beiseite. Die Echi kümmert so vor sich hin. Die Blätter sind voll von Algen an den Rändern und löchrig in der Mitte - kein schöner Anblick. Wenn die Bartalgen einmal da sind, sitzen sie da total hartnäckig. Wenn du dann möglichst viel davon mechanisch entfernst, bleibt von den Pflanzen nicht viel übrig. Das sieht dann sehr lange unschön aus, vielleicht treiben die auch wieder aus. Wenn du die Geduld hast, okay. Mir wär das zu häßlich (vor der "schönen" Rückwand). Mehr was für Zuchtbecken im Keller.

LG, Bernd

PS: Diesmal keine Fragen mehr, Hauser
Liebe Grüße, Bernd

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Postby ii111g » 03 Feb 2012 13:43
Kora, und natürlich alle anderen :wink: ,

danke!
Die Diskussion hat mich weiter gebracht und ich probiere mich in die Richtung zu bewegen! Das ich mir bei der Wahl meiner Insassen Probleme einhandele, wusste ich zu Beginn leider nicht, aber ich möchte den Weg weitergehen, da mir mein Besatz auch viel Freude bereite. Jetzt muss ich halt schauen, dass ich alles so weit optimiert bekomme, dass ich Algen zumindest in Zaum halten kann.

Ich hoffe, ich klang nicht zu beratungsresistent, aber ich habe halt auch schon einige Erfahrungen gemacht und hinterfrage dann gerne mal und schmeiß nicht direkt alles über Bord. Denn jede Aktion hat für mich auch mal Sinn gemacht! :shocked: man mag es nicht glauben!

Also dann noch mal :tnx:

Viele Grüße
Michael
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Postby Pan » 03 Feb 2012 16:20
Hey Michael, dafür gibt es doch das (ein) Forum.
Ich würde nicht von Problemen sprechen bezüglich deiner Insassen.
Viel mehr musst du dein Becken an deine Möglichkeiten anpassen, ich meine damit z.B. im Bezug auf die Pflanzenauswahl und Fütterung.
Ich hatte keine Algenprobleme die letzten 10 Jahre in welchen ich mich sehr intensiv mit den L Welsen beschäftigt habe.
Habe aber auch nie gedüngt (Bodengrunddünger geht ja eh nicht), sehr viel Frischwasser zugeführt, aufgrund der hohen Wasserbelastung durch die gute Fütterung etc..
Deinen Ancistrus macht das alles sicher weniger aus, aber die L134/L201 hören sicher auf sobald sich der ph Wert im neutralen Bereich bewegt zu vermehren. Zu deiner Toftfilterung kann ich nur sagen, das deine Welse das "schwarz Wasser" lieben.
VG Hendrik
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Postby ii111g » 15 Feb 2012 17:53
Hallo zusammen,

ich wollte mal einen kurzen Zwischenstand abgeben. Die ersten Maßnahmen haben schon einen kleinen Effekt gehabt.
UVC ist aus, die Temperatur ist bei knapp 27°C und gedüngt wird nur noch mit Fe.

Die Ludwigien, Eichhornia und die Vallisnerien scheinen wieder mit dem Wachstum begonnen zu haben, das ist schon mal prima. :thumbs:

NO2 ist verschwunden und NO3 liegt bei ca. 10!

Wenns so weiter geht, wird das mit dem Algenproblem bestimmt auch besser.

Viele Grüße
Michael
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Postby scottish lion » 16 Feb 2012 10:52
:thumbs:
Liebe Grüße, Bernd

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Postby ii111g » 24 Feb 2012 15:52
Hallo zusammen,

ich habe mein Aquarium mit weiteren Pflanzen aufgestockt. Hinzugekommen sind ca. 25 Stengel Rotala und 2 Bunde Hygrophila difformis. Von dem Sumatrafarn musste ich leider einiges wegschmeißen, da er so von Kieselalgen (ich nehme zumindest an, dass der braune faserige Belag Kieselalgen sind) befallen war, dass vieles abgestorben ist. Leider setzt sich dieser Belag jetzt so langsam auf dem Hygrophila difformis ab....

Die Wasserwerte haben sich aber verändert. PO4 ist immer noch im Bereich 0,5, aber NO3 ist auf knapp unter 5 abgerutscht. Ich dünge weiterhin bisher nur Ferrdrakon.

2 Fragen ergeben sich für mich:

- Soll ich die Düngung mit Eudrakon N wieder langsam aufnehmen um auf einen NO3 von ca. 10 zu kommen?
- Kann ich etwas unterstützend gegen die Kieselalgen tun (ich saug den Belag beim WW immer ein wenig ab)? Dadurch, dass die sich immer auf die feingliedrigen schnellwachsenden Pflanzen absetzen, gehen die mir immer ein...

Vielen Dank und Gruß
Michael
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Postby DrZoidberg » 24 Feb 2012 17:15
Hallo Michael,
Stickstoff solltest du jetzt auch zu düngen. Hast du das Nitrit im Griff und den pH-Wert unter 7? Dann kannst du denn Eudrakon N wieder einsetzen, sonst wäre ein Stickstoffdünger ohne Ammonium und Urea besser geeignet. (AR Nitrat, EL Nitro, KNO3,...)
Gruß Christian :fish: :taucher: :fish:
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Postby ii111g » 24 Feb 2012 17:26
Hi,

Nitrit ist wieder alles gut, der pH Wert liegt zwischen 6,8 und 7.

Das Nitrit etwas erhöht war ist ne peinliche Geschichte..
Ich hatte vergessen, dass ich vor Wochen mal eine Furanol Behandlung durchgeführt hatte. Das hat die Filterbakterien mit gekillt. Tja, und dadurch musste das Becken wieder neu starten...

Aber das hat sich erledigt.

Wieviel soll ich denn düngen?
Und noch eine Idee zu den Kieselalgen?

Viele Grüße
Michael
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Postby DrZoidberg » 24 Feb 2012 17:44
Hi Michael,
da musst du jetzt etwas experimentieren damit sich dein NO3 bei einem konstanten Level einpendelt. Ich würde mit 1-2mg/L NO3 täglich anfangen und 10-15mg/l als Zielwert im Becken anpeilen.
Gruß Christian :fish: :taucher: :fish:
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Postby ii111g » 24 Feb 2012 21:36
Ok, danke für die Hilfe :-)
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