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Postby Aquapanther » 26 Dec 2018 13:20

Probleme:

Wie lässt sich das Problem generell beschreiben? [z.B. Algen, schlechter Pflanzenwuchs, etc.]*

Quasi seit Start des Beckens mehr oder weniger starker Fadenalgen-Befall, aktuell wieder sehr stark.

Minimal Kieselalgen darunter, die allerdings nicht in besorgniserregendem Ausmaß.

Inzwischen leidet natürlich auch das Wachstum der Pflanzen, vor allem der Eleocharis, durch den Algenbefall.


Wurden in letzter Zeit großartige Veränderungen am Aquarium durchgeführt? [z.B. Änderung der Düngung, des Lichts, der Technik, etc.]*

Anpassungen der Düngerversorgung, jeweils mit 1-3 Wochen Zeit, um die Veränderungen zu beobachten.

Allgemeine Angaben zum Becken:

Standzeit des Aquariums:* 2,5 Monate

Größe des Aquariums [Maße (LxBxH in cm) & Bruttoliter]:* 30 x 30 x 35, ca. 30l

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* Nur Farbkies Tundra von der Fa. Nuber < 1mm

Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* Moorkienwurzel, Minilandschaft

Beleuchtung:

Beleuchtungsdauer:* 7-11 Uhr & 14-18 Uhr, 8h gesamt

Welche Lampen sind im Einsatz? [Angaben bitte mit Anzahl, Art (z.B. T5, LED, HQI, etc.), Reflektoren, Wattzahl, Farbtemperatur. Zum Beispiel 2x T5 24 Watt 865]*

1x Twinstar 300C, 14W, 1600 Lumen

Filterung:

Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

Aquael Pat mini


Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* Schwamm Sera L150-L300

Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* Max. 400l/h, heruntergeregelt auf geschätzt 200l/h

CO2 Anlage (falls vorhanden):

Art der CO2 Anlage [Bio CO2 oder Druckgas]:* Druckgas-CO2 Anlage

Nachtabschaltung vorhanden?* Ja

pH Steuerung vorhanden?* Nein

Art der CO2 Einwaschung [z.B. Flipper, Paffrathschale, Diffusor, Außenreaktor): Diffusor

Ist ein CO2 Dauertest im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell] Ja, Q-Grow Nano Hang-On

Welche Farbe hat der Dauertest? hellgrün

Welche Indikatorflüssigkeit wird für den Dauertest genutzt? [Hersteller, ggf. KH-Wert der Flüssigkeit] Q-Grow kalibriert auf 25mg/l

Sonstige Technik (falls vorhanden):

Sonstige Technik (falls vorhanden) [z.B. Heizer, Bodenfluter, UVC-Klärer, Strömungspumpen] Heizstab

Wasserwerte im Aquarium:

gemessen am:* 25.12.2018

Temperatur in °C:* 22°C

Welche Art Test wurde verwendet? [Angaben bitte mit Art (z.B. Teststreifen, Tröpfchentest, Fotometer), Hersteller]

Teststreifen und Tr??pfchentests


pH-Wert: 7,0

KH-Wert: 8,0

GH-Wert: 10,0

Fe-Wert (Eisen): 0,1

NO2-Wert (Nitrit): 0,0

NO3-Wert (Nitrat): 10,0

PO4-Wert (Phosphat): 0,0

Düngung:

Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

Morgens:
0,9ml Aqua Rebell Makro Basic Estimative Index
0,9ml Aqua Rebell Makro Spezial N
0,3ml Aqua Rebell Mikro Basic Eisenvolldünger

Nachmittags:
0,9ml Aqua Rebell Makro Spezial N


Wasserwechsel:

Wie oft wird wie viel Wasser gewechselt:* 50% wöchentlich

Wird reines Leitungswasser benutzt:*Ja

Pflanzenliste:

Alternanthera reineckii 'Mini'
Bacopa caroliniana
Bolbitis heteroclita "difformis"
Bucephalandra sp. "Braun-rot" ("Serimbu")
Eleocharis sp. "Mini"
Heteranthera zosterifolia
Hygrophila pinnatifida


Zu wie viel Prozent (geschätzt) ist der Boden mit Pflanzen bedeckt?* 75%

Besatz:

3x Geweihschnecke
11x Zwerggarnele (Neocaridina davidi var. "Blue Dream")


Wasserwerte des Trinkwasserversorgers:

Leitungswasser KH-Wert:* 4,0

Leitungswasser GH-Wert:* 8,0

Leitungswasser Ca-Wert (Calcium):* 23,8

Leitungswasser Mg-Wert (Magnesium):* 6,4

Leitungswasser K-Wert (Kalium):* 1,9

Leitungswasser NO3-Wert (Nitrat):* 1,4

Leitungswasser PO4-Wert (Phosphat): 0,1

Weitere Informationen und Bilder:


Hallo Flowgrow-Community,

ich habe jetzt 2,5 Monate versucht, mein 30l-Becken irgendwie von Fadenalgen zu befreien - leider bisher ohne Erfolg. Nun würde ich gerne nochmal eure Meinung dazu befragen, was hier an Nährstoffen noch fehlen könnte, was zu viel ist, oder generell ob ich auf dem richtigen Weg bin oder einfach mal komplett falsch liege - alles im Rahmen des möglichen.

Meine Vermutung aktuell ist, dass immer noch zu wenig Nitrat im Wasser vorhanden ist. Liege ich damit richtig? Soll ich also noch mehr als die bisher gedüngte Menge an Nitrat einbringen? Wenn ja, wie - am liebsten wäre mir natürlich so wenig verschiedene Düngeprodukte wie möglich zu verwenden.


Grüße aus Bayern,
Stefan
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Postby unbekannt1984 » 26 Dec 2018 15:00
Hallo Stefan,

nicht jede Fadenalge hat die gleiche Ursache... Bei mir kommen Fadenalgen, wenn ich zu viel Stickstoff dünge.
Du liegst schon bei 3mg/l Nitrat täglich aus dem Spezial N, dazu kommt nochmal 1,2mg/l aus der EI-Mischung... Damit wärst du bei der maximalen Menge Nitrat, die beim Estimative Index ermittelt wurde, das könnte also durchaus zu viel sein.
Tägliche Phosphatdüngung ist auch so eine Sache... Viele Leute betreiben das Aquarium mit Stoßdüngungen von 0,5 mg/l wöchentlich, Andere geben noch seltener Phosphat hinzu.

Dein Aquarienwasser hat im Gegensatz zum Leitungswasser aber schon relativ viel KH. Ich habe mal den Nährstoffrechner etwas gequält: klick.
Man versucht Calcium und Magnesium etwa im Verhältnis Ca:Mg 2..4:1 zu halten, also kannst du da ordentlich Bittersalz hinzufügen (einmalig 6g für das komplette Aquarium, bei deinen 50% Wasserwechseln jew. 3g; Magnesiumgehalt ist ziemlich genau 10%).
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Last edited by unbekannt1984 on 26 Dec 2018 15:21, edited 1 time in total.
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Postby Biotoecus » 26 Dec 2018 15:12
Moin,
die über 50 Lumen pro Liter sind einfach zu viel.
Begrenze die Beleuchtungsdauer auf 6 Stunden.
Oder begrenze die Beleuchtungsstärke.
Wenn Du das nicht änderst laufen momentan alle anderen Lösungsvorschläge inklusive Ca:Mg Verhältnis ins Leere.
Ca: Mg sollte allerdings so 4:1 bis 2:1 betragen und nicht wie oben angegeben andersrum.
Beste Grüße
Martin
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Postby Aquapanther » 26 Dec 2018 20:09
Hallo Torsten und Martin,

das mit zu viel Stickstoff würde sich auch mit meinen aktuellen Beobachtungen decken - die Fadenalgen wachsen wesentlich schneller seit ich noch eine zusätzliche Dosis Spezial N dünge. Ich habe mich da am Nitrat-Gehalt orientiert - der mit gerade mal 10mg/l (Streifentest, daher Richtwert) ja doch relativ niedrig liegt. Muss der nicht dauerhaft höher liegen? Ich lese hier im Forum oft, dass ca. 20mg/l angepeilt werden - oder ist das nur ein Wert, was zugeführt werden soll?
Könnte ich bei entsprechender Dosierung den Estimative Index wöchentlich düngen, und dann den Spezial N und Eisenvolldünger täglich? Oder gibt das Probleme mit dem Kalium, das über den EI reinkommt?
Das Bittersalz werde ich mir mal anschauen. Gibt's da Empfehlungen? Oder sind die alle gleichwertig?

Zur Beleuchtung... joa, mir ist bewusst, dass die Lampe relativ stark ist. Mich wundert nur, dass die Twinstar 300C ja explizit für solche Beckengrößen ausgelegt ist - eine Chihiros z.B. wäre ja sogar noch stärker. Hat jemand Erfahrung mit dem Dimmer für Twinstar-Lampen? (https://www.aquasabi.de/Twinstar-Dimmer-fuer-300C-300E-360E-300EA)

Aktuell mache ich mal folgendes und beobachte dann weiter:
- Reduzierung der Beleuchtungsdauer auf 6h ohne Mittagspause (12:00 Uhr bis 18:00 Uhr)
- Weglassen der Spezial N - Dosis am Nachmittag (sollte ich hier lieber getrennt düngen - also Eisenvolldünger frühmorgens, Estimative Index nachmittag oder andersrum? Oder ist das egal?)
Grüße aus Bayern,
Stefan
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Postby Haeck » 28 Dec 2018 04:07
Moin

Inzwischen leidet natürlich auch das Wachstum der Pflanzen, vor allem der Eleocharis, durch den Algenbefall.


Die hohe Lichtintensitaet beguenstigt einen Naehrstoffmangel, was sich durch ein stagnierendes Wachstum bemerkbar macht. Ist ausreichend Co2 und No3 vorhanden, kann Po4 limitierend sein. Minilandschaft haertet das Wasser auf und entzieht den Pflanzen freies Co2.

PFLANZENLISTE:
Alternanthera reineckii 'Mini'
Bacopa caroliniana
Bolbitis heteroclita "difformis"
Bucephalandra sp. "Braun-rot" ("Serimbu")
Eleocharis sp. "Mini"
Heteranthera zosterifolia
Hygrophila pinnatifida


Mir stellt sich die Frage, ob der obige Besatz fuer die Duengung nach dem Estimative tatsaechlich geeignet ist, da es sich hierbei bis auf die Zosterifolia ueberwiegend um mittelmaessig bis langsam wachsende Pflanzen handelt.
Zum Vergleich fahre ich ein dicht bepflanztes 23 Liter Becken mit Pflanzen vergleichbarer Wuchsgeschwindigkeiten und einer Chihiros A 401 bei maximaler Lichtpower 15 cm ueber dem Becken. Geduengt wird 1x woechentlich auf Stoss, Mikros alle 2 Tage 1-2 Tropfen. Bei KH 4 war das Wachstum schlechter, weshalb ich auf KH 2 reduzierte. Freies Co2 verbraucht sich dadurch schneller, die Pflanzen wachsen insgesamt betrachtet besser.

KH: 2
No3: 16 mg/l
Po4: 0,8 mg/l
K: 5 mg/l
Ca: 36 mg/l
Mg: 18 mg/
Bio Co2: gruen
Urea: 2 tropfen taeglich (Insulinspritze)

Beherzige den Vorschlag von Martin und beobachte ob sich die Naehrstoffsituation entspannt. Ansonsten empfehle ich nur das Po4 etwas anzuheben, wodurch sich das Wachstum verbessern sollte.

Gruss
André
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Postby unbekannt1984 » 28 Dec 2018 07:23
Morgen André,

Haeck wrote:Die hohe Lichtintensitaet beguenstigt einen Naehrstoffmangel, was sich durch ein stagnierendes Wachstum bemerkbar macht. Ist ausreichend Co2 und No3 vorhanden, kann Po4 limitierend sein.

glaubst du daran? Immerhin ergeben sich 0,21mg/l Phosphat täglich...
Und wie wir wissen, setzt sich Phosphat ganz gerne in verschiedenen Formen ab, Eisen-Phosphat-Verbindungen und Calcium-Phosphat (Calcium haben wir ja auch mehr als genug aus der Minilandschaft) wären hier die wahrscheinlichsten Formen.

Beherzige den Vorschlag von Martin und beobachte ob sich die Naehrstoffsituation entspannt. Ansonsten empfehle ich nur das Po4 etwas anzuheben, wodurch sich das Wachstum verbessern sollte.

O.g. Dosierberechnung enthält ebenfalls die tägl. Zufuhr an Stickstoff (4,1mg/l als NO3) - wie sollen die Pflanzen das in 6 Stunden verbrauchen?
Wahrscheinlicher ist hier, das das Nitrat in irgendwelchen anaeroben Bereichen den Sauerstoff für Bakterien liefert.

Ich würde die Beleuchtung lassen wie Sie ist - schon alleine weil es für meinen Geschmack in die Richtung "Zu viele Änderungen auf einmal" läuft.
Phosphat-Düngung einstellen und einen sichtbaren Mangel abwarten.
Bittersalz hinzufügen und gelegentlich am Aquarium riechen: Wenn es nach verfaulten Eiern/Gülle riecht, dann ist H2S im Spiel (anaerobe Bereiche).
Stickstoff/Nitratdüngung etwas reduzieren, falls weiterhin Algen auftauchen.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby Haeck » 28 Dec 2018 13:35
Moin Torsten,

...grau ist alle Theorie. Der TE erwaehnt stagnierendes Wachstum der Eleocharis und eine Po4 Konzentration von 0 mg/l, wenn man den Tests glauben schenken darf.
Bei 6 mg/l Magnesium koennen Pflanzen, je nach Beduerfnis, erstaunlich gut wachsen... sogar mangelfrei. Die Kernelemente der Makronaehrstoffe sind gewichtiger. Bei einem Defizit, stagnierts...gnadenlos.

Wahrscheinlicher ist hier, das das Nitrat in irgendwelchen anaeroben Bereichen den Sauerstoff für Bakterien liefert.


Das dem tatsaechlich so ist schliesst du woraus ?

Gruss
André
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Postby Oli.S » 28 Dec 2018 17:22
Servus,

ich kann mich Haeck nur anschliessen. Du Hast über deinem Becken einfach eine Menge an Licht. Somit stehst du
mit dem Bleifuss auf dem Gaspedal und bringst aber nicht genug Nährstoffe nach. MMn Hauptgrund für die meisten
Probleme sind zuviel Licht und schlechtes Co2 Management. Nährstoffe alleine lösen keine Algen aus und wenn du nun irgendeinen Nährstoff runterfahrst bzw. limitierst spielst du den Algen nur in die Karten. Im Gegenteil, ich würde No3, Po4 und Kalium in einen passablen Bereich bringen und Po4 hier eher täglich bzw. alle zwei Tage abwechselnd mit Mikros geben. Lichtintensität minimieren, entweder dimmen und wenn das technisch nicht geht die Beleuchtung höher setzen. Oder aber Schwimmpflanzen einbringen die dir Licht wegnehmen. Diese kannst du dann auch gut als Indikator nutzen, da diese vollen Zugang zu Licht haben und Co2 aus der Umgebungsluft erhalten, siehst du anhand wie sie wachsen ob es wirklich ein Nährstoffproblem ist oder aber das zuviele Licht und wenige Co2 im Becken. Zu empfehlen ist auch das Co2 vor der Beleuchtungsphase einzuschalten, dass es zu Beginn der Beleuchtung schon eine hellgrüne Färbung hat.Das Co2 kann man dann gegebenenfalls auch früher wieder abschalten, da am Ende der Co2 Gehalt sein Maximum erreicht hat und wenn dann dieser abfällt, spielt das am Ende weniger eine Rolle. Weiters um dieses auch bestmöglich zu verteilen zu probieren, dass du deinen Filterauslass so positionierst, dass jeder Bereich und speziell auch die unteren Regionen gut durchströmt werden. Sollte sich bei 30l doch recht einfach machen lassen.

Beste Grüße
Liebe Grüße
Oliver
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Postby unbekannt1984 » 28 Dec 2018 18:22
Hallo André,

Haeck wrote:...grau ist alle Theorie. Der TE erwaehnt stagnierendes Wachstum der Eleocharis und eine Po4 Konzentration von 0 mg/l, wenn man den Tests glauben schenken darf.

und stagnierendes Pflanzenwachstum muss zwingend PO4-Mangel sein? Dann würde man wohl auf den Bildern entsprechende Mangelsymptome erkennen.
Glaub mir: Da ist für Wochen mehr als genug Phosphat vorhanden.

Nitratmangel kannst du bei der täglichen Zufuhr auch ausschließen - aber wenn die Pflanzen kein großartiges Nitrat verbrauchen, wer tut es dann?

Also, wie testen wir das jetzt? Lass Nitrat weg, gib etwas Sulfat in das Aquarium (z.B. als Bittersalz) und dann zieh deine Schlüsse aus dem Geruch.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby Thumper » 28 Dec 2018 18:46
Moin,

unbekannt1984 wrote:Also, wie testen wir das jetzt? Lass Nitrat weg, gib etwas Sulfat in das Aquarium (z.B. als Bittersalz) und dann zieh deine Schlüsse aus dem Geruch.

Hat zwar nichts mit dem eigentlichen Problem zu tun, aber lass ihn ruhig seine Tiere mit Schwefelwasserstoff vergiften.

Ich persönlich habe meine Fadenalgen immer mit weniger Beleuchtungszeit und sauberer Aufdüngung weggedüngt bekommen. Natürlich muss man da auch die ein oder andere Woche warten und regelmäßig(!) 50%+ Wasser wechseln und die Fäden absammeln.
Aufgedüngt habe ich immer auf
NO3: 15mg/L
PO4: 0,5mg/L
K: 5-10 mg/L
Ca:Mg-Verhältnis von 3:1
CO2: 20-25mg/L
Eisenvolldünger nach Herstellerempfehlung

Als einziger Nährstoff wurde NO3 über die Woche nachdosiert. 1-1,5mg/L NO3 am Tag sind in Ordnung bei deinem Becken - schätze ich.
Grüße,
Bene


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Postby Aquapanther » 28 Dec 2018 19:56
Hallo zusammen,

na da hab' ich ja mal was ausgelöst, immer mit der Ruhe hier :lol:

Wie oben schon geschrieben, ich habe jetzt die zweite Nitrat-Dosis eingestellt und die Beleuchtungszeit auf 6h reduziert für's erste.
Mir ist bewusst, dass das ein wenig widersprüchlich ist - einerseits Licht weg, aber auch Nährstoffe weg. Die zweite Nitratdosis habe ich aber hauptsächlich deswegen abgebrochen, weil in den gerade mal zwei Tagen, in denen ich das gemacht habe, die Fadenalgen fast schon exploriert sind.
Heute ist meiner Ansicht nach das Wachstum der Fäden wieder langsamer. Ich beobachte das mal... kann natürlich gut sein dass sich die beiden Änderungen gegenseitig aufgeben.

Kann für das verringerte Wachstum der Eleocharis nicht auch die Alge selbst verantwortlich sein? Die hat sich in dem Teppich inzwischen ganz "schön" ausgebreitet...

Wasserwechsel von 50% inkl. Entfernen der Fäden wird natürlich wöchentlich gemacht.
Grüße aus Bayern,
Stefan
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Postby Haeck » 28 Dec 2018 22:31
Hi

und stagnierendes Pflanzenwachstum muss zwingend PO4-Mangel sein? Dann würde man wohl auf den Bildern entsprechende Mangelsymptome erkennen.


Jaein. Deinem Geschreibsel nach zu Urteilen, scheinst du noch keinen Po4 Mangel gesehen zu haben.
Dieser Mangel aeussert sich initial durch Wachstumsstoerungen und geht erst unter fortschreitenden Bedingungen in Kummerwuchs ueber.
Wenn No3 und Co2 ausreichend vorhanden ist, kann, nicht muss, die Ursache durchaus eine zu niedrige PO4 Konzentration sein, insbesondere bei einer hohen Lichtintensitaet. Nun fuegt der TE ja nicht nur Stickstoff in Form von No3, sondern auch in Form von Urea hinzu, nicht wahr ? Das hatte ich zuvor nicht auf dem Schirm. Ueberdosiertes Urea kann bekanntlich Algenprobleme in nicht eingefahrene Becken ausloesen.

Glaub mir: Da ist für Wochen mehr als genug Phosphat vorhanden.


Bei 0 mg/l Po4 ?

Nitratmangel kannst du bei der täglichen Zufuhr auch ausschließen - aber wenn die Pflanzen kein großartiges Nitrat verbrauchen, wer tut es dann?


... die Pflanzen. No3 verbraucht sich nicht, weil erstere sich das im Special N befindliche Urea primaer unter den Nagel reissen, und nicht aufgrund deiner Theorien ueber eine moegliche Denitrifikation oder der Bildung von Faulgasen. Je nach Stickstoffpraeferenz der Pflanze kann der No3 Verbrauch sogar gaenzlich stagnieren, sobald Urea verabreicht wird.

Lass Nitrat weg, gib etwas Sulfat in das Aquarium (z.B. als Bittersalz) und dann zieh deine Schlüsse aus dem Geruch.


Nee, lass den Special N weg und nutze nur No3.
Welcher Geruch ?

Gruss
André
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Postby unbekannt1984 » 29 Dec 2018 17:44
Hallo André,
Haeck wrote:
unbekannt1984 wrote:Glaub mir: Da ist für Wochen mehr als genug Phosphat vorhanden.


Bei 0 mg/l Po4 ?

ja, 0mg/l PO4 im Wasser...
unbekannt1984 wrote:Und wie wir wissen, setzt sich Phosphat ganz gerne in verschiedenen Formen ab, Eisen-Phosphat-Verbindungen und Calcium-Phosphat (Calcium haben wir ja auch mehr als genug aus der Minilandschaft) wären hier die wahrscheinlichsten Formen.

Die Rücklösungen aus solchen Depots bleiben üblicherweise unter der Nachweisgrenze von unseren Wassertests... Oder hast du eine Labor-Ausrüstung?

Haeck wrote:
Nitratmangel kannst du bei der täglichen Zufuhr auch ausschließen - aber wenn die Pflanzen kein großartiges Nitrat verbrauchen, wer tut es dann?


... die Pflanzen. No3 verbraucht sich nicht, weil erstere sich das im Special N befindliche Urea primaer unter den Nagel reissen, und nicht aufgrund deiner Theorien ueber eine moegliche Denitrifikation oder der Bildung von Faulgasen. Je nach Stickstoffpraeferenz der Pflanze kann der No3 Verbrauch sogar gaenzlich stagnieren, sobald Urea verabreicht wird.


Bei 4mg/l NO3 täglich würde ich eher steigende Pegel erwarten, wenn der Nitratgehalt aber wie festgenagelt bei 10mg/l ist, dann ist das komisch...
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby Haeck » 30 Dec 2018 10:05
Moin

unbekannt1984 wrote:Hallo André,
Haeck wrote:
unbekannt1984 wrote:Glaub mir: Da ist für Wochen mehr als genug Phosphat vorhanden.


Bei 0 mg/l Po4 ?

ja, 0mg/l PO4 im Wasser...
unbekannt1984 wrote:Und wie wir wissen, setzt sich Phosphat ganz gerne in verschiedenen Formen ab, Eisen-Phosphat-Verbindungen und Calcium-Phosphat (Calcium haben wir ja auch mehr als genug aus der Minilandschaft) wären hier die wahrscheinlichsten Formen.

Die Rücklösungen aus solchen Depots bleiben üblicherweise unter der Nachweisgrenze von unseren Wassertests... Oder hast du eine Labor-Ausrüstung?


Nein, Rueckloesungen sind durchaus nachweisbar. Und, um ueberhaupt von einer Rueckloesung sprechen zu koennen, sollte sie doch zumindest ueber einen laengeren Zeitraum permanent nachweisbar sein, was hier nicht der Fall ist.

Gruss
André
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Postby unbekannt1984 » 30 Dec 2018 19:35
Hallo André,

Haeck wrote:Nein, Rueckloesungen sind durchaus nachweisbar. Und, um ueberhaupt von einer Rueckloesung sprechen zu koennen, sollte sie doch zumindest ueber einen laengeren Zeitraum permanent nachweisbar sein, was hier nicht der Fall ist.

The natural background levels of total phosphorus are generally less than 0.03 mg/l in natural
waters. The natural levels of orthophosphate (the fraction that is bio-available) usually range from 0.005 to 0.05 mg/l (Dunne and Leopold, 1978).

Von: Phosphorus’ Role in Aquatic Macrophyte Horticulture (Barrreport).

Damit ist die Frage: Mit welchen Mitteln nachweisbar?
Poly-Phosphate zeigen die Wassertests - soweit mir bekannt - nicht an, Ortho-Phosphat in den für natürliche Gewässer üblichen Konzentrationen liegen gerade so eben in dem Bereich, die aquaristische Wassertests anzeigen können.

Ja, Calciumphosphat hat eine Löslichkeit von ca. 20mg/l, den resultierenden Phosphat-Gehalt könntest du dir dann ausrechnen. Zu Eisen-Phosphat-Verbindungen habe ich keinerlei Angaben gefunden.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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