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Beitragvon Kejoro » 30 Dez 2018 20:01
Hi,
unbekannt1984 hat geschrieben:Zu Eisen-Phosphat-Verbindungen habe ich keinerlei Angaben gefunden
1,73 x 10-9 g/l (ng/l). Eisenhydroxid dicht gefolgt mit 10,8 ng/l (Quelle).
Allerdings sei angemerkt, dass die Phosphat in Abhängigkeit zum pH-Wert in verschiedenen Hydrogen-Formen vorkommt. Der eigentliche (Orhto)Phosphatanteil (PO4) ist sehr gering! Bei pH=7 ist der Phosphatanteil um die Größenordnung 10.000 geringer als der gemessene Wert. HPO42- und H2PO4- bilden den Rest.

Den von André beobachteten Wachstumsstop bei nicht nachweisbarem Phosphat, kann ich nicht beobachten. Es wächst zwar quasi schlagartig langsamer, aber immernoch gesund. Mit der Zeit nimmt man einen verringerten Durchmesser wahr, bis es mit richtiger Verkrüppelung beginnt. Das sehe ich bei dem Becken hier nicht.
Wenn er wirklich um die zwei Monate herum täglich um die 0,2mg/l an PO4 zugegeben hat, sind da genug Depots vorhanden. Ob es sich hierbei wirklich um Eisenphosphatausfällungen handelt, weiß ich nicht. Die synthetischen Chelate sind ja sehr gut.
Bei Algenproblemen halte ich PO4 eigentlich immer unten und dünge nur 0,5mg/l auf Stoß, wenn sichtliche Mängel vorhanden sind. Das kann dann mehrere Wochen ohne Phosphatzugabe so laufen.

Ich würde auch zuerst das Licht runterfahren. Lass es laufen, bis die Pflanzen sichtbar assimilieren (blubbern). 6h sind ein guter Startwert, das kann aber auch noch weniger werden.

Schöne Grüße
Kevin
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Beitragvon Wuestenrose » 30 Dez 2018 21:27
'N Abend...

unbekannt1984 hat geschrieben:Poly-Phosphate zeigen die Wassertests - soweit mir bekannt - nicht an, ...

Kochen hilft.

Ja, Calciumphosphat hat eine Löslichkeit von ca. 20mg/l, den resultierenden Phosphat-Gehalt könntest du dir dann ausrechnen.

Bei aquaristisch üblichen pH-Werten liegt Phosphat, wie Kevin bereits schrieb, weitaus überwiegend als Hydrogen- und Dihydrogenphosphat vor. Die Löslichkeiten von Calciumhydrogen- und -dihydrogenphosphat liegen so hoch, daß es unter aquaristischen Bedingungen nicht zur Ausfällung kommt.

Grüße
Robert
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Beitragvon Haeck » 31 Dez 2018 00:09
Moin

Nun fahre ich seit Jahren Kiesbecken mit einem Po4 Gehalt zwischen 0,5 und 1 mg/l wöchentlich, ohne die von Torsten erwähnten Rueckloesungsproblematiken im n.n Bereich.

Kejoro hat geschrieben:Den von André beobachteten Wachstumsstop bei nicht nachweisbarem Phosphat, kann ich nicht beobachten. Es wächst zwar quasi schlagartig langsamer, aber immernoch gesund. Mit der Zeit nimmt man einen verringerten Durchmesser wahr, bis es mit richtiger Verkrüppelung beginnt. Das sehe ich bei dem Becken hier nicht.


Spaetsymptomatiken die auf einen Po4 Mangel hinweisen sehe ich auch nicht. Der TE erwähnt aber stagnierendes Wachstum bei einer Po4 Konzentration von 0 mg/l und ausreichend vorhandenem Co2 und No3. Ein Tagesbedarf von 0,2 mg/l Po4 ist in einem intensiv beleuchteten Becken ja nichts ungewöhnliches. Der Grund weshalb ich zu einer Erhöhung rate ist, das der Stoffwechsel bestimmter Pflanzen erst ab einer bestimmten Konzentration zu funktionieren beginnt, als es der eigentliche Verbrauch erfordert, insbesondere wenn intensiv beleuchtet wird. So wie z. Bspl. bei H. micranthemoides die ich unter Starklicht bei 0,2 mg/l Po4 hielt, und erst zu wachsen begann, nachdem ich die Konzentration um weitere 0,3 mg/l anhob. Das nur nebenbei.

Die eigentliche Ursache des Problems sehe ich in der Verwendung des Special N.

Gruss
André
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Beitragvon unbekannt1984 » 31 Dez 2018 11:37
Hallo,

Wuestenrose hat geschrieben:
unbekannt1984 hat geschrieben:Poly-Phosphate zeigen die Wassertests - soweit mir bekannt - nicht an, ...

Kochen hilft.

ja, könnte man machen. Aber Polyphosphate werden doch auch unter Aquarienbedingungen zu "normalem" Phosphat umgesetzt, also könnte die Zufuhr im schlimmstem Fall noch höher ausgefallen sein (z.B. wenn das Wasserwerk meint etwas für das Leitungsnetz tun zu müssen).

Ja, Calciumphosphat hat eine Löslichkeit von ca. 20mg/l, den resultierenden Phosphat-Gehalt könntest du dir dann ausrechnen.

Bei aquaristisch üblichen pH-Werten liegt Phosphat, wie Kevin bereits schrieb, weitaus überwiegend als Hydrogen- und Dihydrogenphosphat vor. Die Löslichkeiten von Calciumhydrogen- und -dihydrogenphosphat liegen so hoch, daß es unter aquaristischen Bedingungen nicht zur Ausfällung kommt.

Ob Calcium oder sonst Etwas... Phosphat findet schon etwas um sich abzusetzen (ansonsten wäre ja ein bestimmter Pegel im Wasser nachweisbar - zumindest wenn der Test funktioniert).

Haeck hat geschrieben:Die eigentliche Ursache des Problems sehe ich in der Verwendung des Special N.

Den Spezial N sehe ich nicht als Ursache für schlechten Pflanzenwuchs - die unterschiedlichen Stickstoffformen sollten ja eher das Wachstum verstärken.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon Oli.S » 31 Dez 2018 12:56
Servus,

Algenprobleme sind nur Symptome, deren Ursache es gilt zu finden. Bei Algenproblemen würde ich die Algen links liegen lassen, regelmäßiges entfernen und ausreichend WW mal ausgenommen und einfach etwas Abstand nehmen von Nährstoffen,deren Verhältnis und was sie nicht alles auslösen können. Weil hier Tom Barr genannt wurde, selbiger führt in einigen seiner zu Wort gefassten Ansichten oftmals aus, dass er selbst sein Hauptaugenmerk immer zuerst auf Licht-Kohlendioxid-Sauerstoff setzt, Düngung nimmt bei ihm eher ein Platz weiter unten ein. Selbstredend, dass diese wichtig ist aber weit weniger von solcher Bedeutung ist wie man oft annimmt. Weiters vetritt auch er die Ansicht, dass Algen immer ein Problem von zuviel Licht und zu wenig/schlecht verteiltes Co2 sind.

In Aquarien die mit extra Co2 betrieben werden, ist der häufigste Mangel Co2 aufgrund von unangepassten (zu viel Licht) oder aber die Verteilung durch schlechten Fluss. Ebenfalls etwas was man auf Barrreport wenn man die Sufu nutzt finden kann. Nur weil ein Dropchecker irgendwann im laufe der Zeit hellgrün anzeigt, heißt das nicht, dass A das Co2 überall im Becken gleich verteilt ist und B oft viel zu spät das erforderliche Level erreicht wird. Zudem das Co2 10.000 x langsamer diffundiert als in der Luft ist die Aufnahme aus dem Wasser stark gebremst.Daher ist es wichtig einen konstanten und ausreichenden Bereich zu halten. Licht und Düngung kann man am leichtesten kontrollieren, Co2 und wieviel dann wirklich schön verteilt im Becken ist, ist immer eine gewisse Unbekannte und am schwierigsten zu handeln.

Ich dünge ansich immer über Notwendigkeit und in Bereichen wo man Angst bekommen könnte ob da nicht Algen entstehen. Nutze moderates Licht und achte auf einen guten Flow und auf das gewisse Timing/Verteilung von Co2. Algen tauchen bei mir bei noch so willkürlicher und tlw. sehr hoher Düngung NIE auf.

Wünsche euch allen einen guten Rutsch in neue Jahr und alles Gute für 2019
Liebe Grüße
Oliver
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