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Postby Kejoro » 10 Oct 2018 18:13
Hey,
Wuestenrose wrote:Weil am Soil Ca2+ und Mg2+ hängen, die mit dem PO43- unlösliche Bindungen eingehen? Dann fehlt dem Soil aber Ladung.
Bei einem pH um 7 herum ist zu wenig Phosphat vorhanden sein, um auszufallen. Reines PO43- liegt da noch zu etwa 2-3ppm (relativ zur vorhandenen im Wasser Gesamtphosphatmenge) vor. Löslichkeiten im µg/l Bereich fallen da nicht mehr aus.
Ich habe das so verstanden, dass sich die Kationen an das Soil anlagern und der Klumpen Soil dann positiv geladen ist, sodass sich Anionen daran anlagern. Wie bei der Chelator"bindung", nur andersrum oder der Soil wird vom Phosphat "chelatisiert" :D wobei es da nur zum Versuch reicht.
Ich weiß jetzt nicht, wie das Soil die Kationen festhält, (ab hier ist es nur eine Theorie!) aber wenn durch negative Ladungen die Kationen gebunden werden, entstehen an der "Schnittstelle" zum Wasser ein erhöhtes Dipolmoment, weshalb sich dann Anionen daran bevorzugt festhalten können.
Es soll aber nicht bei allen Soils so sein :pfeifen: Ich würde auch einen Test machen mit Dennerle Shrimp King Soil. Ein Eimer mehr in der Wohnung fällt nicht mehr auf.

Schöne Grüße
Kevin
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Postby netwolf » 10 Oct 2018 18:49
Hallo Kevin,

danke für den Hinweis mit Walderde, das wäre tatsächlich eine Möglichkeit, hab sogar ein Naturschutzgebiet in Reichweite!
Soll ich da auf eine spezielle Erde achten, also z.B. in unmittelbarer Nähe von Bäumen, oder aus einer bestimmten Tiefe?

Danke auch für den Hinweis bzgl. Kalk-Kohlensäure Gleichgewicht.
Ich habe zwar das Buch "Handbuch Aquarienwasser" von Krause gelesen (und wie ich glaube auch überwiegend verstanden), aber offenbar nicht wirklich in die Praxis umgesetzt.
Jetzt ist mir aber auch etwas klarer warum meine KH immer höher wurde, während ich zeitgleich den CO2-Gehalt erhöht habe...
(soil und oder Steine austauschen ist aktuell keine wirkliche Option, ich muss also erstmal damit leben)

Ist es denn auch plausibel, dass die permanente Lösung aus den Seiryu-Steinen meinen Ca-Gehalt im Becken deutlich höher steigen lässt als er lt. Wasserwerten sein soll, daher das Ca:Mg:K-Verhältnis noch weniger passt, und dadurch in weiterer Folge meine Pflanzen unter einer Mg-Unterversorgung leiden?

Leider steh ich jetzt natürlich vor dem Dilemma dass ich CO2 u.a. wg. der Algen eher hoch halten sollte, es wg. obigem Zusammenhang aber eher niedrig bleiben soll.
Hmmm

Ich denke ein (zusätzliches) Gramm Bittersalz auf die netto 25 Liter dürften als Sofort-Maßnahme mal zumindest nicht schaden, oder?

Schöne Grüße
Wolfgang
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Postby unbekannt1984 » 10 Oct 2018 19:14
Hallo Wolfgang,

netwolf wrote:Jetzt ist mir aber auch etwas klarer warum meine KH immer höher wurde, während ich zeitgleich den CO2-Gehalt erhöht habe...
(soil und oder Steine austauschen ist aktuell keine wirkliche Option, ich muss also erstmal damit leben)... Ist es denn auch plausibel, dass die permanente Lösung aus den Seiryu-Steinen meinen Ca-Gehalt im Becken deutlich höher steigen lässt als er lt. Wasserwerten sein soll, daher das Ca:Mg:K-Verhältnis noch weniger passt, und dadurch in weiterer Folge meine Pflanzen unter einer Mg-Unterversorgung leiden?


unbekannt1984 wrote: Die 0,5g Bittersalz sind eher eine kosmetische Korrektur, wenn die Steine für die Aufhärtung verantwortlich sind, dann würde ich Magnesium z.B. mit 20mg/l einstellen (1:3 Mg:Ca).

Falls du die Sache mit der Aufhärtung überprüfen möchtest, benötigst du einen Calcium-Test.


die meisten Steine geben halt Calciumcarbonat ab, es gibt da zwar auch Dolomit (Calcium- und Magnesiumcarbonat), aber Calcium steigt meistens an.

Ich habe lediglich gehofft, das du durch die Steine nicht unbedingt die 80mg/l Ca sprengst.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby Kejoro » 10 Oct 2018 19:32
Hey Wolfgang,

netwolf wrote:Soll ich da auf eine spezielle Erde achten, also z.B. in unmittelbarer Nähe von Bäumen, oder aus einer bestimmten Tiefe?
Keine Ahnung :lol: Müsste man sich mal überlegen, wo die meisten Abbauprozesse benötigt werden. Eventuell auch zeitweise submers?
Das Einfachste wäre es, du kaufst dir hier aus dem Forum Pflanzen aus Aquarien, die gut laufen. Nik hat mal ein Becken mit Baumarktpflanzen geradegebogen und hat dabei alles mitgenommen, was einem so passieren kann :D Es ist also möglich, aus der letzten Sc**** was gesund-aussehendes hinzubekommen. Man braucht eben nur Geduld und einen geschulten Blick.
Im Flowgrow gibt es mittlerweile genug Wissen, um fast jede Erscheinung auszumärzen und das sogar mit Praxisbeispielen. Die sind viel wichtiger als Theorien: Aber bestätigen sich Theorien in der Praxis, kann man behaupten, etwas verstanden zu haben, was von noch viel größerem Wert ist.
Wenn sich was neues auftut, bin ich immer neugierig :D
Jetzt ist mir aber auch etwas klarer warum meine KH immer höher wurde, während ich zeitgleich den CO2-Gehalt erhöht habe...
Och, haben sich da meine theoretischen Überlegung gerade in der Praxis gespiegelt? Freut mich, dass es passt. CO2 um die 10mg/l kann man durchaus fahren. Das Wachstum ist dann nicht mehr "maximal", aber immernoch gesund. Viel höher als 10°dH KH wird nicht reinkommen, auch bei höheren CO2 Werten. Ist nicht ganz linear die Sache... 11°dH müsste sich langfristig einstellen. Da können viele Pflanzen noch ausreichend gut wachsen. Wie sich das mit der Beckenbiologie und damit auch Algen verhält, muss dir ein anderer erzählen, momentan lerne ich noch mit Osmosewasser. Wenn das sitzt, stelle ich auf Leitungswasser eventuell um.
[...] weiterer Folge meine Pflanzen unter einer Mg-Unterversorgung leiden?
Uff, wenn die Steine nur Calciumcarbonat bestehen, dann kann dem so sein. Aber Magnesiumcarbonat ist auch ein Kandidat, der rückgelöst werden kann. Da fehlt's mir aber an Erfahrung damit. Mir ist das mit Begründung nur gruselig und zu aufwändig ^^

Bittersalz kannst getrost reinhauen :bier: Habe hier mal ein Becken betrieben mit knapp 20°dH GH (Ca=76, Mg=0.5*Ca), 10°dH KH und da wuchsen die Pflanzen auch noch mangelfrei (HCC, P. erectus, S. repens).

Ich würde 1-2 WW die Woche machen und jeweils die von Nik referenzierte Düngung durchziehen. Die WW sind mMn nur wegen den Rücklösungen der Steine und der damit verbundenen Umladung des Soils nötig. Bei deiner Beckengröße ist das ja schnell erledigt.
Mit 2 WW die Woche bleibt das konstant genug und du musst dir nicht so viele Gedanken darum machen, was noch fehlen könnte. Bei dem Volumen wäre das meine bevorzugte Möglichkeit, Werte auf ein definiertes Level zu bringen, gerne auch mit 80% Wasserwechsel ^^

Ich wünsche dir viel Erfolg!
Kevin
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Postby netwolf » 17 Oct 2018 12:04
Hallo zusammen,

war die letzten 5 Tage weg und möchte ein kurzes update liefern.
Ich habe die CO2-Versorgung etwas runtergefahren, die Lampen gut 10 cm höher befestigt, ca. 1,5 h Fadenalgen abgesaugt und die NO3-Düngung runtergefahren.
Außerdem weiterhin ML Special Blend und erstmals ML Bio-Carbon zugesetzt, und nochmal ein Extra-Gramm Bittersalz (danke nochmal für die Tip @Torsten!).

War sehr überrascht als ich zurückkam: die Fadenalgen sind stark zurückgegangen! Hab dann gestern nacht gleich auch mal die Althernanthera reineckii mini und ein paar der R. indica ziemlich stak zurückgeschnitten, und damit noch ein paar Algen entfernt.
Dabei fiel mir auf dass einige Pflanzen offenbar nicht richtig eingesetzt wurden (shame on me) und weniger mit dem 'Stamm' als vielmehr mit den Wasser-Wurzeln im Boden verankert sind. Habe daher einige AR mini ganz rausgenommen und tlw. nur noch die Kopfstecklinge neu eingesetzt.
Ich finde das Gelb bei des Marsileas ist durch das Mg starkt zurückgegangen, und allgemein sehen die Pflanzen jetzt gesünder aus.

Allerdings ist mir aufgefallen dass die Steine von Grünalgen überzogen sind, und tlw. auf den Buce-Blättern auch Pinselalgen (glaube ich?!) aufgetaucht sind.
Liegt das vll. an der Kombi aus weniger CO2 und vll. etwas zuviel Eisen?

Ach ja, und zu unserer großen Freude haben wir Garnelen-Nachwuchs! :D Keine Ahnung wo sich die trächtige Dame die letzten Wochen versteckt hat, aber offenbar hat sie ihre Sache gut gemacht.

Da ich zufällig Weiden(ästen) begegnet bin hatte ich eig. vor, ein paar davon gegen die FA ins Becken zu geben (hab gelesen dass die Salicylsäure dagegen hilft), werde das aber in Anbetracht des Nachwuchs wohl eher lassen, ist ja im Moment auch nicht nötig.

Statt dessen hätte ich vor, den CO2-Gehalt wieder vorsichtig zu erhöhen und mit dem AR Mikro Basic Eisen wieder sparsamer zu sein, obwohl ich den Eindruck habe dass die R. indica durchaus eher noch etwas mehr davon vertragen könnte...

@Kevin: hätte gern etwas weniger KH (kommt schon mit 10-11 aus der Leitung), möchte aber keine UOM-Anlange o.ä. anschaffen. Denke wenn ich Mg zuführe erhöhe ich zwar die GH noch weiter, bekomme dafür aber ein günstigeres Ca:Mg:K-Verhältnis. und das Mg wird nicht vom Ca "verdrängt".
Mit meinem jetztigen Wissen hätte ich mich auch nicht für dei Seiryu-Steine entschieden sondern eher für eine schöne Wurzel o.ä., aber nachher ist man eben oft schlauer.

btw: Eichenextrakt & Co. wird mir hier vermutlich niemand empfehlen, um den pH (LW ~7.6) etwas zu senken, oder?
Hab das in meinem größeren Becken verwendet und damit keine schlechten Erfahrungen gemacht, hatte da bei der Übernahme so ziemlich alles an Algen was man sich vorstellen kann, und die pH-Senkung war eine (von zugegeben etlichen) Maßnahmen die ich gesetzt habe, und in Summe hat es gut geholfen.

Hier ein paar Fotos davon wie sich das Becken seit der letzten Woche entwickelt hat.

Freundliche Grüße
Wolfgang

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Postby Thumper » 17 Oct 2018 12:20
Moin Wolfgang,

das sieht doch schon deutlichst besser aus!
Grünes Hardscape kenne ich nur von zuviel Kalium.
Düngst du den Eisen aktuell wöchentlich? Hier könnte es helfen die Dosierung über die Woche zu vertielen (ob nun 2x oder 7x ist erstmal egal) um die Düngespitzen abzufangen.
Meine Pinselalgen gehen aktuell zurück, nachdem ich öfters den Vorfilter reinige, allgemein weniger füttere und meinen Eisenvolldünger täglich zugebe.
Liegt vermutlich an der Biologischen Be-/Entlastung im Becken. :gdance:
Salycilsäure ist übrigens auch in AlgExit, Flüssig "CO2" und BlueExit enthalten. Das killt dir gerne mal die Mirkoflora.

Zum Thema pH Wert senken: Wenn es zu deiner Zufriedenheit läuft mit gesunden Pflanzen, Garnelennachwuchs etc. Wozu dann senken? :kaffee1:
Grüße,
Bene


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Postby unbekannt1984 » 17 Oct 2018 12:42
Hallo Wolfgang,

netwolf wrote:Allerdings ist mir aufgefallen dass die Steine von Grünalgen überzogen sind, und tlw. auf den Buce-Blättern auch Pinselalgen (glaube ich?!) aufgetaucht sind.

die Grünalgen müsste man sich näher anschauen, bei den Pinselalgen liegst du aber richtig. Wie ist denn dein Filter bestückt?

Bei stark gefilterten Aquarien kann man Pinselalgen etwas mit sparsamerer Dosierung des Eisenvolldüngers verringern, jedoch frisst der Filter dann u.U. auch große Mengen an Nitrat (mal ganz abgesehen von anderen Nährstoffen).

Statt dessen hätte ich vor, den CO2-Gehalt wieder vorsichtig zu erhöhen und mit dem AR Mikro Basic Eisen wieder sparsamer zu sein, obwohl ich den Eindruck habe dass die R. indica durchaus eher noch etwas mehr davon vertragen könnte...

CO2 sollte gegen die meisten Algen etwas bringen, aber dann würde ich nicht zu sehr am Eisenvolldünger sparen.

Noch einmal zu der Sache mit der Aufhärtung: Durch dein Leitungswasser kam ja schon einiges an Calcium in das Aquarium, dazu geben die Steine Calcium ab. Es ist denkbar, das der Soil in Sachen Calcium schon gut gesättigt ist und jetzt nur noch Magnesium schluckt (und im Zweifel Calcium wieder abgibt).
Deswegen solltest du hier ein Auge drauf haben.

Ansonsten hat sich das Aquarium aber schon ziemlich positiv entwickelt.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby netwolf » 17 Oct 2018 12:47
Hallo Bene,

ja, bin auch recht zufrieden mit der bisherigen Entwicklung :smile:

Ich dünge Eisen tatsächlich wöchentlich, allerdings weniger aus rationalen Überlegungen heraus sondern weil ich stark dazu neige, ständig etwas "optimieren" zu wollen, was dann dazu führt das ich bei jedem 3. Blick ins Aquarium noch ein wenig von dem und ein bisschen von jenem dazugebe, in der (Fehl)meinung damit etwas Gutes zu tun.
Daher messe ich jetzt vor dem WW, errechne was seit dem letzten WW verbraucht wurde und passe dann die Dünger für die kommende Woche an.
Es spricht aber eigentlich ja nichts dageben dies beizubehalten, die (errechnete) Menge aber auf 2 oder 3 Gaben aufzuteilen und damit einen konstanteren spiegel aufrecht zu halten (und trotzdem (noch) nicht nach Gefühl zu düngen).
Werde das gleich mal umsetzen, außer beim PO4, da wird ja rel. übereinstimmend zur Stoßdüngung geraten.

Kalium hab ich schon seit Wochen nur noch in Kleinstmengen durch AR Phosphat und AR Mikro Basic Eisen zugeführt, dürften also noch Reste von davor sein die sich (im Soil?) gehalten haben.

Futter kommt so gut wie keines ins Becken, nur ein Mal wöchentlich ein Stick halb so groß wie eine Red Fire Garnele (gibt ja immer noch ausreichend Algen sodass die Garnelen nicht Hunger leiden).
Biologische Be-/Entlastung ist schön formuliert :lol:

Die Sache mit dem pH-Senken hat den Hintergrund dass ich gelesen habe (wer weiß ob's stimmt) dass Pflanzen gern pH <7 haben, Algen damit aber wenig Freude haben.
Werde an dieser Schraube aber wohl erstmal nicht drehen und dem Becken Gelegeheit geben, sich zu stabilisieren.

Schöne Grüße
Wolfgang
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Postby netwolf » 17 Oct 2018 12:58
Hallo Torsten,

als Filter verwende ich den Dennerle Eckfilter, der hat nur ein (mMn recht dünnes) Vlies, davor habe ich noch den BabyProtect wg. der Garnelen.

Ja, ein Ca-Mangel wird mich sobald wohl nicht erwischen :-/
Hab mir heute einen Mg-Tröpfchentest bestellt um mal wirklich Gewissheit zu bekommen wie's damit im Becken und nicht nur im LW aussieht.
Die Tatsache dass die Pflanzen auf die erhöhte Gabe davon gut und die Algen mit Abzug reagiert haben deutet für mich aber schon darauf hin dass zuvor ein Mangel daran bestanden hat.

CO2 habe ich reduziert um nicht noch mehr Ca aus den Steinen zu lösen, bin mit der Reduktion aber vll. etwas über's Ziel geschossen. Der Dauertest war zuvor am Ende der Beleuchtungszeit schon fast ins Gelbliche gehend und ist jetzt doch recht satt grün, da muss ich wohl noch einen guten Mittelweg finden. Ist gar nicht so einfach, da bei gerade mal 3 h Licht die Verzögerung der Dauertest-Flüssigkeit fast schon länger ist, und die Farbe erst den tatsächlichen Wert widerspiegelt wenn das CO2 (und Licht) schon wieder aus ist...

Die Pinselalgen werd ich wohl mit einer kleinen Menge (max, 1 ml/Tag auf 25l) EasyCarbo einnebeln (sind ja noch überschaubar viele), das dürfte - so hoffe ich - weder der Mikroflora noch den Garnelenbabies schaden.

Schöne Grüße
Wolfgang
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Postby unbekannt1984 » 17 Oct 2018 15:14
Hallo Wolfgang,

netwolf wrote:als Filter verwende ich den Dennerle Eckfilter, der hat nur ein (mMn recht dünnes) Vlies, davor habe ich noch den BabyProtect wg. der Garnelen.

ja, Das hattest du bereits erwähnt. Ich dachte lediglich wegen der Pinselalgen, du hättest da etwas verändert.
Ich denke dann wird das Vlies zu sein, das schnürt den Durchfluss ab und dadurch können andere Bedingungen im Filter herrschen, als im Normalbetrieb (mit hohem Durchfluss).
Das ist halt mit eines der großen Probleme des Filters.

Man bekommt das Dennerle-Vlies aber auch nicht großartig ausgewaschen, von daher werden da häufiger neue Patronen fällig - oder ein Umbau. Ich hatte den Thread mit den Umbauten ja bereits verlinkt, da solltest du schon ein gutes Filtermaterial finden können, wobei mein Umbau auf 20ppi Schwamm jetzt auch nicht so toll funktioniert hat.
Bei den Schwämmen braucht man halt relativ dünnes Zeug (2 cm ist etwa das Maximum) und wenn es dann noch grob (10ppi) sein soll, dann ist die Auswahl doch ziemlich mager.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby netwolf » 18 Oct 2018 14:40
Hallo Torsten,

ja, sieht so aus als würden sich auch bei mir langsam die 'Schattenseiten' des Filters zeigen.
Wobei ich ihn grundsätzlich immer noch gut finde, schön klein, sparsam und v.a. wirklich leise!

Nur für mein Verständnis (nicht dass ich dir nicht glauben würde!): inwiefern begünstigt ein verschmutzter Filter die Entstehung von Pinselalgen?
Kann ich mir das so vorstellen dass je geringer der Durchfluss desto weiter weg von einer mehr oder weniger Geringfilterung?
Oder sind da dann andere chemische oder biologische Prozesse am Laufen?

Ich habe hier zwar ein 3er-Austausch-Vlies-Set liegen, weiß aber nicht ob das in Anbetracht des Garnelennachwuchs im Moment so eine gute Idee ist, den Filterinhalt auszutauschen?

Da es ja hoffentlich nicht die letzten Babygarnelen sein werden wird allerdings bald der Babyprotect umgebaut werden, wobei ich noch nicht sicher bin ob ich mich mit Chrom und Aluminium im Becken anfreunden kann, aber das ist eine andere Geschichte und gehört wohl eher in den entsprechenden thread.

Zum Thema: die Fadenalgen sind - soweit ich das beurteilen kann - immer noch am Rückzug :thumbs:
Dafür breiten sich momentan die Grünalgenbeläge schneller aus als die Schnecken und Garnelen (inkl. kleiner Verstärkung) ihrer bemächtigen können.
Aktuell sehe ich es mit einer gehörigen Portion Zweckoptimismus, nämlich dass die Babygarnelen damit gleich genug zu essen haben, aber früher oder später hätte ich natürlich schon ganz gerne wieder 'saubere' Steine...

Schöne Grüße
Wolfgang
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Postby unbekannt1984 » 18 Oct 2018 15:16
Hallo Wolfgang,

netwolf wrote:ja, sieht so aus als würden sich auch bei mir langsam die 'Schattenseiten' des Filters zeigen.
Wobei ich ihn grundsätzlich immer noch gut finde, schön klein, sparsam und v.a. wirklich leise!

kenne ich... Anfangs war ich von dem kleinem Filter begeistert... Klein, sparsam und leise unterschreibe ich so auch immer noch.
Nur für mein Verständnis (nicht dass ich dir nicht glauben würde!): inwiefern begünstigt ein verschmutzter Filter die Entstehung von Pinselalgen?

Es liegt am Durchfluss, je schneller das Wasser durch den Filter fließt, umso besser die Sauerstoffversorgung. Sinkt der Durchfluss, dann verringert sich die Sauerstoff-Zufuhr und ggf. der Sauerstoff-Pegel im Filter.
Kann ich mir das so vorstellen dass je geringer der Durchfluss desto weiter weg von einer mehr oder weniger Geringfilterung?
Oder sind da dann andere chemische oder biologische Prozesse am Laufen?

Ja, das Wasser wird bestimmt stärker "ausgelutscht". Ob in dem dünnem Filtervlies dann auch Sauerstoff-arme Bereiche entstehen, wo Nitrat und andere Nährstoffe reduziert werden könnten, wage ich mich nicht zu beurteilen.
Ich habe hier zwar ein 3er-Austausch-Vlies-Set liegen, weiß aber nicht ob das in Anbetracht des Garnelennachwuchs im Moment so eine gute Idee ist, den Filterinhalt auszutauschen?

Naja, es gibt auch Filterbakterien im Aquarium/Bodengrund, das dauert nur ein paar Tage bis sich die Bakterien wieder auf die alte Anzahl vermehrt haben.
Da es ja hoffentlich nicht die letzten Babygarnelen sein werden wird allerdings bald der Babyprotect umgebaut werden, wobei ich noch nicht sicher bin ob ich mich mit Chrom und Aluminium im Becken anfreunden kann, aber das ist eine andere Geschichte und gehört wohl eher in den entsprechenden thread.

Du meinst wegen dem Edelstahlsiebgewebe? Hattest du denn bisher Probleme durch Edelstahl in deinem Becken? Ich frage nur, weil die Welle vom Dennerle Nano Eckfilter (wie bei den meisten Filtern) aus Edelstahl besteht...

Also im Meerwasser-Bereich würde man Keramikachsen bevorzugen und Edelstahlsiebgewebe vermeiden, im Süßwasser sehe ich das nicht als großes Problem an.

Zum Thema: die Fadenalgen sind - soweit ich das beurteilen kann - immer noch am Rückzug :thumbs:
Dafür breiten sich momentan die Grünalgenbeläge schneller aus als die Schnecken und Garnelen (inkl. kleiner Verstärkung) ihrer bemächtigen können.

Wie gesagt: Man müsste sich die Algenbeläge mal näher ansehen. Evtl. muss man dann den Nitratgehalt etwas anheben (wodurch wieder Fadenalgen auftreten könnten) um die Algenbeläge los zu werden...
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby netwolf » 21 Oct 2018 17:45
Guten Abend allerseits,

@Torsten: du hattest wohl recht mit dem Filter, das Vlies war tatsächlich ziemlich zu und der Durchsatz war definitiv eingeschränkt.
Ich konnte ihn nochmal einigermaßen säubern, beim nächsten Mal wird wohl ein neues Vlies nötig werden.
Und ja, ich meine das Edelstahlgewebe, allerdings klingt's schon weit weniger schlimm wenn man's so nett als wenn man sich die Bestandteile der Legierung ansieht :lol:
Hast vermutlich recht und ich bin nur unnötig paranoid, hatte überhaupt noch nie irgendwo Probleme mit Edelstahl.

Zum eigentlichen Thema:
Beim Becken hat sich auch wieder etwas getan, für mich sogar durchaus ein wenig Erstaunliches:
und zwar hat es in der letzten Woche deutlich mehr NO3 verbraucht als all die Monate davor!
Konkret habe ich nach dem WW auf ca. 20 mg/l NO3 aufgedüngt und Mitte der Woche nochmal 6 mg/l dazugegeben, und am Ende der Woche habe ich gut 5 (aber weniger als 10) mg/l gemessen.
Hatte also einen Verbrauch von knapp 3 mg/l*Tag, was ich vorher nichtmal annährend hatte, und das sogar mit reduziertem Licht und CO2 :eek:
Kann das dadurch schon grenzwertig niedrige NO3 vll. auch die flächigen Grünalgenbeläge erklären?

Hab auch mittlerweile einen JBL Mg-Test. Dieser ist allerdings so einigermaßen nutzlos für mich, da er nur bis 10 mg/l anzeigt, ich aber schon im LW 14 habe und auf 20-25 aufdünge (mit MgSO4).
Deshalb habe ich anstatt 10 ml Wasser 20 ml genommen und dann das abgelesene Ergebnis mit 2 multipliziert.

Ich weiß allerdings nicht ob das legitim ist, oder ob diese Tests doch weniger linear funktionieren als ich mir das so vorstelle.

Was mich nämlich auch bei dieser Messung erstaunt hat ist, dass ich am Ende der Woche einen Wert von gerade mal 16 mg/l habe, obwohl ich zuvor nicht gespart habe mit Bittersalz und mir eher 25 mg/l oder mehr erwartet hätte.
Können meine Pflanzen so hungrig nach Mg sein dass sie jetzt nachholen was sie davor nicht bekommen haben,
oder ist es doch eher das soil welches sich immer noch an meinen Kationen bedient?

Kalium ist übrigens unverändert bei 12 mg/l, obwohl ich nach wie vor praktisch nichts mehr zuführe (schon seit gut 4 Wochen!).

Dafür ist die KH von 11 auf 10 gesunken, was vll. damit zusammenhängt dass ich jetzt weniger CO2 ins Becken jage und sich in weiterer Folge auch weniger Kalk aus dem Seiryu-Stein löst (wenn ich das richtig verstanden habe)?

Ich muss wirklich sagen, sobald man sich seinem gewünschten ZIel mit div. Vorgehensweisen nähert macht auch das Ganze Drumherum, mit dem man sich auf dem Weg dorthin erstmal beschäftigt bzw. manchmal beschäftigen _muss_, wirklich Spaß und es ist eine Freude, jeden Tag etwas Neues zu lernen und sich immer wieder aufs Neue überraschen zu lassen :smile:

In diesem Sinne einen schönen Sonntag Abend euch allen und vielen Dank,
Wolfgang

EDIT: jetzt hätte ich das beinahe vergessen: den Fadenalgen geht's weiterhin schlecht, es werden immer weniger und soweit ich es beurteilen kann kommen keine neuen dazu :D
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Postby netwolf » 23 Oct 2018 07:04
Guten Morgen,

wollte nur kurz nochmal nachfragen ob meine Ansätze, Überlegungen und Vermutungen (wg. niedrigem NO3 und Grünalgen, dem abgewandelten Mg-Test, sinkender KH und dem hohen Mg-Verbrauch) so Sinn machen oder aber völlig absurd und an den Haaren herbeigezogen sind?

Schönen Tag allerseits,
Wolfgang
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Postby unbekannt1984 » 23 Oct 2018 08:58
Hallo Wolfgang,

netwolf wrote:Beim Becken hat sich auch wieder etwas getan, für mich sogar durchaus ein wenig Erstaunliches:
und zwar hat es in der letzten Woche deutlich mehr NO3 verbraucht als all die Monate davor!
Konkret habe ich nach dem WW auf ca. 20 mg/l NO3 aufgedüngt und Mitte der Woche nochmal 6 mg/l dazugegeben, und am Ende der Woche habe ich gut 5 (aber weniger als 10) mg/l gemessen.

also reingeschüttet hast du rund 26mg/l und am Ende der Woche waren noch etwa 5mg/l drin... Kann passen, beim Estimative Index wurde der maximale tägl. Verbrauch an NO3 mit 1..4mg/l ermittelt - Alles in dem Bereich ist normal.
Nitrat ist aber auch gerade eine Stickstoffform, Die Pflanzen einlagern können, von daher kann man manchmal auch eine gewisse Luxusaufnahme feststellen.

Hab auch mittlerweile einen JBL Mg-Test. Dieser ist allerdings so einigermaßen nutzlos für mich, da er nur bis 10 mg/l anzeigt, ich aber schon im LW 14 habe und auf 20-25 aufdünge (mit MgSO4).
Deshalb habe ich anstatt 10 ml Wasser 20 ml genommen und dann das abgelesene Ergebnis mit 2 multipliziert.

Ähh, keine Ahnung wie das mit dem Mg-Test funktioniert, aber man kann das Aquarienwasser mit destiliertem Wasser mischen und dann zeigt der Test die Konzentration in dem gemischtem Wasser an. Bei einer Mischung 1:1 passt dann der Faktor 2.

Der andere Weg ist GH und Ca messen und dann Mg ausrechnen (und das ist wohl der bevorzugte Weg).

Können meine Pflanzen so hungrig nach Mg sein dass sie jetzt nachholen was sie davor nicht bekommen haben,
oder ist es doch eher das soil welches sich immer noch an meinen Kationen bedient?

Ich würde eher Richtung Soil tendieren.

Kann das dadurch schon grenzwertig niedrige NO3 vll. auch die flächigen Grünalgenbeläge erklären?

Ja, wenn die Pflanzen (wegen niedriger Konzentration) schwierig an Nitrat kommen, dann wachsen Sie nicht richtig (zumal wenn die Pflanzen dann keine Reserven haben) - und dann können sich halt auch mal Algen breit machen.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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