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Postby nik » 17 Feb 2016 23:24
Hallo Wolfgang,

rangersen wrote:Deinen Einwand bzgl. max. WW habe ich noch nicht verstanden. Einerseits was ein "Bauchrutscherwasserwechsel" ist (noch nicht gehört) und andererseits habe ich 2/3 vom Beckeninhalt gewechselt, was persönlich schon unter "großen" Wasserwechsel verstehe.

Es geht aber nicht um einen großen Wasserwechsel sondern um einen Reset - und ein Reset geht nur mäßig indem man nur 2/3 tauscht. Will ich klare Ergebnisse haben, dann tausche ich maximal Wasser und dünge es definiert auf!
So sorgt das nicht gewechselte Drittel für Unsicherheit in der Bewertung.
Tut sich bei den Pinselalgen etwas positives, hast du Glück gehabt. Wirkt es aber nicht, die Pinselalgen wachsen, kannst du wegen obig beschriebener Unsicherheit überlegen ob du doch noch einen Reset machst, dann weißt du es sicher. Das hättest du dir sparen können.

Den P-Gehalt werde ich am Freitag messen. Falls er weiterhin auf Null ist, soll ich dann schon zudüngen (gering/normal) oder noch warten bis erste Mangelerscheinungen an den Pflanzen zu sehen sind?

Es geht nur darum ob PO4 nachweisbar ist. Du kannst mich so oft fragen wie du willst ob du PO4 düngen sollst oder nicht, warte den Mangel ab! Der wird sich vermutlich zuerst an der wüchsigsten Stängelpflanze zeigen.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby rangersen » 18 Feb 2016 12:28
Hallo Nik,

ich habe mir nochmals die vorangegangen Hinweise durchgelesen und bin hierbei auf deinen Hinweis gestossen.
Ich weiß, ich mute dir Aufwand zu und wechsel selbst nicht mehr als notwendig, aber im Problemfall will ich Resultate haben, d.h. zuerst mittels max. Wasserwechsel resetten und in den Folgewochen große Wasserwechsel. Das sind bei mir 2/3 Wasserwechsel

In Zusammenhang mit deinem aktuellen Hinweis, verstehe ich ihn jetzt auch richtig.

1) Ein Reset mache ich mit der max. Menge an Wasser (alles raus was möglich ist). Dies ist der erste Schritt der durchzuführen ist!

2) Ein max. Wasserwechsel sind ca. 2/3 des Beckeninhalts. Dies wird nach einem Reset (sh. 1) gemacht.

Ich habe ursprünglich verstanden, dass ein Reset mit einem max. Wasserwechsel gemacht wird und dies 2/3 des Beckeninhalts sind. Deshalb war ich jetzt auch etwas irritiert bzgl. deiner aktuellen Anmerkungen, denn ich war der Meinung alles richtig gemacht zu haben (2/3 an WW). Umgekehrt hast du dich sicherlich gewundert, warum ich mich nicht an deinen Ratschlag gehalten habe (raus was geht).

Ein typisches Beispiel wie man aneinander vorbei reden kann.

Ciao und Sorry
Wolfgang
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Postby rangersen » 23 Feb 2016 20:08
Hallo,
ein kleines Update. Letzten Samstag habe ich einen WW durchgeführt und von meinen 110 Litern nun 99 Liter gewechselt (90 ltr. UO und 9 ltr Leitungswasser). Der P-Gehalt war vor dem WW (und natürlich dann auch danach) weiterhin auf Null. Ich habe mal die stark befallenen Stengelpflanzen ausgelichtet. Was mir aufgefallen ist waren kleinere Blaualgenflecken und die Kammhaut was man an folgendem Bild gut sehen kann (Blaualgen sieht man am Übergang zur Wasseroberfläche am Korkast)


Nun noch zwei Bilder von Algen


Nach dem WW habe 25ml vom Special Blend und 5ml vom Ferrdrakon zugegeben und die Nacht gewartet. Am Sonntag vormittag habe ich dann folgende Mengen im ersten Step hinzugegeben:

um auf folgende Werte zu kommen.

Am späten Nachmittag wurden die Werte gemessen und vor allem der Mg-Wert war viel höher als vormittags berechnet. Eigentlich hätte er bei ca. 12mg/l liegen sollen aber er lag bei 18 mg/l. Der K-Wert hätte bei 8 - 9mg/l liegen sollen aber er lag bei 12 - 13mg/l. Ich habe gleich meine Feinwaage mit Referenzgewichten überprüft, aber die Waage ist o.k.! Wo nun diese Mg-Erhöhung herkommt kann ich noch nicht beantworten (ggf. das Sealution). Die restlichen Werte haben gepaßt.

Nun habe ich am Sonntag nachmittag noch 5 mg/l vom CaCl2.2H2O zugegeben, damit der Ca-Wert bei ca. 38 mg/l liegt. Der ph-Wert ist bei 6,4 die Gesamthärte nun bei ca. 10 und die kH bei 4.
Folgende Bilder habe ich heute gemacht


Tja, jetzt bin ich auf die Meinungen von euch gespannt.

Gruß
Wolfgang
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Postby DJNoob » 23 Feb 2016 20:36
Hi Wolfgang, ich würde an deiner stelle nicht so viel messen sondern ganz ehrlich schnell wachsende Pflanzen einbringen. Wenn du magst schreib mir pn dann mache ich dir gerne was fertig. Einpflanzen und in einem Monat siehts dann bei dir ganz anders aus. Ansonsten eine anlassen alle anderen ausschalten.
Grüße,
Bülent

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Postby rangersen » 23 Feb 2016 21:07
Hi Bülent,
mit dem Messen der Werte will ich es eigentlich ja nicht übertreiben, aber aktuell hat es mir gezeigt, dass es mit einer Zugabe (Vermutung liegt noch bei Sealution) irgendwo noch nicht so richtig paßt und ich somit von falschen Voraussetzung ausgehe.

Ich schicke dir gleich ein PN, denn schnellwachsende Pflanzen können ja nie schaden.

Ciao
Wolfgang
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Postby java97 » 23 Feb 2016 21:49
Hallo Wolfgang,
Das schaut ja noch nicht gut aus. Aber das war in so kurzer Zeit auch nicht zu erwarten.
Die Kahmhaut spricht meiner Meinung nach allerdings dafür, dass hier im Fe-/SE-Bereich momentan ein "Zuviel" für Dein Aquarium vorliegt. Die Cyanos zeigen ebenfalls an, dass da was schief läuft.
Meinen Vorschlag, PO4 zu düngen und die Mikros erst mal weg zu lassen kennst Du ja...
Das Sealutions Mineralsalz, das wohl Ähnlichkeit zum Preis Mineralsalz haben dürfte und wahrscheinlich reichlich SE und sonstige "Unbekannte" enthält, würde ich, genau wie die Mikrodüngung, weglassen.
Nimm zum Einstellen der GH statt dessen lieber Bittersalz (MgSO4) und Calciumsulfat (CaSO4).
Dann solltest Du Dir noch MgNO3 und CaNO3 besorgen. Aus KNO3, MgNO3 und CaNO3 mixt Du Dir einen NO3-Dünger mit einem NO3:K-Verhältnis von 4-5:1 und einem Ca:Mg-Verhältnis von 2-3:1 und kannst damit nebenbei auch gleich noch Deine GH ein wenig pushen (mit dem Nährstoffrechner kannst Du ja umgehen, also sollte das kein Problem sein).
Edit: Ich sehe gerade, Du hast ja schon einen solchen NO3-Dünger. :thumbs:
Ich würde NO3 auf 15-20 mg/l, PO4 auf 0,5-1 mg/l, Ca auf 25-30 mg/l und Mg auf 10-15mg/l bringen.
Die KH würde ich auf 2 einstellen. Die GH wird dann bei ca. 6-7 liegen.
Dann düngst Du tgl. so, dass die Makro-Werte gehalten werden, machst wöchentlich Wasserwechsel und setzt evtl. lokal zusätzlich Easy Carbo gegen die Algen ein. Den Pflanzenbestand aufzustocken, ist natürlich auch keine schlechte Maßnahme aber davon wirst Du die Algen auf den langsam wachsenden Pflanzen ja nicht direkt los. Sie werden aber zumindest helfen, Mikronährstoffüberschüsse zu verbrauchen.
Welche Tests verwendest Du? Immer noch mit JBL?
Ich weiß, dass meine Strategie eine ganz andere als die von Nik ist...
Zieh Niks Programm noch ein paar Wochen durch und wenn das nichts bringt, kannst Du über meine Vorschläge ja noch mal nachdenken.
Egal wie, ich wünsche Dir, dass Du Dein Algenproblem in den Griff bekommst!
schöne Grüße
Volker
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Postby nik » 24 Feb 2016 12:06
Hallo Wolfgang,

Pinselalgen müssten ziemlich schnell reagieren, tun sie nicht. Da war ich schon geneigt zu sagen, da weiß ich nicht mehr weiter. Allerdings habe ich mir die Bilder noch mal angesehen und nirgends eine typische Pinselalge gesehen, sodass ich die sogar grundsätzlich als nicht/kaum vorhanden für möglich halte. Die grünen "Pinsel" kenne ich so nicht, aber ich denke, sie sind für Pinselalgen einfach zu grün. Es wird eine fädige Grünalge sein und die habe ich noch nicht schnell auf Maßnahmen reagieren sehen. Mal ein Beispiel: mit der passenden Maßnahme reagierten meine Pinselagen innerhalb weniger Tage und nicht viel später trieben überall die losen Büschel Pinselalgen und nach 2 Wochen waren die völlig verschwunden. Grüne Pelzalgen reagierten lange nicht so deutlich, sehr sukzessive und waren erst nach 8 Wochen völlig weg. Bartalgen waren bei mir weniger Thema, das weiß ich nicht mehr wie die sich verhielten, aber nach den 8 Wochen war das Becken optisch völlig algenfrei. - und blieb es auch.
Die dunklen Algen an den Batträndern sehen nach Bartalgen aus. Allerdings hätte ich schon erwartet, dass sich bei denen etwas tut. Sieht nicht so aus.

Die Kahmhaut ist sicher nicht so ein gutes Zeichen, hätte ich bei den sich ändernden Bedingungen aber erst einmal toleriert, die Cyanobakterien sind ein schlechtes Zeichen. Das würde ich mal als mikrobiologisch ungenügend bezeichnen. Das wäre mir wichtiger zu korrigieren als die Algen! Die SB/NOII-Kur ist schon okay. Bülents Pflanzenangebot passt gut, würde ich dir empfehlen wahrzunehmen. Allerdings nicht wegen ihrer Eigenschaft als "Nährstoffverbraucher", das ist einfach nur grober Unfug, aber als Träger einer funktionierenden Mikroflora, Bülents Aquarium scheint mir algenfrei, könnten die wertvoll sein!

Es gäbe einen Grund Phosphat zu düngen, dafür müsstest du allerdings Nitrat messtechnisch verfolgen. D.h., wenn bei ordentlichem Angebot nur sehr wenig NO3 verbraucht würde, dann könnte bei der sonst vollständigen Düngung Phosphat limitierend sein. Ich erwähne es der Vollständigkeit halber, ich gehe nicht davon aus und halte Pflanzen als Zeiger für Phosphatmangel für zuverlässig. Ich kenne es auch nur umgekehrt, wenn Phosphat nachweisbar ist und Stickstoff nicht, dann sorgte Stickstoffzugabe direkt für einen deutlich erkennbaren Phosphatverbrauch. Wichtig wäre auch den Pflanzenzuwachs in seiner Qualität zu beobachten. Bitte beschreibe das mal.

Also sind insgesamt eher nicht die schnellen Ergebnisse bei den Algen zu erwarten. Priorität hätte bei mir erst mal das Aquarium mikrobiologisch möglichst gut in die Spur zu bringen. In diesem Sinne sehe ich neben der SB/NOII-Kur auch Bülents Pflanzen. Düngung würde ich weiter so halten, halt vollständig mit der Ausnahme Phosphat. Des Phosphats wegen wäre der NO3-Verbrauch zu beobachten. Vor dem Wasserwechsel und nach dem WW/Aufdüngen reicht.

Ich finde das Becken ja schon anstrengend, wir hatten das schon mal und damals hatte es auch nicht reagiert wie ich das erwartet hätte, aber ich denke schon, die Möglichkeiten das wieder gerade zu ziehen sind noch nicht ausgeschöpft. Wenn ich nicht mehr weiter weiß oder das für sinnlos halte, gebe ich dir Bescheid. Wenn dir nach einem "Strategiewechsel" ist, dann nehme ich dir das in keiner Weise übel, von mir aus sehe ich dafür aber keine Veranlassung. ^^

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby rangersen » 24 Feb 2016 20:30
Hallo ihr Lieben,

erst einmal herzlichen Dank, dass ihr euch soviel Zeit für mein Problembecken nehmt. Ich werde jetzt erst einmal nach Nik´s Vorschlag die Düngung normal fortführen (Makro/Mikro/SB) und lediglich den P-Dünger weglassen. Am Wochenende wird es dann wieder einen WW mit 2/3 des Beckeninhalts geben.

Warum sich die Cyanobakterien bilden ist mir selbst schleierhaft und momentan eher steigend als abschwächend/stagnierend.

Die Pflanzen wachsen eigentlich ganz ordentlich aber es bilden sich halt die schwarzen Bartalgen an den Blatträndern. Das Angebot von Bülent kommt mir da gerade recht (Danke Bülent).

Momentan ist das Becken einfach in einem Ungleichgewicht aber schnelle Erfolge habe ich auch nicht erwartet. Bei unserem Hobby braucht man eben auch Geduld.

Frage: Momentan habe ich noch eine Beleuchtungsdauer von 7 Stunden. Sollte ich diese ggf. auf 3 Stunden reduzieren?

Schönen Abend
Wolfgang
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Postby nik » 24 Feb 2016 22:26
Hallo Wolfgang,

ich würde es aus Gewohnheit auf 6h setzen, 7h ist schon okay.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby java97 » 24 Feb 2016 22:51
Hallo Nik,
nik wrote: Allerdings nicht wegen ihrer Eigenschaft als "Nährstoffverbraucher", das ist einfach nur grober Unfug,

Vielen Dank, sehr freundlich.
Ich habe jedenfalls meine Rotalgen mit der Reduzierung der Mikrodüngung in den Griff bekommen und weiß, dass dies auch bei anderen funktioniert hat, z.B. bei Bülent :
Achja, rotalgen kamen kurzfristig, als ich den Eisenvolldünger Wöchentlich mit 30ml abgab. Nach dem ich den auf 15ml reduzierte, verschwanden diese auch schnell.

und Eddy, um nur mal zwei Namen zu nennen. Das genügt mir.
schöne Grüße
Volker
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Postby DJNoob » 25 Feb 2016 06:42
Moin und richtig Volker das Problem habe ich aktuell auch im großen. Habe seit neuestem Mangan Eisen Dünger mischen lassen und dünge täglich ins große Becken 0,15mg/l Eisen und das scheint wohl etwas zu viel zu sein. Beobachtet habe ich das da wo der Schlauch von der Dosierpumpe ins Becken tropf, es ein paar Blätter gibt von langsam wachsende Pflanzen in der ecke an den Blättern diese pinselalgen bilden. Konnte es gestern Abend beobachten und habe die Dosierung gleich minimiert. Aus Erfahrung kann ich aber sagen, das diese pinselalgen von alleine sehr sehr lange brauchen das die verschwinden. Da hilft nur Blätter abknipsen.

In meinem nano hatte ich mal Wochenende kein Co2 mehr weil die Flasche alle war wegen undichtigkeit an dem Rückschlag Ventil und es kamen sofort Weiße lange bartalgen? Zumindest gehen diese auch von alleine nicht ganz einfach weg. Erst wenn alles wieder läuft dann verschwinden sie. Dauert zwar keine Tage, aber ggü pinselalgen verschwinden diese schneller.

Habe gestern eine phs beobachtet, diese war garnicht scharf auf eine bartalge in weiß :(.
In dem nano habe ich sehr wenig schnellwachsende Pflanzen und die Beleuchtung beträgt etwa 30lm pro Liter. Dank der geweihschnecken brauche ich auch hier nicht mehr die Scheiben zu reinigen. Nur muss ich öfter den Filter reinigen, ansonsten kommen auch die weißen bartalgen. Entweder bilde ich mir das ein oder es ist ein Zufall.

In meinem großen Becken habe ich seit start meines Beckens fadenalgen. Ich konnte sie nie verschwinden lassen aber die sind nur zu sehen, wenn ich mit meiner Makro Kamera richtig ran gehe. Ausgebrochen ist die Alge irgendwann letztes Jahr wo ich es mit der Beleuchtung übertrieben habe. Auch staubalgen Vermehrung fand statt, was ich nur durch einen Neuanfang unter Kontrolle kriegen konnte.

Mittlerweile sehe ich die aquaristik lockerer und lasse das System laufen. Mache lediglich da es so gut läuft nur alle 2 Wochen wasserwechsel.
Dünge mit kno3 den Kalium auf 10, ca auf 30 und mg auf 15.
In zwei Wochen kann ich was mg oder ca angeht keine mess unterschiede feststellen. Kalium nach einer Woche fällt auf 5 und lasse diesen auch noch eine Woche so auslaufen. Phosphat habe ich die letzten Wochen nicht mehr gedüngt bis auf Mittwoch, da die Pflanzen sonst nicht wachsen und ich das Gefühl habe, das die fadenalgen länger werden. Dünge ich wiederum po4 auf und dann auch noch dazu täglich um den Wert von beispiel 1 zu halten, dann wachsen die fadenalgen ebenfalls. Also muss man hier schauen wie es am besten läuft. Po4 war immer ein wichtiges Thema für mich und das wird auch weiterhin so sein.
Mittlerweile bin ich wieder bei stoss Düngung 1mg/l gelandet + täglich 0,1mg/l. Das ist halt jetzt MEIN neuer Versuch :).

Ansonsten habe ich keine Algen Probleme. Pflanzen wuchern. Alle 2 Wochen kann ich ein 300l Becken voll stopfen. Es sind lediglich ein paar Arten bei mir, mit denen ich zu kämpfen habe, die sehr zickig sind auf sehr kleine Veränderungen reagieren wie als beispiel die pantanal die klein und mickrig wächst.

Sry für Schreibfehler. Schreibe vom Handy und bin arbeiten :p

Edit@ Nitrat immer zwischen 15-22
Grüße,
Bülent

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Postby nik » 25 Feb 2016 10:58
Hallo Volker,

java97 wrote:Vielen Dank, sehr freundlich.

okay, okay, so meinte ich das nicht. Nimm es bitte nicht persönlich. Es ist offensichtlich unlogisch und ich denke, dir hatte ich das schon mal auseinandergesetzt. Du und andere machen das ja mit der Mikrodüngerreduzierung und Du vertrittst das mit Verve. Ist ja okay, aber sag du mir, welche Allgemeingültigkeit das haben kann, wenn es in einem Aquarium nur mit wenig und in einem anderen mit reichlich Mikrodünger geht? Es hat keine.

Sicher lässt sich dann am Symptom herum doktern und das Problem mit minimiertem Mikrodünger bis hin zu vollständig(?) vermeiden, aber dann sollte man auch nicht verdrängen, dass es entgegengesetzt geht und das eigentliche Problem dann ganz sicher woanders zu verorten ist! Das scheinbar Offensichtliche (Mikrodüngerreduzierung) ist nur mehr wenig attraktiv, wenn so ein offensichtlicher Widerspruch, d.h. es funktioniert auch mit vielen Nährstoffen, im Raum steht. Die Frage ist, warum verträgt ein Aquarium Nährstoffe, ein anderes nicht? Wie kriege ich das Aquarium hin, dass es Nährstoffe verträgt? Auf die Wirkung des Nährstoffverbrauchs von eingebrachten Pflanzen zu bauen ist ein offensichtlicher Irrtum. Deren Wert ist ein anderer.

Vielleicht erinnerst du dich an mein einzufahrendes, gedüngtes, pflanzenloses Becken. Das hatte Richtung bekommen als ich einige wenige Stängel 3 Tage treiben ließ und das Becken so mikrobiologisch schon ausreichend animpfen konnte - oder glaubst du der dreitägige Verbrauch von ein paar Stängeln war bei einem Monate dauernden Einfahren der Durchbruch? Sorry, die Pflanzennährstoffverbrauchsnummer passt vorne und hinten nicht.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby java97 » 25 Feb 2016 11:28
Hallo Nik,
Du bekommst es so hin. Das ist schön für Dich und verdient Respekt.
Sehr vielen (auch mir) gelingt es aber nicht, die perfekte Mikroflora zu erzeugen, die, egal wie hoch der (Mikro-) Nährstofflevel ist, alle Algen auskonkuriert. Ich habe mich damit abgefunden und fahre, wie viele andere auch, mit meiner "Not-"Lösung (limitierte SE und FE) seit Jahren sehr zufriedenstellend. Dass das für Dich keine Lösung/Alternative ist, weiß ich. Das musst Du nicht erneut ausführen.
Gibt es eigentlich Berichte von Aquarianern, die Deinem Ansatz folgend ("Konzept eines Pflanzenaquariums") nachweisbar langfristig algenfreie Aquarien reproduzieren konnten (und damit meine ich auch algenfreie, langsam wachsende Pflanzen wie Anubias und Farne etc....!)?

Ich wünsche Wolfgang, dass er mit Deiner Methode zum Ziel kommt aber wenn nicht, wonach es momentan leider aussieht, bleibt eben sehr wohl noch eine Alternative. Dessen sollte er sich bewusst sein, bevor er verzweifelt den Kopf in den Sand steckt.
Es wird auf jeden Fall ein längerer Weg werden.
Zur Not, als allerletzte Möglichkeit, bliebe noch ein Versuch mit Easylife Algexit (das soll ja auch schon einigen geholfen haben. Aber eben nur, wenn alles andere nicht greift) oder das Becken neu aufzusetzen und die Korkwände in die Tonne zu kloppen.

Hallo Wolfgang,
entnimm doch mal Proben der unterschiedlichen Algen, lege sie in Alkohol ein und schau, wie/ob sie sich verfärben.
schöne Grüße
Volker
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Postby nik » 25 Feb 2016 16:51
java97 wrote:Sehr vielen (auch mir) gelingt es aber nicht, die perfekte Mikroflora zu erzeugen, die, egal wie hoch der (Mikro-) Nährstofflevel ist, alle Algen auskonkuriert. Ich habe mich damit abgefunden und fahre, wie viele andere auch, mit meiner "Not-"Lösung (limitierte SE und FE) seit Jahren sehr zufriedenstellend. Dass das für Dich keine Lösung/Alternative ist, weiß ich.

dann ist dir auch klar, dass die Mikroflora in meinem Aquarium nicht "perfekter" ist als die in deinem Aquarium. Beide sind gewissermaßen das Abbild dessen wie das Aquarium eingefahren wurde, respektive wie es betrieben wird.

Es sind im Grunde schlichte Gedanken, ein Aquarium möglichst von Anfang an so zu belasten wie es später betrieben wird. Ich versuche zu zeigen, dass das geht und sinnvoll ist. Die Probleme aus einer solchen scheinbar "belastenden" Einfahrphase sind nicht größer als bei einer üblichen, gerne irgendwie nährstofflimitierten, das Ergebnis ist aber ein anderes. Es sind solche zu hinterfragenden Mechanismen, wie, ich fahre mein Aquarium ein, es tauchen Probleme auf - allermeist in der Form von Algen - und es ist dann einfach zu verführerisch zu sagen: "Die vielen Nährstoffe sind schuld!"
Man sollte annehmen, es reicht zu erkennen, dass das nicht allgemein gültig ist. Tut es aber nicht.

Ich weiß auch, dass es eine erhebliche Hürde ist sich das erste Mal auf so ein biologisch funktionierendes Aquarium zu konzentrieren und das bis zu einem Ergebnis durch zu ziehen, welches man selbst üblicherweise nicht kennt, von dem nur ein möglicherweise spinnerter Depp faselt. Ich vermute es ist der Regelfall, dass das nicht durchgehalten und sich mit irgendeinem erreichten Punkt arrangiert wird. Leider hat das so ein Potenzial so gut zu funktionieren, dass das, wenn man das mal erreicht, gesehen, erlebt hat, süchtig macht. Das kann man verschieden sehen, betreiben, aber ohne Zwänge Düngen, die Vorteile von mehr Licht genießen zu können und dabei nachhaltig Ruhe vor Algen zu haben, so eine Kiste macht immer Spaß. Entspannend - auch bei der Gestaltung.

Gibt es eigentlich Berichte von Aquarianern, die Deinem Ansatz folgend ("Konzept eines Pflanzenaquariums") nachweisbar langfristig algenfreie Aquarien reproduzieren konnten (und damit meine ich auch algenfreie, langsam wachsende Pflanzen wie Anubias und Farne etc....!)?

Berichte wüsste ich nicht. Rückmeldungen finden sich ab und an auch hier im Forum. Du darfst nicht vergessen, im Grunde ist das nix Neues oder eine Geheimwissenschaft, ich versuche das nur präsent zu machen und auf den Punkt zu bringen. Erinnerst du dich an Harald Schneider und Sabine (Sabine68)? Die präsentierten das und ich versichere Dir, wir sind alle drei völlig unabhängig voneinander darauf gekommen! Es gibt immer Unterschiede in der Sicht, aber in den Grundsätzen hatten wir eine wortlos verbindende gemeinsame Praxis.

So ein Aquarium mit langsam wachsenden Pflanzen ist doch überhaupt kein Problem.
Ein gesammeltes Freilandmoos, einige Bucen, Anubias nana "Petit", Cryptocoryne parva, ordentliches Licht, Sand, kein CO2, keine Heizung, mit einem 1 Watt Seliger Pümpchen gerührt. Einfach stabil.
30190
Den Cube werde ich wegen der parva stoffwechselmäßig ankurbeln, sonst dauert die ewig. Der Cube steht einzeln und braucht eine eigene CO2-Druckgasflasche, die käme in den Sockel, da habe ich gerade keine. Der Cube hatte übrigens eine sukzessive Entwicklung von schnell zu langsam und steht mit gestalterischen Änderungen seit etwa 3 Jahren. Lediglich die Bucen und die "Petit" sind fast von Anfang an drin.
Ich zeige das mal wie sich das ändert, wenn CO2 dran ist und ich Urea zugeben kann. Ich hatte noch nie ein Aquarium das Urea nicht vertrug.

Ich wünsche Wolfgang, dass er mit Deiner Methode zum Ziel kommt aber wenn nicht, wonach es momentan leider aussieht, bleibt eben sehr wohl noch eine Alternative. Dessen sollte er sich bewusst sein, bevor er verzweifelt den Kopf in den Sand steckt.
Es wird auf jeden Fall ein längerer Weg werden.

Ja, sieht im Moment nicht nach Erfolg aus, aber es ist alles erledigt, respektive läuft und ich bin bullig gestimmt. ^^

... die Korkwände in die Tonne zu kloppen.

Das sind geprägte Rindenstrukturwände von Juwel aus einem dunkelbraun eingefärbten Hartschaum. Die sind ziemlich sicher kein Problem.

Hallo Wolfgang,
entnimm doch mal Proben der unterschiedlichen Algen, lege sie in Alkohol ein und schau, wie/ob sie sich verfärben.

Das ist eine gute Idee, speziell für die grünen Pinsels schafft es Sicherheit.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby bocap » 26 Feb 2016 13:36
Hallo Nik,

nik wrote:So ein Aquarium mit langsam wachsenden Pflanzen ist doch überhaupt kein Problem.
Ein gesammeltes Freilandmoos, einige Bucen, Anubias nana "Petit", Cryptocoryne parva, ordentliches Licht, Sand, kein CO2, keine Heizung, mit einem 1 Watt Seliger Pümpchen gerührt. Einfach stabil.
[BILD]
Den Cube werde ich wegen der parva stoffwechselmäßig ankurbeln, sonst dauert die ewig. Der Cube steht einzeln und braucht eine eigene CO2-Druckgasflasche, die käme in den Sockel, da habe ich gerade keine. Der Cube hatte übrigens eine sukzessive Entwicklung von schnell zu langsam und steht mit gestalterischen Änderungen seit etwa 3 Jahren. Lediglich die Bucen und die "Petit" sind fast von Anfang an drin.
Ich zeige das mal wie sich das ändert, wenn CO2 dran ist und ich Urea zugeben kann. Ich hatte noch nie ein Aquarium das Urea nicht vertrug.
Ist das der Zustand Aquarium der dir so als "einfach stabil" vorschwebt??
Ich sehe ein Becken mit verfärbtem Sand vorne an der Frontscheibe, Punkt- und Staubalgen auf Pflanzen und Hardscape, für meinen Geschmack zu viel Mulm dafür das das anscheinend weitestgehend besatzlos ist, sowie Pflanzen welche nicht grade aussehen als würden Sie vor Kraft strotzen! :nasty: Sorry!
Wie handelst du diese Becken? Wasserwechsel, Düngung, sonstige Pflegemaßnahmen? Kennst du die Wasserwerte? Was genau meinst du mit stoffwechselmäßig ankurbeln? CO2, Dünger?

Lieben Gruß
Sascha
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