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Postby rangersen » 03 Feb 2016 21:01
Hallo Bülent, Hallo Volker,

ich werde als nächstes einen großen WW machen und vorher die betroffenen Stellen mit H2O2 behandeln. Aktuell mische ich einen Universaldünger selbstvund zwar aus KNO3, Ca(NO3)2*4(H2O) und Mg(NO3)2*6H2O. Soll ich dies erst einmal sein lassen und nur mit KNO3 den Stickstoffgehalt erhöhen. Da ich beim WW nur UO nehme, härte ich dieses anschließend mit Duradrakon Aufhärtesalz auf und gebe somit auch schon Ca zu.

Was haltet ihr von meiner Phospat-Düngung mit KH2PO4?

Ciao
Wolfgang
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Postby java97 » 03 Feb 2016 22:28
Hallo Wolfgang,
Du kannst den selbst gemixten Dünger sehr gut verwenden. :thumbs:
Die Aufhärtung ist so gering, dass Du sie sehr gut beim Wasserwechsel ausgleichen kannst. Berechnen kannst Du das im Nährstoffrechner. Ich dünge auch nur mit den von Dir verwendeten Substanzen und mache nur alle paar Monate einen 50%igen Wasserwechsel. Das funktioniert sehr gut. Berechnen kannst Du das im Nährstoffrechner. Nimm beim Wasserwechsel einfach entsprechend weniger Duradrakon und gut is`... :wink:
Wenn Du ausschließlich KNO3 verwenden würdest, hättest Du u.U. bald ein Kaliumproblem.
KH2PO4 ist der Stoff, aus dem die gängigen PO4-Dünger gemacht sind, also bestens geeignet.
schöne Grüße
Volker
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Postby DJNoob » 04 Feb 2016 02:15
Hey Volker, oder sein lassen täglich Calcium nachzudüngen. Reicht doch wenn man nach dem wasserwechsel auf einen Wert bringt und es sein lässt. Wofür unnötig das Wasser aufhärten um Nachhinein es wieder aus dem Becken versuchen auszupumpen. Verstehe das nicht aber gut.
Grüße,
Bülent

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Postby java97 » 04 Feb 2016 09:12
Hi,
Wenn man nur beim Wasserwechsel mit CaNO3 und MgNO3 aufdüngt und dann weiterhin immer nur mit KNO3 weiterdüngt, kann sich auch Kalium mit der Zeit anreichern, wenn man, wie Wolfgang und ich, nicht wöchentlich entsprechend viel Wasser wechselt. Also irgend etwas reichert sich potentiell immer an und muss beim Wasserwechsel ausgeglichen werden. Kaliumanreicherung finde ich persönlich bedenklicher als Ca/Mg.
Man kann es also so oder so machen. Gegensteuern muss man in beiden Fällen.
Da das Aquarium lt. Wolfgang aber eh nur 4 mg/l NO3 pro Woche verbraucht, wird die Aufhärtung mit ca. 0,76 °GH pro Monat kaum auffallen. Ein gewisserTeil davon wird auch noch verbraucht. In meinem Aquarium fällt die Aufhärtung jedenfalls geringer als berechnet aus.
Würde man nur KNO3 düngen, kämen pro Monat ca. 11 mg/l Kalium ins Wasser, wovon aber nur max. etwa 4 mg/l verbraucht würden. Die übrigen 7 mg/l müssten dann beim Wasserwechsel ausgeglichen werden.
schöne Grüße
Volker
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Postby rangersen » 04 Feb 2016 12:16
Hi,

somit wäre meine bisherige Dünger-Philosophie in Kombination mit meinen eher seltenen WW schon der richtige Weg. Dies beruhigt mich schon. Hat ja auch die ersten Monate super funktioniert (gutes Wachstum und keine Algen)

Auf den Anubias habe ich ja festgestellt, dass die Blattoberfläche bei den älteren Blättern rauh wird. Bei den neuen Blättern ist es noch schön glatt. Habt ihr ev. hierfür noch eine Erklärung? Vielleicht ist dies ja auch ein Schlüssel zum aktuellen Problem!

Ciao
Wolfgang
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Postby DJNoob » 04 Feb 2016 15:52
HI, wenn ich richtig verstanden habe, düngst du deinen selbstgemischten mg/ca dünger täglich und machst einmal im Monat WW. Falls ich das richtig verstanden habe, ist hier meine frage, warum du den Wert dieser Parameter täglich nach oben treibst? Das sind Werte, die werden von Pflanzen nicht verbraucht.
Grüße,
Bülent

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Postby java97 » 04 Feb 2016 17:24
Hi Bülent,
Ich mache, wie schon erwähnt, meist sogar nur alle paar Monate Wasserwechsel.
Ich dünge, wie Wolfgang, auch KNO3 aber eben nur so viel, dass das eingebrachte Kalium auch verbraucht wird. Daher kombiniere ich es, wie Wolfgang, mit Ca- und MgNO3.
Ausschließliche KNO3-Düngung => Kaliumanreicherung => ist meiner Meinung nach noch schlechter als moderate Mg- und Calciumanreicherung, da u.U. Algenwachstum gefördert wird.
Übrigens ist auch im AR Spezial N Ca und Mg enthalten. Dieser härtet das Wasser also auch auf, nur ein wenig schwächer, da auch noch Urea/Ammonium enthalten ist. Davon bin ich persönlich aber kein großer Freund, denn auch das kann u.U. Algenwachstum fördern. Zumindest habe ich mit Urea-/Ammoniumdüngung keine so guten Erfahrungen gemacht.
Ich denke, ich habe das jetzt hinreichend erklärt, o.k.?
schöne Grüße
Volker
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Postby rangersen » 05 Feb 2016 08:28
Hallo Bülent,

so wie es Volker beschrieben hat, mache ich es auch. Daher habe ich einen Dünger aus KNO3, Ca(NO3)2*4(H2O) und Mg(NO3)2*6H2O hergestellt welcher in erster Linie den Stickstoff-Gehalt beeinflussen soll und in zweiter Linie den K-, Ca- und den Mg-Wertbei Einbringung. Momentan ist mein Dünger so eingestellt, dass K/Ca/Mg im Verhältnis 0,8/3/1 stehen.

Wenn ich somit in meine 110 ltr von meinem Universaldünger 1ml zugebe, so erhöht sich:

N: +2
K: +0,1
Ca: +0,38
Mg: +0,13

Pro Woche gebe ich im Durchschnitt 3 ml ins Becken, d.h pro Woche gebe ich folgendes zu:

N: +5
K: +0,25
Ca: +0,95
Mg: +0,33

Ciao
Wolfgang
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Postby nik » 06 Feb 2016 21:33
Hallo Wolfgang,

hast du immer noch ohne PO4-Zugabe ständig 0,3mg/l nachweisbar?

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby rangersen » 07 Feb 2016 10:14
Hallo Nik,

der PO4-Gehalt ist eigentlich nie auf Null gegangen, sondern hat sich bei ca. 0,3mg/l als Minimum eingependelt. Die Gründe hierfür sind mir selbst schleierhaft. Selbst ein neuer Tester von JBL hat das gleiche Ergebnis gebracht.

Ich werde heute mal einen 50%-Wasserwechsel machen und nur mit KNO3 den N-Gehalt auf 10mg/l einstellen. Während der Woche werde ich dann mal beobachten, was die Pflanzen und der P-Gehalt so macht. Ev. ist hier noch viel P in den Pflanzen gespeichert.

Wie würdest du die Sache angehen?

Schönen Sonntag
Wolfgang
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Postby nik » 07 Feb 2016 12:20
Hallo Wolfgang,

das Becken zeigt einen Mix aus Bart- und Pinselalgen. Du hast die Juwel-Rindenstruktur-Rückwände im Aquarium? Sind da Algen drauf?

Eigentlich gehen Bart-/Pinselagen bei der Betriebsweise nicht. Normalerweise denke ich in einem solchen Fall sofort an Filtersubstrat reduzieren.. Du wirst max. zwei Schwämme an deinen Aquaels haben, die kannst du bei deinem Besatz völlig entfernen, wird aber das Problem nicht lösen.

Übel ist das ständige Mindestniveau von 0,3mg/l PO4. Von den zeitweisen 2mg/l PO4 kann das nicht herkommen. Irgendwo hast du ein Depot und ich habe keine Ahnung wo das herkommt. Was mich zusätzlich stutzig macht, ist, du schreibst, das wäre seit Anfang an. Das muss ja eine Ursache haben! Da liegt ziemlich sicher der Hase im Pfeffer.
Hast du Holz von Anfang an im Aquarium? Die Mg-Empfindlichkeit ist auch höchst ungewöhnlich.

Gruß, Nik
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Postby rangersen » 07 Feb 2016 12:44
Hallo Nik,

ich habe die Strukturwände im Becken und da sind auch die Algen drauf. Da kann ich auch noch Bilder einstellen.

Bei den beiden Filtern habe ich jeweils die original mitgelieferten Schwämme dran und diese wasche ich ca. alle 2 Monate aus.

Als ich das Becken vor gut einem Jahr eingerichtet habe, hat sich der PO4-Gehalt auch immer auf Null reduziert und ich habe auf Stoß nachgedüngt. Seit ca 4 Monaten geht der Wert aber nicht mehr auf Null und ich habe keine Erklärung hierfür. Von der Einrichtung habe ich jedenfalls nichts geändert (Granitsteine und Korkäste). Liegt es ev. an den Korkästen?

Gruß
Wolfgang
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Postby nik » 07 Feb 2016 13:07
Hallo Wolfgang,

zur Unterscheidung, Pinselalgen sind ganz fein anzufassen, Bartalgen drahtig. Ich denke, es sind überwiegend Pinselalgen.Du hast mich gefragt was ich machte. Kann ich noch nicht sagen. Ich frage dich lieber noch ein bisschen. ^^
Sind die Korkäste von Anfang an drin?
Wann gingen die Pinsel auf den Juwel-Rückwänden los.
Wie sah deine P-Stoßdüngung am Anfang aus?

Gruß, Nik
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Postby rangersen » 07 Feb 2016 13:44
Hallo Nik,

deine Vermutung ist wahrscheinlich richtig und es handelt sich um Pinsel- und nicht um Bartalgen. Die Korkäste sind von Anfang an im Becken und die Pinselalgen haben sich erst auf der Rückwand und auf den Korkästen gebildet und später an den Pflanzen. Allerdings kann ich nicht mehr sagen wann die ersten Pinselalgen aufgetreten sind, aber es könnte mit meinem Effekt "PO4 geht nicht auf Null" zusammenhängen.

Bevor die Pinselalgen aber explodierten, hatte ich stark mit Fadenalgen zu kämpfen und habe diese auch nie komplett beseitigen können. Dies habe ich in folgendem Tread beschrieben

http://www.flowgrow.de/algen/diese-alge-bringt-mich-zur-verzweiflung-t39422.html

Ich habe schon immer KH2PO4 für die P-Zufuhr verwendet. Anfänglich habe ich den N-Wert auf 20mg/l und den P-Wert auf 1,3mg/l eingestellt. Damals habe ich auch noch wöchentlich einen WW gemacht. Da nach einer Woche der P-Wert aber nicht auf Null gesunken war, habe ich die Werte angepaßt und zwar auf einen N-Wert von 10mg/l und einen P-Wert von 0,6mg/l. Somit wollte ich den P-Wert nach einer Woche immer auf Null haben, damit ich nach dem WW mit Stoßdüngung den P-Wert wieder auf 0,6mg/l einstellen konnte. Wenn ich so überlege, hat sich der P-Wert nicht mehr auf Null bewegt, seit ich die Fadenalgen im Becken habe. Diese versuche ich bis jetzt mit H2O2 in den Griff zu bekommen und ev. ist dies ja auch noch eine Erklärung.

Du darfst ruhig weitere Fragen stellen, ;o)

Gruß
Wolfgang
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Postby rangersen » 07 Feb 2016 13:48
.... ich habe im Becken natürlich durch die beiden Pumpen eine starke Strömung. Kann dies ggf. ein Ansatzpunkt sein, obwohl es am Anfang ja auch nichts ausgemacht hat?

Gruß
Wolfgang
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