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Beitragvon Godzilla » 08 Sep 2017 07:02
Hallo Martin,

Verkappt - ok....[emoji53]

Ist mir schon klar dass die Heizung nicht kostenlos ist. Aber besser als die Wärme in die Luft zu blasen oder? Versteh jetzt nicht so ganz deine etwas "aggressive" Stellung dazu. Bist du generell gegen technische Lösungen, in die Leute viel Arbeit und Hirnschmalz rein setzen um sich ihren Traum vom Aquarium zu erfüllen? Hört sich fast so an.

Zum Thema Wasserwechsel noch mal:
Ok, ich hab verstanden, ein wöchentlicher Wasserwechsel ist nicht schlecht, schädlich, störend was auch immer.
Aber was genau spricht gegen einen täglichen "Kleinwasserwechsel"?

Würde lieber noch ein paar Tips erhalten, wie ich mein Layout des Beckens verbessern könnte bzw. Was noch nicht so stimmig aussieht.

Gruß,
Daniel
Godzilla
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Beitragvon Wuestenrose » 08 Sep 2017 08:09
Morgen…

Godzilla hat geschrieben:Aber was genau spricht gegen einen täglichen "Kleinwasserwechsel"?

Viele kleine Wasserwechsel sind nicht so effektiv wie ein großer. Wechselst du von deinen (angenommenen) 600 Nettolitern je Woche die Hälfte, hast du nach dem Wasserwechsel 50 % Frischwasser im Aquarium. Wechselst du jeden Tag 3 × 15 Liter, dann sind es nach einer Woche nur knapp 40 %. Rechne es selber nach.

Bist du generell gegen technische Lösungen, in die Leute viel Arbeit und Hirnschmalz rein setzen um sich ihren Traum vom Aquarium zu erfüllen?

Solange die technischen Spielereien Mittel zum Zweck bleiben, nicht. Aber bei (gerade) zwei hier im Forum habe ich den Eindruck, daß die Spielereien eher Selbstzweck sind. Solche Leute sind mit einem Fischertechnik-Baukasten besser bedient als mit einem Aquarium.

Grüße
Robert
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Beitragvon Godzilla » 08 Sep 2017 08:57
Falls du mich damit meinst [emoji85]

Ich mach das aus folgendem Grund:

Mir sind leider schon 5 Fische gestorben, direkt 1-2 Tage nach einem großen Wasserwechsel. Alle Anzeichen deuten auf die Gasbläschenkrankheit hin. Klar, jetzt kommt bestimmt, du hast den Wasserwechsel nicht richtig gemacht...

Ich hab aber leider auch keine andere Möglichkeit. 300l Wasser - gemischt mit 60% Osmose und 40% aus der Leitung kann ich nicht einfach irgendwo zwischenlagern zum ausgasen, erwärmen und vermischen. Das Wasser kommt eiskalt, so wie es ist aus der Osmoseanlage. Außerdem muss ich hier mit Schläuchen arbeiten, die jedes mal durch die ganze Wohnung verlegt werden müssen, denn mit Eimer schleppen ist bei 300l nicht mehr [emoji854]

Wöchentlicher Wasserwechsel ist bei 80l - 240l Becken ja noch ganz nett, aber nicht bei einem Becken mit ca. 600l Netto. Deshalb gibt es für mich eigentlich nur diese Lösung. Für andere mag das keine Option sein, vielleicht auch baulich /finanziell /handwerklich nicht. Aber ich finde, man sollte doch jedem das lassen. Hier hab ich das Gefühl, wird es nur schlecht geredet obwohl das in meiner Hinsicht nur Vorteile bietet, sowohl für die Fische als für die Pflanzen als auch für mich. Aber ich denke, da dies überwiegend ein Scaping forum ist mit, so wie ich das beurteilen kann, vielen kleinen Aquarien, sind die Thematiken und Anforderungen wahrscheinlich andere - bin aber froh um jeden Tip und Anregung. Nur vom automatischen Wasserwechsel lasse ich mich nicht abbringen aus oben genannten Gründen [emoji3]

@Wuestenrose: Darf ich dich fragen, was würdest du an meiner Gestaltung verändern?

Gruß,
Daniel
Godzilla
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Beitragvon Plantamaniac » 08 Sep 2017 09:13
Hallo, wenn Du einen großen Wasserwechsel machst, statt lauter kleine, kannst Du auch den Fischen was Gutes tun.
1. Lieben die allermeisten große Wasserwechsel mit geeignetem, angepasstem, etwas kühlerem (bis 4 Grad) Wasser.
Sie toben anschließend begeistert herrum, balzen und eiern was das Zeug halt.
Es hat für sie den Anschein, das die Regenzeit beginnt und damit viel Futter für ihre Brut bereitsteht.
Perfekt, wenn richtiges Regenwetter ansteht. Klar, nicht jeder möchte Fische nachziehen. Ist im Gesellschaftsbecken auch ehr nicht möglich. Aber ich finde es immer klasse, anschließend den Fischen zuzusehen. Das stahlt Lebensfreude pur aus :gdance:

2. Bei größeren Wasserwechseln werden eventuelle Schwärmer von Ektoparasiten, Bakterien egal ob pathogen oder nicht, Pilz und Algensporen entfernt. Bei 20 % Wasserwechel werden 20 % entfernt, bei 70% werden 70% der Störenfriede entfernt.
Filterbakterien sind hauptsächlich substratgebunden und bleiben erhalten.

3. Außerdem muß die Brühe auchmal verdünnt werden. Der Leitwert steigt an, Salze reichern sich an und die Brühe wird immer dicker. Das kann den Tieren und auch Pflanzen in der Beziehung schaden, das der Osmotische Druck nichtmehr richtig funktioniert. Fische scheiden viele Stoffe auch über Haut, Kiemen und nicht nur die Nieren aus. Von daher kann es dem Becken, bzw. den Insassen schon gut tun, wenn da öfters mal mehr auf einmal gewechselt wird.

Um das Szenario mal durchzuspielen bzw. zu erkennen was ungefähr abgeht, möchte ich Dir gerne dieses Tool zeigen.
http://aquamax.de/index.php/berwasserwechsel.html
Ist auch sonst ganz lesenswert, auch wenn jetzt einige die Augen verrollen :roll: werden.
Zumindest schadet es keinem das mal zu lesen und evt. etwas für sich rauszuziehen.
Chiao Moni

Du warst einen Tick schneller.
In meinen "großen" Becken nehme ich 50% Leitungswasser direkt aus der Leitung, die andern 50% sind Regenwasser.
Bis jetzt war das noch nie ein Problem, auch wenn ich nur 5cm Wasser drin lasse.
Je kleiner ein Becken, desto wichtiger und einfach wird das Abstehen lassen.
Deswegen habe ich Keller ein Fass stehen, in dem ich jedesmal nach dem WW gleich wieder das Wasser einfülle und es absteht, bis es gebraucht wird.
Und wenn Du schonmal Probleme hattest, dann schau mal hier:
http://aquamax.de/index.php/wasserwechsel-aber-richtig.html

Dann kommt von mir noch der beliebte Spruch...
Keine Tiere halten die über die eigenen Verhältnisse gehen.
Wie zb. eine Dogge in einer 2 Zimmer Stadtwohnung oder ein Pferd in der Garage eines Einfamilienhauses mit 50qm Garten...
Sorry :ops:
Zuletzt geändert von Plantamaniac am 08 Sep 2017 09:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Godzilla » 08 Sep 2017 09:16
Hallo Moni, danke für den link! Den werd ich mir auf jeden Fall anschauen.

Gruß,
Daniel
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Beitragvon eheimliger » 08 Sep 2017 09:27
Hallo Daniel,
es führen ja viele Wege nach Rom, und wenn du einen für Dich gut gangbaren gefunden hast ist das doch fein.
Ich sehe auch grundsätzlich keine Problematik mit dem täglichem Ww und um mehr zu wechseln einfach nach Roberts Rechnung die tägliche Menge leicht erhöhen, dann sollte das passen.
Das verdünnen der Brühe ist ein Argument für den wöchentlichen Wechsel, jedoch gibt es auch Altwasseraquarien wo nie oder nur sehr wenig gewechselt wird und die laufen auch.
Es kommt immer auf das eine Aquarium an, jedes ist ja anders und wenn es bei Dir passt , warum nicht.
Gruß, Frank
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Beitragvon Godzilla » 08 Sep 2017 09:38
Ja, so seh ich das auch. Ich bin aber immer wieder dankbar für eure Tips! Ich denke auch, nachdem was ihr schreibt, werde ich vielleicht sogar nur alle 2-3 Tage Wasserwechsel starten lassen, dann aber mit gleich 100L in einem. Das denke ich könnte ein guter Kompromiss sein, oder?

Wo sich meine Gedankengänge immer kreuzen, ist das Gefühl, nach einem großen Wasserwechsel ein Überangebot an Nährstoffen zu haben, da aus der Leitung ja doch einiges dazukommt. Dies werden dann bis zum nächsten Wasserwechsel immer weniger, gleichzeitig wird aber Nitrat und Phosphat bei meinem Besatz immer mehr. Und hier stehe ich immer und denke mir, wenn ich das über die Woche aufteile, dann kann das doch nur von Vorteil sein. Aber wie gesagt, eure Tips nehme ich auf und werde denke ich auf 2-3 Tage wechseln. Momentan ist es eh noch Manuel über Hahn aufdrehen und so. Die automatische Steuerung kommt ja erst die nächsten 1/2Wochen.

Gruß,
Daniel
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Beitragvon Wuestenrose » 08 Sep 2017 11:44
Mahlzeit…

Godzilla hat geschrieben:Wo sich meine Gedankengänge immer kreuzen, ist das Gefühl, nach einem großen Wasserwechsel ein Überangebot an Nährstoffen zu haben, da aus der Leitung ja doch einiges dazukommt.

Welche denn? Wenn ich mir die Wasserwerte des Wechselwassers in deinem Eingangsbeitrag so ansehe, kommt da beim Wasserwechsel doch überhaupt nix dazu, sondern alles weg.

Zum Layout darfst du mich nicht befragen. Da ich kein Gefühl fürs Scapen habe, kommen bei mir immer nur Kraut- und Rübenaquarien raus.


Grüße
Robert
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Beitragvon Biotoecus » 08 Sep 2017 12:57
Moin,
wenn es für Dich eben so bequem ist mit den täglichen Wasserwechseln ist doch alles gut.
Es gibt eben bestimmte Szenarien, die erfordern solche Lösungen.
Ich konnte ja nicht wissen das Du keine Möglichkeit hast Permeat in größeren Mengen zu lagern.
Hier bei mir geht das einwandfrei mit 635, 500, 468, 375, 6 x 110, 112, 3 x 54, 72, 36 und 4 x 25 Litern und einer Merlin zu bewirtschaften.
Gruß Martin

PS: Moni, der osmotische Druck zeigt immer aus dem Fisch heraus.
Every generation got it´s own disease..................
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Beitragvon Godzilla » 19 Sep 2017 06:13
Hallo zusammen,

Ich wollte nochmal ein kurzes Update geben zu der Entscheidung, täglich Wasser zu wechseln oder lieber doch wöchentlich.

Ich habe mich jetzt für den täglichen Wasserwechsel entschieden - nämlich 100-120l pro Tag. Ich hab mich noch viel eingelesen dazu... Klar ein wöchentlicher Wechsel reicht auch vollkommen aus.
Aber in der Natur regnet es auch nicht nur einmal in der Woche, gerade in den tropischen Gegenden regnet es jeden Tag mehrmals - ein Grund für mich, das so abzubilden.

Zum anderen möchte ich die Keimdichte so gering wie möglich halten, das schaffe ich sicher nicht mit einem wöchentlichen Wechsel.

Den Vorteil mit den konstanten Wasserwerten hab ich ja schon erklärt. Der Düngerverbrauch wird dann natürlich etwas höher ausfallen, das ist mir bewusst. Aber das nehm ich in Kauf.

Und zu guter Letzt - die Osmoseanlage. Diese muss jeden Tag in Betrieb sein, ansonsten muss diese wieder gespült werden. Mit ein Grund, warum ein täglicher Wechsel für mich Sinn macht.

Und ich will einfach jeden Tag die Werte im Griff haben. Über die Woche ändern sich die Wasserwerte oft so stark, Nitrat, Phosphat gehen hoch, die wichtigen Nährstoffe runter - das will ich einfach auf einem gleichbleibenden Niveau halten.

Ich werde weiter berichten, ob ich damit die Algen in den Griff bekomme oder ob es vielleicht sogar schlimmer wird. Seit gestern ist die Anlage in Betrieb und so denke ich kann ich ein paar Wochen schon erste Schlüsse ziehen.

Meine Düngung besteht im Moment rein aus Easy-Life ProFito, und davon 5ml am Tag. Sollten die Pflanzen mangelerscheinungen haben, werde ich die Dosis langsam erhöhen.

Gruß,
Daniel
Godzilla
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