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Postby carina » 19 Nov 2013 20:32

Probleme:

Wie lässt sich das Problem generell beschreiben? [z.B. Algen, schlechter Pflanzenwuchs, etc.]*

Algen: Gefühlt “so ziemlich alles außer Blaualgen”. Sehr prominent sind was ich für Pinselalgen halte. Oder ev. auch Bartalgen? Grüne Punktalgen an den Scheiben die ich mehrmals pro Woche entfernen muss.

Pflanzenwuchs: Anubias nana, Hygrophila polysperma, Hygrophila difformis, Egeria najas wachsen grundsätzlich aber es könnte besser sein – die Algen wachsen noch schneller und nur die jüngsten Blätter sind frei von Algen; wie man merkt habe ich absichtlich schnellwachsende Pflanzen eingesetzt zur Algenbekämpfung aber das hat noch nicht viel genutzt; Hornkraut Ceratophyllum demersum wächst mittlerweile so gut wie gar nicht mehr (vielleicht ein Hinweis?); Rotala rotundifolia & Sagittaria subulata wachsen nur mehr sehr langsam


Wurden in letzter Zeit großartige Veränderungen am Aquarium durchgeführt? [z.B. Änderung der Düngung, des Lichts, der Technik, etc.]*

Alles lief einigermaßen gut. als ich aber (wider besseren Wissens... ich hatte nicht damit gerechnet wie friedlich meine Fische und wie dicht bepflanzt mein Aquarium ist; die Dinge haben sich geändert in den letzten 20 Jahren) zu meinen männlichen Guppies (Endler Hybriden) auch weibliche gesetzt habe, begann alles ins Ungleichgewicht zu kommen. Ich habe dann noch 1 Pärchen blaue Fadenfische und 8 Trauermantelsalmler eingesetzt die sich jetzt halbwegs gut um den Nachwuchs kümmern aber die Tiere sind doch größer und hungriger als mein alter Besatz und ich füttere nun natürlich auch mehr.

Zusätzlich bin ich vor 1 Monat umgezogen, die Algen waren aber schon vorher vorhanden.


Allgemeine Angaben zum Becken:

Standzeit des Aquariums:* 3 Jahre, aber Glasbruch letztes Jahr :-( , Umzug vor 1 Monat

Größe des Aquariums [Maße (LxBxH in cm) & Bruttoliter]:* 100x40x60; Brutto 240L, Netto ca. 215L

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* Gümmer Sand, 0,4 - 0,8 Körnung

Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* Steine (Seiryu soweit ich mich erinnere)

Beleuchtung:

Beleuchtungsdauer:* 12h mit Mittagspause

Welche Lampen sind im Einsatz? [Angaben bitte mit Anzahl, Art (z.B. T5, LED, HQI, etc.), Reflektoren, Wattzahl, Farbtemperatur. Zum Beispiel 2x T5 24 Watt 865]*

2x45 Watt T5 (High-Lite Day, 9000K, High-Lite Nature, 4100 K); 2 Reflektoren vorhanden

Filterung:

Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

JBL CristalProfi e901


Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* nichts außer 1grobe&1mittlere Filtermatte im obersten Korb

Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* 900

CO2 Anlage (falls vorhanden):

Art der CO2 Anlage [Bio CO2 oder Druckgas]:* Druckgas-CO2 Anlage

Nachtabschaltung vorhanden?* Ja

pH Steuerung vorhanden?* Nein

Art der CO2 Einwaschung [z.B. Flipper, Paffrathschale, Diffusor, Außenreaktor): US-Aquaristik Au??enreaktor

CO2 Blasen pro Minute [bitte den Blasenzähler angeben]: 60, Blasenz??hler bei Au??enreaktor inkludiert

Ist ein CO2 Dauertest im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell] ja, Dennerle Ei

Welche Farbe hat der Dauertest? hellgrün

Welche Indikatorflüssigkeit wird für den Dauertest genutzt? [Hersteller, ggf. KH-Wert der Flüssigkeit] Dennerle

Wasserwerte im Aquarium:

gemessen am:* 19.11.2013

Temperatur in °C:* 23-26

Welche Art Test wurde verwendet? [Angaben bitte mit Art (z.B. Teststreifen, Tröpfchentest, Fotometer), Hersteller]

Tr??pfchen JBL, Sera


pH-Wert: ~7,1

KH-Wert: 12

GH-Wert: 18

Fe-Wert (Eisen): 0,1

NO2-Wert (Nitrit): ~0

NO3-Wert (Nitrat): 10

PO4-Wert (Phosphat): >1,8

Düngung:

Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

täglich am Morgen:
4ml Micro Basic Eisen Volldünger
20ml Macro Basic EI
(könnte ich auch auf Morgen und Abend aufteilen falls das einen Unterschied machen sollte; Dosierpumpe ist bestellt um die Düngergabe zu automatisieren und über den gesamten Tag zu verteilen)


Wasserwechsel:

Wie oft wird wie viel Wasser gewechselt:* wöchentlich 50%

Wird reines Leitungswasser benutzt:*Ja

Pflanzenliste:

Anubias nana, Rotala rotundifolia, Echinodorus parv, Sagittaria subulata, Cryptocoryne parva, Cryptocoryne wilisii, Hygrophila difformis, Hygrophila polysperma, Egeria najas, Ludwigia repens Rubin, Ceratophyllum demersum

Zu wie viel Prozent (geschätzt) ist der Boden mit Pflanzen bedeckt?* 70

Besatz:

20 Paracheirodon simulans (der ursprüngliche Besatz aus besseren Zeiten; kommen mit dem harten Wasser sehr gut zu Recht, sind schon etwa 5 Jahre alt und wirken gesund; seitdem sie nicht mehr der einzige Besatz im Becken sind, sind sie weniger schreckhaft)
2 blaue Fadenfische, ein einigermaßen harmonisches Pärchen
8 Trauermantelsamler (schweren Herzens gekauft um Guppy Nachwuchs einzudämmen)
30 oder 50 oder ??? Guppies (Endler Hybriden, also eine Spur kleiner als die klassischen Hochzuchtguppies)


Garnelen: Red Fire vermehren sich auf Grund des ruppigeren Besatzes nicht mehr gut; meine Amanos sind nach mittlerweile ca. 5 Jahren an Altersschwäche beinahe alle gestorben und ich habe verabsäumt einen Zuchtversuch zu starten, ich werde mir demnächst wieder ca. 20 Stück kaufen

Schnecken: inzwischen habe ich leider keine Blasen, Posthorn oder Turmdeckelschnecken mehr. Ich habe mir ein paar Anentome helenas zugelegt aus denen mittlerweile ca 30 Stück geworden sind und jetzt habe ich leider gar keine Schnecken mehr außer den Helenas.

=> Insgesamt: starker Besatz mit Fischen, dabei aber keine Welse, kaum Garnelen und einige Schnecken die allerdings carnivor sind; sprich: eventuell zu schwach besetzte “Putzkolonne”? Und obwohl die Guppies an den Algen zupfen gibt es wenig begeisterte Algenfresser


Wasserwerte des Trinkwasserversorgers:

Leitungswasser KH-Wert:* 15,5

Leitungswasser GH-Wert:* 18,2

Leitungswasser Ca-Wert (Calcium):* 95,9

Leitungswasser Mg-Wert (Magnesium):* 20,8

Leitungswasser K-Wert (Kalium):* Nicht bekannt

Leitungswasser NO3-Wert (Nitrat):* 17,5

Leitungswasser PO4-Wert (Phosphat): gemessen ~0,1?

Weitere Informationen und Bilder:


Hallo,

Ich vermute mal sehr stark dass ich mir mein Problem selbst durch Überbesatz und zu starke Fütterung (so viel und großen Besatz hatte ich noch nie, ich bin eigentlich kein Freund von stark besetzten Aquarien) eingebrockt habe.

Ich habe das Becken lange Zeit nicht so intensiv gepflegt wie ich es sollte. Nicht ordentlich gedüngt (ich habe mich ganz verlassen auf mein Ferrdrakon Power im Filter und dann noch Dennerle E15 FerActiv 40 Tabletten verwendet "nach Lust und Laune") , nicht regelmäßig Waser gewechselt und als ich im August von 2 Wochen Urlaub zurückkam, war das Becken von Algen völlig überwuchert, die Scheiben waren völlig grün und undurchsichtig (extrem hohe Temperatur dank Hitzewelle + zu viel Futter aus dem Futterautomat?). Seitdem versuche ich alles wieder in Ordnung zu bringen aber es klappt noch nicht so richtig.

Was ich versucht habe:
- Einsetzen schnellwachsender Pflanzen
- Wöchentlich 50% Wasserwechsel, teilweise sogar 2x pro Woche
- CO₂ Anlage gekauft
- Wasserlinsendecke entfernt damit Pflanzen mehr Licht erhalten
- Reflektoren geputzt ;)
- Mechanische Entfernung der Algen so gut es geht; wachsen aber schneller als ich sie entfernen kann kommt mir vor
- Der Boden war bedeckt von sehr vielen abgestorbenen Wasserlinsen. ich kann mir gut vorstellen dass das der erste Auslöser war für mein Algenproblem. Beim Umzug vor 1 Monat habe ich aber versucht das alles zu entfernen.
- Umstellung der Düngung wie beschrieben

Lösungen die für mich eher nicht in Frage kommen (dann lieber Algen):
- Abgabe von Fischen in Ermangelung eines Abnehmers bei dem sie es garantiert besser hätten als hier; den Tieren scheint es gut zu gehen, sie wirken nicht gestresst, es gibt keine krankheitsbedingten Ausfälle (abgesehen vom Umzugsstress, der hat den Guppyweibchen die durch die Männer sowieso ständig gestresst sind nicht gut getan); eventuell gebe ich irgendwann auf und stelle ein zweites Becken auf um die Guppies nach Geschlechtern zu trennen aber das wird im Moment schwierig auf Grund meiner kleinen Wohnung; dass es den Fischen gut geht ist natürlich das Wichtigste, da ist es mir egal ob das Bekcne schön anzusehen ist oder nicht
- Mehr Licht über dem Becken außer mir kann jemand eine geschlossene Abdeckung empfehlen bei der ich trotzdem noch gut gärtnern kann und die ich nicht selbst bauen muss (Strom + mangelndes Basteltalent sind mir zu riskant); offenes Becken ist leider nicht möglich aus verschiedenen Gründen
- Aufbereitung des Wassers (kleine Wohnung, aquaristisch nicht begeisterbarer Freund der nicht stundenlang ein Fass im Badezimmer stehen haben möchte, kein Platz für Aufbewahrung von Fass und Anlage; ich bin viel zu ungeschickt und unvorsichtig um mit Säuren zu arbeiten also fällt auch der Vollentsalzer aus); wenn ich mir mal ein Haus leisten kann dann gibts auch eine ordentliche Osmoseanlage
- Große Dosen Easy Carbo oder andere Mittelchen; ich war einmal so dumm und habe das wirklich ausprobiert und darauf hin sind meine Amanos aus dem Becken geflüchtet; sie halten zum Glück überraschend viel aus aber das probiere ich kein zweites Mal

Nächste geplante Schritte:
- NH4 Test kaufen
- Ich habe heute ENDLICH alle Wasserwerte gemessen und mein Phosphatwert ist erschreckend hoch! Das ist also mein Hauptansatzpunkt im Moment außer ihr habt noch einen anderen Rat für mich.

Ich werde mich jetzt also endlich zusammenreißen und die Fische weniger füttern und auch den wirklich fütterungsfreie Tage einlegen und nach wie vor wöchentlich 50% Wasser wechseln (oder noch mehr?). Was kann ich denn sonst noch tun?

Meine wichtigste damit zusammenhängende Frage:
Kann ich weiterhin den Macro Basic EI verwenden? In der Theorie klang das alles wunderschön (nicht messen, nur schätzen, yay! ;) ) aber ich denke diese Theorie ist eher für Pflanzenbecken ausgelegt und nicht für solche mit starkem Fischbesatz?
Muss ich beginnen alles einzeln zusammenzustellen um alle Stoffe mit Ausnahme von Phosphat zuzuführen? Ich habe die beiden Aquasabi Dünger erst seit kurzem im Einsatz, also sie sind sicher nicht der Auslöser für mein Problem aber ich will die Lage auch nicht durch Unüberlegtheit noch weiter verschlimmern.

Bilder werde ich sofort noch versuchen hochzuladen


Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe. Tut mir leid dass das so viel Text geworden ist!
Carina
Last edited by carina on 19 Nov 2013 20:58, edited 1 time in total.
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Postby carina » 19 Nov 2013 20:55
Hier noch die Bilder meiner bunten Algensammlung. Eine Gesamtansicht kann ich posten falls das hilfreich ist, ansonsten würde ich das aktuelle Trauerspiel eher nicht veröffentlichen... :)


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Postby emzero » 19 Nov 2013 21:35
Hallo Carina,

ojeh ... das sieht ja wirklich traurig aus :nosmile:

Ich würde zunächst mal die Düngung generell runterfahren.

Gerade übertriebene Mikrodüngung führt ja oft zu Rotalgen (Pinsel-, Bartalgen) und Du dosiert ja mit 4 ml auf gut 200 ltr. schon üppig. Das würde ich erstmal auf die Hälfte runterschrauben, und die Pflanzen beobachten. Eisen muss ja nicht unbedingt nachweisbar sein, wenn Du täglich düngst.
Diesbzgl. war die CO2-Anlage schon mal ein guter Schritt :thumbs: . Zusätzlich könntest Du ggf. noch eine EasyCarbo-Kur (algen/easy-carbo-ec-kur-t23385.html) gegen die Rotalgen machen

Bzgl. Makrodüngung wäre ich skeptisch, ob Du sie unter den gegebenen Umständen nicht ggf. sogar komplett einstellen kannst. Die Makronährstoffe (insbes. Nitrat und Phospat) kommen ja bei starkem Besatz ggf. schon ausreichend über das Fischfutter rein.
Die Fische hungern zu lassen, um NO3 und PO4 über Kunstdünger einbringen zu können, halte ich jedenfalls nicht für den Könisweg ;-)

Allerdings wäre es dafür wohl sinnvoll auch erstmal die Werte vom Trinkwasserversorger in Erfahrung zu bringen (oder hast Du eine Analyse??? ... in der so wichtige Werte wie K und PO4 nicht angegeben sind??), denn wenn ich mir die Werte von NO3 und PO4 im Trinkwasser anschaue, ist in Deinem Becken NO3 vergleichsweise moderat, aber der dazu relativ immens hohe Phosphatwert oberflächlich erstmal nicht erklärbar.
Dieses Unlogik gilt es imho erstmal zu klären, und wenn Du dann auch den Kaliumwert hast, kannst Du auch besser einschätzen, ob und wieviel N-P-K Du überhaupt noch zum Fischfutter zudüngen musst.

Aber auch hier (Makros) würde ich die Düngung erstmal prophylaktisch reduzieren oder ggf. sogar mal eine Woche (unter Kontrolle des NO3 - sollte nicht auf Null gehen) aussetzen.
1 Woche aussetzen mit NO3-Messung zu Anfang (nach dem Wasserwechsel) und am Wochenende (vor dem nächsten WW) würde Dir auch zeigen, ob und wieviel NO3 überhaupt noch zugedüngt werden muss.

Muss ich beginnen alles einzeln zusammenzustellen um alle Stoffe mit Ausnahme von Phosphat zuzuführen?

Wenn ich ehrlich sein soll, sieht es für mich im Moment ganz danach aus, als wäre es besser, NO3 und K ggf. separat zuzuführen ... aber erstmal sehen, was Dein neues Leitungswasser mitbringt.

Ansonsten sei mir die Bemerkung erlaubt, dass Dein LW ja schon sehr hart ist, und es vermutlich allen Beteiligten sehr gute täte (und CO2 sparen würde), wenn Du es mit Umkehrosmosewassser oder Regenwasser verschneiden könntest.
Greetz Hartmut

Kann z.Zt. nur sporadisch antworten, da immer noch DSL-Störung (Telekom :keule:)

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Postby carina » 19 Nov 2013 22:04
Hallo Hartmut,

vielen Dank schon mal für deine Antwort!

Gerade übertriebene Mikrodüngung führt ja oft zu Rotalgen (Pinsel-, Bartalgen) und Du dosiert ja mit 4 ml auf gut 200 ltr. schon üppig. Das würde ich erstmal auf die Hälfte runterschrauben, und die Pflanzen beobachten.


Das kann ich gerne mal versuchen und beobachten. Allerdings dünge ich noch nicht sehr lange so stark (erst seit ca. einer Woche). Das war jetzt eher meine Reaktion auf die Co2 Anlage und die Tatsache dass die Anlage alleine noch keine Veränderung erwirkt hatte. Vorher hatte ich nur Ferrdrakon Power im Filter, dann habe ich eine Weile Ferrdrakon täglich gedüngt aber das hat alles nicht geholfen.


Die Fische hungern zu lassen, um NO3 und PO4 über Kunstdünger einbringen zu können, halte ich jedenfalls nicht für den Könisweg ;-)


Hungern wäre sicherlich nicht am Plan. Aber im Moment bringe ich ja noch nicht einmal einen wöchentlichen Fastentag übers Herz. Also es würde schon noch Optimierungspotential bestehen. Aber der einzige Plan kann es nicht sein, das stimmt auch wieder :)

Allerdings wäre es dafür wohl sinnvoll auch erstmal die Werte vom Trinkwasserversorger in Erfahrung zu bringen (oder hast Du eine Analyse??? ... in der so wichtige Werte wie K und PO4 nicht angegeben sind??), denn wenn ich mir die Werte von NO3 und PO4 im Trinkwasser anschaue, ist in Deinem Becken NO3 vergleichsweise moderat, aber der dazu relativ immens hohe Phosphatwert oberflächlich erstmal nicht erklärbar.
Dieses Unlogik gilt es imho erstmal zu klären, und wenn Du dann auch den Kaliumwert hast, kannst Du auch besser einschätzen, ob und wieviel N-P-K Du überhaupt noch zum Fischfutter zudüngen musst.


Hier ist die Analyse:22139
Entweder ich bin blind oder die Werte sind tatsächlich nicht drin. PO4 konnte ich wenigstens noch messen. Kalium... das wird dann schon schwieriger.

Ich habe allerdings noch einen Photometer mit einem ziemlich umfangreiches Set an Tests dafür, leider sind die alle schon ca. 5 Jahre alt, ich weiß nicht ob die überhaupt noch zuverlässig sind (waren aber im Keller gelagert). Ich werde sie mal suchen gehen.

Aber auch hier (Makros) würde ich die Düngung erstmal prophylaktisch reduzieren oder ggf. sogar mal eine Woche (unter Kontrolle des NO3 - sollte nicht auf Null gehen) aussetzen.
1 Woche aussetzen mit NO3-Messung zu Anfang (nach dem Wasserwechsel) und am Wochenende (vor dem nächsten WW) würde Dir auch zeigen, ob und wieviel NO3 überhaupt noch zugedüngt werden muss.


Ok, danke für den Rat, das werde ich mal so machen! Ich habe gerade eben noch einmal Wasser gewechselt und werde jetzt jeden Tag NO3 und PO4 kontrollieren und dann sehen wie sich das entwickelt. Mich hatte es auch gewundert wieso NO3 nicht erhöht ist (trotz Düngung und Besatz) aber PO4 so hoch ist.

Ansonsten sei mir die Bemerkung erlaubt, dass Dein LW ja schon sehr hart ist, und es vermutlich allen Beteiligten sehr gute täte (und CO2 sparen würde), wenn Du es mit Umkehrosmosewassser oder Regenwasser verschneiden könntest.

Ich weiß, ich weiß... und es ist nicht so als hätte ich mir darüber nicht schon den ein oder anderen Gedanken gemacht (inklusive Plan was ich täte wenn ich ein Haus und entsprechend Platz hätte). Was ich auf jeden Fall ausschließen möchte ist der Vollentsalzer. Dann bleibt noch die Variante mit der Osmoseanlage die ich jedes mal auf und abbauen muss und die dann einige Stunden (bzw einen Tag lang?) läuft. Spontane Wasserwechsel gibts dann keine mehr und das Bad wäre in dieser Zeit nicht mehr betretbar (4 Quadratmeter auf denen Badewanne, Waschmaschine, Waschbecken untergebracht sind). Die einzige Option die mir noch einfällt wäre eine Direct Flow Anlage in der Küche unter der Spüle zu montieren. Das ist aber kein billiger Spaß und vom Platzbedarf her auch wieder ein Problem. D.h. ich werde mir das auf jeden Fall noch überlegen und ev. auch umsetzen aber dafür brauche ich noch etwas Bedenkzeit.
(Nachtrag: an unverschmutztes Regenwasser komme ich leider auch nicht und lagern könnte ich es ebenfalls nicht. Und Wasser schleppen in den 3. Stock ohne Lift wäre auf die Dauer auch nicht ganz optimal.)

Edit: Easy Carbo hatte ich schon ausprobiert, daraufhin sind meine verbliebenen Amano Senioren aus dem Aquarium ausgewandert. Ich habe sie ein paar Meter weiter wieder gefunden und sie haben zum Glück (das hätte ich mir echt nicht gedacht) überlebt aber das Experiment werde ich dem Becken kein zweites Mal antun.
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Postby Matz » 19 Nov 2013 22:54
Hallo Carina :-),
wirklich schon ganz schön heftig :( !
Im Grundsatz würde ich den vorgeschlagenen Maßnahmen von Hartmut zustimmen. Aber: ich würde noch weiter gehen und nicht ganz so vorsichtig wie von Hartmut empfohlen.
Erst würde ich einen wirklich fetten Wasserwechsel von MINDESTENS 80 % durchführen, davon ein-oder zweimalig ein paar 5L-Kanister dest. Wasser (wenn möglich :pfeifen: ).
Fe-Dünger würde ich erst mal komplett weglassen für mind. 2-3 Wochen und dann nur täglich höchstens 2ml bis du erkennbaren Fe-Mangel feststellen kannst. Dann langsam (!) die Fe-Menge erhöhen bis sich der Mangel gibt.
Dass dein NO3 so "niedrig" ist (im Vergleich zum PO4), liegt wohl daran, dass die Pinsel sich das gerne einverleiben und gut damit wachsen. Ich würde auch hier nach dem Wasserwechsel rechnerisch lediglich auf etwa 10mg/l NO3 aufdüngen und dann täglich höchstens 4ml des AR EI geben (auch das nur, wenn du siehst, dass nach dem WW UND dem mechanischen Entfernen möglichst aller stark befallener Blätter und dem evtl. Abkochen befallener Steine die Pflanzen wieder besser wachsen).
Deine Fische verhungern nicht, auch wenn sie nur jeden dritten Tag gefüttert werden würden! Von mir aus auch jeden 2ten Tag, aber bitte sehr sparsam.
Die Behandlung mit EC ist sehr zu empfehlen gerade bei diesen Algen: deine schlechten Erfahrungen damit sollten eig. auf eine Überdosierung zurückzuführen sein. Also: bei deinen 215L kannst du täglich ohne Probleme mit einer Menge von 6ml mit etwas Wasser verdünnt bei kurzzeitig ausgeschaltetem Filter heftig befallene Areale einnebeln, etwas wirken lassen und dann den Filter wieder einschalten (Bitte bei Beginn der Lichtphase, weil EC sauerstoff-zehrend ist!!!). Dies für einige Zeit über alle Bereiche angewandt, mit gleichzeitiger Aufstockung der Amanos und gleichbleibender CO2-Versorgung, sollte die Pinsel in kurzer Zeit zum blass- und damit fressbar werden lassen und gleichzeitig den anderen Pflanzen einen Boost geben. Das nehmen dann auch die Guppies, wenn sie nicht zu fett gefressen sind :-D.
Deine Beleuchtungsdauer von 12 Stunden ist m.M.n. unnötig lange, zumindest zur Zeit; würde ich auf 9 Std. reduzieren.
Die Wasserwechsel sollten insgesamt immer mehr als 50% betragen; müssen ja nicht immer 80% sein, aber 65% solltens schon sein, um die schleichende Akkumulation von Stoffen zu vermeiden. Weicher wäre besser, vlt. lässt sich ja wenigstens ab und zu etwas mit dest. Wasser arbeiten (Freund bestechen :D )?
Zu guter Letzt würde ich noch versuchen, aus einem gut laufenden Becken einige weitere schnellwachsende, frische und unbelastete Pflanzen einzubringen und evtl. noch bissl Mulm aus einem solchen Becken.
Das alles zusammen sollte ziemlich sicher helfen!
Ich drück' fest die Daumen!
Einen schönen Abend noch,
bis bald,
:bier:
Grüssle :-), Matthias
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Postby emzero » 19 Nov 2013 23:09
Hallo Carina,

die allgeine Faustregel und Erstempfehlung bei Rotalgen ist eigentlich immer: CO2 rauf + Eisendüngung runter.
Und bzgl. Eeasy Carbo: Ich habe auch schon mal eine Kur mit 4-facher Dosis über 4 Tage gemacht, und es hat meine Amanos nicht gekümmert. Aber ggf. zu Anfang mit niedriger Dosis mal nur Algennester einnebeln bringt auch schon eine ganze Menge.

Und das Hungern war auch nicht ernst gemeint. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass man ein Becken alleine über das Fischfutter i.S. NO3+PO4 versorgen kann, und ich die Fische schon vernünftig füttern würde und lieber den Makro-Dünger reduzierte.

Deine Trinkwasseranalyse ist ja wirklich seeehr sparsam :nosmile:
Ich würde wirklich mal zumind. PO4 und Kalium bei denen per Mail erfragen. Kalium, weil Du es nicht messen kannst, und man daher rechnerisch ran muss, was ohne Ausgangswert eigentlich nicht geht, und Phosphat aufgrund der sehr verschiedenen Messergebnisse. Eine Erklärung könnte ggf. sein (so ist es bei mir), dass Polyphosphate im LW sind. Diese kannst Du erst mit Deinen Tests erfassen, wenn sie im Aquarium mit der Zeit von Bakterien in PO4 umgewandelt worden sind (oder LW vor dem Messen erhitzen). Wenn Messfehler auszuschliessen sind, wäre das schon fast meine einzige Erklärung, warum in Deinem Becken ein relativ derart hoher PO4-Wert zu messen ist.

Ich habe gerade eben noch einmal Wasser gewechselt und werde jetzt jeden Tag NO3 und PO4 kontrollieren

Sowas macht keinen Spass, ist aber sehr aufschlussreich, um sich ein Bild zu machen, was so im Becken abläuft.

Die einzige Option die mir noch einfällt wäre eine Direct Flow Anlage in der Küche unter der Spüle zu montieren.

Es muss ja nicht zwangsweise eine Direct-Flow sein. Ich habe es selbst vor 1 Jahr genau so gemacht, und geniesse es jetzt vor allen Dingen, auch regelmässig gesundes Wasser trinken zu können, Kaffee und Tee schmecken besser, und die Geräte verkalken nicht. Auch mit einer normalen Anlage ohne Pumpe für ca. 100 EUR kann man da schon gut arbeiten, wenn man einen ausreichend grossen Speichertank hat. Ich fülle mir dann vorher schon mal 2-3 Tankfüllungen in Kanister ab, und dann geht es.

Edit: Sehe gerade, dass Matthias schon ausführlich geschrieben hat. Er hat schon recht, dass ich immer eher zagthaft bei solchen Dingen bin, und es lieber auf die softe Tour mache :roll:
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Postby carina » 19 Nov 2013 23:51
Hi Matthias,

danke für die Ratschläge.

wirklich schon ganz schön heftig :( !


Und dabei war ich stolz dass die Sache schon BESSER geworden ist in den letzten Wochen. Hier noch, weils so schön war, ein Foto vom absoluten Tiefpunkt als ich vom Urlaub zurückkam (und ja, alles was da schwarz statt grün ist, sind Algen).

Vorher (kurz nach Neustrukturierung wegen Glasbruch), da war es zwar auch kein Meisterwerk aber die Welt war noch in Ordnung (vor meiner grandiosen Idee, mir Guppies zuzulegen):
22141

Nachher:
22140

Ein Jahr vorher musste ich das Becken auswechseln weil es undicht geworden war und dann ziemlich genau ein Jahr darauf hatte ich das erste Mal (seit 20 Jahren) diese richtig handfesten Algenprobleme. Für ein paar Tage war mir wirklich schon zum Heulen zu Mute und ich habe überlegt alle Aquarien im Zuge des Umzugs aufzulösen. Aber den Unsinn hab ich mir zum Glück gleich wieder aus dem Kopf geschlagen :irre:


Erst würde ich einen wirklich fetten Wasserwechsel von MINDESTENS 80 % durchführen, davon ein-oder zweimalig ein paar 5L-Kanister dest. Wasser (wenn möglich :pfeifen: ).

Ich hab gerade nachgemessen und wirklich 50% wechsle ich eh nie, das sind eher 75%. Gardena Anschluss sei Dank mach ich das immer eher so dass es sich auch wirklich auszahlt. Recht viel mehr geht nicht, da werden die Fische schon sehr nervös. Aber ich kann gern morgen nochmal 75% nachlegen ;)

Danke für die Erklärung zum niedrigen NO3 Wert, das macht Sinn. Dann werde ich noch einmal alles absammeln was ich an Algen finde. Mein Aquarium sieht eh schon aus wie ein gerupftes Huhn, jetzt ist es schon egal. Ich war ja gerade erst vor einem Monat umgezogen und habe jedes einzelne noch so winzige Pflänzchen einzeln von den Algen freigeschnitten. Und jetzt sieht es wieder so auf wie auf den Bildern obwohl ich zwischendurch auch immer wieder sehr viele Algen entfernt habe.

Deine Fische verhungern nicht, auch wenn sie nur jeden dritten Tag gefüttert werden würden! Von mir aus auch jeden 2ten Tag, aber bitte sehr sparsam.

Ich weiß das theoretisch, in der Praxis finde ich es schwer das Gleichgewicht zu finden zwischen "verdammt, viel zu viel Guppy Nachwuchs" und "der arme Guppy Nachwuchs bekommt doch nichts zu fressen!" zu finden. Die P. simulans sind beim Fressen auch etwas schüchtern, gerade jetzt wo ich auch größere Fische im Becken habe muss da auch ein bisschen was durchs Becken fliegen damit sie auch wirklich genug erwischen. Aber ich werde mich jetzt zusammenreißen!

Die Behandlung mit EC ist sehr zu empfehlen gerade bei diesen Algen: deine schlechten Erfahrungen damit sollten eig. auf eine Überdosierung zurückzuführen sein. Also: bei deinen 215L kannst du täglich ohne Probleme mit einer Menge von 6ml mit etwas Wasser verdünnt bei kurzzeitig ausgeschaltetem Filter heftig befallene Areale einnebeln, etwas wirken lassen und dann den Filter wieder einschalten


Ich hatte zuerst niedriger dosiert, das hatte nichts geholfen. Dann höher, dann sind meine Amanos geflüchtet. Dann habe ich eine befallene Anubias für 24 Stunden in einer sehr konzentrierten EC Lösung eingeweicht und das hat auch nicht geholfen. Aber wenn alles andere nicht hilft... dann kaufe ich mir zuerst doch noch eine UO Anlage und DANN wenn ich in 2 Monaten völlig verzweifelt bin probiere ich es noch mal mit dem Teufelszeug.


Deine Beleuchtungsdauer von 12 Stunden ist m.M.n. unnötig lange, zumindest zur Zeit; würde ich auf 9 Std. reduzieren.


"Unnötig" sicher. Es sieht nur schöner aus wenn es beleuchtet ist ;) Aber ich werde das auch noch zusätzlich ausprobieren für ein paar Wochen.

Weicher wäre besser, vlt. lässt sich ja wenigstens ab und zu etwas mit dest. Wasser arbeiten (Freund bestechen :D )?

Also wenn dann würde ich dauerhaft umstellen, ein ständiges Hin und Her der Wasserwerte will ich eigentlich vermeiden. Gerade die 5 Jahre alten P. simulans wären zwar in der Theorie mit weicherem Wasser glücklicher aber in der Praxis möchte ich so alten Fischen die ihr Leben lang das gleiche harte Wasser gewohnt waren nicht mehr zu abrupte Änderungen zumuten. Ich hätte schon auch noch eine kleine, schwache Osmoseanlage im Keller, beim Züchten kommt man ja nicht drum herum, aber ich will das Becken entweder auf einer Dauerlösung umstellen was Osmosewasser angeht oder gar nicht.

Zu guter Letzt würde ich noch versuchen, aus einem gut laufenden Becken einige weitere schnellwachsende, frische und unbelastete Pflanzen einzubringen und evtl. noch bissl Mulm aus einem solchen Becken.


Ich habe beim Umzug 2 meiner Aufzuchtbecken die gut gelaufen sind auflösen müssen und mit diesem hier verschmolzen. Die Pflanzen die damals schön und unbealgt waren sehen jetzt genau so miserabel aus wie die anderen. :-/ Was würde der Mulm bringen?

Also, zusammenfassend sieht der kurzfristige Plan dann folgendermaßen aus:
- Beleuchtungsdauer verkürzen auf 9 Stunden
- Wöchentlicher Wasserwechsel von 75%
- Düngung zunächst aussetzen, dann Eisenvolldünger niedrig dosieren bis Mangel auftritt, dann erhöhen bis sich der Mangel legt (wie erkennt man Mangel an Pflanzen die nicht wachsen? das überlege ich mir dann wenn es so weit ist)
- Macro Dünger aussetzen, NO4 und PO4 Werte im Verlauf einer Woche beobachten, dann sehe ich weiter
- Wieder mal so viele Algen entfernen wie möglich
- Fische jeden zweiten Tag sparsam füttern

Und ein bisschen weniger kurzfristig werde ich mir Gedanken machen über eine UO Lösung. Es müsste eine Anlage sein die ich nicht fest montieren muss und die in kurzer Zeit 50 oder 100 Liter liefert. Billig wird das nicht aber dann hätte ich das Thema ein für alle Mal vom Tisch. Eine billige Anlage die ich einen ganzen Tag lang laufen lassen muss kaufe ich mir auf jeden Fall nie mehr wieder.

Ich drück' fest die Daumen!


Danke, das kann ich gut gebrauchen! Ich werde auf jeden Fall berichten wie sich das Ganze entwickelt.


viele grüße
carina
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Postby carina » 20 Nov 2013 00:00
Hi Hartmut,

Deine Trinkwasseranalyse ist ja wirklich seeehr sparsam :nosmile:
Ich würde wirklich mal zumind. PO4 und Kalium bei denen per Mail erfragen. Kalium, weil Du es nicht messen kannst, und man daher rechnerisch ran muss, was ohne Ausgangswert eigentlich nicht geht, und Phosphat aufgrund der sehr verschiedenen Messergebnisse. Eine Erklärung könnte ggf. sein (so ist es bei mir), dass Polyphosphate im LW sind. Diese kannst Du erst mit Deinen Tests erfassen, wenn sie im Aquarium mit der Zeit von Bakterien in PO4 umgewandelt worden sind (oder LW vor dem Messen erhitzen).


OK, ich werde mal nachfragen beim Wasserwerk! Ich denke ich habe noch einen Kaliumtest im Keller fürs Photometer aber der ist nach all den Jahren vermutlich nicht mehr zuverlässig. Ein neuer kostet fast 20€ und dann auch noch Versandkosten. Aber wenn ich ihn anders nicht rausbekomme, kauf ich ihn noch mal nach.

Wenn Messfehler auszuschliessen sind


Ausschließen kann ich sie nicht aber ich halte sie für eher unwahrscheinlich. Ich habe allerdings 2 mal gemessen (Fehler war auch meine erste Hoffnung) und dann direkt danach auch noch den sehr niedrigen Wert des Leitungswassers. Wenn ein grundlegendes Problem mit dem Test oder meiner Vorgehensweise bestehen würde, müsste ja auch das Leitungswasser einen höheren Wert anzeigen.

Und bzgl. Eeasy Carbo: Ich habe auch schon mal eine Kur mit 4-facher Dosis über 4 Tage gemacht, und es hat meine Amanos nicht gekümmert.


Vielleicht ist dein Becken auch nur besser gesichert als meines und deine Amanos mussten es aussitzen ;)

In den 5 Jahren wo ich sie hatte sind mir nur 2 Mal Amanos auf Wanderschaft gegangen und jetzt wo ich drüber nachdenke fällt mir ein dass beim letzten Mal auch gleichzeitig Easy Carbo dosiert wurde. Wenn sonst alles passt dann bleiben sie auch wo sie sind und haben keinen Grund, ihr Leben mit Wandertouren zu riskieren.
Sagen wir es so: es wäre mir lieber wenn ich es ohne EC lösen kann aber wenn ich es anders nicht schaffe, greife ich noch mal drauf zurück.

wenn man einen ausreichend grossen Speichertank hat.

Ich bin gerade in eine halb so große Wohnung übersiedelt, ich mache seit Wochen nichts als Dinge Auszumisten. Beim Gedanken an einen noch so winzigen Tank werde ich insofern leicht nervös ;) Aber ihr habt mir eh einen Floh ins Ohr gesetzt, ich lasse mir was einfallen!


viele grüße
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Postby DAU » 20 Nov 2013 04:38
Hallo Carina,

Wenn du sowieso zum Wasserwerk gehst dann Lass doch dein Wasser aus dem Aquarium gleich messen dann hast du auch die richtigen werte.

Die 5 Jahre alten test´s sind wohl nicht mehr zu gebrauchen die solltest du an der örtlichen Entsorgungsstelle abgeben.
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Postby emzero » 20 Nov 2013 13:41
Hallo Carina,

Ich hab gerade nachgemessen und wirklich 50% wechsle ich eh nie, das sind eher 75%. Gardena Anschluss sei Dank mach ich das immer eher so dass es sich auch wirklich auszahlt. Recht viel mehr geht nicht, da werden die Fische schon sehr nervös. Aber ich kann gern morgen nochmal 75% nachlegen ;)

Matthias meinte einmalig 1-2 grosse WW zu machen, um die Wasserwerte zu reseten. WW ist ein zweischneidiges Schwert, da man zwar einerseits ein zuviel irgendwelcher Stoffe aus dem Becken herausholt, andererseits aber manchmal auch unerwünschte Stoffe einbringt und insbes. die Mikroflora durcheinanderbringt. Gerade zu letzterer wurde hier schon viel geschrieben, und ich halte sie, gerade in Bezug auf Algenprobleme, inzw. für sehr wichtig.
Deshalb auch der Tip von Matze i.S. Mulm: Deine Mikroflora ist vermutlich gestört (Qualität/ Quantität - gerade durch die viele Wasserwechselei), und mit dem Mulm aus einem gut laufenden Becken würdest Du Bakterien in geeigneter Zusammensetzung einbringen.
Ersatzweise gibt es hierfür auch Bakterienpräparate zu kaufen, wie insbes. die hier sehr beliebten von Microbe Lift, mit denen ich persönlich aber noch keine Erfahrungen gesammelt habe.
Den regelmässigen WW (nach einmaligem Reset) würde ich persönlich daher im Normalfall auf wirklich maximal 50% beschränken ... insbes. solange nicht sicher geklärt ist, wieviel PO4 Du über den WW einbringst.

Und wenn Du eine kleine UOA im Keller hast, wäre da doch schon mal die Möglickeit gegeben, beim WW zumind. mal eine kleine Menge UOW beizumischen. Das würde ich in jedem Fall tun. Steigern kann man die Menge dann ja immer noch, und die Tiere können sich so auch ganz allmählich an das weichere Wasser gewöhnen.

Vielleicht ist dein Becken auch nur besser gesichert als meines und deine Amanos mussten es aussitzen ;)

Jetzt tust Du mir aber unrecht :( Weil ich trotz der vielen positiven Berichte hier die gleichen Sorgen hatte, habe ich mich langsam an die EC-4fach-Dosis herangetastet und die Insassen genaustens beobachtet. Ich habe da wirklich keinerlei Auffälligkeiten bei Fischen wie Garnelen bemerkt. Sonst hätte ich das Ganze sofort abgebrochen.

Ich habe allerdings 2 mal gemessen (Fehler war auch meine erste Hoffnung) und dann direkt danach auch noch den sehr niedrigen Wert des Leitungswassers. Wenn ein grundlegendes Problem mit dem Test oder meiner Vorgehensweise bestehen würde, müsste ja auch das Leitungswasser einen höheren Wert anzeigen.

Dann werden diese seltsamen Werte wohl stimmen. Und natürlich werden die Algen kräftig NO3 verbrauchen. aber das erklärt mir nicht die immense Diskrepanz zwischen NO3 und PO4-Wert, da die Algen ja auch ebenso einiges an PO4 wegschlucken.

Beim Gedanken an einen noch so winzigen Tank werde ich insofern leicht nervös ;)

Nicht schon vorher nervös werden! ;) Bei mir passte die gesamte Anlage (5-Stufen+Vorratstank) in den Küchenschrank unter der Spüle ... um den Mülleimer herum drappiert. Ich hatte mir da auch Sorgen gemacht. War aber kein Problem.
Allerdings: Wenn Du wirklich 75% von 200 ltr. wöchentlich wechseln willst, brauchst Du ja schon bei 1:1-Verschnitt 75 ltr UOW. Da wäre dann eine Direct-Flow wahrscheinlich wirklich die bessere Wahl. Bei 30% WW und 1:1 bräuchtest Du hingegen nur 30 ltr. UOW. Das würde ich mir also wirklich vorher genau überlegen, damit Du Dich hinterher nicht ärgerst!
Und schon mal als Tip: Der Jörg Gottwald von filterzentrale. de treibt sich auch hier im Forum herum, und bietet tw. sehr günstige Anlagen mit optischen Fehlern an. Leider scheint da im Moment keine Direct-Flow dabei zu sein.
Greetz Hartmut

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Postby carina » 24 Nov 2013 14:37
Hallo,

vielen Dank noch mal für die Ratschläge hier und auch per PN und tut mir sehr leid dass ich mich jetzt erst wieder melde - war eine anstrengende Woche...

Und schon mal als Tip: Der Jörg Gottwald von filterzentrale. de treibt sich auch hier im Forum herum, und bietet tw. sehr günstige Anlagen mit optischen Fehlern an. Leider scheint da im Moment keine Direct-Flow dabei zu sein.


Danke, über Jörgs Seite war ich schon gestolpert und ist auf jeden Fall ganz oben auf meiner Liste wenn ich mir wirklich eine Anlage bestelle. Leider mangelt es an Platz unter der Spüle (zumindest wenn man nach wie vor 2 kleine Mülleimer unterbringen möchte) und auch an Kooperationsbereitschaft meines Freundes ;) Ich muss also schauen ob eine nicht fix montierte Anlage auch bei den großen, teuren Anlagen möglich ist. Bei meiner alten billigen Anlage war mir das Risiko einer ausgetrockneten Membran nicht so wichtig aber bei so einer teuren Anlage will ich nicht Schuld sein wenn es Probleme gibt. Dafür mache ich auf jeden Fall noch einen neuen Thread auf.


Als kleines Update wie es hier aussieht:
- Am Mittwoch war der letzte Wasserwechsel
- Am Freitag waren die Werte für PO4 bei 0.8 und für NO3 bei 10mg/l
- Ich habe nur jeden zweiten Tag und sehr sparsam gefüttert; kein Frostfutter das sich planlos im Becken verteilt sondern sehr gezielt
- Heute, Sonntag, waren die Werte für PO4 wieder bei >1.8 und für NO3 bei 10mg/l; die Fütterung alleine ist also denke ich nicht der ausschlaggebende Faktor
- Die Algen wachsen noch immer bestens , um die muss man sich keine Sorgen machen
- Die Pflanzen sind auch gewachsen wie immer, ich erkenne noch keine Mangelerscheinungen

Ich beleuchte jetzt nur mehr 9 Stunden. Nächste Woche kaufe ich 20 Amano neue Garnelen (schaden wirds schon nicht auch wenn es nicht die alleinige Lösung sein kann). Heute werde ich meinen regulären Wasserwechsel durchführen und sehr gründlich alle Algen entfernen.

Zum Thema Easy Carbo werde ich jetzt zuerst einen Kompromissweg einschlagen: die langsam wachsenden Pflanzen bei denen es mir leid tun würde wenn ich sie entfernen müsste (Anubias, Echinodorus parv., Crypt. parv.) werde ich aus dem Becken entfernen und hochdosiert in Easy Carbo einlegen. Vielleicht werden sie dann ja abgeweidet wenn ich sie nach ein paar Tagen wieder ins Becken lege.

Über folgendes Thema mache ich mir derzeit am meisten Gedanken: ich sauge normalerweise nur sparsam Mulm ab. Das habe ich jetzt jahrelang so gemacht, die Becken waren immer schön stabil und das hat gut funktioniert. Könnte es sein dass hier meine Phosphatquelle sitzt? Entweder auf Grund des angesammelten Mulms oder auf Grund von... hmm.. Fällprodukten und als Spätfolge meiner Düngung mit Dennerle E15 (das ziemlich oft erwähnt wird wenn man Pinselalgenthreads durchliest)? Der Boden sieht nicht "schmutzig" aus und ich habe im Laufe des Umzugs auch versucht, einiges an Mulm zu entfernen nachdem ich den schon in Verdacht hatte. Aber vielleicht sollte ich hier noch mal nacharbeiten und noch mehr Absaugen? Ich hoffe, das ist nicht der Grund oder ich komme zumindest um eine völlige Neueinrichtung herum.

Den Filter hatte ich übrigens diese Woche mal geöffnet und vorsichtig gereinigt. Dort waren keine untypisch großen Mengen an Schlamm und keine rötliche Färbung zu erkennen. Kann man problematische Fällprodukte denn überhaupt immer an einer rötlichen Färbung erkennen? Das wäre sicher wieder mal zu einfach.


lg
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Postby carina » 24 Nov 2013 17:25
DAU wrote:Die 5 Jahre alten test´s sind wohl nicht mehr zu gebrauchen die solltest du an der örtlichen Entsorgungsstelle abgeben.


Danke, werde ich machen!

Ich hab mir gerade eben neue bestellt. Es gibt gerade eine Wasserpantscher Weihnachtsaktion – 6 Tests um 66€, das traf sich gut. Kein billiger Spaß aber ich will die ganze Sache nicht noch schwieriger machen weil ich manche Werte nur erraten kann.
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Postby emzero » 26 Nov 2013 11:34
- Am Freitag waren die Werte für PO4 bei 0.8 und für NO3 bei 10mg/l
- Ich habe nur jeden zweiten Tag und sehr sparsam gefüttert; kein Frostfutter das sich planlos im Becken verteilt sondern sehr gezielt
- Heute, Sonntag, waren die Werte für PO4 wieder bei >1.8 und für NO3 bei 10mg/l; die Fütterung alleine ist also denke ich nicht der ausschlaggebende Faktor

Hallo Carina,

das klingt tatsächlich, als hättest Du irgendwelche PO4-Depots im Becken.
Mir bekannt sind dafür lediglich zwei mögliche Ursachen:

1. Wie Du offenbar selbst vermutest, irgendwelche Eisenphosphat-Ausfällungen im Bodengrund und/oder im Filter, die sich rücklösen.

2. Polyphosphate im LW, die allmählich von Bakterien zu PO4 umgewandelt werden.

Wenn Du den Filter gereinigt und Mulm abgesaugt hast, dürften sich bei Sandboden und dem wenigen Filtermaterial eventuelle Eisenphosphat-Depots allerdings sehr in Grenzen halten (wo sollen die sich verstecken?).
Ich würde, bevor Du nun akribisch sämtlichen Mulm entfernst (der hat ja auch seinen Nutzen) deshalb sicherheitshalber vorher beim Wasserversorger bzgl. der Polyphosphate nachfragen.

Kommt das PO4 dann definitiv nicht aus dem LW, könnte man ggf. tatsächlich mal über eine gründlichere Reinigungsmassnahmen (Bodengrund+Filter) nachdenken. Dann sollte sich das Thema (sofern weiterhin erhöhter Phosphateintrag durch z.B. Frostfutter unterbleibt) rel. schnell erledigt haben.
Ggf. könnte man auch über kurzzeitigen Einsatz eines Phosphatentferners (z.B. JBL PhosEx ultra) nachdenken.

Bei hohem Gesamtphosphatgehalt (durch ggf. Polyphosphatzusatz) im LW hilft aber nach meiner Erfahrung nur, so wenig LW wie möglich ins Becken zu lassen, also WW reduzieren + UOW.
Greetz Hartmut

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Postby kiko » 26 Nov 2013 14:39
Hallo,
die Bepflanzung (d.h. alles was befallen ist) würde ich bis zum Grund runterschneiden,
parallel dazu größere WWs und was Aktivkohle für paar Wochen in einem Netz in die Strömung hängen. Wenn die Pflanzen dann bei normaller Düngung nicht gesund austreiben, soltest du ev. auchmal nach Substrat (übermäßig zugesetzt oder frei) sowie dem Filter schauen wie es da mit der Umwälzung, Bestückung (auch Reinigungsintervallen ausschaut)

EC würde ich wenn überhaupt nur in Verbindung mit 3% H202 (Wasserstoffperoxid) geben, denn "falls" Algen oder was auch immer davon sterben hast du sonst nachher durch die ganzen Zersetzungsprozesse ev. Engpässe mit dem Sauerstoff im Becken. Bei höheren Dosen solcher Mittel sollte man auch Nitrit im Auge behalten, da Bakterien teils mitgeschädigt werden.
grüße Olaf-Peter
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Postby carina » 27 Nov 2013 16:28
Hi

ich hab heute wieder mal Wassertwerte gemessen. Der letzte Wasserwechsel war ja am Samstag und heute, Mittwoch, sprengt der Phosphatwert schon wieder die Skala, er ist sicher weit über 2 mg/l. Nitrat und Eisen sind nicht nachweisbar. Ich dünge jetzt wieder ein bisschen Micro Basic um wenigstens Eisen wieder nachweisen zu können.

Wenn meine restlichen Tests geliefert wurden, werde ich denke ich beginnen, die Komponenten einzeln zu düngen. Ich werde mir also vermutlich zumindest Makro Basic Nitrat und Makro Basic Kalium bestellen (Phosphat brauche ich ja wohl so schnell nicht... ).

Wenn Du den Filter gereinigt und Mulm abgesaugt hast, dürften sich bei Sandboden und dem wenigen Filtermaterial eventuelle Eisenphosphat-Depots allerdings sehr in Grenzen halten (wo sollen die sich verstecken?).
Ich würde, bevor Du nun akribisch sämtlichen Mulm entfernst (der hat ja auch seinen Nutzen)


Ich weiß schon dass der auch seinen Nutzen hat :) Ich hatte gefühlt seit 1995 keine Mulmglocke mehr in Verwendung und es lief immer alles gut. Aber ich dachte mir, einmal absaugen kann auch nicht so sehr schaden. Alles bring man sowieso nicht raus, es hat auf mich nicht so gewirkt als hätte ich irgendwas bewirkt außer das Becken noch schmutziger zu machen. Ich bin sowieso nicht der Typ für "akribisch". Die Aufzuchtbecken wo der Bodengrund aus nix außer 3 cm Mulm zu bestehen scheint liefen bei mir noch immer am Besten ;)

Wie dem auch sei – geholfen hat es wohl eh nichts, der Wert ist wieder wahnsinnig hoch. Und ich füttere wirklich nur wenig und jeden zweiten Tag.

(wo sollen die sich verstecken?


Das würde ich auch gerne wissen wenn das der Auslöser sein sollte. Ich hab (grob und laienhaft zusammengefasst) gelesen dass Phosophat als Salz (?) ausfallen kann, sich im Boden ablagert und dann munter wieder in Lösung gehen kann. Wenn das der Fall sein sollte und das für mich optisch auch nicht zu erkennen ist, wäre das natürlich fies. Ich werde jetzt aber mal alle weiteren Faktoren ausschließen (Leitungswasser) bevor ich mir darüber weiter Sorgen mache.


2. Polyphosphate im LW, die allmählich von Bakterien zu PO4 umgewandelt werden.


Das ist ein guter Hinweis, danke. Diese Möglichkeit war mir noch gar nicht untergekommen. Das Wasserwerk von dem ich eigentlich dachte dass es das richtige wäre misst diese Werte nicht weil kein Phosphat zur Wasseraufbereitung verwendet wird und sie dann anscheinend nicht verpflichtet sind, den Wert zu messen. Jetzt versuche ich, die Werte von meiner Gemeinde zu erfragen, das wird noch dauern. Bisher gefunden hab ich diese wahnsinnig umfangreiche Bekanntmachung gefunden: 22181
Hier wird mit den Fakten nicht gespart! ;)

Aber die gute Nachricht ist dass das bald hoffentlich ohnehin egal ist. Ich hab mir jetzt eine 500 GPD Direct Flow UOA bestellt und werde 100% Osmosewasser verwenden können das ich entsprechend aufhärte. Ich hab dann also alle Werte selbst unter Kontrolle, muss nur dringend noch einiges Nachlesen muss damit ich weiß wie ich die Werte am besten einstelle. Nur Durdrakon alleine erscheint mir nicht optimal, ich würde das KH/GH Verhältnis gerne näher an 1:2 bringen. Ob es dafür einen rationalen, fischbezogenen Grund gibt, also mehr als nur mein Bauchgefühl, muss ich noch in Erfahrung bringen.

EC würde ich wenn überhaupt nur in Verbindung mit 3% H202 (Wasserstoffperoxid) geben, denn "falls" Algen oder was auch immer davon sterben hast du sonst nachher durch die ganzen Zersetzungsprozesse ev. Engpässe mit dem Sauerstoff im Becken. Bei höheren Dosen solcher Mittel sollte man auch Nitrit im Auge behalten, da Bakterien teils mitgeschädigt werden.


Danke, ich werde die Sauerstoffwerte im Auge behalten. Die Algen an den Pflanzen die ich in EC eingelegt hatte, haben sich inzwischen schon rot eingefärbt und ich hoffe dass sie nun endlich aufgelöst oder gefressen werden. Ich hatte das EC nur außerhalb des Beckens verwendet also hoffe ich dass der Schaden an den Bakterien nicht zu groß ist.


viele grüße
carina

P.S.: Amano Garnelen sind auch wieder aufgestockt. Wenn sie ein bisschen größer sind, starte ich mal einen Zuchtversuch. Ich brauche Ablenkung von meinen Algenproblemchen.
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