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Beitragvon Bad_Rockk » 13 Mai 2015 12:45

Probleme:

Wie lässt sich das Problem generell beschreiben? [z.B. Algen, schlechter Pflanzenwuchs, etc.]*

Biogene Entkalkung und Pinselalgen auf den Pflanzen

Wurden in letzter Zeit großartige Veränderungen am Aquarium durchgeführt? [z.B. Änderung der Düngung, des Lichts, der Technik, etc.]*

nein

Allgemeine Angaben zum Becken:

Standzeit des Aquariums:* seit 03/2014

Größe des Aquariums [Maße (LxBxH in cm) & Bruttoliter]:* 200*57*70 Panoramabecken ca. 782L

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* Sand

Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* zwei sehr große Mangrovenwurzeln

Beleuchtung:

Beleuchtungsdauer:* 12 Stunden

Welche Lampen sind im Einsatz? [Angaben bitte mit Anzahl, Art (z.B. T5, LED, HQI, etc.), Reflektoren, Wattzahl, Farbtemperatur. Zum Beispiel 2x T5 24 Watt 865]*

2x Lumlight RBG 2x Warmweiß
ca. 1800 lum/Balken


Filterung:

Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

Patronenfilter (12 Stk.) im Filterbecken unter dem Aquarium


Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* Filterpatronen mittel

Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* ca. 1200 L/h

CO2 Anlage (falls vorhanden):

Art der CO2 Anlage [Bio CO2 oder Druckgas]:* Keine CO2 Anlage

Nachtabschaltung vorhanden?* Nein

pH Steuerung vorhanden?* Nein

Welche Farbe hat der Dauertest? Kein Dauertest vorhanden

Sonstige Technik (falls vorhanden):

Sonstige Technik (falls vorhanden) [z.B. Heizer, Bodenfluter, UVC-Klärer, Strömungspumpen] Heizung über Edelstahlwellrohr angeschlossen an die Hausheizung

1x Tunze Turbelle stream 6105 (gesteuert über den ProfiLux 3)
1x Tunze Nanostream 6025


Wasserwerte im Aquarium:

gemessen am:* 13.05.2015

Temperatur in °C:* 26,5

Düngung:

Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

keine Düngung


Wasserwechsel:

Wie oft wird wie viel Wasser gewechselt:* 1-2 wöchentlich

Wird reines Leitungswasser benutzt:*Ja

Wird das Wasser aufbereitet? Wenn ja bitte das Aufhärtesalz oder andere wasseraufbereitende Mittel angeben: Nein

Pflanzenliste:

Anubias

Zu wie viel Prozent (geschätzt) ist der Boden mit Pflanzen bedeckt?* 0% nur Aufsitzerpflanzen auf den Wurzeln

Besatz:

4 x Elliots Buntbarsch (Thorichthys maculipinnis)
3 x Corydoras Sterbai
7 x Ancisthomus Sp. L163/L13
4 x Denison-Barbe (Puntius denisonii)


Wasserwerte des Trinkwasserversorgers:

Leitungswasser KH-Wert:* -

Leitungswasser GH-Wert:* 15,2

Leitungswasser Ca-Wert (Calcium):* 84

Leitungswasser Mg-Wert (Magnesium):* 14,9

Leitungswasser K-Wert (Kalium):* 1,26

Leitungswasser NO3-Wert (Nitrat):* 19,60

Weitere Informationen und Bilder:


Hallo zusammen,

ich habe ein Problem mit der Biogenen Entkalkung und den daraus resultierenden Pinselalgen. Warum und wieso es zur biogenen Entkalkung kommen kann, habe ich ungefähr verstanden. Aber warum das bei mir passiert, habe ich keine Ahnung.

Ich habe eine sehr geringe Beleuchtung und auch nur ein paar Anubias als Pflanzen. Daher verstehe ich nicht, warum nicht ausreichend CO2 im Wasser sein soll?! Die biogene Entkalkung setzt sich bei mir allerdings nicht nur auf den Blättern ab, sondern auch auf den Wurzeln. Kommt das durch die Wasserbewegung, denn die Wurzel an sich hat ja keinen CO2-Bedarf.

Der pH-Wert unseres Leitungswassers beträgt 7,72 (lt. Wasseranalyse der Stadtwerke)

Hier mal die Bilder zum Becken und den Anubias:
27746

27745

27744

Aufgrund des harten Wassers werden wir uns zeitnah eine Wasserenthärtungsanlage für das komplette Haus zulegen. Kann jemand einschätzen, ob mir das bei dem Problem ggf. schon weiterhilft?

Und was kann ich generell ändern, damit ich die biogene Entkalkung vermeiden kann?

Würde mich über Rückmeldungen und Ideen freuen.

Gruß Tim
Bad_Rockk
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Beitragvon Bad_Rockk » 19 Mai 2015 12:48
Hallo zusammen,

hat niemand einen Tip für mich, um die biogene Entkalkung zu verhindern??

Gruß Tim
Bad_Rockk
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Beitragvon muffin » 19 Mai 2015 17:25
Hallo Tim,

meine ehrliche Meinung dazu, in diesem Becken brauchst du keine Pflanzen und somit auch nur wenig Licht und keine Düngung.
Bei dem Besatz hast du eher ein Problem das Becken frei von Schwebeteilchen, Mulm und Futterabbaustoffen zu halten.
Mein Tip.
-Beleuchtung auf ein Minimum dimmen, so dass Fische und Wurzeln gut aussehen.
-durch Wasserwechsel versuchen Nitratwert unter 100mg/l zu halten und/oder Leitwertmessgerät zulegen und versuchen durch Wasserwechsel den Leitwert 200 µS über dem des Ausgangswassers zu halten.
-Anubien durch Vallisnerien und Süßwassertang ersetzen. Diese brauchen sehr wenig Licht, wachsen recht flott und sind Immun gegen Pinselalgen.
-Wurzeln einfach mit Pinselalgen überwuchern lassen, denn das kann auch sehr gut aussehen.

Gruss Mario
muffin
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Beitragvon Biotoecus » 19 Mai 2015 17:35
Hi,
die biogene Entkalkung kannst Du nur durch CO2 Einleitung verhindern.
Gruß
Martin
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Beitragvon Biotoecus » 19 Mai 2015 17:51
Hi,
nun meine ehrliche Meinung:

muffin hat geschrieben:Hallo Tim,

meine ehrliche Meinung dazu, in diesem Becken brauchst du keine Pflanzen und somit auch nur wenig Licht und keine Düngung.
Bei dem Besatz hast du eher ein Problem das Becken frei von Schwebeteilchen, Mulm und Futterabbaustoffen zu halten.


Wenn Du mal den Filter unter dem Becken siehst, dann wüsstest Du, das hier nie über Schwebstoffe geredet werden sollte.
Putzt das Ding ohne Probs weg.

Mein Tip.
-Beleuchtung auf ein Minimum dimmen, so dass Fische und Wurzeln gut aussehen.

Macht Sinn, spart Taler und verhindert bestimmt massiv den Treibhauseffekt.

-durch Wasserwechsel versuchen Nitratwert unter 100mg/l zu halten und/oder Leitwertmessgerät zulegen und versuchen durch Wasserwechsel den Leitwert 200 µS über dem des Ausgangswassers zu halten.

Watt, wie, wo? NO3 100?
Es ist echt nen Leid mit dem Leitwert.
Das ist die elektrische Leitfähigkeit!
Und eben diese 200µS/cm über dem Leitungswasser zu halten ist bei dem Besatz schlicht und ergreifend Unfug.
Bei einer GH von runden 15,0.
Wo willste denn da hin?
800µS/cm? Bei Denisonis?

-Anubien durch Vallisnerien und Süßwassertang ersetzen. Diese brauchen sehr wenig Licht, wachsen recht flott und sind Immun gegen Pinselalgen.


Langsamwachsende Vallisnerien und langsamwachsender Süßwassertang in ein Becken mit jetzt schon biogener Entkalkung einzusetzen ist wie Eulen nach Athen tragen.
Gerade die beiden echten Unterwasserpflanzen können ja biogene Entkalkung.

-Wurzeln einfach mit Pinselalgen überwuchern lassen, denn das kann auch sehr gut aussehen.

Gruss Mario


Ja, kann es, ist und war aber hier nicht Thema.

Gruß
Martin
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Beitragvon Bad_Rockk » 19 Mai 2015 19:13
Hallo zusammen,

danke für die Antworten.

Wenn mein Wasser in naher Zukunft sowieso auf eine Härte von 4-6 °dH eingestellt wird, wird sich dann auch das Problem der biogenen Entkalkung lösen? Weil dann ist ja nicht mehr viel zum entkalten im Wasser?!

Gruß Tim
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Beitragvon Biotoecus » 19 Mai 2015 19:27
Hi,
nun da wird nen Neutraltauscher am Werk sein.
Der zieht die GH runter, das SBV bleibt wie es ist.
Gruß Martin
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Beitragvon Bad_Rockk » 19 Mai 2015 20:17
Hallo Martin,

Wird ein Ionentauscher werden, sprich Ca und Mg raus und Na rein.

Ist die biogene Entkalkung also dann auch mit Weichem Wasser noch ein Thema?

Was ich nicht verstehe ist, warum ich zu wenig CO2 im Wasser habe?! Die Anubias sind ja keine Wachstumsmonster und brauchen dementsprechend wenig CO2. Belüftet wird das Becken auch nicht, was das CO2 austreiben könnte.

Gruß Tim
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Beitragvon Wuestenrose » 19 Mai 2015 20:35
'N Abend...

Bad_Rockk hat geschrieben:Wird ein Ionentauscher werden, sprich Ca und Mg raus und Na rein.

Also, wie Martin bereits schrieb, ein Neutraltauscher.

Für aquaristische Zwecke vollkommen ungeeignet.


Grüße
Robert
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Beitragvon Bad_Rockk » 19 Mai 2015 20:56
Hallo Robert,

der wird auch nicht fürs Aquarium angeschafft, sondern für den normalen Wasserverbrauch.

Trotzdem keine Antwort auf meine Frage.

Gruß Tim
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Beitragvon Wuestenrose » 19 Mai 2015 20:59
'N Abend...

Bad_Rockk hat geschrieben:der wird auch nicht fürs Aquarium angeschafft, sondern für den normalen Wasserverbrauch.

Dann solltest Du das Wasser für's Aquarium tunlichst vor dem Neutraltauscher zapfen, nicht danach.

Trotzdem keine Antwort auf meine Frage.

Biogener Entkalkung wirkt man am effektivsten durch die Zufuhr von CO2 entgegen.

Grüße
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Beitragvon Bad_Rockk » 19 Mai 2015 21:05
Hallo Robert,

und warum nicht das enthärtete Wasser fürs Aquarium nehmen? Ist so geplant und wird auch nicht anderst realisiert werden können. Die Wasserenthärtungsanlage wird direkt am Hausansvhluss installiert, damit kommt aus jedem Hahn enthärtetes Wasser.

Kannst du genau sagen, was an dem Wasser schlecht fürs Aquarium sein soll?

Gruß Tim
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Beitragvon Wuestenrose » 19 Mai 2015 21:14
'N Abend...

Calcium, Magnesium und Kalium sollten für unsere Aquarienpflanzen in einem wohlgeordneten Verhältnis zueinander stehen. Ein Neutraltauscher bringt das vollkommen durcheinander.

Aquarienpflanzen (die meisten zumindest) profitieren von einer geringen Karbonathärte. Aber genau die läßt ein Neutraltauscher unverändert.

Für aquaristische Zwecke ist ein Neutraltauscher daher absolut ungeeignet. Für Ernährungszwecke übrigens aus. Rausgeworfenes Geld, IMHO.

Grüße
Robert
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Beitragvon Bad_Rockk » 20 Mai 2015 06:12
Hallo Robert,

es hat auch nichts mit Ernährung zu tun. Die angegebenen Wasserwerte sind nicht das, was bei uns aus dem Hahn kommt. Der Nachbar ist Chemiker und hat die Härte schon mehrmals selbst nachgemessen. Wir haben hier zwischen 30-35 dH.

Egal wo Wasser bei uns im Haus eingesetzt wird, bildet sich innerhalb kürzester Zeit Kalk. Den Leitungen tut es auch nicht gut, daher die Enthärtungsanlage.

Bzgl. Der Karbonathärte habe ich das anders verstanden. Wie soll ein Wasser mit 0 dH erzeugt werden, wenn die Karbonathärte sich nicht ändert?!

Gruß Tim
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Beitragvon Wuestenrose » 20 Mai 2015 06:49
Morgen…

Bad_Rockk hat geschrieben:Der Nachbar ist Chemiker und hat die Härte schon mehrmals selbst nachgemessen. Wir haben hier zwischen 30-35 dH.

Dann würde ich mir für Kaffee und Tee 'nen Brita-Filter holen und ansonsten das harte Wasser hartes Wasser sein lassen.

Bzgl. Der Karbonathärte habe ich das anders verstanden. Wie soll ein Wasser mit 0 dH erzeugt werden, wenn die Karbonathärte sich nicht ändert?!

Eine Enthärtungsanlage auf Neutraltauscherbasis tauscht die Bildner der Gesamthärte, das sind Calcium und Magnesium, gegen Natrium. Die Gesamthärte geht dann somit gegen Null. Die Bildner der Karbonathärte, die Karbonate, bleiben jedoch unberührt. Deshalb ändert ein Neutraltauscher die Karbonathärte nicht.

Eine Hauswasserenthärtungsanlage auf Neutraltauscherbasis wird üblicherweise so eingestellt, daß das Ionentauscherwasser so mit dem Leitungswasser verschnitten wird, daß wieder ein paar Grade Gesamthärte entstehen,

Grüße
Robert
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