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Postby Nightmonkey » 17 Sep 2019 16:44
Hi,

Thumper wrote:Mit Siporax handelt er sich noch mehr Probleme ein, das wurde schon etliche Male durchgekaut.
Entweder Matten, Bims oder Lava. Fürs feine dann Watte und wenn s benötigt wird, dann noch Purigen.


Kann ich nur bestätigen, das entfernen von Siporax aus meinem Filter gefiel den Pinselalgen in meinem Becken garnicht, die waren ab dem Zeitpunkt rückläufig.
Filterwatte sehe ich allerdings als überflüssig und u. U. sogar problematisch an.
Zum einen wird Wasser auch ohne glasklar, es sei denn man hat wühlende Fische.
Zum anderen wenn man zuviel Watte nutzt, bzw zu dicke Schichten und das ganze dann auch noch zusammendrückt wird die auch zu einem richtigen Nährstoffkiller.

Gruß Marco
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Postby mike7 » 23 Sep 2019 21:10
Hallo,

in den letzten Tagen standen zunächst andere Dinge an. Bitte entschuldigt daher, dass ich mich in meinem Thema einige Zeit nicht meldete.

Ich danke vorab allen, die sich hier beteiligen und versuchen, mein Problem zu lösen. Dankeschön!!!

Nachdem meine Filtas-Röhrchen durch den Rost fielen, bitte ich Euch um Eure Tipps zur vernünftigen Bestückung des Filters. Das Becken ist kein Scaper-Becken, Pflanzen sind dort nur Zierde und Versteck meiner Fische. Es dürfte dort auch Last anfallen. Es sollte daher eher als Malawi/Tropheus-Becken angesehen werden. In dem Becken ziehe ich auch anfallende Jungfische mit mehrfacher täglicher Fütterung auf. Zielbesatz sind ca. 25 Regenbogen plus ein Thorichtys-Pärchen. Garnelen kann ich knicken-da kümmern sich die Barsche drum.

In einem früherenZuchtbecken mit moderatem Besatz hatte ich einen Biofilter von Gerd Arndt. Der war mit Schaumstoffwürfeln gefüllt und sorgte für gutes Wasser. Daher auch mein Versuch, zunächst Schaumwürfel zu nehmen. In der Praxis war das etwas anstrengend, das der Schaum nach dem Säubern aufstieg und auch recht schnell verschmutzte. Erste Algenprobleme vermutete ich in dem verdichteten Filtermaterial und dortigen Phosphatnestern. Daher der Wechsel zu den Plasteröllchen. Meine Vermutung war, dass Dr. Kremser keinen völligen Humbug anbietet. Hab dort bislang einen guten Eindruck.

Nunmehr glaube (!) ich, dass ich in dem Becken renitente Bakterien oder sonstige Unruhestifter habe, welche sich von meinen Versuchen der Bekämpfung und von den latenten Optimierungsversuchen der Beckenbiologie kaum beeindrucken lassen.

Eine Möglichkeit wäre, das Becken wegwerfen und ein Neues kaufen. Oder ich säubere das vorhandene Glas und versuche im Neustart möglichst viel richtig zu machen.

Ich habe im Filter (3-Kammer) eine Grundfläche in der mittleren Kammer von 40x20cm und für Filtermaterial gut 20cm in der Höhe zu Verfügung. Die Anströmung erfolgt mit ca. 10cm/min. Dabei steigt das Wasser in der mittleren Kammer von unten auf, um keine Strömungsstrudel zu bekommen. Unter dem bisherigen Filtermaterial habe ich dazu einen Siebboden aus Edelstahl, der 3cm Luft zwischen dem Aquarienboden und dem Filtermaterial bietet.

Darüber sind gut 20cm Höhe für Filtermaterial vorhanden. Wie würdet Ihr das befüllen? Den Filterwürfeln nochmals eine Chance geben oder Matten? Fü großartige Schichtungen (von grob zu fein) ist wohl nicht genug Höhe da und bei einer Matte je Porengröße saust der Dreck wohl einfach durch.

Das Biohome klingt interessant. Vor etwaigem Nitratmangel hätte ich keine Angst. Mein Wasser bringt über 20mg Nitrat mit und ich befürchte, das wird im Becken nicht weniger ;) Meine Sorge würde eher der Verschlammung gelten, da auch bei der Vorschaltung von Filtermatten das Material recht schnell im Mulm stehe würde. Oder soll ich nur eine grobe Matte (10ppi) nutzen und darauf das Biohome/Siporax etc. ... der grobe Dreck würde wohl durch die Matte nach unten rieseln und könnte durch den freien Durchgang von 1. zu 2. Kammer abgesaugt werden.

Das Aufstarten würde ich mit Filterschlamm von einem anderen Becken vornehmen und parallel Microbe Lift anwenden. Dazu moderate Beleuchtung von anfänglich 6h und nach 2 Wochen jede Woche eine halbe Stunde dazu.

Bringt die gleichzeitige Anwendung von Joghurt und AE etwas?

Danke

Mike
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Postby Joachim Mundt » 23 Sep 2019 21:33
hallo mike,

ich werde meine empfehlung nicht wiederholen, dafür ist mir meine zeit zu schade.

ich kann nur soviel sagen, dass es völliger unsinn wäre einen neustart zu machen und noch unsinniger, gleich ein neues becken zu kaufen, außer man will sich sowieso vergrößern.

wichtig war und ist, das filtermaterial vor verschlammung zu schützen. vor allem, wenn sich wieder dunkle brocken absetzen sollten. die bringen dich nicht weiter und sollten entfernt werden.

du kannst gern mit einer 10 oder 20 ppi-matte als VORFILTER arbeiten, denn danach bringt rein garnichts.

wichtig ist auch, dass du mit höchstens 1x stündlicher umwälzung den filter bedienst.

das soll´s von mir gewesen sein.
lg Joachim
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Postby mike7 » 23 Sep 2019 22:00
Hallo Joachim,

danke für Deinen Hinweis. Ich möchte ganz ehrlich weder Deine noch die Zeit anderer user verschwenden, sondern lese aufmerksam mit. Ich habe aus den vorherigen Antworten bereits mitgenommen, dass die Mehrheit die Aktion für entbehrlich hält. Und ich möchte auch nicht als resistent für gut gemeinte und mit Sicherheit auch fundierte Ratschläge gelten.

Ich bin noch unschlüssig, was ich wie tue. Ich habe an dem Becken mehrere Zentner Sand gewaschen (Poolfiltersand staubte ebenfalls ordentlich) und einige Wochen später versifft wieder abgesaugt. Ich hab darauf keinen Bock mehr.

Ich habe diverse Bakterienstarter, Brottrunk, Milchsäurebakterien für Kois, Algenmittel (sanft u. heftig) und ich weiß nicht noch was probiert. Ich habe mit H2O2 nach Anleitung (eher an der oberen Grenze) allein und in Kombination mit Gluteral gearbeitet. Das Filtermaterial wurde mehrfach getauscht und zwischendurch nach optischer Sichtung gereinigt. Jede Woche 30-35% Wasserwechsel. Kein Becken hat mich jemals so geschafft.

Wer DEN Tipp hat, der ist herzlich willkommen. Ich weiß keinen Rat mehr. Denn: Die Optimierung der Bakterienfauna war mein erster Gedanke um Konkurrenz für die Cyanos zu schaffen.

Mein Filter läuft mit einer 500L Aquabee und unter Berücksichtigung der Ansaugung und des zu durchströmenden Materials sollte nicht wesentlich mehr als 1x/h Umwälzung des Nettoinhalts stattfinden.

Wenn Ihr noch Tipps zur Verbesserung der Mikrofauna habt, dann nehme ich die aufrichtig gern entgegen.

Herzlich

Mike
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Postby Plantamaniac » 24 Sep 2019 06:11
Hei, klar, Bakter AE ist eine Anschaffung, wenn man es nicht im Schrank hat, aber Joghurt kannst ist billig und kannst Du in jedem Lebensmittelgeschäft kaufen.
Mit 1/4 bis einem halben Teelöffel je 100 Liter täglich kannste nicht viel falsch machen...
Der Filter sollte allerdings gerade gut funktionieren.
Den Tieren schmeckt der Joghurt auch (wird auch zb. bei Diskus gegen Darmprobleme eingesetzt), von daher evt. in einem Glas Wasser anrühren.
Auch das einfahren mit Milch kannst Du mal Googeln. Vielleicht kannst Du da etwas die Biologie pimpen und das Milieu in die richtige Richtung schieben.
Das ganze sollte aber mind. 4 Wochen, bis 1/4 Jahr gemacht werden. In 3 Tagen sieht man da nix.
Klar, immer wachsam sein um im Notfall eingreifen zu können.aber bei mir hat das Problemlos funktioniert.

Bakter AE fördert den Biofilm außerhalb des Filters. Es bildet eine mehr oder weniger schleimige Schicht auf allen Einrichtungsgegenständen und Pflanzen. Es verhindert, das sich Algen festsetzen können und konkurriert Cyanos aus.
Wie ich schon geschrieben habe, hatte ich einen verdichteten, sauerstoffarmen Boden.
Untendrin Dennerle Deponit auf Bodenfluter und Dennerle Kristallkies in Rehbraun. Das Becken steht seit 2004 vom Bodengrund unverändert. Nachts hatte das Becken Sauerstoffmangel wie die Tiere gemeldet haben, vor allem im Sommer. Durch den Oxydator und viel Oberflächenbewegung wird das jetzt jeden Sommer bekämpft.
Der Boden ist immernoch unverändert.
Hier mal paar Impressionen von dem Jahrelangen Desaster :shock:
In der Signatur stehen Monat und Jahr auf dem Bild.







Dann hatte ich die Schnauze voll und hab mit Bakter AE, Oxydator und Joghurt angefangen...in der Reihenfolge.
Sonst habe ich nix verändert.
Das ganze Haus hat danach gestunken, schon wenn man unten zur Haustüre rein ist...die Familie war dementsprechend auch stinksauer :pfeifen:

Yeahhh, geschafft :grow:






Das ist jetzt sauber und bleibt es auch...weiter wie immer, nur der Oxydator übern Sommer ist von den Maßnahmen geblieben.

VG Monika
Sorry für die vielen Bilder...wollte dem ganzen damit etwas Nachdruck verleihen.
Das ist nicht irgendwo vom hörensagen oder angelesen, sondern hat wirklich so stattgefunden.

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Postby mike7 » 24 Sep 2019 20:28
Hallo Monika,

DANKE für den umfangreichen Text und die Bilder. Super!

Wie oft hast Du Bakter AE zugegeben? Nach Anleitung oder hast Du da ein eignes Vorgehen entwickelt?

Ich habe Bakter bestellt und Joghurt hat keine Frau ;) Natürlich nehme ich Bio-Joghurt wg. der Bakterien :lol:

Beim Filter werde ich den Versuch mit Biohome starten. Wie schon gesagt, habe ich da weniger Sorge um Nährstofflücken ... Nitrat sollte reichlich anfallen.

Würdet Ihr auch mit weniger Licht startn? Das Becken ist auf die Grundfläche von 130x65 nicht üppig beleuchtet, aber vielleicht hilft weniger Licht -unabhängig der Intensität- bei der Etablierung einer optimierten Bakterienfauna? Und dann langsam wieder wochenweise hoch fahren. Was meint Ihr?

VG

Mike
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Postby Plantamaniac » 24 Sep 2019 21:14
Hei, hm...ich dosier das immer so, das ich etwas aus der Dose auf die Wasseroberfläche klopfe...
Einen Hauch...das verteilt sich dann...einfach bisschen aufpudern...
Die Menge ist eigentlich auch nicht wichtig. Es enthält Milchsäurebakterien und Futter für diese...
Vermehren tun sie sich dann eigentlich von selber...
VG Monika
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