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Postby Movajal » 14 May 2020 20:29
Joachim Mundt wrote:ja ganz einfach: garnicht


Ich mache nichts mit dem Sand?
Und was passiert mit Ausscheidungen die durch Garnelen oder Corydoras vermischt werden?
Movajal
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Postby Lixa » 14 May 2020 21:15
Hallo Daniel,

Ich habe schon länger von Kies auf Sand umgestellt. Die Pflanzen halten besser darin und wenn die Filterung und Strömung stimmt, bleibt vorne auch nichts liegen. Reinigen muss ich den Sand nicht. Gefault haben bei mir nur Stellen mit Düngerkugeln und seitdem lasse ich die lieber weg. Was in den Sand eindringt geht nicht tief und wird zersetzt. Ich hatte auch schon Mal Tuifex drin vergraben zur Freude meiner Fische und davon können sich welche im Becken ansiedeln.

Verwendet habe ich bisher Spielsand und Baumarkt-Sand aus dem Drive-in. Letzterer ist rundkörnig und hat eine natürlichere Körnung - dafür staubte er mehr, daher empfehle ich ihn draußen zu entstauben.

Viele Grüße

Alicia
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Postby Joachim Mundt » 14 May 2020 23:39
Movajal wrote:Ich mache nichts mit dem Sand?
Und was passiert mit Ausscheidungen die durch Garnelen oder Corydoras vermischt werden?


wenn du z.b. turmdeckelschnecken mit einsetzt, halten die den sand schön sauber und das gleiche tun die corys und z.t. auch die garnelen, die aber nur sehr oberflächlich.

und was ausscheidungen der tiere angeht, wirst du im sand (körnung <1mm) keine finden und selbst wenn, werden die verarbeitet und dann von den pflanzen vernascht. aber mulm und ausscheidungen der tiere sind leichter als sand. das bedeutet, dass beim herumwühlen im sand zuerst der sand herunterfällt und erst danach der detritus, dem entsprechend entmischen die corys eher als dass sie vermischen.

und wie alicia schon geschrieben hat, können pflanzen sich im sand besser verankern als in kies. in der natur findest du pflanzen auch viel eher an sandigen standorten als auf kiesigen untergründen.
lg Joachim
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Postby nik » 15 May 2020 07:33
Moin Daniel,

Movajal wrote:Die Angst, dass es zu Fäulnissen im Sand kommt ist für mich als unerfahrener sehr groß.

wenn der Sand frei von organischen Stoffen ist, ist Fäulnis nicht möglich. Habe ich versucht zu erklären, das ist das Verhältnis von im Bodengrund anfallenden organischen Stoffen und dem zur Verfügung stehenden Sauerstoff.
Dafür brauchst du einen geeigneten Sand, der weder organische Substanzen mitbringt noch zu grob ist als dass diese einsickern können. Jeder gewaschene Quarzsand in einem Bereich von 0,4-0,8 mm ist sicher! Es kann auch 0,2 mm nach oben oder unten abweichen, würde ich auch noch machen. In Frankfurt habe ich ein Sandwerk um die Ecke und verwende gern den gewaschenen, feuergetrockneten Quarzsand 0,4-0,6 mm in 25kg Papiersäcken für irgendwas vier Euro fuffzich. Mit dem hatte ich mit 13 Jahren das längstbetriebene Becken und am Sand lag es nicht, dass ich das Becken abgebaut hatte. Das war doppelt so alt und allgemein mürbe. Der Sand, bis 20 cm hoch, den ich nach der langen Zeit - in den Schichten tiefer als der Wurzelraum der Pflanzen, das sind meist nicht mehr als 5-6 cm - herausholte, war wie neu! Roch auch so, als hätte ich ihn gerade erst eingebracht.

Der Einzige, der organische Stoffe in den Boden wühlt, einen geigneten Sand versauen kann, bist du! Schnecken machen das nicht, Corydoras auch nicht, eher im Gegenteil, nur du musst ein wenig darauf achten, dass von herausgezogenen, entfernten Pflanzen nicht zu viele Restwurzeln im Sand verbleiben. Das ist alles. Ach ja, von den Tondüngekugeln rate ich ab. Der Ton ist zu fein, setzt den Sand zu - und dann wird das gleich problematischer mit schon geringen Mengen organischer Stoffe, weil der feine Ton, Schluff die O2-Zufuhr in den Sand mehr oder weniger behindert -> Fäulnis. Habe ich übrigens auch großen Respekt vor und beachte diese vom Aufwand geringen
Vom Mulm auf dem Sand, in den Pflanzenpolstern saugst du ab was offensichtlich ist - und gut ist!
Pflanzen setzen geht in keinem Substrat so gut wie in Sand. Das ist einfach nur gut.

Es gibt solchen Sand standardisiert und zwar in jeder Poolabteilung eines Baumarktes. Dort bekommst du Poolfiltersand in 25 kg Säcken in 0,4-0,8 und 0,8-1,2 mm für irgendwas 12 Euro den Sack.

Anstiege kannst du vergessen. Auf Dauer keine Chance. Was du machen kannst, sind Steinaufbauten und dahinter mit Filtervlies das Durchrieseln verhindern. Das funktioniert so gut wie die Steine ihre Position halten. Kann man machen.

Es gibt rein mineralische Dünger, nur Spurenelemente, kann man machen. Habe ich schon, bringt bei einer ordentlichen Wasserdüngung keinen Vorteil! Wenn du Pflanzenwachstum sichtbar boosten willst, dann nur mit den Makronährstoffen NPK. Das ist im Sand, ohne Tonkugeln, schwierig, aber selbst das geht. Schau mal nach meinem Becken "Remain a Mo!", in dem dünge ich per Diffusion über eine Bodenkammer unter dem Sand nur NPK. Damit habe ich wie beim Soil einen stärker gedüngten Bodengrund.
Sand ist sowieso besser und dauerhafter, wenn man nur ein paar Dinge beachtet. Pflegeleichter geht nicht, Düngen über das Wasser muss man sowieso auch von anfang an! Könnte man über die nährstoffgestopften Soils auch von alleine drauf kommen, denn die fluten anfänglich das Aquarium geradezu mit Nährstoffen.

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby Movajal » 15 May 2020 09:43
Vielen Dank Alicia, Joachim und Nik

Ihr macht mir da echt Mut, es mit Sand zu probieren.
Ich werde heut direkt mal in den Baumarkt fahren und mir dort die Auswahl ansehen.

Die letzten Fragen, dann lasse ich euch erstmal wieder in Ruhe :lol:
Jetzt muss das neue Wissen erstmal umgesetzt und getestet werden.

zu den Fragen:

1. Muss der Poolfiltersand trotzdem gewaschen werden?
2. Gibt´s bei den Turmdeckelschnecken auch so eine "Plage"?
(Der Grund warum ich keine Schnecken habe ist, dass Posthornschnecken schnell zur Plage werden und Rennschnecken leider sehr unschöne Eier hinterlassen.)
3. Wie reichert Ihr euer Becken mit Co2 an?
(Ich habe bei meinem Diffusor das Problem, Strömung und Verteilung der Blasen in Einklang zu bringen)
4. Welche Starterbakterien präferiert Ihr?
(Da ich den Filter nicht retten soll und kein 2. Becken habe, muss ich den N02-Peak mit Fischen überstehen)
(Häufige Kontrolle und reagierende Wasserwechsel verstehen sich von selbst)

Das sollte es dann gewesen sein :lol:
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Postby Joachim Mundt » 15 May 2020 12:05
Movajal wrote:1. Muss der Poolfiltersand trotzdem gewaschen werden?


normalerweise sollte der poolfiltersand gewaschen sein. wenn du möchtest, kannst du ja auch noch den letzten schluff zu entfernen versuchen :D

ich persönlich bin dabei sehr faul und übernehme den sand fast immer so, wie er kommt :wink:

Movajal wrote:2. Gibt´s bei den Turmdeckelschnecken auch so eine "Plage"?
(Der Grund warum ich keine Schnecken habe ist, dass Posthornschnecken schnell zur Plage werden und Rennschnecken leider sehr unschöne Eier hinterlassen.)


turmdeckelschnecken können sich durchaus plagenartig vermehren. dann hast du aber idr deutlich zuviel gefüttert :wink:

Movajal wrote:3. Wie reichert Ihr euer Becken mit Co2 an?
(Ich habe bei meinem Diffusor das Problem, Strömung und Verteilung der Blasen in Einklang zu bringen)


die co2-zugabe richtet sich nach der beckengröße und nach deinem anspruch an effizienz. wenn du bereit bist mit gewissen verlusten zu leben und das becken nicht zu groß ist, kannst du nen diffusor verwenden. ist das becken etwas größer (über 80 cm bis 120-150 cm) kannst du mit nem Inline-diffusor zurecht kommen und darüber hinaus würde ich immer mit nem reaktor arbeiten.

Movajal wrote:4. Welche Starterbakterien präferiert Ihr?
(Da ich den Filter nicht retten soll und kein 2. Becken habe, muss ich den N02-Peak mit Fischen überstehen)
(Häufige Kontrolle und reagierende Wasserwechsel verstehen sich von selbst)


starterbakterien sind für mich ein reizthema, weil es bis heute keine möglichkeit gibt, unsere filterbakterien zu konservieren. entsprechend nennt auch kein hersteller solcher bakterienpräparate die filterbakterien in der zusammensetzungsliste beim namen, mit ausnahme von den Baktinetten® Cool von Söll aus dem kühlschrank. aber selbst dabei erwähnt söll in der artikelbeschreibung lediglich die beteiligten bakteriem am stoffumbau und sagt, dass das produkt autotrophe bakterien enthält, aber auch hier wird mit keinem wort bestätigt, dass das produkt tatsächlich nitrosomonas und nitrobacter enthält!

tatsächlich enthalten die starterprodukte idr nur enzyme und, falls tatsächlich bakterien enthalten sind, dann sind das hauptsächlich milchsäurebakterien, denn die lassen sich auch konservieren.

aber dann kannst du dein becken auch mit kleinen mengen joghurt oder sauerkrautsaft animpfen. kommt auf´s gleiche raus :D

siehe hierzu mein video: Die Einfahrzeit fordert Geduld. Sind Starterbakterien nur nützlich? Was tun Bakterienpräparate?

achso, fast vergessen. verwende möglichst den mulm aus deinem filter oder aus dem bodengrund zur animpfung deines "neuen" beckens. es geht eben nicht nur um die animpfung mit bakterien sondern auch, und das ist mindestens genauso wichtig, um die animpfung mit der vielzahl der mikroorganismen aus den biofilmen.
lg Joachim
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Postby Lixa » 15 May 2020 12:22
Movajal wrote:2. Gibt´s bei den Turmdeckelschnecken auch so eine "Plage"? (Der Grund warum ich keine Schnecken habe ist, dass Posthornschnecken schnell zur Plage werden und Rennschnecken leider sehr unschöne Eier hinterlassen.)

Abhängig vom Futterangebot. Die Vermehrung ist grundsätzlich langsamer, denn sie gebären nur wenige lebende Junge jeweils - Posthornschnecken in Paketen von mehr als 10 Eiern...
Eine TDS Plage zeigt eine Überfütterung an, bzw. falsche Futterauswahl für die Fische. Sie fressen auch Biofilme und Algen - Ich hatte welche an jemanden mit einem Barschbecken gegeben und statt einer Algenplage hat sie jetzt eine Schneckenplage :lol:

Movajal wrote:3. Wie reichert Ihr euer Becken mit Co2 an?
(Ich habe bei meinem Diffusor das Problem, Strömung und Verteilung der Blasen in Einklang zu bringen)
Für 375 Liter ein aktiver CO2 Reaktor an 1300 l/h Außenfilter und 4000 l/h Strömungspumpe. Die Barben lieben die Bewegung :D .
Movajal wrote:4. Welche Starterbakterien präferiert Ihr?
(Da ich den Filter nicht retten soll und kein 2. Becken habe, muss ich den N02-Peak mit Fischen überstehen)
(Häufige Kontrolle und reagierende Wasserwechsel verstehen sich von selbst)

Frischer Filterschlamm aus einem gut laufendem Becken. Dadurch habe ich auch ganz schön viel Zooplankton und Sporen aller Algensorten aber bisher läuft das gut. Das Becken darf nur keine Parasiten wie Egel oder Planarien haben (deswegen geht auch kein Teichschlamm). Wichtig ist es die Fische 2 Tage vorher nicht zu füttern und auch 2 Tage danach nicht zu füttern. Dann mit kleinsten Mengen anfangen, am besten leichtes Lebendfutter wie Wasserflöhe oder Mückenlarven (aus der Regentonne?). Auf keinen Fall fette Würmer. Durch diese Diät, scheiden die Fische direkt nach dem Umzug sehr wenig aus und die langsame Erhöhung gibt den Bakterien Zeit sich zu vermehren ohne das Ammoniak oder NO2 zu hoch wird. Wenn Nitrat beginnt zu steigen ist die Kette vollständig.

Viele Grüße

Alicia
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Postby Movajal » 15 May 2020 12:30
normalerweise sollte der poolfiltersand gewaschen sein. wenn du möchtest, kannst du ja auch noch den letzten schluff zu entfernen versuchen :D


Ich scheue mich nicht vor der Arbeit, aber ich habe keinen Garten und ich würde ungern sand in den Leitungen haben wollen :D.
Beim Wasserwechsel entweder in die Pflanzen oder in den Balkonablauf

die co2-zugabe richtet sich nach der beckengröße und nach deinem anspruch an effizienz. wenn du bereit bist mit gewissen verlusten zu leben und das becken nicht zu groß ist, kannst du nen diffusor verwenden. ist das becken etwas größer (über 80 cm bis 120-150 cm) kannst du mit nem Inline-diffusor zurecht kommen und darüber hinaus würde ich immer mit nem reaktor arbeiten.


Ich habe eine 100 x 40 x 45 und wie schon erwähnt läuft bei mir die Verteilung sehr mäßig... Deshalb hab ich auch keinen Blasenzähler dran, da mein erster Diffusor einen drin hatte und dabei utopische Werte rauskommen, die überhaupt nicht zum Dauertest passten (hatte 2 verschiedene Tests an verschiedenen Stellen).

Kannst du direkt einen Reaktor empfehlen (16/22)? Die Rezensionen sind nämlich sehr durchwachsen.

achso, fast vergessen. verwende möglichst den mulm aus deinem filter oder aus dem bodengrund zur animpfung deines "neuen" beckens. es geht eben nicht nur um die animpfung mit bakterien sondern auch, und das ist mindestens genauso wichtig, um die animpfung mit der vielzahl der mikroorganismen aus den biofilmen.


Also doch den Filter beim Wechsel weiter laufen lassen und übernehmen?
Das hatte ich ja auch in Erwägung gezogen, wurde mir aber eher von abgeraten

@Alicia
Frischer Filterschlamm aus einem gut laufendem Becken. Dadurch habe ich auch ganz schön viel Zooplankton und Sporen aller Algensorten aber bisher läuft das gut. Das Becken darf nur keine Parasiten wie Egel oder Planarien haben (deswegen geht auch kein Teichschlamm).


Ich kann mal gucken, ob ich da was in der Umgebung finde, aber mir fällt jetzt spontan niemand ein, wo ich pflanzen bzw. Filterschlamm bekommen könnte.
Ich habe eine Weile nach dem Gießen mal solche kleinen weißen Würmer im Pflanzentopf gesehen.
Hab leider kein Bild, aber die sahen von oeben aus wie Planarien, kann das hinkommen?
Im Aquarium selbst bzw. im Filter habe ich sowas nicht nicht entdeckt
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Postby Joachim Mundt » 15 May 2020 12:45
Movajal wrote:Kannst du direkt einen Reaktor empfehlen (16/22)? Die Rezensionen sind nämlich sehr durchwachsen.


ich habe nur begeisterte reaktionen von diesem hersteller gehört: JDAquatec
aber die teile sind grottenhässlich. wenn dich die optik stört, kann ich dir die reaktoren von dupla empfehlen.

Movajal wrote:Also doch den Filter beim Wechsel weiter laufen lassen und übernehmen?
Das hatte ich ja auch in Erwägung gezogen, wurde mir aber eher von abgeraten


ja, auf jeden fall. allerdings solltest du dir dein zukünftiges filterkonzept sehr gut überlegen. siehe hierzu auch mein video zur filterlosen betriebsweise:

Das filterlose Aquarium, Grundlagen & Wirkungsweise
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Postby Lixa » 15 May 2020 14:14
Movajal wrote:Ich kann mal gucken, ob ich da was in der Umgebung finde, aber mir fällt jetzt spontan niemand ein, wo ich pflanzen bzw. Filterschlamm bekommen könnte.
Ich habe eine Weile nach dem Gießen mal solche kleinen weißen Würmer im Pflanzentopf gesehen.
Hab leider kein Bild, aber die sahen von oeben aus wie Planarien, kann das hinkommen?
Im Aquarium selbst bzw. im Filter habe ich sowas nicht nicht entdeckt

Hallo Daniel,

Das sind am ehesten Springschwänze, Nematoden oder die als Fischfutter bekannten Echnyträen. Wenn du eine größere Menge Springschwänze in deinen Zimmerpflanzen hast, ist da was faul und du solltest deine Töpfe mit einer Drainage versehen bevor die Pflanze stirbt.

Viele Grüße

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Postby nik » 18 May 2020 05:36
Moin Daniel,

och, ich habe vergessen es abzuschicken und war zwischenzeitlich nicht mehr an diesem Rechner dran. Auch wenn es spät ist, schicke ich es noch ab.

Movajal wrote:1. Muss der Poolfiltersand trotzdem gewaschen werden?
2. Gibt´s bei den Turmdeckelschnecken auch so eine "Plage"?
(Der Grund warum ich keine Schnecken habe ist, dass Posthornschnecken schnell zur Plage werden und Rennschnecken leider sehr unschöne Eier hinterlassen.)
3. Wie reichert Ihr euer Becken mit Co2 an?
(Ich habe bei meinem Diffusor das Problem, Strömung und Verteilung der Blasen in Einklang zu bringen)
4. Welche Starterbakterien präferiert Ihr?
(Da ich den Filter nicht retten soll und kein 2. Becken habe, muss ich den N02-Peak mit Fischen überstehen)
(Häufige Kontrolle und reagierende Wasserwechsel verstehen sich von selbst)

Das sollte es dann gewesen sein :lol:


zu 1. Wenn Poolfiltersand drauf steht, normalerweise nicht, sonst wäre ich vorsichtig.
zu 2. Bei den kleinen Schnecken gibt es immer eine "Plage" entsprechend dem Nahrungsangebot! Beim Einfahren kannst du bei TDS und Blasenschnecken immer von einem Peak ausgehen, der sich bei moderater Fütterung auch wieder gibt. Posthornschnecken lasse ich sein, die vermehren sich einfach nur und haben keinen sonderlichen Benefit für das System. TDS schon eher und Blasenschnecken kann ich nur dringend empfehlen, die wirken günstig und wenn ich keine habe, dann vermisse ich sie. Die können sich in Massen vermehren und reduzieren sich wieder auf eine nicht mehr störende Menge. Die sind ein wunderbarer Indikator. Hast du zuviele BS, dann stimmt was (noch) nicht.
zu 3. Außenreaktor geht ganz gut. CO2-Diffusor im Becken wäre gut, macht mir aber zu oft Geräusche. Wenn ich es schön haben will, dann leite ich es in den Außenfilter (mit baulicher Veränderung) ein. Ich hatte auch schon DIY CO2-Reaktoren in die Abdeckung gebaut, war auch gut. Mein Tipp für dich wäre: ein konventioneller Außenreaktor waagerecht in den Unterschrank gebaut. ^^ Eine Forensuche lohnt. Strömung ist idR kein Problem. Gut gerührt ist immer gut, sollte man aber nicht überbewerten.
zu 4. Bei neuen Becken würde ich schon wegen der idR. wenigstens geringfügig auftauchenden Cyanobakterien (im Sand an der Scheibe - die dürfen da nicht sein!) Microbe Lift(ML) Special Blend(SB) in Normaldosis zugeben und alle zwei Tage ML Nite Out II (NOII) in Normaldosis zugeben. Das löst auch das Problem mit dem Nitritpeak. Die Bakterienkulturen sind deklariert.

Meine Kontrolle in einem frischen Becken besteht aus Hineinsehen und wöchentliche, wenigstens 50 - bis 66%ige Wasserwechsel und eine saubere Düngung und einer Filterung, die das nicht kaputt macht. Damit kann man schon einiges erreichen.

Gruß Nik
nik wrote:
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