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Beitragvon netwolf » 14 Dez 2018 15:33

Probleme:

Wie lässt sich das Problem generell beschreiben? [z.B. Algen, schlechter Pflanzenwuchs, etc.]*

Mehrere Pflanzen kümmern ein wenig dahin, dafür treten immer wieder Pinselalgen und grüne Algenbeläge (und Punktalgen?) auf

Wurden in letzter Zeit großartige Veränderungen am Aquarium durchgeführt? [z.B. Änderung der Düngung, des Lichts, der Technik, etc.]*

seit 1 Monat verwende ich 50% Osmosewasser beim Wasserwechsel, die Probleme bestanden aber schon davor

Allgemeine Angaben zum Becken:

Standzeit des Aquariums:* ca. 9 Monate bei mir (hab's übernommen (davor ca. 1,5 Jahre)

Größe des Aquariums [Maße (LxBxH in cm) & Bruttoliter]:* 81 x 36 x 50 (125 Liter, davon ca. 100 Liter Wasser)

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* Sand 0,2-0,8mm inkl. ca. 8 Dennerle NutriBalls

Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* 3 Wurzeln

Beleuchtung:

Beleuchtungsdauer:* 5h Licht - 4h Pause - 5h Licht

Welche Lampen sind im Einsatz? [Angaben bitte mit Anzahl, Art (z.B. T5, LED, HQI, etc.), Reflektoren, Wattzahl, Farbtemperatur. Zum Beispiel 2x T5 24 Watt 865]*

Juwel Multilux 2 x 14 Watt (gesamt 3220 Lumen)

Filterung:

Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

Ecoflow 500


Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* 1 grober blauer Schwamm oben, 1 feiner blauer Schwann unten

Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* 500 l/h

CO2 Anlage (falls vorhanden):

Art der CO2 Anlage [Bio CO2 oder Druckgas]:* Druckgas-CO2 Anlage

Nachtabschaltung vorhanden?* Ja

pH Steuerung vorhanden?* Nein

Art der CO2 Einwaschung [z.B. Flipper, Paffrathschale, Diffusor, Außenreaktor): Diffusor

CO2 Blasen pro Minute [bitte den Blasenzähler angeben]: 100

Ist ein CO2 Dauertest im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell] ja (Q Grow)

Welche Farbe hat der Dauertest? dunkelgrün

Welche Indikatorflüssigkeit wird für den Dauertest genutzt? [Hersteller, ggf. KH-Wert der Flüssigkeit] die dabei war (Q Grow), eingestellt auf 20 mg/l

Sonstige Technik (falls vorhanden):

Sonstige Technik (falls vorhanden) [z.B. Heizer, Bodenfluter, UVC-Klärer, Strömungspumpen] Standard Juwel Heizer (auf 24 Grad eingestellt)

Wasserwerte im Aquarium:

gemessen am:* 13.12.2018

Temperatur in °C:* 23,5

Welche Art Test wurde verwendet? [Angaben bitte mit Art (z.B. Teststreifen, Tröpfchentest, Fotometer), Hersteller]

alle JBL Tröpfchentest außer Nitrat (Macherey & Nagel)


pH-Wert: 7,3

KH-Wert: 6

GH-Wert: 8

Fe-Wert (Eisen): 0,05

NO2-Wert (Nitrit): <0,01

NO3-Wert (Nitrat): 15

PO4-Wert (Phosphat): 0,05 (WW 0,4 Sto??)

K-Wert (Kalium): 16

Mg-Wert (Magnesium): 9-18

Düngung:

Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

hab ein etwas dubioses Kalium-"Problem", daher hab ich aktuell K (wieder) reduziert.

Die letzen Wochen kam wöchentlich (zw. 2 WW) folgendes ins Beckern:
NO3 15 mg/l (AR GH Boost N und EasyLife Nitro)
PO4 0,4 mg/l (AR Makro Phosphat)
K 6 mg/l (EasyLife Nitro)
Fe 0,08 mg/l (AR Mikro Eisen)

3 g Bittersalz
2 Löffel Mironekuton


Wasserwechsel:

Wie oft wird wie viel Wasser gewechselt:* alle 7 Tage (manchmal auch 10)

Wird reines Leitungswasser benutzt:*Nein

Falls Nein, wie wird das Leitungswasser verschnitten? Angabe im Verhältnis Leitungswasser zu demineralisiertem Wasser: 1:1

Wird das Wasser aufbereitet? Wenn ja bitte das Aufhärtesalz oder andere wasseraufbereitende Mittel angeben: nur mit Bittersalz (s. oben)

Pflanzenliste:

Anubias barteri
Echinodorus argentinensis
Bolbitis heudelotti
Javafarn
Christmas-Moos
Nymphea lotus
Pogostemon erectus
Rotala rotundifolia
Nymphoides sp. 'Taiwan'
Cryptocoryne wendtii 'brown'
Crinum calamistratum


Zu wie viel Prozent (geschätzt) ist der Boden mit Pflanzen bedeckt?* 35

Besatz:

Sumatrabarben
Kardinalfische
Keilfleckbärblinge
Zebraschmerlen
Glaswelse
Rennschnecken
Amanogarnelen

(nicht ideal, ich weiß, hätt ich selbst auch nie so gewählt...)


Wasserwerte des Trinkwasserversorgers:

Leitungswasser KH-Wert:* 11

Leitungswasser GH-Wert:* 13

Leitungswasser Ca-Wert (Calcium):* 58

Leitungswasser Mg-Wert (Magnesium):* 14

Leitungswasser K-Wert (Kalium):* <1

Leitungswasser NO3-Wert (Nitrat):* 7

Weitere Informationen und Bilder:


Hallo,

ich habe schon öfter Fragen zu Problemen mit diesem Becken gestellt, es aber noch nie wirklich komplett vorgestellt und beschrieben, was ich hiermit nachholen möchte.
Allerdings nicht einfach so (oder weil's so schön ist :-/ ) sondern weil es offenbar Probleme hat, für deren Lösung ich um eure Hilfe bitten möchte.

Ich habe das Becken zu Beginn des Jahres in ziemlich schlechtem Zustand übernommen (alles voll mit div. Algen, Nitrat > 100 mg/l etc. etc.) und mich in der Folge (zwangsläufig) einigermaßen intensiv mit dem Thema Aquaristik auseinander gesetzt, da ich bis dahin praktisch nichts darüber wusste.
In den ersten 3 Monaten hat sich dann auch sehr viel getan - im positiven Sinn!
Hab auch ziemlich viel rausgeschmissen (u.a. den kompletten Bodengrund und jede Menge Deko) und das Becken neu eingerichtet (tlw. mit alten Pflanzen).
Verglichen mit vor 9 Monaten sieht es auch echt super aus, verglichen mit anderen Becken dann aber doch nicht so toll.
Da es mein erstes Becken ist (mittlerweile ist ein Scaper's Tank dazugekommen, aber das ist eine andere Geschichte) und ich daher auf keine Erfahrung zurückgreifen kann, und vll. auch weil ich Techniker bin :smile: messe ich oft und auch nicht ungern alle möglichen Werte.
Obwohl auf dem Papier alles im grünen Bereich sein sollte ist mir trotzdem kürzlich aufgefallen dass die Anubias (und andere) zunehmend nicht gesund aussehen (s. Anubias hat Wellen und wird streifig)

Was vll. noch wichtig ist: da ich alle 2 Tage die Filterwatte tauschen musste, v.a. aber auch weil ich viel Gutes zur Geringfilterung gelesen habe, reduzierte ich schrittweise die Filterbestückung auf 1 groben und 1 feinen Schwamm (nach Ausflügen in die Welt von Siporax, Cirax & Co.).
NO2 ist n.n., leider wird v.a. der obere, grobe Schwann immer noch rel. schnell von braunem "Zeug" zugesetzt (s. dazu auch diesen Thread (es geht um dieses Becken), aber auch das ist eine andere Geschichte und ich erwähne es nur, weil es ja vll. als Indikator für whatever hilfreich sein könnte.

Ich denke ich belass es jetzt mal bei diesen ersten Infos da sonst allein schon die Länge des Textes abschreckend ist :irre: , kann aber gern noch jede Menge weiterer Infos nachliefern.

Liebe Grüße
Wolfgang

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Zuletzt geändert von netwolf am 14 Dez 2018 16:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon unbekannt1984 » 14 Dez 2018 16:00
Hallo Wolfgang,

netwolf hat geschrieben:Filterung:
Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

Ecoflow 500

die Pumpenleistung finde ich bei Juwel-Filtern immer zu hoch. Die 300l/h Pumpe soll aber soweit mir bekannt in den Filter passen.
Für die Filterung geht man von mindestens 1 mal Wasservolumen/Stunde aus, 2 oder 3 mal sollte hier keine Probleme machen (aber bei 5 mal hört der Spaß für mich so ziemlich auf).

Ich bleibe beim Filter: Der Auslauf ist auf den Fotos leicht nach oben ausgerichtet. Waagerecht oder sogar leicht nach unten ist üblicherweise (mit leichter Oberflächenbewegung) möglich. Ist der Auslass wegen Problemen mit Kahmhaut nach oben ausgerichtet? (Nicht das du damit Problemchen kaschierst...)

Also du würdest schon etwas CO2 sparen, wenn der Auslauf flacher ausgerichtet ist (oder sogar leicht nach unten zeigt).

Leider ist durch die Ausrichtung des Auslaufs der Gasaustausch an der Oberfläche ziemlich stark, daher kann man die zahlreichen Luftbläschen an den Pflanzen leider nicht auf super starke Photosynthese zurückführen.

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* Sand 0,2-0,8mm

Gut, da hast du wohl wieder die Dennerle NutriBalls vergessen. Die könnten ja nun etwas zu den Kalium-Problemchen beitragen.

2 Löffel Mironekuton

Wenn man jetzt genau wüsste was das Zeug an das Wasser abgibt... Wahrscheinlich keine riesigen Mengen Kalium, es könnte aber etwas zu deinen Problemen beitragen (von daher würde ich Es zunächst für 14 Tage aussetzen).
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon Teya » 14 Dez 2018 16:19
Hallo Wolfgang,

die Pumpenleistung finde ich bei Juwel-Filtern immer zu hoch. Die 300l/h Pumpe soll aber soweit mir bekannt in den Filter passen.


Ich habe meine Eccoflow gedrosselt, indem ich einfach einen kleineren Impeller eingebaut habe. Das ist preislich günstiger als eine neue Pumpe. Als Tip: es reicht der Impeller, du brauchst nicht das Impeller-set. Die Juwel-Impeller sind mit allen Eccoflow-Pumpen kompatibel. Bei mir ist ein 600er Impeller in der Eccoflow 1000 und alles läuft prima.

Gruß Teya
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Beitragvon netwolf » 14 Dez 2018 16:41
Hallo Torsten,

danke für den Hinweis mit den Nutriballs, weiß echt nicht weshalb ich die immer so konsequent verdränge, hab's korrigiert.

Mit Kahmhaut hatte ich eigentlich nur im Sommer als es so richtig heiß war zu kämpfen, dachte aber bisher dass "man das so macht", also den Auslauf ein wenig nach oben damit diese nette kleine Welle entsteht.
Hatte auch zu Beginn ein wenig Bedenken wg. der O2-Versorgung wenn das Licht aus ist, hab aber mittlerweile mehr Pflanzen, und so viel dass die Fische über Nacht nicht ersticken sollten sie ja doch assimilieren, oder?

Das Mironekuton hab ich in der geringen Menge bisher eher als kosmetisch betrachtet, immerhin werden 1 Löffel/10l empfohlen, ich nehme also viel weniger. Aber stimmt schon, ist eine Quelle von Ungewissheit, werd's also mal ein paar Wochen weglassen.
(nur zur Info: ist v.a. für die Garnelen gedacht, da es angeblich Häutungsproblemen u.ä. vorbeugen soll...)

Dass man zu viel filtern kann im Sinne von 'zu viel Bestückung im Filter' ist mir mittlerweile klar, was ich nicht wusste ist dass auch der Filterdurchsatz zu hoch sein kann und das dann zu Problemen führt :shocked:
Da aber alle Rio 125 mit dieser Pumpe ausgeliefert werden denke ich dass dies noch nicht das Grundübel ist, an dem das Becken leidet. Es ist aber sicher ein Punkt den man verbessern kann, und den ich verbessern werde :smile:

Liebe Grüße
Wolfgang
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Beitragvon netwolf » 14 Dez 2018 16:42
Hallo Teya,

danke für den Tip mit dem Impeller!
Ist ja tatsächlich um einiges günstiger als die ganze Pumpe, und wär ja auch schade um das Teil, es funktioniert ja tadellos (bzw. vll. sogar zu gut :wink: ).
Ich finde allerdings bisher nur das Eccoflow Impeller-Set, dieses besteht allerdings im wesentlichen eh nur aus dem Impeller und der Stahlachse...

Liebe Grüße
Wolfgang
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Beitragvon Teya » 14 Dez 2018 17:08
Gerne doch! Du hast übrigens eine PN, vielleicht hilft dir das weiter :wink:

VG Teya
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Beitragvon Kejoro » 14 Dez 2018 17:33
Hi Wolfgang,

endlich hast du es richtig angefangen, hier im Erste-Hilfe Forum :thumbs:

netwolf hat geschrieben:[...] der Filterdurchsatz zu hoch sein kann und das dann zu Problemen führt
Wird's auch nicht. Habe hier ein 12l, das bis vor kurzem noch mit 300lph gerührt wurde. Hatte einfach keine andere Pumpe. Das passt schon so, wie es jetzt ist.
Strömung braucht es gerade so viel, dass Nährstoffe überall hinkommen. Robert hat es ernsthaft mal geschafft, dass Pflazen lokal im Becken verkalkt sind :D Stärkere Pumpe und das Problem war weg.
Ich sehe hier bei dir keinen Handlungsbedarf.

Was den komischen Pulverkationentauscher angeht, sehe ich das ähnlich wie Torsten: Einfach weglassen. Damit kann man experimentieren, wenn es läuft. Das Zeux soll "viele" Spurenelemente mitbringen, was ja erstmal nicht schlecht ist. Aber mir wäre das momentan zu unscharf.

Mach dir auch nicht so viele Gedanken zu Kalium, Matz hat das schon gut erläutert. Bei Zicken ist es eventuell der Abwägung wert, aber selbst bei mir wachsen Pantanal und Tonia ganz gut, ohne dass ich viel wert darauf lege. Ich dünge das Wechselwasser auf 10mg/l auf und das war's (50%WW oder mehr).

Nährstoffmäßig wird das schon passen, auch was Kalium angeht :lol: Bring das einfach über den WW mit rein. Werte um die 5 mg/l (rechnerisch) sind ausreichend. D.h. bei 50% WW düngst du das Wechselwasser auf 10mg/l auf. So akkumuliert auch nichts. Funktioniert prima. Messerei kann man sich dann ersparen, die funktioniert eh nicht so recht zuverlässig bei Kalium mit dem JBL Test.

In meinem 200er Becken sahen die Pflanzen lange lange Zeit ähnlich aus. Anubia wurden gelb, Bucephelandra farblos, selbst C. parva wollte nicht, einfachste Rotala, die sonst als Unkraut bezeichnet werden, starben, zuvor sahen die aus wie deine :D
Da war einst Hardscape drin (Flussholz), das auch im Sandboden steckte. Dort gingen dann anaerobe Prozesse los und es stank regelmäßig nach faulen Eiern. Solche Verbindungen im Boden können sowas auslösen.
Stocher mal den Boden durch, achte auf aufsteigende Blasen und riech dran. Vielleicht ergibt sich hieraus was.
Ich würde auch mulmen; der Sand sieht nichtmehr so frisch aus. Eventuell ist Mulm in tieferen Schichten vorhanden, was bei Sand ziemlich ungünstig ist.

Sind Turmdeckelschnecken drin?

In meinem 200er Becken geht's halbwegs wieder. Mittlerweile sauge ich nur noch oberflächlich Mulm ab, schnellwachsende Pflanzen sollen den Boden belüften, womit sich die Organika abbauen sollen. Es wird, abseits von toten Wurzeln, kein weiterer Eintrag stattfinden. Das zieht sich jetzt aber schon einige Monate^^

Ich denke ich belass es jetzt mal bei diesen ersten Infos da sonst allein schon die Länge des Textes abschreckend ist :irre: , kann aber gern noch jede Menge weiterer Infos nachliefern.
Interesse motiviert :roll:

Schöne Grüße
Kevin
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Beitragvon unbekannt1984 » 14 Dez 2018 18:15
Hallo,

Kejoro hat geschrieben:
netwolf hat geschrieben: [...] der Filterdurchsatz zu hoch sein kann und das dann zu Problemen führt

Wird's auch nicht. Habe hier ein 12l, das bis vor kurzem noch mit 300lph gerührt wurde. Hatte einfach keine andere Pumpe. Das passt schon so, wie es jetzt ist.
Strömung braucht es gerade so viel, dass Nährstoffe überall hinkommen.

ach Kevin... Filterung != Strömung
Leerer Filter wirkt dann quasi als Strömungspumpe.

Man kann eine zusätzliche Strömungspumpe für Nährstoffverteilung & Co. einsetzen, im Regelfall braucht man das nicht. Filterung braucht man auch nicht zwingend in jedem Aquarium, aber wenn, dann sollte man es da nicht übertreiben.

Wenn man sich dieses Doppelstrom-Prinzip von den Juwel-Kisten anschaut, dann könnte man auch auf die Idee kommen lediglich den unteren Korb zu bestücken - sofern dann nicht ausschließlich Wasser unter dem erstem (leerem) Korb angesaugt wird.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon Kejoro » 14 Dez 2018 18:32
Hi Torsten,

ach Kevin... Filterung != Strömung
Ist mir bewusst :lol: Aus diesem Grund sagte ich ja, dass der hohe Durchsatz im Filter zu keinen weitern Problemen führt, bzw. auch kein Problem darstellt.
unbekannt1984 hat geschrieben:Für die Filterung geht man von mindestens 1 mal Wasservolumen/Stunde aus, 2 oder 3 mal sollte hier keine Probleme machen (aber bei 5 mal hört der Spaß für mich so ziemlich auf).
Aber diese Aussage lässt schließen, dass du zu viel Pumpleistung im Filter für problematisch hältst.
Was Wolfgang
netwolf hat geschrieben:Dass man zu viel filtern kann im Sinne von 'zu viel Bestückung im Filter' ist mir mittlerweile klar, was ich nicht wusste ist dass auch der Filterdurchsatz zu hoch sein kann und das dann zu Problemen führt :shocked:
definitiv so verstanden hat.
Darum habe ich das anhand eines Beispiels aus der Praxis entschärft - mehr nicht.
Btw hat das 12l so einen Ansaugschutz mit 4x4x3cm gehabt, was auf das Becken von Wolfang etwa 500ml an Filterschwamm entspricht.
Bringt uns an dieser Stelle aber nicht weiter.

Schöne Grüße
Kevin
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Beitragvon netwolf » 14 Dez 2018 18:48
Hallo Kevin,

ja, hab mich lange vor dem Erste Hilfe Eintrag gedrückt, aber jetzt wurde es einfach doch Zeit :smile:
Und es ist auch wirklich besser an einer Stelle alles zu sagen und fragen als über x Beiträge verteile in kleinen Happen immer wieder...

Die Sache mit dem Sand könnte hier durchaus ein Thema sein, und bringt mich auch gleich zu einem der Dinge die ich im Startbeitrag noch nicht erwähnt habe. Ich hatte nämlich in meinem spätkindlichen Übermut auch einige Zeit Alternanthera reinekii und Eleocharis im Becken, damals sogar allerdings noch mit Bio-CO2 :D
Naja, die AR wurde ziemlich schnell von den Amanos vertilgt und Eleocharis starb zwar nicht, ist aber deutlich mehr in die Tiefe (Wurzeln) als in die Höhe oder gar Breite gewachsen (auch das Licht ist sicher zu schwach dafür gewesen).
Naja, nachdem ich mir das einige Zeit ansah beschloss ich, dass das so doch nicht geht und habe es - mehr oder weniger rückstandsfrei - entfernt.
Außerdem hab ich die Nymphea lotus von links nach rechts umgepflanzt.
Leider ist bei all diesen Aktionen ein nicht unbeträchtlicher Teil der Wurzeln im Sand verblieben, und ja, der Sand sieht nicht mehr ganz frisch aus, v.a. dort wo zuvor einmal etwas gewachsen ist.
Man sieht auch auf den Fotos (die ich gleich machen werde) dass immer noch Reste der Wurzeln aus dem Sand ragen, und dieser stellenweise schon recht weit von Weiß entfernt ist...
Auch habe ich insgesamt 3 Wurzeln im Becken, die auf dem Sand liegen bzw. reingedrückt sind damit sie nicht umfallen, von daher ist der Gedanke an anaerobe Zonen sicher nicht von der Hand zu weisen.

Bei Kalium habe ich eher das Phänomen dass seit Wochen mehr vorhanden ist als sein sollte, was vielleicht/vermutlich an den Dennerle Tonkugeln liegt die ich im Sand versenkt habe, vll. auch zusätzlich am Mironekuton.
Die Kugeln bekomm ich nicht mehr so einfach raus, das Mironekuton werd ich mal einstellen.

TDS hab ich keine drin, gemulmt habe ich allerdings auch seit der Umstellung auf Sand nicht mehr.
Nach Schwefel, H2S o.ä. hat's bisher nicht gerochen (außer wenn ich ML Special Blend reingebe :lol: ), ich hab aber auch noch nicht rumgestochert.
Witzigerweise hab ich auch erst heute daran gedacht, mir dieses ML Substrate Cleaner zu besorgen und mal damit zu versuchen, den Sand wieder ein wenig zu säubern, _angeblich_ soll sich das Zeug ja auch um ausgefallene Phosphate, Schwefelprobleme, anaerobe Prozesse und den Weltfrieden kümmern :wink:

Was ich jetzt nach dem Fotografieren des Sandes auch interessant finde: je weiter vorne desto dunkler/schmutziger ist er, und man sieht immer noch schön wo einmal etwas gewachsen ist. Unter der Wurzel links hinten z.B. ist er fast so weiß wie zu Beginn (sieht man leider durch die (Über)belichtung schlecht, und die kl. Wurzeln dürften vom Echinodorus davor kommen (sind auch weiß im Ggs. zu den alten, abgestorbenen vom Eleocharis).
Muss allerdings auch sagen dass vorne natürlich auch die Fütterungs-Zone ist!

Ich hab auch schon versucht die Wurzeln mit einer Pinzette zu entfernen, war aber nicht sehr erfolgreich dabei, und hätte mir eigentlich erhofft dass sich ein paar gnädige Bakterien ihrer annehmen, sieht aber nicht danach aus...
Kann man denn so feinen Sand vernünftig mulmen ohne den Großteil davon gleich ganz aus dem Becken zu saugen?

Liebe Grüße
Wolfgang

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Beitragvon Kejoro » 14 Dez 2018 19:35
Nabend Wolfgang,

ich habe meine "Hilfethread" auch als Beckenvorstellung getarnt :D
Auch habe ich insgesamt 3 Wurzeln im Becken, die auf dem Sand liegen bzw. reingedrückt sind damit sie nicht umfallen, von daher ist der Gedanke an anaerobe Zonen sicher nicht von der Hand zu weisen.
Das lässt sich sehr einfach prüfen, ob es da zu Problemen kommt: Heb die Wurzel an. Schwarzer Sand ist dann schlecht.
Das kannst du auch mal bei den Pflanzen versuchen, die schlecht wachsen, bzw. Mängel zeigen.
Eine Proserpinaca palustris hatte mal pechschwarze Wurzeln, die rochen auch leicht faulig, aber sie wuchs. Wäre ein Indiz dafür, dass da was im Boden ist. Die (schnelle) Beseitigung ginge dann mit Special Blend, dauert aber. Nik kann dazu mehr sagen.
Eben nochmal im 200er nachgeschaut. Es gibt einzeln Pflanzen (P. helferi), die immernoch schlecht wachsen, aber deren Wurzeln sind weiß. Soll heißen, dass Pflanzen auch noch einen Schuss weghaben können, wenn es eigentlich "sauber" aussieht.

Dass sich schwarzer Sand so an der Oberfläche bildet, ist komisch. Da gibt's genug O2. Das würde ich nicht auf anaerobe Dinge schieben. Schwarzer Sand bildete sich beim 200er etwa 4-5cm unter der Oberfläche. Aber ich lasse mich da auch gerne überraschen^^

Ich würde jetzt erstmal schauen, ob es wirklich anaerobe Prozesse sind und einzelne Pflanzen begutachten und/oder den Boden exemplarisch durchwühlen/-stochern.
Am aussichtsreichsten ist es am Hardscape *lupf*

Fahre einfach mal mit dem Kescher durch den Sand und versuche die Nutri-bälle herauszusieben. Mulmen geht, aber es ist anstrengend. Man muss ständig in Stößen arbeiten, da sonst zu viel Sand mitkommt. Gerade so viel Durchfluss zuzulassen, dass der Mulm kommt und der Sand unten bleibt, ist schwer. Einfach mal testen und schauen, was so "drin" ist.

Bis dann
Kevin
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Beitragvon unbekannt1984 » 15 Dez 2018 13:18
Hallo,

@Kevin:
Kejoro hat geschrieben:Btw hat das 12l so einen Ansaugschutz mit 4x4x3cm gehabt, was auf das Becken von Wolfang etwa 500ml an Filterschwamm entspricht.
Bringt uns an dieser Stelle aber nicht weiter.

ähh, doch :)
Wolfgangs Filter benutzt wohl Schwämme der Größe M (9,5 x 9,5 x 4,5 cm), die rund 400ml Volumen einnehmen. Da er noch 2 Schwämme im Filter hat, kannst du dir jetzt den Siedlungsraum ausrechnen...

Zumal wenn ich jetzt den Bioflow Super von Juwel heranziehe, dann liest man "Geeignet bis ca. 150l", Filtermedien sind 2 Schwämme der Größe M (gut, den Nitrax wollen wir nicht), sowie Filterwatte und Kohleschwämmchen (und die Sachen wollen wir auch nicht wirklich).
Angetrieben wird der Filter dann von der Eccoflow 300.

Also bei richtiger Geringfilterung kann man die Filtermedien wohl noch ein bisschen weiter reduzieren - und die Pumpenleistung für meinen Geschmack ebenfalls.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon netwolf » 15 Dez 2018 15:39
Hallo Kevin,

hab mal vorsichtig unter die Wurzel geblickt und der Sand sieht gut aus, sogar weißer als vorne im Becken.
Ich könnte mir aber wirklich vorstellen dass die Reste der Wurzeln (v.a. vom Eleocharis) die noch im Sand stecken udn vermutlich langsam verrotten(?) durchaus Potenzial für Probleme haben, weiß allerdings auch nicht wie ich die rausbekommen könnte ohne den ganzen Sand zu tauschen (was ich gern vermeiden möchte).

Das Rumstochern im Sand heb ich mir bis vor den nächsten WW auf, da ich davon ausgehe danach ziemlich viel Dreck im Wasser/Becken zu haben.

Vll. schaff ich es ja irgendwie, ein feines Netz im oberen Teil des Mulmers (dort wo das grobe Gitter ist) anzubringen, dann würde der Sand zwar hochgehoben werden, aber nicht bis zum Schlauch bzw. Eimer durchkommen sondern wieder runterfallen. Mal schauen ob sich da etwas machen lässt, und wer weiß, vll. kommen ja beim Mulmen dann auch ein paar der alten Wurzeln mit.
Bin wirklich überrascht dass diese nicht schon nach wenigen Wochen gefressen wurden, entwerder von den höchst gefräßigen Barben, den Amanos oder aber zumindest Bakterien...

Liebe Grüße
Wolfgang
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Beitragvon netwolf » 15 Dez 2018 15:45
Hallo Torsten,

ja genau, Schwammgröße M.

Hmm, denkst du ich sollte versuchen, auch noch den letzten feinen Schwamm rauszunehmen, und nur im oberen Teil einen groben Schwamm drinzulassen, der dann den groben Schmutz, Pflanzenteile etc. filtert?

Allerdings glaube ich dass auch im feinen Schwamm nicht mehr allzu viel passiert. Als ich diesen das letzte Mal absichtlich ziemlich intensiv gereinigt habe konnte ich die nächsten Tage nicht im geringsten steigende NO2-Werte feststellen, alles wie gehabt am untersten Minimum (<0,01 mg/l).

Liebe Grüße
Wolfgang
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Beitragvon Arami Gurami » 15 Dez 2018 21:15
Hallo Wolfgang,
ich werf hier mal noch was ganz anderes ins Rennen. Anubien sind Schattenpflanzen. Deine steht sehr prominent unter voller Sonne :D . Neben einer Düngeoptimierung würde ich vor allem den Standort der Pflanze ändern (schattiger Randbereich).
Liebe Grüße,
Aram
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