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24 Beiträge • Seite 1 von 2
Beitragvon Teya » 30 Okt 2018 15:35

Probleme:

Wie lässt sich das Problem generell beschreiben? [z.B. Algen, schlechter Pflanzenwuchs, etc.]*

besonders ängstlicher Aquaristikeinsteiger
Chlorose in den jungen Trieben der Limnophila aquatica
Kieselalgen
geringfügig Pinselalgen und andere bränluche Algen


Wurden in letzter Zeit großartige Veränderungen am Aquarium durchgeführt? [z.B. Änderung der Düngung, des Lichts, der Technik, etc.]*

nein

Allgemeine Angaben zum Becken:

Standzeit des Aquariums:* 6 Wochen

Größe des Aquariums [Maße (LxBxH in cm) & Bruttoliter]:* 121x46x64; 260 L

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* Manado

Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* rote Moorkienwurzel, Mangrovenwurzel, Mopani

Beleuchtung:

Beleuchtungsdauer:* 2 x 4 h mit 4 h Mittagspause

Welche Lampen sind im Einsatz? [Angaben bitte mit Anzahl, Art (z.B. T5, LED, HQI, etc.), Reflektoren, Wattzahl, Farbtemperatur. Zum Beispiel 2x T5 24 Watt 865]*

1 x Juwel HeliaLux Spectrum 1200, 60 Watt

Filterung:

Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

Juwel Bioflow L


Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* Filterflies, 1 grober Schwamm, 2 feine Schwämme, 2 x Cirax

Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* 1000

CO2 Anlage (falls vorhanden):

Art der CO2 Anlage [Bio CO2 oder Druckgas]:* Druckgas-CO2 Anlage

Nachtabschaltung vorhanden?* Ja

pH Steuerung vorhanden?* Nein

Art der CO2 Einwaschung [z.B. Flipper, Paffrathschale, Diffusor, Außenreaktor): Flipper

CO2 Blasen pro Minute [bitte den Blasenzähler angeben]: 80

Ist ein CO2 Dauertest im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell] JBL CO2 + ph Permanent Test

Welche Farbe hat der Dauertest? blau

Welche Indikatorflüssigkeit wird für den Dauertest genutzt? [Hersteller, ggf. KH-Wert der Flüssigkeit] JBL CO2 + ph Permanent Test

Sonstige Technik (falls vorhanden):

Sonstige Technik (falls vorhanden) [z.B. Heizer, Bodenfluter, UVC-Klärer, Strömungspumpen] AquaHeat 300 - Regelheizer

Wasserwerte im Aquarium:

gemessen am:* 30.10.18

Temperatur in °C:* 24°C

Welche Art Test wurde verwendet? [Angaben bitte mit Art (z.B. Teststreifen, Tröpfchentest, Fotometer), Hersteller]

Tr??pfchentest, JBL


pH-Wert: 7,5

KH-Wert: 8 ??dH

GH-Wert: 16 ??dH

Fe-Wert (Eisen): 0,05 - 0,1 mg/L

NH4-Wert (Ammonium): < 0,05 mg/L

NO2-Wert (Nitrit): 0,05 - 0,1 mg/L

NO3-Wert (Nitrat): 0,5 - 1 mg/l; 25.10.

PO4-Wert (Phosphat): 0,05 mg/L

Düngung:

Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

EasyLife Profito, wöchentlich 25 ml
EasyLife Nitro, wöchentlich 30 ml
Dennerle Deponit Nutriballs bei Neueinrichtung


Wasserwechsel:

Wie oft wird wie viel Wasser gewechselt:* 18.10.: 150 L, danach alle 2 Wochen ca. 90 L (30 - 40%)

Wird reines Leitungswasser benutzt:*Ja

Wird das Wasser aufbereitet? Wenn ja bitte das Aufhärtesalz oder andere wasseraufbereitende Mittel angeben: Tetra Aquasafe (Wechselwasser), ML Special Blend u. Nite out

Pflanzenliste:

Ceratopteris cornuta
Limnophila aquatica
Limnophila aromatica
Rotala indica (rotundifolia)
Cryptocoryne crispatula oder aponogetifolia
Cryptocoryne wendti "Mi Oya"
Cryptocoryne sp. (evtl. beckettii)
Eleocharis parvulus (pusilla)
Vallisneria spiralis
Hygrophila salicifolia


Zu wie viel Prozent (geschätzt) ist der Boden mit Pflanzen bedeckt?* 60%

Besatz:

10 Puntius titteya
1 Badis badis
1 Neritina pulligera
5 Melanoides tuberculata


Wasserwerte des Trinkwasserversorgers:

Leitungswasser KH-Wert:* (gemessen: 10 °dH)

Leitungswasser GH-Wert:* 11,6 °dH (10 °dH)

Leitungswasser Ca-Wert (Calcium):* 71 mg/L

Leitungswasser Mg-Wert (Magnesium):* 7,1 mg/L

Leitungswasser K-Wert (Kalium):* noch keine Angabe

Leitungswasser NO3-Wert (Nitrat):* 1,2 mg/L

Weitere Informationen und Bilder:


Hallo zusammen,

Ich hatte vor meinem Umzug seit längerem riesige Probleme mit meinem Aquarium, weshalb ich jetzt ,nach einem Neustart, alles daran setzte, nicht alles wieder gegen die Wand zu fahren.
Deshalb wäre ich froh über eine Einschätzung von euch. Könnt ihr anhand meiner Angaben schon sehen, was problematisch werden könnte?
Mir ist aufgefallen, dass ein paar Pinselalgen in der letzten Woche aufgetaucht sind und ein paar andere bräunliche Algen, die noch sehr kurz sind und zumindest von mir noch nicht ansprechbar. Ich werden die nächsten Tage mal versuchen, vernünftige Fotos hochzuladen. Diese bräunlichen Algen sind das, was mir momentan am meisten Sorgen machen, denn ich habe die Befürchtung, dass es Anfänge von der Algenplage sind, die ich vor meinem Umzug schon hatte. Es handelte sich dabei wahrscheinlich um eine Mischung verschiedener Cyanobakterien, unter anderem Scytonema sp.
http://www.aquamax.de/index.php/algen-datenbank.html
.
Von Anfang an hatte ich recht viele Kieselalgen (SiO2: > 6 mg/L im Aquarium und im Leitungswasser), die mich erstmal nicht gestört haben, da die durch die Pflanzen eingeschleppten Blasenschnecken die Algen sauber weggeputzt haben. Seit ich die Fische eingesetzt habe, ist leider Schluss mit Blasenschnecken und die paar anderen Schnecken schaffen das nicht und fressen ohnehin keine Kieselalgen von den Pflanzen. Würde ein spezieller Filtereinsatz sinnvoll sein?
Das nächste ist, dass ich etwas unsicher bin, was die Düngung angeht. Mein Plan ist es jetzt, so zu düngen, wie beschrieben bei
https://www.flowgrow.de/naehrstoffe/der-weg-zum-optimalen-dungesystem-t17733.html
unter "Stoßdüngung mit dem Wasserwechsel". Ich lege mir in den nächsten Tagen noch Tests für Kalium, Magnesium und Calcium zu, damit ich damit starten kann und statt der eigentlich geplanten 2 wöchigen Wasserwechsel, werde ich diese jede Woche durchführen. Ich hoffe außerdem, dass ich die nächsten Tage die Wasserwerte von dem Versorger bekomme, um die Angaben zu komplettieren. Was würdet ihr empfehlen, wie viel Wasser ich pro Woche mindestens wechseln sollte? Ich muss ehrlich sagen, dass mehr als 30% WW bei 260 L mit einer 10L Gießkanne schon recht aufwendig sind, aber wenn's mehr sein muss, dann ist das so.
Wie oben schon beschrieben, zeigt die Limnophila aquatica Fe-Mangelsymptome. Ich hatte anfangs den EL Profito recht sparsam dosiert. Seit ich wöchentlich 25 ml hinzugebe, ist es besser, aber so richtig grün ist sie nicht. Alle anderen Pflanzen machen meines Erachtens einen guten Eindruck.
Was ich oben noch nicht eintragen konnte, aus Platzmangel, ist, dass ich jede Woche etwa 5 große Seemandelbaumblätter in das Aquarium gebe. Natürlich nehme ich die alten dann wieder raus. Ich denke zumindest, auch wenn sie kein Wundermittel sind, schaden sie zumindest auch nicht. Ich selbst mag die Färbung des Wassers und die Barben fühlen sich auch wohler, wenn es nicht ganz so grell ist.
Also, der Schwerpunkt liegt für mich liegt in der Vorbeugung einer Algenplage incl. Cyanobakterien und würde mich über eure Unterstützung dabei sehr freuen.

Liebe Grüße
Teya :winke:

PS: ich hab das mit den Zitaten nicht so ganz hinbekommen, wie ich wollte :bonk: . Ich hoffe es verstößt nicht gegen die Foren-Regen
Teya
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Beitragvon Teya » 30 Okt 2018 18:55
....Foren-Regeln!

Hallo nochmal. Ich hänge mal die Analyse vom Wasserversorger an:



Und in einem anderen Beitrag sind jetzt Fotos von den Algen, die mir etwas Sorgen bereiten:

https://www.flowgrow.de/algen/algen-oder-cyanobakterien-t48932.html

Bis bald
Teya
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Beitragvon Teya » 05 Nov 2018 13:01
Hallo Leute,

da mir das mit den Algen auf der Wurzel etwas zu heikel war, habe ich diese aus dem Aquarium genommen, gründlich abgeschrubbt, mit kochendem Wasser übergossen und wieder ins Aquarium gesetzt. Die L. aquatica macht sich mittlerweile ganz gut.
Gestern habe ich einen Wasserwechsel vorgenommen (80 L --> ca. 30%) und frisch aufgedüngt.

Die Wasserwerte heute (jbl Tröpchentest):
NO3: 10 - 20 mg/L (eher bei 20)
PO4: 0,05 mg/L (werde ich heute nochmal nachdüngen)
K: 10 - 15 mg/L
Fe: 0,1 mg/L
Ca: 100 mg/L
Mg: 20 mg/L (Test Mg+Ca: 120 mg/L)
KH: 9 °dH
GH: 16 °dH

Soweit so gut. Allerdings finde ich die Testergebnisse etwas widersprüchlich was die Härte und Gg- und Ca-Gehalt angehen.
Wenn ich davon ausgehe, dass Ca hauptsächlich die KH ausmacht und meinen Ca-Messwert in °dH umrechne, erhalte ich eine KH von 14 °dH. Der direkte Messwert ist aber 9 KH, der auch näher an dem Leitungswasserwert und entsprechend an den Wert rankommt, der auch vom Versorger angegeben ist. Der Calciumwert laut Versorger ist 71 mg/L.
Wenn ich dann davon ausgehe, dass Mg + Ca hauptsächlich zur Gesamthärte beitragen und die anderen Härtebildner vernachlässigbar sind, komme ich bei Berechnung der Härte durch Mg auf 4,62 °dH, und dementsprechend auf eine GH von 18,62 °dH. Der Messwert der GH ist aber 16 °dH. Der Versorger gibt einen Mg-Gehalt von 7,1 mg/L an.
Dies hier ist die Grundlage meiner Berechnung:

Gesamthärte
Die Gesamthärte gibt Auskunft über die im Wasser enthaltenen Kalzium- und Magnesiumionen. Als Maßeinheit für die Wasserhärte wurden Grad deutscher Härte (°dH) verwendet.
Umrechnung Stoffmengen - Grad deutscher Härte:
1 ° dH = 0,178mmol/l Calcium = 7,14 mg/l Calzium)
1 ° dH = 0,178 mmol/l Magnesium = 4,33 mg/l Magnesium

https://www.naturland-noe.at/haerte-einheiten-und-umrechnungsfaktoren

Einen Teil der Diskrepanz könnte durch den Manado Bodengrund zustande kommen, da dieser anfangs das Wasser leicht aufhärtet. Ich kann leider nichts darüber finden, welche Stoffe vom Manado abgegeben werden, die zu dieser Aufhärtung führen. Vielleicht kann mir einer von euch da weiterhelfen?
Für mich stellt sich außerdem die Frage, auf welche Werte ich vertrauen soll, um ein Ca:Mg Verhältnis von 4:1 bzw 3:1 herzustellen? Gehe ich von den Messwerten für KH und GH aus, habe ich einen Mg-Gehalt von ca. 30 mg/L und einen Ca-Gehalt von ca. 64 mg/L, also einem Verhältnis von fast 2:1, was laut https://www.aquasabi.de/aquascaping-wiki/naehrstoffe/das-calcium-magnesium-verhaeltnis ok ist.
Betrachte ich aber das Verhältnis meiner direkten Messwerte von Ca und Mg komme ich auf 5:1, was bedeuted, dass ich Mg hinzufügen müsste.

Ich wäre wirklich froh, wenn ihr mir hier helfen könntet, weil ich da jetzt wirklich nicht weiter weiß. Bei allem anderen hoffe ich, schreit ihr irgendwann dazwischen, falls ich da groben Unfug veranstalte. Bis jetzt habt ihr ja meine Beiträge völlig unkommentiert gelassen.

Also bis bald
LG Teya
Teya
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Beitragvon unbekannt1984 » 05 Nov 2018 15:34
Hallo Teya,

Teya hat geschrieben:Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* Manado

hast du den Bodengrund vorbehandelt? Es ist enorm welche Mengen Calcium der Bodengrund abgeben kann.

Wenn du die Bildung von Gips in deinem Aquarium vermeiden möchtest, dann kannst du nur das Calcium durch eine größere Menge Zeolith entfernen und anschließend mit Bittersalz Magnesium anheben.

Ohne Zeolith macht es wirklich keinen Spaß den Bodengrund im fertig eingerichtetem Aquarium gerade zu ziehen. Durch den Einsatz von Zeolith kannst du aber auch so ziemlich alles an Düngung vergessen (1 bis 2 Wochen, dann großer Wasserwechsel und zunächst eine Grunddüngung durchführen).

Je nach Mengenverhältnis (Manado-Bodengrund und Zeolith), musst du zwischendurch das Zeolith regenerieren (wenn dir Natrium im Aquarienwasser lieber als "Irgendwas" ist, dann solltest du das Zeolith auch vor dem Einsatz regenerieren).

Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* Filterflies, 1 grober Schwamm, 2 feine Schwämme, 2 x Cirax
...
Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*
...
EasyLife Nitro, wöchentlich 30 ml

Nitratdüngung und dann ein Filtermedium zum Nitratabbau - Herzlichen Glückwunsch. Erklären sich damit die Nitratwerte in deinem Aquarium?
Das Cirax kann sogar Schuld an deinen Pinselalgen sein, üblicherweise kannst du auf das Cirax verzichten, solltest dann aber die nächste Zeit Nitrit und Ammonium/Ammoniak im Auge behalten.

Wenn ich davon ausgehe, dass Ca hauptsächlich die KH ausmacht...

Falsch, Ca und Mg sind GH, KH im aquaristischem Sinne ist das Säurebindungsvermögen bis pH 4,3 (in mmol/l) multipliziert mit 2,8 (ergibt ° dKH).
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

"Which mindset is right? Mine, of course. People who disagree with me are by definition crazy. (Until I change my mind, when they can suddenly become upstanding citizens. I'm flexible, and not black-and-white.)" (Linus Torvalds)
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Beitragvon Teya » 06 Nov 2018 14:12
Hallo Torsten,

vielen Dank erstmal für deine Antwort :tnx:

hast du den Bodengrund vorbehandelt? Es ist enorm welche Mengen Calcium der Bodengrund abgeben kann.


Ich habe den Manado vor Einsatz mit heißen Wasser gespült bis das Wasser klar war. Er hat trotzdem in den ersten drei bis vier Wochen noch aufhärtend gewirkt, um ca. 2 °dH pro Woche. Mittlerweile habe ich kontiniuierlich eine GH von 15 -16 °dH.

Wenn du die Bildung von Gips in deinem Aquarium vermeiden möchtest, dann kannst du nur das Calcium durch eine größere Menge Zeolith entfernen und anschließend mit Bittersalz Magnesium anheben.


Der Sulfatgehalt im Leitungswasser liegt bei 1,4 mg/L. Unter welchen Umständen genau kommt es zur Ausfällung von Gips im Aquarium. Hast du dazu genauere Angaben (Ca- und SO4-Konzentration, pH, Temperatur). Ich konnte dazu leider nichts finden und auch keine Erfahrungsberichte, bis auf dass einige mit Gips ihr Aquarienwasser aufhärten. Wie würde sich eine solche Ausfällung äüßern? Ähnlich wie einer biogenen Entkalkung?

Nitratdüngung und dann ein Filtermedium zum Nitratabbau - Herzlichen Glückwunsch. Erklären sich damit die Nitratwerte in deinem Aquarium?


Das Filtermedium von Juwel zur Nitratreduzierung ist Nitrax. Cirax ist einfach poröses Keramikzeug, dass durch die große Oberfläche viel Siedlungsraum für Bakterien schafft. Wenn sich dort unter anderem Nitratreduzierer ansiedeln, dann kann das in jedem anderen biologischen Filtermedium ebenso passieren.
Nitrat dünge ich jede Woche mit dem Wasserwechsel und die Werte liegen im Bereich von 10 - 20 mg/L. Der Wert aus dem ersten Beitrag ist fehlerhaft da der Test überaltert war. Also, von meiner Seite aus ist mit Nitrat alles gut.
Die Pinselalgen beobachte ich weiter. Der Befall ist wirklich minimal und scheint sich nicht auszubreiten. Ich habe beim Wasserwechsel auch die Filterwatte gewechselt und entdeckt, dass die komplett zugemockt war, möglicherweise liegt es auch mit daran. Die wird auf jeden Fall jetzt wöchentlich erneuert. Dein Argument mit dem Cirax behalte ich im Hinterkopf, falls sich die Pinselalgen breit machen sollten.

(Eine kleine Info nebenbei: Dein "Herzlichen Glückwunsch" war evtl. nicht böse gemeint, kam aber recht herablassend rüber. Sarkasmus kommt bei mir nicht gut, wenn ich einen Menschen nicht gut kenne.
Leider habe ich das in anderen Beiträgen von verschiedenen Nutzern im Forum schon öfters gelesen, dass gerade Anfänger oder Leute, die auf Grund falscher Beratung Fehler machen, teilweise nicht besonders höfliche Erwiederungen bekommen. Klar, es wird immer wieder dasselbe falsch gemacht, logisch nervt das irgendwann. Aber jeder hat mal klein angefangen, auch diejenigen, die jetzt die abgefahrensten Becken am Start haben. Dazu kommt, dass bei geschriebenen Texten nicht gut abschätzbar ist, wie das beim Empfänger ankommt. Bitte nehmt etwas Rücksicht!)

Falsch, Ca und Mg sind GH, KH im aquaristischem Sinne ist das Säurebindungsvermögen bis pH 4,3 (in mmol/l) multipliziert mit 2,8 (ergibt ° dKH).


Danke dafür! Ich hatte noch die alte Definition im Kopf und musste mich erstmal einlesen was das SBV angeht. Hierzu trotzdem nochmal eine Frage: Die KH, also das SBV ist dann das, was auch bei den Pflegebedingungen für Aquarienpflanzen und -tieren angegeben wird?

Und noch etwas zu den jbl Tröpchentest Mg + Ca. Meiner Erfahrung nach sind die extrem ungenau, so sehr, dass ich beim Testen meines Leitungswassers einen höheren Ca-Wert hatte als Mg+Ca. Laut Bedienungsanleitung muss man den Ca-Wert von Mg+Ca abziehen, um den Mg-Wert zu ermitteln, logisch. In meinem Fall wird das negativ, also völliger Quatsch. Gibt's da eine einigermaßen günstige und gute Alternative?

Bis dann
Teya
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Beitragvon unbekannt1984 » 06 Nov 2018 15:06
Hallo Teya,

Teya hat geschrieben:Unter welchen Umständen genau kommt es zur Ausfällung von Gips im Aquarium.

wenn man z.B. mit Magnesiumsulfat (Bittersalz) probiert den Magnesiumgehalt anzuheben, wenn der Manado dann Magnesium gegen Calcium austauscht, dann hat man ggf. einen ziemlichen Staub im Wasser (oder wenn der Gips sich nicht absetzt milchiges Wasser).

Z.B. könnte man bei deinem Wasser Magnesium um 13mg/l auf ca. 20mg/l anheben, damit fügt man dann auch um die 51mg/l Sulfat hinzu.

Das Filtermedium von Juwel zur Nitratreduzierung ist Nitrax. Cirax ist einfach poröses Keramikzeug, dass durch die große Oberfläche viel Siedlungsraum für Bakterien schafft. Wenn sich dort unter anderem Nitratreduzierer ansiedeln, dann kann das in jedem anderen biologischen Filtermedium ebenso passieren.

Ja... "Poröse Oberfläche" klingt auch schon wie die Sinterglas-Filtermedien... Und gerade Siporax & Co. (also Sinterglasmedien) sind extra zum Abbau von Nitrat gedacht.
Glatte Ton-/Keramikröhrchen, wie z.B. sera biopur (nicht forte) oder JBL Cermec sind nicht porös, da sollte im Inneren nicht viel passieren.

Nitrat dünge ich jede Woche mit dem Wasserwechsel und die Werte liegen im Bereich von 10 - 20 mg/L.

Hmm, wenn du Magnesiumnitrat für die Nitratdüngung verwenden würdest, dann könntest du Magnesium anheben ohne Angst vor Gips haben zu müssen... Ist jetzt nur eine Idee.

Hierzu trotzdem nochmal eine Frage: Die KH, also das SBV ist dann das, was auch bei den Pflegebedingungen für Aquarienpflanzen und -tieren angegeben wird?

Bis auf die KH in der Wasseranalyse, haben wir in der Aquaristik immer das Säurebindungsvermögen, selbst der KH-Test gibt das SBV an.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon Kejoro » 06 Nov 2018 18:38
Hallo Teya,

bezüglich der Düngung kann ich auf Niks Konzept verweisen. Der Link geht direkt zum Wurzelthread des Konzepts. Darin findet sich auch die entsprechende Düngung.
Am Anfang erschlägt es einen, aber es lohnt sich, das wenigstens mal gelesen zu haben.

Schau erstmal, dass der Manado sich neutral verhält, also nichts mehr abgibt. Der Rest steht im Link ^^ (gerade was Filterung angeht).

Teya hat geschrieben:Unter welchen Umständen genau kommt es zur Ausfällung von Gips im Aquarium.
und das lässt sich in guter Näherung abschätzen. Ich liefere mal die Grundlagen, zum Rechnen habe ich keine Lust mehr^^

Im Allgemeinen geht es bei Ausfällungen darum, dass das Löslichkeitsprodukt überschritten wird. Dabei werden die Konzentrationen entsprechend ihren stöcheometrischen Koeffizienten (die gibt es aus der Salzgleichung) multipliziert.
Kleines Beispiel: : Ca3(PO4)2 <-> 3 Ca2+ + 2 PO43-. Das Löslichkeitsprodukt wäre dann: KL=[Ca]3*[PO4]2. Das resultiert aus dem Massenwirkungsgesetz. Hintergründe dazu kannst Du hier erfahren.
Dann braucht man noch Werte für KL. Diese Seite ist die mir bislang beste Quelle dazu, hierbei wird KL nur mit L bezeichnet. Allerdings ist das Löslichkeitsprodukt (KL oder L) als negativer dekadischer Logarithmus dargestellt. Wer diese Mathe nicht gewohnt ist, schreckt davor zurück. Aber es gibt eine einfache Umrechnung.
KL=10-pKL
pKL=- log(KL)

Jetzt kannst Du bei gegebenen Calciumanteil im Wasser ausrechnen, wie viel es an Sulfat braucht, dass es zur Ausfällung kommt.
Kleiner Hinweis: Das Löslichkeitsprodukt gibt an, wie viel eines Salzes sich in neutralem, reinen Wasser zurücklöst. Hast du nun von einem Ion des Salzes mehr im Wasser, als vom anderen, so wirkt das Massenwirkungsgesetz und es kommt früher zu einer Ausfällung (gleichionige Zusätze). Damit lassen sich die 2,1gr/l ganz leicht unterschreiten^^ Das Prinzip von Le Chatelier beschreiben das qualitativ, da spielt noch die Temperatur und Druck eine Rolle. Aber wir wollen ja nur abschätzen...

Bei Sulfat hast du das Glück, dass es vollständig als SO42- bei aquaristischen pH-Werten vorliegt. Bei Phosphat sieht das anders aus und da wird es recht schnell unschön... zumal es da teilweise um Pikogramm (10-12 gramm) geht und nicht um Zahlen vor dem Komma und dann waren hier einige ganz erstaunt, wie gut Eisenphosphat sich in Wasser lösen kann, wenn es saurer wird :lol:

Schöne Grüße und vor allem viel Spaß
Kevin
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Beitragvon unbekannt1984 » 06 Nov 2018 18:56
Hallo Kevin,

Kejoro hat geschrieben:Ich liefere mal die Grundlagen, zum Rechnen habe ich keine Lust mehr^^

mal schauen, ob ich Das noch ändern kann...

In den Becher gewandert sind:
100ml Regenwasser,
10g Bittersalz und
100g neues Zeolith (neu im Sinne von vorher noch nicht benutzt, das habe ich noch ganz hinten im Schrank entdeckt).

Durch das Kristallwasser im Bittersalz war es dann schon mal etwas mehr als 100ml, dann eine Minute bei 700 Watt in die Mikrowelle. Nachdem die Mischung wieder abgekühlt war habe ich dann obiges Foto gemacht - sieht für meinen Geschmack nach Gips aus, oder hast du noch andere Ideen?

Den Versuch könnte ich dann auch noch mit JBL Manado durchführen, aber ich erwarte da keinen zu großen Unterschied.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon Kejoro » 06 Nov 2018 21:08
Hi Torsten,

unbekannt1984 hat geschrieben:mal schauen, ob ich Das noch ändern kann...
Nicht mit dieser Ausführungsweise^^

Ich bin mal hart, aber fair.
100ml Regenwasser
Leitfähigkeit? Vorbelastung bekannt? Saurer Regen bringt auch schon Sulfate mit. Die erste Unschärfe.
100g neues Zeolith
Mit was ist der vorbeladen? Welcher Zeolith? Wenn man das nicht weiß, kann man das nicht beurteilen. Das schlägt sich in der (nicht)Nachvollziehbarkeit nieder.
Durch das Kristallwasser im Bittersalz war es dann schon mal etwas mehr als 100ml
Noch ne Unschärfe, kann man umgehen, indem man das Salz abfüllt und dann bis zur Markierung füllt. Das ist aber nicht weiter schlimm.
eine Minute bei 700 Watt in die Mikrowelle
Begründung? Was bringt die Hitze? Haben sich hierdurch Moleküle verädert? Effekte von Mikrowellen sind mir auf Zeolith und sonstige Sachen nicht bekannt, daher wird es wieder (für mich) nicht nachvollziehbar ohne recherchieren zu müssen.
sieht für meinen Geschmack nach Gips aus
sieht nach einem weißen Niederschlag aus, mehr aber auch nicht^^
Den Versuch könnte ich dann auch noch mit JBL Manado durchführen
Bitte. Dann ist aber auch keine Abhängigkeit zum Gips gezeigt, sondern nur von etwas, das im Manado steckt, was wahrscheinlich Calcium ist.

Was ich aus dem Versuch mitnehme: Du hast gezeigt, dass irgendetwas wahrscheinlich mit Sulfat reagiert, wenn es in so hohen Konzentrationen vorliegt, wie sie in Dünger vorkommen. 10gr auf 100ml ergibt : 9,861 g/l Magnesium und 38,975 g/l Sulfat (2.268 °dH) (Nährstoffrechner).

Die Fragen müssen geklärt werden, sonst ist es nicht brauchbar.

Wenn ich so einen Test machen würde, dann nähme ich Osmosewasser, gäbe die TWA meines LWs an, berücksichtigte die Rückhalterate, lieferte den Druck an, mit dem es durch die Membran gedrückt würde und kommunizierte die Leitfähigkeit mit korrekter Einheit des Wässerchens.
Füllte dann eine definierte Menge Calciumnitrat mit dem Wasser auf, sodass ein plausibler Wert von 100mg/l Ca entstünde (soll's ja geben) und würde das mit üblichen Sulfatwerten über Magnesiumsulfat ergänzen (z.B. üblich übertriebene 500 mg/l SO4 machen, was dann immer noch knappe 30°dH an GH durch Magnesiumsulfat bringt).

Dann wären die einzigen Unschärfen:
- Das Osmosewasser, welches mindestens unterhhalb der TWA liegen dürfte (aufgrund der Ionengröße des SO4, vermutlich deutlich weniger),
- die Hydration der Salze durch unsachgemäße Lagerung in einem nichtklimatisierten Umgebung,
- der nicht geeichte Wassermengenmesser

und wenn ich keine der Chemikalien oder etwas vergleichbares hätte, kann ich dazu keinen Versuch machen.

Rechne mal selber nach, was es braucht, bis es ausfällt :lol: Ich habe es immer noch nicht getan.

Schöne Grüße
Kevin
Kejoro
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Beitragvon unbekannt1984 » 06 Nov 2018 22:13
Hallo Kevin,

Kejoro hat geschrieben:Vorbelastung bekannt? Saurer Regen bringt auch schon Sulfate mit. Die erste Unschärfe.

Vorbelastungen sind wesentlich geringer als die 80mg/l Calcium meines Leitungswassers. Saurer Regen kann ebenfalls geringe Mengen Salpetersäure enthalten, vorwiegend jedoch schwefelige Säure und Kohlensäure.

Mit was ist der vorbeladen? Welcher Zeolith?

Ja, es ging mir ja auch darum die Vorbeladung herauszufinden (zumindest ansatzweise) - logische Folge: Vorbeladung ist nicht bekannt.
Naturzeolith (Klinoptilolith) - genauer kann ich den Zeolith nicht bestimmen.

Weiterhin wollte ich probieren Zeolith mit anderen Kationen als Natrium zu regenerieren - was mir ja zumindest teilweise geglückt ist.

Begründung? Was bringt die Hitze?

Bei Wärme dehnt sich Luft aus - wird aus dem Zeolith gedrückt, beim abkühlen zieht sich die Luft zusammen und zieht das Wasser in das Zeolith.
Zusätzlich ist die Lösbarkeit von Feststoffen in Wasser bei höheren Temperaturen besser.

sieht nach einem weißen Niederschlag aus, mehr aber auch nicht^^

Fällt dir denn ein Kation außer Calcium ein, Das in Verbindung mit Sulfat einen weißen Niederschlag bildet? Mir auf Anhieb nicht, deswegen fragte ich, ob du da irgendwelche Hypothesen hättest...

Bitte. Dann ist aber auch keine Abhängigkeit zum Gips gezeigt, sondern nur von etwas, das im Manado steckt, was wahrscheinlich Calcium ist.

Aber frischer Manado bringt vor allem Calcium mit. Gut, frischer Manado ist gelegentlich auch magnetisch, was für einen hohen Anteil an z.B. Eisen spricht.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon Teya » 07 Nov 2018 12:30
Hallo ihr Zwei,

also, wo soll ich anfangen? :lol:

Eins nach dem anderen:

Z.B. könnte man bei deinem Wasser Magnesium um 13mg/l auf ca. 20mg/l anheben, damit fügt man dann auch um die 51mg/l Sulfat hinzu


Das ist mir durchaus bewusst. Ich fange aber nicht auf gut Glück an, Bittersalz in mein Aquarium zu werfen, wenn ich die Konzentrationen von Ca und Mg nicht gut genug ausmachen kann. Wie gesagt, sind die jbl-Tests da meines Erachtens ungeeignet. Allerdings ist der Hinweis mit dem Magnesiumnitrat keine schlechte Idee. Ich beles' mich da mal. (Nachtrag: nein, doch nicht, das Zeug kostet'n Schweinegeld :shock: )

Ja... "Poröse Oberfläche" klingt auch schon wie die Sinterglas-Filtermedien... Und gerade Siporax & Co. (also Sinterglasmedien) sind extra zum Abbau von Nitrat gedacht.
Glatte Ton-/Keramikröhrchen, wie z.B. sera biopur (nicht forte) oder JBL Cermec sind nicht porös, da sollte im Inneren nicht viel passieren.


'tschuldige, dass ich darauf rumreite, aber ich habe nirgendswo einen Hinweis darauf gefunden, dass Cirax gesintertes Glas ist. Allerdings steht überall "Keramikgranulat". Und woraus schließt du, dass poröse Filtermedien extra zum Abbau von Nitrat gedacht sind? Welche Grundlage hat deine Argumentation? Wieso denkst du überhaupt, dass Cirax ein Problem ist? Selbst wenn es Sinterglas wäre und Silikat abgibt, viel schlimmer, als das, was ich mit dem Leitungswasser einbringe, kann es kaum sein. Klar, ich hab Kieselalgen, aber die bieten die Nahrungsgrundlage für meinen Besatz. Das zweite, was du angeführt hast, ist Nitratabbau. Da ich kein Problem mit Nitratmangel habe, ist das Thema aber eher hinfällig.

bezüglich der Düngung kann ich auf Niks Konzept verweisen.


Danke für den Link! Das liest sich doch sehr interessant. Bezüglich der "Wechselwasserdüngung"; das ist im Prinzip ziemlich genau das, was ich momentan versuche durchzusetzen, das einzige, wo ich im Dunkeln tappe ist das Mg-Ca-Verhältnis, da die Messungen murks sind. Was die Geringfilterung angeht, ist diese eher inkompatibel mit meinen Plänen. Der Besatz ist bisher noch gering, soll aber in den nächsten Wochen langsam aufgestockt werden. Ich will mich da ehrlich gesagt nicht auf Geringfilterung verlassen, bei den Dr..kschw..nen, die da in mein Aquarim einziehen. Dazu kommt, dass der Manado, laut den Bedingungen, die Nik in seinem Thread anbringt, wohl selbst eine gewisse Filterwirkung hat. Zum anderen ist ein komplett algenfreies Aquarium nicht mein Ziel. Z. B. brauche ich den Fischen zur Zeit kein pflanzliches Futter zufüttern, da sie ausreichend Nahrung im Aquarium vorfinden. Ich habe mittlerweile 28 Garnelen, die sich um den ganzen Dreck kümmern und 20 Posthornschnecken, die die Pflanzen von den Kieselalgen befreien, zumindest, so das diese kein optisches Problem mehr darstellen.
Trotzdem ist der Link sehr interessant, da er auch viele Hintergrundinformationen bietet.

und das lässt sich in guter Näherung abschätzen. Ich liefere mal die Grundlagen, zum Rechnen habe ich keine Lust mehr^^...


Vielen lieben Dank für die Erinnerung an mein 1 Semester im Nebenfach Chemie! :wink: Mit den Berechnungen komme ich dann schon klar...muss erstmal meinen Taschenrechner rauskramen :?

Zu dem Zeolith-Experiment:
Ganz nett, aber nicht überzeugend, genau aus den Gründen, die Kevin schon genannt hat. Deine letzte Antwort bringt auch keine weitere Klärung. Sehr hypothetisch.

Also, bis dann erstmal :winke2:

LG Teya
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Beitragvon Wuestenrose » 07 Nov 2018 13:58
'N Abend...

Teya hat geschrieben:Unter welchen Umständen genau kommt es zur Ausfällung von Gips im Aquarium.

Im Aquarium? Überhaupt nicht. Calciumsulfat-Dihydrat (= Gips) löst sich zu ≈ 2 Gramm pro Liter, was 466 mg Calcium, 1116 mg Sulfat pro Liter und 65 °dGH entspricht. Selber schon ausprobiert.

Magnesiumsulfat-Heptyhydrat (= Bittersalz) ist noch deutlich besser löslich, nämlich zu 710 g/l. In einer Lösung, in der Calcium-, Magnesium- und Sulfationen gemeinsam vorliegen, würde also Gips zuerst ausfallen, allerdings bei aquaristisch nie erreichten Konzentrationen.

Dazu brauchst Du Dir also definitiv keine Gedanken zu machen.

Viele Grüße
Robert
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Beitragvon unbekannt1984 » 07 Nov 2018 14:02
Hallo Teya,

Teya hat geschrieben:Vielen lieben Dank für die Erinnerung an mein 1 Semester im Nebenfach Chemie! :wink: ... Zu dem Zeolith-Experiment:
Ganz nett, aber nicht überzeugend, genau aus den Gründen, die Kevin schon genannt hat.

dann geht die Frage auch an dich: Welches andere Kation soll da aus dem Zeolith mit dem Sulfat reagiert haben und diesen weißen Niederschlag gebildet haben?
Zu den Verunreinigungen im Regenwasser: Selbst wenn ich in die Fässer gepinkelt hätte, das wäre bei den 600l schon reichlich verdünnt worden. Es ist ja nun auch nicht so, als würde bei jedem Regen eine halbe Dachpfanne in den Fässern landen.

Allerdings ist der Hinweis mit dem Magnesiumnitrat keine schlechte Idee. Ich beles' mich da mal. (Nachtrag: nein, doch nicht, das Zeug kostet'n Schweinegeld :shock: )

Ich denke als Ersatz für den EL Nitro kommt Magnesiumnitrat relativ günstig...
Und es reicht üblicherweise rechnerisch Magnesium auf Pegel zu bringen (ausgehend von der Trinkwasseranalyse), da ist jetzt nicht so ein hoher Verbrauch (damit kannst du dir das Geld für die Tests auch schon wieder sparen :P ).

'tschuldige, dass ich darauf rumreite, aber ich habe nirgendswo einen Hinweis darauf gefunden, dass Cirax gesintertes Glas ist. Allerdings steht überall "Keramikgranulat". Und woraus schließt du, dass poröse Filtermedien extra zum Abbau von Nitrat gedacht sind?

Also, in den Poren soll Sauerstoff - soweit überhaupt - nur noch per Diffusion ankommen, Nitrat diffundiert natürlich genau so in die Poren. Wenn dort jetzt ein paar Bakterien drin sind, dann wird der Sauerstoff knapp, dann steigen die Bakterien dort auf Nitrat- und später sogar auf Sulfat-Atmung um.

Ich verweise mal auf den JBL-Blog: Welches Filtermaterial ist das Richtige?
Bei JBL sind die porösen Filtermaterialien dann SintoMec und MicroMec. Weiterhin findest du in Niks Thread zur Geringfilterung ebenfalls diese Aussagen.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon Teya » 07 Nov 2018 17:38
Hallo nochmal,

Im Aquarium? Überhaupt nicht. Calciumsulfat-Dihydrat (= Gips) löst sich zu ≈ 2 Gramm pro Liter, was 466 mg Calcium, 1116 mg Sulfat pro Liter und 65 °dGH entspricht. Selber schon ausprobiert.


Ja, danke Robert. Hab's dann auch mittlerweile gecheckt :doh: . Aber finde ich klasse, dass du das mal getestet hast. Das ist beruhigend :smile: .

dann geht die Frage auch an dich: Welches andere Kation soll da aus dem Zeolith mit dem Sulfat reagiert haben und diesen weißen Niederschlag gebildet haben?


Ich kann dir die Frage nicht beantworten. Das ist ja das Problem bei deinem Experiment, das in der Mikrowelle mit relativ wenig Wasser, ich würde behaupten, dementsprechend mit hohen Ionenkonzentrationen, unter nicht wirklich "natürlichen" Bedingungen, durchgeführt wurde. Du kannst die Ausgangsparameter nicht genau definieren und auch nicht das Ergebnis. Ich behaupte ja nicht, dass du mit deinen Vermutungen nicht evtl. recht hast, ich sage nur, du kannst deine Ergebnisse nicht belegen.

Ich denke als Ersatz für den EL Nitro kommt Magnesiumnitrat relativ günstig...


Relativ ist halt... naja.... relativ. Und da ich mir jetzt keine Gedanken mehr über eine Ausfällung von Gips mache und das Bittersalz eh zu Hause habe, hat sich das mit dem Mg(NO3)2 eh erledigt. Ich denke, ich warte ab, bis ich sicher bin, dass der Manado nix mehr abgibt und bereite dann das Wechselwasser entsprechend mit Bittersalz auf. So dürfte sich das Verhältnis im Aquarium allmählich automatisch einstellen.

Bei JBL sind die porösen Filtermaterialien dann SintoMec und MicroMec. Weiterhin findest du in Niks Thread zur Geringfilterung ebenfalls diese Aussagen.


SintoMec und MicroMec sind beide definitiv Sinterglas. Das kann man überall in den Beschreibungen nachlesen. In Niks Beitrag steht, dass er Sinterglasfilter definitiv mit Pinselalgen in Verbindung bringt, aber auch, dass er die Gründe dafür nicht genau erfassen kann.

https://www.flowgrow.de/naehrstoffe/geringfilterung-der-thread-t36155.html
...die Pinselalgen blühen eher auf! Warum das so ist, das weiß ich nicht. Sinterglas, verwendet oder nicht, macht den Unterschied.


Ich verwende kein Sinterglas! Es ist bisher auch nicht erkennbar, dass übermäßig viel Nitrat verbraucht wird. Wenn der Fall irgendwann eintreten sollte, schreibe ich gerne eine Revision, aber aktuell ist alles prima.

Puh! Bei allen Diskussionen hier (ich schließe mich da selbst nicht aus), vielen Dank, dass ihr euch so ins Zeug legt für dieses Thema :tnx:

LG Teya
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Beitragvon Kejoro » 07 Nov 2018 18:58
Hey Teya,

ich denke, das mit dem Gips haben wir durch :lol:

Torsten argumentiert meist nicht stichhaltig, jedenfalls was die Nachvollziehbarkeit angeht, aber alles muss man nicht abstreiten, was er schreibt, außer man kann es gut begründen :bier:
Teya hat geschrieben:
Ich denke als Ersatz für den EL Nitro kommt Magnesiumnitrat relativ günstig...
Relativ ist halt... naja.... relativ. Und da ich mir jetzt keine Gedanken mehr über eine Ausfällung von Gips mache und das Bittersalz eh zu Hause habe, hat sich das mit dem Mg(NO3)2 eh erledigt.
Magnesiumnitrat sollte als Nitratdünger genutzt werden, Kaliumnitrat als Kaliumdünger. Wenn man sich die etwaigen Nährstoffaufnahmen der Pflanzen und Nährstoffeinträge durch die jeweiligen Salze anschaut, weiß man, wieso das so ist. Wenn du sich aquaristisch erweiterst (das kommt^^), überlegst du dir, wie du Dünger selbst herstellen kannst. Dann erinnere dich hieran wieder.
Teya hat geschrieben:In Niks Beitrag steht, [...] dass er die Gründe dafür [Pinselalgen] nicht genau erfassen kann.
Das kann noch niemand :lol: Im FG sind wir bislang am Weitesten, was die Denkweise angeht. Da hat er einiges dazu beigetragen und er bekommt sie zuverlässig zum Absterben, auch wenn man neue einbringt (ein bisschen Kontext).

Dann mag ich noch was zur Geringfilterung schreiben. Geringfilterung bitte nicht mit Minimalfilterung verwechseln. Das Becken soll so viel filtern, wie es eben kann und wird nur noch durch zusätzliches Filtermaterial unterstützt.
Gängige Filterempfehlungen entlasten ein Becken vollkommen und das bring nichts, ist unter der bakteriellen Sichtweise sogar kontraproduktiv: Verlagerung der Bakterien vom Aquarium in den Filter, das macht neue Räume auf, die besetzt werden. Das bietet Algen und Pathogenen Möglichkeiten. Und ja, das nachzuweisen ist mir nicht möglich, man muss testen und schlussfolgern. Reproduzierbarkeit ist der erste Schritt dazu. ... du kennst die Methoden^^
Ohne deinen geplanten Besatz zu kennen, denke ich, dass ein halbwegs bepflanztes Becken das abkann. Es kommt hierbei auch nur auf die Futtermenge an, nicht auf den Besatz selbst.

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, wie sich ein Becken verhält, wenn es eine organische Überbelastung erfährt. Es wird einfach trüb :D Das geht dann 3-7 Tage und wird dann wieder klar. Mit einem Filter siehst du sowas eventuell nicht und kannst nicht reagieren.
Eine Erklärung wäre, dass der Biofilm bei gegebener Belastung nicht genügend Oberfläche bietet und die Bakterien dann ins offene Medium absetzen.

Kleines Gedankenspiel (auf das kaum einer eingeht...): Du hast unendlich viel Filterfläche. Die Anzahl der Bakterien wird endlich sein, stellt sich quantitativ über die Nahrungsmenge ein, damit gibt es auch eine endliche Filterleistung. Jetzt gibt es eine riesige Nährstoffexplosion.
In wiefern ist ein Becken mit größerem Filterfläche nun im Vorteil?
Vielen lieben Dank für die Erinnerung an mein 1 Semester im Nebenfach Chemie! :wink:
Aber gerne doch :thumbs: Hätte ich das gewusst, wäre ich nicht so ins Detail gegangen...

Ich bin gespannt, wie das mit dem Manado verläuft. CO2 hilft hier schonmal die Carbonate zu lösen. Die KH müsste dabei aber auf etwa 10-11 °dH ansteigen. Ansonsten ist es kein Calcium-/Magnesiumcarbonat.
Wenn du den Umgang mit Säuren geübt bist, kannst du auch die KH im Wasser wegtitrieren. Neocaridina und Schnecken vertragen den Sprung von KH=10°dH auf 3°dH problemlos. Aber pass auf, dass der CO2 Wert dann nicht durch die Decke geht. Dann wird sich wieder was vom Manado rücklösen. Das kann eine ganze Weile so gehen.
Ansonsten viel Wasserwechseln^^

Viel Erfolg!
Kevin
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