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Beitragvon Oliver Alex » 17 Okt 2013 14:25
Hi Nik,

Und? Immer noch meckert keine Pflanze. Die "Regel" zum Phosphat hatte ich schon beschrieben. ;) Wenn du auf UOA umstellst, dann macht PO4 Sinn. Derzeit ist es einfach nicht limitierend.


Da bin ich mir gerade nicht mehr so sicher. Die Pflanzen wachsen alle seither sehr langsam, die neuen Blätter der Triebspitzen der Helanthium werden kleiner, der Echinodorus reni bekommt nun statt roten Blätter dunkelgrüne. Die Vallisnerien wachsen inzwischen so langsam, dass sich inzwischen "grüne Faden-/Fusselalgen" schneller darauf ausbreiten, als ich die Spitzen abschneiden kann. Weiß auch nicht, was gerade sonst noch limitierend sein soll. N & K sind da, Voldünger täglich, CO2 40 und Licht zmindest 6 Std. voll. Entweder es wächst nicht wegen zu hartem Wasser oder mittlereile zu wenig PO4.

Herr Je, bist du manchmal hartnäckig. :D Das wird wachsen - und dann natürlich auch verbrauchen!


Genau! Aber vor allem bin ich ungeduldig...aber das weißt Du ja auch schon.

Gruß
Oli
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Beitragvon nik » 17 Okt 2013 17:33
Oliver Alex hat geschrieben:Da bin ich mir gerade nicht mehr so sicher. Die Pflanzen wachsen alle seither sehr langsam, die neuen Blätter der Triebspitzen der Helanthium werden kleiner, der Echinodorus reni bekommt nun statt roten Blätter dunkelgrüne. Die Vallisnerien wachsen inzwischen so langsam, dass sich inzwischen "grüne Faden-/Fusselalgen" schneller darauf ausbreiten, als ich die Spitzen abschneiden kann. Weiß auch nicht, was gerade sonst noch limitierend sein soll. N & K sind da, Voldünger täglich, CO2 40 und Licht zmindest 6 Std. voll. Entweder es wächst nicht wegen zu hartem Wasser oder mittlereile zu wenig PO4.

Okay, dann gib doch einfach mal 1,5mg/l PO4 hinzu. So es denn ein PO4-Mangel ist, könnte durchaus sein, siehst du den Effekt schon bei der nächsten Blattgeneration. Algen sollte es bei einem funktionierenden Aquarium wegen so was nicht haben.

Gruß, Nik
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Beitragvon Oliver Alex » 19 Okt 2013 22:25
Hi Nik,

so, heute Abend hatte ich mal wieder Zeit fürs AQ.

Meine Osmoseanlage ist gekommen und habe Sie gleich auch in Betrieb genommen :gdance: . Bin froh, dass ich eine große genommen habe - wenn ich mit der Regentonne und der Anlage einen ganzen Tag das Bad blockiert hätte, dann... :keule: ... :( ......Du weißt ja. Habe meine bessere Hälfte gleich beschwichtigt und zu bedenken gegeben, dass sie nun nicht mehr das fusselige Kondenswasser des Wäschetrockners zum Bügeln nehmen muss, sondern super sauberes Wasser aus DER NEUEN ANLAGE nehmen darf. Da macht das Bügeln doch bestimmt gleich doppelt so viel Spass :flirt: ... :keule: :keule: :keule: :keule: :keule: :keule: :keule: :keule: .... (glaube nun sind auch mindestens 5 € fürs Kässchen fällig :D !
Und außerdem vermehren sich Ihre Lieblinge in weichem Wasser doch viel viel lieber, bzw. überhaupt - das war dann das ("nicht mehr") schlagende Argument, so dass sie Ihr Wellholz ei Seite gelegt hat.

So nun genug der Scherze.
Heute habe ich einen 50% WW mit 100% UOW gemacht. Nun sollte also KH 6 und GH 11 herrschen. In 1-2 Wochen wie der 50% WW mit 100% UOW und dann bin ich ja schon so gut wie da, wo ich hin will. :besserwiss:
Habe dann das AQ mit 80 ml AR NPK aufgedüngt, so dass ich mit den 20 Nitrat vor dem WW nun bei
N 20
P 1,0
K 13
bin.

Habe heute jede Menge Cyanos an der Heteranthera abgeschnitten, also irgendwie scheinen die Cyanos entweder das PO4 n.n oder die Geringfilterung zu mögen. Habe also auch wieder etwas Watte (2 cm Schichtdicke) in den Filter gepackt. Mal sehen, was passiert. Auffällig ist, dass die Pinsels schon deutlich langsame wachsen. Musste von den Cryptos so gut wie nichts wegschneiden.

Ich kann Dir gar nicht sagen, wie gespannt ich bin. Werde demnächst noch (heimlich) die Microbe-Lift Präparate besorgen und dann schauen wir mal :glaskugel: ............. :grow:

Gruß
Oli
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Beitragvon nik » 20 Okt 2013 13:56
Hi Oli,

gut, dann hat sich das mit dem Phosphat schon mal erledigt.

Oliver Alex hat geschrieben:Habe dann das AQ mit 80 ml AR NPK aufgedüngt, so dass ich mit den 20 Nitrat vor dem WW nun bei
N 20
P 1,0
K 13
bin.

Wie meinst du das mit dem N?
Das ist in der Bezeichnung ungenau, gehe aber von NO3 und mg/l aus.

Habe heute jede Menge Cyanos an der Heteranthera abgeschnitten, also irgendwie scheinen die Cyanos entweder das PO4 n.n oder die Geringfilterung zu mögen. Habe also auch wieder etwas Watte (2 cm Schichtdicke) in den Filter gepackt. Mal sehen, was passiert. Auffällig ist, dass die Pinsels schon deutlich langsame wachsen. Musste von den Cryptos so gut wie nichts wegschneiden.

Die Pinselalgen erledigen sich von selbst. Die Cyanos hängen primär von der gegebenen Mikroflora ab. Die ML-Produkte werden das Problem lösen. Dann ist abzuwarten wie weit es auf die restlichen Probleme Einfluss nehmen kann. Was siehst du sonst noch für Algen?

Gruß, Nik
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Beitragvon Oliver Alex » 20 Okt 2013 15:02
Hi Nik,

Wie meinst du das mit dem N?
Das ist in der Bezeichnung ungenau, gehe aber von NO3 und mg/l aus.


Ja, Nitrat - habe mit AR Makro Basic NPK gedüngt, da ist ja nur Nitrat als Stickstoffquelle drin.

Die Pinselalgen erledigen sich von selbst. Die Cyanos hängen primär von der gegebenen Mikroflora ab. Die ML-Produkte werden das Problem lösen.


Ich hoffe es so.....

Was siehst du sonst noch für Algen?


Eigentlich nur noch grüne Fusselalgen auf den Vallisnerien und der Scheibe. Auf der Heteranthera sind die braunen Fusselalgen weg.
Ganz vereinzelt sind mir heute auf der Scheibe vereinzelt ganz kleine grüne Punkte aufgefallen, so nadelstichgroß. Sie sind dort, wo immer die Pinselalgen an der Scheibe waren. Sehen aber kompakter aus als die "grünen Anfänge" der Pinselalgen, die noch an anderern Stellen der Scheibe zu sehen sind. Mal sehen, was aus denen wird.

Habe mir nun auch das KNO3 20% bestellt und auch schon mal eine Portion Harnstoff. Kennst Du "zufällig" einen guten Artikel über die Dosierung und Anwendung von Harnstoff?

Gruß
Oli
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Beitragvon Tigger99 » 20 Okt 2013 15:43
Oli,

mit Harnstoff gibts viel Threads auch einen von mir und viel Hilfe von anderen :thumbs:
Urea und was jetzt...
Zusammengefasst: 26g Urea auf 1Liter D-Wasser gleich 1mg NO3 auf 50L. Nitrit Anstieg messen und im Auge behalten. Mit kleinen Dosierungen anfangen und dann steigern bis hin zum Urea DK Hammer..
Schönen Gruß
Dirk
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Beitragvon nik » 20 Okt 2013 15:50
Hi Oli,

Oliver Alex hat geschrieben:Ja, Nitrat - habe mit AR Makro Basic NPK gedüngt, da ist ja nur Nitrat als Stickstoffquelle drin.

so meinte ich das nicht. Wie kommst du bei vorher 20 mg/l NO3 bei 80ml NPK Zugabe hinterher auf 20 mg/l NO3?

Eigentlich nur noch grüne Fusselalgen auf den Vallisnerien und der Scheibe. Auf der Heteranthera sind die braunen Fusselalgen weg.
Ganz vereinzelt sind mir heute auf der Scheibe vereinzelt ganz kleine grüne Punkte aufgefallen, so nadelstichgroß. Sie sind dort, wo immer die Pinselalgen an der Scheibe waren. Sehen aber kompakter aus als die "grünen Anfänge" der Pinselalgen, die noch an anderern Stellen der Scheibe zu sehen sind. Mal sehen, was aus denen wird.

So es denn Punktalgen sind, ist das auch nicht wichtig. Grünalgen sind zäher zu beseitigen als Rotalgen. Die Fussels kenne ich nicht.
Aus dieser ziemlich konkreten Erfahrung zöge ich vollständig entsalzt und mit Duradrakon sauber aufgehärtet vor.
Meine VEA lieferte allerdings Reinstwasser und ich habe auf einen Wasserwechsel komplett umgestellt - hatte allerdings vorher weicheres Wasser als du. Das Resultat war, die Massen Pinselalgen waren in 14 Tagen völlig verschwunden, die grünen Pelzalgen brauchten dafür 8 Wochen. Danach war Ruhe mit Algen.

Habe mir nun auch das KNO3 20% bestellt und auch schon mal eine Portion Harnstoff. Kennst Du "zufällig" einen guten Artikel über die Dosierung und Anwendung von Harnstoff?

Das ist einfach. Grob ergibt 1mg/l Urea 2mg/l Nitrat. Da durch Urea im Zuge der Nitrifikation Nitrit entsteht, muss der errechnete Wochenbedarf Urea auf entsprechende Portionen als Tagesdüngungen verteilt werden. Für eine Stoßdüngung ist Urea nicht geeignet. Eine gut verteilte Strömung ist dann günstig - auch bezüglich Punktalgen.

Ich mache das mit dem Salz und kleinen, für das Becken passenden Löffelchen. Dazu brauchst du aber eine Feinwaage für 10,-€ aus der Bucht um anfänglich die Portionsgröße bestimmen zu können.
Alternative: Mit einer groben Waage kannst du eine größere Menge Urea in Wasser lösen. Die Seifen- und Düngerspender liefern per Hub etwa 1ml Flüssigkeit. Musst du aber wegen der Schwankungen kontrollieren.

Der Nährstoffrechner hilft dir weiter. Ich zur Not auch. :P ;)

Gruß, Nik
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Beitragvon Oliver Alex » 20 Okt 2013 17:00
Hi Dirk, hi Nik,

danke für den Lesestoff, werd ich mir mal in Ruhe reinziehen.

so meinte ich das nicht. Wie kommst du bei vorher 20 mg/l NO3 bei 80ml NPK Zugabe hinterher auf 20 mg/l NO3?


Ich hatte vor dem WW 20 mg/l NO3 drin. Nach 50% WW sind´s dann ja noch 10 mg/l aufs gesamte AQ. Kalium dürfte vor dem WW fast nichts (~5 mg/l) mehr drin gewesen sein, da sich Kalium durch mein Fischfutter nicht anreichert. Ach wie gerne würde ich Kalium eonfach und kostengünstig messen, aber ich kann erst ab 1 mmol/l..

Dazu brauchst du aber eine Feinwaage für 10,-€ aus der Bucht um anfänglich die Portionsgröße bestimmen zu können.


Habe ich mir schon für mein Kaliumphosphat und Kaliumsulfat zugelegt.

Aus dieser ziemlich konkreten Erfahrung zöge ich vollständig entsalzt und mit Duradrakon sauber aufgehärtet vor.


Mit dem Salz muss ich mich auch noch richtig einlesen. Denn durch die Verschnittmethode sind natürlich die Spurenelemente die große unbekannte. Denkst Du nicht, dass die SE durch den Volldünger zu genüge abgedeckt sind? Auch die Kombination von Duradrakon mit PMS muss ich noch verstehen...

Gruß
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Beitragvon Oliver Alex » 22 Okt 2013 20:51
Hallo zusammen,

so, heute mal wieder getropft. Zum ersten Mal seit dem Beginn der Umstellung auf UOW.

PO4: 0,7 mg/l, d.h. also einen "Verbrauch" von 0,1 mg/l und Tag - wenn das so weiter geht dauert das ewig, bis das weg ist, da ist dann schon wieder Zeit zum WW. Aber dafür werden die neuen Blätter der Echinodoren wieder schön rot! Mit dem Volldünger mache ich trotz des PO4 weiter mit 3 ml tgl. (Micro Basic).

pH 6,6; KH 6; auf dem Dennerle Ei 40 mg/l CO2, passt also

Nik, ich hatte das schon mal gefragt und es scheint mir wichtig, deshalb noch einmal die Frage:

Denn durch die Verschnittmethode sind natürlich die Spurenelemente die große unbekannte. Denkst Du nicht, dass die SE durch den Volldünger zu genüge abgedeckt sind?


Die Cyanos machen munter weiter. Wird Zeit, dass die ML Produkte kommen.
Bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass ich vor Jahren, als ich noch weniger Ahnung von Pflanzenaquaristik hatte als jetzt, schon mal eine Cyano Plage hatte. Deutlich schlimmer als jetzt und das in meinem kleinen Sandbecken. Bin damals zum Fischhändler gegangen und der sagte es liege an den alten Leuchtstoffröhren. Hatte die T8 Röhren immer drin, bis sie ganz kaputt waren. Machte dann eine neue "Amazon Day" rein und die Cyansos waren dann tatsächlich schnell Geschichte. Kann mir kaum vorstellen, dass das Zufall war.

Was haltet ihr eigentlich von der "Eigenmulm"-Therapie, also Filterwatte regelmäßig im AQ auszuwaschen?

Gruß
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Beitragvon nik » 23 Okt 2013 14:05
Hi Oli,

Oliver Alex hat geschrieben:PO4: 0,7 mg/l, d.h. also einen "Verbrauch" von 0,1 mg/l und Tag - wenn das so weiter geht dauert das ewig, bis das weg ist, da ist dann schon wieder Zeit zum WW.

das ist erst einmal ein so hinzunehmendes. Möglicherweise dauert das mit deiner Bepflanzung länger. So viele Stängelpflanzen hast du ja nicht?

Aber dafür werden die neuen Blätter der Echinodoren wieder schön rot! Mit dem Volldünger mache ich trotz des PO4 weiter mit 3 ml tgl. (Micro Basic).

Die E. könnten dein Zeiger für PO4-Düngung sein. Man nimmt die Pflanze, die zuerst meckert.

pH 6,6; KH 6; auf dem Dennerle Ei 40 mg/l CO2, passt also

Mit den Messungenauigkeiten für pH und KH schwankt das um rechnerische 48mg/l. IMO passt das nicht. Meine Schmerzgrenze ist 30mg/l und selbst fahre ich mit meinem Leitungswasser ~20mg/l bei KH 6-7 und bei weicherem Wasser runter bis 10mg/l, dann allerdings geregelt.

Nik, ich hatte das schon mal gefragt und es scheint mir wichtig, deshalb noch einmal die Frage:

Denn durch die Verschnittmethode sind natürlich die Spurenelemente die große unbekannte. Denkst Du nicht, dass die SE durch den Volldünger zu genüge abgedeckt sind?


Also beim Leitungswasser brauchst du nicht mit Spurenelementen zu rechnen, das ist idR. vernachlässigbar. Volldünger sollte ausreichen.
Da bewege ich mich jedoch ziemlich abseits der Forenmeinung und -praxis. Meine Düngung ist SE und Mg betonend, weil ich beides für günstig halte. Das mache ich > 15 Jahre so und konnte damit in Verbinderung mit meiner geringen bis hin zur gänzlich fehlenden Substratfilterung (und Sand als Bodengrund) nicht die üblichen mit reichlich SE in Zusammenhang gebrachten Probleme auch nur ansatzweise erkennen. Umgekehrt ist es so, dass meine Phase reichlicher Filterung mit erheblichen Algenproblemen einher ging. Mir drängt sich schon stark der Verdacht auf, dass hohe Filterleistung, d.h. die Summe aus Filtersubstrat und durchlässigem Bodensubstrat, eine erhebliche Rolle spielt - nicht die reichlichen SE. Gerade bezüglich Pinselalgen, die gehen bei mir überhaupt nicht mehr.

Ich versuche ja mit dir zusammen dein Becken wieder aufzugleisen. So wie ich das selbst mache, bin ich ausgesprochen sicher und versuche das auf deine Verhältnisse zu adaptieren. Solche Vorhaben drohen sogar idR. zu verwässern. Also verwendest du z.B. Kies, fährst einen sehr hohen CO2-Gehalt und filterst mehr als ich das machte. Vielleicht habe ich noch etwas vergessen, egal. Ich erwähne das, weil ich reichlich SE eben in einem starken Kontext zu der Gesamtfilterleistung sehe. Bei mir weiß ich genau unter welchen Umständen das funktioniert, unter deinen Bedingungen, speziell Kies plus Filterung, bin ich nicht mehr sicher.

Bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass ich vor Jahren, als ich noch weniger Ahnung von Pflanzenaquaristik hatte als jetzt, schon mal eine Cyano Plage hatte. Deutlich schlimmer als jetzt und das in meinem kleinen Sandbecken. Bin damals zum Fischhändler gegangen und der sagte es liege an den alten Leuchtstoffröhren. Hatte die T8 Röhren immer drin, bis sie ganz kaputt waren. Machte dann eine neue "Amazon Day" rein und die Cyansos waren dann tatsächlich schnell Geschichte. Kann mir kaum vorstellen, dass das Zufall war.

Wenn eine LL altert, dann verschleißen die Elektroden, die Enden werden dunkel und irgendwann zündet sie nicht mehr. Der 2. Punkt ist die Alterung der Leuchtphosphore, das geht mit abnehmender Lichtleistung einher. Der blaue, grüngelbe und rote altern unterschiedlich, besonders der blaue Leuchtphosphor altert stärker. Je höher der Blauanteil einer Lichtfarbe, desto stärker lässt die Lichtleistung nach. Die MW Leute haben mit ihren blauen LL ein ständiges Problem. Eine übliche 3-Banden T8 (auch Dennerle) hat am Ende ihrer Lebensdauer einen etwa 10% geringeren Lichtstrom mit einer leichten, spektralen Verschiebung hin zum roten Bereich. Das ist alles und bezüglich Pflanzenwirkung erst einmal völlig vernachlässigbar. Jetzt bastelst du eine neue Lampe drüber und dazu muss man nur wissen, dass die anfänglich einen höheren als den Nennlichtstrom hat. Praktisch ist der Effekt der neuen Lampe - bei gleicher Lichtfarbe - ein etwas höherer Blauanteil und ein anfänglich, d.h. etwa die ersten 100 Brennstunden, durchaus deutlicher Unterschied in der höheren Lichtintensität. In diesem Bereich vermutete ich eine evtl. indirekte Wirkung. Ich kenne deinen speziellen Fall nicht, habe da aber auch mangels CB keine nennenswerten Abhängigkeiten über noch mehr ;) Jahre erkennen können. Licht interessiert mich technisch nicht mehr sonderlich. Gut aussehen muss es und genug - auch effizient - habe ich des weiteren im Lastenheft.

Im Rahmen üblicher Lichtfarben interessiert Pflanzen/Algen/photosynthetisierende Bakterien vor allem Lichtintensität, nicht Lichtfarbe.

Was haltet ihr eigentlich von der "Eigenmulm"-Therapie, also Filterwatte regelmäßig im AQ auszuwaschen?

Versuche es, könnte helfen. Ich habe das noch nicht gemacht.

Gruß, Nik
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Beitragvon Oliver Alex » 03 Nov 2013 23:57
Hi Nik,

bin gerade am verzweifeln. Bin seit einer Woche auf KH 4, GH 9 mit Mg / Ca = 1 / 3, habe die SB - NO II Kombi angewendet, aber es wird alles schlechter statt besser. Nicht nur dass die Cyanos bis dato unbeeindruckt von dem stickigen Cocktail sind, nun zicken auch noch meine Cryptos herum und quittieren die Wasserumstellung mit sich auflösenden Blättern. Wachsen tut irgendwie auch nichts richtig - nur der Echinodorus hat seit der einmaligen PO4 Stoßdüngung wieder rote Blätter.
Heute wollte ich mal wieder WW machen, dabei hat mein 12 Monate alter Eheim 350T den Geist aufgegeben - na prima. ich habe keine Lust mehr und wenn nicht bald ein Wunder passiert, dann lass ich es sein.

Gruß
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Beitragvon nik » 04 Nov 2013 00:50
Hi Oli,

ich hätte gleich vollständig entsalzen und mit Duradrakon aufbereitet. Wenn es ernst wird, dann lasse ich halbgare Lösungen sein. Das kannst du ja noch. Genauso deutlich sage ich aber auch, mit dem SB und NO II tut es auch nicht den Schlag und die CB sind weg. Hältst du dich an die Beschreibung auf der Arka HP?
Der defekte Filter nervt sicherlich, aber für den gibt es jedes Ersatzteil. Ansonsten lasse der Bakterienkur wenigstens 2 Wochen Zeit. Es ist nicht tröstlich, aber bei mir sah das anfangs auch nicht nach Wirkung auf die CB aus, als ich es dann aber sah, wirkte es eindeutig und nachhaltig.

Die Cryptocorynen sind wurscht, das ist eine Millieuveränderung, die erholen sich wieder.

Gruß, Nik
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Beitragvon Oliver Alex » 05 Nov 2013 17:17
Hi Nik,

Hältst du dich an die Beschreibung auf der Arka HP?


Leider steht dazu nur wenig, habe bisher so dosiert:

1. Tag "morgens" 62 ml SB
3. Tag abends 30 ml NO II
5. Tag abends 30 ml NO II
7. Tag abends 30 ml NO II
8. Tag 50% WW, dann 30 ml SB
9. Tag "morgens 62 ml SB
morgen kommen wieder 30 ml NO II abends rein.

Komisch finde ich das NO II. Im Gegensatz zum SB ist das NO II wasserklar und riecht nach nix. Kann das sein? Oder hat mich evtl. der Verkäufer übern Tisch gezogen?

Gruß
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Beitragvon nik » 05 Nov 2013 18:19
Hi Oli,

passt schon.

Gruß, Nik
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Beitragvon Oliver Alex » 09 Nov 2013 23:08
Hi Nik,

endlich ist heute der neue Pumpenkopf meines Eheims 350T gekommen - ging extrem schnell mit dem Service. Heute gleich ein 50% WW und wieder jede Menge Cyanos abgesaugt, nach dem WW wieder Stinkebrühe rein...bis jetzt nützt es nichts....habe sogar das Gefühl, dass in den ersten beiden Tage nach dem SB es etwas besser wird, aber sobald ich NOII reinkippe wird es wieder schlechter - kann mich aber auch irren, da Bakterien ja exponentiell wachsen.

Nun fangen auch die Vallisnerien an zu zicken, die wollen nach der Umstellung auf Weichwasser gar nicht mehr wachsen - aber wahrscheinlich / hoffentlich gibt sich das wieder. Die Cryptos sehen zum fürchten aus (wie das ganze AQ).

Habe jetzt "eigenmächtig" an der Beleuchtung gedreht. Habe wegen meiner damaligen positiven Erfahrung mit Cyanos und Lampentausch meine 865 und 840 gegen 965 und 940 getauscht, hatte die eh da. Die 5-Band-Lampen sollen ja trotz weniger Lumen nahezu identisches Wuchslicht mit den 3-Bändern haben und anscheinend sollen die Cyanos einen noch größeren Spektralbereich zur Photosynthese nutzen können als normale Pflanzen. Von daher könnte das den Biestern zusätzlich zu schaffen machen. Außerdem habe ich nun auch die Lichtintensität verringert. Bin mal gespannt, wohin das führt.

Gruß
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