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Postby kiko » 29 Sep 2013 14:15
hi,
Mikroskopisch werden ja immer Algen vorhanden sein, selbst im LW

kennst Du zufällig eine gute Übersicht mit der Algenanfälligkeit von Pflanzen.

Das Leitungswasser durchläuft in der Kläranlage mehrere Klärstufen und wird idr. per UVC gefiltert - da bleibt "nicht viel relevantes" über an Sporen, Pilzen und Bakterien. Einige der Algenarten die teils in Aquarien vorkommen, sind zudem gar nicht in der Natur hierzulande heimisch, so daß eine Übertragung mancher Arten übers LW perse auszuschließen ist.
Bzgl. Pflanzen und deren anfälligkeit kenne ich leider keine Liste - mir selbst ist aber in meinen Becken aufgefallen, daß manche Ludwigien (Atlantis & Co) wie auch die einfacheren Rotalas (Kramer, Singapore usw.) zb von Pinselalgen durchschnittlich weniger befallen werden als manch andere Art aus derselben Pflanzengattung. Auch Micromanthem Umbrosum, Limnophilia Needle Leaf usw. sind dsbzgl. weit weniger anfällig als z.b. eine Limnophila Broad Leaf. Die bekannteren Limnophilia Sessifloras werden auch eher seltener von Bart/Fusselalgen befallen als z.b. eine Limnophilia vietnam und so weiter.
Dies allerdings auch immer nur unter der Vorraussetzung, das die Pflanzen gesund + wüchsig dastehen. (also keine "Kümmerlinge" oder so :wink: )
Nur sind die paar genannten Arten keinesfalls repräsentativ, sondern lediglich eigene Beobachtungen die sich nicht mit Erfahrungen anderer decken müssen. Vielleicht wäre es in dem Zusammenhang daher mal intererssant einen seperaten (Sammel)Tread eröffnen, welche Beobachtungen andere dbzgl. schon gemacht haben.
So ließe sich ev. eine Tendenz zu weniger algenempfindlichen Arten erkennen.

Das schöne an Niks Mikroflora-Theorie ist, das diese jene auch die Deko vor Algenbefall schützt
.
Bzgl. Sandbecken kann ich nicht viel mitreden und Nick ist da der mit der langjährigen Erfahrung in diesen Bereichen. Gegen Sandbecken bin ich prinzipiell btw. auch nicht (hatte selbst mal eins :smile: ) - nur ich denke halt, das nicht nur Substrat alleine sondern manches zudem auch von Wasserwerten incl. der Bewohner abhängt. Habe z.b. ein Altwasserbecken mit PH5/KH0 & Africana Soil - Staub/Punktalgen mögen diese Konstellation einfach nicht - andere Algenarten hingegen fühlen sich bei so Werten "wohler". Das allgemein Becken mit zunehmender Standzeit (ob mit oder ohne WW außen vorgelassen) dennoch mit der Zeit immer besser laufen, sollte man auch nicht außer acht lassen, das Algenaufwuchs von div. Bewohnern kontinuierlich abgeweidet wird und ein Teil der Algen zudem durch Rückschnitte, WWs etc. pp. fortlaufend ausgetragen wird. Dies geschieht zwar immer nur in kleinen und manchmal kaum bemerkbaren Schritten, aber steter Tropfen höhlt den Stein.
grüße Olaf-Peter
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Postby Oliver Alex » 29 Sep 2013 21:07
Hi zusammen,

kann heute Abend mich nicht mehr aufraffen mich großartig mental zu belasten - das AQ ist Belastung genug, weil es halt so vor sich hin algt.
Ich habe mir schon überlegt, ob ich nun zusätzlich zur Lichtdauer auch die Intensität verringern soll.
Wenn Algen nicht ohne Licht wachsen, könnte man nicht einfach ein neu aufzusetzendes Becken mit Bodengrund und Deko voll düngen und einfach mal sagen wir 3 Monate in völliger Dunkelheit belassen? Das sollte ja für die Mikroflora super sein.
Etwas OT: würdet Ihr lieber eine Osmoseanlage anschaffen oder einen Vollentsalzer? Jetzt mal unabhängig von Aufwand und Kosten. Was liefert denn das bessere Ergebnis?

Gruß
Oli
Oliver Alex
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Postby nik » 30 Sep 2013 07:13
Hi Oli,

eindeutig Mischbett. Komfortabelste und teuerste Lösung. Das ist Kationen-/Anionenharz in einer Säule, das bei Erschöpfung gegen frisches Harz getauscht wird. Der Anbieter regeneriert die erschöpften Harze. Das geht nicht selbst, denn dazu müssen die Harze getrennt werden.

Noch gründlicher, wobei das kaum einen Unterschied zum Mischbett macht, ist eine drei Säulen VEA mit stark saurem, stark basischem Harz und einem Mischbett als dritter Säule. Es entsteht der Aufwand des Regenerierens der ersten beiden Säulen, das Mischbett hat aber eine sehr lange Standzeit. Insgesamt die aufwändigste Lösung. Das machte ich, ich wollte seinerzeit Reinstwasser, denn das war mein letzter Versuch vor der Hobbyaufgabe. Dein Algenproblem ist im Vergleich Kinderpippi. :) Dieser letzte Versuch hatte dann eingeschlagen wie eine Bombe. Das war schon ziemliches Glück, denn sonst schriebe ich dir nicht mehr. Das ist etwa gute 15 Jahre her.

Dann die üblichen Lösungen, 2 Säulen VEA mit stark saurem und schwach basischem Harz und UOA. Die VEA ergibt weicheres Wasser, die UOA bekommt idR. das Silikat besser raus. Nicht nur wegen der besseren Silikatentfernung würde ich bei diesen beiden Lösungen eindeutig eine gute UOA vorziehen. Jörg Gottwald ist hier im Forum unterwegs, er ist kompetent und wäre mir mein Ansprechpartner. Er bietet solche guten UOA an.

Möglich ist auch UOA und (dann haltbares) Mischbett hinterher.

Es wird zwar gerne schwadroniert wie schlimm Kieselsäure ist, genauso aber auch wie belanglos sie ist. Ich kenne beides, es geht mit reichlich Kieselsäure, aber ohne ist eindeutig so entspannend, dass ich meine VEA wieder entmotten werde. Außerdem, die Weichwasserpflanzenaquaristik (<= 2KH) hat was. Das machen manche Soils, allerdings nur eine Zeit lang.

Lichtintensität verringern bringt nichts, die Lichtdauer ist wichtig. Es war spät ;) , ohne Licht ist Volldüngung nicht mehr nötig, denn dann wächst nichts mehr. Schaue nicht alleine auf die Mikroflora, es ist sicherlich wichtig, aber nur ein Teil.

Es ist auf dem Weg.

Gruß, Nik
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Postby Oliver Alex » 02 Oct 2013 21:50
Hi Nik,

Silikate sind nicht wirklich schlimm, aber ein Betrieb ohne, das kann ich aus Erfahrung sagen, ist so entspannend, dass ich meine VEA irgendwann wieder benutzen werde.


Die VEA ergibt weicheres Wasser, die UOA bekommt idR. das Silikat besser raus. Nicht nur wegen der besseren Silikatentfernung würde ich bei diesen beiden Lösungen eindeutig eine gute UOA vorziehen.


Diese beiden Aussagen scheinen sich mir auf den ersten Blick zu widersprechen. Aber da mein LW ein Silikat von 0,2 hat, dürfte dies Silikatclearance so oder so irrelevant sein. Wahrscheinlich werde ich mir dann eine UOA zulegen. Habe an eine dieser beiden gedacht:

http://www.inga-ro-systems.eu/epages/62785839.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62785839/Products/007
http://www.top-messtechnik.com/jtlshop/navi.php?a=610&lang=ger&JTLSHOP=5vt5gj8u30irbf4p4r04g6tcr61tqjso

Hast Du von denen schon mal was gehört oder gelesen?

Heute habe ich mal wieder getropft. PO4 immer noch unter dem Messbereich. Seit 4 Tagen schon. Aber seit nur noch der grobe Vorfilterschwamm (doch nur 2 cm dick) drin ist, ist das Wasser schon ziemlich mit Schwebstofen belastet. Vielleicht wird es ja nach der Bakterienkur besser

Nun komme ich zum eigentlich verblüffenden: die Verkrüppelungen sind weg seit ich das CO2 bei 40 halte. Wieso das? Scheint vielleicht doch irgendeine Konkurrenz zum CO2 zu sein, aber welche. Aber eine UOA wird es trotzdem. Wenn Du mal Deine Glaskugel bemühst, wie denkst Du reagieren die Pflanzen auf das bald eingesetzte weiche Wasser? Mit besserem Wuchs?

Lichtintensität verringern bringt nichts, die Lichtdauer ist wichtig.


Meine Intention war es, dadurch das Wachstum der Pflanzen noch weiter zu verringern und die Nährstoffsituation zu entspannen, quasi auch als Diferentialdiagnose des Krüppelwachstums, soll heißen wenn die Pflanzen weiter gekrüppelt hätten, dann eher wegen zu hoher GH, wenn es besser eworden wäre doch einen CO2 Mangel. Aber nun ist (vorerst) vorbei mit dem Krüppeln - warum auch immer.

Es war spät ;) , ohne Licht ist Volldüngung nicht mehr nötig, denn dann wächst nichts mehr.


Naja, auch die Mikroflora brauch was zu beißen, oder kann die nur nicht vollständig mineralisierte Nährstoffe verwerten?

Gruß
Oli
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Postby nik » 03 Oct 2013 08:51
Hi Oli,

Oliver Alex wrote:.
.
.
Diese beiden Aussagen [bezüglich Silikat] scheinen sich mir auf den ersten Blick zu widersprechen.

na ja, ich habe viel geschrieben, aber das sollte klar aus meinem Geschreibsel hervor gehen. ;)

Aber da mein LW ein Silikat von 0,2 hat, dürfte dies Silikatclearance so oder so irrelevant sein. Wahrscheinlich werde ich mir dann eine UOA zulegen. Habe an eine dieser beiden gedacht:
http://www.inga-ro-systems.eu/epages/62785839.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62785839/Products/007
http://www.top-messtechnik.com/jtlshop/navi.php?a=610&lang=ger&JTLSHOP=5vt5gj8u30irbf4p4r04g6tcr61tqjso

Hast Du von denen schon mal was gehört oder gelesen?

Nein. Liest sich nett, ich kann aber UOA nicht in dem Maße wie VEA beurteilen. Das ist bei UOA eine Frage der Qualität der Komponenten und deren guten Abstimmung allgemein und der individuellen Bedürfnisse im Speziellen. Das weiß ich nicht, das kann ich nicht. Eine gute UOA nähme ich auch an deiner Stelle. Mit dem ungewöhnlich geringen Silikat hast du Glück! Kann ich kaum glauben. Was mir bei dem Angebot sofort auffällt, ist der erforderliche Leitungswasserdruck von 4, besser 6 bar. Die 4 bar hast du schon ziemlich sicher nicht! Also fehlt die Boosterpumpe.

Hier im Forum ist auch Jörg Gottwald unterwegs. Von ihm sind nicht wenige UOA dieser, vermutlich besserer Qualität im Umlauf. Ich habe noch nie von irgendwelchen Problemen gelesen. Von ihm bekommst du das was du brauchst. Das ist dann optisch nicht billig, aber komplett, von guter Qualität und an der Preiswürdigkeit habe ich keinen Zweifel. Für mich wäre das mit ihm einfach zu lösen und hätte nicht mal den Bedarf nach Alternativen zu suchen. Ich beschreibe es für mich mal so, ich habe nicht das Geld um billig oder auch teuer zu kaufen.

Heute habe ich mal wieder getropft. PO4 immer noch unter dem Messbereich. Seit 4 Tagen schon. Aber seit nur noch der grobe Vorfilterschwamm (doch nur 2 cm dick) drin ist, ist das Wasser schon ziemlich mit Schwebstofen belastet. Vielleicht wird es ja nach der Bakterienkur besser

Mit einem guten, nicht gefilterten Becken ist grundsätzlich kristallklares Wasser möglich. Das sind ja noch Anfänge bei einem jungen Becken. Ich erinnere dich an deine Antennenwelse. So was ist dann endlich. Ich versuche dir was rundes nahe zu bringen, ich insistiere nicht ohne Grund.
PO4-Zugabe kann noch warten.


Nun komme ich zum eigentlich verblüffenden: die Verkrüppelungen sind weg seit ich das CO2 bei 40 halte. Wieso das? Scheint vielleicht doch irgendeine Konkurrenz zum CO2 zu sein, aber welche. Aber eine UOA wird es trotzdem. Wenn Du mal Deine Glaskugel bemühst, wie denkst Du reagieren die Pflanzen auf das bald eingesetzte weiche Wasser? Mit besserem Wuchs?

Glaskugel habe ich keine, aber mich springt sofort die indirekte Wirkung des CO2 über den niedrigeren pH und die dadurch bessere Verfügbarkeit der Spurenelemente an. Mit weichem Wasser brauchst du dafür weniger CO2. Mein Starklicht-/Weichwasser-(<0,5KH)/Altwasser-/Pflanzenbecken hatte ich viele Jahre mit allerdings geregeltem, nichtsdestotrotz optisch geringem CO2-Gehalt von ~10mg/l betrieben. Das war das beste Becken das ich je betrieben hatte. Wegen der unnötig belastenden Wirkung auf die Fauna habe ich innere Widerstände bei CO2-Gehalten >20mg/l. Ich weiß einfach, dass das nicht nötig ist.

Meine Intention war es, dadurch das Wachstum der Pflanzen noch weiter zu verringern und die Nährstoffsituation zu entspannen, quasi auch als Differentialdiagnose des Krüppelwachstums, soll heißen wenn die Pflanzen weiter gekrüppelt hätten, dann eher wegen zu hoher GH, wenn es besser geworden wäre doch einen CO2 Mangel. Aber nun ist (vorerst) vorbei mit dem Krüppeln - warum auch immer.

Bei der zeitlichen Lichtreduzierung ist die untere, wichtige Grenze die ausreichende Sauerstoffversorgung des Aquariums. Man kann das mit Luftpumpe machen, eben mit Nachteilen bezüglich der CO2-Versorgung, aber mit Pflanzen geht das sowieso höchst effizient und die brauchen die Lichtintensität damit der Stoffwechsel brummt. Ich dimme ja, aber dann nicht mehr. Es reicht auch nur geringes, aber längeres Licht um die Algen vermeidende Wirkung aufzuheben.
Die hohe GH erfordert wegen der Abhängigkeit eine ungewisse Anhebung von K. Das kann weitere Abhängigkeiten zu anderen Nährstoffen haben. Das ist noch weitgehend unklar und es empfiehlt sich bei fehlendem forschenden Interesse sich in erprobten Bereichen zu bewegen.

Naja, auch die Mikroflora brauch was zu beißen, oder kann die nur nicht vollständig mineralisierte Nährstoffe verwerten?

Besser wird in organische/anorganische Stoffe unterschieden, für beides gibt es Verwerter.

Gruß, Nik
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Postby Oliver Alex » 05 Oct 2013 20:45
Hi Nik,

heute nur kurz:

PO4-Zugabe kann noch warten.


Wie lange noch. Sollte morgen einen WW machen, da ich diese Woche sonst nicht mehr dazu komme.
WW bedeutet aber bei 50% ein PO4 im AQ von 0,1. Soll ich es dann gleich aufdüngen auf 0,5?

Gruß
Oli
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Postby nik » 06 Oct 2013 10:51
Hi Oli,

Her je, fällt dir das schwer. Keine Zugabe von PO4.

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Postby Oliver Alex » 07 Oct 2013 08:38
Hi Nik,

gut, warte ich noch, kam eh noch nicht zum WW.....
Du hast halt dwn Vorteil, dass Du den PO4 Mangel per Blickdiagnose sicher erkennen kannst. Da habe ich keine Ahnung und bei den Beschreibungen der Symptome ist so richtig eindeutiges (wie z.B. die Löcher bei Kaliummangel) nicht dabei.
Wartest Du immer mit PO4 bis Du Mangelsymptome siehst?

Gruß
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Postby nik » 07 Oct 2013 10:16
Hi Oli,

bei meinem Leitungswasser mit 1 - 1,5 mg/l PO4 sehe ich PO4-Mangel nur mehr ausgesprochen selten. Du erkennst den auch. Stängelpflanzen bieten sich an. Bei einem gegebenen und andauernden PO4-Mangel wird eine der Stängelpflanzen anfangen und deutlich im Durchmesser der Triebspitze nachlassen. Fortgeschritten kommt es zur Dunkelgrünfärbung und Starrtracht der Triebspitze. Bei der Starrtracht fasst sich die verkümmernde Triebspitze deutlich härter an als normale Pflanzenblätter. Das siehst du einmal, fühlst du einmal, korrigierst das über eine PO4-Zugabe, die Reaktion der Pflanze siehst du in spätestens drei Tagen über den sprunghaft zunehmenden Durchmesser der Triebspitze und erkennst das zukünftig sicher.

Es geht jetzt erst mal nicht darum einen Mangel erzeugen, das geht nicht so schnell. Später solltest du dir das aber unbedingt mal ansehen. Die normale Stoßdüngung soll funktionieren, d.h. wenn z.B. nächste oder übernächste Woche beim Ww 1mg/l PO4 zugegeben wird, dann sollte das spätestens nach drei Tagen nicht mehr nachweisbar sein. Das hängt natürlich auch von der Pflanzenmasse ab, es sollte nach möglichst kurzer Zeit nicht mehr nachweisbar sein. Ziel ist, PO4 meist n.n. zu haben.

Gruß, Nik
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Postby Oliver Alex » 11 Oct 2013 09:48
Hi Nik,

so, heute ist Tag 13 mit PO4 n.m.. Gestern habe ich einen 50% WW gemacht, da lies sich eine PO4 Stoßdüngung mit 0,1 wegen fehlender UOA nicht vermeiden. Werde heute Abend mal tropfen, ob das PO4 wieder weg ist. Hatte gestern vor dem WW auch zum ersten mal etwas Nitrit mit 0,025. Gleich heute Abend kontrollieren.

Mit dem erhöhten CO2 lässt sich sagen, dass das Krüppeln der Heteranthera zosterifolia weg ist, auch die Fusselalgen auf den neuen Trieben sind so gut wie nicht mehr da. Die Pinselalgen sind ebenfalls deutlich rückläufig. Nur noch die Cyanos vermehren sich munter weiter und machen sich besonders auf der Marsilea und der Heteranthera breit.

Das Wachstum allgeimein ist immer noch unbefriedigend, aber wie kann das auch anders sein bei dem Betonwasser, 6 Std. Licht und PO4 mit n.m. :wink:

Nochmal zum Thema UOA. Also wenn ich eine nehme, dann diese:
http://shop.filterzentrale.de/product_info.php?info=p2_300-gpd-directflow-umklehrosmose-wasserfilter-b-ware.html

Noch mal ganz konkret gefragt: Denkst Du bezüglich des Pflanzenwachstums bringt der Einsatz einer UOA den Durchbruch?
Dachte so an 50% LW und 50% OW, d.h. eine GH von 11 und eine KH von 6. Dies hätte den Vorteil, dass NO3 bei 10 wäre und ich auf einen Nitratdünger verzichten könnte.
Andererseits ist halt so, dass wenn (was für ein schlechtes Deutsch...) ich schon eine 300 GPD Anlage habe ich auch gleich 100% OW nehmen kann und das Wasser aufsalzen kann. Bin mir da noch nicht so schlüssig, außerdem gibt es ja wieder viele verschiedene Duradrakons....brauche da noch etwas Input (links) zum Lesen.

Gruß
Oli

PS: Meine Frau steinigt mich noch.
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Postby nik » 11 Oct 2013 18:48
Hi Oli,

Oliver Alex wrote:Hi Nik,

so, heute ist Tag 13 mit PO4 n.m.. Gestern habe ich einen 50% WW gemacht, da lies sich eine PO4 Stoßdüngung mit 0,1 wegen fehlender UOA nicht vermeiden. Werde heute Abend mal tropfen, ob das PO4 wieder weg ist. Hatte gestern vor dem WW auch zum ersten mal etwas Nitrit mit 0,025. Gleich heute Abend kontrollieren.

und? Bricht irgendwie erkennbar ohne PO4 die Hütte schon zusammen? :flirt: Wenn die Pflanzen eh nicht wachsen ist das erst mal nicht so wichtig. Am PO4 liegt das nicht.

Nitrit ist allerdings merkwürdig. Hast du zufällig im passenden Zeitraum vorher gefüttert?

Das Wachstum allgeimein ist immer noch unbefriedigend, aber wie kann das auch anders sein bei dem Betonwasser, 6 Std. Licht und PO4 mit n.m. :wink:

Sicher kann ich dir sagen, am PO4 und am Licht liegt es nicht.


Von mir aus, ich bin aber nicht auskunftsfähig. Eine gute Beratung ist schon etwas wert.

Noch mal ganz konkret gefragt: Denkst Du bezüglich des Pflanzenwachstums bringt der Einsatz einer UOA den Durchbruch?
Ich denke, dass sich darüber viel beeinflussen lässt, aber nicht alles.

Dachte so an 50% LW und 50% OW, d.h. eine GH von 11 und eine KH von 6. Dies hätte den Vorteil, dass NO3 bei 10 wäre und ich auf einen Nitratdünger verzichten könnte.
Andererseits ist halt so, dass wenn (was für ein schlechtes Deutsch...) ich schon eine 300 GPD Anlage habe ich auch gleich 100% OW nehmen kann und das Wasser aufsalzen kann. Bin mir da noch nicht so schlüssig, außerdem gibt es ja wieder viele verschiedene Duradrakons....brauche da noch etwas Input (links) zum Lesen.

Drak.de -> Aufhärtesalze -> Duradrakon.

Die 10 mg/l NO3 kämen nur mit dem Ww und wären schon zu knapp. Du brauchst eine Kaliumdüngung über KNO3 und eine Stickstoffergänzung über Urea. Phosphat auf Stoß mittels KH2PO4 und gut ist mit den Makros. Das Duradrakon bringt schon Spurenelemente mit, Ca und Mg passen, bisschen K ist auch schon dabei. Einen guten Volldünger dazu und alle Spatzen sind gefangen. Anfänglich vollständig zu entsalzen macht Sinn um Fehlerquellen zu minimieren.

Um das Becken mikrobiell ein wenig zu schubsen, aber auch um die Cyanobakterien los zu werden, machte
eine Anwendung von ML-SB und NO II Sinn.

PS: Meine Frau steinigt mich noch.

Ui ui ui, da müssen wir die aufkommenden bösen Geister aber mit prächtigst grünen Unterwasserlandschaften beschwichtigen. :)

Gruß, Nik
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Postby Oliver Alex » 11 Oct 2013 21:43
Hi Nik,

und? Bricht irgendwie erkennbar ohne PO4 die Hütte schon zusammen? :flirt: Wenn die Pflanzen eh nicht wachsen ist das erst mal nicht so wichtig. Am PO4 liegt das nicht.


Naja, rein optisch habe ich weniger Algen seit dem Reset Anfang September, aber die Pflanzen sollten schon wachsen Du weißt ja sonst werde ich ge...:keule: ...... :wink:

Sicher kann ich dir sagen, am PO4 und am Licht liegt es nicht.


Na dann kanns ja nur am Beton iegen! A :censored: geleckt ich bestelle jetzt diese UOA.

Nitrit ist allerdings merkwürdig. Hast du zufällig im passenden Zeitraum vorher gefüttert?


Dieser Mini-Nitrit-Peak würde jedenfalls mit 5 Wochen nach dem Reset und Filterleerung passen.

Drak.de -> Aufhärtesalze -> Duradrakon


Ja klar, aber welches M, T oder Non-M-Non-T?

Die 10 mg/l NO3 kämen nur mit dem Ww und wären schon zu knapp. Du brauchst eine Kaliumdüngung über KNO3 und eine Stickstoffergänzung über Urea.


Beim NO3 mache ich mir wenig Sorgen, denn da habe ich fast keinen Verbrauch gemessen - wohl übers Futter genug dazu gekommen. Allerdings klar, wenn ich voll entsalze, dann KNO3 - kennst Du eine gute Bezugsquelle? Es gibt "freiverkäuflich" eine 20%ige KNO3 Lösung für relativ wenig Geld. Was hälst Du davon?
http://store.*******.de/de/Naehrstoffe-fuer-die-Aquaristik/Makroelemente/Kaliumnitrat-Loesung-20-5000ml

Um das Becken mikrobiell ein wenig zu schubsen, aber auch um die Cyanobakterien los zu werden, machte eine Anwendung von ML-SB und NO II Sinn.


Dosierst Du es nach Packungsbeilage? Wie lange? Dauerhaft ja nicht, oder?

Ui ui ui, da müssen wir die aufkommenden bösen Geister aber mit prächtigst grünen Unterwasserlandschaften beschwichtigen.


:paket: :paket: :paket: :grow: :grow: :grow: bei Männern wärs einfacher :bier:

So heute habe ich keine Lust mehr zum Tropfen - reicht auch morgen - den Fischen gehts ja gut.

Gruß
Oli

Braucht man beim Einsatz einer UOA unbedingt ein Leitwertmessgerät?
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Postby nik » 12 Oct 2013 13:07
Hi Oli,
Oliver Alex wrote:Ja klar, aber welches M, T oder Non-M-Non-T?

Duradrakon :flirt:

Beim NO3 mache ich mir wenig Sorgen, denn da habe ich fast keinen Verbrauch gemessen - wohl übers Futter genug dazu gekommen. Allerdings klar, wenn ich voll entsalze, dann KNO3 - kennst Du eine gute Bezugsquelle? Es gibt "freiverkäuflich" eine 20%ige KNO3 Lösung für relativ wenig Geld. Was hältst Du davon?

Die Pflanzen wachsen nicht, die verbrauchen alles nicht. Das wird sich ändern!
Von dem Shop halte ich nichts, das Produkt ist leider alternativlos. Du brauchst nur einen Liter. Das entspricht 200g KNO3, das reicht lange hin.
Um das Becken mikrobiell ein wenig zu schubsen, aber auch um die Cyanobakterien los zu werden, machte eine Anwendung von ML-SB und NO II Sinn.


Dosierst Du es nach Packungsbeilage? Wie lange? Dauerhaft ja nicht, oder?

Auf der Arka Homepage steht die Anwendung bei Cyanobakterien.
Ich schaue mir schon an was die Mittel leisten können und wende sie nur im entsprechenden Bedarfsfalle an
Der Special Blend taugt gut zum Einfahren, auch in Grenzen zum "mikrobiologischen Reparieren" eines Aquariums, dann eben gegen Cyanobakterien und auch bei Problemen mit Schwefelwasserstoff. Benutze ich nur dann, habe es aber immer da. Das Nite Out II ist vermutlich ersetzbar, trotzdem nähme ich es. Ecological Laboratories ist schon ein Spezialist in bakteriellen Lösungen. Das habe ich auch schon von anderen Anbietern gelesen bzw. für sich reklamierend gesehen, aber die Praxis, na ja, konnte mich allenfalls partiell überzeugen.
Meine Begeisterung für die Microbe Lift Produkte ist sehr wohl auch endlich, es sind eben einige aquaristisch wertvolle Lösungen dabei.
... bei Männern wärs einfacher :bier:

:D Das ist wahr - wenn die keine Mädchen sind ... :stumm: So, jetzt aber gleich 5,-€ in die Ultra-Machokasse. :roll:

Braucht man beim Einsatz einer UOA unbedingt ein Leitwertmessgerät?

Bin da nicht der Praktiker, wenn, dann nur um das Ende der Membran erkennen zu können. Vielleicht reicht dafür auch schon ein GH-Test.

Gruß, Nik
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Postby Oliver Alex » 15 Oct 2013 23:23
Hi Nik,

so, die Anlage müsste demnächst eintrudeln. Will am Anfang erstmal mit LW verschneiden.
Dachte an 70% OW und 30% LW.
Bei meinen ertropften Werten

GH 22
KH 12
NO3 20

sollte dann die Mixture bei

GH 6,6
KH 3,6
NO3 6

sein.

Bei meiner TW-Analyse sind leider Ca 99 und Mg 22 angegeben, was eine GH von knapp 19 ergibt. Jetzt stellt sich mir die Frage, wie eng man das Ionenverhältnis von Ca:Mg:K einstellen sollte? Was hälst Du von 4:1:0,5?
Wie hoch hälst Du Dein Nitrat? Düngst Du noch nach Deinem Thread die Düngung zur Geringfilterung? Ich muss da aktuell deutlich davon abweichen, da mein NO3 Verbrauch noch nie so richtig nachvollziehbar war, sei es durch eingeschränktes Wachstum oder durch Fütterung. Jedenfalls hatte ich in 2 Wochen maximal 10 mg/l Verbrauch. Wo es irgend geht wende ich das KISS Prinzip an (keep it stupid simple), neige deshalb dazu das NO3 auch per Stoßdüngung bei WW dazuzugeben (aktuell).

Gruß
Oli

PS: Ohne PO4 nun seit 18 Tagen......
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Postby nik » 16 Oct 2013 13:48
Hi Oli,

Oliver Alex wrote:Bei meiner TW-Analyse sind leider Ca 99 und Mg 22 angegeben, was eine GH von knapp 19 ergibt. Jetzt stellt sich mir die Frage, wie eng man das Ionenverhältnis von Ca:Mg:K einstellen sollte? Was hältst Du von 4:1:0,5?

bei 70:30 hast du 30mg/l Ca und 6,6mg/l Mg, eher ein bisschen mehr. Muss man nicht korrigieren, ich machte es in jedem Fall und dann stellte ich es auf 3:1 ein. Dann machst du mit einem zusätzlichen Magnesiumsalz herum.
Vollentsalzen, mit dem schon vollständigen Duradrakon aufhärten, einen Volldünger, die Makros dazu, das ist KISS.

Mischen würde ich nur im Übergang zum Ziel KH2 mittels Duradrakon.

Wie hoch hälst Du Dein Nitrat? Düngst Du noch nach Deinem Thread die Düngung zur Geringfilterung? Ich muss da aktuell deutlich davon abweichen, da mein NO3 Verbrauch noch nie so richtig nachvollziehbar war, sei es durch eingeschränktes Wachstum oder durch Fütterung. Jedenfalls hatte ich in 2 Wochen maximal 10 mg/l Verbrauch. Wo es irgend geht wende ich das KISS Prinzip an (keep it stupid simple), neige deshalb dazu das NO3 auch per Stoßdüngung bei WW dazuzugeben (aktuell).

Herr Je, bist du manchmal hartnäckig. :D Das wird wachsen - und dann natürlich auch verbrauchen!
Selbst mit 100%igem WW hast du nur 6mg/l Nitrat, reicht eh nicht. K bei Wasserwechsel über KNO3 aufgedüngt und der Rest Stickstoff über Urea ist viel eleganter. Dein Nitrat im LW hat keinen Mehrwert. Über aufbereitetes, vollentsalztes Wasser wird das elegant und hat beste Chancen.

Ich dünge recht schlampig und idR. auf Sicht, das kann man machen wenn das Becken gut läuft. Was ich in der Düngung zur Geringfilterung geschrieben habe, sind passende Werte und in ihrer Absolutheit nur mit dem Hintergrund möglicher Fehler-/Problemvermeidung zu sehen. Es ist eine gute Orientierung. Ansonsten halte ich es mit dem Lama namens Dalai: Lerne die Regeln, damit du sie richtig brechen kannst. ;)

PS: Ohne PO4 nun seit 18 Tagen......

Und? Immer noch meckert keine Pflanze. Die "Regel" zum Phosphat hatte ich schon beschrieben. ;) Wenn du auf UOA umstellst, dann macht PO4 Sinn. Derzeit ist es einfach nicht limitierend.
Mit vollentsalztem, aufbereiteten Wasser kannst du sicher sein, kein Problem mit dem Wasser zu haben. Das finde ich extrem entspannend.

Gruß, Nik
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16 May 2011 10:43
Algen, schlechtes Wachstum, viel Licht, und wie Düngen ?
Attachment(s) by Freddy » 19 Feb 2015 16:13
1 443 by Freddy View the latest post
19 Feb 2015 16:16
Gutes Wachstum, trotz Algen
Attachment(s) by tgtm13 » 22 Mar 2012 13:12
10 952 by aquascapix View the latest post
25 Mar 2012 08:00

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