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Postby Batman » 28 Apr 2020 16:57

Probleme:

Wie lässt sich das Problem generell beschreiben? [z.B. Algen, schlechter Pflanzenwuchs, etc.]*

Fadenalgen, Pinselalgen, Blaualgen: diese Algen werden durch meine Düngung scheinbar gefüttert

Wurden in letzter Zeit großartige Veränderungen am Aquarium durchgeführt? [z.B. Änderung der Düngung, des Lichts, der Technik, etc.]*

Nein

Allgemeine Angaben zum Becken:

Standzeit des Aquariums:* 6 Monate

Größe des Aquariums [Maße (LxBxH in cm) & Bruttoliter]:* 100x64x65; ~360L; offen

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* schwarzer Sand

Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* Einige Wurzeln sind vorhanden

Beleuchtung:

Beleuchtungsdauer:* 9h wobei eine 2h Pause dazwischen

Welche Lampen sind im Einsatz? [Angaben bitte mit Anzahl, Art (z.B. T5, LED, HQI, etc.), Reflektoren, Wattzahl, Farbtemperatur. Zum Beispiel 2x T5 24 Watt 865]*

1x RGB LED-Balken: Barracudas LDX4 (6240Lm) inkl. Vorschaltgerät für Mondlicht/Sonnenaufgang-Schnickschnack

Zusätzlich zur Tagbeleuchtung wird 1h vorher und nachher mit "Mondlicht beleuchtet.


Filterung:

Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

Eheim professional 4+ 600


Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* Alle Körbe mit Siporax

Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* 1250L/h (lt. Hersteller)

CO2 Anlage (falls vorhanden):

Art der CO2 Anlage [Bio CO2 oder Druckgas]:* Keine CO2 Anlage

Nachtabschaltung vorhanden?* Nein

pH Steuerung vorhanden?* Nein

Welche Farbe hat der Dauertest? Kein Dauertest vorhanden

Sonstige Technik (falls vorhanden):

Sonstige Technik (falls vorhanden) [z.B. Heizer, Bodenfluter, UVC-Klärer, Strömungspumpen] Heizer vorhanden
Oberflächenabsauger läuft 2x3h am Tag um Kahmhautbildung zu vermeiden
"Pflanzenlampe" welche auf den emersen Bereich überhalb des Beckens leuchtet.


Wasserwerte im Aquarium:

gemessen am:* 27.04.2020

Temperatur in °C:* 26

Welche Art Test wurde verwendet? [Angaben bitte mit Art (z.B. Teststreifen, Tröpfchentest, Fotometer), Hersteller]

JBL Tr??pfchentest


pH-Wert: 8

GH-Wert: 9°DH

Fe-Wert (Eisen): 0mg/L

NO2-Wert (Nitrit): 0,05mg/L

NO3-Wert (Nitrat): ~4mg/L

PO4-Wert (Phosphat): 0,1mg/L

K-Wert (Kalium): 8mg/L

Düngung:

Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

Ich versuche seit Anbeginn vergebens die Düngung mit Aqua Rebell NPK und Eisen einzustellen. Näheres weiter unten.


Wasserwechsel:

Wie oft wird wie viel Wasser gewechselt:* wöchentlich ~35%

Wird reines Leitungswasser benutzt:*Ja

Pflanzenliste:

~20 Stengel Bacopa Monnieri
Nymphaea lotus (rot)
~30 Stengel Hedyotis salzmannii
x Echinodorus Reni

Auf dem Gewissen der Algen:
~ 30 Stengel Rotala Rotundifolia pink
~ 15 Pflanzen Hygrophila pinnatifida


Zu wie viel Prozent (geschätzt) ist der Boden mit Pflanzen bedeckt?* 35%

Besatz:

2x Mikrogeophagus altispinosus
15x Hyphessobrycon columbianus
~7x Amano Garnelen
Posthornschnecken


Wasserwerte des Trinkwasserversorgers:

Leitungswasser KH-Wert:* 6,7 (lt. Werk)

Leitungswasser GH-Wert:* 7°DH

Leitungswasser Ca-Wert (Calcium):* 39mg/L (lt. Werk)

Leitungswasser Mg-Wert (Magnesium):* 7mg/L (lt. Werk)

Leitungswasser K-Wert (Kalium):* 0mg/L

Leitungswasser NO3-Wert (Nitrat):* 0mg/L

Leitungswasser PO4-Wert (Phosphat): 0mg/L

Weitere Informationen und Bilder:


Hallo und jetzt schon Danke für eure Hilfe,

Ergänzung zu den Wasserwerten aus der Leitung:
pH 8 (!?)

zu den Algen:
schleimige Grünalgen ziehen sich durch das komplette Aquarium. Diese haften an Pflanzen oder den Wurzeln.
Pinselalgen wachsen an den Wurzeln.
Blaualgen kommen vom Bodengrund die Scheibe hinauf.

Schon beim Einfahren des Aquariums kamen Grünalgen auf. Problem: nach dem Einfahren blieben die und sind nicht wie nach dem Nitirtpeak üblich, langsam zurück gegangen.
Seither kämpfe ich mit den oben NPK + Eisen Dünger um halbwegs brauchbare Wasserwerte.

Gedüngt wurde in den letzten 3 Wochen beinahe täglich, abwechselnd NPK und Eisendünger (etwa immer um die 20 - 25mL). Die Auswirkungen auf die Werte waren nur minimal. Spätestens 2 Tage später waren diese wieder beim Ursprungswert. Die Auswirkungen auf das Algenwachstum waren da schon eher sichtbarer: diese freuen sich über die zusätzlichen Nährstoffe.
H. Salzmannii sowie die Bacopa wachsen brav, die Rotala sowie H. pinnatifida wuchsen am Anfang sehr schön, wurden aber anschließend durch die Algen verdrängt. Alternanthera rosaefolia kämpft ums nackte Überleben, bildet keine neuen Blätter und muss regelmäßig vom Algenbefall befreit werden. Der Rote Tigerlotus wuchs am Anfang enorm und bildete einige Ableger. Dieser ging aber auch sehr stark zurück. Echinodorus Reni sind um die 15 Pflanzen im Becken (ich dürfte bei der InVitro-Packung den Jackpot gezogen haben). Die wachsen allerdings kaum.
Tigerlotus + Echin. Reni werden gezielt mit einem Bodendünger (Seachem Flourish Tabs) beglückt.

Zusätzliches Problem: nach Zugaben von >=25mL NPK steigt der Nitirtwert für 1 bis 2 Tage auf 0,025-0,05mg/L! Ebenso ist auch der pH- Wert in den letzten 3 Wochen von ~7,2 auf ca. 8 gestiegen. Eventuell ist der pH-Anstieg auf Grund einer Änderung des Leitungswasser zu erklären. Ich hätte den nicht so hoch in Erinnerung.
Dem Besatz scheint es momentan nicht zu stören, Nitrit ist mir allerdings ein grober Dorn im Auge.

Ich bin momentan ratlos wie ich weiter vorgehen soll.
Düngung weiterhin versuchen einzustellen um den Algen keine Nährstoffe zu liefern?
Mehr Pflanzen zulegen um den Algen eine größere Konkurrenz an Nährstoffabnehmern zu bieten? Die Gefahr ist ziemlich groß, wie am Beispiel der Rotala ersichtlich, dass diese einfach von den Algen überrannt werden.

Der Besatz ist für die Größe auch nicht gerade üppig. Ich würde allerdings erst nach Stabilisierung der Werte den Besatz erhöhen wollen. Die Nitritschwankungen (auch wenn sie nur gering sind) möchte ich neuem Getier nur ungern antun.

Hier noch die Werte welche ich nach der Düngung in etwa immer erreiche:
K: ~5mg/L
NO3: 3-5mg/L
Fe: 0,05-0,1mg/L
PO4: 0,05-0,1mg/L

Könnt ihr mir weiterhelfen?

Vielen Dank und liebe Grüße,
Christian

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Batman
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Postby WolfgangR » 28 Apr 2020 17:17
Hallo Christian,
das sieht ja wirklich nicht schön aus.

Was mir auffällt:
1.) viel zu wenig Pflanzenmasse (vor allem schnellwachsende Pflanzen)
2.) Beleuchtung mit knapp 18 Lumen/Watt an der unteren Grenze
3.) Filterung mit Siporax
4.) Kein CO2
5.) zuviel Nitrit und deutlich zu wenig Nitrat.

Hieraus ergeben sich schon erste Anregungen:

zu 1) Pflanzenmasse deutlich erhöhen. Du könntest zum Beispiel - auch vorübergehend - eine große Menge Hornkraut besorgen und auf der Wasseroberfläche fluten lassen
2.) Die Beleuchtung deutlich verstärken zum Beispiel durch Kauf eines weiteren LED-Balken
3.) Entferne Siporax aus dem Filter (Siporax filtert Dir sämtliches Nitrat, das Du durch Düngung zuführst, wieder raus)
4.) Denk unbedingt über die Anschaffung einer CO2-Anlage nach. Zum einen um den Pflnzen diesen originären Nährstoff zuzuführen und zum anderen um den PH-Wert zu senken. Außerdem werden es Dir Deine Kolumbianer (wunderschöne Fische!) danken
5.) Bring hinsichtlich des Nitrits und des Blaualgenwachstums die Bakterienflora des Aquariums in Ordnung. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit den Produkten von Microbe-Lift (Nite on und Special Blend - kombiniert anwenden) gemacht.

Und begleitend: Erhöhe die Wasserwechselfrequenz zunächst auf alle 2 bis 3 Tage und dann mindestens 50%.

Und dann brauchst Du viiieeeel Geduld.

Viel Erfolg
Wolfgang
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Postby Lixa » 28 Apr 2020 23:06
Hallo Christian,

Folgendes Problem könnte ebenfalls vorhanden sein: Sauerstoffmangel nachts/morgens. Das fördert schädliche Bakterien wie Cyanobakterien.

Das Nitrit könnte aus der Denitrifikation stammen bzw. sauerstofffreie Bereiche im Filter. Diese Bakterien können auch sehr große Mengen Nitrat uns auch andere Bestandteile verbrauchen. Um das zu beheben sollte der Durchfluss des Filters erhöht und die Dichte der Filtermedien reduziert werden. Gerade bei wenig Besatz ist weniger mehr. Grober Schaumstoff reicht aus. Keine Vliese oder feine Filterwatte.

Die Beleuchtung könnte 30 % mehr sein, aber den Nährstoffmangel sollte man zuerst beheben. Wenn dann die Pflanzen zu lang und schnell hoch wachsen kann immer noch mehr Licht rein. Mehr Licht erfordert CO2 Düngung, aber zuerst müssen die großen Probleme behoben werden.

Noch einige Nachfragen: wie ist der Zustand des Bodens? Ohne Dünger? Gibt es Stellen wo Blasen aufsteigen? Wie riechen diese? Wie sieht der Filter vor der Reinigung aus? Wie riecht das Wasser, wie riecht der Filter? Wie riechen die schleimigen Algen?

Meine Vorschläge:
1. Schrittweise Siporax reduzieren, z.B. 1 Korb pro Woche. Häufiger reinigen.
2. Große Wasserwechsel mit Entfernung der Blaualgen
3. "Gute" Bakterien zugeben. Egal ob ihr sie von Bekannten mit gesunden Becken holt oder kauft, Hauptsache ihr gebt etwas dazu um das Becken zu stabilisieren.
4. Nachts den Filterauslauf hochsetzen damit er plätschert und maximal Sauerstoff im Wasser ist.
5. Zur Senkung des pH Wertes könnt ihr Huminsäuren nutzen. Erlenzapfen, Laub, Moorkienholz oder Huminsäuenextrakt... Es gibt viele Möglichkeiten. Laub würde beim Zersetzen auch CO2 freisetzen.

Einige dieser Maßnahmen kosten nichts oder nur wenig. Düngen macht in der ersten Zeit nur wenig Sinn solange dieser mit dem Wasserwechsel gleich wieder entfernt wird.

Sobald die Bakterienplage unter Kontrolle ist und der Dünger nicht mehr vom Filter verschluckt wird, könnt ihr die Beleuchtungszeit erhöhen. Bei eurem Aufbau könnt ihr auch Zimmerpflanzen zur Unterstützung nutzen. Gut passen könnte Tradescantia zebrina, Ficus pumila, Ceropegia woodi, hedera Helix und ähnliche. Einfach als Steckling ins Aquarium genauso wie bei der normalen Stecklingsvermehrung in Wasser. Floscopa scandens könnte auch interessant sein. Immerhin gibt es über Wasser keinen CO2 Mangel :lol:
Efeutute oder Grünlilie geht auch, wird aber riesig im Vergleich zu den anderen.

Viele Grüße

Alicia
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Postby Batman » 29 Apr 2020 17:22
Hallo ihr 2,
ich möchte mich schon mal herzlichst für euer Bemühen bedanken!

Mir wurde bei der Beschaffung meines Filters Siporax als "das beste Material" empfohlen, deswegen habe ich es mir auch zugelegt. Ich werde langsam, wie empfohlen, die Körbe durch Filtermatten ersetzen.

- Pflanzenmasse wird erhöht, in der Hoffnung das diese nicht durch die Algen überrannt wird.
- Die Efeutute welche schon über dem Aquarium hängt, wird entschlängelt und ins Wasser getaucht. Außerdem finde ich Alicas Vorschlag Floscopa scandens sehr interessant. Ich werde mich bemühen ein paar Stengel zu ergattern.
- 2x wöchentlich 50% Wasserwechsel werden ab sofort durchgeführt
- Erlenzapfen/Laub wird beschafft um den pH-Wert zu senken. Ich bin kein Fan der "Chemiekeule" und würde es gerne auf diese Art zuerst probieren.
- Filterauslass etwas höher setzen zur Nacht kann ich auch problemlos machen

Kampf gegen die Blaualgen:
Was haltet ihr von einer Dunkelkur? Ich konnte damit eigentlich nur positive Erfahrungen machen. Auch die Grünalgen gehen dabei immer stark zurück. Wenn ich diese durchführen soll: vor oder nach dem stufenweisen Wechsel des Filtermaterials?

Düngung:
Habe ich korrekt heraus gelesen, dass ich mit der Düngung erst wieder anfangen soll, wenn 1. Blaualgen besiegt und 2. Filtermaterial getauscht wurde?

@Alica: da die Blaualgen aus dem Boden kommen sind diese nicht wirklich komplett entfernen.
Zum Boden generell: es ist nur grobkörniger schwarzer Sand drinnen. Ich habe gezielt bei Echin. Reni, Tigerlotus sowie Hygrophila pinnatifida den Bodendünger Seachem Flourish Tabs verwendet (kleine Düngekugeln).

Ich kann keine Gase im Boden entdecken.
Den Filter habe ich auf Grund der guten Strömung seit Beginn an nicht geöffnet. Ich kann leider (noch) nicht sagen ob dieser stinkt.
Wasser riecht normal, schmierige Grünalgen stinken.

Vielen Dank für eure Unterstützung,
LG
Christian
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Postby WolfgangR » 29 Apr 2020 18:01
Hallo Christian,
eine Dunkelkur kann helfen, muss es aber nicht.
Wenn Du sie machen willst, dann zu Beginn der diversen durchzuführenden Veränderungen und vorher einen sehr starken Wasserwechsel (wenn möglich um die 80%) durchführen.

Nach der Dunkelkur würde ich zunächst nur mit der jeweils halben Dosis düngen.

Gruß
Wolfgang
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Postby Lixa » 30 Apr 2020 07:04
Hallo Christian,

Schmierige stinkende Grünalgen enthalten oft auch Cyanobakterien.

Eine Dunkelkur hilft gegen Licht liebende Cyanobakterien. Diese Cyanos sind oft unabhängig von Stickstoff im Wasser und binden diesen über die Lichtenergie aus der gelösten Luft im Wasser. Dunkelkur+Stickstoffmangel vertragen diese nicht. Sie wachsen gerne dort wo es hell ist, oft nahe der Oberfläche.

Eine zweite Sorte Cyanos wächst gern am Boden, ist recht unabhängig vom Licht, aber abhängig von Stickstoff. Gegen diese scheinen weniger Dünger, aber vor allem Verdrängen durch andere Bakterien zu helfen. Sie sind absolut schwieriger los zu werden und ich habe seit Jahren immer wieder welche die im Sand aufgetaucht sind, sobald ich Düngekugeln reingegeben habe.

Keine Gase im Boden ist sehr gut. Fäulnis und Schwefelwasserstoff wäre ein größeres Problem.

In deinem Fall könntest du sogar das Becken während der Dunkelkur abdecken und mit der Pflanzenlampe trotzdem weiter beleuchten.

Efeutute, Floscopa scandens und Tradescantia zebrina haben alle eine ähnliche Wuchsform. Tradescantia und Floscopa sind sogar miteinander verwandt. Wenn dir Floscopa gefällt, dann vielleicht auch die hellgrüne Variante von Tradescantia. Eine weitere Verwandte ist Callisia repens, meist als Golliwoog im Zoofachhandel für Reptilien, Nager und Vögel. Zur gleichen Familie gehört Murdannia von denen man im Moment vorwiegend loriformis und keisak im Handel findet.

Viele Grüße

Alicia
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Postby Batman » 10 May 2020 19:24
Hallo,
die Dunkelkur wurde heute beendet. Die Algen sind sehr stark zurück gegangen. An der Scheibe kann man tlw. noch Blaualgen erkennen. Allerdings gab es die ersten gelben Blätter an den Stengelpflanzen, somit habe ich die Kur nach 7 Tagen beendet.
Salzmanii und Bacopa habe ich in etwa verdoppelt. Zusätzlich sind noch 2 (noch) kleine Echinodorus griesebachii Bleherae sowie ein paar Stengel Hygrophila Corymbosa eingezogen. Es sind jetzt Pi mal Daumen 70% der Bodenfläche befplanzt. Ich bin noch dran, in die dunkleren Bereiche etwas Moos zu bringen. Die Efeutute hat auch schon ihren ersten direkten Wasserkontakt.

Außerdem ist mir beim Tausch des Filtermaterials des ersten Filterkorbes aufgefallen, dass ich damals zu wenig Sipurax hatte und einen Filterkorb mit dem mitgeliefertem Eheim substrat pro befüllt habe. Das Zeug ist heute rausgeflogen und ist ebenfalls durch Filtermatten ersetzt worden.

Meine Fragen zur weiteren Vorgehensweise:
Tipp von euch war, alle Filterkörbe mit Matten zu bestücken und auf Sipurax verzichten. Macht es Sinn, einen Filterkorb mit Sipurax zu bestücken, wenn ich die Besatzdichte erhöhen möchte? Ich würde ohnehin gerne die 15 Kolumbianer auf ~20-25 aufstocken und eventuell einen Trupp Roter Hexenwelse und wenn notwendig ein Trio Platy zur Algenvernichtung hinzufügen.

Wenn es heißt, raus mit dem Sipurax, soll ich jetzt mit der Düngung noch eine Woche warten, bis ich den letzten Inhalt des Filterkorbs getauscht habe?

Bzgl. CO2- Anlage habe ich mich eigentlich immer stark dagegen gewehrt. Allerdings scheint es so, als ob es im ziemlich stark an Kohlenstoff mangelt. Kalkbildung (?) scheint im vollen Gange zu sein.

Danke an euch,
LG
Christian
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Postby Lixa » 10 May 2020 23:14
Hallo Christian,

Für mehr Fische ist ein Korb Siporax erstmal gut. Wichtig bleibt den Besatz langsam zu erhöhen, z.B. erst die Kolumbianer und dann dem Becken 1-2 Wochen Zeit geben bevor noch mehr Fische das Wasser belasten. Diese geben natürlich auch wieder mehr CO2 an das Wasser.

Blaualgen entfernen und beobachten. Wenn diese nicht weiter wachsen sparsam düngen. Vorerst ohne Eisen, denn da müsste es länger fehlen um einen Mangel zu erzeugen. Dünge NPK sparsam und behalte Nitrat und Nitrit im Auge. Nitrat sollte durch den Dünger steigen und langsam sinken, NO2 nicht nachweisbar bleiben.

Dein hoher pH könnte auf niedrigen CO2 hinweisen und für eine grobe Einschätzung ließe sich der CO2 Wert errechnen, aber bei deinen werten fet die KH. Ein niedrigerer pH scheint von den Kolumbianern bevorzugt zu werden und dabei kann eine CO2 Anlage helfen. Das ist aber nicht die einzige Möglichkeit.

Viele Grüße

Alicia
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Postby Batman » 13 May 2020 12:25
Hallo!

Lixa wrote:Dein hoher pH könnte auf niedrigen CO2 hinweisen und für eine grobe Einschätzung ließe sich der CO2 Wert errechnen, aber bei deinen werten fet die KH. Ein niedrigerer pH scheint von den Kolumbianern bevorzugt zu werden und dabei kann eine CO2 Anlage helfen. Das ist aber nicht die einzige Möglichkeit.


Der hohe pH-Wert lässt sich einfach erklären: es sind die Ausgangswerte aus der Leitung! Seit gestern schwimmen Erlenzapfen im Becken. Ich werde am Wochenende vor dem Wasserwechsel den pH-Wert prüfen um ggf. die Dosierung anzupassen. Momentan schwimmen 10 Zapfen herum.

Bzgl. Wasserwechsel: wie üblich fortfahren? Routinemäßig wechsle ich ~30 -40% pro Woche.
Ich sehe gerade, Wolfgang würde alle 2-3 Tage 50% wechseln. Steht diese Empfehlung auch nach den großzügigen Wasserwechseln nach der Dunkelkur?

Von der Algenfront gibt es erfreulicher Weise nichts Neues. Ich werde aber noch eine Woche mit der Düngung warten. Die Stengelpflanzen sehen durch die Dunkelkur noch etwas mitgenommen aus.

Der Besatz ist seit gestern auch erhöht: 6 Platys knabbern eifrig Algen von den Wurzeln und Pflanzen. Den Salmlerbestand würde ich frühestens in 4 Wochen erhöhen, je nachdem wie es läuft.

Um für einen erneuten Kampf gegen Fadenalgen und Co. besser vorbereitet zu sein, habe ich mir EasyCarbo vom Verkäufer einreden lassen. Gute Idee?

Danke euch,
LG
Christian
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Postby WolfgangR » 13 May 2020 13:07
Hallo Christian,

das Wasserwechselintervall kannst Du unter weiterer Beobachtung des Systems auf einmal die Woche 50% reduzieren (natürlich schadet häufigerer Wechsel auch nicht)

Easy Carbo ist keine so gute Idee; es sei denn, Du möchtest Deinem System jetzt auch noch ein Desinfektionsmittel zumuten.
Easy Carbo kann man im Notfall als letztes Mittel zur Algenbekämpfung verwenden (wirkt natürlich nur symptomatisch).

Weiter viel Erfolg.

Gruß
Wolfgang
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Postby Batman » 18 May 2020 17:24
Hallo,

danke für den Rat!

Wasserwerte gestern:
NO3: 2-3mg/L
NO2: 0
PO4: 0
Fe: 0
K: 0
pH: 7,5 (dank Erlenzapfen)

Pflanzenwuchs der Stengelpflanzen geht gegen 0. Den am Anfang ziemlich jämmerlich aussehenden Echinodoren geht es gut, es sind einige neue Blätter gewachsen. Hygrophila Corymbosa scheint es auch halbwegs zu gefallen und hat schon einige kleine neue Blätter gebildet.

Ich würde diese Woche das Aquarium noch beobachten und am Sonntag nach dem Wasserwechsel schüchtern mit dem Düngen beginnen. Geplant sind 10mL Sonntags nach dem WW und 10mL am Mittwoch. Zu schüchtern oder gerade richtig?

LG
Christian
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