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Beitragvon Bad_Rockk » 09 Mai 2018 13:15

Probleme:

Wie lässt sich das Problem generell beschreiben? [z.B. Algen, schlechter Pflanzenwuchs, etc.]*

Bart-, Pinsel-, Fusselalgen wachsen in den letzten 1-2 Wochen

Pflanzenwachstum:
Ok bei Vallisnerie und Echinodorus
Stillstand bei Javafarn und Anubias


Wurden in letzter Zeit großartige Veränderungen am Aquarium durchgeführt? [z.B. Änderung der Düngung, des Lichts, der Technik, etc.]*

03/2018: Becken neu gestaltet, zuvor Malawis (Filterung lief durchgehen)
04/2018: Besatz eingesetzt


Allgemeine Angaben zum Becken:

Standzeit des Aquariums:* 04/2018 (insgesamt seit 2014)

Größe des Aquariums [Maße (LxBxH in cm) & Bruttoliter]:* 200 x 57 x 70 = 782 Liter

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* Sand

Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* Mangrovenwurzeln, Walnusszweige, Basaltsteine

Beleuchtung:

Beleuchtungsdauer:* 11,5

Welche Lampen sind im Einsatz? [Angaben bitte mit Anzahl, Art (z.B. T5, LED, HQI, etc.), Reflektoren, Wattzahl, Farbtemperatur. Zum Beispiel 2x T5 24 Watt 865]*

2x Aqua LED Styl Light RGB, 825 mm (je ca. 1800)
- Sonnenauf-/untergang (6-8 Uhr und 20-22 Uhr) + Mondlicht
- Warmweiß auf 70% von 9-19 Uhr
2x LED-Leiste in Lichtfarbe SKY 6500K von http://www.ledaquaristik.de (je ca. 2300 lm)
- 10:30-19:30 Uhr
2x LED-Fluter 30W 6500K (je ca. 2400 lm)
- 11:30-20:30 Uhr


Filterung:

Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

ca. 200L Filterbecken


Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* 12 Filterpatronen mittel á 800 cm2,

Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* 1200 Liter/Srunde

CO2 Anlage (falls vorhanden):

Art der CO2 Anlage [Bio CO2 oder Druckgas]:* Druckgas-CO2 Anlage

Nachtabschaltung vorhanden?* Ja

pH Steuerung vorhanden?* Nein

Art der CO2 Einwaschung [z.B. Flipper, Paffrathschale, Diffusor, Außenreaktor): Tunze CO2 Diffuser

CO2 Blasen pro Minute [bitte den Blasenzähler angeben]: wird am Wochenende installiert

Ist ein CO2 Dauertest im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell] Aquasabi CO2 Dauertest

Welche Farbe hat der Dauertest? blau

Welche Indikatorflüssigkeit wird für den Dauertest genutzt? [Hersteller, ggf. KH-Wert der Flüssigkeit] Aqua Rebell CO2 Check 20 mg/l

Sonstige Technik (falls vorhanden):

Sonstige Technik (falls vorhanden) [z.B. Heizer, Bodenfluter, UVC-Klärer, Strömungspumpen] 1x Tunze stream 6105, 3000 - 13000 L/h, max. 35W
1x Edelstahl-Heizspirale an der Hausheizung


Wasserwerte im Aquarium:

gemessen am:* 09.05.18

Temperatur in °C:* 26,5

Welche Art Test wurde verwendet? [Angaben bitte mit Art (z.B. Teststreifen, Tröpfchentest, Fotometer), Hersteller]

JBL Tr??pfchentest


pH-Wert: 7-7,5

KH-Wert: 6

Düngung:

Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

Ferrdrakon:
13.04.18: 40 ml
27.04.18: 40 ml
04.05.18: 60 ml


Wasserwechsel:

Wie oft wird wie viel Wasser gewechselt:* 14 tägig bzw. wird aktuell auf permanenten WW umgebaut

Wird reines Leitungswasser benutzt:*Ja

Pflanzenliste:

Anubias barteri
Anubias nana
Vallisneria gigantea
Vallisneria sp. tiger
Microsorum pteropus
Microsorum pteropus "narrow"
Hydrocotyle leucocephala
Echinodours cordifolius (Ableger mit ca. 5-10 cm)
Echinodorus habich rot (Ableger mit ca. 5-10 cm)
Micranthemum umbrosum
Egeria densa
Riccia fluitans (flutend und auf Stein gebunden)
Limnobium laevigatum
Pistia stratiotes


Zu wie viel Prozent (geschätzt) ist der Boden mit Pflanzen bedeckt?* 20-30

Besatz:

30x Fahnenkirschflecksalmler - hyphessobrycon erythrostigma
20x Schrägschwimmer - thayeria boehlkei

hunderte Schnecken


Wasserwerte des Trinkwasserversorgers:

Leitungswasser KH-Wert:* 6

Leitungswasser GH-Wert:* 16,8

Leitungswasser Ca-Wert (Calcium):* 84

Leitungswasser Mg-Wert (Magnesium):* 18

Leitungswasser K-Wert (Kalium):* 1,4

Leitungswasser NO3-Wert (Nitrat):* 20

Leitungswasser PO4-Wert (Phosphat): k.A.

Weitere Informationen und Bilder:


Hallo zusammen,

ich benötige etwas Hilfe bei meinem Becken. Seit das Becken besetzt wurde, nehmen die Algen Tag für Tag zu.

Zur Vorgeschichte:
Das Becken läuft seit 2014 am aktuellen Standort, damals war ebenfalls Südamerikabesatz. 2016 wurde dann auch Malawi umgestellt und im März wieder die Rolle rückwärst Richtung Südamerika. Der Filter lief die komplette Zeit durch.

Über dem Überlauf ist eine weitere Filterpatrone als Vorfilter gesteckt.


Während des Malawibesatzes hatte ich nur ein paar Anubias im Becken, die Beleuchtung war nur mit den beiden Aqua LED Styl Light RGB. Diese waren gedimmt und daher haben die Anubias eher schlecht als recht überlebt. Gedüngt wurde zu dieser Zeit auch nichts. Die einzigen Algen waren etwas auf den Steinen und an der Frontscheibe. Aber nichts wildes.

Hier eine Gesamtansicht vom 27.04.18 (Es sind nur noch die beiden LED-Strahler an):


Nach dem Besatzwechsel habe ich die Pflanzen von zwei verschiedenen Händlern und auch von privat ins Becken eingesetzt. Die Vallisnerien wachsen gut und die Echinodorus bildet schon Ableger. Trotzdem sieht die Pflanze nicht wirklich top aus.



Jedoch sind mir bisher keine Pflanzen komplett eingegangen, was beim vorherigen Südamerikabecken stets der Fall war. Im Vergleich habe ich aktuell mehr Licht überm Becken.

In den letzten 1-2 Wochen wurden es nun immer mehr Algen. Ich habe mal versucht Bilder zu machen, siehe Anhang.





Letztere auf der Wurzel sieht aber wenigsten ganz nett aus.

Gedüngt wurde ohne groß darüber Nachzudenken mit Ferrdrakon. Wöchentlich 40 ml, letzt Woche habe ich 60 ml verwendet, was aber wohl die Falsche Richtung war.

Die Hardware für die CO2 Anlage mit Nachtabschaltung ist komplett vorhanden, leider war mein Druckminderer defekt. Am Samstag wird ersatz besorgt. Werde hier mal mit 100-120 Blasen/Minute starten, da durch den Überlauf auch eine etwas erhöhte Austreibung von CO2 stattfindet.

Heute Abend wird der permanente Wasserwechsel installiert. Somit wird ab heute dann stündlich 1-2 L Frischwasser zugegeben. Größere WW sind weiterhin möglich.

Ich habe mir die Themen zu Geringfilterung, Mikroflora und Düngung von Nils bereits durchgelesen und auch ein paar Ansätze gefunden:
- Filterpatronen reduzieren
- CO2 installieren
- Ca/Mg-Verhältnis liegt bei 4,66 und sollte geringer sein
- K ist in meinem Leitungswasser nur gering vorhanden und könnte mehr sein
- P könnte auch zu wenig sein, da das öfters mit löchrigen Pflanzen korreliert

Generell möchte ich erreichen, dass die vorhandenen Pflanzen gut wachsen und ich ein algenfreies Becken habe. Ich möchte keine Spezialpflanzen halten. Die Fische sollen nicht aktiv Nachgezogen werden, daher akzeptiere ich die nicht perfekten Wasserwerte.

Welche Maßnahmen könnt ihr mir noch empfehlen? Welcher Dünger ist hier sinnvoll (Ferrdrakon K, Aqua Rebell Makro Basic Kalium, Aqua Rebell NPK)?

Würde mich über Tips und Ratschläge freuen.

Gruß Tim
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Beitragvon nik » 11 Mai 2018 08:25
Hallo Tim,

muss ich ja nicht mehr viel zu schreiben. ^^

Die Hardware für die CO2 Anlage mit Nachtabschaltung ist komplett vorhanden, leider war mein Druckminderer defekt. Am Samstag wird ersatz besorgt. Werde hier mal mit 100-120 Blasen/Minute starten, da durch den Überlauf auch eine etwas erhöhte Austreibung von CO2 stattfindet.

Bei 1200 l Durchsatz ist ordentlich Bewegung im Überlauf. Ich kann die Verlust nicht einschätzen, die können hoch oder moderat sein. Ich frage der Vollständigkeit halber, ist das realer Durchsatz?

Beim CO2 ist das weniger spannend als allgemein hingestellt. Es gibt nach unten eine einzuhaltende Grenze bei der CO2-Versorgung, das ist die Vermeidung biogener Entkalkung. Ich erinnere mich, damit hattest du zu tun. Verlinke bitte noch mal den Thread.
Darüber hinaus gehört Kohlenstoff zu den Bausteinen, die Pflanzen Massenwachstum ermöglichen. Du hast ja schon Licht als limitierenden Wuchsfaktor, da können die Pflanzen CO2 eh nur begrenzt verarbeiten. Als untere Grenze würde ich 10 mg/l ansetzen um sicher Probleme zu vermeiden. Wenn du ständig 10-15 mg/l CO2 gewährleisten kannst, dann ist das erst mal schön. Ich überlege gerade, ob ich das für wichtig halte, bis das zufriedenstellend läuft, schon.

Heute Abend wird der permanente Wasserwechsel installiert. Somit wird ab heute dann stündlich 1-2 L Frischwasser zugegeben. Größere WW sind weiterhin möglich.

Ich habe mir die Themen zu Geringfilterung, Mikroflora und Düngung von Nils bereits durchgelesen und auch ein paar Ansätze gefunden:
- Filterpatronen reduzieren
- CO2 installieren
- Ca/Mg-Verhältnis liegt bei 4,66 und sollte geringer sein
- K ist in meinem Leitungswasser nur gering vorhanden und könnte mehr sein
- P könnte auch zu wenig sein, da das öfters mit löchrigen Pflanzen korreliert

Nik ist übrigens fast noch besser als Nils. ^^

Erst mal zur Düngung. Ausnahmsweise empfehle ich die Messung von Nährstoffen. Das dient der Abschätzung des Einflusses des zugegebenen Futters bezüglich Nährstoffanreicherung. Mich interessiert nur Nitrat und Phosphat - ob sich beides anreichert oder eines von beiden in den Mangel läuft, dh. eines nicht nachweisbar ist. Im schlimmsten Fall ist beides n.n. Bitte erst messen und dann den Filter verändern.

Bezüglich Makros, natürlich auch Spurenelementen wird dein viel zu üppiger Schaumstofffilter schon eine Rolle spielen. Wir hatten es schon mal zum Schlamm in deinem Filterbecken, der, den du jetzt angesammelt hast, ist das Resultat, das "Gedächtnis" deiner (vermutlich nicht vorhandenen) "Düngung" aus der Malawizeit, deshalb würde ich den Schlamm komplett entfernen! Schau dir ebenfalls deine Filterpatronen an, wenn die Schlamm enthalten, das macht sich deutlich im Gewicht abgezogener Patronen bemerkbar, dann auch die auswaschen.
Ansonsten gilt das bereits im Thread zur Geringfilterung Geschriebene, Vermeidung von Schlamm im Filterbecken, aber auch in den Schwämmen. Von mir mal so als trockenen Kommentar: Wäre das mein Becken, würde ich das Filterbecken stilllegen. Dann noch eine moderate, immer vollständige Düngung in Mikros und Makros lässt ein problemfreies Becken erwarten.

Gruß, Nik
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Beitragvon Bad_Rockk » 11 Mai 2018 09:32
Hallo Nik,

danke für die Rückmeldung und sorry für den Schreibfehler.

Hier mal das alte Thema

Im Nachhinein betrachtet würde ich das alte Problem nicht als biogene Entkalkung einschätzen. Ich denke das es zum einen am verwendeten Futter und der Menge an Futter lag. Das in Kombination mit zu wenig Strömung im Becken. Daher haben sich die Schwebstoffe auf den Pflanzen abgesetzt.

Biogene Entkalkung habe ich aber im aktuellen Becken. Die Vallissnerien direkt unter dem LED-Fluter haben tatsächlich weiße, rauhe Ausfällungen auf den Blättern. Darüber liegt dann ein roter Algenbelag. Das passt dann auch zur Beschreibung von biogener Entkalkung. Auch an den Blattenden der Wasserpest bilden sich die weißen Beläge.

nik hat geschrieben:Bei 1200 l Durchsatz ist ordentlich Bewegung im Überlauf. Ich kann die Verlust nicht einschätzen, die können hoch oder moderat sein. Ich frage der Vollständigkeit halber, ist das realer Durchsatz?


Nein, das ist der Durchsatz nach Tabelle. Tendentiell wird er noch geringer ausfallen. Das Wasser geht durch zwei 32er Rohre ins Filterbecken, der Wasserstand im Überlaufschacht ist nur 3-4 cm Tiefer als im Aquarium, daher habe ich hier die Verwirbelung schon reduziert. Die Rohre enden auch im Filterbecken unter Wasser und daher ist das ganze recht ruhig und es wird keine Luft mitgezogen.

nik hat geschrieben:Du hast ja schon Licht als limitierenden Wuchsfaktor, da können die Pflanzen CO2 eh nur begrenzt verarbeiten. Als untere Grenze würde ich 10 mg/l ansetzen um sicher Probleme zu vermeiden. Wenn du ständig 10-15 mg/l CO2 gewährleisten kannst, dann ist das erst mal schön.


Ist die aktuelle Beleuchtung wirklich so gering? Mir geht es wie gesagt nicht um lichthungrige Spezialisten, sondern um die "normalo-Pflanzen" mit geringem bis mittleren Lichtbedarf.

Genau das ist auch mein Ziel mit dem CO2, biogene Entkalkung vermeiden und generellen Pflanzenwuchs fördern.

Kannst du eine Marke bzgl. Tröpfchentests empfehlen? Und wann sollen die Messungen gemacht werden damit die Werte aussagekräftig sind?

nik hat geschrieben:Wir hatten es schon mal zum Schlamm in deinem Filterbecken, der, den du jetzt angesammelt hast, ist das Resultat, das "Gedächtnis" deiner (vermutlich nicht vorhandenen) "Düngung" aus der Malawizeit, deshalb würde ich den Schlamm komplett entfernen!


Werde ich heute direkt angehen.

nik hat geschrieben:Von mir mal so als trockenen Kommentar: Wäre das mein Becken, würde ich das Filterbecken stilllegen. Dann noch eine moderate, immer vollständige Düngung in Mikros und Makros lässt ein problemfreies Becken erwarten.


Auf solche eine Aussagen, habe ich gehofft. Mir ist eine offene und ehrliche Meinung am liebsten. Danke dafür.
Komplett stilllegen wird zwar nicht funktionieren, da die Heizungen und auch der Zu-und Ablauf darüber funktionieren. Es als Filter weitestgehend abzubauen, dem steht dagegen nichts im Weg.

Gruß Tim
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Beitragvon unbekannt1984 » 11 Mai 2018 09:50
Hallo Tim,

wenn man den Amis von Barrreport glauben kann, dann sind die Pinselalgen ein Zeichen für zu wenig Phosphat und CO2 im Wasser, Quelle: The Freshwater Red algae: Rhodophyta - Volume 3, Issue 3.
Die Beobachtung von biogener Entkalkung verstärkt den Verdacht auf CO2 noch.

Es ist jetzt ziemlich egal ob der Schlamm Phosphat schluckt oder Stickstoff (in welcher Form auch immer) freisetzt, raus damit, dann macht Der keine Probleme mehr.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon nik » 11 Mai 2018 12:23
Hallo Tim,

Bad_Rockk hat geschrieben:Nein, das ist der Durchsatz nach Tabelle. Tendentiell wird er noch geringer ausfallen.

dh. der lt. Förderkurve abgelesene Durchsatz?

Ist die aktuelle Beleuchtung wirklich so gering? Mir geht es wie gesagt nicht um lichthungrige Spezialisten, sondern um die "normalo-Pflanzen" mit geringem bis mittleren Lichtbedarf.

Na ja, großzügig veranschlagte 16 lm/l ist wenig, aber wenn dir das Pflanzenwachstum reicht, dann sehe ich erst mal keinen Handlungsbedarf.

Kannst du eine Marke bzgl. Tröpfchentests empfehlen? Und wann sollen die Messungen gemacht werden damit die Werte aussagekräftig sind?

Die Messungen sind besonders dann aussagekräftig, wenn du sie machst bevor du am Filter Veränderungen durchführst! ^^ So viel Zeit ist. Gute Tests sind von Machery&Nagel. Der Nitrattest ist schon wegen seiner außerordentlichen Haltbarkeit geradezu preiswert und im Grunde ohne Alternative! Beim Phosphattest munkelt man mit dem von JBL ganz gut, auch günstiger wegzukommen. Ich bin generell mit den Tests von M&N zufrieden.

... den Schlamm komplett entfernen!


Werde ich heute direkt angehen.

Bitte nicht. ^^

Auf solche eine Aussagen, habe ich gehofft. Mir ist eine offene und ehrliche Meinung am liebsten. Danke dafür.
Komplett stilllegen wird zwar nicht funktionieren, da die Heizungen und auch der Zu-und Ablauf darüber funktionieren. Es als Filter weitestgehend abzubauen, dem steht dagegen nichts im Weg.

Gut, aber erst messen, dann Schlamm entfernen, dann die Schwämme sukzessive entfernen.

Gruß, Nik
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Beitragvon Bad_Rockk » 11 Mai 2018 12:34
Hallo,

Ja, abgelesen anhand der Förderhöhe.

Dein "Bitte nicht" kam 30 Minuten zu spät :pfeifen: . Habe aber "nur" zwei Eimer Wasser abgesaugt, das Filterbecken ist daher nicht klinisch rein. Die Filterpatronen habe ich nicht ausgewaschen/reduziert.

Thorsten, dass es an CO2 fehlt ist sicher. Der Dauertest ist dunkelblau. Aber ohne CO2- Anlage ist auch nichts anderes zu erwarten. Sollte sich ab dem Wochenende dann bessern.

Gruß Tim
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Beitragvon Bad_Rockk » 16 Mai 2018 06:58
Hallo,

so, dass CO2 läuft jetzt seit Montag. Habe festgestellt, dass ich kein Druckminderer-Problem, sondern ein Flaschenproblem hatte. Das Flaschenventil war kaputt. Der Gasmann hat mir die Flasche kostenlos gegen eine funktionierende getauscht. :thumbs: Jetzt habe ich sogar 3 2 kg Flaschen.

Ich habe das CO2 jetzt so eingestellt, dass es in der gleichen Zeit eingeschaltet ist, wie meine LED-Strahler. Also 11 Stunden lang von 10:30-21:30 Uhr. Der Diffuser läuft entsprechend vorher an und läuft auch noch 1 Stunde nach.

Der CO2-Checker zeigt immer noch blau an, aber deutlich heller als ohne CO2. Werde daher noch an der Blasenanzahl etwas rumprobieren. Vielleicht brauche ich auch noch ein genaueres Nadelventil, das vorhandene am Druckminderer lässt sich schwer einstellen (entweder fast nichts oder sehr viel).

Nochmal eine Frage zu den Tests für NO3 und PO4. Machen die weiterhin Sinn, auch wenn ich jetzt schon Schlamm entfernt habe? Oder soll ich jetzt erstmal abwarten, wie sich die CO2-Zugabe auswirkt?

Gruß Tim
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Beitragvon Pelle » 16 Mai 2018 09:37
Hallo Tim,

kannst Du machen, kostet nicht viel Geld und kannst Du immer mal gebrauchen, z.B. um zu ermitteln, wieviel Wasserwechsel ein stabil laufendes Becken wirklich braucht. Das spart Arbeit, Geld für neue Pflanzen/ Fische und Nerven.

Die endgültige feinste Einstellerei schaffe ich mit einer zusätzlichen Schraubklemme am Silikonschlauch. Gibt es für ganz kleines Geld.
Liebe Grüße
Uli
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Beitragvon unbekannt1984 » 16 Mai 2018 09:44
Hallo Tim,

Bad_Rockk hat geschrieben:Ich habe das CO2 jetzt so eingestellt, dass es in der gleichen Zeit eingeschaltet ist, wie meine LED-Strahler. Also 11 Stunden lang von 10:30-21:30 Uhr. Der Diffuser läuft entsprechend vorher an und läuft auch noch 1 Stunde nach.

Das CO2 nach Ausschalten der Beleuchtung weiter laufen zu lassen bringt nicht viel, es wird per Gasaustausch an der Oberfläche, Geplätscher und automatischem Wasserwechsel ausgetrieben. Auch die letzten 30 Minuten (oder so) der Beleuchtungszeit braucht man kein CO2 mehr einleiten, lieber entsprechend früher anfangen, damit ein gewisser CO2 Pegel beim Licht-An vorhanden ist.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon Bad_Rockk » 16 Mai 2018 10:43
Hallo,

Pelle hat geschrieben:Die endgültige feinste Einstellerei schaffe ich mit einer zusätzlichen Schraubklemme am Silikonschlauch. Gibt es für ganz kleines Geld.


Hast du mir dazu einen Link? Verstehe ich das richtig, dass du durch die Schraubklemme einfach den Schlauchdurchmesser quetscht und dadurch den Durchfluss regulierst? Wenn ja, dann kann ich das ja auch über eine Schlauchschelle realisieren, da habe ich noch genug im Fundus.

unbekannt1984 hat geschrieben:Das CO2 nach Ausschalten der Beleuchtung weiter laufen zu lassen bringt nicht viel, es wird per Gasaustausch an der Oberfläche, Geplätscher und automatischem Wasserwechsel ausgetrieben.


Daher wird das CO2 auch mit der Beleuchtung ausgeschaltet. Nur der Diffuser läuft aktuell noch weiter. Aber ich gebe dir recht, dass es nichts bringt. Die paar Blasen die im Diffuser verbleiben, machen keinen großen Unterschied ob sie nun gelöst werden oder nicht. Damit kann ich Magnetventil und Diffuser mit der gleichen Steckdose schalten. Werde die Schaltzeiten anpassen, dass schon vor Einschalten der Hauptbeleuchtung das CO2 anläuft und 30 Min vor Beleuchtungsende abgeschaltet wird.

Gruß Tim
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Beitragvon unbekannt1984 » 16 Mai 2018 11:36
Hallo Tim,

Bad_Rockk hat geschrieben:Damit kann ich Magnetventil und Diffuser mit der gleichen Steckdose schalten.

bitte was für ein Diffusor ist das, der eine Steckdose benötigt?

Bei deinen Größenverhältnissen hätte ich mit einem 1m hohen CO2 Außenreaktor gerechnet, der von einer Pumpe mit 1 m^3/h angetrieben wird...

Bei den CO2-Mengen wärst du ja laut der alten Faustformel schon bei ca. 80 Blasen pro Minute, mit Nachtabschaltung bei ca. 160 + Verluste durch Geplätscher (Filterbecken noch in Betrieb?),...
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Beitragvon Bad_Rockk » 16 Mai 2018 13:12
Hallo Thorsten,

habe den CO2 Diffuser von Tunze. Kann laut Spezifikation bis zu 240 Blasen/Minute verarbeiten. Habe ich mir mal gekauft und wird jetzt auch genutzt.

Bad_Rockk hat geschrieben:Komplett stilllegen wird zwar nicht funktionieren, da die Heizungen und auch der Zu-und Ablauf darüber funktionieren. Es als Filter weitestgehend abzubauen, dem steht dagegen nichts im Weg.

Und ja, das Filterbecken ist noch in Betrieb und wird auch in Betrieb bleiben. Bis es hier weitergeht, warte ich auch noch auf die Einschätzung von nik bzgl. der Messung und deren Aussagekraft, nachdem ich den Schlamm schon abgesaugt habe.

Es geht ja nur darum die biogene Entkalkung zu unterbinden. Wenn die Pflanzen das CO2 direkt verstoffwechseln, bleibt die gelöste Menge ja auch niedrig. Den Gehalt im Wasser kann ich ja nur höher bringen, wenn ich mehr einleite, als verbraucht wird, oder?

Gruß Tim
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Beitragvon nik » 16 Mai 2018 16:13
Hallo Tim,
nik hat geschrieben:Erst mal zur Düngung. Ausnahmsweise empfehle ich die Messung von Nährstoffen. Das dient der Abschätzung des Einflusses des zugegebenen Futters bezüglich Nährstoffanreicherung. Mich interessiert nur Nitrat und Phosphat - ob sich beides anreichert oder eines von beiden in den Mangel läuft, dh. eines nicht nachweisbar ist. Im schlimmsten Fall ist beides n.n. Bitte erst messen und dann den Filter verändern.

das gilt immer noch. ^^
Den Ist-Zustand zu erfassen wäre halt schöner und erhellender gewesen, geht aber auch so noch.

Gruß, Nik
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Beitragvon Bad_Rockk » 23 Mai 2018 16:30
Hallo,

so, endlich waren die Tests in der Post. Habe mir die von JBL besorgt, da mir die Machery & Nagel doch etwas zu teuer waren :pfeifen:

Von den Ergebnissen bin ich etwas überrascht:
NO3: 10-20 mg/L
PO4: 0,5 mg/L

Wie sieht es mit Dünger aus? Brauche ich überhaupt welchen? NO3 ist vorhanden, wenn auch nicht in Massen. K ist mir 1,8 mg/L im Leitungswasser, auch nicht gerade viel vorhanden.

Das CO2 habe ich jetzt so eingestellt, dass es genau an der Grenze von blau nach grün ist. Also im Bereich von ca. 10-15 mg/L.

Aktuell wird nicht gedüngt. Vorhanden ist wie bereits geschrieben aktuell nur Ferrdrakon.

Der Filterschlamm wurde nun auch komplett entfernt und die Patronen auf 6 Stück reduziert. Beim Ausspühlen ist mir aufgefallen, dass vor allem die Patronen, die näher an der Pumpenkammer waren, viel mehr "Inhalt" hatten. Aus den Patronen auf der anderen Seite kam fast klares Wasser.

An den Algen hat sich sonst nichts verändert, es sind nur noch mehr Pinselalgen auf der Wurzel geworden. Zudem sind die Algen fast ausschließlich im Lichtkegel der beiden 30W LED-Strahler. Soll ich hier an der Beleuchtungsdauer etwas anpassen? Beleuchtungspause einfügen?

Gruß Tim
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Beitragvon unbekannt1984 » 23 Mai 2018 18:04
Hallo Tim,

Bad_Rockk hat geschrieben:Von den Ergebnissen bin ich etwas überrascht:
NO3: 10-20 mg/L
PO4: 0,5 mg/L

was wundert dich daran? In deinem Trinkwasser sollen 20 mg/l NO3 sein, PO4 ist nicht angegeben. Dein Besatz erhält also so inetwa den Nitrat-Gehalt.

Wie sieht es mit Dünger aus? Brauche ich überhaupt welchen? NO3 ist vorhanden, wenn auch nicht in Massen. K ist mir 1,8 mg/L im Leitungswasser, auch nicht gerade viel vorhanden.

Also Kalium sollte schon zumindest auf 5 bis 10 mg/l kommen, für die Mikronährstoffe sollte zusätzlich ein Eisenvolldünger angewendet werden (sparsam dosiert).
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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