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Postby Biotoecus » 27 May 2012 14:46

Probleme:

Wie lässt sich das Problem generell beschreiben? [z.B. Algen, schlechter Pflanzenwuchs, etc.]*

Vor vier Wochen entfernte ich wegen dieser Fadenalgen den kompletten alten Pflanzenbestand und verwarf alles.
Im Laden wurden dann neue Pflanzen gekauft, teilweise Pflanzen aus meinen anderen Becken eingesetzt und Pflanzen von anderen Aquarianeren eingesetzt.

Nur überrennen diese Fadenalgen mal wieder alles.
Absammeln ist echt Qual, da die Algen sehr fest an den Pflanzen heften und man zum Teil die Pflanzen mit hinauszieht bzw. Pflanzenteile abreisst.


Wurden in letzter Zeit großartige Veränderungen am Aquarium durchgeführt? [z.B. Änderung der Düngung, des Lichts, der Technik, etc.]*

Jepp, vor vier Wochen alle alten Pflanzen raus.
Gründliches absaugen das Bodens und somit Entfernung abgestorbener Teile von Pinselalgen.

Dann Neubepflanzung.


Allgemeine Angaben zum Becken:

Standzeit des Aquariums:* Ursprünglich eingerichtet: 2005

Größe des Aquariums [Maße (LxBxH in cm) & Bruttoliter]:* 200/50/50cm (L/T/H)

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* Quarzsand, 0,1-0,4mm, ungedüngt

Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* Morkienwurzeln und einige Tonhöhlen

Beleuchtung:

Beleuchtungsdauer:* Mo/Di/Mi/Do 9 Stunden Fr/Sa/So 12 Stunden

Welche Lampen sind im Einsatz? [Angaben bitte mit Anzahl, Art (z.B. T5, LED, HQI, etc.), Reflektoren, Wattzahl, Farbtemperatur. Zum Beispiel 2x T5 24 Watt 865]*

T5 Beleuchtung mit Reflektoren
8 x 39W
Gemischt aus 865 und 965 Röhren. Halbe halbe.


Filterung:

Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

Aussenfilter JBL e1500


Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* Unten Tonröhren, darüber dann Matten. Die Werksausstattung

Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* Ich sag mal um die 800 Liter/h

CO2 Anlage (falls vorhanden):

Art der CO2 Anlage [Bio CO2 oder Druckgas]:* Druckgas-CO2 Anlage

Nachtabschaltung vorhanden?* Ja

pH Steuerung vorhanden?* Nein

Art der CO2 Einwaschung [z.B. Flipper, Paffrathschale, Diffusor, Außenreaktor): UP Inline Atomizer

CO2 Blasen pro Minute [bitte den Blasenzähler angeben]: ca. 120

Ist ein CO2 Dauertest im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell] Ja, Dropchecker mit 20mg/l CO2 Fl??ssigkeit

Welche Farbe hat der Dauertest? dunkelgrün

Welche Indikatorflüssigkeit wird für den Dauertest genutzt? [Hersteller, ggf. KH-Wert der Flüssigkeit] Aquasabi 20mg

Sonstige Technik (falls vorhanden):

Sonstige Technik (falls vorhanden) [z.B. Heizer, Bodenfluter, UVC-Klärer, Strömungspumpen] Heizer: 250W
Strömungspumpe: JBL ProFlow 1500 mit Filterschwamm
Ein von aussen ablesbares Innenthermometer.


Wasserwerte im Aquarium:

gemessen am:* 27.05.2012

Temperatur in °C:* 26,0

pH-Wert: 6,5

KH-Wert: 2,0

Düngung:

Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

Täglich 7 ml AquaRebell Eisenvolldünger
Täglich 60ml selbstgebauter KNO3 Dünger
Täglich 40ml selbstgebauter Mg Dünger aus Bittersalz
Unregelmässig selbstgebauter KH2PO4 Dünger


Wasserwechsel:

Wie oft wird wie viel Wasser gewechselt:* Wöchentlich 50%

Wird reines Leitungswasser benutzt:*Nein

Falls Nein, wie wird das Leitungswasser verschnitten? Angabe im Verhältnis Leitungswasser zu demineralisiertem Wasser: 80% UOA und 20% Leitungswasser

Wird das Wasser aufbereitet? Wenn ja bitte das Aufhärtesalz oder andere wasseraufbereitende Mittel angeben: Keine Aufh??rtesalze

Pflanzenliste:

Pflanzenliste 500 Liter AQ:

Rotala rotundifolia
Rotala sp. „Nanjenshan“
Rotala wallichii

Hygrophila polysperma „Rosanervig“
Hygrophila difformis

Hydrocotyle sp. „Japan“
Hydrocotyle leucocephala

Pogostemon erectus
Pogostemon stellatus

Cabomba caroliniana

Vallisneria spiralis

Ludwigia repens

Lilaeopsis novaezelandia

Staurogyna repens

Heteranthera zosterifolia

Blyxa japonica

Eleocharis accicularis


Zu wie viel Prozent (geschätzt) ist der Boden mit Pflanzen bedeckt?* Puuh...... 60% schätz ich mal

Besatz:

Schwankend zwischen 50-90 Apistogramma macmasteri

Wasserwerte des Trinkwasserversorgers:

Leitungswasser KH-Wert:* 6,0

Leitungswasser GH-Wert:* 13,0

Leitungswasser Ca-Wert (Calcium):* 79,0

Leitungswasser Mg-Wert (Magnesium):* 6,6

Leitungswasser K-Wert (Kalium):* 3,1

Leitungswasser NO3-Wert (Nitrat):* 2,5

Leitungswasser PO4-Wert (Phosphat): 0,4

Weitere Informationen und Bilder:






















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Postby Biotoecus » 27 May 2012 15:00
Hallo,

sorry, ich habe keine Ahnung warum das erste Bild 10 Mal erscheint.
Ich kanns auch nicht ändern, wenn da ein Moderator so freundlich wäre.

Wasserwerte des AQ Wassers liefer ich erst nächste Woche.

Mich würde eher interessieren ob schon mal jemand so eine invasive Fadenalge hatte. Wuchsgeschwindigkeiten um die 8cm am Tag sind da echt gang und gebe.

Beste Grüße
Martin
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Postby Sunnyboy » 27 May 2012 15:27
hallo martin,
wäre sehr hilfreich wenn du eisen,nitrat,phospat und eventuell kalium werte messen könntest. co2 gehalt im wasser genau wär auch gut sprich ein wert, mit den 120 blasen pro minute ist das schon eine sehr schwammige aussage. zb wie wird das co2 ins becken eingebracht, wie viel strömung hast du, wie viel wird verbraucht....ect. noch hinzu kommt, das man nicht weis wie viel du da genau düngst mit deinen selbsgemischten suppe :? der calcium wert von 79mg/l aus dem leitungsswasser ist schon auch sehr hoch. so kann ich dir leider nicht weiter helfen hoffe du lasst uns die restlichen angaben der wasserwerte noch zukommen.

mfg daniel
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Postby lordc » 27 May 2012 15:29
Ich hatte auch mal so welche die so schnell wuchsen. Ich hab die am Javamoos gehabt, habe den betroffenen Javamoos rausgenommen & Easy Carbo genutzt, danach kamen sie nur noch einzeln.
Meeresbiologe in the Making
Grüße Cyril


Meine Aktuellen Becken:
http://www.flowgrow.de/aquariengestaltung/auf-gehts-mein-erstes-scape-im-60l-cube-t21333.html
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Postby java97 » 27 May 2012 20:18
Hallo Martin,

Du solltest uns schon mitteilen, wieviel mg/l Du von den jeweiligen Nährstoffen tgl. zugibst. Mehr CO2 (Dauertest hellgrün) wäre sinnvoll.
schöne Grüße
Volker
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Postby nik » 27 May 2012 21:19
Hi Martin,

was für Algen sind das am Filter/Strömungspumpe (rechts)?

Gruß, Nik
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Postby Biotoecus » 27 May 2012 22:48
Hallo,

hier noch Informationen zu den Düngern.

Nitratdünger:
500g KNO3 und 400g Mg(NO3)2x6H2o auf 5 Liter Aqua Dest. Ergibt pro 1ml 1mg/l NO3 auf 100 Liter

PO4 Dünger:
450g KH2Po4 auf 5 Liter Aqua Dest. Ergibt pro 1,0ml 0,5mg/l PO4 auf 100 Liter

Magnesiumdünger:
500g MgSO4.7H2O auf 2 Liter Aqua Dest. Ergibt pro 1,0ml 0,25mg/l Mg auf 100 Liter.

Tja, das mit der CO2 Versorgung ist so eine Sache.
Auf Grund der Beckenlänge und der Strömung nimmt die CO2 Konzentration von links nach rechts ab.
Setze ich den Dropchecker ganz nach rechts ist er dunkelgrün.
In der Mitte des Beckens zeigt er ein Hellgrün.
Da will ich noch mal an den Strömungsverhältnissen rumdoktern.

Die Algen an der Filterpatrone der Strömungspumpe sind Meines Erachtens Pinselalgen und Fadenalgen.
Ich liefere da noch Detailbilder.

Was ich oben noch vergessen habe anzugeben:
Alle zwei Tage 20ml EasyCarbo (seit Neueinrichtung). Habe das nun mal auf 40ml täglich raufgesetzt (seit 4 Tagen).

Beste Grüße
Martin
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Postby nik » 28 May 2012 00:35
Hi Martin,

mal nachgerechnet ...
Martin Krüger wrote:Nitratdünger:
500g KNO3 und 400g Mg(NO3)2x6H2o auf 5 Liter Aqua Dest. Ergibt pro 1ml 1mg/l NO3 auf 100 Liter

von dem gibst du täglich 60ml zu, macht bei 500l 12mg/l, das 7 Tage macht 84 mg/l NO3 die Woche?

PO4 Dünger:
450g KH2Po4 auf 5 Liter Aqua Dest. Ergibt pro 1,0ml 0,5mg/l PO4 auf 100 Liter

da schreibst du von unregelmäßiger Zugabe, was bedeutet das?

Magnesiumdünger:
500g MgSO4.7H2O auf 2 Liter Aqua Dest. Ergibt pro 1,0ml 0,25mg/l Mg auf 100 Liter.

täglich 40ml ergeben 2mg/l Mg, das 7 Tage mag mit 14mg/l Mg in der Summe (unter Vernachlässigung des Mg aus dem Stickstoffdünger) noch passen, macht aber als Tagesdüngung keinen Sinn. Einmal das Ausgangswasser auf den Zielwert angehoben und dann nur noch das Wechselwasser auf Zielwert genügt völlig.
edit: wenn ich mir das Ausgangswasser und den Verschnitt mit entsalztem Wasser betrachte, d.h. resultierende ~20mg/l Ca, dann wird Mg schon reichlich. Grob über den großen Zeh macht das ein Ca/Mg-Verhältnis von 1:>1

Gruß, Nik
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Postby java97 » 28 May 2012 07:52
Hi Martin,

Ist ja nett, dass Du Nik für Dich rechnen lässt... :wink:
Da über Deine viel zu üppige NO3-Düngung (1/4 davon wäre angemessen) über das MgNO3 schon mehr als genug Mg ins Wasser gelangt, solltest Du die Extra-Mg-Düngung schnellstens einstellen. Das ist ja alles viel zu viel... :shocked:
schöne Grüße
Volker
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Postby nik » 28 May 2012 10:11
Hi Volker,

das suche ich mir auch nicht bei jedem zusammen. ;)

Hi Martin,

Beim K gibst du auch 30-35mg/l die Woche hinzu und wechselst die Hälfte heraus. Trotz eines abzuziehenden ungewissen K-Verbrauchs steigt das in Bereiche, die Probleme wahrscheinlich machen.

Du wirst das Wasser komplett resetten müssen, d.h. einen max. Wasserwechsel.
Bei 80:20 UOA:Leitungswasser ergäben sich aus den 80mg/l Ca des Leitungswassers ungefähr 20 mg/l Ca im aufbereiteten Wasser.

Mg müsste initial um 5mg/l auf das gesamte Volumen zugegeben werden und später nur für das Wechselwasser. Rechnerisch reicht.

Beim Stickstoff würde ich Initial und später das Wechselwasser auf 20mg/l NO3 aufdüngen und dann per Tagesdüngung so den ungefähren, angenommenen Stickstoffverbrauch ergänzen, d.h. (besser nur) mit Magnesiumnitrat (oder später Urea) täglich zudüngen. Mit 50% Wasserwechsel kann das dann schon ein bisschen fetter werden, d.h. eine leichte Stickstoffanreicherung in Kauf genommen werden. So aus dem hohlen Bauch versuchte ich das mit täglich zusätzlichen 2mg/l NO3 aus Magnesiumnitrat (oder später - wenn das Becken besser läuft - Urea).

Kalium nähme ich als Zielwert 10-15mg/l initial und für das Wechselwasser. Keine K-Tagesdüngung. Ein K-Mangelproblem, was ich nicht zwangsläufig erwarte, ist einfacher zu lösen als ein Überschuss.

beim PO4 wäre initial und im Wechselwasser eine Zielwert von 1,5mg/l eine Hausnummer. Phosphatmängel lassen sich recht gut erkennen. Später, wenn das läuft, kannst du das mit einer Stoßdüngung anhand einer Zeigerpflanze versuchen.

Volldünger würde ich initial und dem Wechselwasser die halbe Wochendosis zugeben und dann täglich 1/7 Wochendosis.

Das wäre schon eine reichliche Düngung, die ich wegen der 50%igen Wasserwechsel für praktikabel halte.

Ich habe nicht so die rechte Vorstellung von der Futtermenge, halte den Besatz aber für nicht sonderlich hoch. Das Becken ist über eine gleichmäßige Strömung besser "gefiltert", d.h. die Nitrifikation besser gewährleistet, als über einen Filtertopf.

Dafür, auch wegen der CO2-Verteilung würde ich über verteilte Filterzu- und -abläufe über die Beckenlänge nicht nur nachdenken. ;) 2m ist für eine Strömungsquelle zu viel. Z.B. drei (gleichlange) Filterrückläufe links, in der Mitte und rechts und dazwischen zwei Filterzuläufe.

Na ja, und dann erst mal die obligatorischen, entspannenden 6h Beleuchtung - und gut ist.

Beim Algexit bin ich mir noch nicht sicher, da wird von Salicylaten, d.h. den Salzen der Salicylsäure als Wirkstoffen gesprochen. Theoretisch wäre auch ein Kupfer enthaltendes Salicylat möglich, das kann ich mangels Kupfertest nicht überprüfen, denn sonst fände ich das Algexit als Hilfe gar nicht schlecht. Gegen Chladophora spec. hatte es ausgezeichnete Wirkung. Ich muss immer einschränken, Sand & Geringfilterung, die ich im Zusammenhang auch für günstig halte. Mit 2 oberarmdicken Bündeln dünner Weidenzweige konnte ich z.B. deutliche Wirkung im 1000l Teichlein gegen Fadenalgen sehen.

Gruß, Nik
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Postby Tubifex » 28 May 2012 10:33
Hi,

Halb so schlimm; die Rotalgen und insbesondere die Grünalgen sind einfach los zu werden.

Das würde ich machen:

- Rotalgen erst mal mechanisch entfernen (Pinzette, Klinge)
- Ich persönlich denke, dass deine Düngung gar nicht so falsch sein kann. Grünalgen sind doch wie Punktalgen ein eher gutes Zeichen. Wenn man aber weiss, wie der Grünalgenplage mittels Umstellung der Düngung Herr zu werden, ist es natürlich umso besser.
- Amanogarnelen rein!!! Die lieben die fadigen Grünalgen! Von der Anzahl her würde ich mal von 100 ausgehen. Den Bestand aber nur schrittweise erhöhen; das will heissen den Bestand zuerst mal 25 dann auf 50 usw. aufstocken. Zuerst aber abchecken, ob deine Barsche sich nicht an den Garnelen vergreifen. KH 2 und ein leicht saures Milieu macht den Amanos normalerweise nix aus! (bei mir fühlen die sich pudelwohl)
- Bei 500 Litern könnte man auch schon an Rüsselbarben denken.
- zwei CO2 Ausströmer auf jeder Seite einen.
- Easy Carbo ist ein gutes Mittelchen (aber bitte nicht überdosieren!) in meinem 100 Liter Aquarium füge ich jeden Tag 2.8 ml hinzu, geht also mit der täglichen Düngung einher.

Aber alles ganz sachte angehen! Und Geduld, Geduld, Geduld. Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Gruss
Diego
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Postby Biotoecus » 28 May 2012 11:44
Hallo Volker,

java97 wrote:Hi Martin,

Ist ja nett, dass Du Nik für Dich rechnen lässt... :wink:
Da über Deine viel zu üppige NO3-Düngung (1/4 davon wäre angemessen) über das MgNO3 schon mehr als genug Mg ins Wasser gelangt, solltest Du die Extra-Mg-Düngung schnellstens einstellen. Das ist ja alles viel zu viel... :shocked:


Nein, nein, das ist keine Schikane Nik rechnen zu lassen.
Wenn man sich mit einem Problem auseinander setzen möchte, dann habe ich es immer so gehalten eigenen Hirnschmlaz zu investieren.
Wass nützt es wenn ich meine eigenen Denkmuster, die durchaus fehlerhaft sein können, hier reinstelle?

Wie man sieht rufen die ersten Poster nach Wasserwerten und mg/l Angaben.

Wenn man sich das selber erarbeitet werden Gedankengänge frei gesetzt die einer Lösung zuträglicher sind.

Mir ging es darum erst einmal Fakten über das Becken zu bringen und eine mögliche Problemlösung so offen wie möglich zu halten.

Oftmals werden nur bestimmte Werte gelesen/erfasst und dann repetierartig irgendwelche Sachen runtergebetet.

Sei mir also nicht Gram wenn ich nur mit reinen Daten hier rein gestolpert bin. Genau das fordert ja dieser Fragebogen.
Ich hätte auch genau so gut die Wasserwerte aus dem Becken posten können, nur stimmen diese Werte in vielen Fällen nicht mit den rechnerischen Modellen überein. Leider. :smile:

Beste Grüße
Martin
Biotoecus
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Postby Biotoecus » 28 May 2012 13:04
Hallo Nik,

nik wrote:Hi Volker,

das suche ich mir auch nicht bei jedem zusammen. ;)


Danke. :smile:

Hi Martin,

Beim K gibst du auch 30-35mg/l die Woche hinzu und wechselst die Hälfte heraus. Trotz eines abzuziehenden ungewissen K-Verbrauchs steigt das in Bereiche, die Probleme wahrscheinlich machen.


Da habe ich noch Nachholbedarf, in wie weit Kalium sich als "Hemmstoff" oder "Problem" auswirkt.
Das Thema würde ich gerne erst einmal nach hinten schieben.
Wenn Du dieses Posting gelesen hast wird das bestimmt klarer.

Du wirst das Wasser komplett resetten müssen, d.h. einen max. Wasserwechsel.
Bei 80:20 UOA:Leitungswasser ergäben sich aus den 80mg/l Ca des Leitungswassers ungefähr 20 mg/l Ca im aufbereiteten Wasser.


Kein Problem, ich habe nun zwei Wasserwechsel zu je 50% durchgeführt.
Anders geht es nicht, da die UOA Vorräte nun mal begrenzt sind.
Und mehr als 45 Liter in der Stunde bekomme ich nicht zusammen.

Mg müsste initial um 5mg/l auf das gesamte Volumen zugegeben werden und später nur für das Wechselwasser. Rechnerisch reicht.


OK, das lässt sich leicht umsetzen und ich spare eine Dosierpumpe.

Beim Stickstoff würde ich Initial und später das Wechselwasser auf 20mg/l NO3 aufdüngen und dann per Tagesdüngung so den ungefähren, angenommenen Stickstoffverbrauch ergänzen, d.h. (besser nur) mit Magnesiumnitrat (oder später Urea) täglich zudüngen. Mit 50% Wasserwechsel kann das dann schon ein bisschen fetter werden, d.h. eine leichte Stickstoffanreicherung in Kauf genommen werden. So aus dem hohlen Bauch versuchte ich das mit täglich zusätzlichen 2mg/l NO3 aus Magnesiumnitrat (oder später - wenn das Becken besser läuft - Urea).


Nun, der NO3 Dünger ist nun mal so angerührt wie oben beschrieben.
Und den würde ich auch gerne weiter benutzen, das MgNO3 bekomm ich da ja nun nicht getrennt.

Allerdings habe ich Glück. Das ist ein "Samstagbecken", sprich es wird immer am Samstag dran rumgefuhrwerkt was WW anbelangt.
Wenn man nun NO3 und MG am Samstag auf Stoß geben möchte, kann ich die Dosierpumpe des NO3 Düngers auch so einstellen.
Und dann händisch das eventuell fehlende Mg nachschieben.

Kalium nähme ich als Zielwert 10-15mg/l initial und für das Wechselwasser. Keine K-Tagesdüngung. Ein K-Mangelproblem, was ich nicht zwangsläufig erwarte, ist einfacher zu lösen als ein Überschuss.


Wie oben schon angedeutet, bin ich mir nicht im Klaren darüber was zuviel Kalium und eine Anhäufung desselben für eine negative Auswirkung hat.

beim PO4 wäre initial und im Wechselwasser eine Zielwert von 1,5mg/l eine Hausnummer. Phosphatmängel lassen sich recht gut erkennen. Später, wenn das läuft, kannst du das mit einer Stoßdüngung anhand einer Zeigerpflanze versuchen.


Den PO4 Dünger gab ich bisher (wenn ich es nicht vergessen habe) immer am Samstagnach dem WW. 5ml des Düngers.

Volldünger würde ich initial und dem Wechselwasser die halbe Wochendosis zugeben und dann täglich 1/7 Wochendosis.


Das wäre dann die zweite Dosierpumpe.
Mit 7ml pro Tag lag ich nicht sooo schlecht.

[quote}
Das wäre schon eine reichliche Düngung, die ich wegen der 50%igen Wasserwechsel für praktikabel halte.
[/quote]

Unterm Strich ist die jetzige Düngung also viel zu "fett".
OK, da kann ich gut mit leben und Reduzierung schont den Klingebeutel.

Ich habe nicht so die rechte Vorstellung von der Futtermenge, halte den Besatz aber für nicht sonderlich hoch. Das Becken ist über eine gleichmäßige Strömung besser "gefiltert", d.h. die Nitrifikation besser gewährleistet, als über einen Filtertopf.


Futtermenge per Tag muss man als 4 Würfel einer Frostfutterpackung ansehen.
Wobei das Frostfutter vorher aufgetaut und gespült wird.
Dazu dann Artemien und Lebendfutter, wobei das Wasser dabei auch verworfen wird.
Was das insgesamt in NO3 Äquivalenten ausmacht? Keine Ahnung.
Ich schätz mal 2-3mg/l NO3 pro Tag.

Dafür, auch wegen der CO2-Verteilung würde ich über verteilte Filterzu- und -abläufe über die Beckenlänge nicht nur nachdenken. ;) 2m ist für eine Strömungsquelle zu viel. Z.B. drei (gleichlange) Filterrückläufe links, in der Mitte und rechts und dazwischen zwei Filterzuläufe.


Jepp, kann ich geistig nachvollziehen.
Meine Denke war eine Andere.
Der Filtertopf saugt hinten links an und schiebt vorne links rein.
Die Strömungpumpe schiebt die Wassersäule hinten von rechts nach links.
Geht aber so nioch nicht wirklich auf.
Wobei ich schlaffe 2300 Liter die Stunde an Umwälzleistung als ausreichend empfungen habe.
Der Teufel steckt halt im Detail.
Hier liegt noch eine Tunze Nano-Stream 6025. Das muss ich mal gucken und ausprobieren.

Na ja, und dann erst mal die obligatorischen, entspannenden 6h Beleuchtung - und gut ist.


Da wird es knifflig.
Das Becken hängt an der Zentralsteuerung.
Ich habe allerdings noch eine Stromsenke in Hinterhand und kann per Dimmung regeln.
Da müsste ich dann eine längere Dimmphase für das Becken einrichten.
Ob das nun völlig dunkel ist oder mit 3% Beleuchtungsstärke läuft ist meines Erachtens unerheblich.

Beim Algexit bin ich mir noch nicht sicher, da wird von Salicylaten, d.h. den Salzen der Salicylsäure als Wirkstoffen gesprochen. Theoretisch wäre auch ein Kupfer enthaltendes Salicylat möglich, das kann ich mangels Kupfertest nicht überprüfen, denn sonst fände ich das Algexit als Hilfe gar nicht schlecht. Gegen Chladophora spec. hatte es ausgezeichnete Wirkung. Ich muss immer einschränken, Sand & Geringfilterung, die ich im Zusammenhang auch für günstig halte. Mit 2 oberarmdicken Bündeln dünner Weidenzweige konnte ich z.B. deutliche Wirkung im 1000l Teichlein gegen Fadenalgen sehen.

Gruß, Nik


Ich erachte Antialgenmigttel nicht als das Nonplusultra oder Teufelswerk an sich, nur helfen sie bei kurzer Einsatzzeit definitiv.
Und somit sind sie eine wirkliche Alternative.
Man kann damit gut mal irgendwas totschlöagen und so die Entscheidungsfindung überbrücken.

Im 27 Liter Cube habe ich mit EC die Fadenalgen innerhalb kürzester Zeit eliminiert. Nur war eben die Dosierung so hoch, dass ich dass im Fischbecken nicht unbedingt wiederholen möchte.

Vielen Dank für Deine Gedanken. :smile:

Beste Grüße
Martin
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Postby Biotoecus » 28 May 2012 13:23
Hallo Diego,

Tubifex wrote:Hi,

Halb so schlimm; die Rotalgen und insbesondere die Grünalgen sind einfach los zu werden.

Das würde ich machen:

- Rotalgen erst mal mechanisch entfernen (Pinzette, Klinge)


Die Rotalgen stellen kein Problem dar.
Die sterben ab.

- Ich persönlich denke, dass deine Düngung gar nicht so falsch sein kann. Grünalgen sind doch wie Punktalgen ein eher gutes Zeichen. Wenn man aber weiss, wie der Grünalgenplage mittels Umstellung der Düngung Herr zu werden, ist es natürlich umso besser.
- Amanogarnelen rein!!! Die lieben die fadigen Grünalgen! Von der Anzahl her würde ich mal von 100 ausgehen. Den Bestand aber nur schrittweise erhöhen; das will heissen den Bestand zuerst mal 25 dann auf 50 usw. aufstocken. Zuerst aber abchecken, ob deine Barsche sich nicht an den Garnelen vergreifen. KH 2 und ein leicht saures Milieu macht den Amanos normalerweise nix aus! (bei mir fühlen die sich pudelwohl)
- Bei 500 Litern könnte man auch schon an Rüsselbarben denken.


Amanogarnelen oder Rüsselbarben sind leider für mich überhaupt keine Alternativen.

- zwei CO2 Ausströmer auf jeder Seite einen.


Ich weiss das es mit diesem Inline Atomizer gehen muss.
Mein 635 Liter AQ schafft auch eines dieser Teile, es geht nur um die Wasserbewegung und den Stofftransport.

- Easy Carbo ist ein gutes Mittelchen (aber bitte nicht überdosieren!) in meinem 100 Liter Aquarium füge ich jeden Tag 2.8 ml hinzu, geht also mit der täglichen Düngung einher.

Aber alles ganz sachte angehen! Und Geduld, Geduld, Geduld. Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Gruss
Diego


Ich weiss bis zu welchem Grad man EC in reinen Pflanzenbecken überdosieren kann, nur in Fischbecken fehlt die Erfahrung.

Jupp und Geduld die habe ich. :smile:

Beste Grüße
Martin
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Postby java97 » 28 May 2012 18:58
Hallo Martin,
Ich würde Dir raten, Deine schon angesetzte Lösung mit Calciumnitrat zu optimieren, so dass der Kaliumanteil noch etwas sinkt, während durch das Calciumnitrat das Calcium-/Magnesiumverhältnis über die Düngung stabil bleibt und nicht in Richtung Mg verschoben wird.
Auf Deine 5l Lösung müsstest Du also noch 680g Ca(NO3)2x4(H2O) geben. Dann hättest Du ein ideales Ca-/Mg-Verhältnis von 3:1, wenig, aber ausreichend Kalium. Diese Lösung verwendest Du dann zum wöchentlichen Aufdüngen auf 20 mg/l NO3 und zur tgl. Düngung von ca. 3 mg/l NO3.

1ml davon auf 50l fügt dann folgendes zu:

3,4 mg/l NO3
0,77 mg/l K
0,46 mg/l Ca
0,15 mg/l Mg

PS: Urea/Ammonium kann ich persönlich nicht empfehlen, bei mir funktionierte es nicht. Ich verzichte nach mehreren Versuchen mittlerweile erfolgreich darauf.
schöne Grüße
Volker
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