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34 Beiträge • Seite 2 von 3
Beitragvon nik » 29 Mai 2012 10:31
Hallo Martin,

Martin Krüger hat geschrieben:Da habe ich noch Nachholbedarf, in wie weit Kalium sich als "Hemmstoff" oder "Problem" auswirkt.
Das Thema würde ich gerne erst einmal nach hinten schieben.
Wenn Du dieses Posting gelesen hast wird das bestimmt klarer.

Es gibt (ein) Sandbecken mit Geringfilterung von der derzeit nicht aktiven Sabine (Sabine68), das ich nur interessiert verfolg(t)e. Sagen musste ich da nie was, sie kann das, hat aber Leitungswasser mit hohen K-Werten, d.h. >30mg/l. Das ergab eine auf einem relativen Mg-Mangel basierende deutliche Chlorose, die sie dann eben auch durch zusätzliches Mg beheben konnte.

In der Literatur wird verschiedenes geschrieben und das Problem mit Nährstoffantagonismen halte ich für nicht sonderlich präsent, aber bei K sind mir aus verschiedenen Gründen die 30mg/l eine besser nicht zu überschreitende Obergrenze.

Nun, der NO3 Dünger ist nun mal so angerührt wie oben beschrieben.
Und den würde ich auch gerne weiter benutzen, das MgNO3 bekomm ich da ja nun nicht getrennt.

Volker hat ja zum Aufbohren des Stickstoffdüngers schon geschrieben.

Kann man in einem Punkt noch mal überlegen, denn Calciumnitrat bringt nur zusätzliche Härte ins Spiel. ;) Wenn sowieso Mg zugegeben werden muss, sollte das erst über Magnesiumnitrat abgedeckt werden. Eine leichte Mg-Betonung bis zu einem Ca:Mg-Verhältnis von 2:1 ist problemlos. Mein Calciumnitrat war ein Fehlkauf, obwohl ich ein Mg-reiches Leitungswasser habe und zusätzlich PMS verwende.

Den PO4 Dünger gab ich bisher (wenn ich es nicht vergessen habe) immer am Samstag nach dem WW. 5ml des Düngers.

Das ergibt 0,5mg/l PO4, nur für sich ist das zu knapp. Das Frostfutter kann aber erheblich mitbringen. Na ja, da würde ich einfach den Mangel abwarten, der ist gut zu erkennen. Von dem wird häufiger geschrieben, tatsächlich kommt er eher selten vor.

Ich erachte Antialgenmigttel nicht als das Nonplusultra oder Teufelswerk an sich, nur helfen sie bei kurzer Einsatzzeit definitiv.
Und somit sind sie eine wirkliche Alternative.
Man kann damit gut mal irgendwas totschlöagen und so die Entscheidungsfindung überbrücken.

Kupfer und Pestizide will ich grundsätzlich nicht. Vorbehaltlich des theoretisch möglichen Kupfers halte ich Algexit für solche Fälle für eine akzeptable Maßnahme. Das Kupfer halte ich für unwahrscheinlich, aber das lässt sich ja überprüfen.

Im 27 Liter Cube habe ich mit EC die Fadenalgen innerhalb kürzester Zeit eliminiert. Nur war eben die Dosierung so hoch, dass ich dass im Fischbecken nicht unbedingt wiederholen möchte.

Es reicht an sich das EC als normal dosiertes Pflanzenspeed zu nutzen. Allerdings könntest du die Cyanobakterien an der Frontscheibe/im Sand direkt damit behandeln. Die scheinen mir ein bisschen viel.

Gruß, Nik
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Beitragvon java97 » 29 Mai 2012 12:18
Hallo Nik,

nik hat geschrieben:..., denn Calciumnitrat bringt nur zusätzliche Härte ins Spiel.


Das tut Mg-Nitrat doch genauso. Ob ich nun den NO3-Bedarf über MgNO3 oder CaNO3 decke oder durch eine Mischung aus beidem: Zusätzliche Härte kommt eh ins Wasser...und ca. 20 mg/l Calcium im Ausgangswasser sind ja auch nicht gerade viel. :wink:
schöne Grüße
Volker
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Beitragvon nik » 29 Mai 2012 14:51
Hallo Volker,

schon, aber wenn durch Magnesiumnitrat ein Ca:Mg von 2:1 nicht unterschritten wird, dann halte ich es für nicht notwendig nur wegen eines weiteren Ca:Mg Verhältnisses noch extra Calciumnitrat zuzugeben. Dieses Extra bringt die zusätzliche Härte ins Spiel. Praktisch heißt das, dass durch die Stickstoffdüngung unter Verwendung von Magnesiumnitrat im Laufe der Woche max 7mg/l Mg in Summe zugegeben werden kann um die 2:1 zu halten. Wenn das darüber hinaus geht, dann erst sollte ein Teil des Magnesiumnitrats durch Calciumnitrat ersetzt werden. Die 2:1 sind völlig unproblematisch, ist bei mir mit dem gegebenen Leitungswasser und PMS Standard.

Auch wenn das bei dir mit Urea in die Grütze gelaufen ist, dürf Martin das später trotzdem mal probieren? :stumm: Bei mir gab Urea(/Ammoniumcarbonat) noch nie ein irgendwie geartetes Problem. Was mich zwangsweise, aber eher sinnlos in bekannten Bahnen grübeln lässt ... ;)

Gruß, Nik
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Beitragvon kurt » 29 Mai 2012 15:56
Hallo zusammen,

nik hat geschrieben:Hallo Volker,

schon, aber wenn durch Magnesiumnitrat ein Ca:Mg von 2:1 nicht unterschritten wird, dann halte ich es für nicht notwendig nur wegen eines weiteren Ca:Mg Verhältnisses noch extra Calciumnitrat zuzugeben. Dieses Extra bringt die zusätzliche Härte ins Spiel. Praktisch heißt das, dass durch die Stickstoffdüngung unter Verwendung von Magnesiumnitrat im Laufe der Woche max 7mg/l Mg in Summe zugegeben werden kann um die 2:1 zu halten. Wenn das darüber hinaus geht, dann erst sollte ein Teil des Magnesiumnitrats durch Calciumnitrat ersetzt werden. Die 2:1 sind völlig unproblematisch, ist bei mir mit dem gegebenen Leitungswasser und PMS Standard.

Auch wenn das bei dir mit Urea in die Grütze gelaufen ist, dürf Martin das später trotzdem mal probieren? :stumm: Bei mir gab Urea(/Ammoniumcarbonat) noch nie ein irgendwie geartetes Problem. Was mich zwangsweise, aber eher sinnlos in bekannten Bahnen grübeln lässt ... ;)

Gruß, Nik

Urea/ nicht nur Martin….

Wie sollte man das Problem (Aufhärtung) Ionenverschiebung sonst unterbinden?
In einem biologisch stabil laufenden Aquarium ist Urea völlig unproblematisch.
Der relativ hohe No3-Verbrauch ist in einem Pflanzenaquarium langfristig gesehen nicht einfach zu Händeln,
(Akkumulation der zugegebenen Nitratverbindungen).
Den großen Po4 Verbrauch aber auch berücksichtigen (mit aufdüngen).
Die Messung der Leitfähigkeit (Aquarium) ist beim Düngen mit Makronährstoffe dann sehr hilfreich.
Gruß Kurt
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Beitragvon java97 » 29 Mai 2012 18:07
Hi Kurt,

Durch Wasserwechsel (hier ja sogar wöchentlich 50%) mit entsprechend weichem Wasser lässt sich das sehr gut händeln.
Ich wechsele sogar nur alle 4-6 Wochen 50% Wasser und verwende nur Ca-, Mg- und Kaliumnitrat zur Stickstoffdüngung.


@Nik:
Dass Urea bei mir nicht funzte mag gar nichts heißen. Ich weiß ja, dass es in vielen Aquarien problemlos funktioniert. Nur gut eingefahren sollte es natürlich sein. Dann kann man es probieren.
schöne Grüße
Volker
Zuletzt geändert von java97 am 29 Mai 2012 18:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon kurt » 29 Mai 2012 18:36
Hallo Volker,

java97 hat geschrieben:Durch Wasserwechsel (hier ja sogar wöchentlich 50%) mit entsprechend weichem Wasser lässt sich das sehr gut händeln. Ich wechsele sogar nur alle 4-6 Wochen 50% Wasser und verwende nur Ca-, Mg- und Kaliumnitrat zur Stickstoffdüngung.

stimmt…die Überprüfung der Werte im Aquarium ändern sich aber nicht,
es soll ja kein Glücksspiel werden. :glaskugel:
Gruß Kurt
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Beitragvon java97 » 29 Mai 2012 18:37
Hi Kurt,
kurt hat geschrieben:stimmt…die Überprüfung der Werte im Aquarium ändern sich aber nicht,
es soll ja kein Glücksspiel werden. :glaskugel:


Ich verstehe nicht, was Du meinst... :?
schöne Grüße
Volker
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Beitragvon Biotoecus » 29 Mai 2012 18:39
Hallo,

und vielen Dank für die reichlichen Informationen.

Ich habe nun die ganze Kiste mal sacken lassen und neu gerechnet. Grundlage 400 Liter Wasser. In dem 500 Liter Becken ist eine sehr hohe Sandschicht.
Ich denke mit den 400 Litern wird man der Kiste gerecht.

Die Dünger lasse ich unverändert. Dazu später aber mehr.

Samstag:
Wasserwechsel 50%

50ml NO3 Dünger.
+ 12,5 mg/l NO3
+ 1,0 mg/l Mg
+ 4,8 mg/l K

40ml Mg Dünger:
+ 2,45 mg/l Mg

30ml AR Eisenvolldünger
+ 0,07 mg/l Fe
+ 0,,3 mg/l Mg
+ 0,75 mg/l K

Sonntag:
10ml PO4 Dünger:
+ 0,61 mg/lPO4
+ 0,5 mg/l K

So-Fr:
10 ml NO3 Dünger
+ 2,5 mg/l NO3
+ 0,19 mg/l Mg
+ 1,0 mg/l K

7 ml AR Mikro Eisendünger:
+ 0,02 mg/l Fe
+ 0,07 mg/l Mg
+ 0,18 mg/l K

Wenn Ihr noch mal drüber schauen wollt. Ich denke das ist ein gangbarer Weg.

Zusätzlich dazu während der Fadenalgenphase noch 30-40 ml EC.
Zeitlich begrenzt.

Dann werde ich mal NO3, Fe und Po4 die nächsten vier Wochen messen.

Ja, und nun noch mal das Thema NO3 Dünger.
Dieser Dünger wird nicht nur in diesem Becken verwendet, sondern auch in AQ mit reinem Leitungswasser.
Ich brauche da also mehr so die eierlegende Wollmilchsau und bin auf Kompromisse angewiesen.
Nicht das hier nachher noch mehr Pullen und Kanister mit den unterschuiedlichsten Düngern rumstehen.
Nachher halte ich die noch für :bier:

Wenn Ihr das in soweit abnickt, kann ich die Dosierpumpen neu programmieren.
Im Moment ist die Düngung eingestellt und heute gabs nen 50% Wasserwechsel.

Beste Grüße
Martin
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Beitragvon kurt » 29 Mai 2012 18:59
Hallo Volker,

java97 hat geschrieben:Hi Kurt,
kurt hat geschrieben:stimmt…die Überprüfung der Werte im Aquarium ändern sich aber nicht,
es soll ja kein Glücksspiel werden. :glaskugel:


Ich verstehe nicht, was Du meinst... :?


hmm…
das Aquarienmillieu (Nährstoffverbrauch)ändert sich ständig,
sei es durch Lampenwechsel, Wasserwechsel, Pflanzen einkürzen usw.
Darauf muss man sich einstellen/reagieren…

@ Martin,

Martin Krüger hat geschrieben:Dann werde ich mal NO3, Fe und Po4 die nächsten vier Wochen messen.

prima…
achte bei der Düngung aber auf den Kaliumwert.
Gruß Kurt
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Beitragvon java97 » 29 Mai 2012 19:06
kurt hat geschrieben:hmm…
das Aquarienmillieu (Nährstoffverbrauch)ändert sich ständig,
sei es durch Lampenwechsel, Wasserwechsel, Pflanzen einkürzen usw.
Darauf muss man sich einstellen/reagieren…


Hi Kurt,
das ist mir nicht neu.
schöne Grüße
Volker
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Beitragvon Biotoecus » 29 Mai 2012 19:13
Hallo Kurt,

in Summe macht das pro Woche runde 15,0mg/l Kalium.
Messen kann ich das nicht.
Ich habe da kein Besteck für.

Beste Grüße
Martin
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Beitragvon java97 » 29 Mai 2012 19:24
Hallo Martin,
Die meisten Aquarien verbrauchen wöchentlich ca. 2 bis 5 mg/l Kalium.
schöne Grüße
Volker
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Beitragvon kurt » 29 Mai 2012 19:28
Hallo Volker,

java97 hat geschrieben:Hi Kurt, das ist mir nicht neu.

sind wir dann beieinander?
Du wirst bei den Nährstoffverbrauch ja auch schon festgestellt haben wie stark er sich zu den Angaben im
Nährstoffrechner bzw. Düngeangaben auf den Produkten ändert.

Martin Krüger hat geschrieben:in Summe macht das pro Woche runde 15,0mg/l Kalium.
Messen kann ich das nicht.
Ich habe da kein Besteck für.

@ Martin,
nehme dann Pflanzenwuchs und Algen als Indikator z.B. Punktalgen für Kaliumanreicherung.
Gruß Kurt
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Zuletzt geändert von kurt am 29 Mai 2012 19:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Biotoecus » 29 Mai 2012 19:33
Moin Ihr Beiden,

OK, ich verstehe das so, dass ich also alle paar Wochen mal nen größeren Wasserwechsel machen sollte um Kalium etwas zu reduzieren.

Beste Grüße
Martin
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Beitragvon kurt » 29 Mai 2012 19:40
Hallo Martin,

Martin Krüger hat geschrieben:Moin Ihr Beiden,
OK, ich verstehe das so, dass ich also alle paar Wochen mal nen größeren Wasserwechsel machen sollte um Kalium etwas zu reduzieren.

ja…oder wie Nik es angesprochen hat… / über Urea.
Gruß Kurt
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